DE1040643B - Anordnung zum Anschluss elektrischer Kabel an Transformatoren - Google Patents
Anordnung zum Anschluss elektrischer Kabel an TransformatorenInfo
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Description
- Anordnung zum Anschluß elektrischer Kabel an Transformatoren Während man früher die Anschlußkabel für Transformatoren in einem getrennt aufgestellten End,verschluß abschloß und die Verbindung zwischen den Ausführungsklemmen des Transformators und dem Endverschluß durch blanke Leiter herstellte, ist man in letzter Zeit dazu übergegangen, die Kabel unmittelbar mit dem Transformatorengehäuse zu verbinden und zu diesem Zweck den Käbelendverschluß an dem Transformator anzubauen. Um dabei Beschädigungen des Kabels durch die Schwingungen des Transformators zu vermeiden, ist ein Vorschlag bekanntgeworden, bei dem in den Einführungsstutzen des Endverschlusses ein Wellrohr eingesetzt und die Verbindung des Leiters mit dem Endverschlußbolzen nachgiebig gestaltet ist. Eine solche Ausführung hat den Nachteil, daß die Wirkung des Wehrohres dadurch beeinträchtigt wird, daß das Wellrohr mit Kabelöl gefüllt ist, das unter Druck steht, und daß ferner der schwere Porzellanisolator des Endverschlusses mitschwingt.
- Es ist auch bereits bekannt, zum Anschluß eines Hochspannungskabels an einen Transformator einen isolierten abnehmbaren, in Schwanenhalsform gebogenen Leiter für jede Phase zu verwenden, der in einem dichten abnehmbaren Metallmantel untergebracht ist, welcher den Isolierkörper des Endverschlusses mit der entsprechenden Öffnung des Behälterdeckels verbindet und rimit Isolieröl gefüllt ist. Auf diese Weise wird aber die vorstehend geschilderte Gefahr der Übertragung von Schwingungen des Transformators auf das Kabel nicht vermieden, auch wenn der Kabelendverschluß selbst nicht unmittelbar an dem Transformatorengeihäuse befestigt, sondern auf einem unabhängigen Träger abgestützt ist.
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Anschluß elektrischer Kabel an Transformatoren mit Kabeleinführungsstutzen, in welche die Kabelendverschlüsse hineinragen, und sie besteht darin, daß die für sich abgestützten Kabelen:dverschlüsse! selbst nachgiebig an den Einführungsstutzen befestigt sind und die Durchführungsbolzen der Kabelendverschlüsse nachgiebig mit den Anschlüssen der Tran sformatorwicklung verbunden sind.
- Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden, die eine Reihe von Ausführungsbeispielen von Transformatoren mit eingeführten Kabeln zeigt.
- Fig. 1 stellt in teilweisem Schnitt das Transformatorgehäus:e 1 mit dem Einführungsstutzen 2 dar. Das Kabel 3 ist in dein Endverscbluß 4 abgeschlossen, der den Hochspannungsdurchführungsisoclator 5 trägt. Gemäß der Erfindung ist zwischen dem Endverschluß 4 und dem Einführungsstutzen 2 eine nachgiebige Verbindung vorgesehen, die bei dem dargestellten Beispiel- aus einer am Endverschluß befestigten Platte 6 besteht, die an ihrem Außenumfang zwischen Ringen 7 aus Gummi oder einem anderen elastischen Werkstoff in dem Stutzen 2 gelagert ist. Der Ansc'hlußbolzen 8 des Durchführungsisolators 5 ist in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Federn 9, nachgiebig mit den Wicklungsenden 10 des Transformators verbunden.
