DE1043389B - Farbfernsehempfaenger - Google Patents
FarbfernsehempfaengerInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N9/00—Details of colour television systems
- H04N9/64—Circuits for processing colour signals
- H04N9/66—Circuits for processing colour signals for synchronous demodulators
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen Farbdemodulator und Synchrondetektar zur Verwendung in Farbfernsehempfängern
zum Zweck der Herstellung sowohl eines positiven wie eines negativen Verlaufs des demodulierten Signals.
Beim Farbfernsehen wird auf dem Wiedergabeschirm nicht nur die Helligkeitsverteilung wiedergegeben,
sondern es wird auch der Farbton und die Farbsättigung der Einzelheiten der Originalszene dargestellt.
Zum Zweck einer farbgetreuen Wiedergabe müssen die vom Sender übertragenen Signale vollständig
wiedergegeben werden. Man hat daher auf die Herstellung einfacher, aber genau arbeitender Demodulationsschaltungen
schon viel Mühe verwendet
Die Farbbilder können elektrisch übertragen werden, indem man nicht nur mit einer normalen Abtastung
das Originalbild in Bildelemente zerlegt, sondern auch das Licht dieser Bildeilemente in bestimmte Grundfarben
aufteilt und dadurch Signale gewinnt, welche jede dieser Grundfarben wiedergeben. Am Empfangsort kann dann das Farbbild durch geeignete Auswertung
dieser Grundfarbensignale aufgebaut werden.
Bei einem bekannten Fernsehsystem sind die drei Grundfarben rot, grün und blau. Sie erscheinen nicht
gleichmäßig hell, da sie in verschiedenen Teilen des Spektrums liegen und daher die Helligkeitsempfindung
verschieden stark anregen. Wenn die drei Grundfarben im richtigen Verhältnis gemischt werden, so
findet man, daß die grüne Grundfarbe, die in der Mitte des sichtbaren Spektrums liegt, 59% der Helligkeitsempfindung
ausmacht, während die blaue und die rote Grundfarbe nur 30 bzw. 11 o/o ausmachen. Man
kann also ein Farbfernsehsystem normverträglich im Sinne der Ermöglichung des Empfangs mit Schwarzweißempfängern
machen, indem man die roten, die blauen und die grünen Signale mischt und ein Einfarbensignal
F nach der Gleichung
F = 0,30 R + 0,59 G+ 0,11 B (1)
herstellt. Dieses Luminanzsignal soll in Übereinstimmung
mit den festgelegten Abtastnormen, nämlich mit 525 Zeilen, 60 Rastern je Sekunde und 30 Bildern je
Sekunde hergestellt werden und soll bezüglich der Bandbreite und bezüglich des Zusatzes von Synchronisier-
und Basisimpulsen wie ein normales Einfarbensignal behandelt werden.
Um farbige Bilder in einem Farbfernsehempfänger erzeugen zu können, ist es notwendig, wenigstens zwei
andere unabhängige Signale zusätzlich zu dem Luminanzsignal zu erzeugen, da die Farbwiedergabe drei
unabhängige Veränderliche erfordert. Wenn das System normverträglich sein soll, ist es notwendig,
diese zusätzlichen Signale ohne Störung durch das Farbfernsehempfänger
Anmelder:
Radio Corporation of America,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
München 23, Dunantstr. 6
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. Juni 1954
V. St. v. Amerika vom 22. Juni 1954
Roland Norman Rhodes, Levittown, Pa. (V. St. A.)
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Einfarbensignal in einem normalen Fernsehkanal übertragen zu können.
Da die Farbe nur drei Veränderliche enthält, kann man verlangen, daß die Übertragung mit nur drei
unabhängigen Signalen zu geschehen hat. Um jedoch die Forderung einer sogenannten umgekehrten Normverträglichkeit
zu erfüllen, d. h. in einem Farbempfänger auch ein Schwarzweißbild mittels eines gewöhnlichen
Einfarbensignals erzeugen zu können, empfiehlt es sich, mit Farbdifferenz- und Chrominanzsignalen zu arbeiten. Diese Chrominanzsignale werden
als das R— F-Signal, das G—F-Signal und das
B—F-Signal bezeichnet und geben an, wie jede Farbe
in der fernzusehenden Szene von der reinen Farbe derselben Luminanz abweicht.
