DE1049766B - Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Abfüllen von plastischem Material wie Butter, Margarine, Speiseeis od. dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Abfüllen von plastischem Material wie Butter, Margarine, Speiseeis od. dglInfo
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Description
^MfI/erteilt
£&titf..ge5nderte~. Unterlagen
DEUTSCHES
B 42726 XII/81 a
ANMELDETAG: 6. DEZEMBER 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 29. J ANU AR 19 59
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 29. J ANU AR 19 59
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Abfüllen von plastischem Material,
wie Butter, Margarine, Speiseeis od. dgl., bei der das aus einer Materialleitung geförderte Material von
einem abwechselnd auf Füllen und Entleeren geschalteten Dosierzylinder aufgenommen und aus diesem
mittels eines Kolbens ausgestoßen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, ein vorbestimmtes,
regelbares Materialvolumen ohne den geringsten Lufteinschluß zu dosieren und diese Materialeinheit
restlos in eine Verpackungsform überzuführen.
Bekannte Einrichtungen zur Lösung dieser Aufgabe unterscheiden sich im wesentlichen voneinander
dadurch, daß bei dem einen Abfüllprinzip der Dosierzylinder zugleich auch als Formraum dient, aus
welchem das Formstück restlos auf einen flachliegenden Verpackungszuschnitt ausgestoßen wird, während
nach dem anderen Abfüllprinzip aus einem mit einem Materialüberschuß gefüllt gehaltenen Dosierzylinder
das vorbestimmte Materialvolumen mittels eines Dosierkolbens ausgestoßen wird.
Eine nach dem zuletzt genannten Abfüllprinzip arbeitende Vorrichtung besteht z. B. aus einem Drehtisch
mit mehreren daran befestigten Dosierzylindern, in welchen Kolben auf und ab beweglich angeordnet
sind. In der Füllstellung wird aus einer Speiseleitung eine dem Kolbenhub entsprechende Materialeinheit
dem Dosierzylinder zugeführt, der diese Materialeinheit in der Entleerungsstellung an ein ortsfestes,
mit dem Dosierzylinder ausgerichtetes Mundstück abgibt. Das konisch nach unten zulaufende Mundstück
weist im Bereich seiner Austrittsöffnung einen Abschneider auf, der den im Mundstück verbleibenden
von dem aus dem Mundstück ausgestoßenen Materialstrang trennt. Da das mit Luft angereicherte Material,
das vorher unter Druck in den Dosierzylinder eingefüllt wurde, sich im Mundstück wieder entspannen,
d. h. ausdehnen kann, wird zwar das gleiche wie das im Zylinder dosierte Materialvolumen, nicht aber das
gleiche Materialgewicht aus dem Mundstück ausgestoßen. Die Gewichtsgenauigkeit dieser Materialeinheiten
läßt dadurch sehr zu wünschen übrig. Ferner macht sich der Übelstand bemerkbar, daß die
am Abschneider haftenden Materialreste die Förderbahn im Bewegungsbereich des über das Verpackungsgefäß hinaustretenden Abschneiders verunreinigen.
Schließlich sind Dosier- und Abfülleinrichtungen bekanntgeworden, bei denen der untere Teil einer
Speiseleitung als Füllmundstück ausgebildet ist. Der kontinuierlich durch die Speiseleitung fließende Materialstrang
wird durch die in einer vorbestimmten, vom Durchflußquerschnitt und von der Fließgeschwin-Vorrichtung
zum Dosieren, Formen und Abfüllen von plastischem Material, wie Butter, Margarine, Speiseeis od. dgl.
Anmelder:
Benz & Hilgers, Düsseldorf 10, Münsterstr. 246-250
Erich Blomenröhr, Düsseldorf, ist als Erfinder genannt worden
digkeit des Materials abhängigen Zeiteinheit erfolgende Schneidbewegung eines am Mundstück angeordneten
Abschneiders unterbrochen, so daß jeweils eine mehr oder weniger genaue, volumendosierte
Materialeinheit in das darunter vorbeigeführte Verpackungsgefäß fällt. Auch ist es bei diesen Einrichtungen
bekannt, das Verpackungsgefäß bis in den Bodenbereich auf das Füllmundstück aufzuschieben
und nach der Füllung wieder abzusenken. Wenn hierdurch eine einwandfreie Füllung des Verpackungsgefäßes vom Boden aus erreicht wird, so sind diese
Einrichtungen zur Einhaltung der Gewichtsgenauigkeit der Materialeinheiten und der Sauberhaltung im
Abfüllbereich nicht ausreichend geeignet.
