DE1042666B - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Waehlsternanschluessen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit WaehlsternanschluessenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsanschlußtechnik hat in dem Bestreben, eine Verbesserung des
Wirkungsgrades von Anschlußleitungen im Vorfeld eines Amtssystems zu erzielen, dazu geführt, den Verkehr
besonders auf längeren und wenig belegten Teilnehmerleitungen zusammenzufassen und über eine im
Verhältnis zu der Teilnehmerzahl bedeutend geringere Anzahl von Verbindungsleitungen dem Amt zuzuführen.
Auf Grund dessen wird bei dem mit mehreren Amtsleitungen angeschlossenen sogenannten Wählsternanschluß
gegenüber den mit nur einer Amtsleitung angeschlossenen Zweier- und Zehneranschlüssen
trotzdem noch eine wesentlich bessere Ausnutzung der Leitungen erreicht, ohne jedoch die Vollwertigkeit
und zeitliche Freiheit der einzelnen Teilnehmersprechstellen zu beeinträchtigen.
Ein Wählsternanschluß setzt sich aus dem eigentlichen Wählsternschalter und dessen Übertragung im
Amt zusammen. Der Wählsternschalter steht als Verknotungspunkt der von den Teilnehmern sternförmig
zusammenlaufenden Zweigleitungen über Hauptleitungen, deren Anzahl kleiner ist als die Zahl der Teilnehmer,
mit seiner Amtsübertragung in Verbindung. In dieser Technik wird jedoch, wenn die Zahl der angeschlossenen
Teilnehmer eine gewisse Grenze überschreitet, die einwandfreie Übermittlung des Anreizkriteriums
zu der Übertragung im Amt problematisch, da sämtlichen Teilnehmern, die im Wählsternschalter
zusammengefaßt sind, nur eine einzige gemeinsame Anreizleitung zugeordnet ist. Dementsprechend sind
die Anreizrelais der Amtsübertragung in den bisher verwendeten Schaltungsausführungen von Wählsternanschlüssen
durch Nebenschluß ströme auf den Leitungen stark vorbelastet. Die Betriebssicherheit wird besonders
dadurch beeinträchtigt, daß sich die Nebenanschlußströme der Zweigleitungen sämtlich im Wählsternschalter
addieren. Infolgedessen kann der resultierende Ableitwiderstand einer Hauptleitung unter
dem Einfluß von Witterungserscheinungen — die sich besonders nachteilig auf die Isolationsverhältnisse bei
längeren Freileitungen auszuwirken vermögen — sehr leicht Werte annehmen, die der Fehlstrombedingung
des Anreizrelais in der Amtsübertragung nicht mehr genügen. Auf diese Weise wird unbeabsichtigt ein
Anreiz mit der Folge einer Fehlbelegung des Wählsternanschlusses vorgetäuscht.
Da man einerseits bestrebt ist, dem größeren Anschlußbedarf bei Gemeinschaftsleitungen allgemein
Rechnung zu tragen und da das vorgestellte Problem außerdem in gleicher oder ähnlicher Form bei einer
Reihe von anderen Fernmeldeschaltungen (z. B. zu Steuer-, Signal- oder Überwachungszwecken) in Erscheinung
tritt, ist bereits versucht worden, die nachteilige Wirkung des resultierenden Ableitwiderstandes
Schaltungsanordnung für Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechanlagen
mit Wählsternanschlüssen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Richard Grote, München,
Eugen Jauch, Gräfelfing bei München,
Eugen Jauch, Gräfelfing bei München,
Herbert Töpfer, München,
und Dipl.-Ing. Walter Voithenleitner, München-Solln,
sind als Erfinder genannt worden
einer Mehrzahl von an einer gemeinsamen Leitung liegenden Parallelanschlüssen zur Fernbeeinflussung
von Schalteinrichtungen über diese Leitung soweit wie möglich zu eliminieren.
Ein Vorschlag, die von einem fehlstromerregten Differentialrelais in der Amtsübertragung als Anreizkriterium
auszuwertende Stromverstärkung auf einer Verbindungsader dahingehend zu verbessern, daß ein
verhältnismäßig niederohmiges Relais in der gemeinsamen Anreizleitung nur bei direkter Erdung einer
Teilnehmerschleife durch kurzzeitige Unterbrechung des Ruhestromes auf einer Verbindungsader den Anreiz
auslöst, bietet zwar eine wesentlich größere Sicherheit gegen die Fehlbetätigung des Anreizrelais
in der Amtsübertragung infolge eines geringen Ableit-
4.0 Widerstandes der Zweigleitungen; größere Anschlußzahlen
jedoch schließen die Verwendbarkeit dieser Lösung aus.
In einer weiterhin als bekannt vorausgesetzten Schaltungsanordnung sind, um den Fehlanreiz durch
einen infolge Isolationsschadens zu niedrigen Gesamtableitwiderstand zu verhindern, Anschlußleitungen,
gemeinsame Anreizleitung und die in der Amtsübertragung zu beeinflussenden Schaltmittel zu einer
Brückenschaltung ergänzt, die annähernd auf den kritischen Isolationswert der Zweigleitungen abgeglichen
ist. Das Anreizkriterium wird durch ein Verstimmen des Abgleiche mit Wirkung auf ein Relais im Nullzweig
der Brücke ausgelöst. Dazu wird in dieser Anordnung eine Sperrzelle im Anreizkreis der Zweig-
309 677/931
leitung durch ein Potential, das von der nicht als Anreizleitung beanspruchten Ader bezogen wird, in den
Sperrzustand gebracht. Da das im Nullzweig angeordnete Anreizrelais in der vorliegenden Schaltung
auf Grund des hohen Inrienwiderstandes der Brückenanordnung jedoch sehr empfindlich sein muß, werden
die bei der angegebenen Lösung vorhandenen Schaltelemente über die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit
hinaus beansprucht. Diese Unzulänglichkeit muß eine betriebssichere Verwendung praktisch ausschließen.
Die vorgenannten Nachteile werden beim Gegenstand der Erfindung dadurch behoben, daß ein oder
mehrere Anreizrelais bereits im Wählsternschalter vorgesehen und einer oder mehreren durch Unterteilung
des Anschluß schalters gebildeten Gruppen von Teilnehmern zugeordnet sind. Dabei erfolgt die Unterteilung
des Anschlußbündels in Teilnehmergruppen nach Maßgabe des resultierenden Zweigleitungsableitwiderstandes,
so daß sich deren Nebenschlußströme weder im Ruhezustand noch in den Hauptverkehrsstunden
sämtlich mit der Wirkung auf nur ein Relais zu addieren vermögen. Es sind also derart kleine Teilnehmergruppen
zu bilden bzw. sind entsprechend viele Anreizrelais vorzusehen, wie es der Zustand des Leitungsnetzes
erforderlich macht, um in jedem Falle sicher der Fehlstrombedingung jedes einzelnen Relais
zu genügen. Darüber hinaus sind der Gruppierung keine weiteren Bedingungen auferlegt; sie kann beispielsweise
beliebig vorgenommen oder bei unterschiedlichen Einzelwerten des Zweigleitungsableitwiderstandes
für die Sammelwerte nach angleichenden Gesichtspunkten zusammengestellt sein; bei nicht vollausgebauten
Wählsternanschlüssen können die Teilnehmer gleichmäßig auf die Gruppen verteilt werden.
Durch die Aufgliederung des Zweigleitungsbündels und durch die Bildung von Anreizgruppen im Wählsternschalter
ist es andererseits möglich, den Anschluß insgesamt für eine höhere Teilnehmerzahl auszulegen,
als dies bisher maximal tragbar erschien (48 Anschlußeinheiten
gegenüber 30 Anschlußeinheiten), ohne die einwandfreie Übermittlung des Anreizkriteriums zur
Amtsübertragung zu gefährden. Die obere Grenze unterliegt dabei nach schaltungstechnischen Gesichtspunkten
im wesentlichen der Wirtschaftlichkeit.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist für zwei Teilnehmergruppen je eine der gegensinnig
geschalteten Wicklungen eines Anreizrelais vorgesehen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn
insgesamt nur zwei Gruppen gebildet zu werden brauchen. Damit kann erreicht werden, daß sich die
Erregung des Relais durch die Nebenschluß ströme beider Gruppen in den Wicklungen aufhebt. Auf der
anderen Seite ist selbstverständlich dafür Sorge zu tragen, daß bei gleichzeitigem Anrufen von Teilnehmern
beider Gruppen die Erregungsdifferenz der gegensinnig geschalteten Wicklungen der Anzugsbedingung für das Anreizrelais gnügt. Bei Symmetriewicklungen
kann hierfür ein der einen Wicklung vorgeschalteter Widerstand deren Erregung auf den erforderlichen
Wert herabsetzen.
