DE1044225B - Stetig arbeitende elektrische Regel- und Steuereinrichtung mit grossem Verstellbereich - Google Patents
Stetig arbeitende elektrische Regel- und Steuereinrichtung mit grossem VerstellbereichInfo
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- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
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Description
DEUTSCHES
Bei Regel- und Steuereinrichtungen ist der Stellmotor üblicherweise für die volle Leistung der Regelstrecke
bemessen. So muß ζ. B.-bei der Druck- und Mengenregelung das Regelventil· in der Regelstrecke
angeordnet sein und den vollen Druck- bzw. Mengenbereich ausregeln können. Bei einer Ofenregelung
muß vom Regler die volle Ofenheizleistung beeinflußt
werden. Wird z. B. ein elektrischer Regler für einen Ofen mit 20 kW Heizleistung verwendet, so muß der
Stellmotor, d.h. in diesem Fall -beispielsweise die Thyratronendstufe oder eine Steuerdrossel, für 20 kW
Leistung bemessen sein. Da die Stellgröße hierbei in mehreren Stufen verstärkt werden muß und das
Regelorgan entsprechend groß zu dimensionieren ist, werden die Regelorgane relativ aufwendig.
Durch die Anordnung gemäß der Erfindung lassen sich die Stellmotoren für wesentlich kleinere Leistungen
und damit billiger ausführen.
Auch die erforderlichen Verstellkräfte können praktisch beliebig klein gewählt werden, so daß bei den
meisten Reglertypen mit einer Verstärkerstufe auszukommen ist.
Bei der Regel- und Steuereinrichtung gemäß der Erfindung wird ein stetig arbeitender, nur für einen
Teil des Regelbereiches ausgelegter Regler verwendet,
und es werden jeweils beim Überschreiten des Teilbereiches durch vom Regler gesteuerte Kippdrosseln
zu dem vom Regler stetig-einstellbaren Teilbereich
feste,- der Stellgrößenordnung beim Durchlaufen des : Teilbereiches entsprechende Stellgrößenstufen zügeschaltet.
Das eine Stellorgan bewirkt eine stetige Verstellung der Regelstrecke in einem relativ kleinen Bereich.
Hierzu -werden die üblichen Stellmotortypen für entsprechend geringe Leistung verwendet.
Ein weiteres Stellorgan oder mehrere Stellorgane bestehen aus einfachen Schaltorganen und nur in
»Auf«- bzw. »Zu«.-Stellung (bzw. Ein- oder Aus-Stellung)
überführbareni Stellmotoren. Wird der Einstellbereich
des- stetig veränderbaren Organs überschritten,
so wird durch eine Kippdrossel ein Schalter betätigt und die Stellgröße um einen festen Betrag erhöht, der
etwas kleiner ist als der Verstellbereich des stetig veränderbaren Organs.
Kippdrosselschaltungen sind an sich bekannt und in der Literatur eingehend beschrieben. Als Kippdrossel
wirkt beispielsweise jede rückgekoppelte Magnetverstärkerstufe, wenn die Rückkopplungswirkung
sehr groß gewählt ist, so- daß die Windungszahl der Rückkopplungswicklungen die Größe der Windungszahl
der- Arbeitswicklungen erreicht. Es tritt dann, wenn der Steuerstrom einen bestimmten Wert überschreitet,
eine sprunghafte Vergrößerung des Arbeitsstromes auf. Dieser Arbeitsstrom bleibt auch noch
Stetig arbeitende elektrische Regel-
und Steuereinrichtung mit großem
Verstellbereich
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Dr. Herbert Matuschka, Karlsruhe,
ist als Erfinder genannt wordeii
ist als Erfinder genannt wordeii
bestehen, wenn der Steuerstrom wieder abnimmt, und erreicht seinen Ausgangswert erst bei sehr viel geringerem
Steuerstrom. Diese bekannten Vorgänge .werden' an Hand der Fig. 1 b und 1 c der Zeichnung bei der
Darstellung der Erfindung näher erläutert. Die Regel- und Steuereinrichtung gemäß der Erfindung kann für
beliebige zu regelnde Größen, wie z. B. Druck, Durchfluß- oder Fördermenge, Temperatur, Feuchte usw.,
verwendet werden. Auch Drehmomente, z. B. für den Antrieb von Arbeitsmaschinen oder Fahrzeugen,
lassen sich hierdurch auf einen konstanten Wert einregeln.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in den Fig. 1 bis 4 beschrieben. Als Beispiel ist hier
jeweils eine Ofenregelung schematisch dargestellt. Wie bereits erwähnt, ist die Erfindung jedoch auf beliebige
Regelprobleme anwendbar.