Es sind ferner Dosiervorrichtungen bekannt, die einen Dosierzylinder mit einem darin verschiebbaren
Kolben aufweisen und bei denen die Zylinder das Füllgut an der gleichen öffnung aufnehmen und nach
einer Drehung mittels des Kolbens unmittelbar in die Packung wieder ausstoßen. Als Nachteil ist hierbei
anzusehen, daß beim Schwenken des Zylinders das Füllmaterial an den die öffnung abdichtenden Gehäusewänden
vorbeistreichen muß.
Die den bekannten Dosier- und Abfülleinrichtungen anhaftenden Mängel sollen nun erfindungsgemäß dadurch
beseitigt werden, daß bei einer derartigen Vorrichtung ein oder mehrere hin- und herbewegliche
oder in bekannter Weise an einer endlosen Transportvorrichtung befestigte Dosierzylinder mit darin beweglichen
Kolben eine frei zugängliche und, wie bekannt, sowohl zum Aufnehmen als auch zum Aus-
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stoßen des plastischen Materials dienende öffnung aufweisen, wobei jeder Zylinder derart frei tragend
angeordnet ist, daß das Aufschieben einer Verpackungshülle auf den Dosierzylinder bis in Bodennähe
der Packung möglich ist und daß ferner am Dosierzylinder ein mit diesem in die Packung eindringender
an sich bekannter Abschneider angeordnet ist, der das Material restlos von der Arbeitsfläche des
Kolbens unmittelbar über dem Füllgutspiegel in der
geführt ist, kann eine Parallelverschiebung des ganzen Abschneiders 11 dadurch ausgelöst werden, daß der
durch ein nicht dargestelltes Schuborgan betätigte Schlitten 13 den Abschneider 11 an der ganzen mit
5 der Dosierzylinder-Einlaßöffnung bündig verlaufenden Arbeitsfläche des Dosierkolbens 10 entlanggleiten
läßt. Eine zwischen Rahmen 12 und Schlitten 13 angeordnete, durch ein Schuborgan gespannte Feder
drückt den Schlitten 13 samt Abschneider 11 in die
Packung trennt. Die den bekannten Dosier- und Ab- io Ausgangsstellung zurück. '>':.'
fülleinrichtungen anhaftenden Mangel und Nachteile Eine besonders vorteilhafte Aufhängung von zwei
werden durch die Erfindung völlig behoben. Die Dosierkolben 10 mittels einer elastischen Verbindung,
universelle Verwendung einer Vorrichtung nach der wie sie gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel
Erfindung ermöglicht die Verarbeitung von form- zur Anwendung gelangt, wird dadurch ermöglicht,
beständigem und fließfähigem, plastischem Material 15 daß oberhalb des Drehtisches 8 eine von der Antriebsin
gleicher Weise, wobei der Wahl einer geeigneten welle 7 mitgenommene Nabe 14 sitzt, deren freies
Verpackung weder der Formgebung noch der Be- Ende als Lager 15 für eine darin frei drehbare Rolle
schaffenheit nach irgendwelche Grenzen gesetzt sind. 16 bildet. In einer muldenförmigen Ausnehmung 17
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind dem an der Rolle 16 liegt eine Feder 18 eingebettet, deren
Hand der Zeichnung näher erläuterten Ausführungs- 20 beide Enden an den vorstehenden Schultern 10a der
beispiel zu entnehmen. Es zeigt Do'sierkolben 10 befestigt sind. Die Feder 18 ist in
Abb. 1 die Gesamtano-rdnung einer Dosier- und ihrer Länge so bemessen, daß sie eine bestimmte
Abfüllvorrichtung nach der Erfindung im Längs- ständige Zugkraft auf beide Dosierkolben 10 ausübt,
schnitt, wobei mehrere Dosierzylinder von einem ab- Sowohl in der Dosier- als auch in der Ausstoßstellung
satzweise geschalteten Drehtisch vorbewegt werden, 25 wirken zwei voneinander unabhängige Steuerhebel 19
und und 20, deren regelbare Bewegungen jedoch mit Bezug
Abb. 2 bis 4 zwei gleichzeitig in der Füll- und Ent- auf den jeweiligen Arbeitstakt der Dosierkolben 10
leerungsstation befindliche Dosierzylinder in ver- miteinander abgestimmt sind. Bei der Überführung
schiedenen Arbeitsstellungen. des gefüllten Dosierzylinders9 in die Ausstoßstellung
Bei dem vorerwähnten Ausführungsbeispiel wird 30 hält eine unter die Schulter 10a greifende Weiche 21
das plastische Material aus einem Vorratstrichter 1 den Dosierkolben 10 in seiner angehobenen Lage, wodurch
der sichere Transport des gegenüber der frei zugänglichen Dosierzylinder-Einlaßöffnung liegenden
Dosiervolumens gewährleistet ist.