Im Ruhezustand der Anordnung liegt jedes Anreizrelais mit einer Anzugwicklung in den Schleifenstromkreisen
der betreffenden Teilnehmergruppe. Beim Einleiten einer abgehenden Verbindung wird es über die
freien Hauptleitungsadern, vorzugsweise über die ß-Adern, aus der Amtsübertragung erregt. In dieser
Phase bewirken in die Anreizleitung eingeschaltete Sperrzellen eine Entkopplung der Hauptleitungen und
verhindern, daß sich eventuelle Störungen auf die übrigen, ungestörten Adern auswirken können.
Zur Ausscheidung der den Teilnehmergruppen im Wählsternschalter und in der Amtsübertragung zugeordneten
Verbindungsmittel spricht im abgehenden Verkehr durch die unterschiedliche Kennzeichnung
mehrerer Anreizgruppenrelais vom Wählsternschalter aus über die &-Ader der Hauptleitung in der belegten
Amtsübertragung eine Auswerteschaltung mit Wirkung auf die den Teilnehmergruppen zugeordneten
Wähler an. In der Anlaßkette des Wählsternschalters
to wiederum sind auch diese Hauptleitungsadern im Störungsfalle gegenseitig durch Sperrzellen verriegelt.
Die unterschiedliche Kennzeichnung erfolgt dabei entweder durch eine bei Anzug des betreffenden Anreizgruppenrelais
in den Anlaßstromkreis für die Amtsübertragung eingeschaltete zweite Wicklung oder
durch einen eigenen Kontakt des Relais. Wenn diese zweite Wicklung gleichsinnig oder gegensinnig zur
Anzugwicklung geschaltet und mit einem bestimmten Widerstand ausgeführt ist, so erzeugt sie für das inzwischen
über seine Anzugwicklung aus der belegten Übertragung her stromlos gewordene Anreizrelais
entweder in der einen Gruppe eine Gegenerregung, die zum augenblicklichen Abwerfen des Anreizrelais führt,
oder aber in den beiden anderen Gruppen je eine Halteerregung;
zwischen diesen beiden Halteerregungen kann wiederum mittels der Auswerteschaltung in der
Amtsübertragung auf Grund des nieder- oder hochohmigen Wicklungswiderstandes unterschieden werden.
Die Kennzeichengabe bei Vernachlässigung der Gegenerregung ist ebenfalls lediglich durch einen dem
Anreizrelais in seine Ruhelage folgenden Arbeitskontakt möglich.
Zur Auswertung der über die &-Ader der Hauptleitung vermittelten Kriterien ist in der Amtsübertragung
eine Relaisschaltung vorgesehen, die für beide Verkehrsrichtungen in einer durch ihre Elemente festgelegten
Reaktionsspanne einerseits die Wähler der Übertragung gruppenmäßig orientiert und zum anderen
mittelbar über die α-Ader der Hauptleitung die entsprechenden Organe im Wählsternschalter gesteuert.
Dazu dient eine von der Auswerteschaltung gesteuerte, definierte Impulsfolge, die — im Wählsternschalter
von einer Relaisschaltung und von Sperrzellen verarbeitet — den der Teilnehmergruppe
zugeordneten Wähler ausscheidet.
Das Rufen im ankommenden Verkehr und das Melden des Teilnehmers bei abgehendem Verkehr läßt
sich ohne weiteres über die Zweigleitungsschleife und die α-Ader der Hauptleitung durchführen. Da das
Anlassen der Übertragung aus dem Wählsternschalter jedoch über die &-Ader erfolgt, ist eine Trennung von
dem über die gleiche Ader verlaufenden synchronen Einstellvorgang der Wähler im Wählsternschalter und
in der Amtsübertragung erforderlich. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird dies durch
eine in Reihe zu den im Abzweig an dieser Ader liegenden Betätigungswicklungen der Wähler im
Wählsternschalter angeordnete Sperrzelle oder durch eine Glimmlampe erreicht. Eine derartige Anordnung
im Wählerabzweig gibt die &-Ader der Hauptleitung vorteilhaft für die Übermittlung eines weiteren Schaltkriteriums
frei: Während das Anlassen der Übertragung im Amt mit negativer Spannung, d. h. mit geringerem
Potential als Erde, erfolgt, werden die Wähler im Wählsternschalter mit positiver Spannung,
d. h. mit höherem Potential als Erde, gesteuert. Darüber hinaus wird das Sperrelement im Gesprächszustand
durch die negative Batteriespannung auf der &-Ader derart hochohmig, daß die mit den angegebenen
Verbindungsmitteln an der Leitung belastete An-
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Ordnung auch ohne eine entsprechende Nachbildung gleicher Belastung in beiden Richtungen eine gleich-
dieser Ableitung auf der anderen Ader durchaus als mäßige Abnutzung angestrebt.
elektrisch symmetrisch anzusprechen ist. Die der Erfindung zugrunde liegenden Lösungs-
Da ein Wähler im Wählsternschalter den Schritt gedanken werden an Hand eines Ausführungsbei-
eines ankommend oder abgehend besetzten Teil- 5 Spieles schaltungsmäßig dargestellt und in ihrer Wir-
nehmeranschlusses zu überlaufen hat, mußte hierfür kungsweise beschrieben. Zu diesem Zweck ist bewußt
ein stark abfallverzögertes Hilfsrelais benutzt werden. auf alle zum Verständnis nicht erforderlichen Einzel-
Infolgedessen beanspruchte auch der Schritt über heiten verzichtet; die Kontaktstellung der Wähler
einen freien Teilnehmeranschluß unter dem Einfluß und Relais ist in stromlosem Zustand ihrer Be-
dieser Dämpfung die gleiche Zeit und bewirkte damit io tätigungswicklungen gezeichnet.
eine unnötige Verlängerung der Laufzeit des Wäh- Der für das Ausführungsbeispiel entwickelte Wähllers.
Gemäß einer durch den Grundgedanken der Er- Sternanschluß setzt sich als vollständige Vorfeldfindung
ermöglichten weiteren Ausgestaltung wird die einrichtung aus dem eigentlichen batterielosen Wählstörende
Abfallzeit dieses Hilfsrelais eliminiert, in- Sternschalter, dargestellt in dem Stromlauf nach
dem es — mit seiner einen Wicklung ebenfalls in 15 Fig. 1, und seiner Übertragung im Amt, auszugsweise
Reihe zu den Betätigungswicklungen der Wähler im dargestellt in dem Stromlauf nach Fig. 2 zusammen.
Wählsternschalter angeordnet und nunmehr unge- Der Wählsternschalter (Fig. 1) ist der Verknodämpft
ausgebildet — über eine weitere Wicklung tungspunkt für die von den Teilnehmersprechstellen
und eine Sperrzelle nur bei einem in der Amtsübertra- hier sternförmig zusammenlaufenden 48 Zweigleitungung
ankommend oder abgehend als »besetzt« ge- 20 gen ZL, die im Vielfach auf acht Wählsternaggregate
kennzeichneten Teilnehmeranschluß aus der Über- geschaltet sind. Mit den jedem Aggregat zugeordneten
tragung über die &-Ader der Hauptleitung mit Übertragungssätzen im Amt verbindet ihn die entnegativer
Spannung gehalten wird. Da das Relais je- sprechende Anzahl von acht Hauptleitungen HL.