Fig. 1 zeigt die S teuer charakteristik einer Steuerdrossel und die Arbeitscharakteristik von zwei Kippdrosseln,
während Fig. 2 die Anwendung der Erfindung für zwei mittels zweier Kippdrosseln zusätzlich
einschaltbare Heizstufen in einem Prinzipschaltbild zeigt.
Diese Schaltung kann natürlich im Sinne der Erfindung beliebig erweitert und für weitere Heizstufen
angewendet werden. Fig. 3 zeigt als Beispiel die Verwendung von vier zusätzlichen Heizstufen, wobei die
Steuerung dieser Heizstufen durch nur zwei Kippdrosseln erfolgt.
Fig. 4 schließlich erläutert schematisch die Regelung einer Arbeitsmaschine. Dieses Problem ist, wie
die Skizze zeigt, mit den gleichen Mitteln der Erfindung zu lösen.
In der Fig. 2 soll die Temperatur des Ofens O
konstant gehalten werden. Zu diesem Zweck sind im
.809 679i/248
Innern des Ofens die Heizwicklungen H1, H2 und H3
angeordnet. Während der Heizwicklung H1 über die
Steuerdrossel 3 ständig Heizleistung zugeführt wird, wird die Heizwicklung H2 mittels des Schalters 4 nur
eingeschaltet, wenn die von der Heizwicklung H1 abgegebene
Leistung nicht ausreicht, um die Ofentemperatur zu halten. H3 wird schließlich durch den
Schalter 5 dazugeschaltet, wenn auch die Heizleistungen der Wicklungen H1 und H2 noch nicht genügen.
Die Stärke des in der S teuer wicklung 6 der Steuerdrossel 3 fließenden Gleichstromes wird vom Regler R
eingestellt.
Die Schalter 4 und 7 werden von der Kippdrossel 1 betätigt, während der Schalter 5 von der Kippdrossel 2
geschaltet wird. Die Bedeutung des Schalters 8 wird weiter unten erläutert. Es sei hier angenommen, daß
sämtliche Heizwicklungen annähernd die gleiche Heizleistung abgeben können. Zunächst ist statt des Schalters
8 eine durchgehende Verbindung zu denken. Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Kippdrossel und
ihres Zusammenarbeitens mit der Steuerdrossel 3 sei auf die Fig. 1 verwiesen. In der Skizze 1 a ist die
Charakteristik der Steuerdrossel dargestellt. Als Abszisse ist der Steuerstrom in der Wicklung 6 und
als Ordinate die der Heizwicklung H1 zugeführte Heizleistung eingetragen. Die Fig. Ib zeigt die Abhängigkeit
des in der Relaisspule der Kippdrossel 1 fließenden Stromes (Ordinate) vom Steuerstrom.
