[go: up one dir, main page]

DE1045256B - Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE1045256B
DE1045256B DEW14504A DEW0014504A DE1045256B DE 1045256 B DE1045256 B DE 1045256B DE W14504 A DEW14504 A DE W14504A DE W0014504 A DEW0014504 A DE W0014504A DE 1045256 B DE1045256 B DE 1045256B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shock absorber
inertial mass
wheel
piston
opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW14504A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Ejnar Wittig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EJNAR WITTIG DIPL ING
Original Assignee
EJNAR WITTIG DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EJNAR WITTIG DIPL ING filed Critical EJNAR WITTIG DIPL ING
Priority to DEW14504A priority Critical patent/DE1045256B/de
Publication of DE1045256B publication Critical patent/DE1045256B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/32Details
    • F16F9/50Special means providing automatic damping adjustment, i.e. self-adjustment of damping by particular sliding movements of a valve element, other than flexions or displacement of valve discs; Special means providing self-adjustment of spring characteristics
    • F16F9/504Inertia, i.e. acceleration,-sensitive means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Description

  • Flüssigkeits - Teleskop - Stoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf Flüssigkeits-Teleskop-Stoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit Beeinflussung einer Durchflußöffnung durch eine Trägheitsmasse.
  • Der Zweck eines Stoßdämpfers ist, die unerwünschten Eigenschaften einer Federung, nämlich das Weiterschwingen der gefederten Masse und der Achsen beziehungsweise Räder nach Einwirkung einer Kraft, zu beseitigen. Das Weiterschwingen ist einerseits unerwünscht für die Insassen des Fahrzeuges, andererseits beeinträchtigt es die Fahrsicherheit, die vom möglichst gleichmäßigen Aufliegen der Räder auf der Fahrbahn abhängt. Die Wirkung eines Stoßdämpfers beruht im Aufzehren der in den Federn oder schwingenden Massen gespeicherten Anregungsenergie durch Umwandlung in Reibungswärme, indem die Stoßdämpferflüssigkeit durch kleine Öffnungen gepreßt wird. Die Reaktion der hierfür erforderlichen Kraft, die Dämpfungskraft, bremst dann z. B. die schwingende Wagenmasse ab.
  • Die Dämpfungskraft tritt aber auch in Erscheinung, wenn eine Anregungskraft durch eine Fahrbahnunebenheit auf das Rad und den Stoßdämpfer wirkt, und zwar stoßverstärkend gegenüber einer Federung ohne Stoßdämpfer. Dies gilt für Erhebungen und für Vertiefungen der Fahrbahn, mit dem Unterschied, daß bei Erhebungen eine Zwangsbewegung mit voller Dämpfungskraft auf den Fahrzeugrahmen wirkt und bei Vertiefungen eine freie Bewegung den Raddruck um die Dämpfungskraft mindert, also wie eine steilere Vertiefung wirkt, worauf dann ein verstärkter Aufschlag erfolgt.
  • Um diese umgekehrte Stoßdämpferwirkung wenigstens für Erhebungen abzuschwächen oder zu vermeiden, bildet man die Stoßdämpfer meist so aus, daß sie beim Einfedern (Druckstufe) schwächer als beim Ausfedern (Zugstufe) oder überhaupt nicht wirken. Damit wird aber die besonders wichtige Einfederungsdämpfung des Wagens vermindert oder ausgeschaltet.
  • Darüber, wie die Wirkung am günstigsten zu verteilen und zu bemessen ist, ist die Theorie der Stoßdämpfung noch zu keiner einheitlichen Auffassung gelangt. Es blieb der Praxis überlassen, sich empirisch einem Kompromiß zu nähern, der neuerdings durch systematische Messungen als der günstigste bestätigt wurde, so daß keine Aussicht besteht, daß die unbefriedigende Wirkung der gebräuchlichen Stoßdämpfer noch verbessert werden kann.
  • Es sind Vorschläge bekanntgeworden, die Stoßdämpferwirkung dadurch zu verbessern, daß die Dämpfungskraft von Beschleunigungen abhängig gemacht wird, die auf den Stoßdämpfer wirken. Diese Vorschläge gehen im Gegensatz zu der Erfindung von Bewegungen des Fahrzeugrahmens aus und verfolgen damit einen anderen Zweck.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Übertragung von Fahrbahnstößen über den Stoßdämpfer auf den Fahrzeugrahmen zu vermeiden und die Bemessung der Dämpfungskräfte ohne Rücksicht auf solche Stoßübertragung nur entsprechend dem Zweck des Stoßdämpfers als Schwingungsbremse zu ermöglichen.