doch durch Fortfall der Haltespannung jetzt bei Durch eine Unterteilung des Anschlußbündels sind
einem als »frei« gekennzeichneten Teilnehmeranschluß 25 im vorliegenden Falle drei bzw. durch nochmalige
augenblicklich abfallen kann, wird die Schritt- Unterteilung insgesamt sechs einzelne Gruppen gleigeschwindigkeit
des Wählers erheblich gesteigert. eher Teilnehmerzahl gebildet worden; diesen Gruppen
Für den ankommenden Verkehr sind die den Teil- ist für alle Aggregate gemeinsam jeweils ein eigenes
nehmern des Wählsternanschlusses zugeordneten Aus- Anreizrelais, beispielsweise das Relais Ra 1 für die
gänge der Leitungswahlstufe des Amtssystems vom 30 erste und das Relais Rc 2 für die sechste Gruppe,
Prüfkreis abzweigend entsprechend der Anreizgrup- direkt im Wählsternschalter zugeordnet. Jeder Gruppe
pierung des Zweigleitungsbündels im Wählstern- wiederum ist pro Aggregat ein Wähler, beispielsschalter
zum Einleiten der Suchwahl auf eine ent- weise der Wähler Wa für die Teilnehmergruppe a,
sprechende Zahl von Anlaß relais in der Amts- also deren Gruppen al und α 2, zugeteilt, dessen Aufübertragung
verteilt. Während das Leitungswähler- 35 gäbe es ist, mittels seiner Schaltarme WaI, WbI,
vielfach und das Abgreifervielfach der Übertragung WcI und Wall, WbII, Weil eine der an seine Konin
bekannter Weise über Widerstände entkoppelt taktbank angeschlossenen Teilnehmerzweigleitungen
werden, um ein Doppelprüfen auf beiden Seiten zu im abgehenden wie im ankommenden Verkehr mit der
verhindern, erfolgt die gegenseitige Entkopplung der betreffenden Hauptleitung zu verbinden. Wie in der
auf ein Anlaßrelais gruppierten Ausgänge beider 40 Funktionsbeschreibung noch erläutert wird, bewirken
Vielfache gemäß einer weiteren Ausgestaltung der die Wählerkontakte WaIII, WbIII, WcIII und
Erfindung durch einen für jeden Teilnehmer der WaTV, WbIV, WcTV eine Entkopplung der auf das
Gruppe vorgesehenen Kontakt des entsprechenden einzelne Anreizrelais gruppierten Zweigleitungsadern
Wählers. Dazu sind die nur auf dem Schritt des be- untereinander. Dazu sind nummerngleiche Teiltreffenden
Teilnehmers betätigten Ruhekontakte der 45 nehmerkontakte der Wähler jeder Gruppe aus allen
Wähler jeder Gruppe aus sämtlichen Übertragungs- Wählsternaggregaten der Zahlenfolge nach hintersätzen
hintereinander in den Stromkreis der gemein- einandergeschaltet und über je eine Sperrzelle auf das
samen Anlaßrelais eingefügt. Die unterschiedliche Anreizrelais vereinigt. Dieses Schema gelangt strom-Kennzeichnung
der einzelnen Anlaßrelais zur Aus- laufmäßig in Fig. 1 der Zeichnung insofern zur Darscheidung
der ihren Teilnehmergruppen in der Amts- 50 stellung, als die dem Beispiel nach für den Teilübertragung
und im Wählsternschalter zugeordneten nehmer 5 der Gruppe α bzw. der Teilgruppe a 1 vor-Verbindungsmittel
erfolgt analog zu der bei abgehen- gesehenen Kontakte WaIII5 und WaTV5 der Wähdem
Verkehr zugrunde gelegten Kriterien in der Über- ler Wa sämtlicher Wählsternaggregate, vom ersten bis
tragung durch eine Nachbildung der verschiedenen zum achten zählend, hintereinander und über die
Halte- bzw. der Abwerf erregung der Anreizgruppen- 55 Sperrzelle Gl 2 auf das Anreizrelais RaI geschaltet
relais im Wählsternschalter. Diese Nachbildung ge- sind. Der betreffende Kontakt eines belegten Aggrelangt
abhängig von den Anlaßrelais in Form unter- gates wird lediglich auf dem Wählerschritt des rufenschiedlicher
Widerstandswerte und Kontaktfunktionen den oder gerufenen Teilnehmers betätigt und löst
mittels definierten Potentials zur Wirkung auf die dessen Zweigleitungsschleife mit der a- und &-Ader
Auswerteschaltung in der Amtsübertragung und leitet 60 von der Anreizkette. Die in den Stromkreis einvon
dort aus in identischer Folge die bereits für ab- geschaltete Sperrzelle Gl 2 verhindert beim Melden
gehende Verkehrsrichtung beschriebenen Vorgänge ein. eines gerufenen Teilnehmers Entladungserscheinungen
Im Gegensatz zu der Belegungsfolge bei abgehen- in der Weckerbrücke anderer Sprechstellen derselben
dem Verkehr, bei der zunächst der erste, darauf der Gruppe. Während die Wählerkontakte wa 1, wb 1, wc 1
zweite und dann jeder weitere Übertragungssatz in 65 sowie ebenfalls wa2, wb2, wc2 und wb3, wc3 in den
Anspruch genommen wird, läuft der ankommende Aggregaten bei jedem Schritt des zugehörigen Wäh-
Verkehr gegensinnig zunächst auf den letzten, darauf lers betätigt werden, legen die Kontakte WaV, WbV,
auf den vorletzten und dann auf jeden folgenden der WcV und WbVI, WcVI nach dem ersten Schritt
in Kette geschalteten Übertragungssätze auf. Auf ihres Wählers aus der Stellung 0 in die Stellung 1
diese Weise wird unter der Voraussetzung ungefähr 70 bis 17 um. Nach dieser Umschaltung wird bei jedem
1 042 ööö
Einstellschritt, beispielsweise des Wählers Wa mittels seines Kontaktes wa 1 und über seinen Kontakt WaV
in Stellung 1 bis 17, ein Erdimpuls über die α-Ader der Hauptleitung vermittelt, der in der Amtsübertragung
als Quittungsgabe ausgewertet wird.
Den im übrigen mit Ausnahme von Gl3 in jedem Aggregat des Wählsternschalters eingesetzten Sperrzellen
GlX und G/4 bis Gl8 kommen folgende Funktionen zu: über die Sperrzellen GIl und Gl6 im
jedem Satz der Amtsübertragung eine gruppenmäßig orientierte Wählereinrichtung Da, Db und Dc, die abgehend
als Mitläufer und ankommend als Abgreifer arbeitet und die gleiche Schrittzahl wie das Verbindungsmittel
einer Teilnehmergruppe im entsprechenden Aggregat des Wählsternschalters ausführt.
Der Einstellvorgang ist also synchronisiert und stellt in beiden Verkehrsrichtungen eine Suchwahl
dar. Die Ausscheidung des einzelnen, für den Teu
ersten bis achten Aggregat sind die in der gemein- io nehmer zuständigen Wählers einer Gruppe nimmt in
A d i d bid Vh
samen Anreizkette zusammenlaufenden a- und ö-Adern
der Hauptleitung entkoppelt. Tritt z. B. auf der ö-Ader von HLl und infolge Leitungsbruchs eine
»falsche Erde« auf, so geht, auf diesen Erdschluß bedem aus einer der beiden Verkehrsrichtungen her belegten
Übertragungssatz die aus den Relais M, N, X und Y zusammengestellte Auswerteschaltung vor.
Diese wird abgehend aus dem Wählsternschalter über
zogen, die zu dieser &-Ader gehörige Sperrzelle Gl 6 15 die Hauptleitung von einem durch die bestimmten
b d A
des ersten Aggregats in den Sperrzustand über und stellt damit den gesamten Verkehr über die übrigen
ungestörten Hauptleitungen HL2 bis HL8 sicher. In
der Rangierschaltung für die Ausscheidung der den Teilnehmergruppen zugeordneten Wahlorgane regu-Heren
zwei weitere Sperrzellen GfA und GlS die
Wirksamkeit der verschiedenen, über die α-Ader der Hauptleitung gelangenden Steuerimpulse auf die dafür
vorgesehenen Anzug- und Haltewicklungen der Relais U und IV. Die Sperrzelle Gl 7 bewirkt, daß
sich das Hilfsrelais V mit seiner Wicklung II in einer bestimmten Phase des Verbindungsaufbaues
über die &-Ader der Hauptleitung mit negativer Spannung halten kann, daß dagegen die für die Wick-
ß A
Anreizgruppenrelais festgelegten Kriterium und ankommend in der Amtsübertragung von der Nachbildung
dieses Kriteriums, die in Abhängigkeit von den vom Leitungswähler des Amtssystems aus den
erregten Anlaßgruppenrelais A1, A2 bzw. A3 zum
Einsatz gelangt, beeinflußt und stellt von sich aus den der jeweiligen Gruppe zugeordneten Wähler einerseits
in dem Satz der Amtsübertragung und andererseits rückwirkend in dem über die Hauptleitung verbundenen
Aggregat des Wählsternschalters bereit.
Die entsprechend der Verteilung des Anschlußbündeis im Wählsternschalter auf die gleiche Anzahl
von Anreizrelais gruppenweise mit den Prüfausgängen des Leitungswählervielfachs beaufschlagten Gruppen-
pg g g pp
lung I des gleichen Relais maßgebliche positive An- 30 relais A1, A 2 und A 3 sind zum Anlassen der Über
zugsspannung auf diese Haltewicklung II ohne Einfhiß
bleibt. Eine in Reihe zu den im Abzweig an der b-Ader liegenden Betätigungswicklungen der Wähler
angeordnete Sperrzelle Gl8 ermöglicht, außer dem mit negativer Spannung durchgeführten Anlassen der
Amtsüber'tragung von Wählsternschalter aus auch den über die gleiche Hauptleitungsader verlaufenden
Einstellvorgang der Wähler im Wählsternschalter von der Amtsübertragung her mit positivem Potential
tragung im ankommenden Verkehr mittels der Nachbildung des Gruppenkriteriums für die Auswerteschaltung
in der Amtsübertragung für sämtliche Übertragungssätze gemeinsam vorgesehen. Dies gelangt
im Stromlaufbild durch eine strichlinierte Trennung dieser Schaltelemente von den dargestellten
Schalteinrichtungen des ersten Übertragungssatzes Ül zum Ausdruck. Wie im Wählsternschalter findet
auch in dem gemeinsamen Schaltungsteil der Amts-
gg p g g
über Erde abzuwickeln, ohne dabei einen Kurzschluß 40 übertragung eine Reihenschaltung nummerngleicher
der Betätigungswicklungen herbeizuführen. __ Entkopplungskontakte PaV1 DbV, DcV der Wähler
Im Ruhezustand kann der Innenraum des Wähl- jeder Gruppe aus allen Ubertragungssätzen statt.
