DE1052222B - Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl.Info
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- B31B70/00—Making flexible containers, e.g. envelopes or bags
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- B31B70/00—Making flexible containers, e.g. envelopes or bags
- B31B70/60—Uniting opposed surfaces or edges; Taping
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Description
- Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl. und bezweckt, deren Betrieb dahingehend zu verbessern, daß die ordnungsgemäße Klebstoffabgabe, auch bei Verwendung schnellbindender, synthetischer Klebstoffe, durch Betriebsunterbrechungen nicht beeinträchtigt wird.
- Für eine Maschine zum Rollengummieren der Verschlußklappen von Flachbeuteln mit Latex ist bereits angegeben worden, die Gummierrolle beim Stillstand der Flachbeutelmaschine automatisch weiter in Umlauf zu halten, um dadurch das Eintrocknen des Latex auf den Auftragsegmenten der Gummierrolle zu verhindern. Dies muß jedoch notgedrungen zu einer Verschmierung der Gegenwalze mit Latex und daher zu Störungen beim Wiederanlaufen der Maschine führen.
- Weiter ist es in einer Maschine zum Auftragen von Klebstoff auf endlose Papier- oder Stoffbahnen bereits bekanntgeworden, die Bahn während Betriebsunterbrechungen von der Auftragwalze abzuheben, um zu vermeiden, daß durch Trocknen der Flüssigkeit bei Wiederaufnahme des Betriebes Störungen hervorgerufen werden. Bei dieser Maschine steht jedoch die Auftragwalze während der Betriebsunterbrechungen still, so daß der verbleibende Klebstoff antrocknet und keine ordnungsgemäße Klebstoffabgabe nach Wiederaufnahme des Betriebes erfolgen kann.
- Schließlich ist es in einer Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeiten oder Klebstoff bekanntgeworden, beim Stillsetzen der Vorrichtung den Behälter für die Auftragmasse zu senken und dadurch aus dem Bereich der Schöpfwalze herauszubringen. Gleichzeitig wird eine Verteilerwalze von der Schöpfwalze und der Auftragwalze abgehoben und die Auftragwalze mittels eines sich anlegenden Abstreifmessers abgestreift. Auch diese Vorrichtung bietet keine Gewähr für einen ordnungsgemäßen Klebstoffauftrag bei Wiederingangsetzen der Maschine, da der verbleibende Klebstoff an der Schöpfwalze und der Übertragungswalze antrocknet.
- Durch die Erfindung sollen die Nachteile der bekannten Klebstoffauftragvorrichtungen beseitigt und eine einwandfreie Klebstoffabgabe nach Betriebsunterbrechungen sichergestellt werden. Zu diesem Zweck besteht die Erfindung bei einer Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl., die bei Stillstand der Verarbeitungsmaschine weiterläuft, in der Anordnung eines beim Stillsetzen der Verarbeitungsmaschine selbsttätig ausgelösten Antriebes für das Abschwenken der Vorrichtung zwecks Unterbrechung der weiteren Klebstoffabgabe und eines durch die Abschwenkbewegung der Vorrichtung selbsttätig ausgelösten Antriebes für das Weiterlaufen der Vorrichtung. Da es beim Einstellen der Verarbeitungsmaschine oft erwünscht ist, zunächst ohne Klebstoffauftrag zu arbeiten, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ein willkürliches Auslösen des Antriebes für das Wiederanschwenken der Vorrichtung und eine durch die Anschwenkbewegung selbsttätig ausgelöste Sperrung des Antriebes für das Weiterlaufen der Vorrichtung ermöglicht. Der weitere Antrieb der Vorrichtung erfolgt dann in bekannter Weise von der Verarbeitungsmaschine aus.
- Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend an Hand der Zeichnungen eingehend beschrieben. Die Zeichnung zeigt dabei in Fig. 1 eine Vorrichtung zum Auftragen von Querklebstoffstreifen, Fig. 2 ein Schaltungsschema der elektrischen Anlage zum An- und Abstellen der Vorrichtung und Fig. 3 eine entsprechende Vorrichtung zum Auftragen von Längsklebstoffstreifen.
- Mit 1 und 2 sind zwei Werkzeuge zum Auftragen von Querklebstoffstreifen auf die Werkstoffbahn 3 bezeichnet, die sich in Pfeilrichtung über die Auftraggegenwalze4 bewegt. Den Klebstoff nehmen die Werkzeuge 1 und 2 bei jedem Umlauf mit der Werkzeugwelle 5 von der Klebstoffwalze 6 ab, die in dem Klebstoffbehälter 7 rotiert.
- Der Antrieb kommt hierbei von einem Zahnrad 8 über das auf der Werkzeugwelle 5 befestigte Zahnrad 9, welches in ein auf der Klebstoffwalze 6 angeordnetes Zahnrad 10 eingreift.
