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DE1052252B - Reaktionsstrahl-Vortriebssystem fuer Flugzeuge mit mehreren Triebwerken - Google Patents

Reaktionsstrahl-Vortriebssystem fuer Flugzeuge mit mehreren Triebwerken

Info

Publication number
DE1052252B
DE1052252B DEN13094A DEN0013094A DE1052252B DE 1052252 B DE1052252 B DE 1052252B DE N13094 A DEN13094 A DE N13094A DE N0013094 A DEN0013094 A DE N0013094A DE 1052252 B DE1052252 B DE 1052252B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shut
common line
engine
valve
nozzles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN13094A
Other languages
English (en)
Inventor
Bertram Thomas Bayne
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Napier Turbochargers Ltd
Original Assignee
D Napier and Son Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by D Napier and Son Ltd filed Critical D Napier and Son Ltd
Publication of DE1052252B publication Critical patent/DE1052252B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C27/00Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
    • B64C27/04Helicopters
    • B64C27/12Rotor drives
    • B64C27/16Drive of rotors by means, e.g. propellers, mounted on rotor blades
    • B64C27/18Drive of rotors by means, e.g. propellers, mounted on rotor blades the means being jet-reaction apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

  • Reaktionsstrahl -Vortriebssystem für Flugzeuge mit mehreren Triebwerken Die Erfindung bezieht sich auf Reaktionsstrahl-Triebwerkssysteme für mit mehreren Triebwerken ausgerüstete Flugzeuge, wobei der Ausdruck »Triebwerk« hier ein Aggregat bezeichnet, welches ein unter Druck stehendes Gas erzeugt, das geeignet ist, aus einer oder mehreren Düsen. in Form eines oder mehrerer Reaktionsstrahlen ausgestoßen zu werden, wobei diese Reaktionsstrahlen aus Luft, Verbrennungsprodukten oder einem Gemisch aus Luft und Verbrennungsprodukten bestehen können, und wobei dem Aggregat gegebenenfalls auch durch einen mechanischen Antrieb Kraft entnommen wird. Die Erfindung befaßt sich vornehmlich mit bestimmten Problemen, die sich bei solchen Vortriebssystemen einstellen, bei denen die von zwei oder mehr Triebwerken abgegebenen Gasströme in eine gemeinsame Leitung eintreten, die zu der Düse bzw. den Düsen führt, wobei zwischen jedem der Triebwerke und der gemeinsamen Leitung je ein Absperrventil vorgesehen ist. Die Erfindung läßt sich insbesondere, jedoch nicht notwendigerweise ausschließlich beim Antrieb von mit mehreren Triebwerken ausgerüsteten Hubschraubern derjenigen Bauart anwenden, bei der mindestens ein Rotor vorgesehen ist, dessen Antrieb durch die Reaktion von Gasstrahlen erfolgt, die durch Düsen ausgestoßen werden, welche an der Spitze der Rotorflügel oder in deren Nähe angeordnet sind.
  • Gemäß der Erfindung weist bei einem Reaktionsstrahl-Vortriebssystem für ein. mit mehreren Triebwerken ausgerüstetes Flugzeug, bei dem die von zwei oder mehr Triebwerken gelieferten Gasströme in eine gemeinsame Leitung eintreten, die zu einer oder mehreren Düsen führt, wobei zwischen jedem der Triebwerke und der gemeinsamen Leitung ein Absperrventil vorgesehen ist, die Düse bzw. jede Düse in an sich bekannter Weise eine Einrichtung zum Einstellen der Düse auf einen großen bzw. einen kleinen Strömungsquerschnitt auf, und es ist ein selbsttätiger Steuermechanismus vorgesehen, der die Absperrventile und die Düseneinstellvorrichtung bzw. -vorrichtungen miteinander verbindet, und dieser Steuermechanismus tritt bei einer Aufhebung des Gleichgewichts zwischen den Gasmengen, die von den an die gemeinsame Leitung angeschlossenen Triebwerken geliefert werden, automatisch in Tätigkeit und verstellt dasjenige Absperrventil, das dem Triebwerk mit der niedrigeren Gaserzeugung zugeordnet ist, um dieses- Triebwerk gegenüber der gemeinsamen Leitung abzusperren, während gleichzeitig die Düseneinstellvorrichtung bzw. -vorrichtungen auf einen kleinen Strömungsquerschnitt eingestellt werden.
