DE1054243B - Vorrichtung zur genauen Ermittlung der radialen Ausdehnung eines Magnetbandwickels auf einer Spule - Google Patents
Vorrichtung zur genauen Ermittlung der radialen Ausdehnung eines Magnetbandwickels auf einer SpuleInfo
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Description
KL.42b 5
PATENTAMT
L 23860 IX/42b
ANMELDETAG: 17. JANUAR 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LE GE SCHRIFT: 2. APRIL 19 5 9
Bei Magnetbandgeräten ist es notwendig, bestimmte Stellen der Bandaufzeichnung, z. B. den Beginn einzelner
Darbietungen oder Abschnitteeines Programms,, nach einmaliger Feststellung leicht wiederzufinden. In
diesem Zusammenhang ist es z. B. bekannt, die radiale Ausdehnung η ■ d (11 = Anzahl der Bandwindungen,
d = Banddicke) des auf der Spule befindlichen Magnetbandes oder zum mindesten deren relative Änderungen
zu ermitteln, die beim Auf- oder Abspulen auftreten. Diese Feststellung erfolgt durch Ablesen der
Lage des Wickelumfangs relativ zu einer Skala mit radial zur Bandspule liegender Einteilung. Es ist dann
nur notwendig, diejenige radiale Wickelgröße, die an einer bestimmten Stelle des Aufzeichnungsinhalts ab-
gelesen wird, zu merken oder zu notieren, damit sie bei späterem Auf- oder Abspulen leicht wiedergefunden
werden kann.
Bei Ablesevorrichtungen solcher Art, die eine relativ zur Spule feste Skala aufweisen, wird nicht berücksichtigt,
daß der Umfang des Spulenkerns, auf den das Magnetband aufgewickelt ist, zumeist keine ideale
Kreisbewegung ausführt, sondern — z. B. infolge einer auf Herstellungstoleranzen zurückzuführenden unvollkommenen
Zentrierung — exzentrische, d. h. »schlagende« Bewegungen bei der Spulenidrelhung beschreibt.
Der Betrag solcher Exzentrizitäten in der Bewegung des Spulenkernumf angs entspricht oftmals der radialen
Dicke einer erheblichen Anzahl von Spulenwindungen und kann daher bei Skalen, die relativ zur Spulenachse
unbeweglich sind, zu erheblichen Falschablesungen führen, insbesondere in Nähe des äußeren Umfangs
eines voll oder fast voll aufgewickelten Bandes.
Zur Behebung dieser Mängel der bekannten Vorrichtung dieser Art bezieht sich die vorliegende Erfindung
auf eine Vorrichtung, bei der der eine Bezugspunkt des die radiale Ausdehnungw--C? des Bandwickels
anzeigenden Mittels, insbesondere einer Skala, derart angeordnet ist, daß er schlagenden Bewegungen der
Spule, insbesondere exzentrischen Bewegungen des Spulenkerns, folgt.
Zu diesem Zweck kann die Spule mit einem zu Jhnem Kern genau konzentrischen Führungsteil versehen
werden, an dessen Umfang das freie Ende eines drehbaren Hebels federnd anliegt, dessen Lage den einen
Bezugspunkt für die Ermittlung des wd-Wertes bestimmt. Dieser Führungsteil besteht vorzugsweise
aus einer in axialer Richtung der Spule stufenartigen konzentrischen Erhebung des Spulenkerns über die
Wickel- oder Flanschebene hinaus, wobei diese stufenartige Erhebung am· besten mit einer entlang ihrem
Umfang verlaufenden Rille versehen wird.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der genannte federnde drehbare Hebel
den einen Schenkel eines Winkelanzeigers bildet, des-
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Vorrichtung
zur genauen Ermittlung der radialen
Ausdehnung eines Magnetb and Wickels
auf einer Spule
zur genauen Ermittlung der radialen
Ausdehnung eines Magnetb and Wickels
auf einer Spule
Anmelder:
Dr. Siegmund Loewe,
New York, N.Y. (V.St.A.)