Sternschalters mit einem Heizwiderstand HW über Diese Kontakte sind darstellungsmäßig ebenso aus
die unbelegten Hauptleitungen aus der Amtsübertra- den in der Zeichnung nicht berücksichtigten Über-
gting temperiert werden, um die bei Unterschreiten 45 tragungssätzen Ü2 bis Ü8 herausgezogen und in der
d T h Kdbild d i di
des Taupunktes durch Kondenswasserbildung verursachte Korrosionsgefahr zu verringern. Die in
Serie mit dem Heizwiderstand geschaltete Sperrzelle GlZ bewirkt, daß sich der durch den Heizkreis gebildete
Nebenschluß nicht verzögernd auf ein abfallendes Anreizrelais auszuwirken vermag. Im Verbindungszustand
wird das betreffende Aggregat aus Symmetriegründen von der Heizung gelöst.
Die Amtsübertragung (Fig. 2) ist dem Wählstern-
gemeinsamen Schaltung gesondert umrandet wie die e- und /'-Kontakte im Anlaßkreis, aus deren Kettenschaltung
die gegenläufige Inanspruchnahme der Übertragungssätze durch den Verkehr aus beiden
Richtungen ersichtlich ist.
Die Wirkungsweise der bisher übergangenen Schaltelemente geht, soweit sie im Zusammenhang
mit der Darstellung nicht ohne weiteres verständlich erscheint, aus der folgenden Funktionsbeschreibung
h d k
g (g ) g g schalter entsprechend in acht einzelne Übertragungs- 55 hervor, die den abgehenden \rerkehr, den ankommensätze
aufgegliedert, die über jeweils eine Haupt- den Verkehr und die Auslösung einer A^erbindung erleitung
mit den Aggregaten des Wählsternschalters läutert. Auf die Darstellung eines internen Ververbunden
sind. Bei abgehendem Verkehr ist es Auf- bindungsaufbaus zwischen Teilnehmern des Wählgabe
der Übertragung, eine belegte Hauptleitung vom Sternanschlusses untereinander ist in dem vorliegend
Wählsternaggregat zu der mit dem Übertragungssatz 6o gewählten Ausführungsbeispiel verzichtet worden,
dieser Hauptleitung gekoppelten Vorwahlstufe VW
des Amtssystems durchzuschalten, den anrufenden Teilnehmer in ankommender Richtung zu sperren und
seinen Zähler Z anzuschalten. Im ankommenden Ver-
A. Abgehender Verkehr Leitet ein Teilnehmer des Wählsternanschlusses,
kehr verbindet die Übertragung den betreffenden 65 z. B. der Teilnehmer Tln5 der für die Sprechstellen 1
LeitungsWählerausgang über die Schaltarme DaI,
DbI, DcI bis JDaIV, DbIV, DcIV mit einer freien Hauptleitung zum Wählsternschalter und stellt diesen
auf den gewünschten Teilnehmeranschluß ein. Zur bis 8 gebildeten Gruppe des Wählsternanschlusses,
durch Abheben seines Handapparates eine abgehende Verbindung ein, so wird im Wählsternschalter das
dieser Gruppe von Teilnehmern zugeordnete Anreiz-
Kennzeichnung des einzelnen Teilnehmers dient in 70 relaisRaI über die erste freie Hauptleitung, z.B.
über die Hauptleitung HL1, mit Spannung aus dem
zugehörigen Übertragungssatz der Amtsübertragung, z. B. aus dem Übertragungssatz Ül, erregt:
— ,11, Wi6, χ3, 3/2, Kontakte dc2, db2, da2
der Wähler Da, Db und Dc in Stellung 0, pi,
α-Ader der HauptleitungHL1, vl, Schaltarme
WcI, WbI, Wal der Wähler Wc, Wb, Wa in
Stellung 0, ul, Sperrzelle Gl 1, Relais Ral/Wicklung
II, Sperrzelle Gl 2, Teilnehmerkontakte Wa III5 der Wähler Wa des achten bis ersten
Aggregats in Reihe, Zweigleitungsschleife des anrufenden Teilnehmers TIn 5, Teilnehmerkontakte
WaIV5 der Wähler^» des achten bis
ersten Aggregats in Reihe, Erde.
Da die Sperrzellen Gl 1 und G12 in diesem Stromkreis
in Durchlaßrichtung angeordnet sind, GIB dagegen in Sperrichtung liegt, zieht das Anrufrelais
RaI an und läßt mit seinem Kontakt ra 12 im Wählsternschalter
über die in Durchlaßrichtung in die ao Anlaßkette eingesetzte Sperrzelle Gl6 und die fr-Ader
der Hauptleitung HL1 die Übertragung im Amt an:
-, 13, Sperrzelle GiIQ, Relais E, Kontakte eic 1,
dbt, dal der Wähler Dc, Db und Da in Stellung
0, fr-Ader der Hauptleitung HLl, v2, Schaltarme Well, WbIl, Wall der Wähler Wc,
Wb und Wa in Stellung 0, Sperrzelle G/6, ral2, Relais Ra l/Wicklung I, Erde.
Der Wähler Wa sowie das Hilfsrelais V mit seiner Wicklung I im Wählsternschalter treten infolge der
für diese Strom verzweigung an der Hauptleitungsader in Sperrichtung eingesetzten Sperrzelle GlS
nicht in Funktion. In dem bezeichneten Stromkreis hat in der Amtsübertragung das .Ε-Relais angesprechen;
es hält sich selbst über seinen Kontakt e 1:
-, 13, Sperrzelle Gl 10, Relais E, el, Erde.
In Verbindung mit diesem Haltestromkreis wird auch das Relais M erregt. Das Relais M bringt über
seinen Kontakt m 1 das Relais L, das mit seinem Kontakt/1 die Spannung von der α-Ader der Hauptleitung
HL1 und damit von der Wicklung II des Anrufrelais
RaI abtrennt und mit seinem Kontakt/3 die -Ε-Relais sämtlicher Übertragungssätze abschaltet.
Die im Sammelpunkt der Übertragungssätze gegeneinander gerichteten Sperrzellen G/10 bewirken, daß
die unter Umständen über weitere Hauptleitungen durchgeschalteten Relais i?frl bzw. RcI im Wählsternschalter
mit ihren Wicklungen I sicher abgeschaltet werden und sich nicht über eine zweite und
folgende im Sammelpunkt verbundene Leitung halten können. Das L-Relais hält sich dann noch kurze Zeit
über die Kontaktbrücke ii2, p6, m£, n3, bis das durch
den Kontaktschluß von m3 ebenfalls erregte Relais Λ'
die Wicklung des M-Relais kurzschließt und es verzögert
zum Abfallen bringt. Der Kontakt m 5 hat inzwischen
das X-Relais und in Abhängigkeit von diesem das Relais Y an die b-Ader der belegten
Hauptleitung HLl gelegt, die beide im Zusammenwirken für eine Kennzeichnung der im Wählsternschalter
belegten Teilnehmergruppen in der Amtsübertragung dienen. Die Relais M und N grenzen,
wie nachfolgend noch näher beschrieben wird, diesen Ausscheidungsvorgang ein, und zwar bestimmt das
J/-Relais den Beginn, während das JV-Relais zur Beendigung
der Orientierungszeit in der Übertragung ein Impulsrelais / anschaltet, mit Öffnen des w3-Kontaktes
selbst stromlos wird und abfällt. Im Verlauf dieser S ehalt vorgänge verhindern die Sperrzellen
Gl 11 und Gl 12 eine vorzeitige Erregung der Haltewicklungen
II des X-Relais und des F-Relais.
Im Wählsternschalter hatte bei der Einleitung einer Verbindung seitens eines anrufenden Teilnehmers,
wie für den anrufenden Teilnehmer TM 5 der Gruppe 1 bis 8 bereits beschrieben wurde, das Anreizrelais Ra 1
entsprechend der Zugehörigkeit des Anrufenden zu einer der auf die beispielsweise sechs Relais RaI,
Ra2, RbI, Rb2, RcI, Rc2 verteilten Gruppen angesprochen.
