DE1049372B - Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer Salze - Google Patents
Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer SalzeInfo
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- C23F11/00—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
- C23F11/08—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
- C23F11/10—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors
- C23F11/167—Phosphorus-containing compounds
- C23F11/1676—Phosphonic acids
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/28—Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
- C07F9/38—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
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Description
INTERNAT KL
C07f
PATENTAMT
H 29321 IVb/12 ο
ANMELDETAG 14. FEBRUAR 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRITT
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRITT
29 JANUAR 1959
Es wurde gefunden daß man saure Estei von Phosphonsäuren
bzw ihie Salze in einfacher Weise dadurch
herstellen kann, daß man a-halogeniei te
Carbonsäureamide mit Dialkylphosphiten bei solchen
Temperaturen /ur Reaktion bimgt, bei welchen eine
Abspaltung von Alkylhalogenid erfolgt und gegebenenfalls die erhaltenen sauren Ester m bekannter
Weise in ihre Salze überfuhrt Veibindungen welche
mehrere in α-Stellung zu Carbonamidgiuppen befindliche
Halogenatome im Molekül enthalten, können erfindungsgemaß
mit einem oder auch mit mehreren Molekülen eines Dialkylphosphits zur Umsetzung gebracht
werden
Die erfindungsgemaße Reaktion, welche im allgemeinen
glatt und mit guten Ausbeuten durchfuhibar
ist, verlauft wahrscheinlich nach folgender allgemeiner Formel
R1O
R2O
R3-C-C-N
1 Il
Hal O
HO
RO,
-P — C — C—
O R4 O
+ R1 Hai
In diesel Foimel bedeuten Hai ein Halogenatom,
R1 und R2 gleiche oder verschiedene aliphatische odci
cycloaliphatische Kohlenwasseistofrieste mit vorzugsweise
wenigei als 8 Kohlenstoffatomen R3, R4 R,
R1O,
R2O'
HO
HO
R2O'
Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw ihrer Salze
Anmelder
Henkel & Cie. G.m.b.H., Dusseldorf-Holthausen, Henkelsti.67
Dr Wilhelm Jakob Kaiser, Dusseldorf-Holthausen ist als Erfinder genannt worden
und R6 können Wasserstoff odei gleiche oder verschiedene
aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste bedeuten Hierbei können
die Reste R1 bis R6, soweit sie Kohleiiwasserstofflestc
bedeuten, geradkettig oder verzweigt sein Sie können auch substituiert sein, ζ B durch Halogenatome
Sie können ferner durch Heteroatome unterbrochen sein
Verwendet man als Ausgangsmaterial fur das erfindungsgemaße
Verfahren eine Veibindung mit 2 zu Caihonamidgiuppen in α-Stellung befindlichen HaIogcnatomen
im Molekül, beispielsweise das aus Athylendiamin und 2 Mol Chloressigsaure hergestellte
Diamid, so entsteht dutch Umsetzung mit 2 Mol Di
alkylphosphit in analoger Weise nach folgender Formel ein 2basischei saurer Ester
CI-CH2-CO-NH-CH2-Ch2-NH- CO-CH2
OH
CH2-CO-NH-CH2-CH2-NH-CO-Ch2-P
-Cl
+ 2R1Cl
Die beiden Reaktionspartner weiden vorzugsweise in einem solchen Mengenverhältnis eingesetzt, daß
auf ein in α-Stellung zu der Carbonamidgiuppe befindliches
Halogenatom etwa 1 Mol Dialkylphosphit trifft Em Überschuß dei einen oder .mdeien Komponente
ist jedoch nicht schädlich Γη manchen Fallen
kann es zweckmäßig sein, die Reaktion in Gegen wait
eines organischen Losungs- odei Verdünnungsmittels durchzufuhren
Die Umsetzung ei folgt bei solchen Temperaturen
bei denen eine Abspaltung von Alkylhalogenid statt findet vorzugsweise bei Ternpei atmen oberhalb
100° C Das Alkylhalogenid destilliert, falls zui Heistcllung
des Dialkvlphosphits ein medermolekulaiei
Alkohol verwendet wurde, wahrend der Umsetzung laufend aus dem Reaktionsgemisch ab Wuide z.111
Darstellung des Dialkylphosphits ein hohermoleku laier Alkohol verwendet, so kann das Alkylhalogenid
wählend oder nach dei Reaktion im Vakuum abdcstilliert
werden
809 747/451
Die nach der erfindungsgemäßen Reaktion erhaltenen
sauren Ester von Phosphonsäuren lassen sich in einfacher Weise in ihre Salze, z. B. die Alkalisalze,
überführen. Sie können in Form der sauren Ester oder auch in Form der Salze als Korrosionsschutzmittel
Verwendung finden. Weiterhin können sie bei geeigneter Molckülgrößc als kapillaraktive Mittel für
die verschiedensten Zwecke, z. B. als Reinigungsmittel oder zur Textilveredelung, verwendet werden.
