DE1051999B - Brennstoffelementbehaelter fuer einen Kernreaktor - Google Patents
Brennstoffelementbehaelter fuer einen KernreaktorInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Brennstoffelementbehälter für einen Kernreaktor, bei dem die Brennstoffelemente
in Durchgängen in einem Kern aus Bremsstoff angeordnet sind und von einem Kühlmittel
unmittelbar umströmt werden.
Bei solchen Reaktoren haben sich erfahrungsgemäß Schwierigkeiten beim Entwurf und bei der Konstruktion
von Moderatorsystemen ergeben. Diese Schwierigkeiten bestanden darin, die mechanischen Abriebe
der Durchgänge in einem Reaktorkern während der Brennstoffbeschickungs- und -entnahmevo'rgänge zu
vermeiden, den chemischen Einfluß des Kühlmittels auf den Brennstoff durch mit oder ohne Massentransport
des Bremsstoffes innerhalb der Anlage auszuschließen und die Wirkung der radioaktiven Verseuchung
zu beseitigen, die einen Durchgang für den weiteren Gebrauch ungeeignet machen würde.
Diesen aufgezeigten Bedingungen wird ein Brennstoffelementbehälter für einen Kernreaktor erwähnter
Struktur erfindungsgemäß dadurch gerecht, daß der Behälter Röhrenform hat und das Brennstoffelement
in einer solchen Weise umschließt, daß er mit diesem eine auswechselbare Einheit bildet, daß ein Kühlmittelkanal
innerhalb des Behälters vorhanden und der Behälter so ausgebildet ist, daß er die Wandung des
Durchganges gegen das Kühlmittel schützt, die auf diese Weise gebildete auswechselbare Einheit geeignet
ist, mit einer Mehrzahl solcher auswechselbarer Einheiten zusammenzuarbeiten, die hintereinander in dem
Durchgang untergebracht sind und einen einzigen Kanal für das Kühlmittel bilden, und jedes Brennstoffelement von der Kanalwandung getragen wird.
Dabei kann der Behälter kreisrunden Querschnitt senkrecht zu seiner Länge haben, und das Brennstoffelement kann längs der Achse des Behälters in Abstand
von dessen Innenwandung, durch ein oder mehrere Abstandsstücke gehalten, eingesetzt sein.
Vorzugsweise besteht der Behälter aus Bremsstoff oder Bremsstoffen.
Da eine Mehrzahl von in einem Durchgang im Reaktorkern hintereinander angeordneten Behältern sozusagen
einen auswechselbaren Kanal bilden kann, läßt sich ein beschädigter oder verseuchter Behälter
wie auch ein oder mehrere erschöpfte oder defekte Brennstoffelemente durch Herausheben der Gesamteinheit
leicht entfernen. Das Einsetzen oder Herausnehmen erfolgt dabei ohne Abrieb oder Verschleiß,
der sonst in den bekannten Reaktoren auftritt.
Im Bedarfsfalle können die Oberflächen des Behälters und des Abstandsstückes oder der Abstandsstücke
so behandelt werden, daß jeder chemische oder physikalische Angriff auf die Oberflächen verhindert wird.
Das oder jedes aus Metall, Graphit, keramischem oder cermetischem Material bestehende Abstandsstück
Brennstoffelementbehälter
für einen Kernreaktor
für einen Kernreaktor
Anmelder:
The General Electric Company Limited,
London
The General Electric Company Limited,
London
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Schmitzdorff,
Dr.-Ing. Η. Ruschke, Berlin-Friedenau, Lauterstr. 37,
und Dipl.-Ing. Κ. Grentzenberg1 München 27,
Patentanwälte
Dr.-Ing. Η. Ruschke, Berlin-Friedenau, Lauterstr. 37,
und Dipl.-Ing. Κ. Grentzenberg1 München 27,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 27. Juli 1955
Großbritannien vom 27. Juli 1955
William Eric Dennis und Arnold Lindley,
Erith1 Kent (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
Erith1 Kent (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
legt das Brennstoffelement hinsichtlich seiner Lage fest.
