DE1048976B - Loetoesenkontaktstreifen - Google Patents
LoetoesenkontaktstreifenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Lötösenkontaktstreif en, der wenigstens einen in einer Halterung bzw. einem
Sockel auswechselbar angeordneten Kontaktfedersatz enthält, dessen einzelne Kontaktfedern formschlüssig
zwischen isolierenden Bauteilen festgehalten oder eingespannt sind,
Kontaktfedersätze in Lötösenkontaktstreifen und in anderen ähnlichen Geräten der Fernmeldetechnik
bedingen eine ständige Überwachung ihrer Kontaktfedern, von deren einwandfreiem Arbeiten die Wirkungsweise
des Gerätes abhängt. Trotz sorgfältiger Wahl des für die Federn der Kontaktfedersätze verwendeten
Materials ist es nicht selten notwendig, solche Kontaktfedersätze zwecks Neueinstellung oder
Ersatz von unbrauchbar gewordenen Kontaktfedern auszuwechseln. Bei den bisher üblichen Ausführungsformen
der Kontaktfedersätze und ihrer Anordnung innerhalb des Gerätes macht ein Auswechseln der
Kontaktfedersätze größere Schwierigkeiten; meist muß das Gerät außer Betrieb genommen werden,
wenn ein Kontaktfedersatz ausgewechselt werden soll. Besonders unangenehm machen sich diese Schwierigkeiten
bei Trennlötösenstreifen, Trennleisten oder Rangierleisten der Fernmeldetechnik bemerkbar, bei
denen in einem Gerät eine größere Zahl von gleichartigen Kontaktfedersätzen angeordnet sind, die zu
unterschiedlichen Fernsprechanschlüssen gehören. Durch die Auswechselung eines einzigen dieser Kontaktfedersätze
werden oft sämtliche an das Gerät angeschlossenen Leitungen betroffen,
Die Erfindung hat den Zweck, einen auswechselbaren Kontaktfedersatz und seine Halterung in dem Gerät
so auszubilden, daß er sich auf einfache Weise und ohne Störung des Betriebes der nicht betroffenen
Teile des Gerätes auswechseln läßt; außerdem soll der gesamte Aufbau des Kontaktfedersatzes vereinfacht
und verbessert werden. Der Kontaktfedersatz selbst muß sich leicht auseinandernehmen lassen, damit ein
Auswechseln einzelner Kontaktfedern schnell durchgeführt werden kann; insbesondere sollen nur umständlich
zu lösende Schraubverbindungen soweit wie möglich vermieden werden.
Deshalb wird ein Lötösenkontaktstreifen, der wenigstens einen in einer Halterung bzw. einem
Sockel auswechselbar angeordneten Kontaktfedersatz enthält, dessen einzelne Kontaktfedern formschlüssig
zwischen isolierenden Baixteilen festgehalten oder eingespannt sind, vorgeschlagen, bei dem erfindungsgemäß
die isolierenden Bauteile aus einem in eine Ausnehmung bzw. einen Durchbruch der Halterung
oder des Sockels einführbaren Rahmen und einem bis zu einem Anschlag in dem Rahmen in diesen eingeschobenen
Einsatz bestehen, wobei die Federn des Kontaktfedersatzes zwischen den Seitenflächen des
Anmelder:
Krone Kommanditgesellschaft,
Berlin-Zehlendorf, GoerzalleeSll
Gustav Krone, Berlin-Dahlem,
Horst Forberg, Berlin-Zehlendorf,
und Gerhard Weiss, Berlin-Friedenau,
sind als Erfinder genannt worden
Horst Forberg, Berlin-Zehlendorf,
und Gerhard Weiss, Berlin-Friedenau,
sind als Erfinder genannt worden
Einsatzes und den Innenflächen des Rahmens in den Abmessungen der Kontaktfedern angepaßten Ausnehmungen
des Einsatzes oder des Rahmens durch Formschluß in an sich bekannter Weise gehalten
werden und der Rahmen zusammen mit dem sich auf den Anschlag im Rahmen abstützenden Einsatz
zwischen einer Schulter der Ausnehmung oder des Durchbruches der Halterung bzw. des Sockels, an der
der eine von beiden Teilen anliegt, und einem mit der Halterung oder dem Sockel lösbar verbundenen, auf
einer Druckfläche des anderen der beiden Teile aufliegenden Halteglied in der Ausnehmung oder dem
Durchbruch festgelegt ist.