Das in der Entleerungsstelle aus dem Dosierzylinder 9 ausgestoßene Material wird in einen darunter
vorbeigeführten Verpackungsbehälter abgefüllt. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, den aus Pappe oder
auch aus einem anderen Stoff bestehenden selbst-4° tragenden Behälter so weit anzuheben, daß die Behälterwände
den Dosierzylinder 10 umgeben und der Behälterboden nahe an die Einlaßöffnung des Dosierzylinders
10 heranreicht.
Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden freien Enden zwei das Austrittsmundstück 3 tra- +5 den an Stelle von selbsttragenden Behältern weiche
gende Steuerstangen 4 angreifen. Unmittelbar hinter Verpackungshüllen gefüllt. Im Ausführungsbeispiel
der Austrittsöffnung 5 des Mundstückes 3 ist in ist die Dosier- und Abfüllvorrichtung mit einer Verdiesem
ein steuerbarer Schieber 6 angeordnet, welcher packungseinrichtung kombiniert. Ein mit gleicher
in Abhängigkeit von der Bewegung der Dosiereinrich- Geschwindigkeit wie der Drehtisch 8 vorbewegter,
tung den Austritt des Materials aus dem Mundstück3 5° absatzweise geschalteter Verpackungstisch 22 wird
freigibt oder sperrt. von einer zur Arbeitswelle 7 achsparallel gelagerten
Die eigentliche Dosier- und Abfüllvorrichtung be- Welle23 in Bewegung versetzt Das fest auf der Welle
steht im wesentlichen aus einem von einer senkrechten 23 sitzende große Zahnrad 24 steht einerseits mit
Antriebswelle7 absatzweise vorbewegten Drehtische, einem die absatzweise Bewegung übertragenden, nicht
in dessen auf dem Umfang verteilten Bohrungen meh- 55 dargestellten Schaltgetriebe in Verbindung, andererrere
Dosierzylinder 9 eingelassen sind, so daß jeweils seits überträgt das Zahnrad 24 seine unterbrochene
zwei Dosierzylinder 9 gleichzeitig mit Material be- Bewegung auf das fest auf der Welle 7 sitzende Zahnschickt
bzw. entleert werden können. Die Dosier- rad 25. Die Lagerung für die Welle 23 besteht aus
zylinder 9 sind mit Bezug auf ihre Querschnittsform einer Nabe 26 mit dem an der Welle 7 gelagerten
jedoch in einer kleineren Größenordnung dem Quer- 6o Tragarm 27. Mit dieser Anordnung ist der Zweck erschnitt
der zu füllenden Verpackung angepaßt. Vor- reicht, nämlich, die völlige Übereinstimmung hinzugsweise
bestehen sie aus gezogenen, dünnwandigen sichtlich Bewegung und Ruhe beim Dosieren, Ab-Hülseri,
in welchen Doisierkolben 10 auf und ab beweg- füllen und Verpacken sicherzustellen. Auf dem Verlieh
geführt sind. Ferner ist jedem Dosierzylinder 9 packungstisch sind eine Anzahl von Bohrungen
ein Abschneider 11 zugeordnet, der den vom Dreh- 65 eingelassen, in welchen jeweils eine aus verschiebtisch
8 aus nach unten verlaufenden Teil des Dosier- baren Wänden 28 a und einem verschiebbaren Boden
Zylinders 9 bügelartig umspannt. Auf einfache Weise, 28 b gebildete Zelle 28 angeordnet ist. Sowohl die
und zwar mittels eines an der Unterseite des Dreh- Zellenwände 28 c als auch der Zellenboden 28 b wertisches
8 befestigten Rahmens 12, in welchen ein den den in bekannter Weise durch nicht dargestellte
Abschneider 11 tragender Schlitten 13 verschiebbar 7° Mittel gesteuert.
mittels Förderschnecken 2 in ein am Ende des Vorratstrichters 1 angeschlossenes Austrittsmundstück 3
übergeführt. Selbstverständlich kann die Anordnung auch so getroffen sein, daß an Stelle der Förder- 35
schnecken 2 auch andere Fördereinrichtungen zur Anwendung gelangen, wie auch an Stelle eines Vorratstrichters
das Material unter dem Ausstoßdruck einer Herstellungsmaschine durch eine Leitung in das
Austrittsmundstück 3 gefördert werden kann.