Dr. Siegmund Loewe,
New York, N.Y. (V.St.A.)
Vertreter: Dr. phil. K. Teucke1 Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Iltisstr. 7
Berlin-Dahlem, Iltisstr. 7
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 17. Januar 1955
V. St. v. Amerika vom 17. Januar 1955
Dr. Siegmund Loewe, New York, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
sen Anzeigewinkel dem zu ermittelnden wrf-Wert proportional ist.
Insbesondere in Verbindung mit einer solchen Winkelanzeige empfiehlt sich die Verwendung eines
mit einem Anzeigeglied gekuppelten, federnd gespannten Meßdrah'tes, der vom freien Ende des einen Schenkels
über das freie Ende und vorzugsweise im Drehpunkt des anderen Schenkels des Winkelanzeigers bis
zu einem Festpunkt geführt ist.
Die Entwicklung eines genauen Markierungssystems ohne die Notwendigkeit des Rückspulens zu einem bekannten
Ausgangspunkt, wie sie durch die vorliegende
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Erfindung gegeben ist, macht diese besonders geeig1-net zur Verwendung bei Magazinen oder Patronen, in
denen die Bandspulen zwecks leichterer Handhabung angeordnet sind. Ein großer Vorteil solcher Magazine
im Vergleich zur Verwendung loser Rollen ist der, daß das Magazin von dem Aufnahmegerät abgenommen
werden kann, ohne vorher rückspulen zu müssen. Jetzt kann dieses ohne den geringsten Verlust an Genauigkeit
oder Richtigkeit des bewegbaren Anzeigers durchgeführt werden, der seinerseits so einfach und
billig hergestellt werden kann, daß man ihn in jedes Magazin einbaut. Falls gewünscht, kann die Markierung
entsprechend der Anzahl der Bandlagen (Umdrehungen) vorgenommen werden, so daß der Benutzer
auf den ersten Blick weiß, an welchem Punkt
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des Bandes er ist und wie viele Umdrehungen er bis zu einem beliebigen anderen Punkt des Bandes ablaufen
lassen muß. Versuche haben gezeigt, daß diese Art der Markierung so genau ist, daß der Fehler im Vergleich
zu der tatsächlichen Umdrehungszahl, die mit einem Drehzahlmesser festgestellt wurde, weniger als
1 °/o betrug.
Sehr vorteilhaft für die Zwecke der vorliegenden Erfindung (und ebenfalls ein Teil derselben) ist eine
speziell hierfür entworfene Spule mit einem entfernten oder entfernbaren oberen Flansch und einem zylindrischen
Kern, der aus zwei Teilen besteht: dem unteren üblichen Teil, auf den das Band aufgewickelt wird,
und darüber einem ebenfalls zylindrischen Teil von kleinerem, größerem oder dem gleichen Durchmesser,
der als Führung für den bewegbaren Anzeiger dient. Nur eine wesentliche Bedingung muß dieser Führungsteil
erfüllen: Seine Umfangskontur muß genau mit der zentriert sein, auf die das Band aufgewickelt
wird. In seiner einfachsten Form besteht dieser Führung-steil in einer Verlängerung des Zylinders, auf den
das Band aufgewickelt wird. Die Messung des Wertes nd wird von diesem Führungsteil aus als· Basis vorgenommen.
Offensichtlich wird, falls die Spule und mit ihr der Kern samt dem darauf befindlichen Band
beim Rotieren »schlägt«, der Führungsteil ebenfalls an dieser Bewegung teilnehmen und den bewegbaren
Indikator gleichfalls dazu bringen. Es bleibt somit nur eine Relativbewegung übrig: die der sich ändernden
Länge von nd gegenüber der Indexmarkierung auf dem Anzeiger.
