DE1052325B - Verfahren zur Trennaufbereitung von zerkleinertem Roherz - Google Patents
Verfahren zur Trennaufbereitung von zerkleinertem RoherzInfo
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- B03B5/442—Application of particular media therefor composition of heavy media
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Trennaufbereitung von zerkleinertem Roherz oder
ähnlichen Stoffen, die aus Partikeln von voneinander verschiedenem spezifischem Gewicht bestehen, unter
Verwendung von auf einer Schüttelrinne fließendein Trennmedium, dem das Roherz beigegeben wird. Bisher
bekannte !^erfahren dieser Art umfassen sowohl trockene wie nasse Methoden.
Bei den trockenen Methoden besteht das Trennmedium aus einem Sand-Luft-Gemisch, in welchem
feiner Sand durch aufsteigende Luftströme aufgewirbelt und in Schwebe gehalten wird. Das Trennvermögen
und die Trennschärfe dieser Methoden sind gegenüber den nassen Methoden sehr gering. Trotzdem
das Gut geschüttelt wird, ist die Reibung zwisehen den Partikeln, groß, was eine rasche und effektive
Trennung hindert. Die trockenen Methoden haben deshalb nur eine beschränkte Anwendung, und zwar
hauptsächlich für Kohlenaufbereitung gefunden. Sie eignen sich nicht für die Separierung von Erz.
Bei den nassen Methoden wird eine Schwerflüssigkeit bzw. eine Mischung von Feststoffpartikeln und
Wasser als Trennmedium verwendet. Die bisher beinahe ausschließlich zur Anwendung gekommenen nassen
Methoden arbeiten mit einer Suspension von feinvermahlenen Feststoffen in Wasser, wobei der größere
Teil der Partikelchen so klein ist, daß sie sich ohne Umrühren schwebend erhalten. Diese Methoden haben
den Nachteil, daß man kein genügend hohes spezifisches Gewicht des Trennmediums erreichen kann.
Die Konzentration von Feststoffen kann nicht über 40 Volumenprozent hinaus erhöht werden, weil die
Suspension dann viskos oder zähfließend wird, wodurch die Trennung verzögert und die Trennschärfe
vermindert wird.
Es sind auch nasse Methoden bekannt, bei denen das Trennmedium größere Partikeln enthält und z. B.
aus einer Sand-Wasser-Mischung besteht. Solche
Trennmedien weisen zwar geringe Reibung und größere Trenngeschwindigkeit auf, aber die Dichte des Trennmediums
ist ebenfalls gering, weil auch in diesem Falle die Feststoffpartikeln durch kräftiges Umrühren
oder Pulsieren des Mediums in Schwebe gehalten werden müssen. Diese Methode ist deshalb ebenso wie die
vorerwähnte zu den Methoden mit dünnflüssigem Trennmedium zu rechnen. Sie hat außerdem noch den
Nachteil, daß die Separation durch das Umrühren gestört wird.
Bei den bisher bekannten nassen Methoden ist man also immer bestrebt, die Feststoffpartikeln in Schwebe
zu erhalten und ein Setzen derselben zu verhindern. Demgegenüber wird gemäß vorliegender Erfindung
das Setzen der Partikeln angestrebt. Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung ist hauptsächlich da-Verfahren
zur Trennaufbereitung
von zerkleinertem Roherz
von zerkleinertem Roherz
Anmelder:
Stripa Gruvaktiebolag,
Ludvika (Schweden)
Ludvika (Schweden)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Leinweber, Patentanwalt,
Berlin-Zehlendorf West, Goethestr. 30
Berlin-Zehlendorf West, Goethestr. 30
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 4. Dezember 1952
Schweden vom 4. Dezember 1952
Karl Jonas Valter Svensson,
Guldsmedshyttan (Schweden),
ist als Erfinder genannt worden
durch gekennzeichnet, daß Festkörpern eines Korngrößengemisches von in der Hauptsache 0,05 mm bis
5 mm so viel Wasser beigegeben wird, daß das Trennmedium durch das Schütteln unter Abtrennung einer
über dem Trennmedium abfließenden Schicht von Überschußwasser ein leicht bewegliches Bett mit zumindest
50, vorzugsweise 60 Volumprozent fester Substanz bildet, in welchem Stücke des Roherzes von
größerem spezifischen Gewicht als dasjenige des Bettes sinken, während die leichteren schwimmen oder schweben,
wobei der Gutstrom am Rinnenauslauf in bekannter Weise aufgeteilt und das Trennmedium nach
Abtrennen überflüssigen Wassers aufs neue der Rinne zugeführt wird.