Diese Farbdifferenzsignale können folgendermaßen geschrieben werden:
R- Y = 0,70R- 0,59G- O1UB, (2)
G- Y-= 0,30R + 0,41 G -0,11 B, (3)
B-Y = 0,30R- 0,59G + 0,89B, (4)
B-Y = 0,30R- 0,59G + 0,89B, (4)
wobei Y durch die Gleichung (1) definiert ist. Diese Gleichungen können nicht nach R, G und B aufgelöst
werden, derart, daß R, G und B durch R-Y, G-Y
und B-Y ausgedrückt werden, können jedoch so gelöst werden, daß jedes andere Chrominanzsignal durch
«09 673/141
die beiden übrigen ausgedrückt wird. Beispielsweise kann man schreiben:
G-Y=-0,51(R-Y)-0,19 (B-Y). (5)
Bei einer Art der Übertragung ist es also möglich, eine Übertragungsschaltung zu bauen, welche die richtigen
Größen des R— F-Signals und B— F-Signals
überträgt. Das R— F-Signal und das B— F-Signal
werden dann im Empfänger durch eine Matrix hindurchgeleitet, um das G — F-Signal zu gewinnen..
Wenn man diese Farbdifferenzsignale R—Y, G—Y
und B-Y mit dem Luminanzsignal F kombiniert,
können die richtigen Farbsignale gewonnen und der Farbwiedergabeeinrichtung zur Herstellung eines
farbigen Bildes zugeleitet werden.
Zwei der übertragenen Signale werden das /-Signal und das Q-Signal genannt. Das /-Signal ist ein Breitbandsignal,
welches die Farbinformation längs der Orange-Zyan-Linie enthält, während das Q-Signal ein
Signal schmaler Bandbreite ist, welches nur die Dreifarbeninformation
enthält. Das /- und das Q-Signal können durch die Farbdifferenzsignale folgendermaßen
ausgedrückt werden:
/ = 0,74 (R-Y) -0,27 (B - F),
Q = 0,48 (R-Y) +0,41 (B-Y).
Q = 0,48 (R-Y) +0,41 (B-Y).
Der Ausdruck für F als Funktion von R, G und B läßt sich in die Gleichungen (6) und (7) einsetzen, so
daß / und Q als Funktionen von Rot, Grün und Blau folgende Form annehmen:
/ = 0,60 R - 0,28 G - 0,32 B,
Q = 0,21 R -0,52 G +0,31 B.
Diese Gleichungen zeigen, wie die Signale/ und Q unmittelbar aus dem Kamerasignal hergestellt werden
können.
Auf der Sendeseite kann man auch die Gleichungen (6) und (7) auflösen, um zu zeigen, wie die Signale
R— Fund B-Y durch Kreuzmischung der Ausgänge der Detektoren für / und Q in einem Farbfernsehempfänger
gewonnen werden können, ohne die Zwischenstufen für R-Y und für B-Y zu durchlaufen.
Die gewünschten Ausdrücke sind:
22- F= 0,96/ + 0,62 Q, (10)
B-Y= 1,10/+ 1,7OQ. (11)
Das G— F-Signal zur Kombination mit dem F-Signal
zur Steuerung der grünen Grundfarbe im Empfänger kann entweder durch Kreuzmischung des R — F-Signals
und des B — F-Signals gewonnen werden oder durch Kreuzmischung des/-Signals und des Q-Signals
nach der folgenden Gleichung:
G-Y= -0,28/ -0,64 Q. (12)
Man sieht somit, daß durch geeignete Benutzung der Signale / und Q die Farbinformation im Empfänger
wiedergewonnen werden kann.
Es sei nun das Verfahren der Übertragung der Signale/ und Q betrachtet. Es ist bekannt, daß eine
Sinuskurve zwei unabhängige Informationswerte übertragen kann, indem man ihre Amplitude mit dem
einen und ihre Phase mit dem anderen moduliert. Dies ist gleichbedeutend damit, daß man die Sinuskurve in
zwei zueinander senkrechte Komponenten aufteilt und die Amplitude jeder Komponente entsprechend einem
Informaiionswert moduliert. Jede Modulation kann dann durch Überlagerung, durch Modulation oder
Abgreifen der Modulationsspannung mit einer Sinuskurve derselben Frequenz und Phase wie der Träger,
welcher die gewünschte Modulation trägt, gewonnen werden, Dieser- Vorgang wird gelegentlich als Synchrongleiehridhtung
bezeichnet und darf nicht mit anderen Arten von Gleichrichtung verwechselt werden,
durch welche eine Modulationshüllkurve gewonnen wird.
