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DE1041481B - Verfahren zur Herstellung von waessriger Phosphorsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von waessriger Phosphorsaeure

Info

Publication number
DE1041481B
DE1041481B DEF12569A DEF0012569A DE1041481B DE 1041481 B DE1041481 B DE 1041481B DE F12569 A DEF12569 A DE F12569A DE F0012569 A DEF0012569 A DE F0012569A DE 1041481 B DE1041481 B DE 1041481B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tower
phosphoric acid
phosphorus
phosphorus pentoxide
cooling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF12569A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry S Winnicki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FMC Corp
Original Assignee
FMC Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FMC Corp filed Critical FMC Corp
Priority to DEF12569A priority Critical patent/DE1041481B/de
Publication of DE1041481B publication Critical patent/DE1041481B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/20Preparation from elemental phosphorus or phosphoric anhydride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wäßriger Phosphorsäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von wäßriger Phosphorsäure aus elementarem Phosphor.
  • Die Herstellung von Phosphorsäure durch Verbrennung von elementarem Phosphor zu P2 0S und die Hydratisierung des gebildeten P205 zu Phosphor ist ein stark ex othermer Prozeß, da in beiden Reaktionsstufen 720 bzw. 45 kcal frei werden. Um zu verhindern, daß die hierbei gebildeten heißen P205 bzw. Phosphorsäuredämpfe an den Metallwänden der Phosphorverbrennungsöfen Korrosionen hervorrufen, ist es bekannt, die Metallwände mit korrosionsbeständigem Material, z. B. Graphit, Gummi oder säurewiderstandsfähigem Material, wie keramischem Material, zu verkleiden. Hierbei ist jedoch unvermeidbar, daß von dem Auskleidungsmaterial Verunreinigungen - aus lreramischem Auskleidungsmaterial, z. B. Calciumoxyd oder Aluminiumoxyd - an die Phosphorsäure abgegeben werden, die erst in einer nachfolgenden Reinigungsstufe vor der Weiterverwendung der Phosphorsäure entfernt werden müssen. Abgesehen davon, können derartige Vorrichtungen bei Unterbredhung des Verfahrens nur sehr vorsichtig abgekühlt und wieder angeheizt werden, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.
  • Nach einer weiteren Verfahrensvariante hat man nur die Verbrennung von elementarem Phosphor zu P205 in einer mit Graphit ausgekleideten Verbrennungskammer, deren Wandungen mit Kühlwasser berieselt wurden, durchgeführt und die heißen Verbrennungsgase nach Abkühlung in einer getrennten Kühlkammer aus Graphit hydratisiert. Dieses Verfahren ist mit denselben Nachteilen wie das oben geschilderte behaftet.
  • Es ist weiterhin bekannt, die Phosphorverbrennung und nachfolgende Hydratisierung des gebildeten P205 in einem Drohrohr vorzunehmen, dessen Metallwände auf ihrer Innenseite mit einer festen Phosphorsäureschicht überzogen sind und von außen so stark gekühlt werden, daß die Phosphorsäure die Metallwände nicht mehr korrodierend angreift. Das ist nur mittels einer sehr intensiven und daher entsprechend kostspieligen Kühlung möglich. Außerdem ist auch hier die Unterbrechung des Verfahrens und die Entfernung wenigstens eines Teiles der Phosphorsäureüberkrustung nicht ganz einfach und sehr zeitraubend.
