DE1041172B - Fuer die Stromrichtung bestimmtes Metalldampfentladungsgefaess, das den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und fuer diese Betriebsweise ohne weitere Vorkehrungen verwendbar ist, und Verfahren zum OEffnen eines zusaetzlichen Saugstutzens bei einem solchen Gefaess - Google Patents
Fuer die Stromrichtung bestimmtes Metalldampfentladungsgefaess, das den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und fuer diese Betriebsweise ohne weitere Vorkehrungen verwendbar ist, und Verfahren zum OEffnen eines zusaetzlichen Saugstutzens bei einem solchen GefaessInfo
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Description
Stromrichter, ζ. B. Gleich-, Wechsel- oder Umrichter, wurden anfänglich, stets mit Vakuumpumpen
betrieben. Man hat im allgemeinen das Vakuumgefäß in der Fahrik bei der Herstellung des Stromrichters
entlüftet und entgast bzw. vorentgast und alsdann am Aufstellungsort nochmals entlüftet bzw. nachentgast.
Nach dem Entlüften und Entgasen in der Fabrik wurde das Stromrichtergefäß durch ein Ventil
vakuumdicht verschlossen. Die heute bekannten Ventile schließen auch bei bester Qualität nicht immer
absolut dicht. Das hat zur Folge, daß der Stromrichter während der Lagerung bzw. auf dem Transport
eine Vakuumverschlechterung erfahren kann. Das Vakuum, welches bei der Fabrikation unter
hohem Aufwand hergestellt wurde, muß dann an Ort und Stelle durch einen ebenfalls einen erheblichen
Aufwand verursachenden Nachentgasungsvorgang wiederhergestellt werden.
Das führte dazu, pumpenlose Stromrichter mit Entladungsgefäßen zu schaffen, welche in der Fabrik bei
der Herstellung entgast und vakuumdicht verschlossen wurden. Diese Gefäße haben den Vorteil, daß sie
keine Vakuumpumpe brauchen. Verschlechtert sich das Vakuum ausnahmsweise einmal bei solchen Gefäßen
nach langer Betriebszeit, so werden die Gefäße in die Fabrik zur erneuten Entgasung zurückgeschickt.
In manchen Fällen ist es aber nicht möglich, die Stromrichter zur Entgasung zur Fabrik zurückzuschicken,
weil sie vielfach in entlegenen Gegenden eingesetzt werden, von denen aus ein Rücktransport
zur Fabrik sehr hohe Kosten verursachen würde. Andererseits ist es aber z. B. aus betrieblichen Gründen
manchmal erwünscht, die Evakuierung zur Aufbesserung des Vakuums an Ort und Stelle durchzuführen,
um Zeit und Geld zu sparen.
Die geschilderten Nachteile der mit Pumpen ausgerüsteten Stromrichter kann man vermeiden und die
Vorteile der pumpenlosen Stromrichter erzielen, wenn man bei einem für die Stromrichtung bestimmten
Metalldampfentladungsgefäß mit den Metalldampf liefernder verdampfbarer Kathode, einer oder mehreren
Anoden und metallischer Gefäßwand, das den Anforderungen des pumpenlosen Bettriebes entsprechend
gebaut und für diese Betriebsweise ohne weitere Vorkehrung verwendbar ist, gemäß der Erfindung
einen oder mehrere neben dem üblichen abgeschmolzenen Entlüftungsstutzen vorhandene, zum vorübergehenden
oder dauernden Anschluß einer Vakuumpumpe eingerichtete zusätzliche Saugstutzen mit nach
Anschluß der Vakuumpumpe entfernbarem vakuumdichtem Verschluß vorsieht. Der Stromrichter wird
also als pumpenloser Stromrichter gebaut, gelagert und geliefert und mit einem Pumpenaggregat zur
Für die Stromrichtung bestimmtes
Metalldampfentladungsgefäß,
das den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und
für diese Betriebsweise ohne weitere
Vorkehrungen verwendbar ist,
und Verfahren zum öffnen eines
zusätzlichen Saugstutzens
bei einem solchen Gefäß
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Walter Nehls, Berlin-Haselhorst,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Entgasung des Stromrichtergefäßes an Ort und Stelle ausgerüstet. Das Pumpenaggregat wird vorteilhafterweise
unmittelbar an dem Stromrichter angeordnet, und zwar so, daß es abgenommen werden kann, um
den Transport zu erleichtem, bei welchem dann der Stromrichter und das Pumpenaggregat getrennt
transportiert werden können. Das Pumpenaggregat wird so an dem Stromrichter befestigt bzw. ihm
gegenüber angeordnet, daß der Pumpaggregatsaugstutzen in unmittelbarer Nähe des Entlüftungsstutzens das Entladungsgefäßes liegt, so daß beide in
einfachster Weise durch Zwischenfügen eines Zwischenstückes miteinander verbunden werden können.
