DE1040880B - Bohr- und/oder Fraeswerk - Google Patents
Bohr- und/oder FraeswerkInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
- B23Q17/00—Arrangements for observing, indicating or measuring on machine tools
- B23Q17/24—Arrangements for observing, indicating or measuring on machine tools using optics or electromagnetic waves
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bohr- und/oder Fräswerk mit einem Werkstückaufspanntisch, dessen
Aufspannfläche senkrecht und vom Maschinenständer abgekehrt ist.
Bei bekannten Maschinen dieser Bauart ist der Tisch mittels einer Kreuzführung am Maschinenständer
parallel zu seiner Aufspannfläche, und zwar vertikal und horizontal verschiebbar gelagert. Der
Vorschub in der dritten Koordinatenrichtung ist dadurch möglich, daß die Spindel mit ihrem Spindelkasten
ebenfalls am Maschinenständer horizontal, jedoch senkrecht zur Aufspannfläche des Tisches verschieblich
gelagert ist. Der Motor und das Übersetzungsgetriebe befinden sich in einem am Ständer
befestigten Getriebekasten. Die Maschinen dieser bekannten Bauart weisen folgende Nachteile auf:
Die aufgespannten Werkstücke wirken als überhängende Last und üben auf den Tisch ein Drehmoment
aus, daß die Kreuzführung des Tisches erheblich belastet und die Arbeitsgenauigkeit der Maschine
einschränkt. Weiterhin ist es beim vertikalen Vorschub notwendig, sowohl den Tisch als auch das
Werkstück anzuheben. Das Gewicht der Werkstücke schwankt stark und kann nicht, wie das Tischgewicht,
durch ein Gegengewicht ausgeglichen werden. Schließlich befindet sich die zu bearbeitende Stelle immer in
gleicher Höhe. Die Spindel kann praktisch nicht höher angeordnet werden, als daß ein Arbeiter im Stehen die
Bearbeitungsstelle noch gerade gut übersehen kann. Die Bearbeitung von besonders großen Werkstücken,
deren Höhe den Abstand zwischen Fußboden und der in etwa Augenhöhe befindlichen Spindel überschreitet,
ist nicht mehr möglich.
Die Erfindung vermeidet die genannten Nachteile duch eine andersartige Lagerung der Hauptteile, nämlich
des Aufspanntisches, des Getriebe- und des Spindelkastens der Maschine. Gemäß der Erfindung
ist der Arbeitstisch lediglich parallel zu seiner Aufspannfläche horizontal verschiebbar, und der Spindelkasten
ist auf einem am Ständer senkrecht verschiebbaren Getriebekasten rechtwinklig zur Aufspannfläche
des Arbeitstisches horizontal beweglich angeordnet.
Bei dieser Anordnung ergibt sich der Vorteil, daß die Überhangbelastung des Tisches nur von einer
Horizontalführung aufzunehmen ist. Überdies kann diese Führung breiter und kräftiger als bisher ausgeführt
werden, da sie die Verbindung des Tisches zum Maschinenständer darstellt. Beim Vertikalvorschub
erfolgt eine Bewegung des Getriebe- und Spindelkastens in vertikaler Richtung. Das konstant
bleibende Gewicht dieser Maschinenteile ist leicht zu kompensieren. Durch die Kombination einer senkrechten
Aufspannfläche des Tisches mit einer Vertikalverstellmöglichkeit der Spindel ergibt sich schließlich
Bohr- und/oder Fräswerk
Anmelder:
Dr.-Ing. Hans Deckel,
München-Solln, Irmgardstr. 20,
und Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Deckel,
Zug (Schweiz)
Vertreter: Dr. jur. H. Lersch, Rechtsanwalt,
München 22, Maximilianstr. 35
München 22, Maximilianstr. 35
die Möglichkeit, die Höhenlage der zu bearbeitenden Stelle am Werkstück zu verändern. Es kann also
wahlweise im Stehen oder Sitzen gearbeitet werden.
Zugleich ist das Bohren und Fräsen von extrem hohen Werkstücken möglich.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Zusammenhang
mit den Zeichnungen und Ansprüchen. Es zeigen
Fig. 1 und 2 die Maschine in Ansicht und Seitenriß und
Fig. 3 und 4 Einzelheiten der optischen Ablesemittel.