  • Es ist auch bekannt, Phosphorsäure, deren Konzentrationsbereich zwischen 104,9 und 1161/9 H3 P 04 liegt, in der Weise herzustellen, daß man die Verbrennung des elementaren Phosphors zu PhosphoT-pentoxyd in einem mit Ziegeln ausgekleideten Realctionsbehälter in Gegenwart von Feuchtigkeit vornimmt, deren Menge so geregelt ist, daß das gebildete Phosphorpentoxyd zu Phosphorsäure des angegebenen Konzentrationsbereiches hydratisiert wird. Die hierbei erhaltene hochkonzentrierte Phosphorsäure, die sich bekanntlich durch .eine verhältnismäßig geringe Korrosionswirkung gegenüber Metallen auszeichnet, wird anschließend in einem Absorptionsgefäß mit unverkleideten Metallwänden aufgefangen, die auf einer Temperatur zwischen 140 und 180° C gehalten werden. Unter diesen Verhältnissen bildet sich infolge der hohen Viskosität derart hoch konzentrierter Phosphorsäuren auf den Metallwänden eine unbewegliche Phosphorsäureschicht, an welcher die von der Metallwand weiter entfernten Phosphorsäurefilme infolge ihrer durch die höhere Temperatur bedingten geringeren Viskosität entlang fließen. Dieses Verfahren ist jedoch nur für die Herstellung hochkonzentrierter Phosphorsäure geeignet.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von wäßriger Phosphorsäure, wobei elementarer Phosphor im Oberteil eines turmartigen Reaktionsgefäßes verbrannt wird, das hierbei gebildete Phosphorpentoxyd in wäßriger Phosphorsäurelösung, die an den Innenwandungen des Turmes in Form eines zusammenhängenden Filmes nach abwärts fließt, absorbiert wird, die Phosp'horsäurelösung sowie die das nicht absorbierte Phosphorpentoxyd enthaltenden Gase getrennt voneinander aus dem Unterteil des Turmes abgeführt werden und ein Teil der abgeführten Phosphorsäurelösung gegebenenfalls nach Kühlung und Zugabe von Wasser immer wieder im Kreislauf in den Oberteil des Turmes zurückgeführt wird und mit durch Phosphorverbrennung frisch gebildetem Phosphorpentoxyd in Berührung gebracht wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein turmartiges Reaktionsgefäß, das aus unverkleidetem korrosionsbeständigem Metall besteht, angewendet wird und die an der Innenwandung des Turmes herabfließende wäßrige Phosphorsäure durch an den Außenwandungen des Turmes herabfließende Kühlwasser auf Temperaturen unter 80° C gekühlt wird.
  • Durch die Anwendung eines dünnwandigen Reaktionsgefäßes aus korrosionsbeständigem Metall wird erreicht, daß man auf Grund der guten Wärmeleitfähigkeit von N_Tetall durch einfache Berieselung der =@-izßenwand des turmartigen Reaktionsgefäßes mit Kühlwasser bereits eine so starke Kühlung erzielt, die Wandungen des Reaktionsgefäßes auf einer so niedrigen Temperatur gehalten werden - man gibt Temneraturen unterhalb von 80° C den Vorzug -, daß die an der Innenwandung des Reaktionsgefäßes herallr ieselnde Phosphorsäure keine Korrosionswirhung auf das :tletall ausübt.
  • Ein weiterer Vorteil, der mit der Anwendung des aus unverkleidetern korrosionsfestem Metall bestehenden Reaktionsgefäßes verbunden ist, besteht darin, daß eine Verfahrensunterbrechung auch ohne Vorsichtsmaßnahmen in einfacher Weise und innerhalb einer sehr kurzen Frist durchgeführt werden kann. Außerdem weist die gemäß Erfindung erhaltene Phosphorsäure einen höheren Reinheitsgrad auf als diejenige, welche bei Anwendung von verkleideten Verbrennungsöfen erhalten wird, da die Metallwandungen von der Phosphorsäure nicht angegriffen werden. Eine analytische Prüfung des Eisengehaltes hat ergeben, daß der Eisengehalt der gemäß Erfindung erhaltenen iväßrigen Phosphorsäure sich innerhalb der Cremen bewegt, in denen der Eisengehalt von Zuspeisewasser liegt, somit für die Phosphorsäure aus dzn Metallwandungen kein Eisen herausgelöst wird. Die Verfahrensmaßnahme, die Phosphorsäure dadurch zii kühlen, daß man sie an der Innenwandung eines von außen gekühlten. dünnwandigen turmartigen Reaktionsgefäßes entlang rieseln läßt, weist den Vorteil auf, daß die Metalloberfläche, mit der die wäßrige Phosphorsäure während des Kühlvorganges in Berührung kommt, sehr viel kleiner ist, als wenn die Kühlung außerhalb des Reaktionsgefäßes in Kühlrohren, die ebenfalls aus korrosionsbeständigem :Material hergestellt werden müssen, durchgeführt wird.
