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DE1046505B - Flugzeugantrieb fuer vertikale und horizontale Flugrichtung - Google Patents

Flugzeugantrieb fuer vertikale und horizontale Flugrichtung

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Publication number
DE1046505B
DE1046505B DEH29985A DEH0029985A DE1046505B DE 1046505 B DE1046505 B DE 1046505B DE H29985 A DEH29985 A DE H29985A DE H0029985 A DEH0029985 A DE H0029985A DE 1046505 B DE1046505 B DE 1046505B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fan
air
aircraft according
aircraft
vertical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH29985A
Other languages
English (en)
Inventor
Lothar Hoffmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH29985A priority Critical patent/DE1046505B/de
Publication of DE1046505B publication Critical patent/DE1046505B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C29/00Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft
    • B64C29/0008Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded
    • B64C29/0016Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by free or ducted propellers or by blowers
    • B64C29/0025Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by free or ducted propellers or by blowers the propellers being fixed relative to the fuselage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Flugzeugantrieb für vertikale und horizontale Flugrichtung Der Vortrieb bzw. Auftrieb eines Flugkörpers im lufterfüllten Raum ist eine Funktion der Beschleunigung von Luftmassen während der Zeitdauer ihrer Berührung mit dem Flugkörper.
  • Für den Vortrieb bei Normalflug und den Auftrieb bei Hubschraubern und senkrecht startenden Düsenmaschinen ist die axial gerichtete Beschleunigungskomponente der im Propellerkreis oder im Strahltriebwerk bewegten Luftmassen maßgebend.
  • Für den Auftrieb bei Normalflug ist die vertikale Beschleunigungskomponente der an den Tragflächen vorbeistreichenden Luft entsprechend der Fluggeschwindigkeit und des spezifischen Auftriebes der Tragflächen bestimmend.
  • Bester Wirkungsgrad wird dann erzielt, wenn die Relativgeschwindigkeit des Flugzeuges gegenüber den bewegten Luftmassen nicht wesentlich größer ist als die Fluggeschwindigkeit. Daher erklärt sich die - vor nachstehender Erfindung - nicht gemeisterte Schwierigkeit, mit einem Flugzeugantrieb sowohl die langsamen Start- und Landegeschwindigkeiten wie die hohen Reisegeschwindigkeiten technisch und wirtschaftlich zu beherrschen.
  • Untersucht man die bisher bekannten Flugzeugantriebe, Versuche und Patente auf ihre gleichzeitige Eignung für Start und Landung wie für Normalflug, so ergibt sich folgendes Bild: 1. Propellerantrieb: Die Vortriebs- und Auftriebsverhältnisse bei Normalflug sind gut. Verstellpropeller einerseits und Verstellflächen andererseits ermöglichen heute in weitem Bereich eine Veränderung der Fluggeschwindigkeit. Start und Landung sind aber nach wie vor kritische Situationen. Lange Start- und Landebahnen sind besonders für schnelle Maschinen unerläßlich. Starthilfen durch Raketen u. dgl. sind nur Behelf. Jalousie-Flugzeuge sind stark in ihrer Geschwindigkeit beschränkt.
  • Propeller-Wandelflugzeuge, welche a) durch Kippen der Triebwerke um 90°, b) durch Kippen von Triebwerk und Tragwerk um 90°, oder c) durch Kippen des ganzen Flugzeuges um 90° senkrecht starten und landen können, nehmen bewußt den schlechten Wirkungsgrad sowie die ungünstigen technischen und fliegerischen Verhältnisse in Kauf. Das Patent eines Nurflügelflugzeuges sieht schräg stehende Gebläse mit herkömmlichem Antrieb in der Tragfläche vor. Die Tragfläche wird sperrig. Ein Vertikalflug kann nicht erzielt werden.
  • 2. Strahlantrieb: Es gilt im wesentlichen das über Propellerantrieb gesagte. Der Bereich der Einsatzmöglichkeit und Wirtschaftlichkeit ist aber nach höheren Geschwindigkeiten hin verschoben. Die Start- und Landebahnen sind noch länger. Sonderbauformen wie Strahlklappen-Flugzeuge,Superzirkulations-Flugzeuge und Strahl-Wandelflugzeuge einschließlich Tailsitter und Coleopter sind flugtechnisch oder wirtschaftlich mit den gleichen Schwierigkeiten behaftet wie die entsprechenden Propellertypen. Hinzu kommt, daß - der Feuerstrahl der Düsentriebwerke bei Start und Landung die gesamte Umgebung gefährdet.