Das Zwischenstück kann eine Vorrichtung enthalten, um das für die spätere Entlüftung benutzte Entlüftungsrohr
nach der Entlüftung des Entladungsgefäßes endgültig vakuumdicht zu verschließen.
Einige Ausführungsbeispiele von Stromrichtern nach der Erfindung sind in den Fig. 1 bis 14 schematisch
dargestellt, in welchen gleiche Teilte mit gleichen Zahlen beziffert sind. Dieser Beschreibung sind weitere
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung zu entnehmen.
809 658734-1
In der Fig. 1 ist mit 1 der Stromrichter und mit 3 die Vakuumpumpeinrichtung bezeichnet. Der bei der
Herstellung des Stromrichtergefäßes 1 an der Stelle 9 verschlossene Entlüftungsstutzen 10 hat einen Ansatz
11 mit einer Glaseinschmelzung 12. An diesen Ansatz
11 wird der Saugstutzen 6 der Pumpe z. B. angeschweißt (Schweißnaht 13). Bei 14 und 15 können
z. B. an dem Ansatz 11 Stromzuleitungen 16 und 17 angeschlossen werden, die von einer Stromquelle 18
gespeist werden. Soll der Kessel 1 entlüftet werden, so wird nach der Fertigstellung des Rohranschlusses
zunächst die Vakuumpumpe in Betrieb genommen; sobald das Vakuum in dem kurzen Rohransatzstück
genügend tief gesunken ist, wird durch Einschaltung der Stromquelle 18 das den Pfropfen 12 enthaltende
Rohrstück erwärmt und dadurch der Pfropfen geschmolzen, so daß die Pumpe nunmehr den Stromrichterkessel
entleeren und dabei· eine Entgasung durchführen kann. Nach beendeter Entgasung wird
dann die Schelle 15 abgenommen, und sofern man den pumpenlosen Betrieb wieder herstellen will, bei noch
laufender Vakuumpumpe der Rohransatz 11 in an sich bekannter Weise zusammengequetscht und
vakuumdicht verschlossen.
Durch die Anordnung des Pfropfens 12 wird der große Vorteil erreicht, daß bei einer nachträglich
vorzunehmenden Entgasung oder Nachentgasung beim öffnen des zusätzlichen Saugstutzens 11 durch
Entfernen des Pfropfens 12 keine Luft in das Vakuumgefäß eindringen kann, weil die Pumpe bereits
angeschlossen und im Saugrohr 6 bereits Vakuum vorhanden ist.
Um mehrfach entgasen zu können, kann das Entlüftungsrohr
10 mehrere Ansätze 19 bis 25 haben (s. Fig. 2), die in der gleichen Weise wie der Ansatz 11
Pfropfen enthalten und nacheinander zum mehrfachen Entlüften benutzt werden können.
Da der geschmolzene Werkstoff von dem Pfropfen
12 in dem Rohransatz 11 eine Verengung des Rohrquerschnittes und damit eine Erschwerung der Evakuierung
bedeutet, kann der Rohransatz eine Erweiterung haben, wie es z. B. in der Fig. 3 bei 26 dargestellt
ist.