Das Prinzip der Erfindung sowie weitere Einzelmerkmale derselben sind in der Zeichnung veranschaulicht,
wobei
Fig. 1 und 2 in Draufsicht und im Schnitt eineMeß- und Ablesevorrichtung für den wrf-Wert zeigen, die
sich einer Skala zur unmittelbaren Ablesung bedient, während gemäß
Fig. 3 bis 6 Messung und Ablesung mittels, eines Meßdrahtes erfolgen, dessen Lageänderungen von dem
Mif-Wert abhängig sind.
In Fig. 1 und 2 ist das Band 1 mit der Dicke d in η Windungen auf den Kern 2 mit dem Durchmesser A
aufgewickelt, so daß sich auf dem Kern 2 eine Bandschidht von der Länge nd ergibt. Die Spule 3, deren
oberer Flansch entfernt worden ist, wird in üblicher Weise schnell oder langsam, im Sinn des Uhrzeigers
oder entgegengesetzt, durch den Mechanismus des Aufnahmegerätes in Drehung versetzt. Hierdurch wird
das Band 1 aufgewickelt oder abgewickelt, die Anzahl der Windungen η ändert sich und entsprechend auch
die Länge nd. Diese Änderung der Länge nd wird durch das Fenster 4 in dem Indikator 5 beobachtet.
Dex Indikator 5 trägt Markierungen, von denen als Beispiel sechs Stück gezeigt sind, die mit I bis VI gekennzeichnet
sind. Sobald die Länge nd auf eine dieser Markierungen trifft, ist ein Punkt des Bandes von
besonderem Interesse erreicht, der gerade den. Aufzeichnungs- oder Wiedergabekopf des Tonbandgerätes
passiert. Falls die Bandbewegung in dem richtigen Augenblick gestoppt wird, in dem nd möglichst genau
mit der Indexmarke auf dem Indikator 5 übereinstimmt, ist der betreffende interessante Punkt des
Bandes in der Nähe. Die Bequemlichkeit und Genauigkeit des Verfahrens wird noch erhöht, wenn die Annäherung
von nd an die In'dexmarke durch ein Vergrößer Ungsg1Ias oder durch episkopische Projektion in
vergrößertem Maßstab beobachtet wird.
Zur Vermeidung unerwünschter Relativbewegungen von nd im Verhältnis zu den Indexmarken wird
nun der Indikator 5 durch einen Halter 6 getragen, z. B. eine Rundstange aus Metall, Holz oder Kunststoff,
die auf einem vorzugsweise drehbaren Träger 7 montiert ist, so daß freie Beweglichkeit entsprechend
dem Pfeil8 sich ergibt. Eine Feder 9 hält die Stange6 ständig mit dem Führungsteil 10 des Kerns 2 in Kontakt.
Nach welcher Richtung auch der Kern 2 schlägt, die Stange 6 und mit ihr der Indikator 5 wird ihm
genau folgen. Dies trifft auch zu für vertikale schlagende Bewegungen des Kerns 2 oder des Flansches 3,
wenn der Halter 6 etwas biegsam oder elastisch gemacht wird oder wenn der Träger 7 dem Halter 6 etwas
Spiel in vertikaler Richtung gestattet. In der Praxis wird sich meist die auf den Kern 2 aufgewickelte
Bandlage in vertikaler Richtung gegenüber Kern und Flansch hin- und herverschieben. Auch diese Fehlerquelle
kann ausgeschaltet werden, wenn man den Indikator gelenkig an dem Halter 6 befestigt. Solche Gelenke
sind in Fig. 1 bei 11 und 12 als Muffen angedeutet, die um die Stange 6 fassen und gegen Bewegungen
nach rechts oder links durch kleine Stifte gesichert sind (angezeigt durch kleine Kreise auf den