  • 3. Hubschrauber: Der gute Wirkungsgrad für den Auftrieb bei Start und Landung wird durch die Geschwindigkeitsbeschränkung im Normalflug erkauft. Sonderbauarten, wie z. B. Strahl- und Staustrahl-Hubschrauber, Gasturbinen-Hubschrauber, Raketen-Hubschrauber und Flugschrauber, bringen zwar einige Vorteile, nähern sich aber noch lange nicht dem erstrebten Zustand. Von den Projekten der Verwandlungs-Hubschrauber entspricht das mit schwenkbaren Rotoren der Methode des Propeller-Wandelflugzeuges. Das Projekt eines Verwandlungs-Hubschraubers mit einziehbarem Rotor scheint aussichtsreicher, muß aber noch erprobt werden. Bei einem anderen Projekt ist der Hubpropeller in eine scheibenförmige Tragfläche eingebaut. Bei Start und Landung kann die Luft durch entsprechende Klappen vertikal durchtreten. Bei Horizontalflug wird die Luft durch den Propellersog an einer Öffnung im Bug angesaugt und durch eine Düse am Heck ausgestoßen. Der Auftrieb bei Start und Landung ist relativ gut, der Wirkungsgrad nur um die Klappenverluste verschlechtert. Beim Vortrieb muß mit höheren Verlusten durch wiederholte Umwandlung von Druck- und Bewegungsenergie gerechnet werden. Die Trafläche kann wegen der erforderlichen Bauhöhe nicht schnittig ausgeführt werden. Die Ausführung nach dem Patent ist einmotorig. Das auftretende Drehmoment wirkt störend. Der herkömmliche Antrieb bedingt bei mehrmotorigen Flugzeugen besondere Motorenkanzeln. -4. Flugscheiben: Scheibenförmige (sogenannte »Untertassen«) und flügellose Flugkörper (Aerodyne ) sind erst im Entwicklungs- oder Erprobungsstadium. Die Flugeigenschaften sind noch umstritten oder geheimgehalten. Bei den »Untertassen« wird aus sternförmig angeordneten Brennkammern eines Strahltriebwerkes oder aus zentralen Öffnungen Gas radial entlang der Unter- oder Oberseite des Flugkörpers geblasen, um durch Änderung der Druckverhältnisse (Coanda-Effekt) einen Auftrieb zu erzielen. Bei Start und Landung wird aber nur die relativ geringe vertikale Beschleunigungskomponente der großen, ohne Effekt bewegten Luftmenge ausgenutzt.
  • Die bisher bekannten Flugzeugantriebe haben -wie vorstehend gezeigt - ihren ganz speziellen Anwendungsbereich. Aber selbst bei optimalen Verhältnissen sind die Wirkungsgrade aller Triebwerke relativ schlecht, und zwar vom 40/o bei Strahltriebwerken mit intermittierendem Strahl, über 300/o bei Überschallturbinentriebwerken,, bis 400/o bei Propellertriebwerken. Raketen erreichen 450/o. Das Staustrahlrohr hat den günstigsten Wirkungsbereich mit 500/o bei hoher Überschallgeschwindigkeit.
  • Es ist naheliegend, die zukünftige Entwicklung des Flugzeugantriebes unter Verwendung dieses so einfachen, preiswerten und wirkungsvollen Staustrahlrohres voranzutreiben.
  • Die Erfindung befaßt sich mit der Methode, die gute Leistung eines mit hoher Geschwindigkeit durchströmten Staustrahlrohres auch bei Start, Landung, Vertikalflug und jeder beliebigen, praktisch vorkommenden Fluggeschwindigkeit auszunutzen. Hierbei wird die dem Gasstrahl innewohnende kinetische Energie nach Bedarf teilweise in potentielle Energie übergeführt und zum Antrieb eines Spezialgebläses verwendet, welches bei Horizontalflug als Radialgebläse den erforderlichen Schub mit einer der Fluggeschwindigkeit angepaßten Ausströmgeschwindigkeit erzeugt und bei Vertikalflug in Art des Hubschrauberantriebes als Axialgebläse arbeitet.