Gemäß der Fig. 4 ist neben dem Saugstutzen 10 ein l>esonderer Pumpstutzen 27 mit einem Pfropfen 12
angeordnet, an den die Pumpe 3 über eine Verlängerung 28 angeschlossen ist, die zur späteren endgültigen
Abschmelzung bzw. zum Abschluß des Rohres 27 nach der Evakuierung des Entladungsgefäßes 1
dient. Der Bogen 27 α des Rohres 27 ist nach unten gelegt, damit der geschmolzene Werkstoff des
Pfropfens 12 nicht in das Entladungsgefäß gelangen kann. Der Flansch 28 α wird in solchen Fällen vorteilhafte
rweise angewendet, in denen der gepumpte Betrieb für längere Zeit angewendet werden soll. Bei
der Montage ist dann nur die Flanschverbindung 28 α herzustellen. Wird der pumpenlose Betrieb gewünscht,
so wird das Rohr 28 bei 28 b in an sich bekannter Weise vakuumdicht verschlossen (z. B. abgequetscht
und verschmolzen). Gemäß der Fig. 5 sind die beiden Stutzen 10 und 27 durch ein Rohr29 miteinander verbunden.
Der Pfropfen 12 fällt nach der Erwärmung in den Raum 30. Die Bohrung 31 hat den Zweck, sich
bei 32 (Fig. 6) eventuell ansammelndes Quecksilber während des Betriebes nach dem Entladungsgefäß 1
abfließen zu lassen.
Die Erfindung bringt auch dadurch noch einen besonderen Fortschritt, daß man die Vorteile eines Betriebes
mit einer Vakuumpumpe, nämlich die Herbeiführung eines sehr tiefen Vakuums, insofern erzielen
kann, indem man durch längeren, z. B. 1Zs Jahr lang
währenden Betrieb mit Pumpe eine ausgezeichnete Nachentgasung des Gefäßes herbeiführt. Nach dieser
Zeit wird dann das Gefäß endgültig abgeschmolzen, so daß man dann wieder den Vorteil des pumpenlosen
Betriebes hat. Hat man mehrere Stromrichter, so genügt für diese ein gemeinsames Pumpenaggregat,
das je nach Bedarf bei dem einen oder anderen Stromrichtern verwendet wird. Solange die Stromrichtergefäße
als pumpenlose Gefäße arbeiten und keine Vakuumverschlechterung eintritt, kann die Vakuumpumpe
dann anderweitig benutzt werden.
Beim Öffnen des Hilfsstutzens nach der Fig. 5 ist es nicht nötig, den Verschlußtörper 12 vollständig
herauszuschmelzen. Es genügt vielmehr, daß sich das äußere Rohr erweitert, um den VerscMußkörper freizugeben,
so daß dieser nach seiner Lockerung herunterfallen kann, was eine erhebliche Ersparnis an
aufzuwendender Wärmeenergie darstellt. Der Pfropfen selbst kann vorher entweder eingeschmolzen oder nur
eingeschrumpft sein. Er kann aus dem gleichen Werkstoff oder vorteilhafterweise aus einem anderen Werkstoff
bestehen, welcher einen kleineren Ausdehnungskoeffizienten als der Werkstoff des ihn umgebenden
Rohres hat. Das Rohr kann aus Metall und der Pfropfen kann ebenfalls aus Metall sein, oder aber
das Rohr kann aus Metall und der Pfropfen aus einem anderen Werkstoff, z. B. aus keramischem Werkstoff,
bestehen. Zum Öffnen dieses Hilfsevakuierungs-Stutzens kann es auch genügen, daß man durch Zufuhr
einer großen Wärmemenge in kurzer Zeit eine Ausdehnung des Rohres schnell erreicht, und zwar
bevor sich der Pfropfen selbst erwärmt und dabei sein
Volumen vergrößert hat, so daß der Pfropfen nach der Ausdehnung des Rohres herunterfallen kann.
