DE1048502B - Mischapparat zum Herstellen einer bestimmten Menge an flüssiger Mischung, beispielsweise aus Benzin und Öl - Google Patents
Mischapparat zum Herstellen einer bestimmten Menge an flüssiger Mischung, beispielsweise aus Benzin und ÖlInfo
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Description
DEUTSCHES A
Bei dem wachsenden Gebrauch von durch einen Motor angetriebenen Fahrrädern besteht das Bedürfnis
nach einer Vorrichtung, welche flüssige Kraftstoffe in verschiedenen Mischungsverhältnissen liefern kann.
Zwar werden für die verschiedenen Motortypen die Mischungsverhältnisse im voraus angegeben, sind jedoch
abhängig von der Art der Benutzung. So ist beispielsweise dieses Mischungsverhältnis für große Entfernungen
oder in der Stadt, wo öfter geschaltet und gehalten werden muß, nicht konstant, sondern muß,
um einen guten Lauf des Motors zu erzielen, oft geändert werden.
Bei einem Mischungeverhältnis von beispielsweise 1 Teil öl auf 20 Teile Benzin hat es sich in der Praxis
herausgestellt, daß es besser ist, diese Verhältnisse, bei Benutzung in der Stadt in 1 Teil Öl auf 19,5 Teile
Benzin und für größere Entfernungen in 1 Teil Öl auf 20,5 Teile Benzin zu ändern. Auch ist es nicht von
Vorteil, bei verschiedenen Witterungsverhältnissen dieselbe Ölsorte zu benutzen, und es werden bei nied
rigeren Temperaturen vorzugsweise dünnflüssige Öle für die Schmierung verwendet. Weiter hat die Praxis
erwiesen, daß, abgesehen von Temperaturunterschieden, ein Öl mit einer bestimmten Viskosität gewählt
werden soll.
Die Zusammensetzung des Öls ist meistens auf den Büchsen, in welchen dieses in den Handel gebracht
wird, angegeben. Es besteht daher das Bedürfnis nach einer Mischvorrichtung, bei welcher von außen beobachtet werden kann, welche Ölsorte zusammen mit
dem Benzin abgegeben wird.
Ein älterer Vorschlag betrifft eine Einrichtung zum Messenvon Flüssigkeiten.insbesondereflüssigenBrennstoffen,
mit zwei wechselweise füllbaren und entleerbaren Meßbehältern, die durch ein gemeinsames, mehrere
Kanäle aufweisendes Schaltglied wahlweise jeweils einerseits mit einer Zuleitung und andererseits
mit einer Abflußleitung verbindbar sind, wobei eine Verbindung mit einem eine zugemessene Menge einer
zuzumischenden und beim Füllen des Meßbehälters mitzunehmenden Flüssigkeit enthaltenden Raum dem
Zuleitungskanal des Schaltgliedes zugeordnet ist. Bei diesen insbesondere für flüssige Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge
verwandten Zapfmeßeinrichtungen ist ein gemeinsames Schaltglied vorgesehen, das die erforderlichen
Zuleitungsverbindungen herstellt, um bedarfsweise einen der Behälter füllen zu können, während
der vorher gefüllte Behälter entleert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, aus einer größeren Anzahl bereitgehaltener beizumischender Flüssigkeiten
eine ganz bestimmte Flüssigkeit auszuwählen und einer anderen Flüssigkeit beizumischen. Das wird
erfindungsgemäß durch einen unmittelbar über dem Sammelbehälter angeordneten, an sich bekannten,
Mischapparat zum Herstellen einer bestimmten Menge an flüssiger Mischung, beispielsweise aus Benzin und öl
Anmelder:
Castrol-Holland N. V., Voorburg (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Wiemuth, Patentanwalt, Düsseldorf-Oberkassel, Hansaallee 255
Karel Mattheus Burlage, Wassennaar (Niederlande), ist als Erfinder genannt worden
Halter für die Aufnahme von Behältern aufweisenden Meßzylinder mit einem an seinem oberen Ende vorgesehenen
Verteilerkopf erreicht, der mit verschiedene beizumischende Flüssigkeiten enthaltenden Behältern
derart verbunden ist, daß wahlweise verschiedene Flüssigkeiten einer anderen Flüssigkeit beimischbar
sind.
