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DE1053010B - Verfahren zur Reinigung einer gasfoermigen Mischung, deren Komponenten verschiedene Siedepunkte haben - Google Patents

Verfahren zur Reinigung einer gasfoermigen Mischung, deren Komponenten verschiedene Siedepunkte haben

Info

Publication number
DE1053010B
DE1053010B DEC11662A DEC0011662A DE1053010B DE 1053010 B DE1053010 B DE 1053010B DE C11662 A DEC11662 A DE C11662A DE C0011662 A DEC0011662 A DE C0011662A DE 1053010 B DE1053010 B DE 1053010B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
temperature
gas stream
heat exchanger
path
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC11662A
Other languages
English (en)
Inventor
Warren Jacob Fuchs
Robert David Rayfiel
Edward Sherrill Roberts
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemical Construction Corp
Original Assignee
Chemical Construction Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemical Construction Corp filed Critical Chemical Construction Corp
Publication of DE1053010B publication Critical patent/DE1053010B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J3/00Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification
    • F25J3/08Separating gaseous impurities from gases or gaseous mixtures or from liquefied gases or liquefied gaseous mixtures
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D51/00Auxiliary pretreatment of gases or vapours to be cleaned
    • B01D51/10Conditioning the gas to be cleaned
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J5/00Arrangements of cold exchangers or cold accumulators in separation or liquefaction plants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung einer gasförmigen Mischung, deren Komponenten verschiedene Siedepunkte haben Die Erfindung betrifft die Trennung von Gasmischungen bei tiefen Temperaturen. Mehr im Einzelnen bezieht sich die Erfindung auf die Aufspaltung oxydierter Kohlenwasserstoff-Brenngasmischungen in eine » Stickstoff «-Fraktion und in eine » Wasserstoff-Stickstoffvr-Fraktiou, wie sie zur Ammoniaksynthese verwendet werden kann.
  • Die Trennung einer normalerweise gasförmigen Mischung, beispielsweise von Luft, in ihre Bestandteile kann bekanntlicherweise so vorgenommen werden, daß man ein Beschickungsgas komprimiert und vorkühlt und einen Teil der Mischung bei dem ursprünglichen Druck durch Wärmeaustausch mit den kalten abgetrennten Produkten verfliissigt, einen änderen Teil unter Abgabe von Arbeit ausdehnen läßt, beide Teile in einem gemeinsamen Fraktionierungsturm bei geringem Druck fraktioniert und dann die endgültigen Produkte zurückfiihrt.
  • Die Vorkühlung wird durch zwei oder mehr Regeneratoren in periodisch wechselnden Kreisläufen zwischen dem ankommenden Beschickungsgas und den rückströmenden Produkten vorgenommen. In derartigen Regeneratoren wird auch Wasser, Kohlendioxyd u. dgl. entfernt, die sich an den Oberflächen der Regeneratorfüllung abscheiden, wenn das Beschickungsgas gekühlt wird, und die dann während des Kreislaufes wieder verdampft werden, um ein häufiges Auftauen zu vermeiden.
  • Der Wärmeaustausch zwischen den abwechselnden Strömen hängt vom Wärmespeicherungsvermögen der Regeneratorfüllung ab. Die Regeneratoren haben daher den entschiedenen Nachteil, daß die ankommenden und die austretenden Ströme niemals gleichzeitig miteinander über eine gemeinsame Wänneaustauschgrenze in thermischer Berührung stehen, und aus diesem Grund beeinflußt die Kreislaufzeit im Regenerator sowohl den Wirkungsgrad der Wärmeübertragung als auch die Menge der abgeschiedenen, in den Regeneratoren angesammelten Verunreinigungen.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, daß man einen selbstreinigenden Wärmeaustauscher, der einen gleichzeitigen Wärmeaustausch zwischen den Führungen für das im Gegenstrom strömende Beschickungsgas und die kalten zurückströmenden Produkte ermöglicht, zum Vorkühlen der gasförmigen Mischung verwenden solle. Der Austauscher weist eine Mehrzahl paralleler Strömungsbahnen für das in den Führungen enthaltene Medium auf.
  • Die Bahnen grenzen so aneinander, daß eine metallische Berührung über die gesamte Kontaktlänge des Austauschers vorhanden ist. In gleicher Weise sind die verschiedenen Führungen bzw. Führungskanäle durch metallische Zwischenwände miteinander verbunden. Die selbstreinigenden Austauscher dieser Art sind durch eine rasche Wärmeübertragung und einen hohen thermischen Wirkungsgrad gekennzeichnet, die durch die Kreislaufzeit nicht beeinflußt werden, weil sie nur in geringem Maße von der Wärmespeicherung im Metall abhängen.
  • Derartige Austauscher werden meist zur Entfernung aller höhersiedenden Verunreinigungen aus dem Beschickungsgas verwendet. Diese Entfernung erfolgt durch eine periodisch abwechselnde Strömung des warmen ankommenden Beschickungsgases und des rückwärts strömenden Gases in wenigstens zwei Fuhrungen des Austauschers. Während einer Hälfte des Kreislaufes, wenn das Beschickungsgas gekühlt wird, werden Wasser, Kohlendioxyd und andere Verunreinigungen ausgefällt und in fester oder flüssiger Phase auf den Metalloberflächen der Führungen gesammelt, durch welche das Beschickungsgas strömt. Bevor diese Ansammlungen diese Führungen verstopfen, werden die im Gegenstrom strömenden Beschickungsgasströme und die zurückströmenden kalten Gasströme ausgetauscht, so daß das kalte Gas über die angesammelten Abscheidungen strömt, um diese wieder zu verdampfen. In der Zwischenzeit wird das Beschickungsgas gekühlt, und die darin enthaltenen Verunreinigungen werden auf den Metalloberflachen der anderen Führungen niedergeschlagen, durch welche das zurückströmende kalte Gas vorher geströmt ist. Die Wiederverdampfühg der Verunreinigungen, die sich vorher in den Führungen niedergeschlagen haben, erfolgt durch das kalte abgetrermtê Gas, dessen Wiedergewinnung in reinem Zustand unerwünscht ist, obgleich ein Strom des gewünschten zizrückstiömenden gasförmigen Produktes durch eine getrennte, nur in einer Richtung zu durchströmende Leitung des gleichen Austäuschers strömen kann, um die Kälte daraus abzuziehen ; Es sind auch bereits Verfahren bekanntgeworden, bei denen ein dritter, den Wärmeaustauscher beaufschlagender gasförmiger Strom durch Entspannung abgekühlt und dem zweiten gasförmigen Strom zugegeben wird. Bei diesem Verfahren enthält jedoch das Produktgas Kohlendioxyd und Wasserdampf, die sich in dem Umkehrwärmeaustauscher, durch den vorher Luft geströmt war, niedergeschlagen haben. Weiterhin ist auch schon bekannt, auf der Tieftemperaturseite eines Umkehrwärmeaustauschers eine zusätzliche Umschalteinrichtung vorzusehen, durch die eine Wiederverdampfung der Verunreinigungen erzielt werden soll. Jedoch kann auch durch eine Umschalteinrichtung kein völlig reiner Produktstrom erzielt werden.