  • Nach der Erfindung wurde ein Flugzeugantrieb für vertikale und horizontale Flugbewegungsrichtung von Tragflächenflugzeugen und Flugscheiben gefunden, welcher unter Ausnutzung der aerodynamischen Gesetze allen erdenklichen Forderungen gerecht wird: a) Senkrechter Start und senkrechte Landung mit beliebig kleiner Geschwindigkeit auf kleinstem Raum ohne Gefährdung der Umgebung; b j Horizontalflug hoher Geschwindigkeit und kontinuierlicher Übergang zwischen vertikaler und horizontaler Flugform; c) hohe Wirtschaftlichkeit bei Herstellung und Betrieb durch günstige Formgebungsmöglichkeit und Verwendung von unkomplizierten Staustrahltriebwerken, welche unabhängig von der Fluggeschwindigkeit stets im Bereich günstiger Wirkungsgrade arbeiten können; d) leichte Bedienung, da der Start- und Landevorgang - bisher die schwierigste Flugoperation -nunmehr fast ausschließlich mit der Antriebsdrehzahl zu bewältigen ist; e) stabile Fluglage auch bei Vertikal- und Langsamflug, da der Schwerpunkt - wie am Fallschirm -an den auftriebserteilenden Gebläsen hängt; f) erhöhte Betriebssicherheit durch die Verwendung zahlreicher kleiner, unabhängig voneinander arbeitender Staustrahltriebwerke, welche auch im ungünstigsten Fall nicht gleichzeitig durch einen technischen Schaden ausfallen können; g) Notlandefähigkeit (bei Brennstoffmangel) durch Segelstellung der Gebläseschaufeln. Der Flugzeugantrieb nach der Erfindung wird vorgenannten Bedingungen durch die neuartige, mit überraschenden Wirkungen ausgezeichnete Verwendung und Zusammenstellung bekannter und in anderen Zusammenhängen erprobter Bauelemente gerecht: Beispielsweise wurden bisher im Flugzeugbau Radialgebläse kaum verwendet - bestenfalls als letzte Kompressorstufe im Turbinentriebwerk. Bei den bisherigen Antriebsmethoden erschienen auch Radialgebläse wenig geeignet, da man sie in den herkömmlichen Flugzeugformen schlecht unterbringen konnte. Die technischen Entwicklungen der jüngsten Zeit -hauptsächlich bei Bergwerkslüften - zeigten, aber, daß mit Radialgebläsen Wirkungsgrade von annhernd 900/o zu erzielen sind. Da beim Flugzeugantrieb auchdie kinetische Energie weitgehend auszunutzen ist, kann hier ebenso ein guter Wirkungsgrad erwartet werden.
  • Die erfindungsgemäße Verwendung und die dazugehörenden Veränderungen und Ergänzungen des Radialgebläses ermöglichen es, bisher bestehende Vor-
    gebläse 1 (Abb. I) mit vertikaler Achse 2 angebracht. Infolge der schmalen Bauform verschwinden die Laufräder 3 völlig im Innern auch relativ schlanker Tragflächenprofile, wobei die Außenhaut der Tragfläche die Gehäusewand des Radialgebläses darstellt. Die Schaufeln 4 des Laufrades 3 sind etwas schräg gestellt, so daß angesaugte Luft nicht nur radial, sondern auch axial nach unten befördert werden kann. Große, verschließbare Ansaug- und Austrittsöffnungen 5 an der Ober- bzw. Unterseite der Tragfläche unmittelbar am Laufrad 3 ermöglichen je nach der vorgesehenen Flugrichtung entweder in geöffnetem Zustand einen vertikalen Durchtritt 6 oder bei geschlossenen Öffnungen mit Hilfe einiger Umlenkungen einen horizontalen Durchtritt 7 der transportierten Luftmassen durch die Tragfläche. Sinngemäß wird bei diesem Vorgang entweder ein Vertikalschub 8 oder ein Horizontalschub 9 erzeugt (Abb. I).
