DE1043768B - Platten-Siebboden - Google Patents
Platten-SiebbodenInfo
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- DE1043768B DE1043768B DER20598A DER0020598A DE1043768B DE 1043768 B DE1043768 B DE 1043768B DE R20598 A DER20598 A DE R20598A DE R0020598 A DER0020598 A DE R0020598A DE 1043768 B DE1043768 B DE 1043768B
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
- B07B1/00—Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
- B07B1/46—Constructional details of screens in general; Cleaning or heating of screens
- B07B1/4609—Constructional details of screens in general; Cleaning or heating of screens constructional details of screening surfaces or meshes
Landscapes
- Laminated Bodies (AREA)
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
- Platten-Siebboden In der Technik des Siebens und des Zentrifugierens werden Lochbleche oder Platten-Siebböden wegen ihrer Einfachheit, ihres homogenen Verbandes und ihrer bequemen Einbaumöglichkeit bevorzugt. Die wesentlichen Kriterien für jedes Trennorgan in Siebmaschinen sind aber Leistung und Lebensdauer. Die Leistung hängt von der offenen Siebfläche ab, der beim Lochvorgang deshalb Grenzen gesetzt sind, weil harte und (oder) korrosionsfeste Stähle, insbesondere bei feineren Lochungen, dem Durchstanzen einen Widerstand entgegensetzen, der nur die sogenannte weit gestellte Lochung erlaubt, d. h. der Abstand zwischen den Öffnungen muß größer sein als normal üblich. Damit sinkt die offene Siebfläche und mit ihr proportional die Arbeitsleistung der Maschine. Der gleiche Umstand des Lochungswiderstandes wirkt sich auch ungünstig hinsichtlich der Lebensdauer aus, da das Verhältnis zwischen Lochweite und Blechstärke eng begrenzt ist. Die Blechstärke bestimmt aber nahezu ausschließlich die Lebensdauer. Dieser Umstand hat die Einführung besonders verschleißfester Werkstoffe, deren Eignung für die Siebtechnik außer Frage steht, bisher verhindert.
- Die Versuche, diesen Nachteilen auszuweichen, ]gaben sich im wesentlichen auf die Anwendung sogenannter Spaltsiebe, die wegen ihrer Schwere, ihrer mangelnden Präzision und ihres schwierigen Einbaues nur ungern verwendet werden, sowie auf besondere Lochvorgänge, die das Verhältnis zwischen Lochweite und Blechstärke etwas verbessern, beschränkt. Diese Lochvorgänge bewirken aber zumeist kein rundes oder schlitzförmiges Loch, wie es für die exakte Trennung erforderlich ist.
- Es hat Mehrschichten-Lochbleche gegeben, bei denen ein besonders verschleißfestes Blech auf einer im Sinne des Verschleißes geringwertigeren Unterlage befestigt ist. Diese Kombination war jedoch wieder den Gesetzmäßigkeiten unterworfen, weiche beim Lochvorgang generell für das Verhältnis zwischen Lochweite und Blechstärke gelten. Auch bei Gitter-Siebböden ist ein Verfahren bekanntgeworden, das verschleißfeste Werkstoffe mit geringwertigeren verbindet.
- Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, für die Siebtechnik hochverschleißfeste Hartkeramiken oder Sintermetalle zu verwenden, die bisher für derartige Zwecke generell ausschieden, weil ihre mangelnde Dehnung und damit die fehlende Eignung für die verformende oder spanabhebende Bearbeitung jeden Versuch in dieser Richtung scheitern ließen. Erfindungsgemäß werden derartige Siebböden dadurch gebildet, daß hochschleißfesteKörper durch einen Kleber oder eine plastische Masse derart mosaikartig miteinander verbunden werden, daß sie Öffnungen zwischen sich frei lassen, welche ein leichtes mechanisches Entfernen der darunter befindlichen Masse zum Zweck der Bildung von Sieböffnungen zulassen. Dies geschieht in der Weise, daß kleine verschleißfeste Körper in eine plastische Unterlage eingedrückt oder nur auf einer Unterlage festgeklebt und derart aneinandergereiht werden, daß zwischen ihnen Siehöffnungen entstehen. Die Erfindung bringt derartige und andere als besonders verschleißfest, aber nicht mit normalen Mitteln als lochfähig geltende Stoffe in eine so günstige Raumform, daß ihre Verwendung als Siebwerkstoff möglich wird.
- An Hand der Zeichnung, welche einige Ausführungsbeispiele dar stellt, soll die Erfindung näher erläutert werden. E5 zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf einen aus sechseckigen Formkörpern zusammengesetzten Siebboden, Fig. ? einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf einen durch kreisförmige Formkörper gebildeten Siebboden, Fig. '- einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 3. Fig.5 eine Draufsicht auf einen aus länglichen Formkörpern gebildeten Siebboden, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt des Siebbodens nach Fig. 6 auf einer :1-lontageplatte, mit Distanzkörpern versehen.
- Fig.8 eine Draufsicht auf einen aus versetzten quadratischen Formkörpern gebildeten Siebboden. Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 8 und Fig. 10 einen Schnitt des Siebbodens nach Fig.9, auf einer Montageplatte liegend, mit vergleichsweise geringer Schichtdicke der Kleb- oder plastischen Masse.