Dieses Verfahren kann besonders dort angewendet werden, wo das Rohr und der Pfropfen aus dem
gleichen Werkstoff bestehen.
Der Pfropfen kann, wie es bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 angegeben ist, durch auf elektrischem
Wege erzeugte Wärme herausgeschmolzen werden, man kann aber auch andere Wärmequellen,
z. B. Flammen von Gas- und Schweißbrennern oder von Geräten, benutzen. Der Pfropfen kann aber auch
auf rein mechanischem Wege, z. B. durch Strecken der Rohrwand mit Hilfe des Walz Verfahrens, von der
Rohrwand abgelöst werden, so daß er in den darunter befindlichen freien Raum fallen kann.
Gemäß der weiteren Erfindung kann der Entlüftungsstutzen
jedoch auch vollständig verschlossen sein und mit dem zu entfernenden Pfropfen ein Stück
bidden. Der Pfropfen kann dabei z. B. ein Stück des Rohres selbst sein oder aber mit dem Rohrende durch
Schweißen zu einem einheitlichen Ganzen verbunden sein. Zum Entfernen des Pfropfens werden in diesem
Fall vorteilhafterweise mechanische Mittel benutzt. Ein solches Mittel kann z. B. eine Stanz- oder
Schneidvorrichtung sein, die einen vorteilhafterweise mit gehärteten Schneiden versehenen Stempel und
einen Antrieb hat, der vorteilhafterweise außerhalb des Rohres angeordnet ist. Zu diesem Zweck kann das
Rohr durch einen Antriebsübertrager, z. B. durch einen nachgebenden Teil, wie etwa eine Membran oder
ein Membranrohr oder ein Wellrohr, abgeschlossen sein. Der Antriebsübertrager sorgt dafür, daß die
außen zum Entfernen des Pfropfens aufgewendete Kraft nach innen übertragen wird. Dabei bleibt der
vakuumdichte Abschluß des Rohrinnern erhalten.
In der Fig. 6 ist der Saugstutzen 33 durch den Pfropfen 34 verschlossen, der an seiner Verbindungs-
stelle 35 mit dem Saugstutzen 33 einen verringerten Querschnitt hat. Der Durchmesser 56 ist kleiner als
der Durchmesser 57, so daß der Pfropfen 34 nach
seiner Abtrennung vom Stutzen 33 frei·, d. h. unbehindert, herunterfallen kann. Der Stempel 36 kann
gehärtete Schneidkanten 37 haben und einen Stößel 38, der sich mit dem Kopf 39 gegen eine Membran 40
legt. Der Vorsprung 41 des Saugstutzens 33 dient als Widerlager für das Druckwerkzeug 58, das aus einem
Bügel 42 und einer Schraube 43 bestehen kann, die
unter Zwischenfügung einer Druckplatte 44 gegen die Membran drückt, weil der Bügel 42 mit seinen
Klauen 45 unter den Vorsprung 41 des Endes des Saugstutzen« 33 greift. Die. Membran 40 ist mit einer
Schweißnaht 46 an den Membranhalter 47 des Saug-Stutzens 33 vakuumdicht angeschweißt.
Der Pfropfen 34 kann einen Konus 48 haben, der nach dem Herausfallen des Pfropfens bewirkt, daß der
Pfropfen 34 nicht flach auf dem Boden 49 liegt und die öffnung 50 für den Ablauf des Kathodenmetalls
versperrt.