ίο Im praktischen Betrieb wird ein Farbunterträger
oder Chromasignal benutzt, welcher durch Modulation seiner aufeinander senkrecht stehenden Komponenten
mittels der Signale / und Q moduliert wird. Die dem Chiromasignal zugeordnete Frequenz beträgt in der
Praxis 3,58 MHz. Dieses ist eine Frequenz, die einem ungeradzahligen Vielfachen der halben Zeilenabtastfrequenz
entspricht. Da die spektralen Komponenten eines gewöhnlichen Fernsähsignals in der Hauptsache
in Intervallen mit dem Abstand der Zeilenfrequenz
ao auftreten, kann man durch Wahl eines ungeraden Vielfachen der halben Zeilenfrequenz die Farbinformation
in demselben Frequenzbereich wie das Luminanzsignal unterbringen bei einem Minimum von
gegenseitiger Störung.
Die genauen Phasen der Signale / und Q sind daher sehr kritisch. Es ist deshalb notwendig, die Synchronisierinformation
mit dem Fernsehsignal zu übertragen. Diese SynchTonisierinformation wird in Form
kurzer Wellenzüge übertragen, die aus etwa acht vollständigen Perioden des Signals von 3,58 MHz
gebildet werden, welche nach dem Zeilensynchronisierimpuls
übertragen werden. Die Phase dieses Wellenzuges ist um 57° gegenüber der Phase der
Komponente / voreilend, wobei diese Komponente der Komponente Q um 90° voreilt. Es läßt sich zeigen,
daß diese Phase um 180° gegenüber der Komponente B— F verschoben ist. Die Wahl dieses Wertes erlaubt
gewisse Vereinfachungen im Empfänger.
In dem Empfänger, der die Farbinformation wiederzugeben hat, wird von der Synchronisierungsinformation
zur Herstellung einer genau synchronisierten, örtlidh erzeugten fortlaufenden Spannung
Gebrauch gemacht, die sich für die Synchrongleichrichtung eignet. Wenn beispielsweise das /- und das
Q-Signal mittels der Syndhrongleichrichtung gewonnen werden, so folgt aus den Gleichungen (10), (11)
und (12), daß die Synchrongleicihrichtung weiterhin
so vorgenommen werden muß, daß die Signale / und Q mit positiver und negativer Polarität entstehen.
Ein Zweck der Erfindung besteht darin, einen Demodulator für ein phasenmodudiertes Unterträgersystem
anzugeben, welcher demodulierte Spannungen mit positiver und negativer Polarität liefert, die dann
entsprechenden Vereinigungsstufen zugeführt werden, die die gewünschten Chromasignale zur Steuerung
der Bildwiedergaberöhre liefern.
Es ist bereits eine Syndhrondemodiilatorschaltung
bekannt, die ein Ausgangssignal sowohl von positiver als auch von negativer Polarität erzeugt. Diese Schaltung
enthält zwei im wesentlichen unabhängige Trioden, deren Kathodenkreisen das Bezugssignal gegenphasig
zugeführt wird, wahrend an den parallel geschalteten Gittern das zu demodulierende Signal
liegt. An den Anodenimpedanzen der beiden Röhren können wegen der Gegenphasigkeit der in die jeweiligen
Kathodenkreise eingekuppelten Bezugssignale die demodulierten Signale mit entgegengesetzter Polarität
abgenommen werden. Die bekannte Schaltung stellt also zwei voneinander praktisch völlig unabhängige
Eintaktdemodulatoren dar, die lediglich
rangen aus dem betrachteten Fernsehkanal und aus dem benachbarten Fernsehkanal.
Das an der Ausgangsseite des Empfangsteiles 33 gewonnene Farbfernsehsignal enthält attdh die Toninformation.
Diese wird auf einem besonderen Träger mit 4,5 MHz Abstand von dem Bildträger übertragen.