  • An Hand der Zeichnung soll eine bevorzugte Verfahrensweise und Ausführungsform der Vorrichtung näher erläutert werden.
  • ist ein Ofen zur Verbrennung von elementarem Phosphor zu P205, der vorzugsweise aus einem vertikalen Turm aus rostfreiem Stahl besteht und in seinem oberen Teil mit einem Phosphorbrenner aus-,gestattet ist, dem durch die Zuführung 3 Phosphor und durch die Zuführung 4 Luft, um den geschmolzenen Phosphor zu zerstäuben, zugeführt wird.
  • Durch geeignete Öffnungen 5 wird in den oberen Teil des Turmes Luft, in für die vollständige Verbrennung des Phosphors ausreichender Menge, eingeleitet. Ein Phosphorbrenner dieses allgemeinen TZ ps, ist ausführlich in Chemical Engineering, 55, S. 105 (1948), beschrieben.
  • Der koppelförmig ausgebildete obere Teil 9 des Turmes 1 wird an seiner Außenseite mit Wasser ge-Kühlt, das durch den Ring 25, der mit der Leitung 13 für Kühlwasser verbunden ist, versprüht wird, während die -Innenseite dieses koppelförmigen oberen Turmteiles mit Wasser gekühlt wird, das von dem Ring 26 gegen die Unterseite gespritzt wird. Durch eine Art Wehr 27 um den Außenrand des koppelförmig ausgebildeten oberen Teiles 9 wird ständig eine gewisse Wassermenge an dem äußeren Rand der koppelförmigen Ausbildung aufrechterhalten.
  • Unter dem koppelförmig ausgebildeten oberen Teil des Turmes 1 ist ein Wäscher 6 vorgesehen, der ein Reservoir bildet, in das die wieder in das Verfahren zurückgeführte Phosphorsäure, aus der Leitung 7 hineingepumpt und durch eine Art von Wehr, die durch gestrichelte Linien unterhalb des Wäschers 6 angedeutet sind, gleichmäßig über die Wände des Turmes 1 verteilt wird. Zusätzliche Säure, die in den Prozeß zurückgeführt wird, kann von der Leitung 7a durch Sprühdüsen 8, die an einer oder mehreren Stellen längs den Wänden des Turmes 1 angeordnet sind, in den Turm eingesprüht werden. Die Düsen 8 können in einer oder zwei Reihen angeordnet sein und sind vorzugsweise gleichmäßig rund um den Turm verteilt. Die Phosphorsäure fließt über eine Art von Wehr hinweg, die durch die gestrichelte Linien rund um das obere Ende des Turmes 1 innenhalb des Wäschers 6 angedeutet sind, und bedeckt die Wände des Turmes 1 von oben bis unten. Durch zusätzliche Einlaßöffnungen 8 kann weitere Phosphorsäure an den Turmwänden entlang eingesprüht werden, um, falls erforderlich, die Wände gleichmäßig feucht zu halten und Vorsorge zu treffen, daß stets eine ausreichende Säuremenge vorhanden ist, um das P205 zu absorbieren.
  • Gewünschtenfalls kann durdh einige der Öffnungen 8 Wasser in den Turm eingesprüht werden. Weitere Öffnungen zum Einsprühen von Wasser können in dem koppelförmigen oberen Teil 9 des Turmes angeordnet werden. Die an den Turmwänden entlang fließende Phosphorsäure absorbiert P205. Gleichzeitig wird Wasser verdampft, das zum Teil von dem in den Turm eingesprühten Wasser und zum Teil aus der an den Turmwänden entlang fließenden Phosphorsäure stammt, wodurch die Hydratisierung und die Absorption des P2 05 Dampfes in der Phosphorsäurelösung an den Turmwänden erleichtert wird.
  • Der Flüssigkeitsspiegel in dem Reaktionsturm entspricht etwa der gestrichelten Linie, die bei 10 am Boden des Turmes angedeutet ist. Hierdurch soll eine gewisse Menge oder ein Reservoir an Phosphorsäure, die für eine wiederholte Zirkulation durch den Turm zur Verfügung steht, bereitgehalten werden. Durch diese Flüssigkeitsmenge wird der Boden des Turmes 1 gegen die Verbrennungsgase geschützt und außerdem die Absorption von P205 darin erhöht. Als Reservoir für Phosphorsäure, die wiederholt durch den Turm geführt werden soll, kann auch ein Gefäß außerhalb des Turmes dienen.