- Die verschleißfesten Körper 1, 2 werden durch ein Klebemittel 3 miteinander verbunden, wobei zusätzlich noch eine Plattenunterlage 4 verwendet werden kann. Es kann aber auch die Kombination verschleißfester Körper-Klebemasse allein in die Anwendungsmaschine eingesetzt werden. Durch entsprechende Kombination von Formkörpern läßt sich jede in der Siebtechnik erforderliche Sieböffnung und jede Richtung der Sieböffnung erzielen. Das letztere ist für Zentrifugensiebe besonders wichtig, weil dort die Schlitzrichtung in Austragrichtung verlaufen soll.
- Ein mögliches Herstellungsverfahren ist durch die Kombination von Klebemittel 3 und Unterlagplatte 4 gegeben, die eine Lochung in den Zwischenräumen zwischen den verschleißfesten Körpern dadurch ermöglichen, daß sowohl der Kleber als auch die Unterlag platte thermoplastisch sind. Dann ist es möglich, mit einer erwärmten Nadel die Zwischenräume zu entfernen, nachdem der Klebverband fest geworden ist. Es können aber auch vorher gelochte Unterlagplatten verwendet werden. Vorteilhaft ist als Unterlage eine nach Streckmetallart hergestellte Platte, da sich der Klebstoff in deren Öffnungen und Rauhigkeiten gut festsetzt. Je kleiner der verschleißfeste Körper wird, um so weniger treten die statischen und dynamischen Kräfte nachteilig in Erscheinung. Schließlich ist es möglich, dem verschleißfesten Körper eine Form zu geben, die eine Verankerung in der Klebemasse durch eine Einschnürung 5 begünstigt. In diesem Fall braucht es sich nicht um eine Klebemasse zu handeln; es kann auch ein plastischer Stoff genügen, da die Verankerung durch die besondere Formgebung des verschleißfesten Körpers erfolgt. Man kann dann den Siehverband auf einer Unterlage 7 lösbar zusammensetzen und hierbei die Sieböffnung durch Zwischenstücke 6 in Form und Größe fixieren. Anschließend wird diese Konstruktion auf der Rückseite mit dem elastischen oder klebenden Stoff 3 in der notwendigen Dicke aus- und aufgefüllt. Nach Entfernen der Zwischenstücke ist das Sieb fertig. Die Zwischenstücke6 können bei genügender Präzision der verschleißfesten Körper auch entfallen.
- Sollen Siebböden mit relativ großen Sieböffnungen hergestellt werden, so ist es auch möglich, die Formkörper so zusammenzusetzen, daß jeweils ein Gesamtkörper zur Bildung der Stegfläche zwischen den öffnungen aus mehreren Einzelkörpern zusammengefügt wird. Man kann also für die Herstellung feiner, mittlerer und grober Siebböden von einheitlichen Größen der verschleißfesten Körpern ausgehen.
- Es ist nach diesem Verfahren auch möglich, für sogenannte Prall- oder Aufschlagflächen Formkörper an Formkörper zu setzen, so daß eine geschlossene Fläche ohne Öffnungen entsteht. Die geringe und für alle Beanspruchungen günstige Formgebung und Ausdehnung der Einzelkörper erlaubt so erstmals die Verwendung hochverschleißfester, daher spröder Werkstoffe und diese in einen Kleber oder eine ursprünglich- plastische Masse einzubetten, so daß die Lebensdauer der Siebböden um ein Vielfaches steigt. So werden für das Sieben und Zentrifugieren neue Anwendungsgebiete erschlossen, die bisher aus Gründen des Verschleißes nicht wirtschaftlich erschließbar waren. Aber auch die Leistung der Maschinen steigt, da neben der günstigen Formgebung für die einzelne Sieböffnung im Sinne einer Konizität und damit eines geringen Durchgangswiderstandes nahezu jede beliebige Form oder Richtung der Sieböffnung möglich wird. Schließlich ist das Kriterium für die Siebleistung, die offene Siebfläche, besonders günstig. Insgesamt ergibt sich so für das Gebiet der Lochsiebböden ein wesentlicher Fortschritt mit der Möglichkeit, neue Sieb- und Zentrifugiereffekte für Stoffe zu erzielen, die bisher nicht oder doch nur äußerst schwierig zu behandeln waren.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Platten-Siebboden, dadurch gekennzeichnet, daß verschleißfeste Körper durch einen Kleber oder eine plastische Masse derart miteinander verbunden werden, daß sie Öffnungen zwischen sich frei lassen, welche ein leichtes mechanisches Entfernen der darunter befindlichen Masse zum Zweck der Bildung von Sieböffnungen zulassen.
- 2. Platten-Siebboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Belastungsfestigkeit der Kleber oder die plastische Masse als Zwischenschicht (3) zwischen den verschleißfesten Körpern (2) und einer Unterlagplatte (4) eingebracht wird.
- 3. Platten-Siebboden nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verschleißfesten Körper (2) Einschnürungen oder Aussparungen (5) aufweisen, welche eine Verankerung in einer plastischen oder zeitweilig plastischen Masse (3) ermöglichen.
- 4. Verfahren zur Herstellung von Platten-Siebböden nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl verschleißfester Körper in geregelter Mischung mit später entfernbaren Abstandskörpern auf den Kleber oder die plastische Masse aufgebracht werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandskörper durch Erwärmen wieder aus dem- Verband entfernt werden.
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