Das mit einer vorspringenden Sitzfläche 3a für den Dosierzylinder ausgebildete Austrittsmundstück 3
steht gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel an beiden Seiten des Schneckentroges 2 über, wobei an
Die zur Verpackung von plastischen Stoffen herangezogene und bewährte Weichpackung besteht aus
einem flachliegenden Zuschnitt, der an einer Station des Verpackungstisches 22 durch an sich bekannte
hüllenbildende Mittel, wie Stempel und Faltkasten, zu einer dichten, nur oben offenen Verpackungshülle
29 umgeformt und in eine der Zellen 28 eingesetzt wird, kommt im Verlauf der Bewegung des Verpackungstisches
22 unter den in der Entleerungsstellung angelangten Dosierzylinder 9, aus dem das
plastische Material restlos ausgestoßen und in die Verpackungshülle 29 eingefüllt wird. Nach dem Füllen
werden an einer oder mehreren Stationen die über dem Füllspiegel überstehenden Hüllblattenden durch
Faltorgane umgelegt, wonach die somit geschlossene Packung durch Anheben des Zellenbodens 28 b von
einem Abschieber vom Verpackungstisch 22 aus entfernt werden kann.
Die Ausbildung des Verpackungstisches sowie die ihm zugeordneten erwähnten Einrichtungen und auch
die vom Verpackungstisch auf die Dosier- und Abfülleinrichtung abgeleitete Antriebsübertragung gehören
nicht zur Erfindung, sondern dienen zur Veranschaulichung eines überaus vorteilhaften Lösungsweges,
in welchen die neue Dosier- und Abfülleinrichtung sich organisch einfügt. Besonders hervorzuheben
gilt, daß nicht nur kostspielige, in fremden Betrieben gefertigte Verpackungsbehälter aus Pappe,
Kunststoff, Metall od. dgl. mit der neuen Dosiervorrichtung zu füllen sind, sondern daß vor allem die
mit der bewährten Bodenfaltung versehenen weichen Verpackungshüllen am Ort des Abfüllens zugleich
auch hergestellt werden können.
Die Wirkungsweise der Dosier- und Abfüllvorrichtung einschließlich der mit ihr zusammenarbeitenden
Einrichtungen ist wie folgt:
In der Gesamtansicht gemäß Abb. 1 ist die Stellung des Drehtisches 8 erreicht, in welcher der rechte
Dosierzylinder 9 unmittelbar über der Austrittsöffnung 5 des Mundstückes 3, der linke dagegen über
der mit einer Verpackungshülle 29 versehenen Zelle
28 angelangt sind. Die Arbeitsfläche des in der Dosierstellung stehenden Kolbens 10 schließt durch Druck
des Steuerhebels 19 auf den Dosierkolben 10 mit der Unterkante des Dosierzylinders 9 ab. Nunmehr wird,
gemäß Abb. 2, zur Einleitung des Dosiervorganges das Austrittsmundstück 3 mittels einer einstellbar
gefederten Bewegung derart angehoben, daß sich die Sitzfläche 3a fest gegen die untere Stirnfläche des
Dosierzylinders 9 preßt. Erfahrungsgemäß bildet eine derartige »harte Dichtung« die beste Gewähr für eine
einwandfreie Überführung von Stoffen jeglichen Aggregatzustandes. Die oberhalb des Schiebers 6 liegende,
mit Material gefüllte Austrittsöffnung 5 des Mundstückes 3 gibt die Gewähr, daß nicht die geringste
Luftmenge zwischen Mundstück 3 und Kolben 10 eindringen kann, j Nachdem der Steuerhebel 19 in
eine dem Kolbenhub entsprechende Anschlagstelle zurückgekehrt ist, wird der Schieber 6 geöffnet, so