Der Krümmer 51 kann fortfallen, wenn man den Saugstutzen 52 unmittelbar am Rohr 33 oder an einer
anderen Stelle am Vakuumgefäß, wie es beispielsweise bei 53 angedeutet ist, anordnet. In diesem Fall
muß das Entladungsgefäß 1 eine große Öffnung 54 zum Zweck seiner späteren Entlüftung und Entgasung
haben, wie es in der Fig. 7 dargestellt ist. Die Öffnung 54 ist durch eine Sicherung, z. B. ein Gitter
55, verschlossen, welches verhindert, daß der Pfropf en 34 in das Entladungsgefäß fällt, nachdem er mit Hilfe
der Druckvorrichtung 58 herausgestanzt ist. Die Vakuumpumpe ist an das Flanschrohr 56 mit dem
Flansch 57 angeschlossen. Das Rohr 56 muß vorteilhafterweise entsprechend lang sein, um nach dem Entlüften
und Entgasen des Entladungsgefäßes 1 dieses in an sich bekannter Weise vakuumdicht durch Abquetschen
und Absägen und Verschweißen abschließen zu können.
Zur Verhütung von Beschädigungen des Saug-Stutzens oder unbeabsichtigter Betätigung des Antriebsmechanismus
kann der Stutzen mit einer über die Membran herübergreifenden Schutzkappe 60 für
die Membran versehen sein (vgl. Fig. 8). Diese Schutzkappe kann angeschweißt (Schweißnaht 62) *5
oder angeschraubt sein und gleichzeitig als Träger des Muttergewindes 61 für die Anschluß schraube 43
dienen. Dabei entfällt der abnehmbare Bügel 42 mit Klemme 45. An Stelle der Schraube 43 kann beim
Transport oder ihrem Nichtgebrauch eine kurze, plombierbare, nicht dargestellte Schraube eingesetzt
werden, so daß die Antriebsvorrichtung unbefugt oder versehentlich nicht betätigt werden kann.
Gemäß der weiteren Erfindung kann der Saugstutzen 33, insbesondere die Auffangvorrichtung, das
Sieb oder ein Korb 55, ganz oder teilweise in das Innere des Vakuumgefäßes verlegt werden, wie es die
Fig. 9 veranschaulicht. In dieser Figur ist der Saugstutzen 63 als Korb zum Auffangen des Pfropfens 34
ausgebildet. Der Korb hat öffnungen 64 für den
Durchtritt der Luft. Mit 1 ist wieder die Gefäßwand bezeichnet.
Zur Verminderung der aufzuwendenden Druckkraft zum Herausscheren des Pfropfens 34 kann der
Stempel 36 an seiner Schneidkante 37 nicht auf dem
ganzen Umfang des herauszuschneidenden Pfropfens, sondern nur an einzelnen Punkten des Umfangs angreifen.
Zu diesem Zweck kann man den Stempel 36 (Fig. 10) an seiner Schneidkante 37 entweder schräg
ausbilden (Kante37a), oder man kann den Stempel
mit am Umfang verteilten Schneidzähnen 37 b versehen (vgl. Fig. 11). Die Schneidkante kann aber auch
wellenförmig verlaufen (37 c in Fig. 13).
Man kann das Herausschneiden eines Pfropfens aber auch ganz vermeiden, wenn man die Pfropfendicke so
weit wie möglich verringert und das Schneidwerkzeug gemäß Fig. 12 und 14 mit einer Spitze 65 und Nuten
oder Löchern 71, 72 versieht, die nach dem Durchtritt des Schneid Werkzeuges durch den an der Stelle
des Pfropfens dünnen Waodteil 67 eine Verbindung zwischen dem mit dem Entladungsgefäß zusammenhängenden
Teil 68 des Saugstutzens und dem an die Pumpe angeschlossenen Teil 69 des Saugstutzens herstellen
(vgl. Fig. 12). Nach der Fig. 12 hat der nadeiförmige Stempel 65 am Umfang verteilte Nuten 66,
die nach dem Durchtritt der Spitze 65 durch den Pfropfen 67 eine Verbindung zwischen dem Saugstutzenteil
68 und dem Saugstutzenteil 69 schaffen, so daß die zu evakuierende Luft in Richtung des
Pfeiles 70 durchströmen kann.