  • Dies geschieht erfindungsgemäß durch Verkleinern der Dämpfungskraft bei Beschleunigung des Rades, und zwar durch eine derartige Anordnung von Durchflußöffnung und Trägheitsmasse, daß die Öffnung bei positiver und/oder negativer Radbeschleunigung vergrößert wird.
  • Dies kann beispielsweise dadurch ausgeführt werden, daß eine Durchflußöffnung in dem mit dem Rad verbundenen Stoßdämpferteil durch eine Trägheitsmasse direkt oder indirekt ganz oder teilweise abgesperrt und bei Aufwärts- und/oder Abwärtsbeschleunigung des Rades ganz oder teilweise freigegeben wird. Besonders einfach gestaltet sich die Anordnung eines solchen beschleunigungsabhängigen Ventils in dem mit dem Rad verbundenen Kolben eines Teleskopstoßdämpfers. Man kann beispielsweise einen Ober- und Unterseite des Kolbens verbindenden Kanal durch eine axial im Kolben bewegliche oder um eine Ouerachse drehbare Trägheitsmasse absperren, die durch Federwirkung in Schließstellung gehalten und durch Trägheitswirkung zur ganzen oder teilweisen Freigabe des Kanals veranlaßt wird. Wenn im folgenden bei Betrachtung der einzelnen Bewegungsphasen von positiver Radbeschleunigung die Rede ist, so ist damit die Wirkung einer aufwärts gerichteten Kraft und mit negativer Beschleunigung die Wirkung einer abwärts gerichteten Kraft gemeint. Beim Überrollen einer Fahrbahnerhebung folgen sich demnach positive Beschleunigung durch eine von der Fährbahn eingeleitete Kraft, Wendepunkt der Aufwärtsbewegung, negative Beschleunigung durch verzögernde Federkraft, Umkehrpunkt, negative Beschleunigung durch beschleunigende Federkraft, Wendepunkt der Abwärtsbewegung, positive Beschleunigung durch verzögernde Fahrbahnkraft.
  • Das Ventil kann beispielsweise zusätzlich zu den gebräuchlichen Dämpfungssteuerventilen angeordnet sein und nur auf positive Beschleunigung ansprechend eine erhöht eingestellte Druckstufendämpfung auf den gebräuchlichen Wert herabsetzen. Auf diese Weise kann man einen Stoßdämpfer so gestalten,- daß seine Dämpfungskräfte in allen Betriebszuständen die gebräuchlichen Größen aufweisen, mit Ausnahme eines Zustandes des Einfederns ohne oder mit negativer Radbeschleunigung, wobei die Dämpfungskraft größer als gebräuchlich ist. Damit erreicht man eine Erhöhung der Dampferwirkung ohne nachteilige Erhöhung der Stoßübertragung.
  • Oder das Ventil kann unter den gleichen Voraussetzungen die Druckstufendämpfung noch weiter, unter den gebräuchlichen Wert, herabsetzen. So kommt man zu einem Stoßdämpfer, dessen Dämpfungskräfte gegenüber den gebräuchlichen gleich sind beim Ausfedern ohne oder mit negativer Beschleunigung, größer sind beim Einfedern ohne oder mit negativer Beschleunigung, kleiner sind beim Aus- und Einfedern mit -positiver Beschleunigung. Damit erreicht man bei mindestens gleicher Dämpfungswirkung eine wünschenswerte Verringerung der Stoßübertragung.
  • Weiterhin kann das Ventil so ausgebildet werden, daß es auf positive und negative Radbeschleunigung in gleichem oder verschiedenem Maße anspricht. Damit hat man die Möglichkeit, die Dämpfungswirkung noch zweckmäßiger auf die verschiedenen Bewegungsünd Kraftwirkungsphasen zu verteilen, um zu einer günstigsten Gesamtwirkung zu gelangen. Dabei können weitere unterstützende Maßnahmen nützlich sein, z. B. zur Erzielung einer gewünschten Öffnungsfunktion, in Abhängigkeit von der Bewegung: Öffnungsüberdeckung, Spiel der Trägheitsmasse, geeignete Formung der Öffnungskanten; oder in Abhängigkeit von den Kräften: unsymmetrische, vorgespannte, progressive Federung, geeignete Dämpfung und Anschlagdämpfung von Masse oder Ventil. Schließlich kann der Stoßdämpfer zu ausgebildet werden, daß er außer dem beschleunigungsabhängigen keine weiteren Ventile enthält und so mit geringem baulichem Aufwand und großer Betriebssicherheit hergestellt werden kann.
