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DE1043065B - Verfahren und Vorrichtung zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff- oder gewebter Metallbahnen, insbesondere von Nassfilzen oder Sieben in Papiermaschinen od. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff- oder gewebter Metallbahnen, insbesondere von Nassfilzen oder Sieben in Papiermaschinen od. dgl.

Info

Publication number
DE1043065B
DE1043065B DEP11200A DEP0011200A DE1043065B DE 1043065 B DE1043065 B DE 1043065B DE P11200 A DEP11200 A DE P11200A DE P0011200 A DEP0011200 A DE P0011200A DE 1043065 B DE1043065 B DE 1043065B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
washing liquid
housing
washing
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP11200A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Rudolf Bott
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Maschf GmbH
Paschke & Co Eisengiesserei
Original Assignee
Maschf GmbH
Paschke & Co Eisengiesserei
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschf GmbH, Paschke & Co Eisengiesserei filed Critical Maschf GmbH
Priority to DEP11200A priority Critical patent/DE1043065B/de
Publication of DE1043065B publication Critical patent/DE1043065B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/32Washing wire-cloths or felts

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff-oder gewebter Metallbahnen, insbesondere von Naßfilzen oder Sieben in Papiermaschinen od. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff- oder Metallgewebebahnen, wie Naßfilzen oder Sieben in Papiermaschinen od. dgl., unter Anwendung von Schwingungen der Waschflüssigkeit und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Es sind Verfahren zur Reinigung von kontinuierlich fortbewegten Stoff- oder gewebten Metallgewebebahnen, insbesondere für die Papierindustrie, bekannt, bei denen die Bahn mittels Bürsten oder Filzschlägern od. dgl. mechanisch bearbeitet wird, um Verunreinigungen, beispielsweise Faser- oder Füllstoffe oder Leimungsmittel, aus der Bahn zu lösen. Bei derartigen Verfahren werden infolge der mechanischen Behandlung die Güte der Bahn und deren Lebensdauer sehr stark beeinträchtigt.
  • Um den Nachteil des erhöhten Verschleißes bei der mechanischen Behandlung auszuschalten, wurde vorgeschlagen, die Bahn mittels eines Unterwasserstromes so abzuspülen, daß die Verunreinigungen von der Bahn weggeschwemmt werden. Es zeigte sich jedoch, daß insbesondere bei der Reinigung von Filzbahnen in der Papierfabrikation auf diese Weise infolge der Kürze der für die Reinigung zur Verfügung stehenden Zeit die Verunreinigungen, beispielsweise die Papier-oder Leimrückstände, nicht vollständig aus der Bahn gelöst werden können. Bei einem anderen Reinigungsverfahren wurde eine Vorrichtung geringer Breite verwendet, die periodisch quer zur Filzbahn über die gesamte Breite derselben verschoben wird und die örtlich eine Durchspülung und anschließende Trockensaugung des Filzgewebes bewerkstelligt. Bei diesem Verfahren wurde jedoch keine gleichmäßige Reinigung der gesamten Bahn erzielt. Weiterhin wurde bereits vorgeschlagen, die Bahn mittels Vibratoren od. dgl. zu »beschallen«, d. h. auf die Bahn Druckschwankungen der Reinigunsflüssigkeit einwirken zu lassen. Es zeigte sich nun, daß durch diese Behandlung zwar eine Auflockerung der Verunreinigungen der Filzbahn erreicht werden kann, jedoch diese nicht von der Filzbahn entfernt, beispielsweise von ihr weggeschwemmt werden.
  • Die zuletzt genannten Nachteile treten auch bei den bekannten Verfahren auf, bei denen zur Naßbehandlung von Textilgut die Textilgutbahn durch eine pulsierende Waschflüssigkeit hindurchgezogen wird. Eines dieser bekannten Verfahren verwendet eine Vorrichtung, bei der die zu behandelnde Textilgutbahn innerhalb der Flotte von einer rasch schwingenden gelochten Führungstrommel geführt wird, innerhalb deren eine nicht gelochte Trommel mit Schaufeln angeordnet ist. Diese bekannte Vorrichtung ist jedoch schon deswegen zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff- und Metallgewebebahnen nicht geeignet, weil an den Stellen, an denen die Bahn an der Wandung der Führungstrommel anliegt, keine Reinigung der Bahn erzielt werden kann.