daß das unter Druck stehende plastische Material in den durch den bis! ZUHJ Anschlag des Hebels 19 ausweichenden
Dosierkolben 10 entstehenden Hohlraum des Dosierzylinders 9 einströmen kann. ^ Gleichzeitig
ist in der Entleerungsstellung die Zelle 28 mit ihren Wänden 28 a und dem Zellenboden 28 b so weit angehoben
worden, daß der Boden der Verpackungshülle
29 bis fast an die untere Stirnfläche des Dosierzylinders 9 heranreicht, wobei die Seitenwände der
Hülle 29, welche bis etwa in Höhe des Füllspiegels
durch die Zellenwände 28 a gestützt werden, mit Abstand den Dosierzylinder 9 umschließen. Das Ausstoßen
des im Dosierzylinder 9 enthaltenden Dosiervolumens geht mit Unterstützung des von oben auf
den Kolben 10 einwirkenden Steuerhebels 20 so vor sich, daß im wesentlichen im gleichen Maße, wie der
Dosierkolben sich nach unten bewegt, auch die Form und Verpackungszelle 28 zurückgenommen wird. Es
erfolgt somit ein gleichmäßiges Füllen der Verpackungshülle 29 vom Boden aus nach oben, wobei
ίο die in der Hülle 29 enthaltene und vom Material verdrängte
Luft restlos durch den zwischen Dosierzylinder 9 und Hülle 29 ringsum bestehenden Spalt
abziehen kann. Unter Berücksichtigung des sowohl vom Dosierkolben 10 als auch von derZelle28 zurückgelegten,
annähernd gleichen Hubweges bei unterschiedlichem Aufnahmevermögen des Dosierzylinders
9 gegenüber der Verpackungshülle 29 besteht am Ende des Ausstoßvorganges noch eine Materialverbindung
der Arbeitsfläche des Dosierkolbens 10
ao und dem Füllspiegel. Die noch an der mit der Dosierzylinder-Stirnfläche
bündig verlaufenden Arbeitsfläche des Dosierkolbens 10 haftenden Materialreste werden
durch Betätigung des den Abschneider 11 steuernden Schlittens 13 restlos vom Kolben 10 entfernt und dem
übrigen Material einverleibt.
Abb. 3 zeigt die Stellung, in welcher sowohl die Dosierung als auch die restlose Füllung der Verpackungshülle
29 beendet ist. Während nunmehr der Zellenboden 28 b unter Mitnahme der gefüllten Verpackungshülle
29 sich so weit nach unten senkt, daß die Oberkante der Hülle 29 nicht mehr von dem in
die Dosierstellung schwenkenden Dosierzylinder 9 erfaßt und gar beschädigt werden kann, wird durch
Schließen des Schiebers 6 die Verbindung zwischen der Austrittsöffnung 5 des Mundstückes 3 und dem
Vorratstrichter 1 unterbrochen (Abb. 4). Gleichzeitig mit einer geringen Absetzbewegung der Mundstücksitzfläche 3 a vom Dosierzylinder 9, durch die der
Preßsitz der aufeinanderstoßenden Flächen wesentlieh
gemildert wird, setzt eine JJiicJiSjmgbewegung
des Dosierkolbens 10 ein, die dadurch hervorgerufen wird, daß die die beiden Kolben verbindende, gespannte
Spiralfeder 16 den Dosierkolben 10 ruckartig bis in Höhe des in seiner obersten Stellung zurückgenommenen
Steuerhebels 19 anhebt. Damit wird erreicht, daß das unter Druck stehende, vom Dosierzylinder
9 aufgenommene und das oberhall) des Schiebers 6 im Austrittsmundstück 3 verbleibende Material
druckentspannt werden. Nunmehr kann die Überführung des gefüllten Dosierzylinders 9 in die Entleerungsstellung
erfolgen, wobei infolge der Schwenkbewegung des Dosierzylinders 9 ein sauberes Trennen
des Dosiervolumens vom Austrittsmundstück 3 erreicht wird.