Zum leichteren Verständnis der Erfindung werden nun mehrere Konstruktionen von Brennstoff el ementbehältern
gemäß der Erfindung als Beispiel an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Mittelschnitt der ersten Konstruktion,
Fig. 2 einen Grundriß dieser Konstruktion,
Fig. 3 eine Einzelheit dieser Konstruktion als Schnitt und in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 und 5, 6 und 7, 8 und 9, 10 und 11 entsprechende senkrechte Mittelschnitte und Grundrisse von
vier anderen Konstruktionen.
Zur Vereinfachung sind in den fünf Konstruktionen gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet
worden.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist die auswechselbare Einheit 1 ein Teil eines in einem Durchgang 2 eines
Kerns 3 aus Brennstoff geradlinig ausgerichteten Mehrfachsatzes. Der Durchgang 2 ist senkrecht angeordnet,
obgleich selbstverständlich auch eine gleichartige Anordnung für waagerechte Durchgänge in
einem Reaktorkern benutzt werden kann. Jede auswechselbare Einheit 1 weist ein röhrenförmiges
Brennstoffelement 4 aus Uran auf, das von einem Mantel oder Büchse 5 aus nichtrostendem Stahl um-
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schlossen ist. Der Mantel 5 besteht aus einem inneren und einem äußeren Rohr und Abschlußkappen, die beispielsweise
durch Argcnlichtbogenschweißung geeignet zusammengeschweißt sind. Das Brennstoffelement 4
hat kreisringförmigen Querschnitt und verläuft koaxial zu einem Zylinder 6 aus Graphit, der gleichsam
einen Behälter dafür und ein röhrenförmiges Futter für die Wandung des Durchgangs 2 in dem Reaktorkern
3 bildet.
Das Brennstoffelement 4 wird in dem Zylinder 6 von einem oberen und einem unteren Abstandsstück
oder Abschlußkappe 7 bzw. 8 getragen. Jedes Abstandsstück hat einen Teil 9 oder 10, der in den Raum
11 (vgl. Fig. 3) zwischen den vortretenden Enden des inneren und äußeren Stahlrohres des Mantels 5 eingreift,
und einen Teil 12 oder 13, der in einen abgestuften Teil am oberen bzw. unteren Ende des Graphitzylinders
6 eingreift. Außerdem ist jede Kappe 7 oder 8 mit drei äußeren radial vortretenden Nasen 14
oder 15, die an der Wand des Durchgangs angreifen, und mit durchgehenden Öffnungen für den Durchgang
des Kühlgases versehen. Diese Öffnungen bestehen aus einer großen Mittelöffnung 16 oder 17 von
angenähert der gleichen Größe wie der Innenquerschnitt des Brennstoffelementes 4 und einer Mehrzahl
äußerer Öffnungen 18 oder 19, die in den Raum zwischen dem Brennstoffelement 4 und dem Graphitzylinder
6 münden.
Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Konstruktion entspricht im allgemeinen der Konstruktion nach den
Fig. 1, 2 und 3. Jedoch wird an Stelle eines Graphitabstandsstückes oder -kappe an jedem Ende des
Brennstoffelementes 1 und des Zylinders 6 ein zusammengesetztes Abstandsstück verwendet, das aus einem
Graphitring 20 oder 21 und einem Metallkreuzstück oder Speichenstern 22 oder 23 besteht, das bzw. der in
Fig. 5 im Grundriß dargestellt ist. Die Speichensterne sind in Graphitringe eingepaßt und können aus Beryllium
oder einem anderen geeigneten Metall oder Material bestehen, das angemessene Festigkeit mit einem
geringen Einfangquerschnitt für thermische Neutronen besitzt. Jeder Speichenstern 22 oder 23 ist für
den Durchfluß des Kühlgases ebenfalls mit Öffnungen versehen.
