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Aufhängevorrichtung für Lampenschirme Die Erfindung betrifft eine
Aufhängevorrichtung für Lampenschirme mit einem in der Breite den Schirmlochdurchmesser
unterschreitenden Träger.
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Bei einer bekannten Aufhängevorrichtung dieser Art besteht dieser
Träger aus: einem U-förmigen Blechstreifen, dessen Breite den Schi:rmlochdurchmesser
unterschreitet und dessenw Stege- mit ihren auswärts gekröpften Enden den Schirm,
im Bereiche seines Lochrandes untergreifen. Dieser U-förmige Träger- weist einen
vorm der Mitte seines Bodensteges ausgehenden Schlitz für das ihn durchtretende
Pendel auf, der sich in den einen Seitensteg des Trägers- bis vor die Abkröpfung
erstreckt, und, außerdem einen in der axialen Verlängerung des erwähnten: Schlitzes
liegenden Schlitz- an dem anderen Seitensteg, der den an diesen Steg anschließenden
abgekröpften Bereich durchläuft, so daß dieser aus zwei Abstand haltenden Krallen
besteht. Infolge dieser Gestaltung kann man, während der Lampenschirm mit der einen
Hand angehoben gehalten wird, mit der anderen Hand diesen Träger um 90° zur Gebrauchslage
verschwenken und den Schirm nach unten unbehindert- abziehen' Eine solche Bedienungsweise
bereitet dann aber erhebliche Schwierigkeiten, wenn der Durchmesser des Lampenschirmes
nur gering ist. Wird umgekehrt in dieser Lage des Trägers. der Lampenschirm: nach.
oben: durchgeführt; so bereitet es ebenfalls Schwierigkeiten, ihn in die Gebrauchslage
zu verstellen. Da die Lampenschirme im der Regel aus stark durchscheinendem Material
bestehen, so wird. die Form des Trägers durch die Schattenbildung in einer das Aussehen
beeinträchtigenden Weise mindestens- in den Auflagebereichen. sichtbar. Außerdem
wird durch den länglichen Schlitz im Kopfteil des U-förmigen. Trägers dieser und
dadurch auch der Schirm selbst nicht in allen Richtungen örtlich festgelegt; so
daß eine symmetrische Aufhängung des Lampenschirmes nicht gewährleistet ist. Die
Lagerung eines Lampenschirmes in- der Weise, daß er am Schirmloch durch dieses untergreifende
Lappen getragen wird, versagt in der Regel auch in den Fällen, in denen bei moderner
Formgebung diese Bereiche bogenförmig, also nicht eben verlaufen. Ein solcher Träger
muß daher so, ausgebildet sein, daß eine gute Auflagerung selbst dann erzielt wird,
wenn, wie es bei Glasschirmen häufig der Fall ist, diese Aufhängebereiche am Schirmloch
einmal nicht gleichmäßig geformt werden. Der-Kopfteil des U-förmigen Trägers wird
im übrigen lediglich von dem oberen Nippel der Lampenfassung getragen, so daß man
nicht in der Lage ist, den Lampenschirm gegenüber der Fassung in- verschiedener
Höhe nach Belieben, aufzuhängen, eine Tatsache, die die ästhetische Wirkung der
Form eines Schirmes beim Aufleuchten der Lampe oft- leiden läßt. Erfindungsgemäß
werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß der Träger als niedriger, schwach
konischer, vorzugsweise aus Preßstoff bestehender Ringkörper mit zwei sich diametral
gegenüberliegenden Abflachungen ausgebildet ist, dessen oberer Durchmesser und der
Abstand der Abflachungen hinter dem Schirmlochdurchmesser zurücktreten, und daß
er gelenkig an einer in seinem Innenraum untergebrachten, auf dem Pendel in der
Höhe verstellbar befestigten Büchse gelagert ist. Die beiden diametral gegenüberliegenden
Drehzapfen können z. B. durch Schrauben gebildet werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
aus,Preßmasse jedoch bilden diese Zapfen einstückige Bestandteile des Ringkörpers,
die an dessen Innenwand angeordnet sind, während die Außenwand der Buchse als- Lager
für die- Zapfen dienende Ausnehmungerr aufweist.
