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DE1043920B - Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen - Google Patents

Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen

Info

Publication number
DE1043920B
DE1043920B DEE10765A DEE0010765A DE1043920B DE 1043920 B DE1043920 B DE 1043920B DE E10765 A DEE10765 A DE E10765A DE E0010765 A DEE0010765 A DE E0010765A DE 1043920 B DE1043920 B DE 1043920B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
shaft furnace
fuel gas
exhaust gas
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE10765A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Eigen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Kalksteinwerke GmbH
Original Assignee
Rheinische Kalksteinwerke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Kalksteinwerke GmbH filed Critical Rheinische Kalksteinwerke GmbH
Priority to DEE10765A priority Critical patent/DE1043920B/de
Publication of DE1043920B publication Critical patent/DE1043920B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/10Preheating, burning calcining or cooling
    • C04B2/12Preheating, burning calcining or cooling in shaft or vertical furnaces

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es sind mit Hochofengichtgas beheizte Kalkschachtöfen- in Betrieb, bei welchen Abgas vom Ofenkopf mit einer Temperatur von etwa 400° C in einem Rekuperator Gichtgas auf etwa 200° C erhitzt, das danach in die Brennzone des Schachtofens geleitet wird. Da die Verbrennungsluft nach Durchströmen der Kühlzone des Schachtofens: hocherhitzt in die untere Brennzone eintritt, treten in der unteren Brennzone hohe Verbrennungstemperaturen auf, so daß der Ka1Ik teilweise hartgebrannt wird. :
Es ist bekannt, beim Brennen von Kalkstein im gasbeheizten Schachtofen einen Teil· des Abgases, der Brennzone durch die Vorwärmzone des Schiachtofens, den anderen Teil des Abgases-durch einen Brenngaserhitzer zu leiten, in welchem das Brenngas vor dem Eintritt in die Brennzone des Schachtofens durch'den etwa ■_ 900° C heißen Abgasteilstrom bis auf etwa 750° C erhitzt wird. Dieses Verfahren bat zwar,- den Vorteil, daß der thermische Wirkungsgrad des mit Hochofengichtgas beheizten Kalkschachtofens von 60 ao auf etwa 80 bis 90"Av erhöht-wird1, ist aber für die Praxis·:-ungeeignet, weil .es""wegen der" sehr hohen Gasverbrennungstemperaturen in der unteren Brennzone zur Sinterung des Kalkes und Zerstörung- des
Ofenfutters führt. Auf diese Weise kann^weidg
gebrannter Kalk bei hohem thermischem-Wirkungs
grad nicht erzeugt werden.
Das Ziel, weichgebrannten Kalk mit hohem thermischem Wirkungsgrad zu erzeugen, kann bei Anwendung der bekannten Abgasumwälzung, bei welcher dem 900° C heißen Abgas vor dem Eintritt in das Umwälzgebläse kalte Luft oder kühleres Abgas zugesetzt wird, ebenfalls nicht erreicht werden, da dieses Abgasumwälzverfahren sogar zu einer Senkung des thermischen Wirkungsgrades führt. Ein anderes Abgasumwälzverfahren, bei welchem Abgas von der Zersetzungs temperatur mit kühlerem Brenngas gemischt und diese Mischung von dem Umwälzgebläse in die untere Brennzone eingeleitet wird, führt zwar zu keiner Senkung des thermischen Wirkungsgrades, kann aber nicht angewendet werden, wenn das Brenngas vorher auf 650 bis 750° C vorgewärmt wird, da die Mischung von 900° C heißem Abgas und solchem hocherhitztem Brenngas eine Temperatur aufweisen würde, welche das Umwälzgebläse nicht aushält.
Um einen weichgebrannten Kalk bei hohem thermischem Wirkungsgrad zu erreichen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, beim Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen Abgas etwa der Zersetzungstemperarur des Brenngutes aus dem Schachtofen und danach durch einen Brenngaserhitzer in ein Gebläse zu leiten, wobei einerseits in dein Brenngaeerhitzer die Temperatur Verfahren zum Brennen von Kalkstein,
Dolomit oder Magnesit
im gasbeheizten Schachtofen
Anmelder:
Rheinische Kalksteinwerke G. m. b. H.,
Wülfrath (RhId.)
Dr.-Ing. Hans Eigen, Remscheid-Lennep,. _,
ist als Erfinder genannt worden
des, Abgases unter die hochstzulässige Gebläse1: temperatur (etw-a 650° C) gesenkt ,,-und die Tempej ratiir des Brenngases über die""' höchstzulässige JGrebläsetemperatur erhöht wird und andererseits im Brenngaserhitzer gekühltes Abgas in den unteren Teil {fer-Brennzone oder in den oberen Teil der Kühlzone des Schachtofens gefördert wird.
Ferner wird vorgeschlagen, einen Teil des im Brenngaserhitzer gekühlten Abgases nicht in, die Schüttsäule des Schachtofens zu fördern, sondern zur Vorwärmung von Brenngas oder Gaserzeuger-Unterwind zu verwenden.
Es ist zwar schon ein Kalkschachtofen bekannt, bei welchem Brenngas stufenweise duxcfa heißes Abgas erhitzt wird, doch wird bei diesem bekannten Verfahren das Abgas nach Verlassen des Brenngaserhitzers von einem Gebläse ins Freie gefördert, während bei dem ernndungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren das im Brenngaserhitzer auf etwa 650° C gekühlte Abgas als Umwälzgas oder als Heizgas verwendet wird.
Die Zeichnung zeigt ein Auisführungsbeispiel. Das Brenngut durchwandert nacheinander die Vorwärmzone V, die Brennzone B und die Kühlzone Ä' des Schachtofens 1. Der für die Vorwärmung des Brenngutes nicht benötigte Teil des Abgases der Brennzone B wird mit 900° C Temperatur durch die Leitung 2 abgezogen und durch den Brenngaserhitzer 3 geleitet, in dem es einen Teil seiner Wärme rekuperativ an Brenngas abgibt und sich dabei auf 650° C abkühlt. Es wird dann vom Heißabgasgebläse 4 angesaugt, das einen Teil des 650° C heißen Gases durch die Leitung 5 in die untere Brennzone des Schachtofens und den anderen Teil durch die
Leitung 6, den Gaserhitzer 7 und die Leitung· 8 ins Freie drückt. Das kalte Brenngas wird vom Gebläse 12 durch die Leitung 9 und den Gaserhitzer 7 gedruckt und gelangt, auf etwa 200° C vorgewärmt, in die Leitung 10 und dann in den Brenngaserhitzer 3, in dem es von 200 auf 700° C erhitzt wird, und schließlich durch die Leitung 11 in die untere Brennzone des Schachtofens, wobei es sich mit Abgas von 650° C mischt.
Bei dem vorgeschlagenen Verfahren strömt in der Zeiteinheit durch den Brenngaserhitzer 3 eine größere Abgasmenge als durch den Gaserhitzer 7, was zwei Vorteile hat: Erstens wird im Brenngaserhitzer 3 ein größerer Wärmeübergang und damit eine beträchtliche Brenngasvorwärmung erreicht, und zweitens wird durch die Verminderung der Abgasgeschwindigkeit und -menge im Gaserhitzer 7 eine wirksame Kühlung des Abgases erzielt.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, daß infolge der sinnreichen Kombination der thermiische Wirkungsgrad nicht wesentlich sinkt, obwohl das Umwälzgas nur mit 650° C statt mit 900° C in die untere Brennzone eingeleitet wird, weil der sieb aus der Umwälzung ergebende Wärmeverlust durch die Erhöhung der Brenngastemperatur von 200 auf 700° C weitgehend, kompensiert wird.
Das vorgeschlagene Verfahren hat ferner gegenüber dem bekannten Verfahren, das Abgas mittels einer Treibdüse umzuwälzen, einerseits den Vorteil eines wesentlich geringeren Gebläseistromverbrauchs für die Umwälzung des Abgases und andererseits den Vorteil einer hohen Brenngasvorwärmung.
Bei Verwendung eines Gaserzeugers mit Schwelaufsatz kann das entteerte Schwelgas aus dem Schwelaufsatz mit etwa 850° C mit dem etwa 700° C heißen entstaubten Klargas· zu einem Brenngas mit 200 bis 250° C gemischt werden, welches dem Brenngaserhitzer 3 zugeführt und* in ihm erhitzt wird. Der Gaserhitzer 7 dient dann, zweckmäßigerweise zur Erwärmung des Gaserzeuger-Unterwindes. Es besteht weiter die Möglichkeit, das etwa 700° C heiße Klargas nach Austritt aus dem Gaserzeuger und nach Entstaubung .in einem Multiklon unmittelbar in die Brennzone des Schachtofens zu leiten und lediglich das entteerte Schwelgas im Brenngaserhitzer 3 zu erhitzen. Die im Kalkofenbetrieb bei Verwendung von teerbaltigen Gasen auftretende Verstopfung von Kanälen und Zügen wird auf diese Weise vermieden und trotzdem eine gute Wärmewirtschaft erreicht.