- An Stelle der in Gummiringen 7 gelagerten Platte 6 kann die nachgiebige Verbindung zwischen dem Einführungsstutzen und Endvers-chluß aber auch auf andere Weise erzielt werden. Beispielsweise kann man statt dessen, wie in Fig. 2 dargestellt, eine durch Formgebung öder Werkstoffeigenschaften selbst elastische Ringplatte il verwenden, die an ihrem inneren Umfang gegen den Endversohluß 4 und an dem Außenumfang gegen den Einführungsstutzen _ 2 abgedichtet ist. Diese Platte kann beispielsweise aus Stahl oder anderen geeigneten Metallen besteben und zur Erzielung der Elastizität mit Wellungen versehen sein. Wie Versuche gezeigt haben, ist eine solche Ausführung für die Zwecke der Erfindung geeignet. Sie kann aber auch aus Gummi oder einem anderen nicht metallischen Werkstoff mit gummielastischen Eigenschaften hergestellt werden.
- Man kann zur nachgiebigen Verbindung zwischen Endverschluß und Einfiihrungsstutzen 2 aber auch, wie in Fig. 3 gezeigt, eine biegsame Hülse 13 vorsehen, die aus Gummi oder einem gummiähnlichen Werkstoff bestehen und zylindrische, konische oder ballige Gestalt haben kann. An Stelle eines solchen nicht metallischen Rohres kann aber auch ein metallisches Falten- oder Balgenrohr gemäß Fig.4 Verwendung finden.
- Zum mechanischen Schutz der Hülse 13, gleichgültig, ob sie aus Gummi oder einem gummiähnlichen Werkstoff oder aus Metall besteht, können, wie in Fig. 4 gezeigt, zwei teleskopartig mit gehörigem Spiel übereinandergreifende metallische Rohrstücke 14 und 15 verwendet werden, von denen das eine mit dem Kabelendverschluß, das andere mit dem EinfÜhrungsstutzen des Transformators verbunden ist.
- In Fig.5 der Zeichnung ist nochmals in vergrößertem Maßstabe die Ausgestaltung des Abschlußbolzens des Durchführungsisolators 5 zwecks nachgiebiger Verbindung mit der Anschlußleitung der Transformatorwicklung dargestellt. Der Abschlußbolzen besteht aus einem Unterteil 16 und einem Oberteil 17, die nachgiebig durch ein Zwischenglied 18 miteinander verbunden sind. Dieses Zwischenglied 18 besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei lamellierten Blattfedern, und das Oberteil 17 des Durchführungsbolzens ist mit einem Ansatz 19 in dem als Buchse ausgebildeten Unterteil 16 mit Spiel axial geführt.
- Bekanntlich können Schwingungen des Transformators nicht nur über den Einführungsstutzen des Kabels, sondern auch über das Fundament auf den Kabelendverschluß und das Kabel übertragen werden. Wichtig ist es deshalb, für den Kabelendverschluß und das Transformatorgehäuse, wie in Fig. 1 angedeutet, eigene voneinander getrennte Fundamente 20 und 21 vorzusehen.
- Unter Umständen wird es bereits genügen, wenn das Transformatorfundament eine ausreichende schwingungsdämpfende Masse besitzt, das Endverschlußfundament in einer gewissen Entfernung von ihm anzubringen und zwischen ihnen einen freien, nicht mit Erdreich 0d. dgl. ausgefüllten Raum zu lassen, so daß sich nicht durch dazwischen befindliche Erdmassen od. dgl. doch noch Schwingungen von dem einen Fundament auf das andere übertragen. Eine solche Ausführung ist beispielsweise in Fig.l der Zeichnung dargestellt. Der Transformator 1 ist in üblicher Weise auf einem Betonfundament 21 gelagert. An dem Gehäuse des Transformators ist nachgiebig der Endverschluß 4 für das Ansehlußkabel 3 angebracht. Dieser Endverschluß ruht auf einem eigenen, von dem Transformatorfundament 21 getrennten Fundament 20, wobei der Zwischenraum zwischen diesen beiden Fundamenten frei gelassen ist.
- Noch günstiger im Sinne der Erfindung ist es, wenn die beiden Fundamente auf verschiedenen Bodenhöhen gegründet werden. So kann beispielsweise, wie in Fig. 6 dargestellt, der Transformator 1 auf einem üblichen Fundament in Form eines Betonsockels 21 gelagert werden, während der Endverschluß 4 ein auf Pfählen 22 gegründetes Fundament erhält, die in wesentlich tiefere Bodenschichten reichen als das Transformatorfundament 21.- Dabei kann die Wirkung, wie dargestellt, noch dadurch unterstützt werden, daß die Pfähle 22 bis zu der Tiefe, in die das Transformatorfundament 21 ragt, frei in einer entsprechenden, beispielsweise gemauerten oder betonierten Grube 23 angeordnet sind.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Die konstruktive Gestaltung der Fundamente kann davon je nach Bedarf abweichen.