  • Die vorliegende Erfindung richtet sich unter anderem auf die Ausbildung derartiger Bedingungen, die für die vollständige Wiederverdampfung der Verunreinigungen erforderlich sind, die sich in den Kälteaustauschern niedergeschlagen haben. Diese Bedingungen hängen vom Gasvolumen ab, in das die Abscheidungen verdampft werden und von dem sie aufgenommen werden können, und von einem ausreichenden Dampfdruck der abgeschiedenen Verunreinigungen, der durch die Temperatur des rückströmenden kalten Gases in dem Gebiet dieser abgeschiedenen Verunreinigungen bestimmt wird. Im allgemeinen werden die Verunreinigungen üblicherweise bei einer bestimmten Temperatur abgeschieden und bei einer etwas geringeren Temperatur entfernt. Je geringer daher die Differenz zwischen diesen beiden Temperaturen ist, um-so größer ist die Geschwindigkeit der Wiederverdampfung.
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafür zu sorgen, daß man derartige kleine Temperaturdifferenzen in jeder gewünschten Zone eines im Gegenstrom arbeitenden, selbstreinigenden Austauschers oder Regenerators erhält, in dem die Verdampfung verfestigter höhersiedender Verunreinigungen durchgeführt wird.
  • Andere Ziele und Vorteile erkennt man aus der folgenden Beschreibung.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren betrifft die Abtrennung eines kleineren Anteils, etwa 5 bis 20°/o, des komprimierten, im folgenden als Synthesegas bezeichneten Gases aus einer getrennten Führung eines Austauschers bei einem vorbestimmten Temperaturniveaü.
  • Diesen Anteil läßt man dann ausdehnen, so daß die e nötige Abkühlung unter Arbeitsabgabe entsteht.
  • Das ausgedehnte Gas wird dann in das kalte verunreinigte Gas, im folgenden als Abgas bezeichnet, in einem oder verschiedenen Punkten des Verfahrens eingeleitet.
  • Zum ersten kann es zu dem Abgas gegeben werden, unmittelbar nachdem dieses aus einer Fraktionierungskolonne abgezogen wurde. Zum zweiten kann dieses expandierte Gas zu dem Abgas gegeben werden, nachdem dieses letztere durch einen Unterkühler geführt wurde.
  • Zum dritten kann das expandierte Gas direkt in die Führung eingeleitet werden, durch welche das Abgas vorher strömte. Irgendwelche angesammelten Verunreinigungen, die bei dem Reinigungskreislauf übrigbleiben, werden durch das expandierte Gas vollkommen entfernt. Das expandierte Gas wird dann mit Vorteil wieder komprimiert und zu dem ankommenden Be- schickungsgas gegeben. Zum vierten kann das expandierte Gas in eine getrennte, nur in einer Richtung durchströmbare Führung im Austauscher geleitet werden, um Wärme aus diesem System abzuziehen. Anschließend wird das so erwärmte expandierte Gas komprimiert. Das komprimierte gasförmige Produkt wird dann gekühlt und zu dem Synthesegas geleitet, das aus dem Kälteaustauscher ausströmt.
  • Zum besseren Verständnis des Wesens und des Gegenstandes dieser Erfindung wird sie im folgenden an Hand der Zeichnungen im einzelnen beschrieben, in denen eine Vorrichtung dargestellt ist, mit der man das erfindungsgemäße Verfahren durchführen kann. Obwohl der selbstreinigende Austauscher in dei Zeichnung nur als einzelner Austauscher dargestellt ist, so können doch mehrere Austauscher, entweder in Reihe oder parallel, verwendet werden. Die Erfindung kann auf irgendeine normalerweise gasförmige Mischung angewandt werden. Typische Gase sind z. B. Luft, Generatorgas und eine gasförmige Mischung, die man bei der Oxydation von Kohlenwasserstoffbrennstoffen durch Luft erhält und die insbesondere für eine Ammoniaksynthese u. dgl. brauchbar ist.
  • In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform erkennt man, wie ein nach rückwärts strömendes Synthesegas bei einer mittleren Temperatur auf einem nur in einer Richtung zu durchströmenden Weg aus dem Austauscher abgezogen wird. Man läßt dieses Gas dann entspannen und führt es an einer Stelle in den Abgasstrom ein, die vor dessen Einleitung in einen Unterkühler liegt.
  • Fig. 2 zeigt gegenüber der Fig. 1 eine abgeänderte Ausführungsform in einem Fließschema, wobei expandiertes Gas an einer Stelle in den Abgasstrom eingeleitet wird, die entweder vor oder nach der Stelle liegt, wo das Abgas durch Unterkühler strömt, bevor es an einer kälteren Stelle in den Austauscher eingeführt wird. Weiterhin erkennt man in Fig. 2, daß das expandierte Gas entweder unmittelbar in eine getrennte Führung des Austauschers neben dem Rückführungskanal für das Abgas eingeleitet wird oder vor seiner Einleitung in eine getrennte Führung des Austauschers in Unterkühler geleitet wird. Das expandierte Gas wird dann am wärmeren Ende des Austauschers abgezogen, komprimiert und gekühlt. Der Gasstrom wird dann in das Synthesegas eingeleitet, das am wärmeren Ende des Austauschers abgezogen wird.
