DE1041140B - UEberstromschutz fuer Gleichstromkreise, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden - Google Patents
UEberstromschutz fuer Gleichstromkreise, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werdenInfo
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- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
- H02H7/12—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
- H02H7/125—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers
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- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
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- H02H3/087—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for DC applications
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Description
Es ist bekannt, in Wechselstromkreisen einer Schaltstelle Gleichrichter vorzuschalten, wobei für die
beiden Stromrichtungen Parallelkreise mit Gleichrichtern verschiedener Sperrichtung vorgesehen sind.
So ist bereits eine Kurzzeitschaltung beschrieben worden, bei der ein Wechselstrom über zwei parallele
Teilkreise geführt ist, von denen jeder ein Schaltelement und mit diesem in Reihe einen Gleichrichter
•—■ in jedem Teilkreis mit anderer Sperrichtung — aufweist, wodurch die Entionisierung an den Schaltstrecken
erleichtert werden soll. In diesem Zusammenhang ist auch noch die Möglichkeit erwähnt, die
Schalter eines Teilkreises mittels Relais durch den Strom im anderen Teilkreis zu betätigen, wodurch die
Funkenbildung unterdrückt werden soll.
Es sind auch schon verschiedene Vorschläge bekanntgeworden, einen Wechselstrom bei dem Auftreten
einer Überlastung in dem nächsten oder wenigstens einem rasch darauffolgenden Stromnulldurchgang
nach dem Auftreten der Überlast abzuschalten, so daß sich in der folgenden Halbwelle kein
Strom mehr ausbildet.
Nach der Erfindung kann auf dieser Grundlage eine sehr einfache Abschaltmöglichkeit für Gleichstromkreise
gewonnen werden, die über Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden, indem bei
Auftreten eines Überstromes zunächst in dem Gleichrichterzweig der gerade keinen Strom führt bzw. in
den Gleichrichterzweigen, die gerade keinen Strom führen, eine Unterbrechung vorgenommen wird, so
daß diese (r) Gleichrichterzweig(e) den Strom nicht mehr übernehmen kann (können). In dem stromdurchflossenen
Zweig wird der Netzstrom mit Umkehr der Spannungsrichtung sehr schnell verschwinden,
insbesondere dann, wenn ein Ausgleichkreis vorhanden ist, über den die gespeicherte magnetische Energie
abgebaut werden kann.
Eine besonders einfache Anordnung ergibt sich bei einer Brücken- oder Graetz-Schaltung, da hierbei die
für die Unterbrechung bestimmten Trennschalter nur auf der einen Seite der Brücke vorgesehen werden
müssen, während die zweite Brückenseite als Ausgleichskreis dienen kann. Bei einer Mittelpunktschaltung
kann es dagegen vorteilhaft sein, einen besonderen Ausgleichkreis vorzusehen. In jedem Fall
wird dadurch sichergestellt, daß der Netzstrom in kürzester Zeit auf Null abklingt, ohne dabei Reaktanzspannungen
auszulösen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, wobei in
Fig. 1 hierbei z. B. eine einphasige Brückenschaltung, in
Fig. 2 das zugehörige Strom-Zeit-Diagramm wiedergegeben ist.
überstromschutz für Gleichstromkreise,
die über Gleichrichter aus einem
Wechselstromnetz gespeist werden
Wechselstromnetz gespeist werden
Anmelder:
Siemens -S chucker twerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
DipL-Ing. Werner Rambold, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Mit 1 ist ein Transformator bezeichnet, über den die Anlage gespeist wird. Für die Speisung ist ein
Gleichrichtersystem vorgesehen, das die vier Gleichrichterelemente 2, 3,4 und 5 in bekannter Brückenschaltung
enthält, wobei in der Brückendiagonale der Verbraucher, beispielsweise in Form eines Motors 6,
angeordnet ist. 7 bedeutet eine gleichfalls in der Brückendiagonale liegende Drossel, die zu einer
Glättung des Verbraucherstromes dient. Mit 8 und 9 sind zwei Trennstellen bezeichnet, die in den Zweigen
der Gleichrichter 2 und 3 angeordnet sind. Die Steuerung dieser Trennstellen erfolgt in Abhängigkeit
von einem Überstrom im Gleichstromkreis mit Hilfe von nicht dargestellten, schnell ansprechenden Elementen
wie z. B. durch eine Sättigungsdrossel.