Durch den eingeschobenen Einsatz sind die Federn des Kontaktfedersatzes unverschiebbar in dem Rahmen
festgelegt; durch das mit der Halterung bzw. dem Sockel lösbar verbundene Halteglied werden der
Rahmen und der Sockel in der Gebrauchslage des Kontaktfedersatzes fest zusammengehalten, so daß
sich die Kontaktfedern nicht lösen können. Die Ausnehmung oder der Durchbruch in der Halterung bzw.
dem Sockel legt zusammen mit der Schulter die räumliche Lage des Rahmens bzw. des Einsatzes und damit
des gesamten Kontaktsatzes fest. Nach Lösen des Haltegliedes kann der gesamte Kontaktfedersatz ausgebaut
werden.
Der aus Isolierstoff hergestellte Rahmen des Kontaktfedersatzes wird zweckmäßigerweise mit festem
Sitz in die Ausnehmung oder den Durchbruch der Halterung bzw. des Sockels eingesetzt, wobei er durch
seinen festen Sitz gewissermaßen »zentriert« wird. Er kann infolgedessen seine Lage gegenüber anderen
Teilen des Gerätes auch bei stärkerer Erschütterung nicht verändern.
809 730/316
Für den Zusammenbau des Kontaktfedersatzes ■erweist es sich als nützlich, wenn der aus Isolierbzw.
Preßstoff hergestellte Einsatz die den Abmessungen der Federn angepaßten Ausnehmungen enthält
und mit den Federn in den an seiner Innenseite glatt S ausgeführten Rahmen eingepaßt (vorzugsweise eingepreßt)
ist oder durch die Federung der konkav oder konvex durchgebogenen Kontaktfedern gehalten wird.
Durch das Einpassen bzw. Einpressen sitzt der Einsatz zusammen mit den Kontaktfedern fest in dem
Rahmen, ohne daß besondere zusätzliche Befestigungsmittel, wie Schrauben, Niete od. dgl., erforderlich sind.
Bei elektrischen Geräten mit zahlreichen Kontaktfedersätzen, die in einer Reihe neben- oder hintereinander
in einer gemeinsamen Halterung oder in *5 einem gemeinsamen Sockel angeordnet sind, kann man
die Rahmen und die Einsätze dieser Kontaktfedersätze durch ein gemeinsames Halteglied oder mehrere
solcher Halteglieder in den Ausnehmungen oder Durchbrüchen der Halterung bzw. des Sockels festlegen.
Anderseits ist es auch möglich, zwecks engerer Anordnung der einzelnen Kontaktfedersätze innerhalb
einer gemeinsamen Halterung oder eines gemeinsamen Sockels zwei oder mehr elektrisch voneinander unabhängige
Kontaktfedersätze mit einem gemeinsamen Rahmen auszustatten, der gegebenenfalls zwischen
den Kontaktfedersätzen eine Trennwand enthält.
Die einzelnen Kontaktfedern eines oder mehrerer mit einem gemeinsamen Rahmen versehener Kontaktfedersätze
werden zweckmäßigerweise an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Rahmens angeordnet
und durch ein gemeinsames Einsatzstück festgelegt. Die Verwendung eines gemeinsamen Einsatzstückes für eine größere Anzahl von Kontaktfedern
hat den Vorteil, daß der Zusammenbau des Kontaktfedersatzes sich wesentlich einfacher gestaltet, als
wenn man jeder Kontaktfeder — oder jeder Gruppe von Kontaktfedern — je einen einzelnen Einsatz
zuordnet.
Zur Verstärkung des Kontaktdruckes von Kontaktfedern werden häufig federnde Beilagen benutzt. Bei
dem neuen Kontaktfedersatz gemäß der Erfindung können außer den Kontaktfedern grundsätzlich auch
solche federnden Beilagen in die Ausnehmungen des Einsatzes eingelegt und — in gleicher Weise wie die
Kontaktfedern — durch Formschluß gegen Längsverschiebung gegenüber dem Einsatz gesichert werden.