  • Wenn das Gleichgewicht zwischen den von den Triebwerken gelieferten Gasmengen gestört wird, z. B. beim vollständigen oder teilweisen Versagen eines der Triebwerke, oder wenn ein Triebwerk während des Fluges aus Gründen der Wirtschaftlichkeit oder aus anderen Gründen abgestellt wird oder wenn ein abgestelltes Triebwerk angelassen wird, während ein anderes Triebwerk bereits arbeitet, wird somit das die geringere Gasmenge liefernde Triebwerk gegenüber der gemeinsamen Leitung abgesperrt, um zu verhindern, daß das Gas dadurch verlorengeht, daß das Gas aus der gemeinsamen Leitung durch das zuletzt erwähnte Triebwerk hindurch zurückströmt, und der Durchtrittsquerschnitt der Düse bzw. der Düsen wird verkleinert, um eine Anpassung an die geringere Gasmenge zu bewirken, die der gemeinsamen Leitung von dem verbleibenden Triebwerk bzw. den verbleibenden Triebwerken aus zugeführt wird.
  • Bei Hubschraubern mit Düsenantrieb ist es erwünscht, die gemeinsame Leitung mit einem Abblaseventil auszurüsten, dessen Betätigungsdruck in Abhängigkeit von der Drehzahl des Hubschrauberrotors oder eines anderen Regelparameters der den Rotor durchsetzenden Gasströmung geregelt wird. Dieses Abblaseventil hat die Aufgabe, den Gasstrom zu »trimmen«, um eine Anpassung an die geänderten Betriebsbedingungen zu bewirken, wenn ein Triebwerk gegenüber der gemeinsamen Leitung abgesperrt. worden ist.
  • Der selbsttätige Steuermechanismus wird zweckmäßigerweise durch eine Einrichtung betätigt, die auf eine erhebliche Herabsetzung der Drehzahl eines beliebigen Triebwerks gegenüber der Drehzahl des verbleibenden bzw. der verbleibenden Triebwerke anspricht.
  • Das Vortriebssystem umfaßt vorzugsweise auch eine handbetätigte Steuereinrichtung, mittels deren der Flugzeugführer jedes beliebige Absperrventil nach Wunsch betätigen kann, um jedes gewünschte Triebwerk gegenüber der gemeinsamen Leitung abzusperren und gleichzeitig die Düsenverstelleinrichtung bzw. -einrichtungen auf den kleinen Strömungsquerschnitt einzustellen. Dieser handbetätigte Steuermechanismus kann in Fällen vorgesehen sein, in denen das Flugzeug unter bestimmten Bedingungen fliegen soll, während nicht sämtliche Triebwerke in Betrieb sind. Dieser handbetätigte Steuermechanismus wird durch den selbsttätigen Steuermechanismus übergangen, wenn das Gleichgewicht zwischen den von den in Betrieb befindlichen Triebwerken gelieferten Gasmengen gestört ist.
  • Die Erfindung wird an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Fig. 1 ist ein allgemeines Blockdiagramm der arbeitenden Teile des Hubschraubers und des zugehörigen Steuersystems; Fig. 2 zeigt weitere Einzelheiten der in Fig. 1 veranschaulichten Teile; Fig. 3 läßt die Konstruktion des Abblaseventils erkennen.
  • Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Hubschrauber mit mehreren Strahltriebwerken ist mit zwei Gasturbinentriebwerken A und B ausgerüstet. Diejenigen Teile, die bei den Triebwerken identisch ausgebildet sind, sind. jeweils durch gleiche Bezugsziffern gekennzeichnet, denen der Buchstabe A bzw. B beigefügt ist. Aus Gründen der Kürze wird die Erfindung inbesondere unter Bezugnahme auf das Triebwerk A und die ihm zugeordneten Teile beschrieben, und es sei bemerkt, daß diese Beschreibung auch für die entsprechenden Teile des Triebwerkes B gilt.