  • Aus Fig. 1 erkennt man, wie ein Beschickungsgas, das später näher beschrieben wird, durch die Leitung 1 in die Leitung 3 durch ein Vierwegumkehrventil 2 oder ein entsprechendes technisches Äquivalent eingeleitet wird. Die Betätigung des Ventils erfolgt in vorbestimmten Zeitabschnitten, beispielsweise alle 3 Minuten, und das Gas wird in die Führung 4 eingeleitet. Während das Gas durch die Führung 4 im Austauscher 40 strömt, wird es in zunehmendem Maße gekühlt, da in der Führung 5 kaltes Abgas strömt. Infolgedessen tritt hier ein Wärmeaustausch auf. Das gekühlte Beschickungsgas wird durch die Abscheidung von Verunreinigungen gereinigt ; beispielsweise von Wasser und Kohlendioxyd, die sich an den Wänden dieser Führung niederschlagen : Das Beschickungsgas wird dann durch die Leitung 6 zu der Leitung 8 durch ein Vierwegumkehrventil 7 in einen Teilkondensator abgelassen, der im folgenden näher beschrieben wird. Das Abgas wird am wärmeren Ende des Austauschers durch die Leitungen 17 und 18 über das Vierwegumkehrventil 2 abgezogen.
  • Der Teilkondensator 70 weist eine Zweistufenkolonne auf. Der untere Abschnitt 72 wird bei einem Druck betrieben, der annähernd gleich dem Druck des Beschickungsgases ist. Der obere Abschnitt 71 wird bei einer tieferen Temperatur bei etwa 0, 2 bis 0, 7 atü, vorzugsweise bei etwa 0, 28 bis 0, 35 atü, betrieben. Diese Kolonne ist mit Fraktionierplatten ausgestattet. Der untere Abschnitt 72 der Kolonne 70 ist mit dem Kondensator 73 verbunden, und er hat eine Sammelschale 74 für die Flüssigkeit, die unmittelbar unterhalb des Kondensators 73 angeordnet ist und zur Sammlung von Flüssigkeit oder Kondensat dient. Wenn das Beschickungsgas bei dem unteren Abschnitt 72 durch die Leitung 8 in den Kondensator eintritt, dann findet eine teilweise Kondensation statt, da die Abkühlung sehr rasch erfolgt.
  • Dies erfolgt unter Verwendung der Flüssigkeit oder des Kondensats, das von der Schale 74 durch die Leitung 19 abgezogen wird. Dieses Kondensat wird in den unteren Teil eines Unterkühlers 50 eingeleitet. In diesem wird es gekühlt, da ein im Gegenstrom erfolgender Wärmeaustausch zwischen ihm und dem Abgas erfolgt, wie später erläutert wird. Das Kondensat wird dann von der Leitung 20 abgezogen und in den oberen Teil eines zweiten Unterkühlers 60 eingeleitet, wo dieses Kondensat weiterhin gekühlt und von wo es durch die Leitung 21 abgezogen und im Reduzierventil 22 entspannt wird. Die entspannte Flüssigkeit wird durch die Leitung 23 geführt und in den Teilkondensator 70 in eine mit 71 bezeichnete Abteilung eingeführt, wo ein geringerer Druck herrscht.
  • Das Kondensat oder die Flüssigkeit wird in Gas umgewandelt, da in der Abteilung 71 Wärme absorbiert wird.
  • Es wird dann als kaltes Abgas durch die Leitung 12 abgezogen und zu der Leitung 14 über die Stelle 13 geführt. Das kalte Abgas wird dann in eine getrennte Führung in den Unterkühler 60 eingeleitet, wo es im Gegenstrom zum flüssigen Kondensat strömt. Das leicht erwärmte Abgas wird dann aus dem Unterkühler 60 abgezogen und durch die Leitung 15 in eine getrennte Führung des Unterkühlers 50 geführt, den es zusätzlich abgekühlt, um das durch diesen strömende Kondensat zu kühlen. Es wird dann durch die Leitung 16 abgezogen und über das Ventil 7 zum kälteren Ende des Austauschers 40 geführt. Die Temperatur des Abgases nähert sich dann der Temperatur des vorgekühlten Beschickungsgases, obgleich das Abgas etwas kälter ist als das Beschickungsgas. Üblicherweise liegt die Temperaturdifferenz zwischen etwa 1, 7 und 6, 7°C. Während das Abgas durch den Austauscher 40 strömt, kühlt es das ankommende warme Beschickungsgas vor. Das Abgas wird durch die Leitungen 17 und 18 abgezogen, die durch das Ventil 2 gesteuert werden. In der Zwischenzeit wird das Synthesegas, das man durch die Kühlung des Beschickungsgases in dem Kondensator 73 erhielt, durch die Leitung 9 abgezogen und auf getrenntem Weg in den Unterkühler 50 eingeleitet. Es wird dort auf Grund des Wärmeaustausches mit dem verhältnismäßig warmen Kondensat erwärmt. Das abgezogene und in die LeitunglO eingeführte Gas nähert sich der Temperatur des Abgases, wobei die Differenz so ist, daß das Synthesegas unter positivem Druck steht, der sich dem Druck des ankommenden Beschickungsgases nähert, während der Druck des Abgases etwas geringer ist und üblicherweise nahe bei dem atmosphärischen Druck ist. Das Synthesegas wird dann auf einem nur in einer Richtung zu durchströmenden Weg 24 durch den Austauscher40 geführt und von dessen wärmendem Ende durch die Leitung 11 abgezogen. An einem vorbestimmten Punkt jedoch wird ein kleiner Teil des Synthesegases aus der Führung im Austauscher 40 abgezweigt und in die Leitung 25 geführt, die zu einer Ausdehnungsanordnung 26 führt. Das so expandierte Gas wird durch die Leitung 27 abgezogen und bei 13 in den Abgasstrom eingeführt. Das Volumen des Abgasstromes wird dadurch vergrößert, um eine zusätzliche Abkühlung zu schaffen und um sicherzustellen, daß alle angesammelten oder abgeschiedenen Verunreinigungen entfernt werden. In dem Rückstromkreislauf wird das Beschickungsgas in den Austauscher 40 durch die Leitungen 1 und 17 (in der Figur mit gestrichelten Linien angedeutet) durch das Ventil2 eingeleitet. Das Abgas wird dann über das Ventil 2 durch die Leitungen 3 und 18 abgezogen (in gleicher Weise durch gestrichelte Linien angedeutet). Das vorgekühlte Beschickungsgas am kälteren Ende des Austauschers wird durch die Leitungen 16 und 8 über das Riickschlagventil 7 abgezogen. Das Abgas wird dann an dieser Stelle durch die Leitungen 16 und 6, die von dem Ventil 7 gesteuert werden, in den Austauscher eingeleitet.