Diese Sicherung läßt sich dadurch erreichen, daß die vorzugsweise aus Federband hergestellten Kontaktfedern
bzw. ihre federnden Beilagen mit Ausschnitten oder Vorsprüngen versehen sind, während
in dem Einsatz den Ausschnitten oder Vorsprüngen entsprechende Vorsprünge oder Vertiefungen vorgesehen
sind, in denen die Federkontakte bzw. ihre Beilagen mit ihren Ausschnitten oder Vorsprüngen
unverschiebbar festgelegt sind.
Bei Kontaktfedersätzen mit an sich bekannten Kontaktfederpaaren, deren Kontaktfedern jeweils zusammenwirken,
sollen gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgegenstandes die paarweise zusammengehörenden Kontaktfedern in einem rechteckigen
Rahmen an einander gegenüberliegenden Seiten des Einsatzes sitzen und in an sich bekannter
Weise oberhalb derjenigen Stelle, an der sie mit ihren Kontaktstücken federnd aneinander anliegen, zur
Aufnahme eines Trenn- oder Schaltsteckers auseinandergebogen sein.
Zur Erleichterung des Anschlusses von Leitungen an die Kontaktfedern legt man die Kontaktfedern in
einer derartigen Lage zwischen dem Einsatz und dem Rahmen fest, daß die Kontaktfedern beiderseits über
den Einsatz des Rahmens herausragen; an ihren nicht mit Kontaktstücken versehenen Enden werden dann
die Kontaktfedern mit Anschlußmitteln, vorzugsweise Lötösen, versehen.
Die Anwendung der Erfindung bietet besondere Vorteile bei Geräten, in denen Reihen gleichartiger
Kontaktfedersätze in einer gemeinsamen Halterung oder einem gemeinsamen Sockel angeordnet sind. Als
Beispiele derartiger Geräte seien die oben bereits erwähnten Trennlötösenstreifen bzw. Rangierleisten
der Fernmeldetechnik genannt. Die in diesen Geräten eng nebeneinander sitzenden Kontaktfedersätze haben
paarweise einander gegenüberliegende Kontaktfedern; zwischen die Kontaktfedern können Trenn- oder
Schaltstecker eingeführt werden, um an die Kontaktfedern angeschlossene Leitungen aufzutrennen oder
mit beliebigen anderen Leitungen oder Einrichtungen zu verbinden.
Bei Trennlötösenstreifen oder Rangierleisten, die zum beliebigen Umschalten einer größeren Zahl von
Fernmeldeleitungen bestimmt sind, empfiehlt es sich, jeder Leitung zwei Kontaktsätze zuzuteilen und
zwecks Verringerung der Abmessungen des Streifens oder der Leiste Doppelkontaktfedersätze zu verwenden,
die beide in einem gemeinsamen Rahmen angeordnet sind. Die beiden in einem gemeinsamen Rahmen
vereinigten Kontaktfedersätze werden jeweils einer bestimmten, mehradrigen Fernmeldeleitung zugeordnet
und ermöglichen eine unterbrechungsfreie Umschaltung bzw. ein besonders einfaches »Rangieren«
der Fernmeldeleitungen.
Um auch beim Auswechseln eines solchen Doppelkontaktfedersatzes bestehende Verbindungen aufrechterhalten
oder um ganz allgemein zusätzliche Verbindungen herstellen zu können, empfiehlt es sich, derartige
Rangierleisten mit zusätzlichen Anschlüssen, vorzugsweise in Form von Schraubklemmen oder
Steckbuchsen, zu versehen, die jeweils mit einer Kontaktfeder der Kontaktfedersätze verbunden und
außen zugänglich in dem Sockel der Rangierleiste angeordnet sind. Über diese Anschlüsse kann man
z. B. vor dem Auswechseln eines Kontaktfedersatzes diesen Kontaktfedersatz überbrücken, oder man kann
auch einen überzähligen Kontaktfedersatz des Gerätes vorübergehend parallel zu dem auszuwechselnden
Kontaktfedersatz schalten.
