DE1042652B - Als Relais arbeitender magnetischer Verstaerker - Google Patents
Als Relais arbeitender magnetischer VerstaerkerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf als Relais arbeitende magnetische Verstärker, die zum Steuern und
Speichern, insbesondere bei der automatischen TeIephonie
und Fernsteuerung, verwendet werden.
Es sind bereits als Relais arbeitende magnetische Verstärker mi,t zwei sättigbaren magnetischen Kreisen,
die mehrere mit diesen gekoppelte Spulen enthalten, um die Sättigung dieser Kreise zu erreichen, und
die mit Gleichrichtern kombiniert sind, um einen gleichgerichteten Ausgangsstrom zu erhalten, bekannt.
Durch diese Einrichtung kann man bei einer geringen Änderung des Steuergleichstromes· einen gleichgerichteten
Ausgangsstrom erhalten, der zwei definierte Werte einnimmt, einmal praktisch Null und das andere
Mal einen praktisch konstanten Wert.
Die Erfindung hat die Ausführung eines als Relais arbeitenden magnetischen Verstärkers zum Gegenstand,
der zum gleichen Ergebnis führt, jedoch nur einen einzigen magnetischen Kreis enthält.
Dieser Verstärker besitzt einen sättigbaren magnetischen Kern, der eine Arbeitswicklung und mindestens
eine S teuer wicklung trägt, und es sind im Arbeitskreis aufeinanderfolgend eine Wechselstromquelle,
ein erster in Serie mit dieser Stromquelle liegender Kreisteil, der die Arbeitswicklung und einen
in Serie zu ihr liegender Gleichrichter umfaßt, ein einen Kondensator und eine Induktivität enthaltendes
Filter und eine an den Klemmen des Filters liegende Belastung geschaltet.
Die Erfindung besteht darin, daß ein zweiter Kreisteil, der die Serienschaltung eines Widerstandes
und eines zweiten Gleichrichters enthält, parallel zum ersten, die Arbeitswicklung und den ersten Gleichrichter
enthaltenden Kreisteil und ein dritter Gleichrichter in Serie in den Belastungskreis derart geschaltet
sind, daß der zweite Gleichrichter zum ersten Gleichrichter entgegengesetzt gerichtet ist und der
dritte Gleichrichter dieselbe Richtung wie der erste Gleichrichter besitzt.
Die auf diese Weise erzielte Wirkung ist an Hand der Zeichnung erklärt.
Fig. 1 gibt das Schema eines Verstärkers gemäß der Erfindung wieder, der außer den oben aufgeführten
Merkmalen noch zusätzliche Merkmale aufweist, die weiter unten angegeben sind;
Fig. 2 und 4 sind aus dem vollständigen Schema der Fig. 1 herausgezogene Teilschemata, die dem
besseren Verständnis der Wirkungsweise des Verstärkers gemäß Fig. 1 dienen sollen und aus denen
andere Ausführungsmöglichkeiten des Verstärkers gemäß der Erfindung ersichtlich sind;
Fig. 3, 5, 6 und 7 sind, wie aus dem Folgenden näher hervorgeht, auf die Fig. 1, 2 und 4 Bezug
nehmende Wirkungskennlinien des Verstärkers.