Muffen), welche in entsprechende kreisförmige Rillen in der Stange 6 eingreifen und so dem Anzeiger gestatten,
jeder Art von schlagenden Bewegungen zu folgen, die das Band machen könnte. Der Anzeiger 5 kann
aus Metallfolie, dünnem steifem Papier oder geeignetem Kunststoff gemacht werden, wobei die Indexmar'kierungen
entweder direkt auf dem Anzeiger oder auf einem besonderen Teil angebracht sind, der von
dem Anzeiger selbst entfernt werden kann. Wird die AIarkierung von dem Benutzer selbst vorgenommen,
so hat es sich als praktisch erwiesen, feine, auf dem Anzeiger eingedrückte Rillen vorzusehen, welche die
AnbringungvonMarkierungenerleichtern. Solche Rillen, konzentrische Kreise entsprechend den Bandlagen,
sind in Abb. 1 auf beiden Seiten des Fensters 4 mit 13 bezeichnet. Sie führen die scharfe Spitze des Stiftes
leicht und genau zu der Stelle, wo eine Markierung vorgenommen werden soll, und erleichtern auch in der
Hinsicht das Verfahren, daß sie das Auge zu dem richtigen Punkt hinleiten, so daß man selbst bei
schnellen Rückspulgeschwindigkeiten genau stoppen und zufriedenstellende Ergebnisse erzielen kann.
Der Träger 7 kann entweder an dem Gerätechassis oder am Magazin befestigt werden. Im zweiten Fall
bleibt die ganze Markierungsvorrichtung ständig am Magazin und gestattet selbst dann, wenn das Magazin
vom Tonbandgerät abgenommen wird, genaue Kontrolle darüber, was auf dem betreffenden Band aufgezeichnet
ist und wo.
In der Praxis kann die ganze Markierungsvorrichtung aus einem Stück hergestellt werden, das vorzugsweise
aus Kunststoff hergestellt wird und den Träger 7, den Halter 6 und den Anzeiger 5 umfaßt. Die
Tätigkeit und Wirkung der Feder 9, der Gelenke 11 und 12 sowie weiterer notwendiger oder wünschenswerter
beweglicher Teile kann erzielt werden, indem man richtigen Gebrauch von den elastischen. Eigenschäften
des Materials macht.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch Fig. 1 längs der Linie x-x. Sie zeigt den Unterflansch 3, den Kern 2, die
Bandschicht nd und den Führungsteil 10, der konzentrisch zum Kern 2 angeordnet, jedoch kleiner und an
seinem Umfang mit einer Rille versehen ist, in welcher der Halter 6 gleitet. Die Reibung zwischen dem Halter
6 und dem Führungsteil 10 kann auf bekannte Weise so klein gehalten werden, daß sie vernachlässigt
werden darf. Jedoch kann, falls nötig, der Halter 6 während des Aufnehmens oder Abspielens aus dem
Führungsteil 10 zurückgezogen werden, sobald keine genaue Markierung erforderlich ist, und er kann
außerdem in diesem Rückziehungszustand arretiert werden. Wird die Arretierung aufgehoben, so nimmt
der Halter 6 sofort wieder seine genaue Lage in der Rille des Führungsteils 10 ein und bewirkt wieder die
genaue Gültigkeit der Markierungszeichen auf dem bewegbaren Anzeiger.
Die Erfindung ist weiterhin sehr vorteilhaft verwendbar für die automatische Abstoppung der Bandbewegung,
besonders bei hoher Laufgeschwindigkeit. Ein Beispiel einer solchen Anwendung ist in den Fig. 3,
4 a, 4b und 4c gezeigt. Fig. 5 zeigt die Anordnung des automatischen Anzeigemedianismus in einem Magazin.