Den Sockel einer solchen Rangierleiste wird man zweckmäßig im Querschnitt trapezförmig ausbilden,
wobei in dem obenliegenden langgestreckten Mittelteil des Sockels die Ausnehmungen oder Durchbrüche zur
Aufnahme der Rahmen der Kontaktfedersätze und in den vorzugsweise treppenförmig abfallenden Seitenflächen
des Sockels die Anschlüsse zur Vornahme der Umschaltungen übersichtlich angeordnet sind. Die
Rahmen sämtlicher im Mittelteil des Rangierleistensockels sitzenden Kontaktfedersätze können dann
durch den Rand einer gemeinsamen Schutzkappe, die mit dem Sockel lösbar verschraubt ist, in den Ausnehmungen
oder Durchbrüchen einwandfrei festgehalten werden. Nach Lösen der Kappe läßt sich
bequem jeder Doppelkontaktfedersatz für sich allein ausbauen; die vorzugsweise mit festem Sitz in ihren
Ausnehmungen sitzenden benachbarten Kontaktfedersätze werden durch den Ausbau eines Kontaktfedersatzes
in keiner Weise gestört, sie behalten auch ihre Lage unverändert bei.
Die im Querschnitt trapezförmige Ausbildung des Sockels einer Rangierleiste bringt den Vorteil, daß
man im Innenraum des Sockels sehr viel Platz für die übersichtliche Anordnung der Anschlußleitungen
erhält. In diesen Innenraum ragen die Lötfahnen der Kontaktfedern und der auf den Treppenstufen des
Sockels angeordneten Anschlüsse hinein. Gibt man dem Sockel an seiner Rückseite eine lösbare Abschlußoder
Grundplatte, so können nach Lösen dieser Platte sämtliche Lötverbindungen übersichtlich und daher
fehlerfrei durchgeführt werden.
Um die Einführung der Schalt- und Verbindungsstecker in die Kontaktfedersätze einer Rangierleiste
nur in einer jeweils ganz bestimmten Stellung zu ermöglichen, hat man bisher in einer für sämtliche
Kontaktfedersätze gemeinsamen Abdeckung Einschnitte oder Vorsprünge vorgesehen, denen entsprechende
Vorsprünge oder Einschnitte an den Steckern zugeordnet sind. Nach Lösen der Abdeckung
sind diese der Stellungssicherung dienenden Einschnitte oder Vorsprünge nicht mehr vorhanden, so
daß — falls das Gerät in diesem Zustand überhaupt benutzt werden kann — ein Einführen von Schaltoder
Verbindungssteckern in beliebiger Lage und damit das Entstehen von Fehlverbindungen möglich
ist. Diese Möglichkeit soll bei der Rangierleiste gemäß der Erfindung dadurch ausgeschlossen werden, daß
die Einschnitte oder Vorsprünge nicht nur an der Abdeckung der Kontaktfedersatzreihe, sondern auch
an jedem Kontaktfedersatzrahmen vorgesehen werden. Die an dem Rahmen des Kontaktfedersatzes liegenden
Einschnitte oder Vorsprünge bleiben wirksam, auch wenn zwecks Auswechselung eines einzelnen Kontaktfedersatzes
die gemeinsame Abdeckung der Kontaktfedersätze entfernt worden ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 einen vereinfacht dargestellten, zum Einbau in ein elektrisches Gerät gemäß der Erfindung bestimmten
Kontaktfedersatz in Seitenansicht, teilweise geschnitten,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Kontaktfedersatz gemäß Fig. 1, längs der Schnittlinie II-II geschnitten,
Fig. 3 eine Aufsicht auf den Kontaktfedersatz gemäß Fig. 1, zur Hälfte geschnitten,
Fig. 4 einen Teillängsschnitt durch einen abweichend ausgeführten Kontaktsatz,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des Kontaktfedersatzes im Teillängsschnitt,
Fig. 6 eine Aufsicht auf eine Rangierleiste gemäß der Erfindung,
Fig. 7 eine Seitenansicht der Rangierleiste, teilweise längs der Schnittlinie VII-VII der Fig. 6 geschnitten,
Fig. 8 einen Querschnitt durch die Rangierleiste gemäß Fig. 6 mit eingesetzten Steckern im abgestuften
Schnitt,
Fig. 9 eine Seitenansicht eines Doppelkontaktfedersatzes, teilweise aufgebrochen,
Fig. 10 eine Aufsicht auf den Doppelkontaktfedersatz gemäß Fig. 9,
Fig. 11 einen Querschnitt durch den Doppelkontaktfedersatz gemäß Fig. 9, längs der Schnittlinie XI-XI
geschnitten.