Als Relais arbeitender
magnetischer Verstärker
magnetischer Verstärker
Anmelder:
Compagnie Industrielle des Telephones
Soc. An.r Paris
Soc. An.r Paris
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Leinweber, Patentanwalt,
Berlin-Zehlendorf West, Goethestr. 30
Berlin-Zehlendorf West, Goethestr. 30
Beanspruchte Priorität:
Frankreich, vom 27. Mai 1955
Frankreich, vom 27. Mai 1955
Claude Monin, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
In Fig. 1 sind Spulen \, 2, 3 und 4 in ein und denselben sättigbaren magnetischen Kreis eingefügt, der
eine rechteckige Hysteresisschleife besitzt. Eine Leitung, die den Gleichrichter 6 und den Widerstand 5
enthält, liegt parallel dem Teil des Speisestromkreises des Verstärkers, der den Gleichrichter 7 und die
Wicklung 1 einschließt, wobei die Gleichrichter 6 und 7 einander entgegengesetzt geschaltet sind. Der
Speisestromkreis des Verstärkers wird mit Wechselstrom aus der Quelle 14 gespeist, er enthält die zweite
Induktanz 9., den dritten Gleichrichter 11, der in derselben
Richtung wie der erste, 7, geschaltet ist, und
den Belastungswiderstand 12. Ein Kondensator 8 ist dem Teil des Speisestromkreises parallel geschaltet,
der die zweite Induktanz 9., den dritten Gleichrichter
11 und den Belastungswiderstand 12 enthält. Die Rückkopplungsspule 2 ist mit den Elementen 11 und
12 in Reihe geschaltet. Diesem Belastungsstromkreis liegt ein Gleichrichter 10 in Reihe mit einer Gleichstromquelle
13 von konstanter elektromotorischer Kraft E und geringer innerer Impedanz parallel.
Schließlich sind in Fig. 1 auch zwei Steuerwicklungen
3 und 4 dargestellt, die von Gleichstromquellen 15 bzw. 16 gespeist werden. Die Zahl dieser Wicklungen
kann beliebig sein und wird nur durch die Unterbringungsmöglichkeiten um den magnetischen
Kreis begrenzt. Wie dem auch sei, immer ist es jedenfalls die algebraische Summe NCIC der von den
Steuerwicklungen erzeugten Amperewindungen, die bei dem Arbeiten des Verstärkers zur Auswirkung
kommt, so daß im folgenden, um die Betrachtung zu
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vereinfachen, von der Unterstellung ausgegangen werden kann, daß nur eine einzige Steuerwicklung
vorgesehen ist. Die Aufeinanderfolge der Elemente 11, 2 und 12 kann von der dargestellten verschieden sein.
Die Wicklung 3 oder 4 kann aus einer Gleichstromquelle, wie 15 oder 16, gespeist werden, deren konstante
elektromotorische Kraft einen gleichbleibenden Strom an die zugehörige Wicklung abgibt, die in
diesem Falle Vormagnetisierungswicklung genannt wird. Sie kann aber auch aus· einer in bezug auf
Stärke und Vorzeichen veränderlichen Stromquelle gespeist werden, die insbesondere aus einer Wicklung
besteht, die in Reihe mit dem Belastungswiderstand eines magnetischen Verstärkers geschaltet ist, der mit
dem in Fig. 1 dargestellten identisch ist.
Das Schema der Fig. 2 ist ein Auszug aus dem Schema der Fig. 1. Wenn man einerseits die Klemmen
α und c, andererseits die Klemmen d und f miteinander
verbindet, so erhält man das klassische Schema eines vereinfachten magnetischen Verstärkers mit
Selbsterregung. Die Kurve des den Widerstand 12 durchfließenden Ausgangsgleichstromes /s ist als
Funktion der Amperewindungen N0I0 der Spule 3 in
Fig. 3 gestrichelt dargestellt (Kurve 20). Verbindet man dagegen einerseits die Klemmen α und b, andererseits
die Klemmen d und e miteinander, so erhält man eine klassische Schaltung eines Wechiselstromgleichrichters,
der an den Widerstand 12 einen Ausgangsstrom liefert, der von N0I0 unabhängig und durch eine
in Fig. 3 strichpunktierte Gerade dargestellt ist (Kurve 21).
Wenn man jetzt einerseits die Klemme α, b und c, andererseits die Klemmen d, e und / miteinander verbindet,
dann ist die charakteristische Kurve der Schaltung die Resultierende der Kurven 20 und 21,
die von der Kurve 22 dargestellt wird, und die sich durch Verschieben der Kurve 20 parallel zur Ordinatenachse
ergibt und die Abszissenachse im Punkt B1 schneidet. Die Größe dieser Verschiebung hängt vom
Wert des Widerstandes 5 ab. Die Kurve 22 setzt sich aus den vier Teilen zusammen, die mit den Bezugszeichen 22a, 22&, 22c und 22d bezeichnet sind. Der
Punkt A2, der den Teil 22 c von dem Teil 22 d trennt,
wird weiter unten erwähnt.