Durch Benutzung von beispielsweise des Zwisdhenträgerverfahrans
kann diese Toninformation von der Bildinformation in dem Tondetektor und Verstärker
gegenphasig mit der Bezugsschwingung gespeist werden. Die in der erfindungsgemäßen Anordnung verwendete
Demodulatorschaltung liefert ebenso zwei Ausgangssignale entgegengesetzter Polarität, kommt
jedoch dabei mit einer einzigen Diode aus. Bei Verwendung von zwei Dioden wird eine Zweiwegdemodulation
erreicht.
Gemäß der Erfindung ist eine Schaltung zur Gewinnung
von drei Farbdifferenzsignalen aus einem
Chrominanzsignal, das aus einem bei verschiedenen io 35 getrennt werden und sodann einem Lautsprecher Phasen mit verschiedenen Farbsignalen amplituden- 37 zugeführt werden.
Chrominanzsignal, das aus einem bei verschiedenen io 35 getrennt werden und sodann einem Lautsprecher Phasen mit verschiedenen Farbsignalen amplituden- 37 zugeführt werden.
modulierten Farbunterträger besteht, mittels eines Die Bildinformation wird vom Empfangsteil 33
Bezugssignals, das die gleiche Frequenz wie der wenigstens vier Zweigen oder Kanälen des Farbfern-Unterträger
und eine der zu demodulierenden Farbe sehempfängers zugeleitet. Der erste Kanal liefert das
zugeordnete Phasenlage hat, gekennzeichnet durch die 15 Farbfernsehsignal an die Sdhaltungen zur Ablenkung
Kombination folgender Schaltungsmaßnahmen: und Hochspannungsversorgung 39, welche vertikale
a) zwei Synchrondemodulatoren mit je einem Serien- und horizontale Ablenksignade an das Ablenkjoch 65
Stromkreis, der, an einem Punkt eines Bezugs- und die Hochspannung an die letzte Anode 64 der
potentials (Masse) beginnend, der Reihe nach Farbwiedergaberöhre 63 liefert. Außerdem liefert der
einen ersten Arbeitskreis, einen Gleichrichter und 20 Rückimpulsgenerator 41, der gewöhnlich aus einer beeinen
zweiten Arbeitskreis enthält und wieder am sonderen Wicklung auf dem Hoehspannungstransfor-Ausgangspunkt
endet, mator in dem Teil 39 besteht, einen Verriegelungs-
b) Arbeitskreise der Synchrondemodulatoren in Form impuls 40, dessen Dauer etwa der Dauer des Farbvon
Impedanznetzwerken, die für Frequenzen im Synchronisierwellenzuges entspricht. Der Impuls 40
Bereich der Farbunterträgerfrequenz eine niedrige 25 wird der Trennstufe 43 für den Farbwellenzug zuge-Impedanz
und für Frequenzen im Bereich der die leitet, an der außerdem das Farbfernsehsignal liegt.
Farbinformation enthaltenden Modulationsfre- Die Ausgangsspannung dieser Trennstufe ist der
quenzen des Unterträgers eine hohe Impedanz Farbwellenzug. Dieser Wellenzug wird einem Oszildarstellen,
lator 45 zugeleitet, welcher entsprechend der Phase
c) eine erste Kopplungseinrichtung zur Zuführung 30 und der Frequenz des Farbwellenzuges eine Ausgangsdes
Chrominanzsignals, spanmmg von derselben Frequenz und Phase wie der
d) eine zweite Kopplungseinrichtung zur Zuführung Wellenzug liefert.
des Bezugssignals, Der Oszillator 45 liefert ein Signal an den Plus-
e) eine erste Ausgangsklemme, an der ein demodu- Minus-Q-Demodulator 53. Über den Phasenschieber
liertes Farbsignal einer Polarität von der Gleich- 35 47 liefert der Oszillator 45 ein zweites Signal an den
richterseite des ersten Arbeitskreises und eine Plus-Minus-7-Demodulator 55. Diese beiden an 53
und 55 gelieferten Signale haben eine solche Phasenlage, daß in den Demodulatoren das /-Signal und das
Q-Signal demoduliert werden können. Die Demodulatoren
liefern das Q-Signal und das /-Signal sowohl als positiven wie als negativen Spannungsverlauf. Bei
zweite Ausgangsklemme, an der dasselbe Farbsignal, jedoch mit entgegengesetzter Polarität von
der Gleichridhterseite des zweiten Arbeitskreises
abgenommen werden kann,
f) drei Vereinigungsstufen, die jeweils an entsprechende Ausgangsklemmen der zwei Synchrondemodulatoren
so angeschlossen und bemessen sind, daß sie aus den zugeführten Ausgangssignalen
die gewünschten Farbdifferenzsignale bilden. Bei einer anderen Altsführungsform der Erfindung
werden die drei Grundfarbensignale gewonnen, den entsprechend abgeänderten Veremigungsstufen wird
dann außer den Ausgangssignalen der beiden Synchron
demodulatoren noch das Helligkeitssignal zügeführt.