  • Um einen gefahrlosen und kontinuierlichen Übergang vom Horizontalflug zum Vertikalflug und umgekehrt zu gewährleisten, geschieht das Öffnen und Schließen der großen, vertikalen Ansaug- und Austrittsöffnungen 5 weitgehend ohne Veränderung der Strömungsverhältnisse an der nicht durch Gebläse
    richtung liegende Achsen 11 nach außen - auch einzeln und unvollständig - geöffnet. In geschlossenem Zustand passen sich die Klappen 10 innen der Gebläsewand und außen der Außenhaut der Tragfläche an. Ein allmähliches Öffnen der Klappen 10 setzt dem Fahrtwind keinen nennenswerten Widerstand entgegen. Die Horizontalgeschwindigkeit vermindert sich hauptsächlich durch Verkleinerung des Vortriebes. Der normale Auftrieb der Tragfläche wird allmählich durch den Vertikalschub 8 der Radiälgebläse 1 mit schräg stehenden Schaufeln 4 abgelöst. Durch sinnvolle Bedienung der Klappen 10 - auch einzeln und unsymmetrisch - und durch Variation der Gebläsedrehzahlen können zahlreiche Landemanöver durchgeführt werden, welche selbst bei böigen Winden- eine Punktlandung in schwierigstem Gelände ermöglichen. Beim Start erfolgt sinngemäß der Übergang vom Vertikalflug zum Horizontalflug durch allmähliches Schließen der Klappen 10. Beim Horizontalschub 9 wird die Luft an einer nach vorn weisenden Öffnung 12 an der Oberseite der Tragfläche horizontal angesaugt. Leitbleche ermöglichen einen wirbelarmen Übergang der geradlinig anströmenden Luft in die drehende und radiale Bewegung im Laufrad 3. Die äußere Gestaltung der Öffnung 12 dient sowohl der windschnittigen Ableitung der nicht angesaugten, vorbeistreichenden Luft als auch der stabilen Aufhängung der Radialgebläse 1 in der Tragfläche. Die im Laufrad 3 radial beschleunigten Luftmassen werden im Leitgehäuse 13 gesammelt und der hintenliegenden, horizontalen; düsenartigen Abstrahlöffnung 14 zugeführt (Abb. II).
  • Die für den axialen bzw. vertikalen Transport der Luft erforderliche Schrägstellung der Schaufeln 4 hat ihre Grenzen bei einer Verschlechterung der Wirkungsweise für radialen Transport. Nach der Erfindung erzielt man für beide Förderungsarten der Luft gute Wirkungsgrade durch veränderliche Anstellwinkel. Die Schaufeln 4 verlaufen annähernd radial und lassen sich gleich einem Verstellpropeller um ihre Längsachse 15 verdrehen. Bei Horizontalschub 9 stellt man einen Anstellwinkel von annähernd + 90° ein. Bei Vertikalschub 8 ist der Anstellwinkel wie bei einem entsprechenden Propeller normal positiv und in Segelstellung schwach negativ. Auf diese Weise ergibt sich nicht nur ein guter innerer Wirkungsgrad des Gebläses, sondern ebenso ein guter äußerer Wirkungsgrad des Flugzeugantriebes bei allen Flugbedingungen: Bei Horizontalschub 9 werden relativ kleine Luftmengen mit annähernd Fluggeschwindigkeit vorn angesaugt und mit stark erhöhter Geschwindigkeit hinten wieder ausgestoßen. Bei Vertikalschub 8 werden relativ große Luftmengen mit geringer Geschwindigkeit oberhalb des Flugzeuges angesaugt und mit relativ wenig erhöhter Geschwindigkeit nach unten befördert (Abb. III).
  • Um eine stabile Fluglage auch bei den geringen Geschwindigkeiten von Start und Landung zu erzielen, werden nach der Erfindung die Gebläse 1 mitsamt den: sie umschließenden Tragflächen so hoch wie möglich eingebaut (Hochdecker bzw. Schulterdecker) und so verteilt, daß der Schwerpunkt 16 des Flugzeuges daran hängt, und zwar auf einer vertikalen Achse 17 durch den Schubmittelpunkt 18 aller vertikalen Antriebe. Eine etwaige ungleichmäßige Auftriebsverteilung wirkt sich dann nur in einer Schräglage des Flugzeuges aus, welche leicht zu korrigieren ist (Abb. I).