Fig. 1 c stellt die gleichen Verhältnisse für die Kippdrossel 2 dar. An Hand der Fig. 1 und 2 soll
jetzt die Arbeitsweise der Kippdrosseln und der dazugehörigen Schaltung erläutert werden: Wird der Ofen
angeheizt, so ist zunächst nur die Heizwicklung H1
über die Steuerdrossel 3 in Betrieb. Je nach der erforderlichen Heizleistung stellt der Regler R den Steuerstrom
in der Spule 6 ein. Die Heizleistung ändert sich gemäß der in Fig. 1 a dargestellten Kurve. Reicht die
in dieser Figur als Ordinate dargestellte Heizleistung noch nicht aus, um die gewünschte Ofentemperatur
zu erhalten, so wird schließlich mit Hilfe des Reglers R der Punkt 11 auf dear Kurve erreicht, und der Strom
in der Relaisspule der Kippdrossel 1 erhöht sich plötzlich vom Wert 12 auf den Wert 13, löst hierdurch das
zugehörige Relais aus, und dieses schließt den Schalter 4 und öffnet gleichzeitig den Schalter 7. Durch das
Schließen des Schalters 4 wird die Heizwicklung H2
eingeschaltet. Ihre Heizleistung ist so gewählt, daß sie etwas unter der maximal von der Wicklung Ji1
aufgebrachten Leistung liegt. Der Steuerstrom in der Steuerdrossel 3 geht nach dem Einschalten der Heizwicklung
H2 infolge der selbsttätigen Einstellung des Reglers R bis in die Nähe des Punktes 9 in Fig. 1 a
zurück. Ist zur Einhaltung der am Regler eingestellten Ofentemperatur eine weitere Steigerung der Heizleistung erforderlich, so wird der Steuerstrom der
Drossel 3 wieder ansteigen und die Heizleistung der Wicklung H1 gemäß der Kurve Fig. 1 a zunehmen. Da
jedoch jetzt die Kippdrossel 2 ebenfalls vom Steuerstrom durchflossen wird (Schalter 7 ist geöffnet), so
ändert sich der in ihrer Relaisspule fließende Auslösestrom gemäß dem unteren Ast der Kurve in Fig. Ic.
Wird jetzt wiederum der Punkt 11 in Fig. la erreicht,
so kippt die Drossel 2 vom Punkt 14 in den Punkt 15 und löst hierbei den Schalter 5 aus. Hierdurch
wird die Heizwicklung H3 eingeschaltet, und die von der Heizwicklung Zi1 aufzubringende Heizleistung
geht bis in die Nähe des Punktes 10 in Fig. 1 c zurück. Falls die eingestellte Ofentemperatur immer
noch nicht erreicht ist, kann jetzt nochmals die Heizwicklung H1 voll ausgesteuert werden. Im Beispiel der
Fig. 2 kann also mit der Steuerdrossel 3, die nur für etwa ein Drittel der Gesamtleistung der Wicklungen
H1, H2 und H3 ausgelegt ist, der gesamte Regelbereich
beherrscht werden.
Wie schon erwähnt, läßt sich die Fig. 2 noch beliebig erweitern, und es können entsprechend weitere
Kippdrosseln mit zugeordneten Heizwicklungen angebracht werden.
Damit nach dem Hochkippen der Drossel 1 die Kippdrossel 2 nicht mitkippt, wenn z. B. der Schalter
7 schon geöffnet wird und der Steuerstrom aber vielleicht noch oberhalb des Punktes 11 in Fig. 1 a
liegt, kann die Auslösung des Schalters 7 verzögert erfolgen. Als Verzögerung kann z. B. ein ablaufendes
Federwerk dienen.
Es sei nun noch der in umgekehrter Richtung verlaufende Regelvorgang betrachtet, wenn die Ofentemperatur
zu hoch liegt und die Heizleistung also gedrosselt werden muß. Es soll angenommen werden,
daß alle drei Heizwicklungen eingeschaltet sind. Hat die Steuerdrossel die Heizwicklung bis auf den Punkt
10 (Fig. 1 a) zurückgeregelt, so kippt die Drossel 2 vom Punkt 16 auf den Punkt 17 und läßt den Anker
des zugehörigen Relais los. Der Schalter 5 wird geöffnet und die Heizwicklung H3 abgeschaltet. Die
Heizwicklung Ji1 wird jetzt wieder von einem stärkeren
Steuerstrom durchflossen. Nehmen wir an, daß die Ofentemperatur immer noch zu hoch ist, so geht
der Steuerstrom in der Wicklung 6 wiederum zurück; die Heizleistung (Ji1) verringert sich bis zum Punkt 9.