Das Schema der Fig. 4 entspricht dem der Fig. 2, das durch die Elemente 10,11 und 13 der Fig. 1 vervollständigt
ist. Der Gleichrichter 11 ist in derselben Richtung wie der Gleichrichter 7 geschaltet, so daß
der Ausgangsgleichstrom den Widerstand 12 nicht durchfließen kann, wenn das Potential des Punktes g
niedriger ist als das des· Punktes h. Ist das Potential
des Punktes g höher als das des Punktes h, so durchfließt
der Ausgangsstrom den Widerstand 12 vom Wert R, aber der Gleichrichter 10 und die Stromquelle
13 mit der konstanten elektromotorischen Gleichspannung E, die mit ihrer positiven Klemme am
Gleichrichter 10 liegt, begrenzen den durch den Widerstand 12 hindurchgehenden. Strom auf den Höchst-
wert I= —. ,
R
Aus der in Fig. 5 dargestellten Kennlinie 22 wird dann die Kurve 23, die links vom Punkt B1 mit der
Abszissenachse (/s=0), und rechts vom Punkt^42, der
den Ordinatenwert / hat, mit der Geraden I8 = I zu sammenfällt. Diese Kurve 23 setzt sich aus den drei
mit den Bezugszeichen 23 α, 23 b und 23 c bezeichneten
Teilen zusammen. Die Teile 23 & und 22 c decken sich.
Man sieht, daß, wenn die Einrichtung gemäß der oben angegebenen Kennzeichnung der Erfindung die
Stromquelle 13 und den Gleichrichter 10 nicht einschließt, die Kennlinie sich aus den Teilen 23 α, 23 &
und 22 d zusammensetzt. Es seien (NcI0)Rl und
(N0I0)Tl die Steueramperewindungszahlen, die den
PunktenZJ1 bzw. A2 entsprechen. Für N0I0 <
(N0I0) Rl
liegt der Wert des Stroms annähernd bei Null, während er für N0I0
> (N0Ic)Tl einen Wert hat, der verschieden
von Null ist und sich verhältnismäßig wenig ändert.
Wendet man sich jetzt wieder dem vollständigen Schaltschema der Fig. 1 zu, bei welchem die Rückkopplungsspule
2 als mit dem Belastungswiderstand 12 in Reihe liegend eingeführt ist, so ist der Ausgangsstrom
I8 für den Fall, daß N0I0 = O ist, wie aus Fig. 6
hervorgeht, durch den Schnittpunkt^ der Kurve23 mit der Rückkopplungsgeraden D gegeben. Die Neigung
der Geraden D ist durch das Verhältnis der Zahl der Windungen der Rückkopplungsspule 2 zu der Zahl
der Windungen der Steuerspule 3 bestimmt. Der charakteristische Arbeitspunkt ist, wenn N0I0 vom
Koordinatennullpunkt abweicht, durch den Schnittpunkt der Kurve 23 mit einer Geraden gegeben, die
man durch Parallelverschieben der Geraden D bis zu einem Schnittpunkt mit der Abszisse erhält, dessen
Wert gleich N0I0 ist. Man ersieht hieraus, daß die
Kurve 23 die Gerade D1 entsprechend N0I0= (N0I0)T2
in B1 und A1, die Gerade D2 entsprechend N0I0 =
(NcI0)R2 in B2 und A2 schneidet und daß es für
NcIc<i (N0I0) Rz nur einen einzigen möglichen
Schnittpunkt, beispielsweise B3, gibt. Befindet sich die
Gerade!? zwischen den GeradenD1 und D2, so gibt
es drei mögliche Schnittpunkte, aber der mittlere Punkt entspricht einem unstabilen Gleichgewichtszustand
des Systems.