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Es ist leicht erkennbar, daß durch diese Maßnahme der- Ringkörper
als Träger des Schirmes- räumlich und örtlich- festgelegt ist. Seine Verstellung
in- die Lage, in die der Lampenschirm übergeschoben oder abgenommen wird, lä.ßt
sich ohne Rücksicht auf den engen Durchmesser der Schirme dadurch in bequemer Weise
erreichen, daß er mit einem Finger oder einem Stab von oben her durch das Schirmloch
in die senkrechte Schwenklage verstellt wird, wobei es keine Schwierigkeiten gibt;
da der Ringkörper an der- vom Pendel gestützten inneren Büchse sicher und drehbar
abgestützt ist. Die an den Eckbereichen abgerundete Ringwand erleichtert im übrigen
den Vorgang des Abnehmens und Wiederaufschiebens eines Lampenschirmes dadurch, däß
sie zentrierend gegenüber dem Träger wirkt, den Lochrand des Schirmes also Ieitet.
Das Schattenbild eines derartigen Ringkörpers wird so gleichmäßig; daß sich aus
jeder Betrachtungsrichtung ein streifenförmiger Schatten ergibt, der nicht störend
wirkt. Die Anlenkung des Tragringes an den am Pendel abgestützten Büchsenkörper
erzwingt aber
auch eine gute Aufhängung. Die bei Glasschirmen nicht
immer gleichmäßige Schirmöffnung findet auf den Schrägflächen des Ringkörpers eine
gute Abstützung.
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Der Ringkörper wird bei einer bevorzugten Ausführungsform an seinem
unteren Ende vorteilhaft annähernd quadratisch ausgebildet, und nur die abgerundeten
Eckbereiche konvergieren als Auflager für den Lochrand des Schirmes nach oben hin.
Der Ringkörper besitzt im übrigen in seiner Seitenwand diametral gegenüberliegende,
in entgegengesetzten Richtungen verlaufende, nach dem oberen bzw. unteren Begrenzungsrande
hin offene Ausnehmungen zum Übergreifen des Pendels.
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DieLagerausnehmungen für dieDrehzapfen werden vorteilhaft im unteren
-Bereich halbkreisförmig ausgestaltet und besitzen im, oberen Bereich eine seitlich
gelegene Einführungsöffnung für die Drehzapfen. Mindestens einer der beiden Drehzapfen
kann einen nach oben hin verlaufenden Steg aufweisen, der die Schwenkbewegung des
Ringkörpers in die waagerechte Traglage durch Anstoßen an die aufwärtsverlaufende
Begrenzungswand der Ausnehmung der Büchse begrenzt.
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Der Ringkörper kann im übrigen durch federnde Mittel oder durch ungleiche
Gewichtsverteilung gegenüber der Achse der Drehzapfen so gestaltet sein, daß er
von selbst in die waagerechte Traglage zurückkehrt.
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Die Büchse kann einen prismatischen, gegebenenfalls mit Gewinde versehenen
Rohrfortsatz zur Befestigung der Abschlußklappe aufweisen. Wenn das Pendel-nicht
aus- einem starren Stab oder Rohr, sondern aus einem Kabel besteht, so kann die
Büchse in ihrem Innenraum- noch eine Klemmhülse enthalten.
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in der Zeichnung ist die Aufhängevorrichtung nach der Erfindung an
Ausführungsbeispielen näher erläutert. -Fig. 1 zeigt die Aufhängevorrichtung in
getrennten Teilen, also noch vor ihrer Vereinigung, Fig. 2 von oben, Fig. 3 im Gebrauch
im Schnitt, Fig. 4 und 5 verschiedene Ausbildungen der Klemmbüchse.
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- Auf dem Tragstab 1 ist die Klemmhülse 2 -durch eine Schraube 3 in
üblicher Weise befestigt: Die Klemmbüchse 2 besitzt an zwei diametral gegenüberliegenden
Stellen Ausnehmungen2a, deren Umrandung etwa J-förmige Gestalt aufweist. Sie ist
also in ihrem unteren Teile 25 halbkreisförmig als Lager für den Lagerzapfen ausgebildet,
verläuft dann senkrecht aufwärts im Bereich 29, sodann waagerecht im Bereich 2d
und weist im übrigen eine seitliche Öffnung 2e auf; durch die die Drehzapfen 4a
des verhältnismäßig niedrigen Ringkörpers 4 von seitwärts her in Schräglage in die
Ausnehmung 2a eingeführt werden können. Der Ringkörper 4 besitzt oberhalb der Drehzapfen
411 noch einen Steg 4b (Fig. 1), der einerseits durch Anstoßen an den aufrecht führenden
Rand 2° der Ausnehmung2a ein Aufwärtsschwenken des Ringkörpers 4 in dieser Richtung
begrenzt und andererseits durch den waagerecht verlaufenden Randbereich 2d der Ausnehmung
2a in dieser gesichert wird. Wenn man aber auf diese Sicherung nach oben verzichtet,-
so könnte die Öffnung 2e auch dort an Stelle der waagerechten Wandung 211 vorgesehen
sein.