Die Vibrierung der Rinne hat den Zweck, zuerst ein schnelles Setzen des Trennmediums am Eintrittsende der Rinne unter Abscheidung von Überschußwasser
herbeizuführen und dann die Leichtflüssigkeit des Bettes der ganzen Rinne entlang aufrechtzuerhalten.
Da die Vibrierung kein Umrühren hervorruft, fließt der Gutstrom ruhig durch die Rinne, so daß die
größtmögliche Konzentration des Bettes erreicht werden kann. Das entsprechend große Trenngewicht stellt
einen wesentlichen Fortschritt dar, der insbesondere bei Trennaufbereitung von Erzen von Bedeutung ist.
Infolge der durch die Vibrierung aufrechterhaltenen Leichtbeweglichkeit des Bettes wird auch die Trenngeschwindigkeit
und die Trennschärfe groß.
Die Trennfähigkeit des Bettes kann gemäß der Erfindung
innerhalb gewisser Grenzen der Rinne ent-
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3 4
lang dadurch geregelt werden, daß von unten her Was- des Mediums bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
ser durch das Bett gepreßt wird. Bei fließenden Sand- und bei den jetzt gebräuchlichen Verfahren im Prinzip
betten hat man bereits Luft- oder Wasserströme im dasselbe ist, so sind die -erwähnten Materialien auch
Auf strom benutzt, jedoch nur zur Stabilisierung des hier als Bettmedien geeignet. Bei den jetzt üblichen
feinkornigen bzw. staubformigen Sandstromes. Bei 5 Methoden kann man kaum höhere Volumgewichte des
dem Verfahren nach der Erfindung dagegen dient das Mediums anwenden als etwa 2,6, wenn nur Magnetit
von unten durch das Bett gepreßte Wasser lediglich und etwa 3,4, wenn nur Ferrosilicium angewandt
zur Beeinflussung der Trennfähigkeit des Bettes. Der wird. Bei Anwendung des Verfahrens gemäß der ErWassergehalt
bzw. die Porosität des Trennmediums findung kann das Bett auf einem spezifischen Gewicht
erhält sich zwar im allgemeinen der ganzen Rinne io bis 3,4 gehalten werden, wenn Magnetit und bis zu
entlang ziemlich unverändert, aber, falls erforderlich, etwa 4,5, wenn Ferrosilicium angewandt wird. Von
kann die Porosität durch Einpressen von Wasser in besonders großer praktischer Bedeutung ist dieser
den Gutstrom beeinflußt und geregelt werden. Die Umstand bei der Schwimmanreicherung magnetit-Menge
des eingepreßten Wassers wird so geregelt, haitiiger Eisenerze, die die Trennung bei einem spezidaß
das Wasser das Bett ziemlich langsam durch- 15 fischen Gewicht von 3,0 bis 3,4 erfordern, um ein
strömt und an der Oberseite des Bettes abfließt, ohne brauchbares Produkt zu 'anhalten. Bei dem jetzt
die Stabilität des Bettes zu stören. Das Bett wird da- üblichen Verfahren ist man hierbei darauf angewiesen,
durch etwas leichtbeweglicher, ohne daß die Porosität ein Ferrosiliciummedium anzuwenden. Dadurch, daß
wesentlich verändert wird. Wird die vertikale Strö- der Magnetit, der von dem Erz herrührt, bei der Reimungsgeschwindigkeit
des eingepreßten Wassers ge- 20 nigung dem Ferrosilicium folgt und sich in dem Mesteigert,
so erreicht man eine mehr oder weniger dium anreichert, wird es unmöglich, das spezifische
scharfe Grenze, bei der das Bett schnell leichtbeweg- Gewicht des Mediums aufrechtzuerhalten, wenn keine
lieh wird; man spricht dann davon, daß das Bett flui- besonderen Maßnahmen ergriffen werden, um das
disiert wird. Dieses fluidisierte Bett ist innerhalb Ferrosilicium von dem Magnetit zu trennen. Bisher
eines gewissen Geschwindigkeitsintervalls stabil. Wird 25 ist es nur gelungen, dieses Problem zu meistern, wenn
die Geschwindigkeit darüber hinaus erhöht, so begin- der Magnetitgehalt in dem Erz verhältnismäßig niednen
die Bettpartikel dem vertikalen Flüssigkeitsstrom rig war und das Erz hart und nicht mulmig ist, indem
zu folgen, und das Bett geiht in eine Suspension über. man einen besonderen Reinigungskies für das Medium
Innerhalb des Geschwindigkeitsintervalls, in dem das vorsieht, in dem das Ferrosilicium von dem Magnetit
fluidisierte Bett existiert, wird die Porosität des 30 durch Schüttelherde oder Flotation getrennt wird. Bei
Bettes ungefähr linear mit der vertikalen Strömungs- dem Verfahren nach der Erfindung fällt dieses Progeschwindigkeit
der Flüssigkeit vergrößert. Innerhalb blem völlig fort, da ein reines Magnetitmedium angedieses
Intervalls kann die Porosität in dem Bett von wandt werden kann.