Zur Lieferung von gemischtem Treibstoff können in den Haltern Behälter mit verschiedenen Ölsorten
angeordnet werden, so daß von außen beobachtet werden kann, welche Ölsorten in die Mischung eingehen.
Die Halter sind leicht zugänglich, so daß die leeren Büchsen oder Behälter ohne Mühe durch neue ersetzt
werden können. Auf dem Meßzylinder ist beispielsweise die Menge des beizumischenden Öls von außen
ablesbar, wozu dieser mit einer geeigneten Skalenteilung versehen ist. Bei einer anderen Ausführung
kann der im Zylinder verstellbare Kolben in Abhängigkeit von der beizumischenden Ölmenge verstellt
werden, wobei die Verstellung beispielsweise nach einem bestimmten Mischungsverhältnis vorgenommen
werden kann.
Da die das öl enthaltenden Büchsen allseitig geschlossen sind, müßten diese bereits vor der Benutzung
geöffnet werden, was umständlich ist und Ölverluste verursachen kann. Für die Aufnahme der Ölbüchsen
sind mit messerartigen Schneiden versehene Halter bekannt, die den Flüssigkeitsbehälter aufschneiden,
wenn derselbe unter Druck in die Halter eingesetzt wird. Das Schneidmesser sitzt dabei in der Mitte des
Halterbodens und erstreckt sich nach Ausschneiden einer kreisförmigen Öffnung in das Innere der Blechdose.
Diese Anordnung hat den Nachteil, daß nur ein
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Teil des Dasenbodens aufgeschnitten wird, so daß beim Entleeren der in Betriebsstellung schräg stehenden
Dose stets ein geringer Flüssigkeitsrest in der Dose verbleibt.
Um dies zu verhindern, sind die Halter für die Ölbehälter mit messerartigen, kreisförmigen Rändern,
die im wesentlichen dem inneren Behälterdurchmesser entsprechen, zum Aufschneiden der Behälter, wenn
diese unter Druck auf die Halter eingesetzt werden, versehen. Infolge des Druckes wird der messerförmige
Rand in die Büchse hineingedrückt, so daß der Inhalt frei in den Abfluß des Halters fließen kann, wenn das
dazu vorgesehene Absperrventil geöffnet wird. Vorteilhaft ist der Meßzylinder mit einer Anzahl von Boh
rangen versehen, die einerseits über Absperrventile mit den Behältern für die Mischflüssigkeiten und
andererseits unmittelbar mit dem Meßzylinder in Verbindung stehen. Durch die Betätigung eines bestimmten
Absperrventils wird also ein Ölbehälter mit dem Meßzylinder verbunden. Man könnte beispielsweise
auch zwei Absperrventile bedienen, so daß zwei verschiedene ölsorten als Mischflüssigkeiten verwendet
werden.
Befindet sich in dem Meßzylinder eine im voraus bestimmte Ölmenge, so wird das Absperrventil geschlossen
und ein Ventil geöffnet, welches mit dem Benzinbehälter in Verbindung steht.
Wird der im Meßzylinder verstellbare Kolben so weit hinuntergezogen, bis ein Abflußkanal zum
Sammelbehälter geöffnet ist, kann das öl zusammen mit dem Benzin in diesen Behälter fließen. Weil die
Benzinmenge im allgemeinen viel größer ist als die ölmenge, wird der Meßzylinder durch das Benzin
rein gespült und das öl mit dem Benzin gut vermischt. Der Sammelbehälter kann ebenfalls eine Skalenteilung
aufweisen, so daß beim Erreichen einer im voraus bestimmten, Menge, z. B. 11 Mischung, der Benzinhahn
geschlossen und dem Sammelbehälter 11 Benzin-Öl Gemisch entnommen werden kann. Der Mischapparat
nach der Erfindung löst diese Aufgabe selbsttätig. Dazu ist die Kolbenstange des im Meßzylinder verstellbaren
Kolbens mit ihrem Ende in einer Kurve geführt, die einen Nocken aufweist, mit welchem die
Bedienungsstange eines im Verteilerkopf befindlichen Absperrventils in der Weise gesteuert wird, daß, wenn
der Kolben, nahezu seine tiefste Lage erreicht hat, in der eine Verbindung mit dem Sammelbehälter besteht,
das Absperrventil geöffnet ist und nach dem Füllen der beiden Behälter wieder geschlossen wird.