Wenn in dem Verbraucher ein Kurzschluß eintritt, wird mit Hilfe dieser Schalteinrichtung die öffnung
eines der Schalter 8 und 9 eingeleitet. Es sei hierbei angenommen, daß der Kurzschluß in dem Moment
eintritt, in dem der Arbeitsstrom über die Gleichrichter 2 und 5, also den durch eine ausgezogene Linie
angedeuteten Strompfad, fließen. Durch die Steuerung wird in einem solchen Fall die Trennstelle 9 geöffnet,
was ohne Schwierigkeit erfolgen kann, da in dem Pfad des Gleichrichters 3 und der Trennstelle 9 in
diesem Augenblick kein Strom fließt. Infolge der öffnung
dieser Trennstelle kann nach dem nächsten Stromnulldurchgang ein Stromfluß in dem Pfad über die
beiden Gleichrichter 3 und 4 nicht mehr einsetzen.
Da nach Richtungsumkehr der Spannung keine treibende Netzspannung mehr an der Anordnung
liegt, wird der Stromfluß nur noch durch die in den
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Induktivitäten des Kreises gespeicherte magnetische Energie aufrechterhalten. Für das Abklingen des
Netzstromes sind in diesem Falle einer Brückenschaltung dabei allein die im Wechselstromkreis
liegenden Induktivitäten maßgebend. Die im Gleichstromkreis gespeicherte magnetische Energie kann
sich unabhängig davon über die Gleichrichter 4 und 5 auswirken. Der Strom im Gleichrichterzweig 2 wird
daher in sehr kurzer Zeit abklingen, so daß auch die Trennstelle 8 stromlos geöffnet werden kann. Es ergibt
sich ein Netzstromverlauf, wie in Fig. 2 dargestellt. Dabei steigt der bei ausreichender Glättung als konstant
anzusehende Strom /„ im Augenblick des Kurzschlusses auf einem hohen Wert an, erlischt jedoch in
dem folgenden Stromnulldurchgang bzw. kurz danach. Im Ausgleichskreis bleibt der Stromfluß noch kurze
Zeit bestehen, bis die gespeicherte magnetische Energie abgebaut ist.
Die Anwendung der Graetz-Schaltung, bei der die für die Unterbrechung bestimmten Schaltelemente
nur in je einem Brückenzweig für jede Stromrichtung angeordnet sind, hat hierbei noch den besonderen
Vorteil, daß bei geringstem Aufwand eine überspannungsfreie Unterbrechung des Kurzschlußstromes
erreicht wird, ohne daß hierzu zusätzlich Hilfsmaßnahmen, wie beispielsweise eine besondere Nullanode,
erforderlich wären. Der durch die hohen Induktivitäten im Stromkreis aufrechterhaltene Strom kann
über die anderen Brückenzweige weiterfließen, während der Strom in dem abzuschaltenden Kreis
überspannungsfrei auf den Nullwert gebracht wird, wodurch sicher erreicht wird, daß keinerlei Überspannungsstöße
in das Netz gelangen.
Auf diese Weise wird auch die Gefahr beseitigt, daß der durch die Induktivität aufrechterhaltene
Strom bis in die übernächste Halbperiode über einen Lichtbogen weiterbestehen und dadurch eine Kurzschlußlöschung
überhaupt verhindern könnte.
Die Anwendung des Erfindungsgedankens — sowohl in einphasiger wie auch mehrphasiger Schaltung —
ist von besonderem Vorteil für Trockengleichrichter, ausführungen unter Verwendung von Germanium und
Silizium oder 'Halbleitern aus dem Gebiet A3B5 gegen Überlastung empfindlich sind.