Da der Schaltung gem'aß je zwei Anrufrelais
in ihrer Wirkung auf die Auswertung in der Amtsübertragung kombiniert sind, treten beim Anruf
eines Teilnehmers folgende Fälle ein:
a) Gehört der anrufende Teilnehmer zu der Gruppe 1 bis 8 bzw. zu der Gruppe 9 bis 16, so hat das
Relais RaI bzw. das Relais Ra2 über seine Wicklung
II im Anreizstromkreis angesprochen. Das Relais Ra 1 wird jedoch bei der Betätigung seines
Kontaktes ra 12 und der Freigabe seiner Abwerfwicklung I durch den Kontakt rail unverzüglich
mittels einer Gegenerregung zu seiner in der Zwischenzeit über die α-Ader der Hauptleitung
HLl stromlos gewordenen Anzugwicklung II wieder abgeworfen:
—, Relais XWicklung I, x2, m5, Kontakte
del, dbl, dal der Wähler Dc, Db und Da in
Stellung 0, fr-Ader der Hauptleitung HL1; v2,
Schaltarme PFcII, WbII, Wall der Wähler Wc, Wb und Wa in Stellung 0, Sperrzelle Gl6,
ra 12, Relais Ra l/Wicklung I, Erde.
Durch diese Abwerferregtmg öffnet der Kontakt ra 12 noch vor einer Auswirkung dieses
Stromverlaufes auf das Z-Relais. Infolgedessen ist für den weiteren Verlauf des Verbindungsaufbaues in der Amtsübertragung der Wähler Da
und im Wählsternschalter der entsprechende Wähler Wa zuständig. Die entsprechende Abwerfwicklung
und die zugehörigen Kontakte für das Relais Ra2 sind nicht dargestellt.
b) Gehört der anrufende Teilnehmer jedoch zu der Gruppe 17 bis 24 bzw. zu der Gruppe 25 bis 32, so
hat das Relais RbI bzw. das Relais Rb2 über
seine Wicklung II im Anreizstromkreis angesprochen. Über die Wicklung I des X-Relais
kommt für die Wicklung I des Relais Rb 1 der gleiche Stromkreis, wie für die Wicklung I des
Relais RaI beschrieben wurde, zustande. In diesem Falle kann sich jedoch das Erdpotential an
der fr-xA.der halten, weil die Erregung über die Hauptleitung für die durch den eigenen Kontakt
rfrll freigegebene Wicklung I des Relais RbI
bzw. des Relais i?fr2 eine ausgesprochene Halteerregung
ist. Diese Wicklung I ist dabei derart hochohmig ausgeführt, daß in der Übertragung
das Relais X mittels seiner Wicklung I anzieht und durch seinen Kontakt x2 den Kurzschluß für
die Wicklung I des F-Relais aufhebt, während das Relais Y selbst noch Fehlstrom erhält. Auf diese
Weise ist in der Amtsübertragung die »fr «-Gruppe gekennzeichnet, und für den weiteren Verbindungsablauf
ist Wähler Db bereitgestellt. Diese Vorgänge gelten analog für das Relais Rb 2.
Während für die Ausscheidung der Verbindungsmittel der Gruppe »α« in der Amtsübertragung
und im Wählsternschalter keine besonderen Vorkehrungen getroffen zu werden brauchten,
muß zur Ausscheidung des für die »fr «-Gruppe zuständigen Wählers Wb im Wählsternschalter
ein Umsteuerkennzeichen in dessen Richtung ge-
809 67T/9&
It
geben werden. Dies geschieht in Form eines positiven Impulses, der — aus der Übertragung
über die α-Ader der Hauptleitung geführt — im Wählsternschalter von einem Relais U verarbeitet
wird. Eine durch die Kontakte «2 und m6 mit
Batteriespannung erfolgte Ladung und in der Auswertungsspanne vorbereitete Entladung des
Kondensators Co 2 gelangt über den Kontakt χ 3 des diese Gruppe in der Übertragung kennzeichnenden
Relais X mit positiver Spannung gegen Erde auf die in Reihe mit einer für diesen
Impuls durchlässigen Sperrzelle G15 angeordnete Wicklung II des [/-Relais:
Gemäß diesen Vorgängen werden also durch die unterschiedliche Kennung der Anrufrelais gleichlaufend
die den Gruppen zugeordneten Verbindungsmittel ausgeschieden, d. h. die entsprechenden Wähler
im Wählsternschalter und in der Amtsübertragung zur Funktion aufeinander abgestimmt. Nach Anlauf
eines der Wähler Da bzw. Db bzw. Dc in einem Satz der Übertragung binden sich die Relais X bzw. Y in
diesem Übertragungssatz, während die Relais E, M1 L
und N abgeschaltet werden. Im Wählsternschalter wird die Funktion der Rangierkontakte u2 und a/2
nach dem Anlauf eines der Wähler Wa bzw. Wb bzw. Wc durch dessen eigenen Kontakt WaVI bzw. WbVl
+ Co2, xZ, y2, Kontaktedc2, db2, da2 der
Wählern, Db und Da in Stellung 0, pi,
a-Ader der HauptleitungHLl, vl, Schaltarme WcI, WbI, Wal der Wähler Wc, Wb und Wa
in Stellung 0, Relais [//Wicklung II, Sperrzelle Gl *>
Frr1e%i6 mi7 -Co2
Das [/-Relais zieht infolge des kurzzeitigen Entladungsstoßes,
dem der Weg zur Anlaßkette über den Kontakt zil durch die Sperrzelle Gl 1 verlegt
ist, an, bindet sich nach dem Abklingen der Kondensatorentladung über die Wicklung I und seinen
eigenen Kontakt: «1 wobei dem Kreis in sich eine
Dampfung zuteil wird, und schaltet mit dem Kontakt
μ2 an Stelle des Wählers Wa im Abzweig an
der &-Ader im Wählsternschalter den Wähler Wb an die Hauptleitung.
c) Gehört der Teilnehmer endlich zu der Gruppe 33 bis 40 bzw. zu der Gruppe 41 bis 48, so spricht,
wie zuvor für die Wicklungen I der Anrufrelais RaI und RbI beschrieben wurde, in dem gleichen
Stromkreis über die niederohmige Haltewicklung I des Anrufrelais Rc 1 bzw. des Anruf relais
Rc2 in der Amtsübertragung nicht nur das Ά'-Relais mittels seiner Wicklung I, sondern in
der Folge auch das Relais Y nach Freigabe seiner Wicklung !durch den Kontakt ^2 an der andererseits_
die eigene; Wicklung kurzschließt und das
Relais λ zum Abfall bringt. Dadurch ist m der
Amtsubertogung die >>c«-Gruppe gekennzeichnet,
und fur die weitere Abwicklung ist der Wahler
Z>c angeschaltet.
Zur Ausscheidung des entsprechenden Organs
Wc im Wahlsternschalter wird in der bereits beschriebenen
Weise anschließend an die durch den Anzug des X-Relais ausgelöste Übermittlung eines
positiven Impulses noch ein weiterer negativer Impuls in Abhängigkeit von dem in der Auswerteschaltung
der Übertragung erregten Y-Relais auf die α-Ader der Hauptleitung gegeben. Dieser
Folgeimpuls bringt in der durch den positiven Impuls bereits vororientierten Rangierschaltung
des Wählsternschalters ein Relais W:
—, wio, 3>2, Kontakte dc2, db2, da2 der Wahder
Dc, Db und Da in Stellung O, pl, α-Ader
der Hauptleitung HL1, vl, Schaltarme WcI,
Trr, τ ττ' τ j iitr-11 rr/ TJ^t j tit ■
WbI, U- al der Wahler Wc, Wb und Wa in
c* ιι „· η , λ ο ι · ΓΓΑΛΓ· ιι τ Β , · m
b teilung (J, ul, Relais u/Wicklung I, Relais W,
Sperrzeile GlA Erde
Das [/-Relais wird über die Gegenwicklung I abgeworfen.
Das Relais W hält sich in dem in sich gedämpften Kreis so lange, bis die Funktion des
Kontaktes w 2, der zunächst den Wähler Wc an die Hauptleitung schaltet, nach dessen Anlaufschritt
von dem Wählerkontakt WcVl in Stellung 1 bis 17 übernommen wird.
bzw. i?&l/i?&2 bzw i?Cl/i?C2 der entsprechengruppe
mit beiden Wicklungen wieder zur AnscUufluberwachung
und Kennzeichnung bereitge-
ste T Ut "?· .