Bei diesen Figuren wird das automatische Abstoppen elektrisch bewirkt, wobei eine Bremskraft entweder
auf den Mechanismus ausgeübt wird, der die Spulen dreht, oder aber auf die Lager, weiche die
Spulen tragen, die im allgemeinen durch Reibungskupplung mit dem Antriebsmechanismus verbunden
sind. Ein plötzliches Anhalten der Spulen bewirkt ein ebenso plötzliches Aufhören der Bandbewegung, selbst
bei hohen Rückspulgeschwindigkeiten. Die Aufgabe ist die, die Bremskraft im richtigen Moment so einzusetzen,
daß das Band so genau wie nur möglich an der gewünschten Stelle anhält. In Fig. 3 tritt der den
Bremsmechanismus betätigende elektrische Kontakt auf zwischen dem Zeiger 14, welcher sich langsam um
die Achse 18 dreht, und einstellbaren Kontaktstücken 15, welche auf einer Schiene 16 verschiebbar sind.
Eine beliebige Zahl solcher Kontaktstücke kann vorgesehen werden; sie werden auf der Schiene 16 an
solchen Punkten aufgesetzt, wie sie den Bandstellen entsprechen, an denen eine automatische Abbremsung
erwünscht ist.
Eine genaue und präzis festgelegte Korrelation zwischen der Bewegung des Zeigers 14 und der Bandbewegung
wird folgendermaßen erzielt: Ein dünner starker Draht oder Faden 17 ist einmal oder mehrere Male
um die Achse 18 gewickelt, welche den Zeiger 14 trägt. Der Draht 17 wird durch ein Loch im Halter 6 in
Längsrichtung zugeführt und tritt gegenüber dem Punkt aus, an dem der Halter den Führungsteil 10
berührt. Von dort (Punkt p) läuft der Draht zu einer Rolle 19 (Punkt q), an der er befestigt wird. Die Rolle
19 wird in ständigem leichtem Kontakt mit der äußersten Lage des Bandes gehalten, und zwar mittels einer
Feder 20 unter Mitwirkung einer weiteren Feder 21, deren eines Ende am Halter 6 und deren anderes Ende
an einem Arm 22 befestigt ist. Ein Ende des Armes 22 trägt in einem Lager die Rolle 19. Das andere Ende
wird am besten auf dem drehbaren Träger 7 so montiert, daß es die Rolle 19 leicht zur Mitte des Kerns 2
oder von ihr weg schwingen kann. Infolgedessen ändert sich der Abstand p-q in einem genauen bestimmten
Verhältnis zu der sich ändernden Länge nd. Sobald kein Band auf dem Kern 2 aufliegt, ist die Rolle
19 in direktem Kontakt mit dem Kern. Falls andererseits das ganze Band in η Windungen auf Kern 2 aufgewickelt
ist, haben sich die Punkte p und q um eine Strecke voneinander entfernt, die genau durch nd bestimmt
ist.
Sobald der Arm 22 auswärts schwingt, zieht er den Draht 17 über den Punkt p (dieser kann selbst die
Form einer flachen Rolle zur Führung des Drahtes 17 haben), durch den Halter 6, um die Achse 18 herum
und streckt dabei die Feder 20, wobei der Zeiger 14 um eine bestimmte Anzahl von Winkelgraden gedreht
wird. Bei gegebener Konstruktion und Bandstärke wird die Anzahl dieser Grade bei gleicher Anzahl, von
Bandwindungen η auf dem Kern 2 immer die gleiche sein. Da, wie oben erläutert, jeder interessante Punkt
einer gewissen Anzahl (n) von Windungen entspricht, vorausgesetzt, daß die Bandspannung innerhalb eines
gewissen Bereichs bleibt, tritt automatische Abbretnsung immer genau an den gewünschten Stellen ein,
falls die Kontaktstücke 15 richtig eingestellt sind.