Der in Fig. 1 dargestellte Kontaktfedersatz besteht aus dem im Querschnitt rechteckigen Preßstoffrahmen
1, dem in diesen Rahmen von unten her eingeschobenen Isolierstoffeinsatz 2 und den Kontaktfedern
3 a, 3b, 3 c und 3 d, die jeweils paarweise einander gegenüberliegen und in flache Ausnehmungen 4 des
Einsatzes 2 eingelegt sind. Die Kontaktfedern 3 wer-
den in den Ausnehmungen 4 durch seitliche Vorsprünge 5 unverschiebbar festgelegt, die in entsprechende
Ausschnitte 6 der Kontaktfedern 3 eingreifen. Der Zusammenbau des Kontaktfedersatzes erfolgt in
der Weise, daß zunächst die Kontaktfedern 3 in die den Abmessungen der Kontaktfedern angepaßten
Ausnehmungen 4 des Einsatzes 2 eingedrückt werden und anschließend der Einsatz 2 in den Rahmen 1 eingeschoben
wird. Der Einsatz 2 legt sich dabei mit Seitenzonen 7 seiner Oberfläche an Anschläge 8 im
Inneren des Rahmens 1 an. Durch die Anschläge 8 wird die Höhenlage des Einsatzes 2 gegenüber dem
Rahmen 1 und damit auch die Höhenlage der Kontaktfedern 3 gegenüber diesem Rahmen festgelegt.
Der vollständige Kontaktsatz sitzt in einem Durchbruch 9 einer Halterung oder eines nur teilweise dargestellten
Sockels 10 irgendeines elektrischen Gerätes, wobei seitliche Flächenzonen Il der Unterseite des
Einsatzes 2 auf Schultern 12 des Sockels 10 aufliegen. Die Außenfläche 13 des Rahmens 1 sitzt in dem oberen
Teil der Ausnehmung 9 des Sockels 10. Der an sich bereits durch seinen Sitz in dem oberen Teil der
Ausnehmung 9 festgehaltene Rahmen 1 kann noch durch zusätzliche Halteglieder — z. B. die in Fig. 1
gestrichelt dargestellten Seitenlappen 14 und Schrauben 14a — an dem Sockel 10 festgelegt werden. Wenn
mehrere Kontaktfedersätze nebeneinander in einem gemeinsamen Sockel sitzen, kann zum zusätzlichen
Festlegen dieser Kontaktfedersätze auch eine gemeinsame Kappe verwendet werden, die mit ihrem Rand
auf den Rahmen 1 der Kontaktfedersätze drückt und ihrerseits mit Schrauben an dem Sockel befestigt ist.
Aus den Fig. 2 und 3 ist die Anordnung der Kontaktfedern 3 in den Ausnehmungen 4 des Einsatzes 2
deutlich zu erkennen. Die flachen Ausnehmungen 4 sind genau der Breite und Stärke der blattförmigen
Kontaktfedern 3 angepaßt, so daß diese Kontaktfedern 3 bei dem Einschieben des Einsatzes 2 in den
Rahmen 1 nicht nur festgelegt, sondern auch eingespannt werden. An ihren oberen Enden sind die Kontaktfedern
3 gegeneinandergebogen. Sie tragen je ein aus Edelmetall bestehendes Kontaktstück 15, das in
an sich bekannter Weise als Niet ausgebildet und in eine Bohrung der Kontaktfedern eingenietet ist. Oberhalb
der Kontaktstücke 15 sind die Enden 16 der Federn lyraförmig gestaltet, damit ein von oben in
den Kontaktsatz eingeführter Stecker die Federn leicht auseinanderdrücken und damit ihre elektrische
Verbindung aufheben kann. An ihrem unteren Ende sind die Kontaktfedern 3 mit Lötösen 17 versehen, an
die bewegliche Leitungsadern angelötet werden können, die zu (nicht dargestellten) festen Anschlüssen
führen. Diese beweglichen Leitungsadern müssen so lang sein, daß sie ein Herausziehen des gesamten Kontaktsatzes
aus dem Durchbruch 9 gestattet. An Stelle der Lötösen 17 könnten auch andere Anschlußmittel,
z. B. Schraub- oder Steckkontakte, vorgesehen sein. Bei der Verwendung von Steckkontakten gestaltet sich
die Auswechselung eines Kontaktfedersatzes besonders einfach.