  • Ein älterer Vorschlag betrifft ferner eine Vorrichtung zum Waschen der einseitig beschmutzten Filze von Papier-, Pappen- oder dergleichen Maschinen während des Betriebes mit einem in der Waschflüssigkeit umlaufenden, diese gegen die unbeschmutzte Seite der durch sie geführten Filzbahn schleudernden Schaufelrad. Nach diesem Vorschlag soll das Schaufelrad mit Schöpfeinrichtungen versehen sein, derart, daß das Waschwasser beim Umlaufen des Schaufelrades in diese geschöpft und nach Austritt des Schaufelrades aus der Waschflüssigkeit aus ihnen wieder herausgeschleudert wird. Da aber die bei der Drehung des Schaufelrades entstehenden Zentrifugalkräfte über den ganzen Bereich des Umlaufes konstant sind und beim Eindringen der Schöpfeinrichtungen in die Waschflüssigkeit noch von der Schwerkraft überlagert werden, tritt in die Schöpfeinrichtungen praktisch keine Waschflüssigkeit ein, so daß das Schaufelrad gemäß diesem Vorschlag lediglich die Wirkung eines gewöhnlichen Schaufelrades aufweist. Eine solche Beaufschlagung der Filzbahn ist jedoch für eine befriedigende Reinigung meist unzureichend.
  • Der Reinigung von Filzbahnen, beispielsweise in Papiermaschinen od. dgl., kommt aber eine erhebliche Bedeutung zu, da die Wirtschaftlichkeit der Papierherstellung und die Güte des Produktes weitgehend von der Güte der Filzbahn abhängig sind. Verunreinigungen, beispielsweise von Faser- oder Füllstoffen oder von Leimungsmitteln, die bei einem Durchlauf der Filzbahn nicht durch die Reinigungsvorrichtung entfernt wurden, werden in den meisten Fällen auch bei den weiteren Durchläufen der Filzbahn nicht mehr entfernt, da sie bei jedem Durchlauf tiefer in das Gewebe eingepreßt werden. Die Filzbahn wird also bei ungenügender Reinigung bald, wenigstens stellenweise, verhältnismäßig steif. Das Filzgewebe wird dadurch und durch die harten, zum Teil scharfkantigen Verunreinigungen bei seinen weiteren Durchläufen, insbesondere durch die Pressen, verhältnismäßig großen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, die seine Lebensdauer stärker herabsetzen, als es dem natürlichen Verschleiß entspricht. Außerdem kann die Filzbahn dann ihre eigentliche Aufgabe, nämlich Abnahme des Papiervlieses und Abfuhr des ausgepreßten Wassers, nicht mehr vollständig erfüllen, da durch das stellenweise Verkleben der Filzbahn mit Verunreinigungen, das sogenannte »Verlegen<;, auch das Papiervlies bzw. die Papierbahn ungleichmäßig entwässert oder nicht abgenommen wird, wodurch Ausschuß und Stillstände entstehen. Beides bedeutet Produktionsausfall und Kostenerhöhung. Durch geeignete Reinigung wäre das zu vermeiden. An die Reinigung der Filzhahnen müssen aus diesen Gründen folgende Grundanforderungen gestellt werden: 1. Die auf der Oberfläche der Filzbahn nach dem Abnehmen der Papierbahn zurückbleibenden Verunreinigungen müssen unmittelbar kontinuierlich und vollständig durch die Reinigung von der Filzbahn entfernt werden.
  • 2. Durch die Reinigung soll die Filzbahn nicht mechanischen Beanspruchungen und Abnutzungen ausgesetzt werden.
  • 3. Durch die Reinigung soll das Gewebe der Filzbahn so aufgelockert werden, daß die Fasern in ihre Ausgangslage zurückkehren.
  • Der Reinigungsvorgang soll die gesamte Breite der Filzbahn gleichmäßig erfassen.
  • 5. Die Reinigungswirkung soll den Betriebsverhältnissen, beispielsweise dem Verschmutzungsgrad der Filzbahn und der Durchlaufgeschwindigkeit der Filzbahn durch die Papiermaschine, anpaßbar sein.
  • 6. Durch die Reinigung sollen keine ins Gewicht fallenden Kosten entstehen.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die 1; achteile der bekannten Verfahren zum Waschen hontiiiuierlich fortbewegter Stoff- oder @letallge,#vebebahnen zu beseitigen und ein derartiges Verfahr.°n so auszubilden, daß die oben angegebenen Grundanforderungen erfüllt sind.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, bei dem die zu waschende Bahn durch eine pulsierende Waschflüssigkeit hindurchgezogen wird, gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß über der zu waschenden Bahn mittels einer Pumpeinrichtung eine sich über den Spiegel der Waschflüssigkeit erhebende Flüssigkeitssäule erzeugt und in Schwingungen von etwa 15 bis 150 Hz versetzt wird. Durch die Bildung einer Flüssigkeitssäule können bisher nicht bekannte Wirkungen erzielt werden. Die Flüssigkeitssäule besitzt eine bestimmte Eigenfrequenz, die von den räumlichen Abmessungen des sie begrenzenden Behälters abhängt. Das Verfahren gemäß der .Erfindung ermöglicht es, die Schwingungsfrequenz der Flüssigkeitssäule mit dieser Eigenfrequenz in geeignete Beziehung zu bringen, wobei die durch die Schwingung der Flüssigkeitssäule erzielte Wirkung von dem Verhältnis, in dem die Vibrationsfrequenz zur Eigenfrequenz steht, sehr stark beeinflußt wird. Hierbei ist es nicht notwendig, daß unmittelbare Resonanz vorliegt.
