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DE1052800B - Verfahren zur Herstellung von Abziehbilder-, Abschiebebilder- oder Abbuegelbilderpapier - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abziehbilder-, Abschiebebilder- oder Abbuegelbilderpapier

Info

Publication number
DE1052800B
DE1052800B DEH31027A DEH0031027A DE1052800B DE 1052800 B DE1052800 B DE 1052800B DE H31027 A DEH31027 A DE H31027A DE H0031027 A DEH0031027 A DE H0031027A DE 1052800 B DE1052800 B DE 1052800B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
decal
production
layer
decals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH31027A
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Armbrust
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoffmann & Engelmann AG
Original Assignee
Hoffmann & Engelmann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann & Engelmann AG filed Critical Hoffmann & Engelmann AG
Priority to DEH31027A priority Critical patent/DE1052800B/de
Publication of DE1052800B publication Critical patent/DE1052800B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H19/00Coated paper; Coating material
    • D21H19/80Paper comprising more than one coating
    • D21H19/82Paper comprising more than one coating superposed
    • D21H19/824Paper comprising more than one coating superposed two superposed coatings, both being non-pigmented

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Abziehbilder-, Abschiebebilder-oder Abbügelbilderpapier Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Abziehbilder-, _<lbschiebebilder- oder Abbügelbilderpapieren, bei dem auf das Papier zunächst eine Stärkeschicht. und auf diese eine Schicht aus einem Streichmittel aufgebracht wird.
  • Bei der Herstellung derartiger Papiere wird in der Regel zunächst ein angeleimtes Rohpapier geeigneter Zusammensetzung einseitig mit der Stärkelösung grundiert. Nach der Trocknung wird auf diese. Stärkeschicht eine weitere Schicht, bestehend aus Gummiarabikum, Dextrin oder anderen Stärkederivaten oder aus einer Mischung der genannten Materialien, aufgetragen.
  • Die Stärkeschicht hat die Aufgabe, das Eindringen des Gummi- oder Dextrinstric:bes in das saugfähige Papier zu verhindern, aber das Papier von der Rückseite her wasserdurchlässig zu erhalten. Der Gummiarabikum- oder Dextrinstrich ergibt, wenn das Papier zum Zwecke des Abziehens rückseitig befeuchtet wird, eine wäßrige Lösung, und diese gibt das aufgedruckte Bild wieder frei, welches sich dann durch Abziehen oder Abschieben auf einen anderen Gegenstand übertragen läßt.
  • Der Druckerei bereitet die Verwendung solcher Abziehbilderpapiere oft erhebliche Schwierigkeiten, was vor allem durch die Neigung des Papiers zum Einrollen nach der gummierten Seite hin, insbesondere bei relativ niedriger Luftfeuchtigkeit, bedingt ist. Durch Klimatisieren der Räume kann zwar diesem Übelstand begegnet werden, jedoch werden kleinere Betriebe, wie dies bei Siebdruckern die Regel ist, eine solche Anlage selten zur Verfügung haben.
  • Das Einrollen ist darauf zurückzuführen, d.aß das Papier Feuchtigkeit abgibt, und zwar vornehmlich beim Gummistrich, wodurch letzterer seine Elastizität verliert. Wenn nun das Papier, um es wieder zum Planliegen zu bringen, glattgestrichen oder gar nach der Rückseite gerollt wird, entstehen im Gummistrich Haarrisse, die bei der Weiterverarbeitung zu zusätzlichen Störungen Anlaß geben.
  • Da die mit den herkömmlichen Mitteln, z. B. Gummiarabiltum, Dextrin oder anderen Stärkederivaten, gestrichenen Abziehbilderpap.iere das Bestreben haben, sich den jeweiligen Feuchtigkeitsbedingungen sofort anzupassen, wird auch de Erzielung eines guten Passers beim Farbdruck erschwert.
  • Die auf die zu dekorierenden Gegenstände (Glas, Porzellan, Email usw.) übertragenen Bilder müssen bisher nach erfolgtem Übertragen einige; Stunden trocknen, wodurch oft wertvolle Zeit verlorengeht. Da auf den Bildern verbleibende Reste von. Gummi- oder Dextrinschleim beim Einbrennen störende Einwirkungen hervorrufen können, müssen diese sauber vom Bild entfernt werden; ein weiterer erschwerender Umstand.