Die Fig. 4 zeigt, daß man — abweichend von der Ausführung gemäß den Fig. 1, 2 und 3 — den Einsatz
2' auch von oben her in den Rahmen 1' einschieben kann. Bei dieser Ausführungsform des Kontaktsatzes
stützt sich der Rahmen V auf die Schulter 12 des Sockels 10 ab, während die Halteglieder zur Festlegung
des gesamten Kontaktsatzes in dem Sockel 10 ihrerseits auf den Einsatz 2' drücken. Ein weiterer
Unterschied dieser Kontaktsatzausführung besteht darin, daß die unteren Enden der Kontaktfedern 3
auch teilweise in Ausnehmungen des Rahmens 1' liegen können, die in dem den Anschlag 8 des Rahmens Γ
bildenden umlaufenden Innenvorsprung 8' vorgesehen sind. Bei dieser Ausführungsform sitzt der Rahmen V
ebenfalls mit festem Sitz in dem oberen, erweiterten Teil der Ausnehmung 9. Das Halteglied ist als Rand
18 einer Kappe dargestellt, die mit einem innen umlaufenden Randflansch 19 auf die Oberseite des Einsatzes
2 drückt.
Die Ausführungsform des Kontaktfedersatzes gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 im wesentlichen dadurch,
daß auf den Außenflächen des Rahmens 1, die in den oberen Teil des Durchbruches 9 eingreifen, besondere
schmale Druckrippen 20 vorgesehen sind, die wegen ihrer geringen Breite leicht verformt werden können
und daher auch bei geringen Abweichungen in den Abmessungen des Durchbruches 9 und des Rahmens 1
einen festen Sitz des Rahmens in dem Durchbruch gewährleisten. Ähnliche Druckrippen können auch an
der Innenwand des Rahmens oder der Außenfläche des Einsatzes 2 vorgesehen sein, um auch hier stets einen
von Maßtoleranzen weitgehend unabhängigen Festsitz des Einsatzes in dem Rahmen zu erreichen.
Die Ausbildung des oberen Teiles des Rahmens 1 richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen; der
Rahmen kann z. B. mit Absätzen oder äußeren Lappen versehen sein, an denen die Halteglieder angreifen;
er kann aber auch — wenn der Einsatz 2 von unten her iii den Rahmen eingeführt wird — in seinem
oberen Teil als Abdeckkappe ausgebildet sein, die nur einen Schlitz für das Einführen eines Steckers enthält.
Die schematischen Darstellungen von Kontaktfedersätzen gemäß den Fig. 1 bis 5 lassen ferner erkennen,
daß die beiden Kunststoff-Preßteile, nämlich der Rahmen 1 und der Einsatz 2, die außer den Kontaktfedern
3 zur Herstellung des vollständigen Kontaktfedersatzes benutzt werden, sich auf sehr einfache
Art in einer gewöhnlichen zweiteiligen Preßform herstellen lassen, besondere Schieber, die die Form verteuern,
sind nicht erforderlich. Der Ausbau des vollständigen Kontaktfedersatzes kann dadurch erleichtert
werden, daß man an dem Rahmen 1 Handhaben anpreßt, hinter die man mit den Fingern oder mit
einem einfachen Werkzeug greifen kann, um den Rahmen und damit den Kontaktfedersatz zu lösen.
Um einen ausgebauten Kontaktsatz in seine Bestandteile zu zerlegen, genügt es z. B. bei dem Kontaktsatz
gemäß den Fig. 1 bis 3 von der Oberseite des Rahmens 1 einen Druck auf den Einsatz 2 auszuüben.
Ist der Einsatz aus dem Rahmen 1 herausgeschoben, so liegen auch sämtliche Kontaktfedern 3 frei, so daß
sie sofort ausgewechselt werden können. Nach der Auswechselung einer Kontaktfeder und dem erneuten
Einschieben des Einsatzes 2 in den Rahmen 1 ist der Kontaktfedersatz sofort wieder einbaufertig.