ungefähr 0,4 bis zu ungefähr 0,5 variieren, voraus- Man hat auch bereits vorgeschlagen, bei der trockegesetzt,
daß das Bettmaterial aus einigermaßen abge- 35 nen Rinnenwäsche als staubformigen festen Stoff die
rundeten Körnern besteht. Praktisch kann man das in dem zu trennenden Gut enthaltenen feinen Festfluidisierte
Bett dadurch bilden, daß man den Boden körper zu benutzen. Bei nassen Methoden wäre es
der Rinne ganz oder teilweise perforiert, wobei die aber nicht möglich, das Sinkprodukt als Feststoff für
Löcher selbstverständlich nicht größer sein dürfen als das Trennmedium zu verwenden, wenn nicht das Voder
Hauptteil der Bettmediumpartikel, damit diese 40 lumprozent von Feststoff sehr hoch ist. Das Vernicht
hindurchdringen können. Unter dem perforier- fahren gemäß der Erfindung ermöglicht erstmalig,
ten Teil der Rinne wird ein nach oben offenes Gefäß gröbere Bestandteile des zu trennenden Gutes als
angebracht, in das die Flüssigkeit über einen Gummi- Festkörper für das Bett zu verwenden. Die Erfindung
schlauch, ein regulierbares Ventil und eine Rohr- richtet sich demgemäß auch auf ein Verfahren zum
leitung zugeleitet wird, und zwar von einem größeren 45 Trennen von vorzerkleinerten Erzen unter Verwen-Behälter,
der auf geeigneter Höhe über dem Bett an- dung des eigenen Konzentrates für die Bildung des
geordnet ist und in dem das Flüssigkeitsniveau mit Trennmediums.
Hilfe eines flotteur-manövrierten Hahns konstant ge- In der Zeichnung sind Anlagen zum Durchführen
halten wird. Die Strömungsgeschwindigkeit der Flüs- des Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise
sigkeit durch das Bett kann dann einfach mit Hilfe 50 dargestellt, und zwar zeigt
des Ventils reguliert werden. Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Ausfüh-
Der Vorteil der Anwendung des erfindungsgemäßen rungsform der Trennrinne und des daran angeschlos-
Verfahrens beim Schwimmaufbereitung im Vergleich senen Waschsiebes,
mit den vorbekannten Verfahren besteht in erster Fig. 2 eine Aufsicht auf dieselbe Rinne und das
Linie darin, daß die Trennung bei einem bedeutend 55 Waschsieb,
höheren spezifischen Gewicht als früher ausgeführt Fig. 3 und 4 in gleicher Darstellung eine andere
werden, oder, wenn man die Ausführung der Tren- Ausführungsform der Trennrinne und des zugehöri-
nung bei demselben spezifischen Gewicht wie früher gen Waschsiebes,
wünscht, ein leichteres und daher billigeres Material Fig. 5, 6 und 7 Schnitte nach den Linien 5-5, 6-6
für die Bereitung des Bettmediums angewandt werden 5o bzw. 7-7 der Fig. 4,
kann. Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf eine geeig-
Gemäß der üblichen Praxis bei der Schwimm- nete Einrichtung zur Trennung mit Hilfe eines besonanreicherung
von schwererem Material bestehen die deren für den Zweck hergestellten magnetischen Bettfesten
Bestandteile des Mediums gewöhnlich aus mediums, und
Ferrosilicium mit etwa 15°/o Silicium oder aus Ma- 65 Fig. 9 zeigt gleichfalls in Draufsicht eine andere
gnetit oder aus einer Mischung von beiden. Der Grund Einrichtung für die Trennung einer Stoff mischung,
für die Bevorzugung dieser Materialen ist vor allem, wobei die feinkörnigen, schweren Partikeln der Mi-
daß sie auf Grund ihrer magnetischen Eigenschaften schung selbst das Bettmedium bilden.