Die Erfindung soll nun in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines Farbfernseh-
der Schaltung nach Fig. 1 findet in den Demodulatoren 53 und 55 auch eine Filterung statt. Das Q-Signal
reicht etwa von der Frequenz 0 bis 0,5 MHz, während das /-Signal von etwa 0 bis 1,5 MHz reicht. Die Verzögerungsleitung
68 vor dem Demodulator 55 bewirkt eine Verzögerung, so daß der Q-Kanal, der /-Kanal
und der Luminanzkanal in ihrer Wirkungsweise zeitlich richtig einander angepaßt sind.
Der vierte Kanal, dem das Signal von dem Empfangsteil 33 zugeleitet wird, ist der Luminanzkanal.
Das Luminanzsignal des gesamten Farbfernsehsignal ist in diesem Falle das F-Signal, welches die
Verzögerungsleitung 51 durchläuft und gleichzeitig
empfängers mit einem mehr ins einzelne gehenden 55 der roten Summier- und Wiedereinführungsstufe für
Schaltbild eines Plus-Minus-Z-Demodulators, der ge- die Gleichstromkomponente 57, der grünen Summiermäß
der Erfindung in Verbindung mit Vereinigungs- und
stufen, die zur Steuerung einer Farbfernsehröhre geeigneten Signale liefert;
stufen, die zur Steuerung einer Farbfernsehröhre geeigneten Signale liefert;
Wiedereinführungsstufe 59 und der blauen Summier- und Wiedereinführungsstufe 61 zugeleitet
wird. Unter Benutzung der in den Gleichungen (10),
Fig. 2, 3 und 4 zeigen jeweils andere Ausführungs- 60 (H) und (12) angegebenen Beziehungen werden die
formen eines Plus-Minus-Demodulators, jedoch mit positiven und negativen Signale/ und Q von den
nur einer einzigen Diode.
Es sei zunächst der Farbfernsehempfänger nach
sei
Fig. 1 betrachtet. In diesem läuft das Eingangssignal an der Antenne 31 ein und wird dem sogenannten
Empfarigsteil 33 zugeführt, an dessen Ausgangsseite das Farbfernsehsignal entsteht. Der Empfangsteil 33
bewirkt die Überlagerung, die Zwischenfrequenzverstärkung, die Gleichrichtung, die automatische Ver-
von
Demodulatoren 53 und 55 und mit dem richtigen Betrag der F-Information der roten Summierstufe 57,
der grünen Summierstufe 59 und der blauen Summier-6g
stufe 61 zugeleitet, so daß die roten, grünen und blauen Signale an den Steuergittern der Wiedergaberöhre
63 entstehen.
Es sei nun im einzelnen die Wirkungsweise des /-Demodulators 55 betrachtet, der eine Ausführungs-
stärkungsregelung und die Unterdrückung von Stö- 70 form der Erfindung darstellt. Von dem Phasen-
schieber 47 wird ein Bezugssignal der Unterträgerfrequenz der Klemme 69 zugeleitet, von der aus das
Signal in die Spule 71 gelangt. Diese Spule 71 ist mit dem Resonanzkreis 77 gekoppelt, der auf die Frequenz
des Farbunterträgers abgestimmt ist, und die von der Spule 71 gelieferte Phase ist so gewählt, daß ein
Unterträger- oder Bezugssignal, dessen Phase einem positiven /-Signal entspricht, an der Klemme 85 und
analog ein Bezugssignal, das eine einem negativen /-Signal entsprechende Phase besitzt, an der Klemme
83 entsteht. Das Bezugssignal an der Klemme 85, das dem positiven /-Signal entspricht, liegt also an der
Anode der Diode 79 und das Bezugssignal an der Klemme 83, das dem negativen /-Signal entspricht,
an der Kathode der Diode 81. Die Dioden 79 und 81 liegen je über ein i?C-Glied 87 und 89 an einem aus
dem Kondensator 92 und dem Widerstand 94 bestehenden J?C-Glied. Die an diesem eine Vorspannung
erzeugenden i?C-Glied auftretende Spannung wird über ein Tiefpaßfilter 93 der positiven Auegangsklemme
97 zugeleitet.