Fig. 6 und 7 zeigen die dritte Konstruktion, bei der jeder Graphitzylinder 6 ein Brennstoffelement 24 üblicher
Bauart trägt, bei dem der Mantel oder Blechbehälter mit einer Reihe in engem Abstand angeordneter
Umfangsrippen oder -leitflächen ausgebildet ist. Der Gesamtdurchmesser der auswechselbaren Einheit 1
ist in dieser Konstruktion größer als in der vorher beschriebenen Konstruktion, um eine angemessene Ouerschnittfläche
für den Gasdurchfluß zu schaffen. Das Brennstoffelement 24 wird wie in der zweiten Konstruktion
von einem zusammengesetzten Abstandsstück getragen, das aus einem Graphitring 20 oder 21,
der in den Durchgang 2 eingepaßt ist, und einem Metallspeichenstern 22 oder 23 (im Grundriß nach
Fig. 7 dargestellt) besteht, der in das Brennstoffelement 24 und den zugeordneten Graphitring 20 oder
21 eingreift.
Die vierte Konstruktion gemäß Fig. 8 und 9 unterscheidet sich von den anderen Konstruktionen dadurch,
daß ein einziger Graphitzylinder 6 eine Mehrzahl Brennstoffelemente 26 trägt. Jedes Brennstoffelement
26 ist ein flaches Element verhältnismäßig geringer Länge, und drei (oder mehr oder weniger) Elemente
sind in dem Zylinder 6 zwischen den Graphitabstandsstücken oder Abschlußkappen 27 oder 28 eingeschlossen.
Wie man aus Fig. 9 erkennt, die ein
Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8 ist, sind die Elemente 26 unter gleichen Winkeln zueinander angeordnet,
so daß eine gute waagerechte Versetzung des Kühlgases erfolgt, wenn dieses an der Innenseite des
Zylinders 6 entlangströmt, und die mit Rippen oder Leitflächen 30 versehenen Mäntel 29 der Brennstoffelemente
greifen an ihren Enden in Schlitze 31 in der Innenwandung des Zylinders 6 ein. Jedes Brennstoffelement
26 ist an jedem Ende mit einem Abstandknopf 32 versehen, deren Zweck darin besteht, die
Elemente in geringem Abstand voneinander anzubringen, um dadurch heiße Stellen zu vermeiden, die auftreten
könnten, wenn die Elemente unmittelbar aufeinanderliegen würden. Die Abschluß rippen der ganz am
Ende des Durchgangs befindlichen Brennstoffelemente 26 liegen gegen die Abstandsstücke oder Abschlußkappen
27 und 28 an.
Die Abstandsstücke brauchen nicht notwendigerweise Abschlußkappen oder -ringe aufzuweisen, die in
abgestufte Teile des oberen und unteren Endes des Graphitzylinders 6 eingreifen, und die radial vortretenden
Nasen können eher ein Stück mit dem Zylinder als mit den Abstandsstücken bilden. Auf diese Weise
wird in der fünften Konstruktion nach Fig. 10 und 11 ein Brennstoffelement 24 in üblicher Bauart, das in
einem Mantel oder Blechgefäß mit Umfangsrippen 25 gekapselt ist, wie in Fig. 6, innerhalb jedes Graphitzylinders
6 gelagert. In dieser Konstruktion sind die Abstandsstücke jedoch nicht zusammengesetzt, und es
sind keine Endringe vorhanden. Obgleich die Abstandsstücke auch speichensternartig ausgebildet sind,
bestehen sie nicht mehr aus Metall, sondern aus amorphem Kohlenstoff. Der obere Kohlenstoffspeichenstern
33 und der untere Speichenstern 34 haben ziemlich unterschiedliche Konstruktion, da der untere Speichenstern
34 auch das volle Gewicht des Elementes tragen muß, während der obere Speichenstern 33 lediglich
dazu dient, das obere Ende des Elementes 24 zentrisch in dem Graphitzylinder 6 zu halten. Der untere
Speichenstern besteht aus drei abnehmbaren Armen 35, die an einem Ende in Schlitze 36 eintreten, die in
gleichen Abständen am Umfang des Zylinders 6 eingefräst und am anderen Ende in einer Nabe oder Auge
37 befestigt sind. Am Ende des Mantels oder Behälters, in dem das Element 24 gekapselt ist, ist ein
Drucklager oder Zentrierzapfen 38 ausgebildet, der durch eine Öffnung in der Nabe 37 verläuft. Eine an
dem Zapfen 38 befestigte Scheibe 39 dient dazu, die Nabe 37 an dem Element 24 anzubringen und außerdem
die Arme 35 in der Nabe 37 durch Abschluß des unteren Nabenendes zu verriegeln. Eine ziemlich
gleichartige Scheibe oder Platte 40 hält den oberen Speichenstern 33 an seinem Platz. Dieser obere Speichenstern
ist ein einstückiger Druckteil und nimmt in einer Öffnung, die der in der Nabe 37 vorgesehenen
entspricht, einen Zapfen 41 auf, der an dem Mantel oder dem Behälter des Elementes 24 angebracht ist.