leicht wiedergewonnen und gereinigt werden können. Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Trennrinne ist
Da das Problem der Reinigung und Wiedergewinung 7a nach oben und an dem rechten Ende offen und hat
einen ebenen Boden 1 und vertikale Wände an den Seiten 2 und am linken Ende. Der zu trennende Stoff
wird an dem linken Ende eingebracht und geht am rechten Ende ab, wo er von dem Waschsieb 4 aufgenommen
wird. An diesem Ende ist in die Rinne ein mit dem Boden 1 paralleles Trennblech 5 eingesetzt,
das sich quer über die ganze Breite der Rinne erstreckt. Dieses Trennblech ist ungefähr auf der halben
Höhe der Rinne angeordnet und zweckmäßig in der Höhe verstellbar. Das Waschsieb 4 hat die Form einer
Rinne, die von einer vertikalen, sich unter der äußeren Kante des Trennblechs 5 befindenden Scheidewand 6
in zwei Teile geteilt ist, so daß die über dem Trennblech durchlaufende Materialschicht in die rechte
Rinne 7 entleert werden kann, während die untere Materialschicht in die linke Rinne 8 entleert wird. Zu
diesem Zweck ist der vordere Teil des Bodens 1 der Trennrinne weggeschnitten, so daß eine Öffnung gebildet
wird, durch die das Material in die Rinne 8 ■■herabfließen kann. Der Boden 1 der Trennrinne ist
zweckmäßig perforiert, wobei ein nach oben offenes Gefäß 3 zwecks Zufuhr von Flüssigkeit zu dem Bett
auf die vorstehend beschriebene Weise unmittelbar unter dem perforierten Teil der Rinne angeordnet ist.
Bei der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform
ist ein Leitschiene vorgesehen, durch die die beiden Materialschichten auf verschiedene Seiten in der
Querrichtung der Trennrinne geleitet werden können. Die Leitschiene besteht aus einem gekrümmten Blech 9,
das so ausgebildet ist, daß es gleichzeitig als Trennblech zur Trennung der oberen von der unteren Materialschicht
dient. Die auf die Materialschicht hingerichtete Kante 10 des Bleches erstreckt sich somit
horizontal quer über die Trennrinnen 1, 2 in der halben Höhe der Materialschicht. Die Kanten des Bleches
sind umgebogen, so daß sie Flanschen 11, 12 bilden, von denen der eine 11 nach unten und der andere 12
nach oben gerichtet ist, wie dies aus Fig. 5 hervorgeht. Diese beiden Flansche konvergieren in Richtung
auf das nach außen hin verlaufende Ende der Leitschiene, wie dies aus den Fig. 4 und 6 hervorgeht
und vereinigen sich an dem letzterwähnten Ende, so daß sie eine vertikale Kante 11, 12 bilden (Fig. 7).
Die beiden Materialschichten verlassen die Trennrinne in Form von zwei nebeneinander verlaufenden
Strängen von der halben Breite der Trennrinne, aber derselben Höhe wie die Rinne, und sie können auf
diese Weise zu einem Waschsieb 4 geleitet werden, dessen Rinnen 7, 8 in derselben Richtung wie die
Trennrinnen 1, 2 verlaufen. Hierbei kann das Wasch- so sieb in unmittelbarem Anschluß an die Trennrinne
angeordnet werden und eventuell eine Fortsetzung derselben bilden und mit einer Scheidewand 6 versehen
sein.