  • Bei einem Stoßdämpfer, der in Abhängigkeit von der Beschleunigung des Rades die Dämpfung herabsetzt, liegt der Einwand nahe, daß zumindest die Rad-oder Achseneigenschwingungen zu wenig gedämpft werden könnten, die ja beschleunigte Radbewegungen sind.
  • Dieser Einswand trifft logischerweise nicht die Gruppe der Stoßdämpfer mit erhöhter Druckstufendämpfung und Dämpfungsherabsetzung auf gebräuchliche Werte bei positiver Beschleunigung.
  • Er trifft weiterhin technisch nicht zu für die Gruppe mit erhöhter Druckstufendämpfung und Dämpfungsherabsetzung unter gebräuchliche Werte bei "positiver Beschleunigung, unter anderem da Erhöhung und Herabsetzung so gewählt werden können, daß sie sich zumindest ausgleichen. Schließlich trifft der Einwand infolge schwingungstechnischer Besonderheit der Radschwingung auch dann nicht zu, wenn auch bei negativer Radbeschleunigung die Dämpfungskraft erheblich verringert wird. Die Rad- oder Achseneigenschwingung ist eine unharmonische Schwingung, bei der der Anteil der Schwingwege mit negativer Beschleunigung überwiegt, und zwar um so mehr, je größer die Schwingweite ist. Das bedeutet, daß bei der kurzen positiven Beschleunigung eine Dämpfung, wo sie zudem zumindest in der Druckstufe nutzlos und nachteilig ist, keinen wesentlichen Beitrag liefert und die Dämpfungswirkung auf die Achsschwingung überwiegend von der Dämpfungskraft bei negativer Beschleunigung bestimmt wird, so daß diese fast im selben Verhältnis herabgesetzt werden kann, wie in der Grundeinstellung die gebräuchlichen Werte überschritten werden. Bisher hat sich eine Aufteilung der Dämpfungskräfte etwa 1:3 für Druck- und Zugstufe als die günstigste erwiesen. Die zulässige Dämpfungskraft in der Zugstufe ist begrenzt durch die Notwendigkeit genügend schneller Ausfederung, diejenige in der Druckstufe durch die Stoßübertragung der gebräuchlichen Stoßdämpfer. Die Dämpfungswirkung z. B. auf Eigenschwingungen der Achse kann als Summenwirkung der Dämpfungskräfte in Druck- und Zugstufe betrachtet werden. Wenn diese Summe beim gebräuchlichen Stoßdämpfer den Betrag 4 nicht überschreiten kann, so würde sie bei einem einseitig beschleunigungsabhängigen Stoßdämpfer mit Druck-und Zugdämpfungskräften 5:3 denselben Betrag 4 erreichen, wenn man mit Ausschaltung der Dämpfung durch positive Beschleunigung für die Hälfte der Schwingwege rechnet. Dies mag schematisch für kleine Schwingwege zutreffen, bei größeren Schwingweiten steigt die Dämpfungswirkung entsprechend der Zunahme des negativ beschleunigten Schwingweganteils und würde sich dem doppelten Wert nähern, wenn die Schwingweite entsprechend wachsen könnte. Diese Reserve unter anderem erlaubt, auch bei negativer Beschleunigung die Dämpfungskraft herabzusetzen, ohne das gebräuchliche Dämpfungsmaß für Achsschwingungen zu beeinträchtigen.