  • Wie bereits oben erwähnt wurde, zeigt Fig. 2 eine gegenüber der Fig. 1 abgeänderte Ausführungsform der Erfindung. Dabei kann das Beschickungsgas durch eine Leitung la in den Austauscher strömen, die durch das Ventil 2a oder ein technisches Äquivalent gesteuert wird, wobei der Strom der Gase durch den Austauscher 40a in bestimmten periodischen, genau festgelegten Zeiträumen, beispielsweise alle 3 Minute, erfolgt. Das Beschickungsgas wird dann durch die Leitungen 3 a in die Fiihrung 4a : geleitet, die mit Kiihlrippen ausgestattet ist, die aus einem wärmeleitenden Material, beispielsweise aus Kupfer, bestehen. Die Führungen 5a, 24a und 30a im Austauscher 40a sind in gleicher Weise ausgebildet. Das Beschickungsgas wird durch die Strömung von vorgekühltem Abgas in der Führung5a in zunehmendem Maße vorgekühlt. Kohlendioxyd, Wasser und andere Verunreinigungen werden in der Führung 4 a ausgeschieden und entfernt. Das vorgekühlte Gas wird dann über das Ventil 7a durch die Leitung 6a zur Leitung 8a geführt und in den Teilkondensator 70 geleitet. Dieser letztere hat zwei Abteilungen, eine Abteilung 71 a für geringen Druck und eine Abteilung 72 a für hohen Druck, sowie einen Kondensator 73a zusammen mit einer Flüssigkeitssammelschale 74à. Die in 74a enthaltene Flüssigkeit oder das Kondensat wird durch die Leitung 19a abgezogen und in den unteren Teil eines Unterkühlers 50 a eingeführt, durch den sie dann strömt. Die Flüssigkeit ist in indirektem Kontakt mit getrennten Strömen des Synthesegases und des Abgases, die, wie später erläutert werden wird, aus dem Kondensator 71 a abströmen. Das Kondensat wird gekühlt und aus dem oberen Teil des Unterkühlers 50 a durch die Leitung 20 a abgezogen und in einen Unterkühler 60a geführt, wo es weiterhin abgekühlt wird. Das gekühlte Kondensat wird durch die Leitung 21a durch ein Reduzierventil 22a abgezogen und schließlich in die Abteilung 71 a des Teilkondensators, in der ein geringerer Druck herrscht, durch die Leitung 23a eingeführt. Wegen der Anwesenheit des verhältnismäßig warmen Beschickungsgases im Kondensator 73a verdampft das flüssige Kondensat zu Gas (es wird ini folgenden als Abgas bezeichnet) und wird durch die Leitung 12 a abgezogen. Dieses letztere wird in den Unterkühler 60 a eingefiihrt. Da das Abgas kälter ist als das flüssige Kondensat, so teilt es seine Kälte dem Kondensat mit und entnimmt aus diesem Kondensat Wärme.
  • Das leicht erwärmte Abgas wird dann durch die Leitung 13a in einen Unterkühler 50a eingeführt, wo es weitererwärmt und von wo es dann durch die Leitung 14 a zu dem Ventil 7 a und von dort durch die Leitung 15a über die Führung5a des Wärmeaustauschers 40a geführt wird. Die Temperatur des vorgekühlten Beschickungsgases und die des an diesem Punkt eingeführten Abgases weist eine Temperaturdifferenz in der Größenordnung von 1, 7 bis zu 6, 7° C auf. Das Abgas wird dann durch die Leitungen 16a und 17a abgezogen, die durch das Ventil 2a gesteuert werden. Gleichzeitig wird Synthesegas aus dem Kondensator 73a abgezogen und durch die Leitung 9 a in eine getrennte Führung in den oberen Teil des Unterkühlers 50a geleitet. Dieses letztere Gas wird von dem Unterkiihler 50 a durch eine Leitung 1U a geführt und am kälteren Ende des Austauschers 40 a in die Führung 24a geleitet. Das Synthesegas wird in zunehmendem Maße erwärmt, während es in dieser Führung zu dem wärmeren Ende gelant, und es wird schließlich durch die Leitung lla abgelassen. Ein kleinerer Teil des Gases wird jedoch bei einer vorbestimmten Temperatur über die Leitung 25 a zu einer Ausdehnungsanordnung 26 a geführt. Das unter Arbeitsabgabe expandierte Gas wird durch ein Dreiwegventil41a zur Leitung27a geführt.
  • Eine Strömung des Gases durch die Leitung 27b ist dann nicht zulässig. Vom Punkt 36 a wird es dann entweder durch ein offenes Ventil 37a in die Abgasleitung über die Leitung 38a geführt, während das Steuerventil 28a geschlossen ist, oder wenn das Steuerventil 37a geschlossen ist, wird das expandierte Gas von der Stelle 36 a durch die Leitung 29 a, durch das Ventil 28 a in eine getrennte, im Austauscher 40 a angeordnete Fiihrung 30 a geleitet. Andererseits kanii an der Stelle 26a expandiertes Gas in zwei Teilströme zerlegt werden, die man dann durch die offenen Ventile 28a und 37a strömen läßt.