In der Fig. 8 bezeichnet 13 einen Bunker für den zu trennenden Stoff. Der Stoff muß zweckmäßigerweise
bis auf unter etwa 60 mm Korngröße zerkleinert sein. Von dem Bunker wird der Stoff mit Hilfe eines Förderapparates
14 kontinuierlich auf ein Waschsieb 15 gefördert, wo Partikel mit weniger als etwa 5 mm abgesiebt
werden. Soweit der Stoff mehr als S mm groß ist, gelangt er auf die Trennrinne 16, der auch entwässertes
Bettmedium von Klassiervorrichtungen 17 und 18 zugeführt wird. Das Bettmedium wird
zweckmäßig ganz am Ende der Trennrinne zügeführt, während der zu trennende Stoff ein Stück
weiter innen der Rinne zugeführt wird, so daß das Bett genügend Zeit hat sich auszubilden, bevor
der Stoff zugeführt wird. In diesem Fall wird ein magnetisches Bettmedium angewandt (Magnetit
oder Ferrosilicium mit 15% Si), dessen größte Partikelgröße kleiner ist als die kleinste Partikelgröße
des zu trennenden Stoffes. Die Trennrinne stimmt mit derjenigen der Fig. 3 bis 7 überein und ist mit
einer Leitschiene zur Aufteilung der Stoffströme ausgerüstet, wodurch der untere Teil des Bettes zusammen
mit den schwereren Partikeln auf die linke Seite der Rinne, während der obere Teil des Bettes zusammen
mit den leichteren Partikeln auf die rechte Seite der Rinne geleitet wird. Die so erhaltenen beiden
Stoff ströme gelangen von der Trennrinne auf ein Waschsieb 19, das durch eine Scheidewand in zwei
Teile geteilt ist. Das Waschsieb hat eine solche Maschenweite, daß es die Bettmediumspartikel, nicht
aber die Partikel des zu trennenden Stoffes hindurchläßt. Auf dem Waschsieb wird somit das Bettmedium
weggespült, wonach das fertige schwere Produkt nach 20 und das fertige leichte Produkt nach 21 gelangt.
Das mit dem Spülwasser verdünnte Bettmedium, das von dem Waschsieb erhalten wird, läßt man zum
größten Teil direkt in die Spiralklassierer 17 und 18 strömen. Ein Teil des Bettmediums, das von der Seite
des Waschsiebes erhalten wird, wo das leichte Produkt behandelt wird, muß jedoch zuerst einen magnetischen
Trenner 22 passieren. Mit Hilfe des Trenners werden aus dem Medium die unmagnetischen Partikel
entfernt, die von dem Stoff abgegeben worden sind, der behandelt wird. Dadurch, daß das Bettmedium
der leichten Produkte auf diese Weise einer magnetischen Trennung unterworfen wird, werden in
erster Linie die abgegebenen leichten und unmagnetisehen Partikeln entfernt, wa;s zweckmäßig ist, da diese
die Dichte des Bettes herabsetzen. Das unmagnetische Produkt aus dem Trenner wird zweckmäßig zusammen
mit dem Stoff, der das Waschsieb 15 passiert hat)
behandelt. Der Überströmstoff von den Klassifizierungsvorrichtungen wird, wie dies mit den Pfeilen 23
und 24 angedeutet ist, entnommen und entweder direkt oder nachdem der Schlamm abgetrennt worden ist, als
Spülwasser für die Waschsiebe benutzt.