  • Bei dem Triebwerk A handelt es sich um ein Gasturbinentriebwerk mit einem Hauptverdichter 10A, der Luft aus der Umgebungsluft ansaugt und sie in eine oder mehrere Brennkammern 11 A fördert, wo ein durch eine Rohrleitung 12A zugeführter Kraftstoff verbrannt wird. Die heißen Verbrennungsgase entspannen sich in einer Turbine 13 A und treten dann in eine Mischkammer 14A ein. Die Turbine 13A treibt den Hauptverdichter 10A sowie einen Hilfsverdichter 15A an. Der Hilfsverdichter 15'A saugt Luft aus der Atmosphäre an und fördert sie in die Mischkammer 14A, wo sich diese Luft mit den Abgasen der Turbine vermischt. Das Gasgemisch strömt dann durch eine Rohrleitung 16A zu einem Absperrventil 17A und von dort aus je nach der Einstellung des Ventils 17A entweder zu einer den beiden Triebwerken A und B gemeinsamen Leitung 18 oder zu einem in die Umgebungsluft mündenden Austrittsrohr 19A. Die gemeinsame Leitung 18 besitzt eine nach oben verlaufende Abzweigung 20, die zu den hohlen Flügeln 21 des Hubschrauberrotors führt. Da der Rotor drehbar ist, während die unteren Teile 18 der gemeinsamen Leitung feststehen, umfaßt die Abzweigung 20 hier nicht dargestellte Stopfbuchsen oder Abdichtungen, um eine relative Drehbewegung zwischen den oberen und unteren Teilen der Rohrleitung zu ermöglichen, ohne daß größere Gasmengen in unerwünschter Weise entweichen. Am Ende jedes Rotorflügels 21 befindet sich eine Austrittsdüse 22, die gegenüber dem Rotorflügel nach hinten gerichtet ist, so daß die Reaktionskraft des aus der Düse ausgestoßenen Gasstrahls eine Drehbewegung des Hubschrauberrotors hervorruft. Jede der Düsen 22 ist mit einer Einrichtung 23 zum Einstellen des Strömungsquerschnitts auf einen großen bzw. einen kleinen Wert versehen. Die Steuerung dieser Düseneinstellvorrichtungen erfolgt über ein Gestänge 24 von einem gemeinsamen Betätigungsglied 25 aus, das sich über die Gestänge 26A und 26B mit den Absperrventilen 17A und 17B sowie den Servomotoren 27A und 27B, welche dem Triebwerk A bzw. dem Triebwerk B zugeordnet sind, verbinden läßt. Bei dem Triebwerk A dient das Gestänge 26A nicht nur zur Betätigung des gemeinsamen Betätigungsgliedes 25 bei einer Bewegung des Servomotors 27A, sondern es verbindet auch das Absperrventil 17A mit diesem Servomotor, so daß die Düsen 22 bei der normalen Stellung des Absperrventils 17A gemäß Fig. 2 auf einen großen Strömungsquerschnitt eingestellt sind, während die Düsen dann, wenn das Absperrventil 17A seine Absperrstellung einnimmt, d. h. wenn die Rohrleitung 16A mit der Austrittsleitung 19A verbunden ist, so daß keine Verbindung zwischen dem Triebwerk A und der gemeinsamen Leitung 18 besteht, auf den kleinen Strömungsquerschnitt eingestellt sind. Die beiden Gestänge 26A und 26B beeinflussen das gemeinsame Betätigungsglied 25 in der Weise, daß die Düsen immer dann, wenn entweder das Ventil 17A oder das Ventil 17B in seine Absperrstellung gedreht wird, die Düsen 22 auf ihren kleinen Strömungsquerschnitt eingestellt werden.