Hier kippt jetzt die Drossel 1 vom Punkt 18 auf den Punkt 19. Ihr Relais fällt ab, und der Schalter 4 wird
geöffnet, während Schalter 7 geschlossen wird. Jetzt ist der anfangs betrachtete Schaltzustand erreicht,
indem lediglich die Heizwicklung H1 arbeitet. In dem
beschriebenen Beispiel ist angenommen, daß die Heizleistung, die von der Wicklung H1 aufgebracht werden
kann, dem in Fig. 1 a mit I bezeichneten Betrag, während die von der Wicklung Ji2 aufgebrachte Leistung
dem etwas kleineren Wert II entspricht. Die Heizleistung der Wicklung H3 ist wiederum etwas kleiner
und wird durch den Betrag III dargestellt.
Der vom Regler gelieferte Steuerstrom muß unabhängig von der Belastung vom Steuerkreis sein, d. h.,
der Strom darf sich nicht ändern, wenn die Kippdrossel 2 durch öffnen des Schalters 7 zugeschaltet
wird. Dies läßt sich z. B. durch einen Stabilisierungswiderstand im Stromkreis in bekannter Weise erreichen.
Im folgenden sei angenommen, daß die Heizwicklung H2 wie im vorigen Beispiel eine etwas kleinere
Heizleistung erreicht als die Heizwicklung H1, daß
jedoch die Wicklung H3 annähernd die doppelte Heizleistung
wie die Wicklung H2 erzeugt. In diesem Fall ergibt sich die Schaltung wie in Fig. 2 skizziert; es
ist lediglich der Schalter 8 einzufügen und eine Vorrichtung an der Kippdrossel 1 anzubringen, die ein
Kippen der Kippdrossel 1 -in Abhängigkeit von der Stellung der Drossel 2 ermöglicht. Das Hochkippen
der Drossel wird z. B. durch einen kurzzeitigen Gleichspannungsimpuls bewirkt, während das Zurückkippen
durch kurzzeitiges Kurzschließen der Drossel 1 erfolgen kann. Es wird wieder der Regelvorgang beim
Hochfahren des Ofens betrachtet. Das Hochkippen der Drossel 1 sowie das Einschalten der Heizwicklung H2
erfolgt wie oben beschrieben. Reicht die Heizleitung immer noch nicht aus, so kippt die Drossel 2 hoch,
schaltet hierbei die Heizwicklung H3 ein und bringt
durch kurzzeitiges Schließen des Schalters 8 die Kippdrossel 1 und dessen Relais zum Abfallen, so daß die
Heizwicklung H2 wieder ausgeschaltet wird. Der
Schalter 7 bleibt jedoch in geöffneter Stellung stehen. Reicht die Heizleitung immer noch nicht aus, so wird
nach erneutem Durchlaufen der Kurve Fig. 1 a das Relais der Kippdrossel 1 wieder eingeschaltet und somit
auch die Wicklung H2 erneut zugeschaltet. In diesem Fall kann also die vierfache Heizleistung der
Wicklung H1 für die Regelung nutzbar gemacht werden,
während die Steuerdrossel lediglich für die Leistung der Wicklung H1 zu dimensionieren ist. Ist die
Ofentemperatur zu hoch, so muß zunächst die Kippdrossel 1 abfallen, deren Charakteristik für diesen
Fall nach Fig. 1 c zu bemessen ist. Muß die Heizleistung weiter vermindert werden, so fällt schließlich
die Kippdrossel 2 ab und gibt hierbei über die obenerwähnte Hilfseinrichtung einen Gleichspannungsimpuls auf die Drossel 1, die hierdurch hochgekippt
wird und die Heizwicklung H2 einschaltet. Diese zusätzliche
Einrichtung ist im Schema der Fig. 2 nicht gezeichnet. Sie wird jedoch im Zusammenhang der
Beschreibung zu der Fig. 3 erläutert.