  • Eine bevorzugte Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann darin bestehen, daß in einem in die Waschflüssigkeit eintauchenden Gehäuse mit einer unter dem Spiegel der Waschflüssigkeit angeordneten Öffnung Pumpwerkzeuge zur Erzeugung eines Unterdruckes im Gehäuse vorgesehen sind. Hierbei kann zur Erzeugung der Pulsationen in an sich bekannter Weise ein in die Waschflüssigkeit tauchender Rotationskörper vorgesehen sein, wobei nach einem weiteren Merkmal der Erfindung im zylindrischen Hohlraum des Gehäuses ein sich über die ganze Länge der Öffnung erstreckender Zylinder drehbar gelagert ist, der den Ringraum zwischen Zylinder und Gehäuse bestreichende Schaufeln aufweist, wobei der Hohlraum mit der Außenluft durch ein einstellbares Ventil verbunden ist.
  • Die Drehzahl des Zylinders ist zweckmäßigerweise regelbar, und zwar vorzugsweise selbsttätig in Abhängigkeit von der Verschmutzung und/oder der Laufgeschwindigkeit der Bahn.
  • In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt. Die Figur zeigt einen Querschnitt der Vorrichtung.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen aus einem sich über die gesamte Breite der zu reinigenden Filzbahn 1 erstreckenden zylindrischen Gehäuse 2, in dem ein Zylinder 3 umläuft. Der Zylinder 3 ist mit Schaufeln 4 besetzt, die den zwischen dem Zylinder 3 und dem Gehäuse 2 gebildeten Ringraum 5 bestreichen. Der Ringraum 5 steht über eine Leitung 6 mit einem Schnüffelventil 7 in Verbindung.
  • Die in üblicher Weise endlos ausgebildete Filzbahn 1 läuft - bevorzugt von links nach rechts -über nicht dargestellte Führungswalzen od. dgl. in einen ebenfalls nicht dargestellten, vorzugsweise v erhältnismäßigflach ausgebildeten und mit einer Waschflüssigkeit, beispielsweise mit Waschmitteln versetztem Wasser, gefüllten Trog. Der Spiegel der Waschflüssigkeit ist bei 8 angedeutet. Die Führung der Filzbahn 1 kann dabei je nach den Umständen so erfolgen, daß ihre den Papierstoff oder die Papierbahn aufnehmende Oberfläche dem Flüssigkeitsspiege18 der Waschflüssigkeit zugekehrt oder diesem abgewendet ist. Es können auch beispielsweise zwei Reinigungströge hintereinandergeschaltet sein, die von der Filzbahn 1 so durchlaufen werden, daß ihre den Papierstoff aufnehmende Oberfläche einmal oben und einmal unten liegt.
  • Das Gehäuse 2 der Vorrichtung weist an seiner Unterseite eine sich über die ganze Gehäuselänge erstreckende Öffnung 9 auf. Die Vorrichtung wird nun in den Waschtrog so eingesetzt, daß die Öffnung 9 unter dem Spiegel 8 der Waschflüssigkeit über der Filzbahn 1 zu liegen kommt.
  • Diese Wirkungsweise der Vorrichtung läßt sich folgendermaßen erläutern: Die dargestellte Vorrichtung wirkt im wesentlichen wie eine Kreisel- oder Zentrifugalpumpe, die einen bestimmten Ansaugdruck auf die Waschflüssigkeit ausübt. Durch den Umlauf des mit Schaufeln besetzten Zylinders entsteht in dem Ringraum ein der Drehzahl entsprechender Unterdruck, der in bezug auf die Öffnung 9 von gleicher Wirkung ist wie eine Standhöhe 12 der. Waschflüssigkeit. Der Unterdruck ist über die Leitung 6 mit dem Instrument 13 meßbar. Die Leitung 6 ist vorzugsweise mit einem Schnüffelventil 7 gegen die Außenluft abgeschlossen.