Die aus Fig. 7 sich ergebende Kurve ist die eigentliche charakteristische Kurve des erfindungsgemäßen
Verstärkers, die somit
1. für eine Amperewindungszahl der Steuerung vom Wert N010
<C (N010) R 2 einen Ausgangsstrom gleich
Null.
2. für NOIC>
(Ν0Ι0)ψ2 einen konstanten Ausgangsstrom
vom Wert I und
3. für (N0I0)R2<NCIO<
(N0I0)T2 entweder einen
Strom gleich Null oder einen konstanten Strom von der Stärke! liefert, je nachdem, ob N0I0
seinen Wert durch Zu- oder Abnehmen erreicht hat.
Der Punkt B1, der dem Wert (NCIC)T<>
entspricht, und der Punkt B2, entsprechend (N0I0)R2, werden
Schaltpunkt oder Arbeitspunkt bzw. Rückfall- oder Ruhepunkt genannt.
Wenn der magnetische Verstärker die Rückkopplungswicklung 2, nicht aber die Gleichstromquelle 13
und den Gleichrichter 10 enthält, so muß der gerade obere, über die Punkte A2, A1 und A laufende Teil der
Kurve 23 in Fig. 6 durch den krummen Teil 22 d der Kurve 22 in Fig. 5 ersetzt werden, wobei die obere
waagerechte Gerade in Fig. 7 durch einen ähnlichen krummen Teil entsprechend ersetzt wird.
Claims (3)
1. Als Relais arbeitender magnetischer Verstärker mit einem sättigbaren magnetischen Kern,
der eine Arbeitswicklung und mindestens eine Steuerwicklung trägt, und bei dem im Arbeitskreis
aufeinanderfolgend eine Wechselstromquelle, ein erster in Serie mit dieser Stromquelle liegender
Kreisteil, der die Arbeitswicklung und einen in Serie liegenden Gleichrichter umfaßt, ein einen
Kondensator und eine Induktivität enthaltendes Filter und eine an den Klemmen des Filters lie-
gende Belastung geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Kreisteil, der die
Serienschaltung eines Widerstandes (5) und eines zweiten Gleichrichters (6) enthält, parallel zum
ersten, die Arbeitswicklung (1) und den ersten Gleichrichter (7) enthaltenden Kreisteil und ein
dritter Gleichrichter (11) in Serie in den Belastungskreis derart geschaltet sind, daß der zweite
Gleichrichter (6) zum ersten (7) entgegengesetzt gerichtet ist und der dritte Gleichrichter (11) dieselbe
Richtung wie der erste Gleichrichter (7) besitzt.
2. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Verbindung, die eine
Gleichstromquelle (13) und einen vierten Gleichrichter (10) enthält parallel zu dem den dritten
Gleichrichter (11) und den Belastungswiderstand (12) enthaltenden Teil des Speisestromkreises,
wobei der vierte Gleichrichter in der gleichen Richtung wie der dritte geschaltet ist.
3. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den
dritten Gleichrichter (11) und den Belastungswiderstand (12) enthaltende Teil des Speisestromkreises
über eine um den magnetischen Kreis aufgewickelte Spule (2) verläuft.
In Betracht gezogene Druckschriften:
The Proc. of the Inst, of El. Eng., Okt. 1950, H. 59,
The Proc. of the Inst, of El. Eng., Okt. 1950, H. 59,
insbesondere S. 633, Fig. 11 (b), Kurvelf;
Storm, Magnetic Amplifiers, New York und
London, 1955, S. 308, Fig. 18.7.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
8Ö9 677/232 W. 5«
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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ID=9590172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC13078A Pending DE1042652B (de) | 1955-05-27 | 1956-05-25 | Als Relais arbeitender magnetischer Verstaerker |
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- 1956-05-28 GB GB16475/56A patent/GB791372A/en not_active Expired
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|---|
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