  • In der bisher beschriebenen Form könnte der Flugzeugantrieb auch von herkömmlichen Flugmotoren getrieben werden, welche in besonderen Motorgondeln unterzubringen wären. Die Erfindung sieht aber vor, daß das Laufrad 3 jedes Gebläses 1 direkt von mehreren, zentralsymmetrisch an seinem Umfang angeordneten Staustrahltriebwerken 19 angetrieben wird. Die Zuführungsrohre 20 für Verbrennungsluft laufen radial von innen nach außen. Die Abstrahldüsen 21 blasen tangential und verleihen dem Laufrad das gewünschte Drehmoment. Entgegen der bekannten Art, (Hub-)Propeller direkt anzutreiben, erzielt die Erfindung die Drucksteigerung in dem Verbrennungsraum 24 nicht allein durch Diffusorwirkung, sondern vornehmlich durch Ausnutzung der Zentrifugalkraft in den Zuführungsrohren 20. Letztere sind aus strömungstechnischen Gründen in den hohlen Schaufeln 4 untergebracht und dienen zugleich als Längsachse 15 für die Veränderung des Anstellwinkels der Schaufeln 4. Die Schaufeln 4 einschließlich Zuführungsrohren 20 haben an der vorderen, oberen Kante in der Nähe der Gebläsenabe 22 Lufteintrittsöffnungen 23. Die Verbrennungsluft wird wie in einem Radialgebläse transportiert. Durch geschickte Führung des Luftstromes unter Berücksichtigung der Mach-Zahl lassen sich wesentlich höhere Verbrennungsdrücke erzielen als bei vergleichbaren, frei durchströmten Staustrahltriebwerken (Abb. III).
  • Die austretenden Treibstrahle 26 haben den entgegengesetzten Drehsinn der mittels des Radialgebläses 1 transportierten Luftmassen im Leitgehäuse 13. Feststehende Umlenkschaufeln 25 am Umfang des Radialgebläses 1 nehmen die Treibstrahle 26 auf und lenken sie um in den Drehsinn der rotierenden Luftmassen. Die kinetische Energie der mit hoher Geschwindigkeit austretenden Treibstrahle 26 wird weitgehend zum Erzeugen eines Drehmoments benutzt. Der Rest verbleibt kinetische Energie und wird in richtigem Drehsinn den rotierenden Luftmassen im Leitgehäuse 13 zugeführt (Abb. III).
  • Die Brennstoffzufuhr zu jedem einzelnen Gebläse ist regulierbar. Der Zufluß zu den Staustrahltriebwerken 19 erfolgt durch eine Bohrung 28 in der feststehenden Gebläseachse 2, welche in eine ringförmige Sammelrinne 30 in der Gebläsenabe 22 mündet, und von hier aus durch radiale, in den Schaufeln 4 liegende Brennstoffleitungen 31 zu den Verbrennungsräumen 24. Auf diese Weise kann der Zufluß des Brennstoffes bis zu der Gebläsenabe 22 fast drucklos erfolgen, was Schwierigkeiten mit Stopfbuchsen ausschließt. Innerhalb der Brennstoffleitungen 31 im Laufrad 3 erfolgt der Transport und die Pressung wie im Laufrad einer Kreiselpumpe (Abb. III).
  • Alle Bauelemente des Laufrades 3 sind infolge der hohen Umdrehungszahl starken Fliehkräften ausgesetzt. Um die Zündeinrichtung diesen besonderen Verhältnissen anzupassen, werden die Brennstoffleitungen als hohle elektrische Heizwiderstände 29 ausgeführt, mittels derer der Brennstoff bis zum Flammpunkt erhitzt werden kann (Abb. III).
  • Um die Staustrahltriebwerke 19 zünden zu können, müssen diese eine Mindest-Eigengeschwindigkeit erreicht haben. Eine oder mehrere von einem Kleinkompressor versorgte Anlaßdruckluftdüsen 32 an jedem Laufrad 3 erzeugen das dazu erforderliche Anlaßdrehmoment. Die Zufuhr der Preßluft erfolgt ähnlich wie beim Brennstoff durch eine Bohrung 27 in der Gebläseachse 2 und eine ringförmige Rinne 29 in der Gebläsenabe 22 (Abb. III).