In allen denjenigen Fällen, in denen Stecker in den Kontaktfedersatz eingeführt werden sollen, bei denen
es darauf ankommt, daß der Stecker nur in einer bestimmten Lage in den Kontaktfedersatz eingeführt
werden kann, läßt sich diese Lagensicherung dadurch erreichen, daß man in oder an dem oberen Randteil
des Rahmens Ausschnitte oder Vorsprünge vorsieht, denen entsprechende Vorsprünge oder Nuten in dem
Profil des Steckers entsprechen. In der Fig. 5 sind beispielsweise zwei Ausschnitte 21 a und 21 b im oberen
Rahmenrand dargestellt. Die entsprechende Ausbildung des Steckers ergibt sich aus der Lage und
Form dieser Ausschnitte von selbst.
In welcher Weise die oben ausführlich beschriebenen Kontaktfedersätze in ein elektrisches Gerät eingebaut
werden, ergibt sich aus den Fig. 6 bis 11, in denen als Ausführungsbeispiel eine in Fernsprechanlagen
zu benutzende Rangierleiste und einer ihrer Kontaktsätze dargestellt ist.
Die Rangierleiste gemäß den Fig. 6 bis 8 soll in Fernsprech-Amtsanlagen Verwendung finden, um mittels
geeigneter Trennstecker, Anschlußstecker oder
ίο Schaltsteckersätzen ein beliebiges Umschalten von Teilnehmerleitungen bzw. ihr Verbinden mit Dienststellen,
Meßplätzen usw. durchzuführen^
Bei den bisher bekannten Rangierleisten oder Trennsteckverteilern für Fernsprechanlagen ist jeder
Teilnehmerleitung meist nur ein für drei oder vier Adern bestimmter Kontaktfedersatz zugeordnet, an
dem das Trennen, Verbinden oder Abgreifen der Leitungen durch entsprechend ausgebildete Stecker erfolgt,
die zwecks Umschaltens der Leitungen gegebenenfalls mit besonderen Abgreifkontakten oder beweglichen
mehradrigen Leitungen versehen bzw. mit anderen Schaltsteckern verbunden sind.
Diese bekannten Trennsteckverteiler sind nicht immer für die im praktischen Betrieb auftretenden
Anforderungen ausreichend, da Umschaltungen häufig nicht ohne eine vorübergehende Unterbrechung der
Leitungen durchzuführen sind. Derartige Unterbrechungen der Leitungen werden bei der neuen Rangierleiste
durch die Verwendung von zwei Kontaktfedersätzen je Anschlußleitüng vermieden.
Die neue Rängierleiste hat ein zweiteiliges Gehäuse, das aus einem beiderseits stufenförmig abfallenden
Sockel 22 und einer diesen Sockel 22 tragenden und einen inneren Hohlraum 23 des Sockels abschließenden
Grundplatte 24 besteht. In der Mitte des Sockels 22 sind Doppelkontäktfedersätze 25 angeordnet, die
grundsätzlich ähnlich ausgeführt sind wie die in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Einfachkontaktfedersätze.
Jeder dieser Doppelkontäktfedersätze 25 besteht (vgl.
die Fig. 9 bis 11) aus einem langgestreckten Rahmen 26, einem von unten in den Rahmen 26 einschiebbaren
Einsatz 27 und zwölf Kontalrtfedern 28, die jeweils paarweise einander gegenüberliegen und federnd aneinandergedrückt
werden. Jeweils drei zu einer dreiadrigen Leitung gehörende Kontaktfederpaare sind in
einer gemeinsamen Kammer 29 des Rahmens 26 zusammengefaßt. Die beiden Kammern 29 sind durch
mittlere Trennwände 29 a. gegeneinander abgegrenzt. Die Rahmen 26 der Doppelkontaktf edersätze 25 sind
in Ausnehmungen 30 des Sockels 22 mit Paßsitz eingedrückt, wodurch gleichzeitig der Einsatz 27 in dem
Rahmen 26 festgehalten wird.
Über den dicht nebeneinander angeordneten Doppelkontaktfedersätzen 25 sitzt eine Schutzkappe 31, deren
Rand 32 auf lappenartige seitliche Vorsprünge 33, der der Rahmen 26 drückt. Die Kappe 31 ist durch vier
Schrauben 34 mit dem Sockel 22 verschraubt und bildet eine zusätzliche Sicherung gegen das Lösen der
Doppelkontäktfedersätze 25.