  • Die Durchlaufgesehwindigkeit der Säure durch den Turm ist vorzugsweise so reguliert, daß die Phosphorsäure bei einer Temperatur von nahezu 70° C und einer Konzentration von etwa 75°/o durch die Leitung 11 aus dem Bodenteil des Turmes 1 abgezogen wird. Ein Teil dieser abgeleiteten Säure wird in die Leitung 11a zu einem Vorratsgefäß und die restliche Säure zu Wärmeaustauschern 12 geführt, aus denen sie mit einer Temperatur von nahezu 55° C austritt. Anschließend wird sie durch die Leitung 7 in den Wäscher 6 zurückgepumpt.
  • Die Außenseite des Turmes 1 wird durch einen Kühlwasserfilm 24 gekühlt, der rund um das obere Teil des Turmes 1 von dem Ring 24a, welcher mit der Kühlwasserleitung verbunden ist, aufgesprüht wird. Das Kühlwasser aus der Leitung 13 wird vorzugsweise auf einer Temperatur von etwa 25° C genalten und, nachdem es an den Turmwänden hinuntergeflossen ist, bei einer Temp°ratur von nahezu 60° C dem Abzugskanal oder den Vorratsbehältern zugeleitet.
  • Unter gewissen Umständen kann auf die Kühlung in den Wärmeaustauschern verzichtet werden.
  • Die Geschwindigkeit, mit der Phosphor in dem Turm 1 verbrannt wird, kann gewünschtenfalls so stark herabgemindert werden, daß die gesamte dabei frei werdende Wärme von dem an der Außenseite des Turmes entlang fließenden Wasser und der auf der Innenseite des Turmes entlang fließenden Säure fortgeführt wird, ohne daß die Säure außerhalb des Turmes gekühlt zu werden braucht. Dies kann eine Erhöhung der Konzentration auf etwa 85 0/a erfordern, um die Korrosionswirkung bei der erhöhten Temperatur herabzusetzen.
  • Der Dampf, die nicht kondensierten Gase und das nicht absorbierte P,0", werden durch die Auslaßöffnung 14, die sich im unteren Teil des Turmes 1, und zwar oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 10 befindet und vorzugsweise in der in der Zeichnung angegebenen Weise schräg nach oben verläuft, heraus und durch die Leitung 15 zu einem mit Füllmaterial versehenen Turm 16, einer elektrostatischen Abscheidungsvorrichtung, einem Absorptionsgefäß oder irgendeiner Vorrichtung geführt, in welcher der Gasstrom von Dampfteilchen befreit wird. In dem Absorptionsgefäß 16 können die Gase mit Phosphorsäure, die durch die Leitung 17 in den Prozeß zurückgeführt ist, oder mit Wasser von der Leitung 18 her in Berührung gebracht werden und so das restliche P.0. absorbiert und die zurückgebliebene Phosphorsäure ausgewaschen werden. Durch die Zweigleitung 17a muß eine genügende Flüssigkeitsmenge in Form von verdünnter Phosphorsäure dem unteren Teil des Turmes 1 zugeführt werden, um in dem Turm eine gewisse Säurekonzentration aufrechtzuerhalten. In dem Turm 16 wird das restliche P205 abgeschieden und in der Flüssigkeit, die durch die Leitung 17 in den Turm 16 fließt, aufgefangen. Die nicht kondensierten Gase weisen nach dem Durchgang durch den Turm 16 eine Temperatur von nahezu 50° C auf. Die in den Gasen enthaltene Feuchtigkeit, die im wesentlichen aus Tröpfchen von verdünnter Phosphorsäure besteht, kann in dem Abscheider 19 aufgefangen und durch die Leitung 20 der Leitung 17 zugeführt werden. Die nicht absorbierten Gase werden durch die Leitung 21 über den Saugventilator 22 durch den Schornstein 23 in die Luft abgeleitet. Im oberen Teil des Turmes 1 wird ein leichter Unterdruck aufrechterhalten und durch den Saugventilator 22 in dem unteren Teil des Turmes ein genügend starkes N'akuum erzeugt, daß der Dampf und die Gase durch die Auslaßöffnung 14 abgezogen werden können.