Im Verlauf der bereits entwickelten Schaltvorgange hat, solange sich das Relais N nach dem Abschalten
seiner Wicklung durch den Kontakt «3 noch hält, das Impulsrelais / angesprochen und mit seinem Kontaktil
den Drehmagneten des der gekennzeichneten Teilnehmergruppe 1 bis 8 zugeordneten Wählers Da
angeschaltet:
Rdais
j
2 6
u3
Bei einer der anderen Gruppen würde sich diese Anschaltung je nach der Stellung des xl- bzw. yl-Kontaktes
auf den Wähler Db bzw. Dc auswirken. Der Wähler Da zieht an; damit legen seine Kontakte
dal, da2 und da 3 aus der Stellung 0 in die Stellung
1 bis 17 um. Gleichzeitig entlädt sich der vor dem Umlegen der ΐ-Kontakte beiderseitig an die
Amtsbatterie geschaltete Kondensator Co 1 mit positiver Spannung gegen Erde über die Wicklung I des
Hilfsrelais V und den Drehmagneten des der.Teilnehmergruppe
1 bis 8 zugeordneten Wählers Wa im Wählsternschalter:
+ Col f2 Kontgkt dal des Wahlers Da in Stdl χ big 1?>
&.Ader der Hauptleitung HL1
Relais F/Wicklung I, Drehmagnet des Wählers
ψα> u2 w2 Kontaktw&3 des Wählers^,
Kontakt Wb VI des Wählers Wb in Stellung 0, Kontakt wc 3 des Wählers Wc, Kontakt PFcVI
des Wähiers Wc in Stellung 0, Sperrzelle Gl 8,
Erde iZ Wi2 —Col
Bei einer der anderen Gruppen würde sich der Entladungsimpuls
je nach der Stellung des u2- bzw. des κ/2-Kontaktes auf die Wähler Wb bzw. Wc auswirken.
Da die Sperrzelle Gl 8 für positive Spannungen durchlässig ist und da ein Abfließen des Entladungsimpulses
über die Anlaßkette durch die Sperrwirkung der Sperrzelle Gl6 und über den Kontakt bl eines
nicht dargestellten Impulshilfsrelais B im Prüfstromkreis der Übertragung durch die Sperrzelle Gl9 verhindert
wird, zieht das V-Relais gleichzeitig mit dem
Wahler Wa an, der seine Arme um einen Schritt aus der Stellung O dreht. Das iJ-Relais soll im abgehenden
-st- 1 1 i_ · · i_ A ,. ^n ·ι ι 11 ο
Verkehr nur bei einem besetzten Teilnehmeranschluß . , -n-j t--j.ii j ^rt-j
erregt werden· Bei der Einstellung der Verbindungsmittel
laufen somit die Wähler im Wählsternschalter und seiner Amtsübertragung synchron.
1. Es wird angenommen, das der erste Schritt des Wählers Wa frei ist, d. h. daß der auf Schritt 1
an die Kontaktbank angeschlossene Teilnehmer die Verbindungseinrichtungen abgehend nicht in
Anspruch nimmt. Darüber hinaus kann der Wähler feststellen, daß der erste Schritt ebenfalls
nicht der des Anrufenden ist, da sich ein später beschriebener Prüfstromkreis nicht auzubilden
vermag.
Durch das Anziehen des Impulsrelais / sind also der Drehwähler Da in der Übertragung sowie
der Drehwähler Wa im Wählsternschalter beide auf den ersten Schritt weitergeschaltet worden. In
der Zwischenzeit ist durch Umlegen des Wählerkontaktes da2 aus der Stellung 0 in die Stellung 1
bis 17 das Anrufrelais RaI im Wählsternschalter mit Sicherheit abgefallen, und ein Ouittungsrelais
Q ist in der Übertragung durch den Kontakt & 2 des nicht dargestellten ß-Relais an die
α-Ader der Hauptleitung zum Wählsternschalter gelegt worden. Nunmehr kann der Wähler Wa in
angezogenem Zustand mittels seiner Kontakte WaV in Stellung 1 bis 17 und wal einen
Ouittungsimpuls über die α-Ader der Hauptleitung an die Übertragung zurückgeben:
—, Relais Q1 b2, p I1 α-Ader der Hauptleitung
HLl1 Kontakt WaV des Wählers Wa in Stellung
1 bis 17, Kontakt wal des Wählers Wa1
Kontaki wb 1 des Wählers Wb1 Kontakt wc 1
des Wählers Wc1 Erde.
Wenn der Kontakt σ2 das Relais/ abgeschaltet
hat, fallen im Wählsternschalter der Drehmagnet des Wählers Wa und das F-Relais ab; die vorübergehend
geöffneten Kontakte vl und v2 verbinden die Hauptleitung wieder mit den Schaltarmen
WaI und Wall des Wählers Wa. Das Quittungsrelais Q in der Amtsübertragung vermag sich
nach dem Öffnen des Wählerkontaktes wal nicht mehr zu halten; es fällt verzögert ab und legt seine
Kontakte in die Ruhelage zurück. Dadurch wird der mit dem Kontakt q2 unterbrochene Stromkreis
für das Impulsrelais / wieder geschlossen, und der über die Kontakte i2 und i3 inzwischen
wieder aufgeladene Kondensator Co I wird erneut auf den Wähler Wa aufgeschaltet, während der
Kontakt i 1 wiederum den Wähler Da in der Übertragung betätigt. Dieser Vorgang setzt sich so
lange fort, bis die Schaltarme des drehenden Wählers Wa im Wählstern den Kontaktschritt des
anrufenden Teilnehmers erreicht haben.
2. Es wird angenommen, daß der zweite Schritt des Wählers Wa besetzt ist, d. h. daß der auf Schritt 2
angeschlossene Teilnehmer bereits über eine andere Hauptleitung spricht.
Über den bei einem besetzten Anschluß im abgehenden Verkehr umlegenden Kontakt bl hält
sich das Hilfsrelais V im Wählsternschalter mit seiner Wicklung II nach Abfallen des /-Relais
der Übertragung:
—, ΐ4, 61, Kontakt dal des Wählers Da in Stellung
1 bis 17, 6-Ader der Hauptleitung HLl, v2, Relais ^/Wicklung II, Sperrzelle Gl 7, Kontakt
wal des Wählers Wa, Kontakt wbl des
Wählers Wb, Kontakt wcl des Wählers Wc, Erde.
Der Wähler Wa kann also bei der durch die f-Kontakte unterbrochenen α- und &-Ader mit seinen
Schaltarmen über den besetzten Teilnehmerschritt hinwegdrehen.
3. Es wird angenommen, daß der dritte Schritt des Wählers Wa der des anrufenden Teilnehmers ist
und daß der dritte Schritt auch an dem Schaltarm Da III des Wählers Da in der Übertragung durch
fehlendes Erdpotential aus der Leitungswahlstufe als »nicht besetzt« gekennzeichnet ist.
Wenn nach dem dritten Schritt das nicht eingezeichnete Relais B in der Übertragung abfällt,
kann sich bei geöffnetem ftl-Kontakt auch das V-Relais
über seine Wicklung II im Wählsternschalter nicht mehr halten, und die Hauptleitung ist
über die Kontakte ν l,z/2 und die Schaltarme Wa I,
Wall des Wählers Wa auf dem dritten Schritt zum Teilnehmer Tln3 durchgeschaltet. Damit
kommt folgender Prüf Stromkreis zustande:
—, Relais Q1 ql, pl, α-Ader der Hauptleitung
FLl, vl, Schaltarm ^aI des Wählers Wa in
Stellung 3, Zweigleitungsschleife des anrufenden Teilnehmers TInZ1 Schaltarm Wall des
Wählers Wa in Stellung 3, Schaltarm Wb II und Weil der Wähler Wb und Wc in Stellung 0,
z/2, &-Ader der Hauptleitung HL1, Kontakt da 1
des Wählers Da in Stellung 1 bis 17, bl, p2, Sperrzelle Gl 9, Relais P/Wicklung I, Erde.
Das Relais P zieht an und hält sich über seine
Wicklung II:
—, Relais P/Wicklung II, p6, Kontakt da 3 des
Wählers Da in Stellung 1 bis 17, Kontakt d& 3
des Wählers Db in Stellung 0, Kontakt de3 des
Wählers Dc in Stellung 0, Erde.
Die parallel zu der Reihenschaltung der Wählerkontakte da 3, db3 und de 3 angeordneten Haltewicklungen
II des X- und F-Relais können auf
Grund der ihnen jeweils in Sperrichtung vorgeschalteten Sperrzellen Gl 11 und Gl 12 nicht erregt
werden. Entsprechend bildet sich für die Wicklung II des P-Relais sowie die des X- bzw. des
F-Relais über die betreffenden Wählerkontakte db3 bzw. de 3 in Stellung 1 bis 17 ein Haltekreis
aus, wenn der Anruf eines Teilnehmers einer der beiden anderen Gruppen die Ausscheidung vorangehen
ließ. Für diesen Fall befinden sich die Sperrzellen Gl 11 bzw. Gl 12 in Durchlaßrichtung.
Durch den Kontaktp6 wird das Relais/ abgeschaltet
und damit der dem Beispiel nach belegte Satz Ül der Übertragung stillgesetzt, dessen
Sperrung in ankommender Verkehrsrichtung der Kontakt p 5 übernimmt, indem er den Stromkreis
für das .B-Relais auftrennt. Die Kontakte p 1 und ρ 3 schalten die Sprechadern der Hauptleitung zur
Vorwahlstufe VW des Amtssystems durch. Diese wird angelassen, bereitet die Zählung vor und verbindet
zum ersten Gruppenwähler, der den Teilnehmer des Wählsternschalters durch Rückübermittlung
des Wählzeichens zur Nummernwahl auffordert.