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Damit der Ringkörper 4 aus seiner waagerechten Traglage möglichst
weit nach oben hin verschwenlirt werden kann, sind in den Seitenwandungen -diametral
gegenüberliegende Aüsnehmungen 4c vorgesehen, die nach dem entsprechenden oberen
bzw. unteren Rande 4d, 4e des Ringkörpers 4 hin offen sind. Sie sind so. groß bemessen,
daß sie dem Tragstab 1 bei der Verschwenkung Raum geben. Der Durchmesser des oberen
Randes 4d des Ringkörpers 4 ist enger als der innere Rand des Loches 5a des Schirmes
5 und kreisförmig. Der untere Rand 4e dagegen hat die Form eines Quadrates mit abgerundeten
Ecken. Die gleichgerichteten Ränder des Quadrates entsprechen diesem Durchmesser
der oberen Ringfläche 4d, aber die vier Eckbereiche 4f verlaufen nach oben hin konvergierend
und greifen daher in waagerechter Lage unter den Lochrand 5a des Schirmes 5. Durch
diese Auflagerung an vier Punkten werden Herstellfehler der Glasschirme beim Blasen
oder Schleifen ausgeglichen, die bisher sich in einem schiefen Sitz auswirkten.
Bei der Schnittdarstellung (Fig.3 und 4), die die Zapfenlagerung ebenso zeigen soll
wie die Auflagerung der Einschnürung 5a des Schirmes 5, - sind die Außenkanten 49
gestrichelt angedeutet.
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Die obere verschiebbare Abdeckklappe 6 kann auf einem prismatischen
rohrförmigen Fortsatz 21 (Fig. 3) durch eine Stellschraube öder, wenn der Fortsatz
2f außen Gewinde trägt, durch Innengewinde (Fig@4) befestigt werden.
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Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform der Büchse 2, die zur Befestigung
auf einem biegsamen Kabel 1 durch eine Klemmhülse 29 feststellbar ist.
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Der Tragstab 1 ist fertig mit Lampenfassung, Aufhängevorrichtung 2,
4, Abschlußkappe 6 und Baldachin montiert verkaufsbereit zu denken. Soll nun der
Schirm 5 von unten her über die Fassung auf die Aufhängevorrichtung 2, 4 aufgeschoben
oder nach unten hin entfernt werden, so. wird der Ringkörper 4 nur mit dem Finger
in annähernd senkrechte Lage geschwenkt, in der er in Fig. 1 unten gestrichelt eingezeichnet
ist, der Schirm nach oben übergeschoben und darauf der Ringkörper 4 in die waagerechte
Lage gemäß Fig.2 bis 5 geschwenkt, worauf der Schirm über die Tragflächen 4f nicht
mehr nach unten abzugleiten vermag.
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Die Einstellung dieser waagerechten Traglage kann auch durch besondere
Mittel zwangUufig herbeigeführt werden, z. B. durch eine Wickelfeder, die den einen
Tragzapfen umgibt und deren beide Enden sich entsprechend an der Klemmbüchse 2 und
an der Innenwand des Ringkörpers 4 in Löchern festsetzen. Man kann auch so vorgehen,
daß die Drehachse der Zapfen 4a ein wenig aus der Symmetrieachse verlegt wird, so
daß der eine Hebelärm größer ist als der andere, oder man kann den Aufwand an Preßmasse
für den Ringkörper 4 auf der einen Seite der dann nicht aus der Symmetrieachse zu
verlegenden Drehachse gewichtsmäßig schwerer -gestalten.
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Es ist im übrigen ohne weiteres zu erkennen, daß die Drehzapfen 4a
nicht unbedingt Bestandteile des Ringkörpers 4 sein müssen. Die Anbringung der Ausnehmung
2a einerseits und der Zapfen 4a können auch sinngemäß vertauscht werden. Im übrigen
können die Ausnehmungen 2a auch Bohrungen sein, wenn die Drehzapfen 411 als besondere
Schrauben od. dgl. an der entsprechenden Stelle in der Wandung- des Ringkörpers
4 untergebracht werden.