  • Im folgenden- ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf -die schematische Zeichnung Bild 1 beschrieben. In dem mit dem Fahrzeugrahmen verbundenen Stoßdämpferzylinder 1 gleitet der mit dem Fahrzeugrad bzw. der Achse durch die Kolbenstange 2 verbundene Stoßdämpferkolben 3. In einer beiderseits verschlossenen Bohrung 4, in die Dürchflußkanäle 5 münden, ist eine als Absperrglied wirkende Trägheitsmasse 6 mit Bohrung 7 und Haltestift 8 beweglich durch Federn 9 in Mittellage gehalten. Alle Hohlräume sind mit Stoßdämpferflüssigkeit gefüllt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist folgende: Bei beschleunigten Radbewegungen, die der Stößdämpferkolben 3 zwangläufig mitmacht, wird die Trägheitsmasse 6 aus ihrer Ruhelage bezüglich des Kolbens 3 ausgelenkt. Bei kleinen Radbewegungen genügt die Auslenkung nicht, um der Stoßdämpferffüssigkeit einen Weg durch die Kanäle 5 freizugeben, so daß sie durch den Kolbenspalt oder eine nicht gezeichnete Durchflußöffnung gepreßt wird und der Kolbenbewegung die volle Dämpfungskraft entgegensetzt. Bewegungen des Fahrzeugrahmens bzw. des Zylinders 1 werden ebenfalls voll gedämpft, da sie ohne Einfluß auf die -Träglheitsmasse 6 sind. Bei größeren Radbewegungen, insbesondere Stößen, wird die Trägheitsmasse 6 entsprechend der auftretenden Beschleunigung weiter aus der Mittellage ausgelenkt, so daß eine widerstandsarme Strömung an der Trägheitsmasse vorbei durch die Kanäle 5 freigegeben und die Dämpfungskraft und damit die Stoßübertragung auf den Fahrzeugrahmen klein wird.
  • Wenn im Laufe einer solchen Radbewegung, z. B. beim Überrollen einer Fahrbahnerhebung: die Beschleunigung wieder kleiner wird und ihr Vorzeichen wechselt, so geht auch die Auslenkung der Trägheitsmasse 6 zurück und durch die Mittellage, wobei die wieder wachsende Dämpfungskraft, die durch entsprechende Wahl der Federn 9 auch auf der andern Seite der Mittellage in gewollter Größe aufrechterhalten werden kann, einem Abheben des Rades von der Fahrbahn entgegenwirkt.
  • Die Dämpfungskraft, die in dieser Phase der Radbewegung, also nach dem Fahrbahnstoß, auf den Fahrzeugrahmen wirkt, ist begrenzt, da sie nicht durch eine Zwangsbewegung von der Fahrbahn eingeleitet wird, sondern aus der Bewegungsenergie des Rades bzw. der Achse kommt. Sie darf auch nicht als schädliche Dämpfungskraft angesehen werden, da diese Bewegungsenergie in jedem Falle von Feder und Wagenmasse aufgenommen werden muß und entsprechend der Aufteilung auf diese beiden zu Minderung der Bodenhaftung und Stoß auf den Wagen führt.
  • Zur theoretischen Begriffsbestimmung für die Wirkungsweise der Trägheitsmasse 6 und der Federn 9 als beschleunigungsabhängiges Ventil sei darauf hingewiesen, daß dieses Feder-Masse-System nicht im schwingungstechnischen Sinne als Beschleunigungsmeßanordnung anzusehen ist. Hierzu wäre Voraussetzung, daß seine Eigenschwingungszahl groß gegenüber der höchsten Betriebsschwingungszahl ist. Ein solches hochabgestimmtes System würde aber nur kleine Ausschläge machen und bedürfte zur Steuerung der Durchflußöffnung einer Übersetzung. Die Verwendung eines solchen Systems im Rahmen der Erfindung liegt innerhalb des Schutzanspruchs, aber im beschriebenen Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein tiefabgestimmtes System mit verhältnismäßig weichen Federn, das bereits bei geringen Beschleunigungen große Ausschläge ergibt und direkte Steuerung der Durchflußöffnung ermöglicht. Im schwingungstechnischen Sinne ist es als Wegmesser anzusehen und wirkt auch als solcher im Bereich kleiner Radausschläge, wie oben beschrieben. Bei großen Ausschlägen und Beschleunigungen legt sich die Trägheitsmasse 6 nach Freigabe der Öffnung am Ende ihres freien Weges im Kolben 3 an und wird von diesem statt durch die zu weichen Federn auf die Kolbengeschwindigkeit gebracht, um bei Wegfall oder Umkehr der Beschleunigung durch ihre Trägheit und die Federwirkung in die Schließstellung oder auf die andere Seite zu laufen. Nur in einem mittleren Bereich großer Radausschläge mit kleiner Beschleunigung, also kleiner Schwingungszahl, und im Falle unsymmetrischer Federfesselung auf der Seite der harten Federung arbeitet das System als kontinuierlicher Beschleunigungsmesser, da die Abstimmbedingung erfüllt ist, und bewirkt Teilfreigabe der Durchflußöffnung.
