DE1054039B - Bohrmeissel - Google Patents
BohrmeisselInfo
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- DE1054039B DE1054039B DES56816A DES0056816A DE1054039B DE 1054039 B DE1054039 B DE 1054039B DE S56816 A DES56816 A DE S56816A DE S0056816 A DES0056816 A DE S0056816A DE 1054039 B DE1054039 B DE 1054039B
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B10/00—Drill bits
- E21B10/46—Drill bits characterised by wear resisting parts, e.g. diamond inserts
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen Bohrmeißel für bergmännische Zwecke, insbesondere für Tiefbohren.
Mit Rücksicht auf den verhältnismäßig langsamen Bohrfortschritt wurde bisher das Diamantbohren nur
bei hartem Gebirge auf dem Schürfbohrgebiet angewandt und lediglich in Einzelfällen in ganz harten
Schichten bei Erdölbohrungen auf größere Tiefen. In der bisherigen Bohrpraxis war es üblich, in hartem
Gestein Diamantbohrkronen zu verwenden und bei Auftreten von weichen Schichten die Krone zu wechseln,
um auf schneidendes Bohren überzugehen. Da beim konventionellen Diamantbohren der Bohrfortschritt
verhältnismäßig gering war, hatte der Zeitverlust durch Ein- und Ausbau des Gestänges einen
prozentual geringen Anteil.
Beim neuerdings zur Anwendung kommenden Turbinenbohren mit Diamantmeißeln wird ein wesentlich
schnellerer Bohrfortschritt erzielt, so daß die toten Zeiten des Gestängeausbaues und des Gestängeeinbaues
auf die Gesamtleistung und somit Wirtschaftlichkeit einen erheblichen Einfluß haben. Durch den
schnelleren Bohrfortschritt tritt in der Zeiteinheit ein Schichtenwechsel häufiger auf, so daß angestrebt
werden muß, schwächere weiche Schichten auch mit dem Diamantmeißel durchbohren zu können. Rollenmeißel,
passend für harte und weiche Schichten, haben bisher beim Turbinenbohren versagt, da die Rollenlagerung
den hohen Turbinendrehzahlen nicht standhält.
Welche Bedeutung der Gestängeeinbau und der Gestängeausbau bei einer Erdölbohrung hat, geht aus
folgendem Beispiel hervor. Bei einer Bohrung von 2000 m müssen beim Wechseln des Meißels etwa
6 bis 7 Stunden für einen Roundtrip eingesetzt werden. Da eine vollständige Rotarybohranlage nicht unerhebliche
Tagesbetriebskosten verursacht, ist es wichtig, das Bohrerwechseln möglichst zu vermeiden.
Nach der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß an der Bohrfläclie des Meißels zusammenhängende
Schneiden bildende Schneidplättchen, z. B. aus Hartmetall, und härtere gruppenartig zusammengefaßte
körnige Schneidelemente, z. B. Diamantsplitter, in Drehrichtung des Meißels betrachtet, abwechselnd
hintereinander derartig angeordnet sind, daß die körnigen Schneidelemente nach außen zum Bohrgut hin
in Bezug zu den Schneiden der Schneidplättchen vorstehen. Auf diese Weise ist erreicht, daß ein und derselbe
Bohrer nicht nur im harten Gestein, sondern auch in weichen Schichten durch schneidendes Bohren
arbeiten kann. Das sonst so nachteilige Wechseln der Bohrkronen wird dadurch auf ein erheblich geringeres
Maß zurückgeführt.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfin-Bohrmeißel
Anmelder:
Salzgitter Maschinen Aktien.gesellsch.aft,
Salzgitter-Bad
Kurt Henning, Braunschweig,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
dung sind die Schneidplättchen mit einem positiven Schneidwinkel am Grundkörper des Meißels angeordnet.
Mit so angeordneten Schneidplättchen können auch sehr weiche Gesteinsschichten durchbohrt werden,
ohne daß ein Meißel wechsel aus diesem Grunde notwendig wäre.
Zweckmäßig sind die Schneidplättchen an; dem spiralig
verlaufenden nacheilenden Kanten der Spülungskanäle angeordnet. Da diese Kanten ohnehin am
Meißel vorhanden sind, brauchen keine besonderen Schneidkanten ausgebildet zu werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung als Beispiel dargestellt.
