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DE1049372B - Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer Salze

Info

Publication number
DE1049372B
DE1049372B DENDAT1049372D DE1049372DA DE1049372B DE 1049372 B DE1049372 B DE 1049372B DE NDAT1049372 D DENDAT1049372 D DE NDAT1049372D DE 1049372D A DE1049372D A DE 1049372DA DE 1049372 B DE1049372 B DE 1049372B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salts
reaction
phosphonic acids
acidic esters
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1049372D
Other languages
English (en)
Inventor
Düsseldorf-Holthausen Dr. Wilhelm Jakob Kaiser
Original Assignee
Henkel & Cie. G.m.b.H., Düsseldorf-Holthausen
Publication date
Publication of DE1049372B publication Critical patent/DE1049372B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/10Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors
    • C23F11/167Phosphorus-containing compounds
    • C23F11/1676Phosphonic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/38Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
    • C07F9/40Esters thereof
    • C07F9/4003Esters thereof the acid moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic
    • C07F9/4006Esters of acyclic acids which can have further substituents on alkyl

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

INTERNAT KL
C07f
PATENTAMT
H 29321 IVb/12 ο
ANMELDETAG 14. FEBRUAR 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRITT
29 JANUAR 1959
Es wurde gefunden daß man saure Estei von Phosphonsäuren bzw ihie Salze in einfacher Weise dadurch herstellen kann, daß man a-halogeniei te Carbonsäureamide mit Dialkylphosphiten bei solchen Temperaturen /ur Reaktion bimgt, bei welchen eine Abspaltung von Alkylhalogenid erfolgt und gegebenenfalls die erhaltenen sauren Ester m bekannter Weise in ihre Salze überfuhrt Veibindungen welche mehrere in α-Stellung zu Carbonamidgiuppen befindliche Halogenatome im Molekül enthalten, können erfindungsgemaß mit einem oder auch mit mehreren Molekülen eines Dialkylphosphits zur Umsetzung gebracht werden
Die erfindungsgemaße Reaktion, welche im allgemeinen glatt und mit guten Ausbeuten durchfuhibar ist, verlauft wahrscheinlich nach folgender allgemeiner Formel
R1O
R2O
R3-C-C-N
1 Il
Hal O
HO
RO,
-P — C — C—
O R4 O
+ R1 Hai
In diesel Foimel bedeuten Hai ein Halogenatom, R1 und R2 gleiche oder verschiedene aliphatische odci cycloaliphatische Kohlenwasseistofrieste mit vorzugsweise wenigei als 8 Kohlenstoffatomen R3, R4 R,
R1O,
R2O'
HO
R2O'
Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw ihrer Salze
Anmelder
Henkel & Cie. G.m.b.H., Dusseldorf-Holthausen, Henkelsti.67
Dr Wilhelm Jakob Kaiser, Dusseldorf-Holthausen ist als Erfinder genannt worden
und R6 können Wasserstoff odei gleiche oder verschiedene aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste bedeuten Hierbei können die Reste R1 bis R6, soweit sie Kohleiiwasserstofflestc bedeuten, geradkettig oder verzweigt sein Sie können auch substituiert sein, ζ B durch Halogenatome Sie können ferner durch Heteroatome unterbrochen sein
Verwendet man als Ausgangsmaterial fur das erfindungsgemaße Verfahren eine Veibindung mit 2 zu Caihonamidgiuppen in α-Stellung befindlichen HaIogcnatomen im Molekül, beispielsweise das aus Athylendiamin und 2 Mol Chloressigsaure hergestellte Diamid, so entsteht dutch Umsetzung mit 2 Mol Di alkylphosphit in analoger Weise nach folgender Formel ein 2basischei saurer Ester
CI-CH2-CO-NH-CH2-Ch2-NH- CO-CH2
OH
CH2-CO-NH-CH2-CH2-NH-CO-Ch2-P
-Cl
+ 2R1Cl
Die beiden Reaktionspartner weiden vorzugsweise in einem solchen Mengenverhältnis eingesetzt, daß auf ein in α-Stellung zu der Carbonamidgiuppe befindliches Halogenatom etwa 1 Mol Dialkylphosphit trifft Em Überschuß dei einen oder .mdeien Komponente ist jedoch nicht schädlich Γη manchen Fallen kann es zweckmäßig sein, die Reaktion in Gegen wait eines organischen Losungs- odei Verdünnungsmittels durchzufuhren
Die Umsetzung ei folgt bei solchen Temperaturen bei denen eine Abspaltung von Alkylhalogenid statt findet vorzugsweise bei Ternpei atmen oberhalb 100° C Das Alkylhalogenid destilliert, falls zui Heistcllung des Dialkvlphosphits ein medermolekulaiei Alkohol verwendet wurde, wahrend der Umsetzung laufend aus dem Reaktionsgemisch ab Wuide z.111 Darstellung des Dialkylphosphits ein hohermoleku laier Alkohol verwendet, so kann das Alkylhalogenid wählend oder nach dei Reaktion im Vakuum abdcstilliert werden
809 747/451