Auch die oben beschriebene Schaltung läßt sich noch erweitern, so daß sich z. B. die Heizleistung der
Wicklungen H0 und folgende wie 1:2:4 usw. verhalten.
Statt dessen kann z. B. auch entsprechend der dezimalen. Gruppierung der Gewichtssätze bei Waagen
ein Verhältnis 1:2:2:5:10 usw. oder ähnlich gewählt werden.
In Fig. 3 sind fünf Heizwicklungen angeordnet, die durch nur zwei Kippdrosseln gesteuert werden.
Die Heizwicklungen H2.. .H5 können durch die
Schalter 20 ... 23 eingeschaltet werden. Die Heizleistungen dieser Wicklung können entweder annähernd
von gleicher Größe sein oder, wie oben beschrieben, in entsprechenden Verhältnissen zueinander
stehen. Im folgenden soll angenommen werden, daß die Heizleistungen annähernd gleich groß sind. Die
Schaltung läßt sich aber leicht so abwandeln, daß z. B. die Heizleistungen im Verhältnis 1:2:4:8 zueinander
stehen. Die Kippdrosseln 1 und 2 sind mit den Schaltern 24 und 25 und je mit einer entsprechenden Spannungsquelle
26 und 34 ausgerüstet, um ein Hochkippen der Drosseln in Abhängigkeit von entsprechenden
anderen Umschaltvorgängen unabhängig vom Steuerstrom bewirken zu können, d. h., das Hochkippen
soll erfolgen können, wenn sich der Steuerstrom z. B. innerhalb der durch die Punkte 17 und 14 in
Fig. 1 c gegebenen Grenzen bewegt. Wir betrachten nun wieder das Hochfahren des Ofens bis zum Einschalten
sämtlicher Heizwicklungen. Es sei angenommen, daß der Schalter 27 geöffnet und der Schalter 28
geschlossen ist. Nach dem Umkippen der Drossel 1 wird der Schalter 20 geschlossen und damit die Heiz
wicklung H2 eingeschaltet sowie der Schalter 28 geöffnet
und die Drossel 2 ebenfalls vom Steuerstrom durchflossen. Beim weiteren Ansteigen der Heizleistung
kippt schließlich die Drossel 2 hoch, schließt über ihr Relais den Schalter 21 und kurzzeitig den
Schalter 27, so daß die Drossel 1 auf den unteren Bereich der Kippkennlinie zurückgekippt wird. Gleichzeitig
wird hierbei das Relais der Kippdrossel 1 auf den Schalter 22 umgeschaltet, so daß bei nochmaligem
Durchlaufen der Kennlinie nach Fig. la von der Drossel 1 jetzt der Schalter 22 geschlossen und die
Heizwicklung H1 eingeschaltet werden kann. Gleichzeitig
mit diesem Schaltvorgang wird die Kippdrossel 2 mittels des Schalters 28 einen Augenblick
kurzgeschlossen und damit auf den unteren Teil der Kippkennlinie zurückgekippt. Außerdem wird das Relais
der Drossel 2 auf den Schalter 23 geschaltet, so daß beim erneuten Durchlaufen der Steuerkennlinie 1 a
jetzt durch das Relais der wiederum hochkippenden Drossel 2 der Schalter 23 und damit die Heizwicklung
H g eingeschaltet wird. In diesem Fall ist die äußerste Heizleistung des Ofens erreicht. Wird die
Ofentemperatur zu hoch, so erfolgen die Schaltvorgänge jetzt in umgekehrter Reihenfolge, d. h., die
Drossel 2 kippt zurück und öffnet den Schalter 23. Nach erneutem Durchlaufen der Steuerkennlinie kippt
die Drossel 1 zurück, öffnet den Schalter 22 und schließt kurzzeitig den Schalter 25, so daß die
Drossel 2 hochgekippt wird. Außerdem wird das Schaltrelais der Drossel 2 auf den Schalter 21 umgelegt.