  • Der Austauscher wird so abgekühlt, und man erhält das Gas, indem man es durch die Leitung 31 a über einen Kompressor 32a zur Leitung 33a führt. Das komprimierte Gas wird durch Wasser in einem Wärmeaustauscher 34a abgekühlt und aus diesem letzteren durch die Leitung 35a abgezogen. Das gekühlte komprimierte Gas wird dann in die Synthesegasleitung 11 eingefiihrt.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird das expandierte Gas, das aus der Entspannungsvorrichtung 26a abgezogen wurde, auch abwechselnd durch das Dreiwegventil 41 a in die Leitung 27b geführt. Eine Strömung durch die Leitung 27a darf dann nicht erfolgen. Dieses Verfahren ist insofern vorteilhaft, als das expandierte Gas entweder mit dem Abgas, das den Teilkondensator70a verläßt, gemischt wird, oder es wird direkt in die Unterkühler eingeleitet, um diesen Unterkiihlem eine zusätzliche Abkühlungs-und Reinigungskapazität zu erteilen. Das expandierte Gas in der Leitung 27b kann jedoch auch so in zwei Teilströme verzweigt werden, daß es gleichzeitig durch die Leitungen 29b und 12a strömt. Bei dei einen Ausführungsform der Erfindung strömt das expandierte Gas in Leitung 27b durch ein Steuerventil 37b, während das Ventil 28 b geschlossen ist. Es wird in der Leitung 12 a an der Stelle 36b mit dem Abgas vermischt, und diese Mischung der Gase wird auf einem getrennten Weg durch die Leitung 12a am unteren Teil des Unterkühlers 60a eingeführt. Von dort wird es durch die Leitung 13a abgezogen, in den oberen Teil des Unterkühlers 50a eingeführt, durch die Leitung 14a abgezogen und in eine getrennte Gegenstromführung des Austauschers 40a durch das Ventil 7a eingeleitet. Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung strömt das expandierte Gas durch die Leitung 27b, und es wird dann durch die Leitung 29b über das offene Ventil 28b geführt, während das Ventil 37b geschlossen ist. Das expandierte Gas wird auf einem getrennten Weg in den unteren Teil des Unterkühlers 60 a eingeführt und wird von dessen oberem Teil durch die Leitung 29 c abgezogen. Es wird dann in den oberen Teil des Unterkühlers 50a auf getrenntem Weg eingeführt und durch die Leitung 29d abgezogen, die in die Leitung 29a an der Stelle 29e mündet. Das expandierte Gas wird dann in den getrennten und nur in einer Richtung zu durchströmenden Weg 30 a in dem Austauscher 40 a geführt. Die dritte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß das expandierte Gas durch die Leitungen 12a und 29b gleichzeitig strömt, während die Ventile 28b und 37b offenbleiben. Bei diesen Ausführungsformen strömt das expandierte Gas, das ent-Wedei an der Stelle 36b in das Abgas eingeleitet wird oder das ungemischt bleibt, durch die Unterkühler im Gegenstrom in indirektem Wärmeaustausch mit dem Kondensat aus der Flüssigkeitsschale 74a. Temperatur und Druck des expandierten Gases werden so eingestellt, daß annähernd die Temperatur und der Druck des durch die Leitung 12a strömenden Abgases erreicht wird. Die Einstellung dieser Verhältnisse wird vorgenommen, indem man einen Teil des Synthesegases von dem nur in einer Richtung zu durchströmenden Weg von dem Austauscher 40a bei einer vorbestimmten Temperatur abzweigt und zu der Entspannungsvorrichtung 26a führt. Dieses Verfahren wird später näher im einzelnen erläutert.
  • Als Abänderung gegenüber der Einleitung des expandierten Gasstromes durch die Leitung 27a direkt in den Abgasstrom (vgl. Fig. 2) kann das expandierte Gas in die Leitung 14a eingeführt werden, bevor der Kreislauf im Austauscher 40a umgekehrt wird, jedoch nachdem man die Strömung des Abgases durch die Leitung 14a unterbrochen hat. Auf diese Weise verdampfen Verunreinigungen, die von dem vorherigen Durchlauf in der Führung 5 eingeschlossen sind, und nach anfänglicher Wiederverdampfung kondensierbarer Substanzen werden die Verunreinigungen zusammen mit dem expandierten Gas entfernt. Das Ventil 37a kann durch einen Zeitgeber so eingestellt werden, daß es nach der Unterbrechung des Abgasstromes geöffnet wird. Das Ventil 28 a ist natürlich während dieses Arbeitsvorganges geschlossen.
  • Die Vorteile, welche die vorliegende Erfindung bietet, sind sehr zahlreich. Wenn ein Abgas durch teilweise Oxydation eines Abfallbrennstoffes mit Luft erzeugt wird, so kann das erfindungsgemäße Verfahren dazu verwendet werden, daß der darin enthaltene Stickstoff leicht auf einen Betrag eingestellt wird, wie er für die Ammoniakerzeugung erforderlich ist. Weiterhin ergibt die~ Expansion eines Teils des Synthesegases, das aus der nur in einer Richtung zu durchströmenden Führung des Austauschers durch eine Expansionsmaschine oder Expansionsturbine abgezweigt wird, eine Abkühlung, ohne daß sich feste Verunreinigungen in dieser Maschine ablagern. Ein verunreinigtes Abgas führt zum Hängenbleiben von Ventilen oder zur Erosion der Rotoren in den Maschinen. Im Gegensatz dazu wird gemäß der Erfindung darin ein Synthesegas expandiert. Darüber hinaus erhöht das expandierte Gas die effektive Wärmekapazität und die Wiederverdampfung von Kohlendioxyd, wenn es dem Abgas zugeführt wird. Diese Erhöhung ist jedoch von großer Bedeutung. Außerdem wird die Dampfbildung bei der Expansion durch eine Unterkühlung des flüssigen Kondensates auf ein Minimum herabgesetzt. Das unterkühlte Abgas, das zusammen mit dem begleitenden warmen Abgas durch den Unterkühler strömt, ergibt eine enge Annäherung der Temperatur in der kalten Zone des Austauschers, wo die Verunreinigungen wieder verdampft werden müssen.
  • Um die Arbeitsweise des Austauschers, des Unterkühlers, der Entspannungsanlage, des Kompressors und des Teilkondensators im einzelnen klarzulegen, wird im folgenden ein typisches Beispiel beschrieben. Es versteht sich von selbst, daß die Erfindung nicht auf dieses-Beispiel beschränkt ist.
  • Ein Beschickungsgas, das man durch teilweise Oxydation von Brennöl vermittels komprimierter Luft erhält, wird mit Wasser abgeschreckt, und die Kohlenmonoxydmenge, die bei der teilweisen Oxydation entsteht, wird im wesentlichen in Wasserstoff und Kohlendioxyd umgewandelt. Die teilweise Oxydation wird unter überatmosphärischem Druck vorgenommen. Das dabei entstehende Beschickungsgas wird durch Wasser auf etwa 35°C abgekühlt, der Druck wird annähernd 11, 3 kg/ : cT' gehalten.
  • Das Beschickungsgas hat die folgende Zusammensetzung in Molprozent, bezogen auf das Trockengewicht.