  • Werden die Turmwände gleichzeitig von außen mit Wasser und von innen mit Phosphorsäure berieselt, dann kann ihre Temperatur unterhalb der Grenze gehalten werden, bei welcher nichtrostender Stahl durch Phosphorsäure korrodiert wird. Wird in dem Prozeß mit 75'°/oiger Phosphorsäure gearbeitet, dann ist es vorteilhaft, die am Boden des Turmes 1 befindliche Phosphorsäure, welche eine Temperatur von 70° C hat, abzuziehen, bei einer Temperatur von etwa 55° C dem oberen Teil des Turmes Phosphorsäure wieder zuzuführen und die nicht kondensierten Gase sowie das nicht absorbierte P205 von der Auslaßöffnung 14 bei nahezu 75° C zu entfernen. Es ist jedoch auch möglich, bei niedrigeren Temperaturen zu arbeiten. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens ist es vorteilhaft, eine hohe P'hosphorverbrennungsgeschwindigkeit im Turm 1 aufrechtzuerhalten und den Säurezufluß sowie die Temperaturbedingungen entsprechend zu regulieren. Setzt man jedoch die Verbrennungsgeschwindigkeit des Phosphors herab, so benötigt man eine geringere Kühlleistung.
  • Durch die Maßnahme, einen Wasserfilm 24 an den Außenwänden des Turmes 1 zu erzeugen, kann die Phosphorsäure im Innern des Turmes mit einem minimalen Kostenaufwand auf einer niedrigeren Temperatur gehalten werden, als es sonst möglich ist.
  • Die Temperatur der zurückfließenden Phosphorsäure kann zwar auch durch Anwendung von größeren Wärmeaustauschern oder durch Vermehrung der zirkulierenden Säuremenge herabgesetzt werden, jedoe1i das würde entweder größere Wärmeaustauscher oder einen größeren Kraftverbrauch erfordern und infolgedessen höhere Kosten bedingen als die erfindungsgemäße Kühlung der Außenwände der Turmes 1 durch fließendes Wasser.
  • Infolge des Partialdruckes des Wasserdampfes über 750/ciger Phosphorsäure würde die Temperatur der Phosphorsäure ohne gleichzeitige Kühlung etwa zwischen 110 und 120° C liegen. In diesem Temperaturbereich übt aber Phosphorsäure auf rostfreien Stahl eine korrodierende Wirkung aus. Die obere Temperaturgrenze, bei der rostfreier Stahl mit 75%iger Phosphorsäure in Berührung kommen kann, liegt etwa bei 75 bis 80° C. Durch die gleichzeitige Kühlung der Turmwände durch das an den Außenwänden entlang fließende Wasser und der an ihrer Innenseite entlang fließenden wäßrigen Phosphorsäure wird die Temperatur der Turmwände soweit heruntergesetzt, daß der rostfreie Stahl von der 75"/oigen Phosphorsäure nicht angegriffen wird.
  • Wird das Verfahren auf die Herstellung von 75'%iger Phosphorsäure eingestellt, dann können 95 bis 981/o des durch den Brenner 2 erzeugten P20, in der in dem Turm 1 zirkulierenden Säure absorbiert und beim Durchgang durch das Absorptionsgefäß 16 das restliche P205 so weit entfernt werden, daß die Menge P205, die durch den Schornstein 23 hinausgeht, weniger als 0,1% beträgt.
  • Die Verwendung eines Turmes 1 aus rostfreiem Stahl weist gegenüber einem mit Graphit oder widerstandsfähigem Material ausgekleideten Verbrennungsturm wesentliche Vorteile auf. So muß ein Graphitverbrennungsturm langsam abgekühlt und langsam wieder angeheizt werden, wenn das Verfahren aus irgendeinem Grunde, beispielsweise wegen Reinigung oder Reparatur der Vorrichtung, zeitweilig unterbrochen werden muß. Ein Turm aus rostfreiem Stahl braucht weder langsam abgekühlt noch langsam wieder angeheizt zu werden, da die Produktion der Phosphorsäure jederzeit unterbrochen und wiederaufgenommen werden kann, wenn vor Beginn der Phosphorverbrennung an der Innenseite des Turmes eine ausreichende Menge Phosphorsäure und an der Außenseite eine ausreichende Menge Kühlwasser entlang fließt.