Das Farbfernsehsignal wird nach Filterung in dem Chrominanzfilter 49 über die "Verzögerungsleitung 68
der Eingangsklemme 67 des /-Demodulators 55 zugeführt. Diese Chrominanzinformation durchläuft sodann
den Resonanzkreis 73 und gelangt über das i?C-Glied, welches aus dem Kondensator 90 und dem
Widerstand 91 besteht, an die Klemme 75, welche in der Mitte des Resonanzkreises 77 liegt. Diese Klemme
75 ist über das Tiefpaßfilter 95 an die Ausgangsklemme 99 angeschlossen, an welcher das negative
demodulierte /-Signal erscheint.
Das Chromasignal durchläuft den Resonanzkreis 73 und den Kondensator 90 und erscheint an der Klemme
75. Da ein positivem / entsprechendes Bezugssignal an der Klemme 85 und ein negativem / entsprechendes
Bezugssignal an der Klemme 83 liegt, führen die Dioden 79 und 81 gleichzeitig Strom und messen die
Hüllkurve des mit dem Chrominanzsignal modulierten Farbunterträgers. Beim Spitzenwert des gleichgerichteten
Signals / wird die Hüllkurveninformation, die dabei entsprechend dem /-Signal-Unterträger gewonnen
wird, an dem i?C-Glied92, 94 auftreten, so daß die Klemme 96 positiv gegenüber Erde wird. Da die
Dioden dem Kondensator 92 und dem Kondensator 90 Elektronen zuführen und dabei an der Klemme 96
positive Spannung erzeugen, tritt eine entsprechende negative Spannung der Hüllkurveninformation am
Kondensator 90 auf und daher auch an der Mittelklemme 75. Die abgegriffene Hüllkurveninformation
an den Klemmen 96 und 75 stellt daher die demodulierte positive und negative /-Information dar. Die
positive /-Information gelangt sodann, wie erwähnt, über das Tiefpaßfilter 93 an die Ausgangsklemme 97
und kann dort als das positive /-Signal abgegriffen werden. In dem Filter 93 werden die Signalkomponenten
in dem Farbunterträgerbereich ausgefiltert. Die Mittelklemme 75, an welcher die negative abgegriffene Hüllkurveninformation, welche dem negativen
/-Signal entspricht, auftritt, ist über das Tiefpaßfilter 95 an die Klemme 99 angeschlossen, an welcher also
ein gefiltertes negatives /-Signal zur Verfügung steht. Um die gewünschte Wirkungsweise des Demodulators
55 zu erreichen und ihn im richtigen Frequenzbereich genügend empfindlich zu machen, soll die
Zeitkonstante der ParalleLschaltung des Kondensators 90 und des Widerstandes 91 gleich der Zeitkonstante
der Parallelschaltung des Kondensators 92 und des Widerstandes 94 sein. Außerdem soll, wenn das positive
und negative /-Signal gleiche Amplitude haben, zweckmäßig die Größe des Widerstandes 91 und des
Kondensators 90 äquivalent der Größe des Kondensators 92 und des Widerstandes 94 sein. Die Zeitkonstanten
der i?C-Glieder 90, 91 und 92, 94 sollen
auch den Erfordernissen in bezug auf eine Demodulation der Frequenzen im /-Signal entsprechen.
Der Demodulator 55 ist nicht nur sehr einfach, sondern besitzt auch den Vorteil, daß er eine Gleiohstromkopplung
aufweist, so. daß keine Wiedereinlo^ führung der Gleichstromkomponente in den nachfolgenden
Stufen notwendig ist.
Wenn die Vorteile eines Zweiweg-Demodulators nach Fig. ί keine Rolle spielen, so kann man einen
Demodulator mit nur einer Diode gemäß Fig. 2, 3 und 4 verwenden.