Im Gegensatz zu den bisher bekannten Dosiervorrichtungen, bei denen das von einem Dosierzylinder
aufgenommene und von diesem in die Ausstoßstellung übergeführte Material an ortsfesten, das Material einschließenden
Wänden entlanggeschmiert wird, wodurch nicht nur das Sollgewicht, sondern auch die
Qualität des Stoffes nachteilig beeinflußt wird, ist durch die Anordnung der schmalen Sitzfläche 3 a über
dem Austrittsmundstück 3, die flächenmäßig etwa der unteren Stirnfläche des Dosierzylinders 9 entspricht,
die Ursache für die bisher auftretenden Mängel beseitigt, zumal auf dem ganzen Weg der Dosier- in die
Entleerungsstellung die untere Zylinderöffnung frei zugänglich erhalten bleibt. Ein weiterer Vorteil in der
Anordnung der erhöhten Sitzfläche 3 a ist damit gegeben, daß der in der Ausgangsstellung seitlich am
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischem Material, wie Butter, Margarine,
Speiseeis od. dgl., bei der das aus einer Herstellungsmaschine oder aus einem Vorratstrichter
geförderte Material von einem abwechselnd auf Füllen und Entleeren geschalteten Dosierzylinder
aufgenommen und aus diesem mittels eines Kolbens ausgestoßen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehrere hin- und herbewegliche oder in bekannter Weise an einer endlosen
Transportvorrichtung befestigte Dosierzylinder (9) mit darin beweglichen Kolben (10) eine frei
zugängliche und, wie bekannt, sowohl zum Aufnehmen als auch zum Ausstoßen des plastischen
Materials dienende öffnung aufweisen, wobei jeder Zylinder (9) derart frei tragend angeordnet
ist, daß das Aufschieben einer Verpackungshülle (29) auf den Dosierzylinder (9) bis in Bodennähe
der Packung möglich ist und daß ferner am Dosierzylinder (9) ein mit diesem in die Packung
eindringender, an sich bekannter Abschneider (11) angeordnet ist, der das Material restlos von der
Arbeitsfläche des Kolbens (10) unmittelbar über dem Füllgutspiegel in der Packung trennt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dosierzylinder (9) aus einer
dünnwandigen, dem Querschnitt der Verpackungsform (29) angepaßten Hülse besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Füllen des Dosierzylinders
(9) ein an die Materialleitung (1) angeschlossenes und gegenüber dieser beweglich angeordnetes Austrittsmundstück
(3) vorgesehen ist, das zur Einleitung eines Doeiervorganges durch eine gegen
den Dosierzylinder (9) gerichtete Hubbewegung eine geschlossene Verbindung zwischen Materialleitung
(1) und Dosierzylinder (9) herstellt und das nach beendeter Dosierung aus der Transportebene des Dosierzylinders (9) in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (3) im Bereich
der Austrittsöffnung (5) mit einem dünnwandigen Aufsatz versehen ist, dessen für den Dosierzylinder
(9) bestimmte Sitzfläche (3a) hinsichtlich Form und Größe der Stirnfläche des Dosierzylinders
(9) angepaßt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar hinter der Austrittsöffnung
(5) des Mundstückes (3) ein den Materialzustrom aus der Leitung (1) zum Dosierzylinder
(9) steuernder Schieber (6) angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 055 963;
britische Patentschrift Nr. 714 267; USA.-Patentschriften Nr. 1 763 487, 2 047 626,
648 476, 2 679 966.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|
| DE1049766B true DE1049766B (de) | 1959-01-29 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1049766D Pending DE1049766B (de) | Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Abfüllen von plastischem Material wie Butter, Margarine, Speiseeis od. dgl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1049766B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111561B (de) | 1959-05-02 | 1961-07-20 | Benz & Hilgers Maschinenfabrik | Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genussmitteln wie Butter, Margarine u. dgl. |
| DE1206347B (de) | 1962-03-09 | 1965-12-02 | Benz & Hilgers G M B H | Vorrichtung zum selbsttaetigen und fortlaufenden Dosieren und Abfuellen oder Formen und Verpacken von plastischen Stoffen, wie Butter, Margarine u. dgl. |
| DE9211715U1 (de) * | 1992-08-31 | 1993-01-28 | Hassia-Redatron GmbH, 6338 Hüttenberg | Vorrichtung zum volumenreduzierten Verpacken von Schüttgut in Schlauchbeuteln |
-
0
- DE DENDAT1049766D patent/DE1049766B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111561B (de) | 1959-05-02 | 1961-07-20 | Benz & Hilgers Maschinenfabrik | Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genussmitteln wie Butter, Margarine u. dgl. |
| DE1206347B (de) | 1962-03-09 | 1965-12-02 | Benz & Hilgers G M B H | Vorrichtung zum selbsttaetigen und fortlaufenden Dosieren und Abfuellen oder Formen und Verpacken von plastischen Stoffen, wie Butter, Margarine u. dgl. |
| DE9211715U1 (de) * | 1992-08-31 | 1993-01-28 | Hassia-Redatron GmbH, 6338 Hüttenberg | Vorrichtung zum volumenreduzierten Verpacken von Schüttgut in Schlauchbeuteln |
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