  • Die Stellung des Servomotors 27A wird durch die Stellung eines Hauptkolbenschieberventils 28A bestimmt, welch letzteres gemäß Fig.2 normalerweise durch eine Feder 29A nach links vorgespannt ist, so daß ein durch eine Pumpe 30A unter Druck gehaltenes hydraulisches Strömungsmittel über einen Filter 31A, einen hydraulischen Druckakkumulator 32A und die Rohrleitungen 33A und 34A zu dem Innenraum des Servomotorzvlinders 27A auf der linken Seite des Servokolbens gelangen kann, so daß der Kolben dieses Servomotors nach rechts gedrückt wird, um das Ab- sperrventil 17A in seiner in Fig.2 wiedergegebenen Normalstellung zu halten. Für das Triebwerk A ist ein Steuerhebel 35A vorgesehen, der durch den Flugzeugführer betätigt werden kann, um den Kolbenscbieber 28A entgegen der Kraft der Feder 29A nach rechts zu bewegen, um die Verbindung zwischen den Rohrleitungen 33A und 34A zu unterbrechen und eine Verbindung. zwischen der Rohrleitung 33A und einer Rohrleitung 36A herzustellen, die zum rechten Ende des Servomotors 27A führt. Gleichzeitig wird die Rohrleitung 34A mit einer Entleerungsleitung 37A verbunden. Der Flugzeugführer kann somit dadurch, daß er den Steuerhebel 35A so bewegt, daß der Ventilkolben 28A nach rechts verschoben wird, das Absperrventil 17A nach Belieben .betätigen, um die Verbindung zwischen dem Triebwerk A und der geneinsamen Leitung 18 zu unterbrechen und gleichzeitig die Rotordüsen 22 auf ihren kleinen Durchtrittsquerschnitt einzustellen. Wenn dagegen der Kolbenschieber 28A auf eine noch zu beschreibende Weise durch hydraulischen Druck in seiner rechten Endstellung festgehalten wird, so läßt sich der Kolbenschieber 28A nicht mehr mit Hilfe des Steuerelements 35A zurückbewegen. Der Flugzeugführer kann somit zwar jedes der beiden Triebwerke gegenüber der gemeinsamen. Leitung absperren, doch kann er ein Triebwerk nur dann mit der gemeinsamen Leitung verbinden, wenn sich das selbsttätige Steuersvstem in einem Zustand befindet, der dies zuläßt. Der für das Triebwerk A bestimmte Kraftstoff wird durch eine von dem Triebwerk angetriebene Kraftstoffpumpe 38A zu einem Kraftstoffzumeßaggregat 39,A gefördert und gelangt von dort aus über die Rohrleitung 12 A zu den Brennkammern 11 A. Die Kraftstoffpumpe 38A ist von derjenigen Bauart, bei der ein Druckunterschied zwischen einer Niederdruckleitung (Pumpeneintrittsdruck) 40A und einer Hochdruckleitung (Eintrittsdruck zuzüglich Fliehkraftgefälle) 41A erzeugt wird. Diese Drücke und die entsprechenden Drücke, die dem Triebwerk B zugeordnet sind, werden einer Einrichtung 42 zugeführt, die auf jede Störung des Gleichgewichts zwischen dem Druckunterschied zwischen den Rohrleitungen 41A und 40A einerseits und dem Druckunterschied zwischen den Rohrleitungen 41B und 40B andererseits anspricht; mit anderen Worten, die Einrichtung 42 bildet eine Fühleinrichtung für Drehzahlunterschiede zwischen den beiden Triebwerken.
  • Einzelheiten der Einrichtung 42 zum Feststellen von Drehzahlunterschieden gehen aus Fig.2 hervor. Die Einrichtung umfaßt eine obere Membran 43, die mit dem Druckunterschied zwischen den Rohrleitungen 41A und 40A beaufschlagt wird, sowie eine untere Membran 44, die mit dem Druckunterschied zwischen den Rohrleitungen 41B und 40B beaufschlagt wird. Die Membranen 43 und 44 wirken über Druckstifte in entgegengesetzten Richtungen auf einen Hebel 45, der gemäß Fig. 2 an seinem linken Ende drehbar gelagert ist, während sein rechtes Ende zwischen einem oberen Auslöseventilkolben 46A und einem unteren Auslöseventilkolben 46B liegt. Diese Ventilkolben sind durch Federn vorgespannt, die bestrebt sind, den Hebel 45 in einer Gleichgewichtslage zu halten, und der Hebel 45 wird in dieser Gleichgewichtslage verharren, wenn die auf die Membranen 43 und 44 wirkenden resultierenden Kräfte im Gleichgewicht stehen.