  • Außerdem arbeitet ein Turm aus rostfreiem Stahl wirtschaftlicher als ein Turm aus Graphit oder widerstandsfähigem Material, da die Unterhaltung insofern vereinfacht ist, als der Turm 1 sich im wesentlichen selbsttätig entleert, was sowohl auf die gebildete Phosphorsäure als auch auf die nicht kondensierten Gase und das nicht absorbierte P2 05 zutrifft, es infolgedessen kaum nötig ist, das Verfahren zu unterbrechen, um etwaige Ablagerungen oder Verunreinigungen auf den Wänden oder dem Boden des Turmes zu entfernen.
  • An Stelle des mit Füllmaterial versehenen Turmes 16, mit welchem nicht absorbiertes P205 oder Phosphorsäuredampf aus den Abgasen des Turmes 1 abgefangen werden, kann eine elektrostatische Abscheidevorrichtung oder irgendein sonstiges Absorptionsgefäß, in dem mit Wasser oder mit Phosphorsäure mitgerissener Phosphorsäurenebel oder restliches P,0_", aus den Gasen entfernt wird, vorgesehen werden. Der Phosphorbrenner 2 kann auch in dem Bodenteil dz-; Turmes 1 und die Austrittsöffnung 14 für den austretenden Dampf in dem oberen Teil des Turmes angeordnet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von wäßriger Phosphorsäure. wobei elementarer Phosphor im Oberteil eines turmartigen Reaktionsgefäßes verbrannt wird, das hierbei gebildete Pihosphorpentoxyd in wäßriger Phosphorsäurelösung, die an den Innenwandungen des Turmes in Form eines zusammenhängenden Filmes nach abwärts fließt, absorbiert wird, die Phosphorsäurelösung sowie die das nicht absorbierte Phosphorpentoxyd enthaltenden Gase getrennt voneinander aus dem Unterteil des Turmes abgeführt werden und ein Teil der abgeführten Phosphorsäurelösung gegebenenfalls nach Kühlung und Zugabe von Wasser immer wieder im Kreislauf in den Oberteil des Turmes zurückgeführt wird und mit durch Phosphorverbrennung frisch gebildetem Phosphorpentoxyd in Berührung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein turmartiges Reaktionsgefäß, das aus unverkleidetem korrosionsbeständigem Metall besteht, angewendet wird und die an der Innenwandung des Turmes herabfließende wäßrige Phosphorsäure durch an den Außenwandungen- des Turmes herabfließendes Kühlwasser auf Temperaturen unter 80° C gekühlt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Absorption des Phosphorpentoxyds eine etwa 75°/oige Phosphorsäure verwendet, diese bei einer Temperatur von etwa 70° C aus dem Unterteil des Reaktionsgefäßes abgeführt und eine Teilmenge nach Kühlung z. B. auf etwa 55° C und gegebenenfalls Verdünnung mit Wasser, um eine etwa 75o/oige Säurekonzentration aufrechtzuerhalten, wieder in den Oberteil des Turmes zurückgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zur Phosphorverbrennung dienenden Oberteil und dem Boden des Verbrennungsturmes zusätzliche Phosphorsäurelösung in den Turm eingeführt, z. B. eingesprüht, wird.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Verbrennungsturm nach unten fließende Phosphorsäure nach Absorption des Phosphorpentoxyds im unteren Ende des Verbrennungsturmes gesammelt und aus der Sammelstelle abgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die das nicht absorbierte Phosphorpentoxyd enthaltenden Gase durch eine oberhalb der gemäß Anspruch 4 vorgesehenen Sammelstelle für die Phosphorsäure befindliche Ableitung abgesaugt werden und das in den Abgasen vorhandene Phosphorpentoxyd nutzbar gemacht wird. In Betracht gezogene Druckschriften-USA.-Patentschriften Nr. 2 272 402, 2 272 414; Winnacker-Weingärtner, Chem. Technologie, Bd. II, S. 107 und 108.
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