  • Kohlenmonoxyd (CO) ................ 4,0 Wasserstoff (H2) 31, 5 Kohlendioxyd (CO2) 15, 1 Methan (CH4) . ................ 0, 4 Stickstoff (N2) 48, 1 Argon (A).......................... 0, 6 Schwefelwasserstoff (H, S) Schwefelkohlenstoff (CS2) }................ 0, 3 Kohlenoxysulfid (C 0 S) Wie in Fig. 1 dargestellt, tritt das obenerwähnte Beschickungsgas, mit Wasserdampf gesättigt, in den Austauscher 40 durch die Leitung 1 mit einer Geschwindigkeit von 2, 83 m3/Min bei 11, 3 atü und 35°C.
  • Es wird dann durch die Leitung 3 geführt, die durch ein Vierwegumkehrventil 2 gesteuert wird, und tritt in die Führung 4 des Austauschers 40 ein, wo es von 35° C bis auf-177, 2°C, dem Taupunkt des in der Mischung enthaltenen Stickstoffs, abgekiihlt wird. Das H2 O, CO2, H, S, C S, und COS werden an der Warmeaustauscliflache kondensiert und lassen 2, 39 m3 Gas mit folgender Zusammensetzung in Molprozent übrig : CO.................. 4, 73 h2 ................ 37, 23 CH4................ 0, 47 Na.................. 56, 86 A................... 0, 71 Das gekühlte Beschickungsgas von-177, 2° C wird durch die Leitungen6 und 8, die durch das Vierwegumkehrventil 7 gesteuertwerden, abgezogen. Es wird dann in die Hochdruckabteilung 72 des Teilkondensators 70 eingeführt, wo 1, 20 m3 kondensiert werden und 1, 19 m3 gasförmiges Produkt übrigbleiben. Die Zusammensetzung des flüssigen Kondensats, das sich in der Schale 74 angesammelt hat, ist in Molprozent : CO. 9, 13 CH4 ................ 0, 92 N2........... 88, 61 A............. 1, 34 H2............. eine kleinere Menge (entsprechend ihrerLöslichkeit in diesem Kondensat).
  • Der Teil des vorgekühlten Beschickungsgases, der nicht kondensiert, das sogenannte Synthesegas, hat folgende Zusammensetzung in Molprozent: CO ................ 0,28 CH4 ................ 0, 03 N,............ 24, 7 H2............. 74, 95 A....... 0, 04 Das Synthesegas ist daher ein ausgezeichneter Ausgangsstoff für die Ammoniaksynthese, da es annähernd die Zusammensetzung des Ammoniaks aufweist, weil das Verhältnis von Stickstoff zu Wasserstoff ungefähr gleich 1 : 3 ist.
  • Die Kondensation des Beschickungsgases im Kondensator 73 tritt deshalb auf, weil das nüssige Kondensat ausreichend unterkühlt ist, so daß bei einer Entspannung auf einen verminderten Druck von ungefähr 0, 28 kg/cm2 genügend Kälte an das ankommende Beschickungsgas abgegeben wird, um Stickstoff und andere hochsiedende, in dem Beschickungsgas enthaltende Komponenten zu kondensieren. Die Expansion des fliissigen Kondensats wird folgendermaßen vorgenommen : Das in der Schale 74 gesammelte Kondensat wird durch die Leitung 19 aus dem Teilkondensator 70 abgezweigt und in den unteren Teil des Unterkühlers 50 eingeleitet. Die Temperatur des fliissigen Kondensats beträgt vor der Einführung in den Unterkühler-177, 2° C, wobei diese Temperatur annähernd dem Taupunkt des Stickstoffs entspricht. Es wird hier ungefähr auf-183-, 9° C abgekühlt, durch die Leitung 20 abgezogen und in den oberen Teil des Unterkühlers 60 eingeführt, wo es weiterhin auf-187, 8° C abgekühlt wird. Die Kühlung des Kondensates im Unterkühler erfolgt, weil es sowohl mit dem Synthesegas als auch mit dem Abgas Berührung hat, die aus dem Kondensator herausströmen. Das Synthesegas strömt durch die Leitung 9 auf einem getrennten Weg im Gegenstrom zu dem flüssigen Kondensat, mit dem es im Wärmeaustausch steht. Da das Synthesegas bei-185°C aus dem Kondensator 73 abgezogen wird,-trifft ein Wärmeaustausch zwischen dem auf-180° C erwärmten Synthesegas und dem auf-183, 9° C abgekühlten flüssigen Kondensat auf.
  • Die Temperatur des flüssigen Kondensats nimmt weiterhin auf-187, 8° C ab, weil das Abgas vom Kondensator 71 bei etwa-193, 3° C und einem Druck von 0, 28 kg/cm2 abgezogen wird. Dementsprechend erfolgt eine Abkühlung des flüssigen Kondensats im Unterkühler 60. Das Abgas wird durch Leitung 12, nach der Stelle 13, von dem Kondensator abgezogen, durch die Leitung 14 geführt und in den Unterkühler 60 eingeleitet. Der Wärmeaustausch findet zwischen dem unterkühlten Kondensat statt, das bei etwa-183, 9° C in den Unterkühler 60 eintritt und diesen bei etwa 187, 8°C verläßt. Das Abgas wird dadurch auf annähernd185°C erwärmt, und es wird auf getrenntem Weg durch die Leitung 15 in den Unterkühler 50 geführt. Das letztere Abgas wird durch die Leitung 16 bei annähernd-180° C abgezogen.
  • Das unterkühlte Kondensat, das bei-187, 8° C durch die Leitung 21 abgezogen wird, wird in einem Reduziererventil 22 entspannt, wo seine Temperatur von-187, 8 auf -193, 3°C abnimmt. Das so entspannte flüssige Kondensat wird dann in die Niederdruckabteilung 71 eingeleitet, wo es den Kondensator 73 abkühlt und ihm Wärme entzieht, um so das flüssige Kondensat in ein Gas zu verwandeln, das dann als Abgas bei-193, 3°C durch die Leitung 12 abgezogen wird.
  • Die Temperatur des Synthesegases und des Abgases, das in das kältere Ende des Austauschers 40 eintritt, sind einander ungefähr gleich, nämlich-180° C, jedoch der Druck des Synthesegases liegt bei etwa 11, 3 kg/cm2, während der Druck des Abgases 0, 28 kg/cm2 beträgt.