  • Der Auslöseventilkolben 46 A besitzt einen mittleren Steg 47A, und der Raum unterhalb dieses Steges steht mit einer Rohrleitung 48A in Verbindung, und diese Rohrleitung ist an die Rohrleitung 33 A angeschlossen, so daß ihr ständig ein Strom des unter Druck stehenden hydraulischen Strömungsmittels zugeführt wird. Der Steg 47A verschließt normalerweise den Eingang zu einer Rohrleitung 50A, die zu der Unterseite eines Hilfskolbenschiebers 51 A führt.
  • Wenn die Drehzahl des Triebwerks A unter diejenige des Triebwerks B abfällt, .geht der Druckunterschied zwischen den Rohrleitungen 41A und 40A zurück, so daß die auf die Membran 43 nach unten wirkende resultierende Kraft kleiner wird und sich der Hebel 45 nach oben bewegt. Hierdurch wird der Schieber des Auslöseventils 46A angehoben, und wenn sich dieser Schieber nur ein kurzes Stück nach oben bewegt hat, wird eine Verbindung zwischen der Rohrleitung 48A und der Rohrleitung 50A hergestellt, was zur Folge hat, daß der Kolben 51 A des Hilfsventils angehoben wird. Hierdurch wird sofort eine Verbindung zwischen der Rohrleitung 48A und einer Rohrleitung 52A hergestellt, die zur linken Seite des Hauptschieberventils 28A führt. Da die Rohrleitung 48A mit dem unter Druck stehenden Strömungsmittel gefüllt ist und ständig damit versorgt wird, wird der Kolbenschieber des Hauptventils 28A nach rechts gedrückt, so daß der Kolben des Servomotors 27A in der weiter oben beschriebenen Weise nach links geht, um das Triebwerk A gegenüber der gemeinsamen Leitung 18 abzusperren und die Düsen 22 auf ihren kleinen Durchtrittsquerschnitt einzustellen. Die Schieberventile 51A und 28A gewährleisten, daß das Umstellen des Servomotors 27A zwischen seinen Endstellungen schlagartig erfolgt und daß der Servomotor eindeutig reagiert.
  • Die Aufgabe des Akkumulators 32A, der aus einem Gefäß besteht, das einen Kolben 53A enthält, wobei oberhalb des Kolbens ein Raum 54A für Druckluft vorhanden ist, besteht darin, unterhalb des Kolbens 53A eine ausreichende Menge des unter Druck stehenden Strömungsmittels bereitzuhalten, um den Servomotor zu füllen, wenn sich dessen Kolben aus der einen Endstellung in die andere Endstellung bewegt, so daß ein schnelles Umschalten gewährleistet ist, ohne daß die Pumpe 30A übermäßig große Abrnessungen aufzuweisen braucht.
  • Das untere Auslöseventil 46B steht mit den entsprechenden, dem Triebwerk B zugeordneten Teilen über die Rohrleitungen 48B, 50B und 37B in Verbindung.