B. Ankommender Verkehr
Jedem Teilnehmer des Wählsternanschlusses ist ein Ausgang der Leitungswahlstufe LW des Amtssystems
zugeordnet. Die Ausgänge des Vielfachen sind von den Wählerkontakten DaIII, DbIII, DcIII sowie
DaIV, DbTV, DcIV des Prüf kreises c abgezweigt und gemäß der Gruppierung auf die drei Anlaßrelais
Al1 A2 und A3 in der Amtsübertragung geschaltet.
Im ankommenden Verkehr prüft der Leitungswähler auf die Amtsübertragung auf und schaltet das der
Gruppe des angerufenen Teilnehmers entsprechende Anlaßrelais an, das sich in diesem Stromkreis bis auf
weiteres hält.
Gehört der Angerufene, beispielsweise als Teilnehmer
TInB1 ebenfalls zu einer der »a«-Gruppen 1
bis 8 bzw-. 9 bis 16, so spricht das Anlaßrelais Al an:
—, Relais Al. Teilnehmerkontakte DaVB der
Wähler Da des achten bis ersten Übertragungssatzes in Reihe, Wi 9, Schaltschritt des Angerufenen
im Leitungswählervielfach/c-Ader Prüferde (LW).
Der Kontakt eil läßt darauf in umgekehrter
Reihenfolge, wie für den Verkehr in abgehender Richtung beschrieben, vom achten Übertragungssatz aus
beginnend, den ersten unbelegten Übertragungssatz an. also den Satz der Übertragung, dessen /»5-Kontakt
innerhalb der Kettenschaltung über das zur Verfügung stehende £-Relais Spannung findet:
-, /3, Sperrzelle G/10, Relais E, ^5-Kontaktkette/erster
bis achter Übertragungssatz, Wi 3,12, all, a21, »31. Erde.
In dem über den Kontakt e 1 sich kurzzeitig ausbildenden Haltekreis für das £-Relais spricht auch
das Relais M an, das über seinen Kontakt ml das L-Relais anschaltet. Dessen Kontakt/3 schaltet das
Relais E ab, während der Kontakt/2 den bezeichneten Stromkreis so rechtzeitig wieder auftrennt, daß die
mit dem Kontakt niA angeschalteten Relais X und Y
über ihre Wicklung I nicht zum Anzug gelangen.
Für die für einen Teilnehmer der »^«-Gruppen 17 bis 24 bzw. 25 bis 32 in ankommender Verkehrsrichtung
aufzubauende Verbindung wird über den Kontakt »21 des Relais A2 und den hochohmigen Widerstand
IFz" 4 das X-Relais mit Wicklung I ansprechen:
—, Relais Z/Wicklung I, x2, mS, p5-Kontaktkette/erster
bis achter Übertragungssatz, WiZ, WH, all, aZl, Erde,
während für die für einen Teilnehmer der »c«-Gruppen
33 bis 40 bzw. 41 bis 48 ankommend aufzubauende Verbindung über den Kontakt α31 des Relais A3 und
den niederohmigen Widerstand Wi5 durch das X-Relais
freigeschaltet auch das Relais Y mit Wicklung I ansprechen läßt:
—, Relais A'/Wicklung I, Relais !"/Wicklung I,
ni 5, />5-Kontaktkette/erster bis achter Überiragungssatz,
WiZ, Wi5, ο31, Erde.
Damit bildet also der Kontakt/2 durch sein Öffnen die für einen abgehenden Verbindungsaufbau beschriebene
Abwerferregung des Anruf relais RaI bzw. des Anruf relais Ra2 nach, während der hochohmige
Widerstand ΓΡ/4 die Halteerregung des Anrufrelais
Rhi l)z\v. des Anruf relais Rb2 und der niederohmige
Widerstand WiS die Halteerregung des Anrufrelais RcI bzw. des Anruf relais Rc2 entsprechend nachbilden.
Der sich in jedem dieser Kreise auswirkende Widerstand WiZ stellt eine Nachbildung der Hauptleitung
HL dar.
Der weitere Verbindungsaufbau wickelt sich so ab, wie es bereits abgehend beschrieben wurde, jedoch
mit dem Unterschied, daß sich das nicht dargestellte /3-Relais im ankommenden Verkehr bei jedem Schritt
der Wähler Da, Db oder Dc über die Anzugdauer des Impulsrelais / hält. Infolgedessen kann sich das Hilfsrelais
V im Wählsternschalter mit seiner Wicklung II durchlaufend halten, so daß die Schaltarme des belegten
Wählers Wa. Wb oder Wc über sämtliche Anschlüsse hinwegdrehen, gleichgültig ob der Teilnehmer
frei oder besetzt ist oder ob er gerade abgehend eine Verbindung einleitet. In der Übertragung wird
der Einstellvorgang des Wählers Da durch das nicht dargestellte C-Relais unterbrochen, wenn die Schaltarme
des Wählers im bekannten Abgreifverfahren die für den Angerufenen mit Prüfpotential beaufschlagte
c-Ader des Leitungswählers LW erreicht haben. Durch Potential Verlagerung am Schaltarm Da IV des
Wählers Da wird das Aufprüfen auf ein schon bestehendes Gespräch verhindert. Durch den Kontakt c2
wird die Wicklung I des .P-Relais angeschaltet, das
ίο mit dem Kontakt p6 über das /-Relais den Wähler Da
stillsetzt und sich mittels seiner Haltewicklung II bindet. Der Kontakt ρ 5 schaltet die Anlaßkette ankommend
zum nächsten freien Übertragungssatz weiter, und die Kontakte/»!, p3, ρ4 und el verbinden die
Sprechadern a, b über die Hauptleitung HLl zum Wählsternschalter durch. Von dort aus werden sie von
den synchron mit dem Wähler Da in der Übertragung eingestellten Schaltarmen Wa I und Wall des Wählers
Wa über die Zweigleitung mit der Sprechstelle des angerufenen Teilnehmers verbunden. Der Wählerkontakt
Da V 8 des Wählers Da hat auf dem Schritt des Angerufenen geöffnet und das Anlaßrelais A1 abgeschaltet.
Während der Abfallzeit des Anlaßrelais gibt die Übertragung den ersten Ruf zum Teilnehmer
durch. Der Weiterruf erfolgt aus dem Leitungswähler. Meldet sich der Teilnehmer, so zieht das Speiserelais
im Leitungswähler an und schaltet in bekannter Weise den Rufstrom ab.
C, Auslösung im abgehenden Verkehr
Legt der Teilnehmer nach Beendigung des Gesprächs auf, so gelangen die Zählimpulse in bekannter
Weise von der Gruppenwahlstufe auf das Z-Relais im Torwähler. Dieser steuert den individuellen Zähler
des Teilnehmers in der Amtsübertragung. Wenn die Zählung beendet ist, erfolgt die Gesamtauslösung im
Gruppenwähler; der Vorwähler wird freigegeben und wirft in Abhängigkeit von seiner Nullstellung das
Prüf relais P in der Übertragung durch Gegenerregung einer in der Stromlauf darstellung nicht dargestellten
dritten Wicklung ab. Damit fällt auch das P-Relais ab und schließt den Stromkreis für das Impulsrelais /,
und der Drehwähler Wa in der Übertragung läuft in beschriebener Weise auf Grund des Wechselspieles
zwischen den Relais / und Q über die nachgeordneten Schritte, bis er in der Stellung 17 abgeschaltet wird.
Nach jedem Abfallen des Q-Relais schaltet das Impulsrelais
/ den Wähler Wa im Wählsternschalter ein und weiter. In Stellung 17 des Wählers Wa schließt
sich bei Anziehen des Drehmagneten zwar der Wählerkontakt wc 1, der Wählerkontakt WaY öffnet jedoch
nach kurzer Zeit durch Umlegen aus der Stellung 1 bis 17 in die Stellung O den Quittungsstromkreis
wieder, so daß das gedämpfte Q-Relais in dieser Zeit
nicht anziehen und infolgedessen das Relais / nicht abfallen kann. Erst durch einen weiteren Schaltvorgang
wird das /-Relais stromlos, und während seiner Abfallzeit erhält der Drehmagnet des Wählers Da
einen Schaltimpuls für den Schritt aus der Stellung 17 in die Stellung O. Damit ist die Auslösung beendet.