- Zum An- und Abstellen ist der Klebstoffbehälter 7 auf einer Achse 11 befestigt, die in den nicht dargestellten Maschinengestellen drehbar gelagert ist. Auf der Achse 11 ist weiter ein zweiarmiger Hebel 12, 13 befestigt, an dessen einem Arm 12 ein Elektromagnet 14 und an dessen anderem Arm eine Zugfeder 15 angreift.
- Unter der Wirkung des Magneten 14 wird der Klebstoffbehälter 7 zusammen mit der darin gelagerten Klebstoffwalze6 im Uhrzeigersinn geschwenkt und somit die Berührung der Werkzeuge 1 und 2 mit der Klebstoffwalze 6 aufgehoben. Unter der Wirkung der Zugfeder 15 wird die Vorrichtung nach dem Lösen des Magneten wieder in die Arbeitsstellung gebracht, die durch eine als Anschlag wirkende Stellschraube 16 fixiert ist.
- Der Antrieb für das Weiterlaufenlassen der Klebstoffwalze 6 nach dem Abrücken der Vorrichtung kommt von dem Elektromotor 17, der an einer Verlängerung 18 einer Klebstoffbehälterwange über den Lagerpunkt auf der Achse 11 hinaus befestigt ist. Über die auf der verlängerten Motorwelle befestigte Schnecke 19 wird das auf der Klebstoffwalze 6 angeordnete Schneckenrad 20 angetrieben.
- Sowohl das Antriebszahnrad 10 als auch das Schnekkenrad 20 sind auf der Klebstoffwalze 6 über ein Freilaufgesperre 21 bzw. 22 gelagert, so daß beide Antriebsräder wirksam werden können, ohne das jeweils stillstehende andere mitzunehmen, denn das Antriebszahnrad 10 bleibt auch in der abgerückten Stellung zwecks störungsfreien Wiedereinrückens im Eingriff mit dem dabei stillstehenden Antriebsrad 9, und das Schneckenrad 20 bleibt stets im Eingriff mit der Schnecke 19, so daß es bei stillstehendem Motor 17 ebenfalls stillsteht.
- Der Motor 17 wird über den von dem Hebel 12, 13 betätigten Endschalter 23 (siehe auch Fig. 2) automatisch beim Abrücken der Vorrichtung eingeschaltet und beim Wiedereinrücken ausgeschaltet. Mit 24 (Fig. 2) ist dabei die entsprechende Schützspule bezeichnet.
- Die den Elektromagneten 14 ein- und ausschaltende Schützspule 25 erhält über die Leitung 26 Strom, sobald der Hauptantriebsmotor 27 der Verarbeitungsmaschine, z. B. an dem Schalter 28, ausgeschaltet wird und somit gleichzeitig der Hilfsschalter 29 in dieser Leitung geschlossen wird.
- Zusammen mit dem Schütz 30 des Elektromagneten 14 wird dabei der Hilfsschalter 31 geschlossen, der in einer zweiten Zuleitung 32 für die Schützspule 25 liegt. Über die Leitung 32 erhält die Schützspule 25 weiter Strom, wenn der Hilfsschalter 29 nach dem Wiederanlassen des Hauptantriebsmotors 27 geöffnet ist. Die Klebstoffvorrichtung bleibt also weiter abgerückt, wenn die Verarbeitungsmaschine auch schon wieder läuft. Erst ein Druck der Bedienungsperson auf den Druckknopfschalter 33 unterbricht auch die Zuleitung 32, so daß der Elektromagnet 14 abgeschaltet wird und somit die Vorrichtung unter der alleinigen Einwirkung der Zugfeder 15 wieder angerückt wird, wobei gleichzeitig der Motor 17 abgeschaltet wird.
- Die Anlage arbeitet demnach in dem erstrebten Sinne, daß bei Stillsetzung der Verarbeitungsmaschine das Abrücken und Weiterlaufen der Klebstoffvorrichtung selbsttätig einsetzt, daß dieses jedoch nach dem Wiederingangsetzen der Verarbeitungsmaschine aufrechterhalten bleibt, solange die Bedienungsperson dies wünscht.
- Eine entsprechend ausgebildete Vorrichtung zum Auftragen von Längsklebstoffstreifen zeigt Fig. 3. Entsprechende Teile sind mit der gleichen Bezugszahl versehen wie in Fig. 1.
- Der Unterschied gegenüber der Vorrichtung nach Fig. 1 besteht darin, daß keine besondere Klebstoffwalze 6 benötigt wird, sondern daß die Scheibe 34 zum Auftragen eines Längsklebstoffstreifens auf die Werkstoffbahn 3 direkt in dem Klebstoffbehälter 7 rotiert, und zwar durch Reibungsmitnahme über ein besonderes, an der Gegenwalze 4 neben der Werkstoffbahn 3 anliegendes Reibungsrad 35.