Die Maschine hat einen senkrechten Ständer 10 mit Führungen 12, in denen ein Getriebekasten 14 senkrecht
verstellbar ist. In diesem Getriebekasten sind die Antriebs- und Steuermittel nicht nur für die Getriebekastenverstellung
selbst, sondern auch für den im einzelnen später erläuterten Arbeitstisch und für die
Spindel untergebracht. Die Bewegungen des Getriebekastens erfolgen entweder durch motorische Mittel,
die durch einen Schalthebel 16 eingeschaltet werden, oder von Hand mittels eines Handrades 18.
Auf dem Kopf des Getriebekastens 14 ist in waagerechten Führungen ein Spindelkasten 20 verstellbar.
Die Verstellungen des Spindelkastens können nach Einschaltung des Schalthebels 22 automatisch durch
den Antrieb erfolgen oder aber von Hand durch ein Handrad 24 ausgeführt sein. Die Werkzeugspindel 26
ist im Spindelkasten 20, und zwar in seiner Längsrichtung derart gelagert, daß sie sich mit ihrer Lagerbüchse
28 aus dem Spindelkasten noch zusätzlich in axialer Richtung herausbewegen läßt, wozu ein Handrad
30 dient. Der Antrieb der Spindel 26 erfolgt, wie
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bereits kurz erwähnt, vom Getriebekasten 14 aus über (nicht dargestellte) Übertragungsmittel.
Neben dem Ständer 10 ist ein Bett 32 angeordnet, das im oberen Bereich Führungsflächen 34, 36 und 38
besitzt. Diese Flächen des Maschinenbettes 32 erlauben ein waagerechtes Verschieben des Arbeitstisches
40, und zwar in Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene. Die Aufspannfläche 42 mit den Spann-Nuten
44 des Arbeitstisches steht senkrecht; sie verläuft somit quer zur axialen Richtung der Arbeitsspindel 26.
Der Arbeitstisch 40 kann in seinen Führungen entweder von Hand durch ein Handrad 46 oder nach entsprechender
Einstellung eines Schalthebels 48 automatisch durch die Antriebsmittel im Getriebekasten 14
angetrieben werden.
Zur Überwachung der Verstellwege der einzelnen Maschinenelemente sind optische Feinanzeigemittel
vorgesehen. Diese Mittel bestehen in der Hauptsache aus einem durchsichtigen Feinmaßstab, der durch eine
Lichtquelle beleuchtet über Vergrößerungsoptik auf eine Mattscheibe projiziert wird.
Es sei zunächst die Feinanzeige des Spindelkastens 20 näher erläutert: Sie besteht aus einem durchsichtigen
Feinmaßstab 50, der in der Längsrichtung der Spindelkastenvorschubbewegung verläuft und durch
einen Halter 52 an der Rückseite des Getriebekastens 14 gehalten ist. Er wird durch eine mit dem Spindelkasten
20 bewegliche Lichtquelle 54 durchleuchtet, so daß seine Feinmaßteilung durch ein Linsensystem 56
entsprechend vergrößert an einer Mattscheibe 58 mit Strichmarke 60 am Spindelkasten 20 abgelesen werden
kann. Damit läßt sich die jeweilige Größe der Vorschubbewegung feststellen.
Für die waagerechte Arbeitstischbewegung ist eine ähnliche Einrichtung vorgesehen. Sie besteht aus
einem mit dem Arbeitstisch 40 beweglichen Feinmaßstab 62, einer ortsfesten Lichtquelle 64, optischen Umlenkprismen
66 od. dgl. und einer Mattscheibe 68 mit Strichmarke70 am Maschinenständer 32. Neben dieser
Ableseeinrichtung ist zugleich eine zweite für die Getriebekastenbewegung vorgesehen. Sie enthält eine
Mattscheibe 72 mit Strichmarke 74, einen mit dem Kasten 14 verbundenen Feinmaßstab 76, einer ortsfesten
Lichtquelle 78 und (nicht näher gezeigten) optischen Umlenkvergrößerungsmitteln (Fig. 4).