  • Auf die Waschöffnung wirkt also ein für die Flüssigkeitseinströmung nutzbarer Druck von der Größe H. Unter dem Einfluß dieses Druckes strömt die Waschflüssigkeit in das Gehäuse ein und erreicht dort eine Höhe, die der Eindringgeschwindigkeit, also der Höhe H, und der Einströmzeit, also der Zeit, die bis zur Einwirkung der nächsten Schaufel 4 verstreicht, entspricht.
  • Zum Anlassen der Vorrichtung kann bei stehendem Zylinder mittels des Druckknopfes 14 eine entsprechende Luftmenge aus dem Ringraum 5 herausgelassen werden, bis auch im Gehäuse 2 die Höhe 8 erreicht ist. Wenn in diesem Zustand der Zylinder anläuft, wird aus dem Gehäuse gegen den Flüssigkeitsverschluß unter der Einwirkung der Zentrifugalkraft so lange Luft herausgefördert, bis bei dem Unterdruck 12 ein Gleichgewicht erreicht ist, das durch Einstellen des Schnüffelventils 7 verändert werden kann.
  • Die sich nun durch die Drehung des Zylinders 3 an der Waschöffnung 9 vorbeibewegenden Schaufeln 4 fördern die eingedrungene Waschflüssigkeit wie eine Zentrifugalpumpe durch die Waschöffnung 9 hinaus. Sofort hinter der Schaufel beginnt sich das gleiche Spiel zu wiederholen.
  • Die Ausströmrichtung setzt sich aus der Umfangskomponente und der Abströmkomponente zusammen. In der Stellung 4a ist die Abströmkomponente praktisch gleich Null, also nur die Umfangskomponente maßgebend. Aus der Zusammenwirkung aller einzelnen Abströmrichtungen bei der Bewegung der Schaufeln über das Öffnungssegment findet daher die Ausströmung in der Gesamtrichtung 10 a statt, während die Einströmung in der Gesamtrichtung 10 b erfolgt, wie aus analogen Überlegungen hervorgeht. Diese beiden Strömungen verursachen also im Waschtrog durch das zu waschende Gewebe eine Zirkulationsströmung, die in sich im Rhythmus der Schaufelstöße pulsiert. Kleinere Luftblasen, die von der Waschflüssigkeit aus dein Gehäuse mitgerissen werden und außerhalb des Bereiches des die Öffnung 9 begrenzenden Flansches 15 gelangen, werden von dem Schnüffelventil 7 über die Leitung 6 ersetzt, so daß der Druck im Ringraute 5 und damit die Größe des jeweils von den Schaufeln 4 erfaßten Waschflüssigkeitsvolumens im wesentlichen konstant bleibt. Bei geschlossenem Schnüffelventil stellt sich ein Gleichgewichtszustand konstanten Unterdruckes ein. Der Zylinder 3 rotiert vorzugsweise mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 300 bis 3000 U/min. Bei der Anordnung von beispielsweise drei Schaufeln 4 auf dem Zylinder 3 verlassen dementsprechend etwa 15 bis 150 Waschflüssigkeitsvolumina in der Sekunde die Öffnung 9 in Richtung des Astes 10 a des Pfeiles 10. Es stellt sich dementsprechend eine pulsierende Strömung ein, die einerseits infolge der in ihr herrschenden Druckschwankungen das Gewebe der Filzbahn 1 auflockert, in der Filzbahn enthaltene Verunreinigungen von dieser löst und die andererseits die gelösten Verunreinigungen von der Filzbahn wegschwemmt. Auf der Druckseite der Vorrichtung stellt sich in ähnlicher Weise durch die intermittierende Entnahme von Waschflüssigkeitsvolumina eine längs des Astes 10b des Pfeiles 10 verlaufende Druckströmung ein.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform entspricht bei einer Drehzahl von n = 1400 des Zylinders 3 dem Ansaugdruck der Pumpe unter den angegebenen Betriebsbedingungen eine Wassersäule von ungefähr 650 mm. Die Eintauchtiefe des Flansches 15 in die Waschflüssigkeit wird nun so gewählt, daß ein sicherer Abschluß über die gesamte Bahnbreite gewährleistet ist und daß insbesondere auf der Einströmseite keine Luft in das Gehäuse 2 eindringen kann.
  • Durch Drehzahländerungen kann der Ansaugdruck der Pumpe und damit die Abströmgeschwindigkeit und die Abströmrichutng der Waschflüssigkeitsvolumina in weiten Grenzen verändert werden und so die Intensität der Waschwirkung den Betriebsbedingungen, beispielsweise der Durchlaufgeschwindigkeit der Filzbahn 1 und deren Verschmutzung, angepaßt werden. Bei unveränderter Drehzahl können diese Faktoren ebenfalls durch entsprechende Einstellung des Schnüffelventils 7 in einem bestimmten Bereich geregelt werden.