Wie in Fig. 2 dargestellt, wird das Chromasignal der Eingangsklemme 67 eines Demodulators 55 zugeführt,
so daß eine Spannung an dem Netzwerk 73 entsteht. Die Spannung des örtlichen Oszillators bzw.
das Bezugssignal liegt über dem Phasenschieber 47 an der Klemme 69, so daß dieses Signal am Netzwerk
111 auftritt. Das Netzwerk 111 und das Netzwerk 73 liegen in Serie zueinander und in Serie zu dem
ÄC-Glied 113 an der Anode 115 der Diode 117. Die Kathode der Diode 117 ist über das Netzwerk 119 geerdet.
Ebenso wie in Fig. 1 für den Demodulator 55 erklärt, wird in der Schaltung nach Fig. 2 die Hüllkurve
des Chronia-Unterträgers abgegriffen und das demodulierte Farbdifferenzsignal entsprechend der
Phase des örtlichen Oszillators, das der Klemme 69 zugeführt wird, gewonnen. Dabei tritt das positiv
demodulierte Signal an der Klemme 116 und das negativ demodulierte Signal an der Klemme 115 auf.
Die Filter 121 und 123 bewirken eine Ausfilterung des Chroma-Unterträgers., so daß an den Klemmen 97
und 99 das positiv und negativ demodulierte /-Signal auftritt.
Die Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Schaltung nach Fig. 2, in welcher das Ohromasignal der Eingangsklemme
67 zugeführt wird und an der Anodenklemme 115 auftritt. Die Spannung des örtlichen
Oszillators wird der Eingangsklemme 69 zugeführt und erregt das Netzwerk 111, so daß das Signal des
örtlichen Oszillators an der Kathode der Diode 117 45. liegt. Auch bei dieser Schaltung wird ein positives
und ein negatives Ausgangssignal gewonnen, und zwar wieder an den Klemmen 97 und 99, nachdem die
Filter 121 und 123 ebenso wirken wie in Fig. 2.
Die Fig. 4 zeigt eine andere Art der Schaltung der i?C-Glieder in einem Plus-Minus-Demodulator mit
einer einzigen Diode. In Fig. 4 wird das Chrominanzsignal der Klemme 67 zugeführt und liegt daher an
der Anode der Diode 117. Der Widerstand 133 und der Kondensator 131 liegen zwischen der Klemme 67
und Erde. Die Spannung des örtlichen Oszillators wird über die Klemme 69 und über den Kondensator
139 der Klemme 137 zugeführt. Der Kondensator 139 liegt in Serie mit dem Widerstand 141. Die Klemme
137 ist mit der Kathode der Diode 117 verbunden. Ein Abgriff der Hüllkurve des Chroma-Unterträgers
findet dann bei der Phase der örtlichen Oszillator-Spannung, die an der Klemme 69 liegt, statt. Das
negativ demodulierte Signal entsteht an der Klemme 135 wegen der am Kondensator 131 entstehenden
Spannungen. Das positiv demodulierte Signal erscheint an der Klemme 137 wegen der am Kondensator
139 auftretenden Spannungen. Wegen der Filter 121 und 123 kann das gefilterte demodulierte /-Signal
in positiver und in negativer Form an den Klemmen 97 und 99 abgenommen werden.
Die Addierschaltungen 57, 59 und 61 in Fig. 1 können beispielsweise aus Widerstandsmatrizes bestehen.
In diesen Matrizes werden die Widerstände so angeordnet und in ihrer Größe so bemessen, daß durch
Kombination des positiven und des negativen Q-Signals,
des positiven und des negativen /-Signals und des F-Signals die ursprünglichen Farben R, B und G
gewonnen werden. Natürlich müssen die Widerstände so angeordnet und so bemessen werden, daß die oben
angegebenen Gleichungen erfüllt werden.
Es sei bemerkt, daß die Erfindung mit Vorteil auch bei Schaltungen benutzt werden kann, in welchen an
Stelle der Dioden Trioden verwendet werden oder in welchen an Stelle der Dioden Halbleitergleichrichter
oder auch Transistoren verwendet werden. Dabei sind die Detektorschaltungen entsprechend abzuändern,
wozu der Fachmann jedoch in der Lage ist.