Neuzeitliche Tonbandgeräte für den Hausgebrauch werden im allgemeinen für zweispurige Bandbespielung
konstruiert. Bei Zweispuraufzeichnungen müssen zwei Gruppen von interessanten Stellen unterschieden
werden: Die eine von ihnen gehört zu derjenigen Spur, die beim Aufwickeln des Bandes auf den Kern 2 bespielt
oder abgehört wird, die zweite dagegen zu jener Spur, die beim Abwickeln des Bandes vom Kern 2 gespielt
wird. Es werden weitefhin also gemäß der Erfindung zwei Sätze von Kontaktstücken verwendet,
von denen der eine nur bei einer Bewegung des Zeigers 14 im Uhrzeigersinn herstellt, der andere nur bei
Bewegung des Zeigers 14 entgegengesetzt dem Uhrzeiger. Dies wird erreicht, indem die Spitze des Zeigers
14 mit einem kurzen Stückchen 24 aus blankem Draht versehen wird, die Kontaktstücke 15 dagegen
mit kleinen quadratischen Stückchen Metallfolie 25, 26, die auf einer Seite isoliert, auf der anderen dagegen
blank sind. Bewegt sich Zeiger 14 beispielsweise im Sinn des Uhrzeigers und soll bei 26 Kontakt
erzielt werden, so wird dort ein Quadratstück Metallfolie angebracht, welches auf der dem Zeiger abgekehrten
Seite isoliert ist. Sein Draht 24 berührt dann die blanke Seite des quadratischen Stücks 26 und verursacht
durch den hierbei erzielten Kontakt das automatische Abstoppen oder irgendeine andere gewünschte
Wirkung. Bei umgekehrter Richtung, wenn sich der Zeiger dem Stück 26 entgegengesetzt dem
Uhrzeigersinn nähert, trifft der Draht 24 auf die isolierte Seite vom Stück 26 und ergibt keinen elektrischen
Kontakt. Die beiden Sätze von Kontaktstücken 15 können daher identisch ausgeführt werden, ausgenommen
die zu isolierende Seite der Quadrate aus Metallfolie. Metallfolie wird deswegen verwendet, weil
sie nachgibt und den Draht 24 in beiden Richtungen passieren läßt, um nachher ihre alte Stellung genau
wieder einzunehmen.
Eine weitere wichtige Einzelheit der Erfindung besteht darin, zu verhindern, daß die Kontaktvorrichtung
durch etwaiges »Schlagen« (Schlottern) der Spule oder des. Bandes beeinflußt oder beeinträchtigt wird.
Würde sieh das Schlagen auf den Zeiger 14 übertragen, so würde dieser sich dem Kontaktstück 15 nicht
mit stetiger Bewegung nähern, sondern hin- und herschwingen, so daß der Kontakt nicht, wie vorgesehen,
ausschließlich durch die Änderung der Länge nd beeinflußt wird, sondern außerdem noch durch die überlagerte
unkontrollierbare Einwirkung des »Schlagens«. Wie oben erläutert wurde, wird der Abstand p-q durch
die Verwendung des Halters 6 des Führungsteils 10 von jedem Schlagen unabhängig gemacht. Jedoch kann
das ganze Aggregat, das aus dem Spulenkern 2 mit dem darauf aufgewickelten Band, dem Führungsteil
10, dem Halter 6, der Rolle 19 und dem Arm 22 besteht,
schlagende Bewegungen ausführen, falls z. B. das Loch im Spulenkern 2 zu groß oder nicht ganz in
der Mitte ist oder falls die Achse des Antriebsmechanismus etwas exzentrisch ist. Selbst wenn1 sich auch
nur ein geringfügiges Schlagen auf die Kontaktvorrichtung überträgt, so wird dadurch die Bremsgenauigkeit
erheblich verringert. Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Maßnahmen zur Ausschaltung
solcher Störeffekte bestehen darin, den Draiht 17 durch
Claims (1)
1. Vorrichtung zur genauen Ermittlung der radialen Ausdehnung η ■ d (n = Anzahl der Bandwindungen,
J=Banddicke) eines Magnetbandwikkels auf einer Spule, dadurch gekennzeichnet, daß
der eine Bezugspunkt des den Längenwert nd anzeigenden Mittels derart angeordnet ist, daß er
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