Claims (23)
1. Für die Stromrichtung bestimmtes Metalldampfentladungsgefäß mit den Metalldampf liefernder
verdampfbarer Kathode, einer oder mehreren Anoden und metallischer Gefäßwand, das
den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und für diese Betriebsweise
ohne weitere Vorkehrungen verwendbar ist, gekennzeichnet durch einen oder mehrere neben dem
üblichen abgeschmolzenen Entlüftungsstutzen (9) vorhandene, zum vorübergehenden oder dauernden
Anschluß einer Vakuumpumpe eingerichtete zusätzliche Saugstutzen (11,19, 25) mit nach Anschluß
der Vakuumpumpe entfernbarem vakuumdichtem Verschluß (12) (Fig. 1, 2).
2. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im zusätzlichen
Saugstutzen (27) ein schmelzbarer Pfropfen vorgesehen ist und der zusätzliche Saugstutzen eine
Krümmung (27 a·) hat, welche nach der Erwärmung des Pfropfens ein Fließen des Pfropfenwerkstoffes
in das Stromrichtergefäß (1) verhindert (Fig. 4).
3. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Erweiterung
(26) im zusätzlichen Saugstutzen (11) zur Aufnahme des Pfropfenwerkstoffes nach dem Schmelzen
des Pfropfenwerkstoffes vorgesehen ist, um eine Querschnittsverengung beim Schmelzen des
Pfropfens zu vermeiden (Fig. 3).
4. Verfahren zum öffnen eines zusätzlichen Saugstutzens bei einem Metalldampfentladungsgefäß
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim öffnen des Verschlusses der Pfropfen
(12) nicht herausgeschmolzen, sondern nur durch Wärmeeinwirkung behandelt wird und daß durch
die dadurch bedingte Rohrerweiterung der Pfropfen in einen darunterliegenden Rohrabschnitt gebracht
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Zufuhr einer großen
Wärmemenge in kurzer Zeit eine solche Ausdehnung des zusätzlichen Saugstutzens erreicht, bevor
sich der Pfropfen erwärmt und erweitert hat, daß der Pfropfen frei wird und aus der Verschluß stelle
herausfallen kann.
6. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Verschluß
dienende Pfropfen aus einem Werkstoff besteht,
der einen geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als die Rohrwand selbst hat.
7. Metalldampf entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlüftungsstutzen (33) vollständig verschlossen ist und mit
dem zu entfernenden Pfropfen (34) ein Stück bildet (Fig. 6).
8. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlüftungsstutzen vollständig verschlossen ist und mit dem
zu entfernenden Pfropfen z. B. durch Schweißen zu einem einheitlichen Ganzen vereinigt ist.
9. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstelle
(35) des Pfropfens (34) mit dem Entlüftungsstutzen (33) einen gegenüber dem Entlüftungsstutzen
(33) verringerten Durchmesser hat (Fig. 6).
10. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur mechanisehen
Öffnung des Saugstutzens (33) eine Stanzoder Schneidvorrichtung (37) angeordnet ist
(Fig. 6).
11. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stanz- und Schneidvorrichtung aus einem Stempel (38)
besteht, der sich einerseits gegen den Pfropfen (34). andererseits gegen eine Membran (40) legt
(Fig. 6).
12. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch
11, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlüftungsstutzen
(33) durch eine Membran (40) oder ein Membranrohr bzw. ein Wellrohr abgeschlossen
ist.
13. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 11. gekennzeichnet durch eine Antriebsvorrichtung
für den Stempel (38), die von diesem getrennt und außerhalb des Entlüftungsstutzens
(33) angeordnet ist (Fig. 6 und 8).
14. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung
(58) abnehmbar und als Druckvorrichtung ausgebildet ist und durch eine
Schraube, einen Hebel oder einen Keil auf das Stanzwerkzeug (36) einwirkt (Fig. 6).
15. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (38)
gehärtete Schneidkanten (37) hat.
16. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropfen
(34) mit Vorsprüngen (48) derart versehen ist, daß er nach dem Herunterfallen in den zylindrischen
Teil (32) das Ablaufloch (50) für' das Kathodenmetall nicht verschließen kann (Fig. 6).
17. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaufloch
(50) außerhalb der Mittellinie- (59) angeordnet ist (Fig. 7).
18. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sieb (55)
oder ein Gitter an der Ablauföffnung (50) für das Kathodenmetall bzw. an der Entlüftungs- und
Entgasungsöffnung (54) angeordnet ist, das das Herabfallen des Pfropfens oder von Pfropfenmaterial
in das Entladungsgefäß (1) verhindert (Fig. 7).
19. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch
12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schutzvorrichtung für die Membran angeordnet, gegebenenfalls
als Teil des Antriebes zum Öffnen des zusätzlichen Saugstutzens ausgebildet und eventuell
mit dem Kopf des zusätzlichen Saugstutzens fest verbunden ist.
20. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch
19, dadurch gekennzeichnet, daß eine plombierte Verschlußschraube vorgesehen ist, die an Stelle
der Antriebsschraube bei Nichtbenutzung des Antriebes eingesetzt werden kann.
21. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche
Saugstutzen ganz oder teilweise im Innern des Vakuumgefäßes angeordnet ist und daß dessen
unteres Ende als Korb zum Auffangen des Pfropfens ausgebildet ist (Fig. 9).
22. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkante
des Schneidwerkzeuges nicht auf dem ganzen Umfang, sondern nur an einer Stelle oder mehreren
Stellen des Umfangs angreift (Fig. 10 bis 13), und die Schneidkante bzw. die Schneidkanten
(36) des Schneidwerkzeuges abgeschrägt (37 a- in Fig. 11) oder gewellt (37 c in Fig. 14) sind.
23. Metalldampfentladungsgefäß nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfropfendicke
(67) gering gehalten und das Schneidwerkzeug mit Nuten (66) oder einem oder mehreren am Umfang
verteilten Löchern (71 in Fig. 14) für den Durchtritt der Luft versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
AEG-Mitteilungen, 1951, Heft9/10, S.165bisl76; Müller-Uhlenhoff: Elektrische Stromrichter, Braunschweig 1940, S. 139.
AEG-Mitteilungen, 1951, Heft9/10, S.165bisl76; Müller-Uhlenhoff: Elektrische Stromrichter, Braunschweig 1940, S. 139.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© S09 658/341 10.58
Priority Applications (1)
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| DES30971A DE1041172B (de) | 1952-11-05 | 1952-11-05 | Fuer die Stromrichtung bestimmtes Metalldampfentladungsgefaess, das den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und fuer diese Betriebsweise ohne weitere Vorkehrungen verwendbar ist, und Verfahren zum OEffnen eines zusaetzlichen Saugstutzens bei einem solchen Gefaess |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES30971A DE1041172B (de) | 1952-11-05 | 1952-11-05 | Fuer die Stromrichtung bestimmtes Metalldampfentladungsgefaess, das den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und fuer diese Betriebsweise ohne weitere Vorkehrungen verwendbar ist, und Verfahren zum OEffnen eines zusaetzlichen Saugstutzens bei einem solchen Gefaess |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1041172B true DE1041172B (de) | 1958-10-16 |
Family
ID=7480344
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES30971A Pending DE1041172B (de) | 1952-11-05 | 1952-11-05 | Fuer die Stromrichtung bestimmtes Metalldampfentladungsgefaess, das den Anforderungen des pumpenlosen Betriebes entsprechend gebaut und fuer diese Betriebsweise ohne weitere Vorkehrungen verwendbar ist, und Verfahren zum OEffnen eines zusaetzlichen Saugstutzens bei einem solchen Gefaess |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1041172B (de) |
-
1952
- 1952-11-05 DE DES30971A patent/DE1041172B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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