- Beim Abschwenken der Klebstoffvorrichtung wird daher die Antriebsverbindung mit der Verarbeitungsmaschine zusammen mit der Klebstoffabgabe an die Werkstoffbahn unterbrochen, so daß ein Freilaufgesperre in dem Reibungsrad 35 überflüssig ist.
- Durch Lagerung des Schneckenrades 20 auf der Schwenkachse 11 der Vorrichtung ist es möglich, den Motor 17 für das Weiterlaufenlassen an dem Maschinengestell fest anzubauen.
Claims (10)
- PATENTANSPR(TCHE: 1. Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl., die bei Stillstand der Verarbeitungsmaschine automatisch weiterläuft, gekennzeichnet durch einen beim Stillsetzen der Verarbeitungsmaschine selbsttätig ausgelösten Antrieb (14, 23) für das Abschwenken der Vorrichtung zwecks Unterbrechung der weiteren Klebstoffabgabe und einen durch die Abschwenkbewegung der Vorrichtung selbsttätig ausgelösten Antrieb (17, 19, 20) für das Weiterlaufen der Vorrichtung.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine willkürliche Auslösung (33) des Antriebes (15) für das Wiederanschwenken der Vorrichtung und eine durch die Anschwenkbewegung selbsttätig ausgelöste Sperrung des Antriebes (17) für das Weiterlaufen der Vorrichtung.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Freilaufgesperre (22) in dem Antrieb für das Weiterlaufen der Vorrichtung.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Achse (11) zur Lagerung und zum An- und Abschwenken der Vorrichtung und einem auf der Achse (11) befestigten Hebel (12, 13) zum Angriff des Antriebes für das An- und Abschwenken der Vorrichtung.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine an dem. Hebel (12, 13) angreifende Feder (15) und einen Elektromagneten (14) zum An- und Abschwenken der Vorrichtung.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Hilfsruhekontakt (29) in dem Schütz des Antriebsmotors (27) der Verarbeitungsmaschine für die Einschaltung des Antriebe zum Abschwenken der Vorrichtung und einen durch die Abschwenkbewegung betätigten Endschalter (23) zur Auslösung des Antriebes für das Weiterlaufen der Vorrichtung.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Haltekontakt (31) in dem Schütz (25, 30) für die Ein- und Ausschaltung des Antriebes zum An- und Abschwenken der Vorrichtung und einen Druckknopfschalter (33) in der Halteleitung (32) und einen durch die Anschwenkbewegung betätigtem Endschalter (23) zur Sperrung des Antriebes für das Weiterlaufen der Vorrichtung. B.
- Vorrichtung nach Anspruch 3 zum Auftragen von Klebstoffquerstreifen, gekennzeichnet durch ein zweites Freilaufgesperre (21) in dem aus der Verarbeitungsmaschine kommenden Antrieb der Vorrichtung.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 4 zum Auftragen von Klebstofflängsstreifen, gekennzeichnet durch ein auf der Achse (11) gelagertes Übertragungsrad (20) für den Antrieb zum Weiterlaufenlassen der Vorrichtung.
- 10. Vorrichtung nach einem. der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Elektromotor (17) zum Antrieb der Vorrichtung in abgegeschwenkter Stellung. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 219 696, 336 495, 586 234, 903 060.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW20688A DE1052222B (de) | 1957-02-27 | 1957-02-27 | Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW20688A DE1052222B (de) | 1957-02-27 | 1957-02-27 | Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1052222B true DE1052222B (de) | 1959-03-05 |
Family
ID=7596816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW20688A Pending DE1052222B (de) | 1957-02-27 | 1957-02-27 | Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff in Beutelmaschinen od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1052222B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1123549B (de) * | 1959-04-30 | 1962-02-08 | Bates Ventil Saekke Co As | Leimauftragvorrichtung an Maschinen, insbesondere zur Herstellung von Beuteln oder Saecken |
| DE2654932A1 (de) * | 1975-12-03 | 1977-06-16 | Nippon Beet Sugar Mfg | Vorrichtung zum herstellen einer papierzylinderanordnung zum anzuechten von saemlingen |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE219696C (de) * | 1908-07-24 | 1910-03-09 | Hermann Schoening | Machine zum auftragen von klebstoff o dgl |
| DE336495C (de) * | 1918-05-24 | 1921-05-06 | Kurt Laube | Vorrichtung zum Auftragen von Fluessigkeiten oder Klebstoffen |
| DE586234C (de) * | 1928-06-28 | 1933-10-20 | Camco Machinery Ltd | Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoffen |
| DE903060C (de) * | 1952-01-03 | 1954-02-01 | Kurt Duennebier | Vorrichtung zur Rollengummierung bestimmter Stellen von Werkstuecken aus Papier od. dgl., z.B. der Verschlussklappen von Flachbeuteln, mit Latex |
-
1957
- 1957-02-27 DE DEW20688A patent/DE1052222B/de active Pending
Patent Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
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