  • Durch das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung werden, wie Versuche bestätigt haben, die Verunreinigungen der Filzbahn von dieser fortlaufend vollständig gelöst, ohne daß sie in das Gewebe der Bahn eindringen könnten. Da die Filzbahn in der Waschvorrichtung mit keinem festen Körper in Berührung kommt, wird sie weitgehend geschont. Außerdem wird durch die Durchsetzung der Filzbahn mit einem pulsierenden Flüssigkeitsstrom eine ausgezeichnete Auflockerung des Gewebes, insbesondere des Wollhaargefüges der Filzbahn, erreicht. Ferner ermöglicht die Vorrichtung gemäß der Erfindung eine gleichmäßige Reinigung der Filzbahn 1 über deren gesamte Breite. Die Wirksamkeit der Vorrichtung kann, wie erwähnt, leicht dem Verschmutzungsgrad der Filzbahn und deren Durchlaufgeschwindigkeit angepaßt werden, sie ist sparsam im Betrieb und benötigt fast keine Überwachung.
  • Ein erheblicher Vorteil ist noch darin zu sehen, daß im Gegensatz zu den Vibratoren die Vorrichtung zwar einen schwingenden Flüssigkeitsstrom erzeugt, jedoch im wesentlichen keine Vibrationsschwingungen, die sich auf andere Konstruktionsteile übertragen und ungünstig auswirken können oder als unangenehmes Geräusch störend empfunden werden.
  • Ein besonderer Vorteil ergibt sich dadurch, daß verhältnismäßig flache Tröge zur Aufnahme der Waschflüssigkeit verwendet werden können, wodurch eine erhebliche Einsparung an Waschmitteln erzielt werden kann. Die Waschflüssigkeit wird vorzugsweise dem Trog kontinuierlich entnommen und gegebenenfalls im Kreislauf in einem entsprechenden Filter gereinigt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff- oder hletallgewebebahnen, insbesondere von Naßfilzen oder Sieben in Papierinaschinen od. dgl., wobei die Bahn durch eine pulsierende Waschflüssigkeit hindurchgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß über der zu waschenden Bahn (1) mittels einer Pumpeinrichtung (2, 3, 4) eine sich über den Spiegel (8) der Waschflüssigkeit erhebende Flüssigkeitssäule erzeugt und in Schwingungen von etwa 15 bis 150 Hz versetzt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem in die Waschflüssigkeit eintauchenden Gehäuse (2) mit einer unter dem Spiegel (8) der Waschflüssigkeit angeordneten Öffnung (9) Pumpwerkzeuge (3, 4) zur Erzeugung eines Unterdruckes im Gehäuse vorgesehen sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit einem in die Waschflüssigkeit tauchenden Rotationskörper zum Erzeugen der Pulsationen, dadurch gekennzeichnet, daß im zylindrischen Hohlraum des Gehäuses (2) ein sich über die ganze Länge der Öffnung (9) erstreckender Zylinder (3) drehbar gelagert ist, der den Ringraum (5) zwischen Zylinder (3) und Gehäuse (2) bestreichende Schaufeln (4) aufweist, und daß der Hohlraum mit der Außenluft durch ein einstellbares Ventil (7) verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil als regelbares Schnüffelventil (7) ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine von Hand zu betätigende Einrichtung (14) zum Einlassen von Luft in den Ringraum (5) vorgesehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daB die Drehzahl des Zylinders (3) regelbar ist, und zwar vorzugsweise selbsttätig in Abhängigkeit von der Verschmutzung und/oder der Laufgeschwindigkeit der Bahn (1). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 690 530. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 921664.
DEP11200A 1954-01-23 1954-01-23 Verfahren und Vorrichtung zum Waschen kontinuierlich fortbewegter Stoff- oder gewebter Metallbahnen, insbesondere von Nassfilzen oder Sieben in Papiermaschinen od. dgl. Pending DE1043065B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1163655B (de) * 1960-09-24 1964-02-20 Doerries A G O Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Reinigen von stetig umlaufenden Papiermaschinenfilzen od. dgl.

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE690530C (de) * 1937-11-10 1940-04-27 I G Farbenindustrie Akt Ges Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen
DE921664C (de) * 1951-10-10 1954-12-23 Karl Janning Vorrichtung zum Waschen der Filze von Papier-, Pappen- od. dgl. Maschinen waehrend des Betriebes

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