Modifikationen des vorstehend beschriebenen Prinzipschemas sind selbstverständlich möglich. So ist es
beispielsweise nicht notwendig, daß der Stoff mit weniger als 5 mm vor der Separierung abgetrennt
wird. Das gesamte Medium, das die rechte Seite des Waschsiebes 19 durchläuft, wo das leichte Produkt
weggewaschen wird, muß in einem solchen Fall magnetisch gereinigt werden, bevor es in die Klassifizierungsvorrichtung
18 strömen darf. Im allgemeinen ist es jedoch nicht notwendig, das Medium zu reinigen,
das die linke Seite des Waschsiebes passiert, wo die schweren Produkte reingewaschen werden, da die
Verunreinigungen, die im Regelfall dorthin folgen, so schwer sind, daß das Bett trotzdem ein zureichendes
Volumgewicht behält. Wie früher hervorgehoben wurde, ist es auch möglich, andere Vorrichtungen zur
Aufteilung des Bettes in verschiedene Schichten zu wählen, z. B. kann dies mittels horizontaler Trennbleche
gemäß Fig. 1 und 2 erfolgen. Die mechanischen Klassifizierungsvorrichtungen können auch durch
Pumpen und Verdicker ersetzt werden.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Einrichtung, bei der wie schon erwähnt, die feinkörnigen schweren Partikel
des Stoffes selber das Bettmedium bilden, wird zweckmäßig der bis auf unter 60 mm zerkleinerte
Stoff aus dem Vorratsbehälter 13 mittels des Förderapparates 14 der Trennrinne 16 zugeleitet, der auch
entwässertes Bettmedium von den Klassifizierungsvorriohtungen 17 und 18 zugeführt wird. Da, wie aus
dem Späteren hervorgehen wird, das Bettmedium von
Claims (3)
1. Verfahren zur Trennaufbereitung von zerkleinertem Roherz oder ähnlichen Stoffen, die aus
Partikeln von voneinander verschiedenem spezifischem Gewicht bestehen, unter Verwendung von
auf einer Schüttelrinne fließendem Trennmedium, dem das Roherz beigegeben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß Festkörpern eines Korngrößengemisches in der Hauptsache von 0,05 bis 5 mm so viel Wasser beigegeben wird, daß das Trennmedium
durch das Schütteln unter Abtrennung einer über dem Trennmedium abfließenden Schicht
von Überschußwasser ein leicht bewegliches Bett mit zumindest 50 Volumprozent, vorzugsweise
60 Volumprozent fester Substanz bildet, in welchem Stücke des Raherzes· von größerem spezifischem
Gewicht als dasjenige des Bettes sinken, während die leichteren schwimmen oder schweben, wobei
der Gutstrom am Rinnenauslauf in bekannter Weise aufgeteilt und das Trennmedium nach Abtrennen
überflüssigen Wassers aufs neue der Rinne zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennfähigkeit des Bettes dadurch
der Rinne entlang aufrechterhalten bzw. geregelt wird, daß Wasser von unten her durch das
Bett gepreßt wird.
3. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 zum Trennen von vorzerkleinerten Erzen
unter Verwendung des eigenen Konzentrats für die Bildung des Trennmediums.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 874 582, 743 647;
französische Patentschrift Nr. 963 016;
USA.-Patenits'chrift Nr. 2 303 367;
britische Patentschrift Nr. 627 860;
Deutsche Patentschriften Nr. 874 582, 743 647;
französische Patentschrift Nr. 963 016;
USA.-Patenits'chrift Nr. 2 303 367;
britische Patentschrift Nr. 627 860;
K. A. Fern, Recent developments in mineral dressing;
»Glückauf«, 5. 3.1932, S. 297, und 10. 9. 1955,
S.1035;
S.1035;
Kirchberg, »Aufbereitung bergbaulicher Rohstoffe«, 1953, S. 235 and 236;
Gründer, »Aufbereitungskunde«, BandI, 1951,
S. 278 und 279;
»Erzbergbau und Metallhüttenwesen«, Band VIII, 1955, Heft 4;
»Industry Information«, Heft 4.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
769/201 3.5S
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1052325X | 1952-12-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1052325B true DE1052325B (de) | 1959-03-12 |
Family
ID=20419289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST7148A Pending DE1052325B (de) | 1952-12-04 | 1953-10-14 | Verfahren zur Trennaufbereitung von zerkleinertem Roherz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1052325B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296581B (de) * | 1965-06-08 | 1969-06-04 | Nat Res Dev | Schwerkraft-Trennvorrichtung |
| DE3001973A1 (de) * | 1980-01-21 | 1981-07-23 | Erkelenzer Maschinenfabrik Ferd.Clasen KG, 5140 Erkelenz | Vorrichtung zur trennung von glasbruch in glasscherben und fremdteile |
Citations (5)
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| US2303367A (en) * | 1939-10-23 | 1942-12-01 | Adamson Stephens Mfg Co | Coal cleaner |
| DE743647C (de) * | 1938-03-24 | 1944-08-28 | Paul Rzezacz Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Mineralien mittels Schwertruebe |
| GB627860A (en) * | 1946-09-23 | 1949-08-17 | Walter Vogel | Improvements relating to the gravity separation of solid materials |
| FR963016A (de) * | 1950-06-28 | |||
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1953
- 1953-10-14 DE DEST7148A patent/DE1052325B/de active Pending
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