Claims (4)
1. Farbfernsehempfänger mit einer Schaltung zur Gewinnung von drei Farbdifferenzsignalen
aus einem Chrominanzsignal, das aus einem bei verschiedenen Phasen mit verschiedenen Farbsignalen
amplitudenmodulierten Farbunterträger besteht, mittels eines Bezugssignals, das die gleiche
Frequenz wie der Unterträger und eine der zu demodulierenden Farbe zugeordnete Phasenlage
hat, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Schaltungsmaßnahmen:
a) zwei Synchrondemodulatoren mit je einem Serienstromkreis, der, an einem Punkt eines
BezugspO'tentials (Masse) beginnend, der Reihe nach einen ersten Arbeitskreis (92, 94), einen
Gleichrichter (79 oder 81), einen zweiten Arbeitskreis (90, 91) enthält und wieder an dem
Ausgangspunkt endet,
b) Arbeitskreise der Synchrondemodulatoren in Form von Impedanznetzwerken (92, 94; 90,
91), die für Frequenzen im Bereich der Farbunterträgerfrequenz eine niedrige Impedanz
und für Frequenzen im Bereich der die Farbinformation enthaltenden Modulationsfrequenzen des Unterträgers eine höhe Impedanz
darstellen,
c) eine erste Kopplungseinrichtung (67) zur Zuführung des Chrominanzsignals,
d) eine zweite Kopplungseinrichtung (71, 78) zur Zuführung des Bezugssignals,
e) eine erste Ausgangsklemme (97), an der ein demoduliertes Farbsignal einer Polarität von
der Gleichrkfoterseite des ersten Arbeitskreises und eine zweite Ausgangsklemme (99), an der
dasselbe Farbsignal, jedoch mit entgegengesetzter Polarität von der Gleichrichterseite des
zweiten Arbeitskreises abgenommen werden kann,
f) drei Vereinigungsstufen (57, 59, 61), die jeweils
an entsprechende Ausgangsklemmen der zwei Syndhrondemodulatoren so angeschlossen
und bemessen sind, daß sie aus den zugeführten Ausgangssignalen die gewünschten Farbdifferenzsignale
bilden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, jedoch zur Gewinnung von drei Grundfarbensignalen, dadurch
gekennzeichnet, daß den entsprechend ausgelegten Vereinigungsstufen außer den Ausgangssignalen
der beiden Synchrondemodulatoren noch das Helligkeitssignal zugeführt wird, so daß sie aus
den zugeführten Signalen die gewünschten Grundfarbensignale bilden.
3. .Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Synchrondemodulatoren jeweils einen zweiten Gleichrichter (81 oder 79), der dem
ersten Gleichrichter (79 oder 81) mit entgegengesetzter Polarität parallel geschaltet ist, und eine
Kopplungseinrichtung (77, 78), durch die das Bezugssignal jeweils in einer solchen Polarität zugeführt
wird, daß beide Gleichrichter miteinander leitend bzw. nichtleitend werden, enthalten.
4. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit einem Gleichrichter
jeweils ein individuelleis Vorspannungsnetzwerk
(87, 89), bestehend aus einem mit einem Kondensator überbrückten Widerstand, geschaltet
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: »Aufbau und Arbeitsweise des Fernsehempfängers«,
Fachverlag Schiele & Schön, Berlin SW 29, 1952,
S. 153 und 154;
»RCA-Review«, Juni 1953, S. 226; »Electronics«, März 1954, S. 143.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 8.O9 6W141 11.5!
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US438405A US2964588A (en) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Color television demodulating circuit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1043389B true DE1043389B (de) | 1958-11-13 |
Family
ID=23740533
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER16880A Pending DE1043389B (de) | 1954-06-22 | 1955-06-21 | Farbfernsehempfaenger |
Country Status (7)
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| DE (1) | DE1043389B (de) |
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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- BE BE539210D patent/BE539210A/xx unknown
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- 1955-05-31 CH CH334174D patent/CH334174A/de unknown
- 1955-06-03 GB GB16059/55A patent/GB775152A/en not_active Expired
- 1955-06-21 DE DER16880A patent/DE1043389B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
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|---|
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB775152A (en) | 1957-05-22 |
| NL198247A (de) | |
| US2964588A (en) | 1960-12-13 |
| BE539210A (de) | |
| CH334174A (de) | 1958-11-15 |
| FR1131543A (fr) | 1957-02-22 |
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