Fig. 1 ist eine schematische Ansicht des Bohrmeißeis von unten;
Fig. 2 ist teils in Ansicht und teils im Längsschnitt eine Darstellung des Meißels;
Fig. 3 zeigt in größerem Maßstab einen Schnitt.
Der Bohrmeißel besteht aus dem Grundkörper 1, den Schneidplättchen 2 und körnigen Schneidelementen
3.
Der Grundkörper ist mit einer mittleren Längsbohrung 4 versehen, mit der der Bohrmeißel am Bohrgestänge
befestigt wird. In dem Bohrkörper 1 sind Spülungskanäle 5 —■ beim dargestellten Ausführungsbeispiel drei Spülungskanäle — vorgesehen, durch die
hindurch die übliche Spülflüssigkeit an die Bohrsohle geführt wird.
Die Schneidplättchen 2 sind an den nacheilenden Begrenzungskanten 6 der Spülungskanäle 5 angeordnet.
Sie bilden dabei eine zusammenhängende spiralige Schneidkante. Als Material für die Schneidplättchen
kommt in erster Linie Hartmetall in Betracht.
Die körnigen Schneidelemente 3 sind, wie sich aus Fig. 1 ergibt, gruppenweise zusammengefaßt. Diese
Gruppen reichen jeweils bis an die voreilenden Begrenzungskanten 7 der Spülungskanäle 5 heran. Die
körnigen Schneidelemente sind in den Grundkörper 1 des Meißels eingebettet (vgl. Fig. 3). Der aus der
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Claims (3)
1. Bohrmeißel für bergmännische Zwecke, insbesondere zum Tiefbohren, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Bohrfläche des Meißels zusammenhängende Schneiden (6) bildende Schneidplättchen
(2), z.B. aus Hartmetall, und härtere gruppenartig zusammengefaßte körnige Schneidelemente
(3), z. B. Diamantsplitter, in Schneidrichtung abwechselnd hintereinander derart angeordnet sind,
daß die körnigen Schneidelemente (3) nach außen zum Bohrgut hin in Bezug zu den Schneiden (6)
der Schneidplättchen (2) vorstehen (Maß α).
2. Bohrmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidplättchen (2) mit
einem positiven Schneidwinkel (α) am Grundkörper (1) des Meißels angeordnet sind.
3. Bohrmeißel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidplättchen
(2) an den spiralig verlaufenden nacheilenden Kanten (6) der Spülungskanäle angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES56816A DE1054039B (de) | 1958-02-03 | 1958-02-03 | Bohrmeissel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES56816A DE1054039B (de) | 1958-02-03 | 1958-02-03 | Bohrmeissel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1054039B true DE1054039B (de) | 1959-04-02 |
Family
ID=7491378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES56816A Pending DE1054039B (de) | 1958-02-03 | 1958-02-03 | Bohrmeissel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1054039B (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1122021B (de) | 1959-03-17 | 1962-01-18 | Wladimir Tiraspolsky | Bohrmeissel |
| FR2353702A1 (fr) * | 1976-06-02 | 1977-12-30 | Shell Int Research | Trepan de forage par rotation |
| DE2817986A1 (de) * | 1977-04-25 | 1978-11-02 | Christensen Inc | Tiefbohrmeissel |
| DE2821248A1 (de) * | 1978-05-16 | 1979-11-22 | Guergen Karl Heinz | Auswechselbare bohrkrone fuer einen bei allen gesteinsarten anwendbaren gesteindrehschlagbohrer |
| DE3113109A1 (de) * | 1981-04-01 | 1982-11-04 | Christensen, Inc., 84115 Salt Lake City, Utah | Drehbohrmeissel fuer tiefbohrungen |
| US4397363A (en) * | 1980-01-10 | 1983-08-09 | Drilling & Service U.K. Limited | Rotary drill bits and method of use |
| DE3347696A1 (de) * | 1983-12-31 | 1985-07-11 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Vorrichtung zum drehenden bohren von gestein |
| US4554986A (en) * | 1983-07-05 | 1985-11-26 | Reed Rock Bit Company | Rotary drill bit having drag cutting elements |
| EP0314953A3 (en) * | 1984-07-19 | 1989-12-13 | Reed Tool Company Limited | Improvements in or relating to rotary drill bits |
-
1958
- 1958-02-03 DE DES56816A patent/DE1054039B/de active Pending
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| DE1122021B (de) | 1959-03-17 | 1962-01-18 | Wladimir Tiraspolsky | Bohrmeissel |
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