  • Wenn ein Triebwerk, z. B. das Triebwerk A, dadurch gegenüber der gemeinsamen Leitung 18 abgesperrt worden ist, daß der Servomotor 27A entweder von Hand mittels des Steuerhebels 35A oder automatisch durch die Druckunterschieds-Fühleinrichtung 42 betätigt worden ist, wird das von dem Triebwerk A immer noch gelieferte Gas über die Auslaßleitung 19A an die Umgebungsluft abgegeben. Diese Auslaßleitung umfaßt eine Drosselklappe 55A, die so eingestellt wird, daß der dem Ausströmen des Gases aus der Leitung 19A entgegengesetzte Widerstand annähernd ebenso groß ist wie der Widerstand, der dem Strömen des Gases durch die gemeinsame Leitung 18, die Rotorflügel 21 und die Düsen 22 entgegengesetzt wird. Die Bewegungen des Absperrventils 17A rufen somit keine erhebliche Beeinflussung des Gegendrucks hervor, gegen den das Triebwerk das Gas abgibt. Dies ist vorteilhaft, denn wenn z. B. das Triebwerk B bereits läuft und mit der gemeinsamen Leitung 18 verbunden ist, während das Triebwerk A angelassen wird, wobei das Absperrventil 17A seine Absperrstellung einnimmt, und wenn das Triebwerk A auf die Drehzahl des Triebwerks B hochgefahren worden ist und man dann das Absperrventil 17A- in seine normale Stellung dreht, so erfolgt weder eine stoßartige Belastung des Triebwerks A, noch wird die Belastung dieses Triebwerks plötzlich gesteigert. Wenn umgekehrt ein Triebwerk von der gemeinsamen Leitung abgeschaltet wird, so erfolgt keine plötzliche Verminderung der Last, die ein Durchgehen des Triebwerks bewirken könnte.
  • Die Austrittsöffnung der Abgabeleitung 19A ist so angeordnet, daß das aus ihr austretende Gas auf das Flugzeug kein unerwünschtes Moment aufbringt. Die Austrittsöffnung kann z. B. senkrecht nach oben oder nach-unten gerichtet sein.
  • Mit der gemeinsamen Leitung 18 steht ein Abblaseventi156, dessen Konstruktion aus Fig.3 ersichtlich ist, in Verbindung. Dieses Ventil umfaßt ein Ventiltellerteil 57, das durch eine Feder 58 in Richtung auf seine geschlossene Stellung, bei der es an einer Sitzfläche 59 anliegt, vorgespannt ist. Wenn der in der gemeinsamen Leitung 18 herrschende und auf das Ventiltellerteil 57 wirkende Druck die durch die Feder 58 aufgebrachte Kraft überschreitet, öffnet sich das Abblaseventil und läßt Gas aus der gemeinsamen Leitung 18 in die Umgebungsluft entweichen. Das Abbdaseventil hat die Aufgabe, überschüssige Gasmengen entweichen zu lassen, wenn die in die gemeinsame Leitung eingeführte Gasmenge größer ist als diejenige, die unter den jeweiligen Betriebsbedingongen durch die Düsen 22 abgegeben werden kann. Wenn z. B. das Triebwerk A versagt und durch die Betätigung des Absperrventils 17A selbsttätig von der gemeinsamen Leitung abgesperrt wird, werden die Düsen 22 auf den kleinen Durchtrittsquerschnitt eingestellt, und man kann das Triebwerk B so einstellen, daß es eine höhere Leistung erzeugt. Die Drehzahl des Rotors kann jedoch zeitweilig bis unter denjenigen Wert abgesunken sein, der den neuen Betriebsbedingungen angemessen ist. Bis die Rotordrehzahl wieder auf den geeigneten Wert eingestellt worclen ist, ist es erwünscht, einen Teil des Gases aus der gemeinsamen Leitung 18 abzublasen, um zu verhindern, daß sich in dieser Leitung ein unerwünscht hoher Druck entwickelt. Zu diesem Zweck ist dafür gesorgt, daß die Belastung der Feder 58 von der Drehzahl des Rotors abhängt; zu diesem Zweck ist ein bewegliches Widerlager 60 vorgesehen, das durch einen Nocken 61 und ein Gestänge 62 von einer hier nicht gezeigten Vorrichtung aus, die auf die Rotordrehzahl anspricht, verstellt werden kann.