Wie bereits einleitend erwähnt wurde, bietet die erfindungsgemäße Anordnung des Arbeitstisches wesentliche
Vorteile.
Es kann praktisch die ganze Höhe der Maschine vom Ständerfuß bis zum Kopf des Ständers mit langen
Arbeitsstücken belegt werden. Die Arbeitsstücke können dabei unmittelbar auf dem Arbeitstisch 40
5 oder mit Hilfe zwischengeschalteter Aufspannwinkel od. dgl. aufgespannt sein. Da der Arbeitstisch zugleich
unmittelbar auf dem festen Maschinenbett lagert und die Ausladung von Spindel zum Tisch verhältnismäßig
gering ist. wird die erforderliche Stabilität und
ίο Genauigkeit auf jeden Fall erreicht und gesichert. Es
sei außerdem noch erwähnt, daß auf dem Spindelkasten mit nur waagerechter Spindel noch ein Aufsatzkopf
mit Senkrechtfräskopf angebracht werden kann, so daß die Arbeitsstücke in einer Aufspannung
sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung bearbeitet, beispielsweise gefräst oder gebohrt
werden können.
Claims (2)
1. Bohr- und/oder Fräswerk mit einem an dem Ständer verschiebbar gelagerten Arbeitstisch,
dessen Aufspannfläche senkrecht und vom Ständer abgekehrt ist, gekennzeichnet durch die Kombination
folgender Merkmale:
a) Der Arbeitstisch (40) ist lediglich parallel zu seiner Aufspannfläche (42) horizontal verschiebbar;
der Spindelkasten (20) ist auf einem am Ständer (10) senkrecht verschiebbaren Getriebekasten
(14) rechtwinklig zur Aufspannfläche (42) des Arbeitstisches (40) horizontal beweglich angeordnet.
2. Bohr- und/oder Fräswerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Getriebekasten
(14) an einer zur Aufspannfläche (42) des Arbeitstisches (40) rechtwinklig liegenden Seite des
Ständers (10) geführt ist.
b)
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 194 231;
USA.-Patentschrift Nr. 650 644;
Zeitschrift »Werkstattstechnik«, XXV. Jahrgang (1931), S. 322;
Druckschrift 1505 »Universal - Werkzeugfräsmaschine FP 1« der Fa. Friedrich Deckel, München,
S. 7 bis 9.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE535364D BE535364A (de) | 1954-02-12 | ||
| DED17020A DE1040880B (de) | 1954-02-12 | 1954-02-12 | Bohr- und/oder Fraeswerk |
| CH328518D CH328518A (de) | 1954-02-12 | 1955-01-21 | Bohr- und Fräswerk |
| GB205155A GB775044A (en) | 1954-02-12 | 1955-01-24 | Boring and/or milling machine |
| FR1133328D FR1133328A (fr) | 1954-02-12 | 1955-02-07 | Machine à forer et à fraiser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED17020A DE1040880B (de) | 1954-02-12 | 1954-02-12 | Bohr- und/oder Fraeswerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1040880B true DE1040880B (de) | 1958-10-09 |
Family
ID=7035528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED17020A Pending DE1040880B (de) | 1954-02-12 | 1954-02-12 | Bohr- und/oder Fraeswerk |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
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| CH (1) | CH328518A (de) |
| DE (1) | DE1040880B (de) |
| FR (1) | FR1133328A (de) |
| GB (1) | GB775044A (de) |
Cited By (3)
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| DE1301196B (de) * | 1961-08-04 | 1969-08-14 | Friedrich Deckel Praezions Mec | Bohr- und Fraeswerk mit Horizontalspindel |
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-
0
- BE BE535364D patent/BE535364A/xx unknown
-
1954
- 1954-02-12 DE DED17020A patent/DE1040880B/de active Pending
-
1955
- 1955-01-21 CH CH328518D patent/CH328518A/de unknown
- 1955-01-24 GB GB205155A patent/GB775044A/en not_active Expired
- 1955-02-07 FR FR1133328D patent/FR1133328A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1133328A (fr) | 1957-03-26 |
| BE535364A (de) | |
| GB775044A (en) | 1957-05-15 |
| CH328518A (de) | 1958-03-15 |
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