Der auf der Kurve befindliche Nocken weist dazu eine abgeschrägte Seite auf; er hebt eine Bedienungsstange an, die das im Verteilerkopf befindliche Absperrventil
öffnet und nach einer bestimmten Winkeldrehung der Kurve mit dem Nocken wieder außer
Eingriff gelangt, wodurch das Absperrventil durch eine Feder verschließbar ist.
Die Winkeldrehung kann einem vollständigen Hub des Kolbens im Meßzylinder entsprechen, d.h., wenn
die Kurve verdreht wird, gelangt der Kolben in seine tiefste Lage und bleibt in dieser Höhe stehen, bis der
Nocken ganz unter der Bedienungsstange für das im Verteilerkopf vorgesehene Absperrventil entlang ge
wandert ist. Danach wird das Absperrventil wieder geschlossen. Beträgt der Inhalt des Behälters beispielsweise
1 1, so wird in dem Moment, in dem der Sammelbehälter 1 1 Mischung enthält, der Nocken
eben die Bedienungsstange freigegeben haben, so daß diese herunterrutschen kann. Die Bedienungsstange
hat an ihrem unteren Ende einen nach einer Seite abklappbaren Teil, so daß sie beim Zurückdrehen der
Kurve zwar über den Nocken bewegbar ist, aber nicht mehr angehoben wird.
Der Kolben im Meßzylinder, welcher mit der Kurve gekuppelt ist, wird in diesem Fall also einige Zeit in
seiner unteren Lage verbleiben, um sich danach wieder nach oben zu bewegen. Auf der Kurve ist eine Skalenteilung
vorgesehen, mit welcher die Lage des Kolbens im Meßzylinder eingestellt werden kann, indem diese
gegenüber einem festen Punkt, z.B. einem Zeiger, ίο verstellt wird.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 schematisch den allgemeinen Aufbau des Mischapparates nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Grundriß mit teilweisem Querschnitt eines Verteilerkopfes mit Absperrventilen,
Fig. 2 einen Grundriß mit teilweisem Querschnitt eines Verteilerkopfes mit Absperrventilen,
Fig. 3 einen Querschnitt eines Halters für die Be hälter mit den dabei verwendeten Klemmitteln in
Ansicht,
Fig. 4 schematisch die Kurve für die Kolbenstange des Meßzylinders und den Nocken für die Steuerung
eines Absperrventils im Verteilerkopf,
Fig. 5 einen Grundriß der Kurve mit Skalenteilung, Fig. 6 einen Querschnitt der Abflußleitung des
Sammelbehälters mit den darin vorgesehenen Ablaßmitteln.
Der Mischapparat nach der Erfindung enthält einen Meßzvlinder 1 mit einem darin verstellbaren Kolben 2.
Der Meßzylinder 1 ist mit einem Verteilerkopf 3 verbunden, in den eine Anzahl Leitungen 4, 5 und weitere
nicht dargestellte Leitungen sowie eine Leitung 6 mündet. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind die Leitungen
4, 5 mit Haltern 7 und 8 verbunden, in denen Büchsen 9 und 10 angeordnet und mit Hilfe von später noch zu
besprechenden Mitteln 11 und 12 festgeklemmt werden können. Der vorzugsweise fest anzuordnende Behälter
13 kann mit Benzin gefüllt werden. Unter dem Meßzylinder 1 befindet sich ein Sammelbehälter 14 für die
Mischung. Der Sammelbehälter 14 steht über eine Anzahl Abflußkanäle, von denen zwei mit 15 und 16 bezeichnet
sind, mit dem Meßzylinder in Verbindung. Der Kolben 2 ist mit einer Kolbenstange 17 verbunden,
welche in einer Kurve 18 geführt wird. Der Verteilerkopf 3 besitzt eine Anzahl Absperrventile,
welche in Fig. 1 schematisch dargestellt und mit 19 und 20 bezeichnet sind. Durch öffnen des Absperrventils
19 kann die Leitung 4 mit dem Behälter 9 in Verbindung gebracht werden. Auf einem Zylinder 21,
auf dem sich die Kurve 18 befindet, ist ein Nocken 22 angeordnet, welcher eine Bedienungsstange 23 steuern
kann. Diese Stange 23 ist über einen Hebel 24 mit einem unter Federwirkung stehenden Absperrventil
im Verteilerkopf 3 gekuppelt. Dieses Absperrventil kann die Leitung 6 mit dem Inneren des Meßzylinders 1