Die vorstehenden Ausführungen zum Auslösungsvorgang dienen lediglich der Vollständigkeit und sind
dem Stromlauf nur bei Kenntnis einiger Schaltungseinzelheiten zu entnehmen, die jedoch für das Verständnis
des wesentlichen Lösungsgedankens der Erfindung belanglos und deshalb in Figur und Beschreibung
vernachlässigt worden sind. Aus dem gleichen Grund ist auch auf die Darstellung der internen Verbindungsmöglichkeit
der Teilnehmer des Wählstern-
anschlusses untereinander sowie des Fangens und der Fernbesetztkennzeichnung verzichtet worden.
Nach dem gleichen Prinzip der vorgestellten Erfindung lassen sich selbstverständlich auch kleinere Anschlußeinheiten
von Wählsternen zusammensetzen. Auf Grund der ausführlichen Beschreibung des 8/48-anschlüssigen
Typs ist beispielsweise im Vergleich zu der Bildung eines 3/16-anschlüssigen nur noch zu vermerken,
daß dabei — abgesehen von jeweils fünf Aggregaten des Wählsternschalters, seiner Hauptverbindungsleitungen,
der Amtsübertragung und von 36 Sperrzellen — die Wähler Wb, Wc, Db und Dc,
die Relais RaI, 2/WicklungI sowie RbI, Rb2, RcI
7?c2/WicklungI und II, U. W, X, Y, A2 und A3 in
den restlichen drei Aggregaten vollständig zum Fortfall gelangen. Die wesentlichen Gesichtspunkte für die
Funktion einer derartig reduzierten Schalteinrichtung sind ohne weiteres den vorstehenden Erläuterungen
zu entnehmen. Somit wird erfindungsgemäß unter der Voraussetzung, daß ein Wählsternschalter aus Wählern
und den üblichen Bauelementen zusammengestellt ist, allen bekannten Ausführungen gegenüber ein Minimum
an Aufwand erreicht; gleichzeitig wird die Hauptleitung entlastet und infolgedessen die Betriebssicherheit
wesentlich erhöht.
Die Erfindung beschränkt sich keineswegs nur auf die speziell angezogene Verwendung in Fernsprechanlagen
mit Gemeinschaftsanschlüsseii sowie auf die dem Ausführungsbeispiel zugrunde gelegte Wählsternschaltung.
Sie dient vielmehr mit dem gleichen Vorteil sämtlichen fernmeldetechnischen Varianten, sei es
beispielsweise zum Zwecke der Steuerung, Regelung, Signalisierung oder Überwachung über größere Entfernungen
hinweg, wenn durch die Gruppierung eines beliebigen Anschlußbündels auf Schaltmittel in einem
Verknotungspunkt der resultierende Ableitwiderstand auf der gemeinsamen Übermittlungsleitung für die
aussteuernden oder auswertenden Elemente am Ende dieser Leitung einflußlos gehalten werden soll.
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Claims (19)
1. Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere für Fernsprechanlagen mit batterielosen
Wählsternanschlüssen, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Anreizrelais bereits im
Wählsternschalter vorgesehen und einer oder mehreren durch Unterteilung des Anschlußbündels gebildeten
Gruppen von Teilnehmern zugeordnet sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterteilung des
Anschlußbündels in Teilnehmergruppen nach Maßgabe des resultierenden Zweigleitungsableitwiderstandes
erfolgt.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für zwei Teilnehmergruppen
je eine der gegensinnig geschalteten Wicklungen eines Anreizrelais vorgesehen ist.
4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Anreizrelais
im Ruhezustand mit einer Anzugwicklung in den Schleifenstromkreisen der betreffenden Teilnehmergruppe
liegt und beim Einleiten einer abgehenden Verbindung über die freien Hauptleitungsadern,
vorzugsweise über die α-Ader, aus der Amtsübertragung erregt wird.
5. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregungsdifferenz der gegensinnig geschalteten Wicklungen
der Anzugbedingung für das Anreizrelais genügt.
6. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die
unterschiedliche Kennzeichnung mehrerer Anreizgruppenrelais, vorzugsweise mittels definierten
Potentials, vom Wählsternschalter aus über die andere, belegte Hauptleitungsader (b) in der Amtsübertragung eine Auswerteschaltung (Z, F) mit
Wirkung auf die den Teilnehmergruppen zugeordneten Wähler (Da, Db, Dc) anspricht.
7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Anlaßkette
für die Adern (a, b) aller Hauptleitungen Sperrzellen (Gl 1, Gl 6) eingeschaltet sind.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche
Kennzeichnung durch eine zweite, gleich- (RbI, RcT) oder gegensinnig (RaI) zur Anzugwicklung
(II) geschaltete Wicklung (I) mit bestimmtem Widerstand oder durch einen Kontakt (ralZ) des
Anreizrelais erfolgt.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Orientierungszeit
für die Auswerteschaltung (X, Y) durch eine Relaiskette (M, N) eingegrenzt wird.
10. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch Weiterleitung
der einem Anreizrelais entsprechenden Kennzeichnung von der Auswerteschaltung (X, Y)
in der Amtsübertragung aus, vorzugsweise mittels unterschiedlicher Impulsgabe, über die Hauptleitungsader
(a) eine Relaisschaltung (U, W, GH,
GIS) im Wählsternschalter gesteuert wird, die den der Teilnehmergruppe zugeordneten Wähler (Wa
bzw. Wb bzw. Wc) ausscheidet.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsgabe aus
einer von der Auswerteschaltung (X, Y) gesteuerten Potentialfolge besteht.
12. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 6 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß der synchrone
Einstellvorgang der Wähler im Wählsternschalter (Wa, Wb, Wc) und in der Amtsübertragung (Da,
Db, Dc) über die eine Hauptleitungsader (b) erfolgt und daß zur Trennung von dem über die
gleiche Ader (b) verlaufenden Anlaßkriterium in Reihe mit den im Abzweig an dieser Ader (b)
liegenden Betätigungswicklungen der Wähler (Wa, Wb, Wc) im Wählsternschalter eine Sperrzelle
(GlS) oder eine Glimmlampe vorgesehen sind, die im Gesprächszustand die Symmetrie gewährleisten.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Wählsternschalter
in Reihe zu den B etätigungswicklungen der Wähler (Wa, Wb, Wc) geschaltetes, nicht abfallverzögertes
Hilfsrelais (V) über eine zweite Wicklung und eine Sperrzelle (Gl 7) bei einem in
der Amtsübertragung ankommend oder abgehend als »besetzt« gekennzeichneten Teilnehmer aus der
Übertragung über die Hauptleitungsader (b) mit negativer Spannung gehalten wird.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Teilnehmern
zugeordneten Ausgänge des Leitungswählervielfaches vom Prüfkreis abgezweigt und — entsprechend
der Anreizgruppierung des Zweigleitungsbündels im Wählsternschalter — auf einzelne
Anlaßgruppenrelais (A 1, A2, A3) in der Amtsübertragung· verteilt sind.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die auf ein Anlaßrelais
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(ζ. B. Al) gruppierten Ausgänge des Leitungswählervielfaches
untereinander durch einen Kontakt (z. B. DaV 8) des entsprechenden Wählers
(Da) für jeden Teilnehmer dieser Gruppe entkoppelt sind.
16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einem Teilnehmerschritt
zu betätigenden Kontakte (DaVS) der betreffenden Wähler sämtlicher Ubertragungssätze
in Reihe auf das Anlaßgruppenrelais ge- ίο schaltet sind.
17. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 6 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei ankommendem
Verkehr die Ausscheidung der auf mehrere Anlaß relais verteilten Gruppen in der Amtsübertragung
durch eine Nachbildung der Kennzeichnung für den abgehenden Verkehr erfolgt.
18. Schaltungsanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachbildung in
Form unterschiedlicher Widerstands werte und Kontaktfunktionen (lVi3, Wi <k, Wi5, Kontakt 12)
mittels definierten Potentials auf die Auswerteschaltung (X, Y) und in der Folge mittelbar auf
die den Teilnehmergruppen zugeordneten Verbindungsmittel
in der Amtsübertragung und im Wählsternschalter zur Wirkung gelangt.
19. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Belegungsfolge der in Kette geschalteten Ubertragungssätze
bei abgehendem (1 bis 8) und ankommendem (8 bis 1) Verkehr gegensinnig verläuft.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 762 793.
Deutsche Patentschrift Nr. 762 793.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 809 677/98 10.58
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43324A DE1042666B (de) | 1955-03-31 | 1955-03-31 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Waehlsternanschluessen |
| US574360A US3004107A (en) | 1955-03-31 | 1956-03-27 | Telephone party line switching |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43324A DE1042666B (de) | 1955-03-31 | 1955-03-31 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Waehlsternanschluessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1042666B true DE1042666B (de) | 1958-11-06 |
Family
ID=7484686
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43324A Pending DE1042666B (de) | 1955-03-31 | 1955-03-31 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Waehlsternanschluessen |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| US (1) | US3004107A (de) |
| DE (1) | DE1042666B (de) |
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| US3004107A (en) | 1961-10-10 |
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