Wird die Steuerkennlinie jetzt wiederum rückwärts durchlaufen, so kippt die Drossel 2 zurück,
öffnet den Schalter 21, schließt kurzzeitig den Schalter 24 und kippt damit die Drossel 1 hoch. Gleichzeitig
wird das Schaltrelais der Drossel 1 mit dem Schalter 20 verbunden, so daß nach Durchlaufen der Steuerkennlinie
jetzt die Drossel 1 in die Grundstellung kippt und den Schalter 20 öffnet. In diesem Fall ist
der Ausgangszustand, von dem die Beschreibung oben ausging, hergestellt.
In Fig. 4 soll das an die Arbeitsmaschine 29 übertragene Drehmoment konstant gehalten werden. Hierzu
sind die beiden Motoren 31 und 32 vorgesehen, die z. B. auf ein Differentialgetriebe 30 wirken. Die übrigen
Bezugsziffern der Fig. 4 haben die gleiche Bedeutung wie in der vorhergehenden Beschreibung. Reicht
die Leistung des von der Drossel 3 gesteuerten Motors 31 nicht aus, so· kippt die Drossel 1 hoch und
schließt den Schalter 33. Hierdurch wird der Motor 32 zugeschaltet. Entsprechend den früheren Beispielen
lassen sich natürlich auch beliebige weitere Stufen und Schaltkombinationen einführen. An Stelle von
mehreren Motoren kann beispielsweise auch ein einziger Motor und Getriebe mit mehreren Schaltgängen
verwendet werden. Reicht dann die Leistung des Motors nicht aus, um das geforderte Drehmoment
aufrechtzuerhalten, so wird ein entsprechend kleinerer Gang des Getriebes mittels einer Kippdrossel eingeschaltet.
Weitere Gänge lassen sich nach dem früher beschriebenen Schema schalten.
Auf diese Weise kann man z. B. bei einem Kraftfahrzeug die für optimales Betriebsverhalten erforderliche
Drehzahl des Motors und ein dementsprechend auf die Antriebsräder des Fahrzeugs ausgeübtes optimales
Drehmoment automatisch einstellen. Das Fahrzeug fährt hierbei z. B. in bergigem Gelände stets mit
optimalem Betriebsstoffverbrauch. So kann beispielsweise der Gashebel mittels einer Steuerdrossel 3 betätigt
und das Schalten der Gänge durch entsprechende Kippdrosseln besorgt werden.
Statt die Regelgröße durch die zusätzlichen Stellorgane stufenweise zu verstärken, kann prinzipiell für
bestimmte Anwendungsfälle in der gleichen Weise die Regelgröße in entsprechenden Stufen geschwächt
werden.
Als stetig veränderbares Stellorgan können statt einer Steuerdrossel auch beliebige, dem Verwendungszweck
angepaßte andere Stellmotoren, z. B. ein Thyratronverstärker oder auch pneumatische Organe, verwendet
werden.
Claims (11)
1. Stetig arbeitende elektrische Regel- und Steuereinrichtung mit großem Verstellbereich, z. B.
für Druck, Menge, Temperatur, Feuchte, Drehmoment, dadurch gekennzeichnet, daß ein stetig
arbeitender, nur für einen Teil des Regelbereiches ausgelegter Regler verwendet wird und jeweils
beim Überschreiten des Teilbereiches durch vom Regler gesteuerte Kippdrosseln zu dem vom Regler
stetige einstellbaren Teilbereich feste, der Stellgrößenänderung
beim Durchlaufen des Teilbereiches entsprechende Stellgrößenstufen zugeschaltet werden.
2. Regel-und Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlich einschaltbaren
Stellgrößenstufen die Regelgröße verstärken oder schwächen;
3. Regel- und Steuereinrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Steuerdrossel
zur Beeinflussung der stetig veränderbaren Stellgröße und eine oder mehrere, in den flachen
Kurventeilen der Steuercharakteristik der Steuerdrossel umschaltende Kippdrosseln.