  • Alle Bewegungen der Trägheitsmasse verlaufen aperiodisch infolge der von ihrer Form abhängigen Dämpfung durch die Flüssigkeitsfüllung. Das Anschlagen in den Endlagen kann durch geeignete Formgebung besonders gedämpft werden.
  • Im folgenden ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die schematische Zeichnung Bild 2 beschrieben. In dem mit dem Fahrzeugrahmen verbundenen Zylinder 1 gleitet der mit dem Fahrzeugrad bzw. der Achse durch die Kolbenstange 2 verbundene Stoßdämpferholben 3. In einer Querbohrung 4; in die Durchflußkanäle 5 münden, ist ein Hahnküken 6 mit Durchflußkanal 5a und einseitiger Massenverteilung, Trägheitsmasse 6a, drehbar gelagert und durch nicht gezeichnete Federn in der gezeichneten Schließstellung gehalten. Ebenfalls nicht gezeichnete Anschläge begrenzen beiderseits die Drehbewegung des Hahnkükens nach voller Freigabe des Durchflusses. Die Hohlräume sind mit Stoßdämpferflüssigkeit gefüllt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist dieselbe wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel, mit dem Unterschied, daß die Trägheitsmasse eine Drehbewegung ausführt.
  • Ein Vorteil dieser Ausführungsart ist größerer konstruktiver Spielraum, z. B. erleichterte Unterbringung freier Durchflußquerschnitte, bessere Beherrschbarkeit der Bewegungsdämpfung für die Trägheitsmasse und freiere Wahl der Öffnungsfunktion durch geeignete Gestaltung der Öffnungskanten.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Flüssigkeits-Teleskop-Stoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit Beeinflussung einer Durchflußöffnung durch eine Trägheitsmasse, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung von Durchflußöffnung und Trägheitsmasse, daß die Öffnung bei positiver und/oder negativer Radbeschleunigung vergrößert wird.
  2. 2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse und die von ihr zu beeinflussende Durchflußöffnung in dem mit dem Rad verbundenen Stoßdämpferteil untergebracht sind.
  3. 3. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse als Sperrglied oder als Teil eines Sperrgliedes in der Durchflußöffnung ausgebildet ist und in ihrer durch Federkraft bestimmten Ruhelage diese ganz oder teilweise schließt und bei Beschleunigung des Rades durch ihre Relativbewegung freigibt.
  4. 4. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, 2 und 3, bei dem der Stoßdämpferkolben mit dem Rad verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Stoßdämpferkolben in einer gleichachsigen, beiderseits geschlossenen Bohrung eine kolbenförmige, axial durchbohrte Trägheitsmasse einen oder mehrere Kanäle steuert, die Ober- und Unterseite des Stoßdämpferkolbens verbinden.
  5. 5. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, 2 und 3, bei dem der Stoßdämpferkolben mit dem Rad verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß quer im Stoßdämpferkolben ein Halmküken mit exzentrischer Trägheitsmasse gelagert ist, das einen oder zwei Kanäle steuert, die Ober- und Unterseite des Stoßdämp.ferkolbens verbinden.
  6. 6. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine gewünschte Öffnungsfunktion durch geeignete Gestaltung der Öffnungskanten erzielt wird.
  7. 7. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrglied mit solcher Überdeckung der Durchflußöffnung ausgebildet ist oder mit solchem Spiel mit der Trägheitsmasse verbunden ist, daß die Öffnung bei kleinen Bewegungen des Rades geschlossen bleibt. B.
  8. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Federung der Trägheitsmasse in den beiden Bewegungsrichtungen verschiedene Federkennzahlen aufweist.
  9. 9. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Federung der Trägheitsmasse in einer oder beiden Bewegungsrichtungen gleichförmig oder stufenweise progressiv wirkt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 911466.