In den Stufen des Sockels 22 sind Anschlußkontaktschrauben 35 a, 35 b und 35 c untergebracht, deren
Muttern. 36 a, 36 b und 36 c in schachtartigen Ausnehmungen
37 und zwischen den inneren Flächen U-förmig gebogener Kontaktbügel 38 geführt sind. Vor
jeder Anschlußkontaktschraube 35, sitzt eine mit -konischen Einführungsöffnungen 39 für die Anschlußleitungen
versehene Ei-nführungsleiste.
Die Grundplatte 24 ist mit gekröpften Halteschienen 40 verschraubt, mit denen die Rangierleiste in
einem Verteilergestell od. dgl, befestigt werden kann.
Claims (3)
1. Lötösenkontaktstreifen, der wenigstens einen in einer Halterung bzw. einem Sockel auswechselbar
angeordneten Kontaktfedersatz enthält, dessen einzelne Kontaktfedern formschlüssig zwischen
isolierenden Bauteilen festgehalten oder eingespannt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierenden
Bauteile desselben aus einem in eine Ausnehmung bzw. einen Durchbruch (9) der Halterung oder des
Sockels (10) einführbaren Rahmen (1) und einem bis zu einem Anschlag (8) in dem Rahmen (1) in
diesen eingeschobenen Einsatz (2) bestehen, wobei die Federn (3) des Kontaktfedersatzes zwischen
den Seitenflächen (7) des Einsatzes (2) und den Innenflächen des Rahmens (1) in den Abmessungen
der Kontaktfedern (3) angepaßten Ausnehmungen (4) des Einsatzes (2) oder des Rahmens (1)
durch Formschluß in an sich bekannter Weise gehalten werden, und daß der Rahmen (1) zusammen
mit dem sich auf den Anschlag (8) im Rahmen (1) abstützenden Einsatz (2) zwischen einer Schulter
(12) der Ausnehmung oder des Durchbruches (9) der Halterung bzw. des Sockels (10), an der der
eine von beiden Teilen anliegt, und einem mit der Halterung oder dem Sockel (10) lösbar verbundenen,
auf einer Druckfläche des anderen der beiden Teile aufliegenden Halteglied (14) in der Ausnehmung
oder dem Durchbruch (9) festgelegt ist.
2. Lötösenkontaktstreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein aus Isolierstoff
gepreßter Rahmen (1) in die Ausnehmung oder den Durchbruch (9) der Halterung bzw. des
Sockels (10) mit festem Sitz eingesetzt ist.
3. Lötösenkontaktstreifen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sein Rahmen
(1) durch ein oder mehrere Halteglieder (14, 14 a) in den Ausnehmungen oder Durchbrüchen (9)
der Halterung bzw. des Sockels (10) festgelegt ist.
809 730/316
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| DEK31937A DE1048976B (de) | 1957-05-13 | 1957-05-13 | Loetoesenkontaktstreifen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK31937A DE1048976B (de) | 1957-05-13 | 1957-05-13 | Loetoesenkontaktstreifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1048976B true DE1048976B (de) | 1959-01-22 |
Family
ID=7219309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK31937A Pending DE1048976B (de) | 1957-05-13 | 1957-05-13 | Loetoesenkontaktstreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1048976B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3643210A (en) * | 1969-05-22 | 1972-02-15 | Teizo Fujita | Relay socket |
| US3702457A (en) * | 1970-04-15 | 1972-11-07 | Teizo Fujita | Relay socket |
| DE3838403A1 (de) * | 1988-11-12 | 1990-05-17 | Asea Brown Boveri | Elektronisches geraet mit mindestens einem anschlussfeld |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE211120C (de) * | ||||
| DE625594C (de) * | 1933-02-07 | 1936-02-12 | Telefunken Gmbh | Traeger fuer dauernde elektrische Leitungsverbindungen, insbesondere Loetanschluesse |
| DE692074C (de) * | 1937-11-17 | 1940-06-12 | Dietz & Ritter G M B H Dr | Elektrische Kontaktleiste |
| US2233107A (en) * | 1939-05-17 | 1941-02-25 | Bell Telephone Labor Inc | Wire guide and terminal connector |
-
1957
- 1957-05-13 DE DEK31937A patent/DE1048976B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE211120C (de) * | ||||
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