  • Das Abgas wird in dem Austauscher zunehmend-erwärmt, und es wird bei 32, 2°C und bei atmosphärischem Druck durch die Leitung 18 abgezogen. Die Erwärmung erfolgt durch den Wärmeaustausch zwischen dem Abgas und dem ankommenden Beschickungsgas, wie bereits oben erwähnt wurde. Das Synthesegas wird in gleicher Weise von-180° C in der nur in einer Richtung zu durchströmenden Führung 24 erwärmt und durch die Leitung 11 aus dem Kühler abgezogen. Der Druck beim Abziehen beträgt etwa 10, 6 kg/cm2, was durch den Reibungswiderstand in der Führung bedingt ist. Bei einer vorbestimmten Temperatur von etwa-137, 2° C werden 12'po des Synthesegases aus der Führung 24 des Austauschers 40 abgezweigt und durch die Leitung 25 in die Entspannungsanordnung 26 eingeführt. Das Gas wird bis zu einer Temperatur von-193, 3° C und einem Druck von 0, 28 kg/cm2 entspannt, und es wird dann durch die Leitung 27 an der Stelle 13 in den Abgasstrom eingeleitet.
  • Die Abzweigung eines Teiles des Synthesegases bei tiefer Temperatur ist bei Gastrenn-und Reinigungsverfahren neu. Da das gemäß diesem Beispiel expandierte Gas an der Stelle 13 in den Abgasstrom eingeleitet wird, kann die Zwischentemperatur in : der Führung24 zum Abzug des Synthesegases aus thermodynamischen Daten oder, wenn solche Daten nicht vorliegen, aus einerFormel für Temperatur, Druck und isentropische Expansion abgeleit t werden, die durch den Wirkungsgrad der Ausdehnungsanordnung 26 modifiziert ist. Die Formel lautet folgendermaßen : k1 T1 jrrl wo T2 die absolute Temperatur des Abgases, entsprechend -193, 3° C, und T, die mittlere absolute zu bestimmende Temperatur bedeutet, P2 der absolute Druck des Abgases ist (d. h. 1, 3 kg/cm2), ? i der absolute Druck des Gases vor der Entspannung ist (d. h. 11, 6kg/cm2) undk die Gaskonstante bedeutet, die in diesemBeispielgleich 1, 4 ist.
  • Auf diese Weise kann die Temperatur T1 bestimmt werden, weil Pi, P2 und k alle bekannt sind. Die Temperatur beträgt in diesem Fall 150° Kelvin. Diese ist jedoch eine theoretische Temperatur, die in die wirkliche Temperatur vermittels der Formel (Tl-T2) E TT-T2 umgerechnet wird, wo T1 und T2 die oben angegebenen Werte haben, E der Wirkungsgrad der Entspannungsanordnung ist und Tr die wirkliche Temperatur bedeutet.
  • Der übliche Wirkungsgrad der Entspannungsanordnung beträgt 80 °/o. Dementsprechend ist T, gleich 136° Kelvin.
  • Im umgekehrten oder abwechseluden Kreislauf bei diesem Verfahren gemäß diesem Beispiel strömt das Abgas durch die Führung, durchwelche vorher dasBeschickungsgas strömte, und wegen der nahe beieinander liegenden Temperaturen vom Beschickungsgas und Abgas werden im wesentlichen alle angesammelten oder angegebenen Verunreinigungen beim umgekehrten Durchströmen der Führung entfernt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zur Anwendung auf ein Ammoniaksynthesegas, das eine größere Stickstoffmenge enthält, als es dem üblichen, obenerwähnten Verhältnis von 1 : 3 entsprechen würde. Ein derartiges Beschickungsgas kann durch die teilweise Oxydation eines Abfallbrennöls mit Luft erzeugt werden. Ein anderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß keine Lufttrennanlage mehr erforderlich ist und keine Absorptionsanlage für Kohlendioxyd wie bei einem üblichen Oxydationsverfahren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Eindringen von inerten Bestandteilen oder Verunreinigungen in die Anlage, in der die Ammoniaksynthese vorgenommen wird, verringert wird. Während das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere zur Behandlung eines Gases geeignet ist, das durch die teilweise Oxydation von Abfallbrennöl mit Luft entsteht, kann es auch zur Trennung und Reinigung irgendeiner normalerweise gasförmigen Mischung, beispielsweise von Luft, verwendet werden.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Reinigung einer gasförmigen Mischung, deren Komponenten verschiedene Siedepunkte haben, wobei man einen komprimierten Gasstrom dieser Mischung in einer Strömungsrichtung durch einen Umkehr-Wärmeaustauscher mit wenigstens drei Bahnen längs einer ersten,-vorgekühlten Bahn führt und wobei man die Temperatur in diesem Wärmeaustauscher von einem Ende bis zum anderen ständig abnehmen läßt, um den Strom zu kühlen und um eine Komponente mit höherem Siedepunkt im kälteren Teil dieser Bahn auszufällen, und wobei man einen zweiten Gasstrom, der die zuletzt erwähnte Komponente nicht erhält, unter geringerem Druck und bei tieferer Temperatur, als sie in dem zuerst erwähnten kälteren Teil herrschen, längs. einer zweiten Bahn in entgegengesetzter Strömungsrichtungströmsn läßt, wobei der Strom auf dieser Bahn im Wärmeaustausch mit dem zuerst erwähnten Gasstrom steht und wobei man die Strömungsrichtung in diesen beiden Bahnen durch Umschalten der beiden Gasstrume jeweils auf die andere Bahn periodisch umkehrt und wobei man einen dritten, vorgekühlten Gasstrom einer niedrigsiedenden Komponente längs einer dritten, nur in einer Richtung zu durchströmenden Bahn in einen kälteren Teil dieser Bahn bei der gleichen Temperatur, wie sie der an zweiter Stelle erwähnte Gasstrom aufweist, führt, dadurch gekennzeichnet, daß man einen kleineren Teil dieses dritten Gasstromes bei einer mittleren Temperatur von dieser dritten Bahn (24, 24a) abzweigt (25, 25a), entspannen und abkühlen läßt und in das kalte Ende des Umkehr-Wärmeaustauschers (40, 40a) einleitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den entspannten und gekühlten Teil des dritten Stromes in den zweiten Gasstrom einleitet, bevor dieser letztere in den Umkehr-Wärmeaustauscher eintritt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den entspannten und gekühlten Teil des dritten Stromes während des letzten Teiles eines Arbeitstaktes nach Unterbrechung des zweiten Gasstromes