Claims (2)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen, bei welchem Abgas etwa der Zersetzungstemperatur de» Brenngutes aus dem Schachtofen und danach durch einen Brenngaserhitzer in ein Gebläse geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Brenngaserhitzer die Temperatur des Abgases unter die hochstzulässige Gebläsetemperatur (etwa 650° C) gesenkt und die Temperatur des Brenngases über die hochstzulässige Gebläsetemperatur erhöht wird und daß das im Brenngaserhitzer gekühlte Abgas in den oberen Teil der Kühlzone· des Schachtofens oder in den unteren Teil der Biennzone des Schachtofens gefördert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des im Brenngaserhitzer gekühltem Abgases nicht in die Schüttsäule des Schachtofens gefördert, sondern zur Vorwärmung von. Brenngas oder Gaserzeuger-Unterwind verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 944479;
USA.-Patentschriften Nr. 2 199 384, 2 370281.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© S09 674/T07 11,58.
DEE10765A 1955-05-23 1955-05-23 Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen Pending DE1043920B (de)

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Publications (1)

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DE1043920B true DE1043920B (de) 1958-11-13

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DEE10765A Pending DE1043920B (de) 1955-05-23 1955-05-23 Verfahren zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2199384A (en) * 1938-02-26 1940-05-07 Victor J Azbe Calcining apparatus
US2370281A (en) * 1942-11-04 1945-02-27 Victor J Azbe Calcining apparatus
DE944479C (de) * 1953-01-08 1956-06-14 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zum Brennen oder Sintern von Kalkstein oder sonstigen Karbonaten in gasbeheizten OEfen mit Abgasumwaelzung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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