Da bei der neuen Überstromabschaltung der erhöhte Strom nur während einer extrem kurzen Zeitspanne
die Gleichrichter belastet, ist es möglich, mittels geeigneter Wärmeableitungs- und Kühlmittel
die durch den kurzzeitigen Überstrom erzeugte Wärmemenge sehr rasch abzuführen, so daß die
betriebsmäßige Belastung der Gleichrichter ohne Gefahr sehr hoch gewählt werden kann.
Claims (4)
1. Überstromschutz für Gleichstromkreise, bei denen Verbraucher über Gleichrichter in ein- oder
mehrphasiger Brückenselialtung aus einem Wechselstromnetz
gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Auftreten eines Überstromes
in einer Richtung in Abhängigkeit von dem Überstrom in dem Pfad anderer Stromrichtung liegende
Schaltelemente geöffnet werden.
2. Überstromschutz nach Anspruch 1 für wenigstens teilweise induktive Verbraucher, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens im Zeitpunkt der Unterbrechung des Pfades ein weiterer Strompfad für den Ausgleich vorgesehen wird.
3. Überstromschutz nach Anspruch 1 bzw. 2, bei dem die einzelnen Gleichrichter in Brückenschaltung
angeordnet sind, wobei der Stromverbraucher in einer Brückendiagonale liegt, dadurch
gekennzeichnet, daß die für die Unterbrechung bestimmten Schaltelemente nur in je einem Brückenzweig
für jede Stromrichtung angeordnet sind.
4. Überstromschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Öffnen einer Trennstelle
während der folgenden Halbwelle auch die Trennstelle für die andere Stromrichtung geöffnet
wird.
da diese, und zwar insbesondere die Hochleistungs-In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung Z 1560 VIIIb/21c
(bekanntgemacht am 21. 5. 1953).
Deutsche Patentanmeldung Z 1560 VIIIb/21c
(bekanntgemacht am 21. 5. 1953).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 658/323 10.58
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES53901A DE1041140B (de) | 1957-06-15 | 1957-06-15 | UEberstromschutz fuer Gleichstromkreise, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
| FR1194622D FR1194622A (fr) | 1957-06-15 | 1958-04-11 | Appareil de protection contre les surintensités pour une installation à courant continu |
| GB1882758A GB876787A (en) | 1957-06-15 | 1958-06-02 | A circuit arrangement for supplying a direct-current load through rectifiers and for protecting the rectifiers against over-currents |
| CH6040158A CH363709A (de) | 1957-06-15 | 1958-06-10 | Uberstromschutzeinrichtung in einer Gleichstromanlage |
| DES67627A DE1104598B (de) | 1957-06-15 | 1960-03-18 | UEberstromschutz fuer Gleichstromkreise, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES53901A DE1041140B (de) | 1957-06-15 | 1957-06-15 | UEberstromschutz fuer Gleichstromkreise, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1041140B true DE1041140B (de) | 1958-10-16 |
Family
ID=7489500
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES53901A Pending DE1041140B (de) | 1957-06-15 | 1957-06-15 | UEberstromschutz fuer Gleichstromkreise, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH363709A (de) |
| DE (1) | DE1041140B (de) |
| FR (1) | FR1194622A (de) |
| GB (1) | GB876787A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1083407B (de) | 1958-05-23 | 1960-06-15 | Bbc Brown Boveri & Cie | Anordnung zur UEberstrom- und Kurzschlussunterbrechung in Gleichrichteranlagen |
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1957
- 1957-06-15 DE DES53901A patent/DE1041140B/de active Pending
-
1958
- 1958-04-11 FR FR1194622D patent/FR1194622A/fr not_active Expired
- 1958-06-02 GB GB1882758A patent/GB876787A/en not_active Expired
- 1958-06-10 CH CH6040158A patent/CH363709A/de unknown
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1083407B (de) | 1958-05-23 | 1960-06-15 | Bbc Brown Boveri & Cie | Anordnung zur UEberstrom- und Kurzschlussunterbrechung in Gleichrichteranlagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH363709A (de) | 1962-08-15 |
| FR1194622A (fr) | 1959-11-10 |
| GB876787A (en) | 1961-09-06 |
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