Die aus Verbindungen mit mehreren in α-Stellung zu Carbonamidgruppen befindlichen Halogenatomen
darstellbaren sauren Ester von Di- oder Polyphosphonsäurcn können auch mit mehrwertigen Alkoholen
zu sauren oder neutralen Polyestern verschiedener Molekülgrößc umgesetzt werden.
Umsetzungen von Dialkylphosphhen mit Verbindungen, welche eine CO-Gruppc enthalten, sind bereits
mehrfach beschrieben worden. Diese bekannte Reaktion ist jedoch nicht vom Vorhandensein eines
in α-Stellung zur CO-Gruppe befindlichen Halogenatoms abhängig und verlauft nicht unter Abspaltung
von L-Jalogcnid. Es entstehen hierbei auch keine sauren, sondern neutrale Ester.
Ein Gemisch aus 104,6 g Monochloressigsäuredodecylamid und 55,2 g Diäthylphosphit wurde unter
Rühren auf 140 bis 145° C erhitzt, bis eine Gewichtsabnahme von 26,3 g infolge der Abspaltung von
Äthylchlorid eingetreten war. Das Reaktionsprodukt stellte eine viskose Flüssigkeit von stark saurer Reaktion
dar.
1 g dieses Produktes wurde in 3 cm3 Alkohol gelöst und mit 3 cm3 10°/oiger Natronlauge versetzt. Anschließend
wurde mit Wasser auf 1 I verdünnt. Es wurde eine klare, stark schäumende Lösung erhalten,
welche eine gute Netzwirkung zeigte.
In der gleichen Weise wurden 94 g Monochloressigsäure-tert.-octylamid
mit 63,1 g Diäthylphosphit umgesetzt. Es wurde ein Reaktionsprodukt von ähnlichen
Eigenschaften wie oben erhalten.
Au siührungsbeispiel 2
.OC
2 H5
NH-CO-CH9-P
A u s f ü h r u η g s b e i s ρ ι e 1 1
OC,HS
-NH — CO — CH, — P'
OH
as Ein Gemisch aus 52,4 g des p-Chloranilids der
Chloressigsäure und 35,4 g Diäthylphosphit wurde 24 Stunden bei 140 bis 145° C gerührt. Hierbei trat
eine Gewichtsverminderung von 16,85 g infolge der Abspaltung von Äthylchlorid ein. Der Rückstand bildete
ein viskoses öl von stark saurer Reaktion.
Ausführungsbeispiel 3
C2H6O.
HO'
-P-CH2-CO-NH- (CH2)e — NH —CO —CH2-P;
OC9H,
OH
Ein Gemisch aus 54,5 g Hexamethylendi-(monochloracetamid)
und 55,8 g Diäthylphosphit wurde unter Rühren auf L30° C erhitzt, bis die Entwicklung
von Äthylchlorid eine Abnahme des Gewichtes von 26,4 g bewirkt hatte. Das im Kolben zurückbleibende,
fast farblose, viskose Produkt lieferte mit Wasser klare Lösungen von stark saurer Reaktion.
Unter den gleichen Reaktionsbedingungen wurde aus einem Gemisch von 39,8 g Tetramethylendi-(monochloracctamid)
und 44,9 g Diäthylphosphit ein in Wasser leicht lösliches, viskoses, praktisch farbloses
Produkt von saurer Reaktion erhalten.
A u s f ü h r u η g s b e i s ρ i e 1 4
Ein Gemisch aus 41,9 g Chloracetyl-l^.S^-tetra.-hydrochinolin
und 38,8 g Dibutylphosphit wurde unter Durchleiten von Stickstoff auf eine Temperatur
von 140 bis 145° C erhitzt, bis die durch die Abspaltung von Butylchlorid hervorgerufene Gewichtsabnahme
18,7 g betrug. Der Rückstand stellte eine viskose, rotbraune Flüssigkeit dar, welche eine saure
Reaktion aufwies und sich in verdünnter Natronlauge löste. Die auf diese Weise erhaltene Lösung schäumte
stark.
Claims (1)
- Patentanspruch:45Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihre Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man a-halogenierte Carbonsäureamide mit Dialkylphosphiten bei solchen Temperaturen zur Reaktion bringt, bei welchen eine Abspaltung von Alkylhalogenid erfolgt und gegebenenfalls die erhaltenen sauren Ester in ihre Salze überführt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 000 364;
USA.-Patentschrift Nr. 2 485 573;
Chemical Abstracts, 1954, Spalte 10 542 (Gil'ni Kamai und V. A. Kukhtin).© 809 747/451 1.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1049372B true DE1049372B (de) | 1959-01-29 |
Family
ID=590012
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1049372D Pending DE1049372B (de) | Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer Salze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1049372B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099534B (de) | 1959-05-25 | 1961-02-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Alkylthiolphosphonsaeure-O-alkyl-S-ª‰-bromaethylestern |
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- DE DENDAT1049372D patent/DE1049372B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099534B (de) | 1959-05-25 | 1961-02-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Alkylthiolphosphonsaeure-O-alkyl-S-ª‰-bromaethylestern |
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