Die nach der erfindungsgemäßen Reaktion erhaltenen sauren Ester von Phosphonsäuren lassen sich in einfacher Weise in ihre Salze, z. B. die Alkalisalze, überführen. Sie können in Form der sauren Ester oder auch in Form der Salze als Korrosionsschutzmittel Verwendung finden. Weiterhin können sie bei geeigneter Molckülgrößc als kapillaraktive Mittel für die verschiedensten Zwecke, z. B. als Reinigungsmittel oder zur Textilveredelung, verwendet werden.
Die aus Verbindungen mit mehreren in α-Stellung zu Carbonamidgruppen befindlichen Halogenatomen darstellbaren sauren Ester von Di- oder Polyphosphonsäurcn können auch mit mehrwertigen Alkoholen zu sauren oder neutralen Polyestern verschiedener Molekülgrößc umgesetzt werden.
Umsetzungen von Dialkylphosphhen mit Verbindungen, welche eine CO-Gruppc enthalten, sind bereits mehrfach beschrieben worden. Diese bekannte Reaktion ist jedoch nicht vom Vorhandensein eines in α-Stellung zur CO-Gruppe befindlichen Halogenatoms abhängig und verlauft nicht unter Abspaltung von L-Jalogcnid. Es entstehen hierbei auch keine sauren, sondern neutrale Ester.
Ein Gemisch aus 104,6 g Monochloressigsäuredodecylamid und 55,2 g Diäthylphosphit wurde unter Rühren auf 140 bis 145° C erhitzt, bis eine Gewichtsabnahme von 26,3 g infolge der Abspaltung von Äthylchlorid eingetreten war. Das Reaktionsprodukt stellte eine viskose Flüssigkeit von stark saurer Reaktion dar.
1 g dieses Produktes wurde in 3 cm3 Alkohol gelöst und mit 3 cm3 10°/oiger Natronlauge versetzt. Anschließend wurde mit Wasser auf 1 I verdünnt. Es wurde eine klare, stark schäumende Lösung erhalten, welche eine gute Netzwirkung zeigte.
In der gleichen Weise wurden 94 g Monochloressigsäure-tert.-octylamid mit 63,1 g Diäthylphosphit umgesetzt. Es wurde ein Reaktionsprodukt von ähnlichen Eigenschaften wie oben erhalten.
Au siührungsbeispiel 2
.OC
2 H5
NH-CO-CH9-P
A u s f ü h r u η g s b e i s ρ ι e 1 1
OC,HS
-NH — CO — CH, — P'
OH
as Ein Gemisch aus 52,4 g des p-Chloranilids der Chloressigsäure und 35,4 g Diäthylphosphit wurde 24 Stunden bei 140 bis 145° C gerührt. Hierbei trat eine Gewichtsverminderung von 16,85 g infolge der Abspaltung von Äthylchlorid ein. Der Rückstand bildete ein viskoses öl von stark saurer Reaktion.
Ausführungsbeispiel 3
C2H6O.
HO'
-P-CH2-CO-NH- (CH2)e — NH —CO —CH2-P;
OC9H,
OH
Ein Gemisch aus 54,5 g Hexamethylendi-(monochloracetamid) und 55,8 g Diäthylphosphit wurde unter Rühren auf L30° C erhitzt, bis die Entwicklung von Äthylchlorid eine Abnahme des Gewichtes von 26,4 g bewirkt hatte. Das im Kolben zurückbleibende, fast farblose, viskose Produkt lieferte mit Wasser klare Lösungen von stark saurer Reaktion.
Unter den gleichen Reaktionsbedingungen wurde aus einem Gemisch von 39,8 g Tetramethylendi-(monochloracctamid) und 44,9 g Diäthylphosphit ein in Wasser leicht lösliches, viskoses, praktisch farbloses Produkt von saurer Reaktion erhalten.
A u s f ü h r u η g s b e i s ρ i e 1 4
Ein Gemisch aus 41,9 g Chloracetyl-l^.S^-tetra.-hydrochinolin und 38,8 g Dibutylphosphit wurde unter Durchleiten von Stickstoff auf eine Temperatur von 140 bis 145° C erhitzt, bis die durch die Abspaltung von Butylchlorid hervorgerufene Gewichtsabnahme 18,7 g betrug. Der Rückstand stellte eine viskose, rotbraune Flüssigkeit dar, welche eine saure Reaktion aufwies und sich in verdünnter Natronlauge löste. Die auf diese Weise erhaltene Lösung schäumte stark.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    45
    Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihre Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man a-halogenierte Carbonsäureamide mit Dialkylphosphiten bei solchen Temperaturen zur Reaktion bringt, bei welchen eine Abspaltung von Alkylhalogenid erfolgt und gegebenenfalls die erhaltenen sauren Ester in ihre Salze überführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 000 364;
    USA.-Patentschrift Nr. 2 485 573;
    Chemical Abstracts, 1954, Spalte 10 542 (Gil'ni Kamai und V. A. Kukhtin).
    © 809 747/451 1.59
DENDAT1049372D Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer Salze Pending DE1049372B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1049372B true DE1049372B (de) 1959-01-29

Family

ID=590012

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1049372D Pending DE1049372B (de) Verfahren zur Herstellung saurer Ester von Phosphonsäuren bzw. ihrer Salze

Country Status (1)

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DE (1) DE1049372B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1099534B (de) 1959-05-25 1961-02-16 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Alkylthiolphosphonsaeure-O-alkyl-S-ª‰-bromaethylestern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1099534B (de) 1959-05-25 1961-02-16 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Alkylthiolphosphonsaeure-O-alkyl-S-ª‰-bromaethylestern

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