DE1043920B - Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen - Google Patents
Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten SchachtofenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B2/00—Lime, magnesia or dolomite
- C04B2/10—Preheating, burning calcining or cooling
- C04B2/12—Preheating, burning calcining or cooling in shaft or vertical furnaces
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
DEUTSCHES
Es sind mit Hochofengichtgas beheizte Kalkschachtöfen- in Betrieb, bei welchen Abgas vom Ofenkopf
mit einer Temperatur von etwa 400° C in einem Rekuperator Gichtgas auf etwa 200° C erhitzt, das
danach in die Brennzone des Schachtofens geleitet
wird. Da die Verbrennungsluft nach Durchströmen der Kühlzone des Schachtofens: hocherhitzt in die
untere Brennzone eintritt, treten in der unteren Brennzone hohe Verbrennungstemperaturen auf, so
daß der Ka1Ik teilweise hartgebrannt wird. :
Es ist bekannt, beim Brennen von Kalkstein im gasbeheizten Schachtofen einen Teil· des Abgases, der
Brennzone durch die Vorwärmzone des Schiachtofens, den anderen Teil des Abgases-durch einen Brenngaserhitzer
zu leiten, in welchem das Brenngas vor dem Eintritt in die Brennzone des Schachtofens durch'den
etwa ■_ 900° C heißen Abgasteilstrom bis auf etwa
750° C erhitzt wird. Dieses Verfahren bat zwar,- den Vorteil, daß der thermische Wirkungsgrad des mit
Hochofengichtgas beheizten Kalkschachtofens von 60 ao auf etwa 80 bis 90"Av erhöht-wird1, ist aber für die
Praxis·:-ungeeignet, weil .es""wegen der" sehr hohen
Gasverbrennungstemperaturen in der unteren Brennzone zur Sinterung des Kalkes und Zerstörung- des
Ofenfutters führt. Auf diese Weise kann^weidg
gebrannter Kalk bei hohem thermischem-Wirkungs
grad nicht erzeugt werden.
Das Ziel, weichgebrannten Kalk mit hohem thermischem
Wirkungsgrad zu erzeugen, kann bei Anwendung der bekannten Abgasumwälzung, bei welcher
dem 900° C heißen Abgas vor dem Eintritt in das Umwälzgebläse kalte Luft oder kühleres Abgas zugesetzt
wird, ebenfalls nicht erreicht werden, da dieses Abgasumwälzverfahren sogar zu einer Senkung
des thermischen Wirkungsgrades führt. Ein anderes Abgasumwälzverfahren, bei welchem Abgas
von der Zersetzungs temperatur mit kühlerem Brenngas gemischt und diese Mischung von dem Umwälzgebläse
in die untere Brennzone eingeleitet wird, führt zwar zu keiner Senkung des thermischen Wirkungsgrades,
kann aber nicht angewendet werden, wenn das Brenngas vorher auf 650 bis 750° C vorgewärmt
wird, da die Mischung von 900° C heißem Abgas und solchem hocherhitztem Brenngas eine Temperatur
aufweisen würde, welche das Umwälzgebläse nicht aushält.
Um einen weichgebrannten Kalk bei hohem thermischem Wirkungsgrad zu erreichen, wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, beim Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen
Abgas etwa der Zersetzungstemperarur des Brenngutes aus dem Schachtofen und danach durch einen
Brenngaserhitzer in ein Gebläse zu leiten, wobei einerseits in dein Brenngaeerhitzer die Temperatur
Verfahren zum Brennen von Kalkstein,
Dolomit oder Magnesit
im gasbeheizten Schachtofen
im gasbeheizten Schachtofen
Anmelder:
Rheinische Kalksteinwerke G. m. b. H.,
Wülfrath (RhId.)
Wülfrath (RhId.)
Dr.-Ing. Hans Eigen, Remscheid-Lennep,. _,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
des, Abgases unter die hochstzulässige Gebläse1:
temperatur (etw-a 650° C) gesenkt ,,-und die Tempej
ratiir des Brenngases über die""' höchstzulässige JGrebläsetemperatur erhöht wird und andererseits im
Brenngaserhitzer gekühltes Abgas in den unteren Teil {fer-Brennzone oder in den oberen Teil der Kühlzone
des Schachtofens gefördert wird.
Ferner wird vorgeschlagen, einen Teil des im Brenngaserhitzer gekühlten Abgases nicht in, die
Schüttsäule des Schachtofens zu fördern, sondern zur
Vorwärmung von Brenngas oder Gaserzeuger-Unterwind zu verwenden.
Es ist zwar schon ein Kalkschachtofen bekannt, bei welchem Brenngas stufenweise duxcfa heißes
Abgas erhitzt wird, doch wird bei diesem bekannten Verfahren das Abgas nach Verlassen des Brenngaserhitzers
von einem Gebläse ins Freie gefördert, während bei dem ernndungsgemäß vorgeschlagenen
Verfahren das im Brenngaserhitzer auf etwa 650° C gekühlte Abgas als Umwälzgas oder als Heizgas verwendet
wird.