4. Regel- und-Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der
stetig veränderbare Stellbereich größer ist als der bzw. die zusätzlich einschaltbaren Stellgrößenstufen.
5. Regel-und Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden mit mehreren Kippdrosseln und
entsprechend mehreren zusätzlichen Stellgrößenstufen, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen
Stellgrößenstufen verschieden groß sind.
6. Regel- und Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Umkippen der vorhergehenden Kippdrossel jeweils die nächstfolgende, gegebenenfalls nach
einer Verzögerungszeit eingeschaltet wird.
7. Regel- und Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß von
• nacheinander· einschaltbaren, festen ^Stellgrößen-Stufen
jeweils die nachfolgend eingeschaltete Stufe kleiner als die vorhergehende ist.
8. Regel- und Steuereinrichtung nach Anspruch 1
oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinanderfolgenden, ungleichen Stellgrößenstufen
sich z. B. wie 1:2:4 usw. oder 1:2:2:5:10:20 usw. verhalten.
9. Regel- und Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Einschalten jeder nachfolgenden Stellgrößenstufe die vorhergehende Stufe abgeschaltet und die zugehörige
Kippdrossel z. B. durch Kurzschließen zurückgekippt wird und daß beim Zurückkippen
der nachfolgenden Stufe die vorhergehende Stellgrößenstufe gleichzeitig eingeschaltet und deren
Kippdrossel durch einen Gleichspannungsimpuls wieder hochgekippt wird.
10. Regel- und Steuereinrichtung nach Anspruch l· oder folgenden, gekennzeichnet durch die
Verwendung von nur zwei Kippdrosseln zur Schaltung von mehr als zwei Stellgrößenstufen.
11. Regel- und · Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Einkippen der zweiten Kippstufe die erste Kippstufe ausgekippt und auf die nächstfolgende
Stellgrößenstufe geschaltet wird und daß beim Zurückkippen der zweiten Kippstufe die erste
Kippstufe selbsttätig eingekippt und auf die vorhergehende Stellgrößenstufe geschaltet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 500 930;
ETZ 1933, S. 1037; 1935, S. 1117;
(Deutsche) Elektrotechnik, 1949, S. 239;
Elektrotechnik und Maschinenbau, 1936, S. 349;
Buch von Uno Lamm: »The Transductor« Acta Polytechnica, Electrical Engineering Series, Vol. 1,
Nr. 5, Stockholm5, Schweden (1948), S. 16;
W. Geyger: »Magnetic Amplifier Circuits«, New York 1954, S. 105 bis 111, 168.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© «09-679ί248 11.5a
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES27736A DE1044225B (de) | 1952-03-20 | 1952-03-20 | Stetig arbeitende elektrische Regel- und Steuereinrichtung mit grossem Verstellbereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES27736A DE1044225B (de) | 1952-03-20 | 1952-03-20 | Stetig arbeitende elektrische Regel- und Steuereinrichtung mit grossem Verstellbereich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1044225B true DE1044225B (de) | 1958-11-20 |
Family
ID=7479199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES27736A Pending DE1044225B (de) | 1952-03-20 | 1952-03-20 | Stetig arbeitende elektrische Regel- und Steuereinrichtung mit grossem Verstellbereich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1044225B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1291799B (de) * | 1961-01-11 | 1969-04-03 | Siemens Ag | Anordnung zum Abstimmen eines Senders auf eine vorgegebene Sollfrequenz |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE500930C (de) * | 1926-06-24 | 1930-06-28 | Bbc Brown Boveri & Cie | Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Gluehoefen |
-
1952
- 1952-03-20 DE DES27736A patent/DE1044225B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE500930C (de) * | 1926-06-24 | 1930-06-28 | Bbc Brown Boveri & Cie | Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Gluehoefen |
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| DE1291799B (de) * | 1961-01-11 | 1969-04-03 | Siemens Ag | Anordnung zum Abstimmen eines Senders auf eine vorgegebene Sollfrequenz |
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