  • Es wurden bereits auch andere Abziehbilderpapiere vorgeschlagen., die Kunstharze auf der Basis des Phenols mit verschiledenen Zusätzen, wie Dipentine und Dibutylphthalat oder Vinyl:harze mit Keton, Tolttol sowie Dibutylphthalat, aufweisen. In jeder derartigen Zusammensetzung isst Dibutylphthalat enthalten, das in Wasser unlöslich ist. Das bedeutet, daß ein Bild auf einem derartig präparierten Papier nur durch organische Lösungsmittel abgelöst werden kann. Dies wiederum ist nicht billig und, auch umständlich, so daß man das Ablösen eines solchen Bildes mittels Wärme vornimmt. Dies aber bedeutet natürlich eine gewisse Einschränkung für die Verwendung von solchen Abziehbildern.
  • Andere bekannte Abziehbilderpapiere werden mit Wachs behandelt, das ebenfalls wiederum die Anwendung nur durch Hitzebehandlung möglich macht.
  • Auch hat man bereits die Nachteile einer Gummierung mit Gummiarabikum oder Dextrin und anderen löslichen Stärkederivaten, nämlich die Neigung zur Klebrigkeit, geringer Leuchtkraft der Druckfarben, schlechte Trennung des Rohpapiers zum Strich usw., erkannt und deshalb als Streichmittel Polyvinylalkohol in wäßriger Lösung vorgeschlagen. Polyvinylalkohol ist jedoch nur bei erhöhter Temperatur in Wasser schnell löslich; das bedeutet, daß für die Ablösung eines Bildes bei rationeller Arbeit ein erheblicher Aufwand notwendig ist. Außerdem hat Polyvinylalkohol den Nachteil, daß er nicht schmilzt.
  • Nach der Erfindung werden. die vorgenannten Nachteile und Schwierigkeiten dadurch behoben, daß als Streichmittel Polywachse (Polyäthylenglykole) in wäßriger Lösung verwendet werden.
  • Ein mit Polyvaehsen präpariertes Papier hat den überraschenden Vorteil, daß ein darauf gedrucktes Bild sowohl durch Wasser als auch durch Wärme, je nach Bedarf und Möglichkeit, abgelöst werden kann.
  • Unter Polywachsen versteht man allgemein. Polyäthylenglykoale, die ihrerseits im allgemeinen chemischen Sprachgebrauch mit Polyäthylenoxyden identisch sind, an welche Wasser angelagert wird. Hverfür gilt die allgemeine Summenformel HO-CH.,-(CH z-O-CH@),-CH.-OH. Vorzugsweise wird nach der Erfindung eine Mischung aus Polywachsen, Gummiarabikum, Dextrin oder einem anderen Stärkederivat verwendet. Nach der Erfindung sind Polywachse, deren Molekulargewichte bei etwa 1500 bis 6000 liegen, für den vorliegenden Zweck sehr gut geeignet. Der Lösung der Polywachse können übliche Netzmittel in untergeordneten Mengen zugesetzt werden mit d,em Zweck, daß die Polywaehslösungen von dem Stärkestrich besser angenommen werden.
  • Bei der Übertragung des Bildes genügt eine Erwärmung des zu dekorierenden Gegenstandes oder des Papiers von der Rückseite her auf etwa 55 bis 65° C. Werden die Bilder durch Wärme übertragen, so kann das Einbrennen des Bildes sofort erfolgen. Die sonst bei der feuchten Übertragung erforderliche mehrstündige Trockenzeit ist n.ich notwendig. Die günstigen Eigenschaften der Polywachse ergeben bei der Verarbeitung des neuen. Abziehbilderpapiers bezüglich Flachliegens, Passens, Übertragens und Einbrennens gleichfalls erhebliche Verbesserungen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Abziehbilder-, Abschiebebilder- oder Abbügelbilderpapieren, bei dem auf das Papier zunächst eine Stärkeschicht und auf diese eine Schicht aus einem Streichmittel aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Streichmittel Polywachse (Polyäthylenglykole) in wäßriger Lösung verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Polywachse verwendet werden, deren Molekulargewichte zwischen 1500 und 6000 liegen.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß .eine Mischung aus Polywachsen, Gummiarabikum, Dextrin oder einem anderen Stärkederivat verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Streichlösung in geringen Mengen ein Netzmittel zugesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2-154198, 2 219 071, 2 316 120; Patentschrift Nr. 1897 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
DEH31027A 1957-09-02 1957-09-02 Verfahren zur Herstellung von Abziehbilder-, Abschiebebilder- oder Abbuegelbilderpapier Pending DE1052800B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1190322B (de) * 1960-07-21 1965-04-01 Bayer Ag Fuell- und/oder Streichmasse fuer die Herstellung von Papierprodukten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1897A (de) * D. GROVE, Fabrikbesitzer, in Berlin Fettfang mit Geruchverschlufs für Abflufsrohre
US2154198A (en) * 1937-04-08 1939-04-11 Meyercord Co Decalcomania
US2219071A (en) * 1936-04-29 1940-10-22 Mid States Gummed Paper Compan Decalcomania
US2316120A (en) * 1939-08-11 1943-04-06 Mclaurin Jones Co Decalcomania paper

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