verbinden. Zum Abfluß der Mischung dient die Leitung 25. Der gesamte Mischapparat kann in einen Rahmen
oder in ein Gestell 26, welches mit Rädern od. dgl. versehen ist, eingebaut werden, womit der Mischapparat
verfahrbar ist.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, weist der Verteilerkopf 3 eine Anzahl, im vorliegenden Fall vier Absperrventile
auf, so daß auch vier verschiedene Sorten Öi mit Benzin gemischt werden können. Die Absperrventile
19, 20, 27 und 28 sind beispielsweise unter 90° zueinander versetzt. In den Nippel 29 mündet Leitung 6
(s. Fig. 1), während in der mittleren öffnung 30 ein Absperrventil angeordnet ist, mit welchem die Leitung
6 verschlossen werden kann. Das Absperrventil besteht aus einer Nadel 31, die durch eine Feder 32
in der Verschlußlage gehalten wird, so daß also keine
Claims (6)
1. Mischapparat zum Herstellen einer bestimmten Menge an flüssiger Mischung, beispielsweise
aus Benzin und Öl, mit einem füll- und entleerbaren Sammelbehälter, gekennzeichnet durch einen
unmittelbar über dem Sammelbehälter (14) angeordneten, an sich bekannten, Halter für die Aufnahme
von Behältern aufweisenden Meßzylinder (1) mit einem an seinem oberen Ende vorgesehenen
Verteilerkopf (3), der mit den verschiedene beizumischende Flüssigkeiten enthaltenden Behältern
(9,10) derart verbunden ist, daß wahlweise verschiedene Flüssigkeiten einer anderen Flüssigkeit
beimischbar sind.
2. Mischapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter mit messerartigen,
kreisförmigen Rändern, die im wesentlichen dem inneren Behälterdurchmesser entsprechen, zum
Aufschneiden der Behälter mit den Mischflüssigkeiten, wenn diese unter Druck in die Halter eingesetzt
werden, versehen sind.
3. Mischapparat nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkopf mit
einer Anzahl von Bohrungen versehen ist, welche einerseits über Absperrventile mit den Behältern
für die Mischflüssigkeiten und andererseits unmittelbar mit dem Meßzylinder in Verbindung
stehen.
4. Mischapparat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (17)
des im Meßzylinder verstellbaren Kolbens (2) mit ihrem Ende in einer Kurve geführt ist, die einen
Nocken (22) aufweist, mit welchem die Bedienungsst.ange (23) eines inj Verbejlerltopf befindlichen Absperrventils (61) in der Weise gekuppelt
ist, daß, wenn der Kolhen nahezu seine tiefste Lage erreicht tot, in der eine Verbindung mit dem
Sammelbehälter besteht, dieses Absperrventil geöffnet ist und nach einer bestimmten Winkeldrehung
der Kurve wieder geschlossen ist. to
5. Mischapparat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurve auf einem
zylindrischen Körper in Form einer eine Schraubenlinie bildende Rille, in die ein Stift der
Kolbenstange hineinragt, angeordnet ist, wobei der Zylinder einen Nocken mit einer abgeschrägten
Seite aufweist, durch den eine Bedienungsstange
angehoben wird, die das im Verteilerkopf befindliche Absperrventil öffnet und nach einer bestimmten
Winkeldrehung der Kurve mit dem Nocken wieder außer Eingriff gelangt, wodurch das Absperrventil
durch eine Feder verschließbar ist.
6. Mischapparat nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Sammelbehälter
ein flaches Ventil (63) angeordnet ist, dessen Ventilschaft (64) mittels eines innerhalb eines
Schlauches angeordneten Bowdenzuges mit einem Mundstück verbunden ist, das aus zwei relativ zueinander
verstellbaren Teilen besteht, die bei Verstellung mittels des Bowdenzuges das Ventil gegen
die Wirkung mindestens zweier Federn öffnen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 630991.
Deutsche Patentschrift Nr. 630991.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 809 728/28 12.
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