DEW14504A 1954-07-26 1954-07-26 Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge Pending DE1045256B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW14504A DE1045256B (de) 1954-07-26 1954-07-26 Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW14504A DE1045256B (de) 1954-07-26 1954-07-26 Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1045256B true DE1045256B (de) 1958-11-27

Family

ID=7595296

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW14504A Pending DE1045256B (de) 1954-07-26 1954-07-26 Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1045256B (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220683B (de) 1961-03-13 1966-07-07 Grinnell Corp Hydraulischer Stossdaempfer in einer Aufhaengeeinrichtung fuer Rohrleitungssysteme
DE1243463B (de) 1963-08-02 1967-06-29 Bendix Corp Stossdaempfer
DE1264165B (de) * 1964-10-24 1968-03-21 Deutsche Bundesbahn Hydraulischer Schwingungsdaempfer
US4082169A (en) * 1975-12-12 1978-04-04 Bowles Romald E Acceleration controlled fluidic shock absorber
EP0682191A1 (de) * 1994-05-11 1995-11-15 Messier Bugatti Sicherheitsvorrichtung für ein System an Bord eines Fahrzeuges, insbesondere eines Flugzeuges
CN119122992A (zh) * 2024-11-13 2024-12-13 盐城大丰盛源机械有限责任公司 一种电动车减震器

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE911466C (de) * 1951-08-28 1954-05-13 Iakronprinzia Ag Federung fuer Fahrzeuge, insbesondere zur Verwendung in Teleskopgabeln fuer Kraftraeder

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE911466C (de) * 1951-08-28 1954-05-13 Iakronprinzia Ag Federung fuer Fahrzeuge, insbesondere zur Verwendung in Teleskopgabeln fuer Kraftraeder

Cited By (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220683B (de) 1961-03-13 1966-07-07 Grinnell Corp Hydraulischer Stossdaempfer in einer Aufhaengeeinrichtung fuer Rohrleitungssysteme
DE1243463B (de) 1963-08-02 1967-06-29 Bendix Corp Stossdaempfer
DE1264165B (de) * 1964-10-24 1968-03-21 Deutsche Bundesbahn Hydraulischer Schwingungsdaempfer
US4082169A (en) * 1975-12-12 1978-04-04 Bowles Romald E Acceleration controlled fluidic shock absorber
EP0682191A1 (de) * 1994-05-11 1995-11-15 Messier Bugatti Sicherheitsvorrichtung für ein System an Bord eines Fahrzeuges, insbesondere eines Flugzeuges
FR2719880A1 (fr) * 1994-05-11 1995-11-17 Messier Bugatti Dispositif de sécurité à élément télescopique limiteur d'accélération, destiné à assurer la protection d'un système transporté à bord d'un véhicule en cas de choc.
US5538117A (en) * 1994-05-11 1996-07-23 Messier-Bugatti Safety device for a system transported on board a vehicle, in particular an aircraft
CN119122992A (zh) * 2024-11-13 2024-12-13 盐城大丰盛源机械有限责任公司 一种电动车减震器

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69002227T2 (de) Verfahren zur aufhängung eines fahrzeugrads.
DE2736026A1 (de) Verstellbares radaufhaengungssystem fuer fahrzeuge
DE102008030284B4 (de) Hochleistungs- Schwingplattenrichtgelenk
DE10314621B4 (de) Pneumatische Feder-Dämpfer-Einheit
EP1569810A1 (de) Verfahren zur schwingungsdämpfung
DE1455823A1 (de) Stossdaempfer
DE1045256B (de) Fluessigkeits-Teleskop-Stossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE102019121495A1 (de) Fahrzeugstossdämpfer
DE2139942B1 (de) Schwingungsdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit frequenzabhängig zuschaltbarem Zusatzdämpfventil
DE888051C (de) Teleskopfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE636733C (de) Abfederung fuer Kraftfahrzeuge mittels Gummihohlkoerper
DE802211C (de) Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE3202740A1 (de) Vorderradaufhaengung fuer motorraeder
DE2351813A1 (de) Mit hydraulischen stossdaempfern ausgeruestetes kraftfahrzeug
EP0100513B1 (de) Federung für Losräder von Schienenfahrzeugen
DE1209958B (de) Hydraulischer Schwingungsdaempfer fuer eine Waschmaschine mit Schleudergang
DE2350656A1 (de) Schwingungsdaempfer fuer ski
DE3503153A1 (de) Schwingungsdaempfer fuer fahrzeuge
DE444403C (de) Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE102012208684B4 (de) Dämpferanordnung
DE575162C (de) Luftfederung und Daempfung fuer Motorraeder o. dgl.
DE10201925C2 (de) Schwingungstilger in Kraftfahrzeugen, insbesondere mit einer Elektrobatterie als Tilgermasse
DE917049C (de) Federlasche
DE412410C (de) Federungsdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE607579C (de) Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge