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Fotoendoskop mit einem Spiegelreflexzwischenstück Die Erfindung bezieht
sich auf ein Fotoendoskop mit einem Spiegelreflexzwischenstück, durch das über eine
Optik und einen verschwenkbaren Spiegel wahlweise eine Beobachtung eines Objektes
in einer Körperhöhle oder eine Fotoaufnahme des Objektes nach Ausrichten des Spiegels
in die Optikachse oder z. B. nach Verschwenkung des Spiegels aus dem Strahlengang
für die Filmebene möglich ist, wobei das beobachtete Objekt von einer Lampe und
beim Fotografieren durch eine zusätzliche Fotolampe beleuchtet wird und wobei die
Spannung für die Fotolampe von einem Transformator, der auch die Beobachtungslampe
speist, abgenommen wird, wenn der Verschluß der Kamera ausgelöst und der Spiegel
in die Optik achse ausgerichtet oder aus dem Strahlengang für die Filmebene verschwenkt
wird.
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Bei der Beobachtung eines Objektes od. dgl. in einer Körperhöhle
mittels eines Endoskops wird im allgemeinen die Optik am freien Objektivende mit
einer Beleuchtungslampe versehen, die im allgemeinen mit einer Spannung zwischen
4 bis 6 Volt betrieben wird.
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Die üblichen Beleuchtungslampen lassen solche Betriebsspannungen zu,
ohne daß irgendwelche störenden Wärmeentwicklungen auftreten.
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Zur Herstellung von Fotos mit den eingangs erwähnten Fotoendoskope
ist man bisher so vorgegangen, daß die Optik mit einer zweiten zusätzlichen Beleuchtungslampe
bzw. Fotolampe ausgestattet wurde oder daß die zweite Fotolampe auf einem federnden
Arm eines besonderen Lampenträgerrohres angeordnet wurde, so daß diese Lampe sich
durch die durch den Schaft hindurchgeschobene Optik seitlich wegbiegt. Für die Herstellung
von Fotos ist eine verhältnismäßig große Helligkeit des Objektes erforderlich, so
daß man bisher Fotolampen benutzt hat, die bei der Anfertigung des Fotos kurzzeitig
mit einer zulässigen Höchstspannung, die für den Patienten unschädlich ist, beschickt
wurde. Es ist bekannt, diese Fotolampen mit einer Spannung bis zu 24 Volt zu beschicken,
wobei die Lampen 3 bis 4 Ampere aufnehmen. Damit ist kurzzeitig eine ausreichende
Helligkeit des Objektes zur Herstellung der Fotografie möglich, aber andererseits
wird die Lampe bei der vorerwähnten Leistung überlastet, so daß man bisher, um größere
Wärmeentwicklungen zu vermeiden und die Lebensdauer der Fotolampe auf ein beträchtliches
Maß zu halten, für die Fotolampe einen Zeitregler benutzt hat, durch den die Lampe
nur während der Zeit mit einer Überlastspannung bis zu 24 Volt beschickt wurde,
die der Belichtungszeit entspricht. Die einzelnen Spannungen für die Beobachtungslampe
und die Fotolampe wurden dabei Stufen eines Transformators entnommen, wobei in den
Fotolampenkreis der erwähnte Zeitschalter beliebigerAus-
führung eingebaut ist. Das
Aufleuchten der Fotolampe wurde dabei gleichzeitig mit dem Öffnen des Kameraverschlusses
und gleichzeitig mit einem Verschwenken des Spiegels in die Optikachse des Spiegelreflexzwischenstückes
ausgelöst.
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Es ist verständlich, daß bei der bekannten Ausführung die Fotolampe
während der kurzen Belichtungszeit des Films in der Kamera nicht auf die volle Leistung
gelangen kann, da der Lampenfaden eine bestimmte Trägheit besitzt, so daß die maximale
Helligkeit der Fotolampe - dem Öffnen des Kameraverschlusses nacheilt. Die Aufgabe
der Erfindung besteht nun darin, die Fotolampe sofort mit dem Öffnen des Kameraverschlusses
auf die maximale Leistung bzw.
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Bildhelligkeit zu bringen, und dementsprechend wird vorgeschlagen,
daß bei den eingangs erwähnten Foto endoskope die Fotolampe vor Öffnen des Kameraverschlusses
und vor der mit dem Öffnen des Verschlusses der Lampe zugeführten Fotospannung kurzzeitig
mit einer kleineren Heizspannung beschickt wird. Durch diese Heizspannung, die..für
die Lampe selbst völlig unschädlich ist, d. h. die Lampe ist nicht überlastet, und
zwischen 6 bis 15 Volt liegen kann, wird der Lampenfaden vor dem üblichen zuzuführenden
Stromstoß erhöhter Spannung beheizt, so daß dann durch die Fotospannung von etwa
24 Volt die maximale Lampenhelligkeit in dem Augenblick erreicht wird, in dem der
Kameraverschluß geöffnet wird. Dabei kann zusätzlich- die Zeitdauer der Fotospannung,
wie vorstehend beschrieben, durch einen automatischen Zeitregler eingestellt bzw.
beschränkt werden.
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In der Zeichnung ist das Fotoendoskop mit einem Spiegelreflexzwischenstück
gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht
des Fotoendoskops mit Transformator und Zeitschalter,
Fig. 2 einen
schematischen Längsschnitt durch das Spiegelreffexzwischenstück.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist das Fotoendoskop in üblicher Weise
ausgebildet, und zwar wird durch einen nicht dargestellten Endoskopschaft oder eine
Trokarhülse ein Lampenträgerrohr f hindurchgeführt, an dessen freiem Ende auf einer
federnden Zunge die Fotolampe 2 montiert ist, wobei der Lampenträger 1 selbst die
Rückleitung für eine Spannungsquelle darstellt, die andererseits über eine Leitung
3 an die Lampe 2 angeschlossen wird. Durch das Lampenträgerrohr 1 wird ein übliches
Ophkrohr 4 geschoben, an dessen freiem Ende eine Beobachtunhslampe 5 angeordnet
ist, die über ein Anschlußkabel 6 ebenso wie die Fotolampe 2 aus einer Stufe eines
Transformators 7 unter Spannung gesetzt wird, wobei die Spannung der Beobachtungslampe
5 in üblicher Weise etwa 4 bis 6 Volt beträgt. Auf das Okularende des Endoskops
wird ein Zwischenstück8 aufgesetzt, in dem ein kippbar oder z. B. aus dem Strahlengang
für die Filmebene herausschwenkbar gelagerter Spiegel 9 (Fig. 2) angeordnet ist.
Zur Beobachtung einer Körperhöhle bzw. eines Objektes in der Körperhöhle nimmt der
Spiegel 9 die in Fig. 2 gezeigte Stellung ein, so daß der Arzt über einen seitlichen
Einblick 10 die Körperhöhle beobachten kann, und zwar unter gleichzeitiger Ausleuchtung
der Körperhöhle durch die Beobachtungslampe 5. Mit dem Zwischenstück 8 wird andererseits
in Achsrichtung der Endoskopoptik eine Kamera 11 mit einem Film 12 verbunden, wobei
der Film 12 durch das Endoskop belichtet werden kann, wenn der Spiegel mit seiner
Ebene z. B. aus der Optikachse verschwenkt und der Verschluß der Kamera geöffnet
wird. Für dieses Verschwenken des Spiegels 9 und das Öffnen des Kameraverschlusses
ist beispielsweise ein Doppelauslöser 13 vorgesehen, durch den über Bowdenzüge 14
und 15 der Spiegel 9 verschwenkt und der Kameraverschluß geöffnet werden. Mit dem
verschwenkbaren Spiegel 9 sind nun Kontakte eines Anschlußstückes 16 verbunden,
deren eine Leitung 3 a an eine zu der Fotolampe 2 isoliert verlegte Leitung 3 anschließbar
ist, und zwar beispielsweise durch einen Stecker 17. Die andere Kon taktleitung3b
läuft zum Transformator 7, von dem aus die Rückleitung 6, die mit dem Lampenträger
1 leitend verbunden ist, zum Endoskop führt, dessen Sehaft bzw. Lampenträger Masseleitung
ist. Über die Doppelleitung 6 wird im übrigen die Beobachtungslampe 5 mit der vorerwähnten
Spannung betrieben, wobei diese Spannung durch den mittels eines Knopfes 18 einstellbaren
Widerstand auf den gewünschten Wert eingeregelt werden kann. Die Kontakte im Zwischenstück
16 Iiegen also mit einer Transformatorstufe und der Fotolampe 2 in einem Stromkreis,
und zwar ist die Stufe so bemessen, daß der Glühfaden der Fotolampe 2 bei Verschwenken
der Spiegelebene aus der Optikachse lediglich mit einer Heizspannung betrieben wird,
die etwa zwischen 6 bis 15 Volt betragen kann. Die Betätigung der Bowdenzüge 14
und 15 durch den Doppelauslöser 13 erfolgt nun so, daß zunächst der Spiegel 9 mit
seiner Ebene aus der Optikachse verschwenkt wird, wobei gleichzeitig der Heizstromkreis
der Fotolampe 2 über die Kontakte im Zwischenstück 16 eingeschaltet wird.
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Kurzzeitig hinter der Einschaltung des Heizstromkreises erfolgt durch
die weitere Betätigung des Auslösers 13 über den Bowdenzug 15 das Öffnen des
Kameraverschlusses,
und gleichzeitig mit dem Öffnen dieses Verschlusses werden zwei Kontakte 19 in Berührung
gebracht, die über zwei Leitungen20 zum Transformator 7 geführt sind und damit den
Stromkreis der Fotolampe 2 unter erhöhte Spannung bis zu 24 Volt setzen. Durch die
kurz vor Öffnen des Kameraverschlusses zugeführte Heizspannung wird die Trägheit
des Glühfadenmaterials der Fotolampe 2 im wesentlichen überwunden, so daß dann beim
Öffnen des Kameraverschlusses und die damit erfolgende Zufuhr der erhöhten Spannung
zur Fotolampe die maximale Leistung bzw. Helligkeit der Fotolampe erreicht wird,
d. h. dann, wenn der Kameraverschluß zur Herstellung des Fotos geöffnet ist.
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Die Zufuhr der erhöhten Spannung zur Fotolampe soll dabei möglichst
kurzzeitig erfolgen, und es kann für die Begrenzung der Zeitdauer der Spannungszufuhr
in dem Spannungskreis des Transformators ein an sich bekannter Zeitschalter 21 vorgesehen
werden, der in beliebiger Weise ausgebildet sein kann und durch den ohne weiteres
die zeitliche Begrenzung der erhöhten Spannungszufuhr möglich ist.
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PATNTANSPROCHE: 1, Fotoendoskop mit einem SpiegelreflexzwisCbenstück,
durch das über eine Optik und einen verschwenlsbaren Spiegel wahlweise eine Beobachtung
eines Objektes einer Körperhöhle od. dgl. oder eine Fotoaufnahme des Objektes nach
Ausrichten des Spiegels in die Optikachse oder Verschwenkung des Spiegels aus dem
Strahlengang für die Filmebene möglich ist, wobei das beobachtete Objekt von einer
Lampe und beim Fotografieren durch eine zusätzliche Fotolampe beleuchtet wird und
wobei die Spannung für die Fotolampe von einem Transformator, der auch die Beobachtungslampe
speist, abgenommen wird, wenn der Verschluß der Kamera ausgelöst und der Spiegel
in die Optikachse ausgerichtet oder aus dem Strahlengang für die Filmebene verschwenkt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Fotolampe (2) vor Öffnen des Kameraverschlusses
und der damit der Fotolampe zugeführten Fotospannung kurzzeitig mit einer kleineren
Heizspannung beschiclX wird.