in die zu reinigende Bahn des Umkehr-Wärmeaustauschers einleitet, anschließend verdichtet und dem zu reinigenden Gasstrom zuführt, bevor dieser in den Umkehr-Wärmeaustauscher eintritt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den ersten Strom nach Verlassen des Umkehr-Wärmeaustauschers in eine Hochdruckabteilung (72, 72 a) einer Fraktionierkolonne (70, 70 a) einleitet, die eine Hochdruck- (72, 72a) und eine Niederdruckabteilung (71, 71 a) enthält, um weitere höhersiedende Komponenten kondensieren zu lassen, und daß man die gasförmige Komponente des ersten Stromes, den dritten Gasstrom, aus der Hochdruckabteilung dieser Fraktionierkolonne abführt und in einem Unterkühlungsraum (50, 50a) in Wärmeaus tausch mit kondensierten Komponenten bringt, die aus der Fraktionierkolonne austreten, um diese zu unterkühlen, und daß man das Kondensat weiter unterkühlt (60, 60a), entspannt und in die Niederdruckabteilung (71, 71 a) der Fraktionierkolonne versprüht, um Wärme vermittels Wärmeaustausch von dem ersten Gasstrom zu absorbieren, und daß man das Kondensat in der Niederdruckabteilung dieser Fraktionierkolonne in den Gaszustand führt und daß man das vergaste Kondensat, den zweiten Gasstrom, aus der Niederdruckabteilung der Fraktionierkolonne in den zweiten Unterkühlungsraum (60, 60 a) austreten läßt, um das vom ersten Unterkühler kommende Kondensat weiter zu kühlen, und daß man den vorerwärmten zweiten Gasstrom von dem zuletzt erwähnten zweiten Unterkühlungsraum (60, 60 a) in den an erster Stelle erwähnten Unterkühlungsraum (50, 50 a) treten läßt und von dort in den Umkehr-Wärmeaustauscher und daß man gleichzeitig den vorerwärmten dritten Gasstrom aus der Hochdruckabteilung (72, 72a) des Teilkondensators nach Durchgang durch den an erster Stelle erwähnten Unterkühlungsraum (50, 50a) in die dritte, nur in einer Richtung zu durchströmende Bahn (24, 24a) des Umkehr Wärmeaustauschers (40, 40 a) treten läßt und den kleineren, abgezweigten Teil. des dritten Gasstromes auf eine Temperatur und einen Druck entspannt, die gleich der Temperatur und dem Druck sind, wie sie in dem zweiten Gasstrom herrschen, bevor man diesen entspannten Gasstrom in den zweiten Gasstrom einführt, bevor man diesen letzteren in den kälteren Teil des Umkehr-Wärmeaustauschers einleitet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch dadurch gekennzeichnet, daß der kleinere, entspannte Teil des dritten Stromes an einer Stelle (36b) in den zweiten Gasstrom eingeleitet wird, bevor dieser letztere in den an zweiter Stelle erwähnten Unterkühlungsraum (60 a) eingelassen wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinere, entspannte Teil des dritten Stromes an einer Stelle (37a) in den zweiten Gasstrom eingeleitet wird, nachdem dieser letztere durch den an erster Stelle erwähnten Unterkühlungsraum (50a) geströmt ist.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Umkehr-Wärmeaustauscher mit einer vierten, nur in einer Richtung zu durchströmenden Bahn ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß man den entspannten Teil des dritten Stromes in diese vierte, nur in einer Richtung zu durchströmende, neben der ersten Bahn (4a) liegende und in Wärmeaustausch damit stehende Bahn (30a) an einem kälteren Teil dieser Bahn einleitet und daß man den entspannten und erwärmten Gasstrom aus dem Wärmeaustauscher abzieht, komprimiert (32a) und zu dem Gasstrom hinzugibt, der von der dritten Bahn (24a) ausströmt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man den abgezweigten Heineren Teil des dritten Gasstromes auf eine Temperatur und auf einen Druck entspannen last, die gleich der Temperatur und dem Druck sind, wie sie in dem zweiten Gasstrom unmittelbar vor dessen Einleitung in den Umkehr-Wärmeaustauscher herrschen.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der abgezweigte kleinere Teil des dritten Gasstromes auf eine Temperatur und einen Druck entspannt wird, die gleich der Temperatur und dem Druck sind, wie sie in dem aus der Niederdruckabteilung (71 a) der Fraktionierkolonne austretenden zweiten Gasstrom herrschen, und daß man dann den abgezweigten und entspannten Teil des dritten Gasstromes in eine eigene Bahn (29c) des zweiten Unterkühlungsraumes (60a), anschließend in eine eigene Bahn des an erster Stelle erwähnten Unterkühlungsraumes (50a) und danach in die vierte, nur in einer Richtung zu durchströmende Bahn (30a) bei einer Temperatur einleitet, die gleich der Temperatur ist, wie sie im zweiten Gasstrom unmittelbar vor dessen EinleitungindenUmkehr-Wärmeaustauscher herrscht.
  10. 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man eine gasförmige Mischung verwendet, die Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenmonoxyd, Kohlendioxyd, Methan und unter überatmosphärischem Druck stehenden Wasserdampf enthält, die man durch teilweise Verbrennung von Brennöl mit Druckluft, wobei man das verbrannte 01 mit Wasser abschreckt, erhält.
  11. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die komprimierte gasförmige Mischung zunächst in die erste Bahn (4, 4a) des Umkehr-Wärmeaustauschers bei einer Temperatur von 35 ° C und einem Druck von 11, 3 atü einleitet und aus dieser Bahn bei einer Temperatur von-177, 2° C austreten läßt, wobei die Austrittstemperatur dem Taupunkt des Stickstoffs in dieser Mischung entspricht.
    In Betracht gezogene Druckschriften : USA.-Patentschriften Nr. 2 660 038, 2 663 168.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102019008334A1 (de) * 2019-11-29 2021-06-02 Messer Group Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Gasströmen mittels Kondensation

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US2660038A (en) * 1950-03-03 1953-11-24 Air Prod Inc Gaseous heat exchange
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