  • Das Abblaseventil 56 kann auch so eingerichtet oder angeordnet sein, daß es dazu beiträgt, den Rotor und die Triebwerke so aufeinander abzustimmen, daß man die optimale Gesamtleistung erzielt. Beispielsweise kann das Abblaseventil so eingerichtet sein., daß es sich am oberen Ende des Gasdruckbereichs öffnet, wenn beide Triebwerke die gemeinsame Leitung 18 mit Gas versorgen und die Düsen 22 auf ihren großen Strömungsquerschnitt eingestellt sind, um jeweils so viel Gas abzublasen, daß der Gasstrom der jeweiligen Charakteristik der Düsen angepaßt ist.
  • Das Abblaseventil ist mit einer Warneinrichtung ausgerüstet, die elektrische Kontakte 63 umfaßt, welche in dem Stromkreis einer im Flugzeugführerraum angeordneten Warnlampe liegen, um dem Flugzeugführer anzuzeigen, daß sich das Abblaseventil geöffnet hat, so daß erkennbar wird, daß die Triebwerke auf unwirtschaftliche Weise arbeiten.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Reaktionsstrahl-Vortriebssystem für ein Flugzeug mit mehreren Triebwerken, bei dem die Gasströme, welche von zwei oder mehr Triebwerken geliefert werden, in eine zu einer oder mehreren Düsen führende gemeinsame Leitung eintreten und zwischen jedem der-Triebwerke und der gemeinsamen Leitung jeweils ein Absperrventil vorgesehen ist, .dadurch gekennzeichnet, daß die Düse bzw. jede Düse in an sich bekannter Weise eine Einrichtung aufweist, die es ermöglicht, eine Einstellung auf einen großen Strömungsquerschnitt oder auf einen kleinen Strömungsquerschnitt vorzunehmen, und daß ein selbsttätiger Steuermechanismus vorgesehen ist, der die Absperrventile und die zum Einstellen der Düse bzw. der Düsen dienende Einrichtung bzw. Einrichtungen miteinander verbindet, wobei dieser Steuermechanismus bei einer Störung des Gleichgewichts zwischen den von den an die gemeinsame Leitung angeschlossenen Triebwerken gelieferten: Gasmengen dasjenige Absperrventil, das dem die geringere Gasmenge abgebenden Triebwerk zugeordnet ist, selbsttätig so einstellt, daß dieses Triebwerk gegenüber der gemeinsamen Leitung abgesperrt ist, und wobei der Steuermechanismus die Einrichtung bzw. die Einrichtungen zum Einstellen der Düse bzw. Düsen auf den kleinen Strömungsquerschnitt einstellt.
  2. 2. Reaktionsstrahl-Vortriebssystem nach Anspruch 1 für einen Hubschrauber, bei dem die gemeinsame Leitung zu Düsen führt, welche an den Spitzen bzw. Enden der Flügel des Hubschrauberrotors oder in deren Nähe angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet; daß die gemeinsame Leitung mit einem Abblaseventil ausgerüstet ist, dessen Betätigungsdruck in Abhängigkeit von einem Regelparameter der Gasströmung in dem Rotor geregelt wird.
  3. 3. Reaktionsstrahl-Vortriebssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelparameter durch die Drehgeschwindigkeit des Hubschrauberrotors gegeben ist.
  4. 4. Reaktionsstrahl-Vortriebssystem nach An sprach 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen handbetätigten Steuermechanismus, mittels dessen der Flugzeugführer jedes beliebige Absperrventil nach Belieben betätigen kann, um jedes gewünschte Triebwerk gegenüber der gemeinsamen Leitung abzusperren und gleichzeitig die Einrichtung bzw. die Einrichtungen zum Einstellen der Düse bzw. der Düsen -auf den kleinen Strömungsquerschnitt einzustellen. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 7335 106.
DEN13094A 1955-12-14 1956-12-14 Reaktionsstrahl-Vortriebssystem fuer Flugzeuge mit mehreren Triebwerken Pending DE1052252B (de)

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DE (1) DE1052252B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129380B (de) 1959-09-17 1962-05-10 Hamburger Flugzeugbau G M B H Antriebseinheit mit mehreren Strahltriebwerken

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB735106A (en) * 1952-01-02 1955-08-17 Fairey Aviat Co Ltd Improvements relating to helicopters

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