Die drei Arme 42 des Speichensternes 33 sind in offenen einendigen Schlitzen 43 angeordnet, die in den oberen
Teil des Graphitzylinders 6 eingefräst sind, so· daß sich das Element 24 in senkrechter Richtung zum
Graphitzylinder 6 ausdehnen kann. Radial vortretende Nasen 44, um den Zylinder 6 zentrisch in dem Durchgang
2 auf Abstand anzuordnen, sind in diesem Falle einstückig mit dem Zylinder 6 ausgebildet und nur an
dem oberen Zylinderende vorgesehen. Das obere Ende des Zylinders 6 hat dabei eine konische Form.
Fig. 10 zeigt auch die Anordnung, wenn die Temperatur im Innern des Uranelementes gemessen werden
soll. In diesem Falle ist ein weiterer nach oben in
Claims (9)
1. Brennstoffelementbehälter für einen Kernreaktor, bei dem die Brennstoffelemente in Durchgängen
in einem Kern aus Bremsstoff angeordnet sind und von einem Kühlmittel unmittelbar umströmt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter Röhrenform hat und das Brennstoffelement in einer solchen Weise umschließt, daß er
mit diesem eine auswechselbare Einheit bildet, daß ein Kühlmittelkanal innerhalb des Behälters vorhanden
und der Behälter so ausgebildet ist, daß er die Wandung des Durchgangs gegen das Kühlmittel
schützt, die auf diese Weise gebildete auswechselbare Einheit geeignet ist, mit einer Mehrzahl
solcher auswechselbarer Einheiten zusammenzuarbeiten, die hintereinander in dem Durchgang
untergebracht sind und einen einzigen Kanal für das Kühlmittel bilden, und jedes Brennstoffelement
von der Kanalwandung getragen wird.
2. Brennstoff el ementbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennstoffelement längs der Achse des Behälters eingesetzt
ist und in Abstand von dessen Innenwandung durch ein oder mehrere Abstandsstücke gehalten
ist.
3. Brennstoffelementbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter
kreisförmigen Querschnitt senkrecht zu seiner Länge hat.
4. Brennstoffelementbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter aus Bremsstoff oder Bremsstoffen besteht.
5. Brennstoffelementbehälter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberflächen des Behälters und des Abstandsstückes oder der Abstandsstücke mit einem Stoff
überzogen sind, der die Oberflächen gegen chemische oder physikalische Einflüsse schützt.
6. Brennstoffelementbehälter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das oder jedes aus Metall, Graphit, keramischem oder cermetischem Material bestehende Abstandsstück
das Brennstoffelement hinsichtlich seiner Lage festlegt.
7. Brennstoffelementbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß radiale Abstandsnasen od. dgl. an der Außenseite des Behälters vorgesehen und so ausgebildet
sind, daß sie in die Innenwandung des Durchgangs im Reaktorkern eingreifen.
8. Brennstoffelementbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nasen nur an
einem Ende des Behälters vorgesehen sind und der Behälter so ausgebildet ist, daß das von den Nasen
abgewandte Ende in das mit Nase ausgebildete Ende eines weiteren, im gleichen Durchgang liegenden
Brennstoffelementbehälters eingreift oder durch dieses hinsichtlich seiner Lage eingestellt
werden kann.
9. Brennstoffelementbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nasen und der
Behälter aus einem Stück bestehen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA--Patentschrift Nr. 2 708 656.
USA--Patentschrift Nr. 2 708 656.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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