  • Der beschriebene Flugzeugantrieb wäre unvollkommen ohne die Verwendung einer Nachverbrennung. Bei Horizontalschub 9 wird im Nachverbrennungsraum 33, welcher zwischen Leitgehäuse 13 und Abstrahlöffnung 14 geschaltet ist, durch zusätzliche Verbrennung von Brennstoff der Schub aus der Abstrahlöffnung 14 vergrößert (Abb. II).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Flugzeug mit zumindest einem innerhalb eines festen Tragflächenprofils angeordneten Gebläse mit vertikaler Achse, welches im Horizontalflug Luft von vorn nach hinten und im Vertikalflug von oben nach unten durch geöffnete Klappen fördert, dadurch gekennzeichnet, daß das Laufrad (3) des Gebläses bei geschlossenen Klappen als Radialgebläse und bei geöffneten Klappen infolge von schräg stehenden Schaufeln (4) wie ein. Axialgebläse arbeitet. 2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (10) um in der Hauptflugrichtung liegende Achsen (11) derart nach außen - auch einzeln und unvollständig -schwenkbar sind, daß bei geschlossenen Klappen die zu transportierenden Luftmassen an einer nach vorn weisenden Öffnung (12) an der Oberseite der Tragfläche angesaugt und im Laufrad (3) radial beschleunigt werden, sich in einem Leitgehäuse (13) sammeln und einer hintenliegenden, horizontalen, düsenartigen Abstrahlöffnung (14) zugeführt werden. 3. Flugzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (4) am Laufrad (3) annähernd radial verlaufen und ihr Anstellwinkel von etwa + 90° bei Horizontalschub über einen normal positiven Winkel bei Vertikalschub bis zu einem schwach negativen bei Segelstellung veränderlich ist. 4. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläse (1) mitsamt den sie umschließenden Tragflächen oder Höhenflossen so hoch eingebaut sind (Hochdecker), daß der Massenschwerpunkt (16) des Flugzeuges unterhalb derselben auf einer vertikalen Achse (17) durch den Schubmittelpunkt (18) aller vertikalen Antriebe hängt. 5. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch zentralsymmetrisch am Laufrad (3) angebrachte Staustrahltriebwerke (19) mit radial von innen nach außen laufenden Zuführungsrohren (20) für die Verbrennungsluft und mit tangential gerichteten Abstrahldüsen (21). 6. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Schaufeln (4) hohl ausgeführt ist, in der Nähe der Gebläsenabe (22) Lufteintrittsöffnungen (23) aufweist und in die Verbrennungsräume (24) der Staustrahltriebwerke (19) mündet, wodurch die hohlen Schaufeln (4) als Radialgebläse den Transport und die Pressung der Verbrennungsluft übernehmen. 7. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch Umlenkschaufeln (25) am Umfang des Radialgebläses (1), welche die Treibstrahle (26) aus den Staustrahltriebwerken unter weitgehender Ausnutzung der Geschwindigkeitsenergie zur Erzeugung eines Drehmomentes aufnehmen und zur Verwertung der restlichen Geschwindigkeitsenergie in richtigem Drehsinn den rotierenden Luftmassen im Leitgehäuse (13) des Radialgebläses (1) zuführen. B. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine der Brennstoffzufuhr dienende Bohrung (28) in der feststehenden Gebläseachse (2), eine ringförmige Sammelrinne (30) in der Gebläsenabe (22) und durch radiale, in den Schaufeln angeordnete, zu den Verbrennungsräumen (24) führende Brennstoffleitungen (31), welch letztere durch die Zentrifugalkraft wie eine Kreiselpumpe den Transport und die Pressung des Brennstoffes übernehmen. 9. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffleitungen (31) als hohle, elektrische Heizwiderstände ausgeführt sind, mittels derer der Brennstoff beim Inbetriebsetzen gezündet wird.
    bei Inbetriebsetzung dem Laufrad (3) die erforderliche Anfangsgeschwindigkeit zum Zünden der Staustrahltriebwerke (19) verleihen, wobei die Zufuhr der Preßluft durch eine Bohrung (27) in der Gebläseachse (2) und eine ringförmige Rinne (29) in der Gebläsenabe (22) erfolgt. 11. Flugzeug nach Anspruch 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen dem Leitgehäuse (13) nachgeschalteten Nachverbrennungsraum (33), in welchem die durchströmende Luft durch zusätzliche Verbrennung von Brennstoff stärker erhitzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 939 610.
DEH29985A 1957-04-25 1957-04-25 Flugzeugantrieb fuer vertikale und horizontale Flugrichtung Pending DE1046505B (de)

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Cited By (4)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1142505B (de) * 1960-07-13 1963-01-17 Man Turbomotoren G M B H Antrieb fuer die Hubgeblaese senkrecht startender und landender Flugzeuge
DE1173344B (de) 1960-12-29 1964-07-02 Gen Electric Hubgeblaeseklappen fuer Senkrecht-Starter
US3224711A (en) * 1963-04-19 1965-12-21 Henry R Warren Heavier-than-air aircraft
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DE939610C (de) * 1953-03-09 1956-02-23 Goodyear Aircraft Corp Flugzeug mit scheibenfoermiger fester Tragflaeche und mit Hubrotoren in dieser Tragflaeche

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