Die Zeichnung zeigt ein Auisführungsbeispiel. Das Brenngut durchwandert nacheinander die Vorwärmzone
V, die Brennzone B und die Kühlzone Ä' des Schachtofens 1. Der für die Vorwärmung des Brenngutes
nicht benötigte Teil des Abgases der Brennzone
B wird mit 900° C Temperatur durch die Leitung 2 abgezogen und durch den Brenngaserhitzer
3 geleitet, in dem es einen Teil seiner Wärme rekuperativ an Brenngas abgibt und sich dabei auf
650° C abkühlt. Es wird dann vom Heißabgasgebläse 4 angesaugt, das einen Teil des 650° C heißen
Gases durch die Leitung 5 in die untere Brennzone des Schachtofens und den anderen Teil durch die
Leitung 6, den Gaserhitzer 7 und die Leitung· 8 ins
Freie drückt. Das kalte Brenngas wird vom Gebläse 12 durch die Leitung 9 und den Gaserhitzer 7 gedruckt
und gelangt, auf etwa 200° C vorgewärmt, in die Leitung 10 und dann in den Brenngaserhitzer 3,
in dem es von 200 auf 700° C erhitzt wird, und schließlich durch die Leitung 11 in die untere Brennzone
des Schachtofens, wobei es sich mit Abgas von 650° C mischt.
Bei dem vorgeschlagenen Verfahren strömt in der Zeiteinheit durch den Brenngaserhitzer 3 eine größere
Abgasmenge als durch den Gaserhitzer 7, was zwei Vorteile hat: Erstens wird im Brenngaserhitzer 3 ein
größerer Wärmeübergang und damit eine beträchtliche Brenngasvorwärmung erreicht, und zweitens
wird durch die Verminderung der Abgasgeschwindigkeit und -menge im Gaserhitzer 7 eine wirksame
Kühlung des Abgases erzielt.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, daß infolge der sinnreichen Kombination der thermiische
Wirkungsgrad nicht wesentlich sinkt, obwohl das Umwälzgas nur mit 650° C statt mit 900° C in die
untere Brennzone eingeleitet wird, weil der sieb aus der Umwälzung ergebende Wärmeverlust durch die
Erhöhung der Brenngastemperatur von 200 auf
700° C weitgehend, kompensiert wird.
Das vorgeschlagene Verfahren hat ferner gegenüber
dem bekannten Verfahren, das Abgas mittels einer Treibdüse umzuwälzen, einerseits den Vorteil eines
wesentlich geringeren Gebläseistromverbrauchs für die Umwälzung des Abgases und andererseits den Vorteil
einer hohen Brenngasvorwärmung.
Bei Verwendung eines Gaserzeugers mit Schwelaufsatz kann das entteerte Schwelgas aus dem
Schwelaufsatz mit etwa 850° C mit dem etwa 700° C heißen entstaubten Klargas· zu einem Brenngas mit
200 bis 250° C gemischt werden, welches dem Brenngaserhitzer 3 zugeführt und* in ihm erhitzt wird. Der
Gaserhitzer 7 dient dann, zweckmäßigerweise zur Erwärmung des Gaserzeuger-Unterwindes. Es besteht
weiter die Möglichkeit, das etwa 700° C heiße Klargas nach Austritt aus dem Gaserzeuger und nach
Entstaubung .in einem Multiklon unmittelbar in die Brennzone des Schachtofens zu leiten und lediglich
das entteerte Schwelgas im Brenngaserhitzer 3 zu erhitzen. Die im Kalkofenbetrieb bei Verwendung von
teerbaltigen Gasen auftretende Verstopfung von Kanälen und Zügen wird auf diese Weise vermieden
und trotzdem eine gute Wärmewirtschaft erreicht.
Claims (2)
1. Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen,
bei welchem Abgas etwa der Zersetzungstemperatur de» Brenngutes aus dem Schachtofen
und danach durch einen Brenngaserhitzer in ein Gebläse geleitet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Brenngaserhitzer die Temperatur des Abgases unter die hochstzulässige Gebläsetemperatur
(etwa 650° C) gesenkt und die Temperatur des Brenngases über die hochstzulässige Gebläsetemperatur
erhöht wird und daß das im Brenngaserhitzer gekühlte Abgas in den oberen Teil der
Kühlzone· des Schachtofens oder in den unteren Teil der Biennzone des Schachtofens gefördert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil des im Brenngaserhitzer gekühltem Abgases nicht in die Schüttsäule des
Schachtofens gefördert, sondern zur Vorwärmung von. Brenngas oder Gaserzeuger-Unterwind verwendet
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 944479;
USA.-Patentschriften Nr. 2 199 384, 2 370281.
Deutsche Patentschrift Nr. 944479;
USA.-Patentschriften Nr. 2 199 384, 2 370281.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© S09 674/T07 11,58.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10765A DE1043920B (de) | 1955-05-23 | 1955-05-23 | Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10765A DE1043920B (de) | 1955-05-23 | 1955-05-23 | Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1043920B true DE1043920B (de) | 1958-11-13 |
Family
ID=7067942
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE10765A Pending DE1043920B (de) | 1955-05-23 | 1955-05-23 | Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1043920B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2199384A (en) * | 1938-02-26 | 1940-05-07 | Victor J Azbe | Calcining apparatus |
| US2370281A (en) * | 1942-11-04 | 1945-02-27 | Victor J Azbe | Calcining apparatus |
| DE944479C (de) * | 1953-01-08 | 1956-06-14 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zum Brennen oder Sintern von Kalkstein oder sonstigen Karbonaten in gasbeheizten OEfen mit Abgasumwaelzung |
-
1955
- 1955-05-23 DE DEE10765A patent/DE1043920B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2199384A (en) * | 1938-02-26 | 1940-05-07 | Victor J Azbe | Calcining apparatus |
| US2370281A (en) * | 1942-11-04 | 1945-02-27 | Victor J Azbe | Calcining apparatus |
| DE944479C (de) * | 1953-01-08 | 1956-06-14 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zum Brennen oder Sintern von Kalkstein oder sonstigen Karbonaten in gasbeheizten OEfen mit Abgasumwaelzung |
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