Claims (13)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zum Anschluß elektrischer Kabel an Transformatoren mit Kabeleinführungsstutzen, in welche die Kabelendverschlüsse hineinragen, dadurch gekennzeichnet, daß die für sich abgestützten Kabelendverschlüsse nachgiebig an den Einführungsstutzen befestigt sind und die Durchführungsbolzen der Kabelendverschlüsse nachgiebig mit den Anschlüssen der Transformatorwicklung verbunden sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derKabelendverschluß mit einer starren Platte verbunden ist, die zwischen zwei Ringen aus Gummi oder gummiähnlichem Werkstoff in dem Einführungsstutzen des Transformatorgehäuses gelagert ist.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur nachgiebigen Verbindung zwischen Endverschluß und Einführungsstutzen eine durch Formgebung oder Werkstoffeigenschaften elastische Platte verwendet ist.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur nachgiebigen Verbindung des Endverschlusses mit dem Einführungsstutzen eine elastische Hülse in Form eines Rohres aus Gummi oder gummiähnlichen Stoffen oder eines metallischen Falten- oder Balgenrohres dient.
- 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Hülse von zwei teleskopartig ineinandergreifenden Metallrohrstücken umgeben ist, von denen das eine am Endverschluß, das andere am Einführungsstutzen des Transformators befestigt ist.
- 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzekhnet, daß zwecks nachgiebiger Verbindung des Kabelverschlusses mit den Wicklungsenden des Transformators der Anschlußbolzen aus zwei durch ein nachgiebiges Zwischenglied miteinander verbundenen Teilen besteht.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied des Anschlußbolzens aus lamellierten Metallfedern besteht. B.
- Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß Ober- und Unterteil des Anschlußbolzens axial mit Spiel ineinander geführt sind.
- 9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator und doer Kabelendverschluß voneinander unabhängige eigene Fundamente besitzen.
- 10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen den Fundamenten des Transformators und des Endverschlusses frei ist.
- 11. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fundamente des Transformators und des Endverschlusses in verschiedenen Höhenlagen des Bodens gegründet sind.
- 12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Endverschluß auf Pfählen gelagert ist, die in Bodentiefen unterhalb des Transformatorfundamentes reichen.
- 13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfähle des En.dverschlußfundamentes bis zu der Tiefe des Transformatorfundamentes frei stehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 126 917; USA.-Patentschrift Nr. 2 388 899; deutsche Patentanmeldung S 19360 VIIId/21c (bekanntgernacht am 30. 4. 1952).
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1040643B true DE1040643B (de) | 1958-10-09 |
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE1040643B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19530163A1 (de) * | 1995-08-03 | 1997-02-06 | Aeg Tro Transformatoren Gmbh | Hochspannungsausleitungs- und durchführungsanordnung für Transformatoren und Drosselspulen |
| DE102014011255B3 (de) * | 2014-07-29 | 2015-12-17 | Anton Loibl | Transformatoranschlussvorrichtung und Transformatoreinrichtung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT126917B (de) * | 1929-10-19 | 1932-02-25 | Aeg Union Elek Wien | Anordnung zur elektrischen Verbindung in sich geschlossener elektrischer Geräte. |
| US2388899A (en) * | 1944-03-29 | 1945-11-13 | Okonite Callender Cable Co Inc | Electrical apparatus |
-
1953
- 1953-08-29 DE DES35029A patent/DE1040643B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT126917B (de) * | 1929-10-19 | 1932-02-25 | Aeg Union Elek Wien | Anordnung zur elektrischen Verbindung in sich geschlossener elektrischer Geräte. |
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| DE102014011255B3 (de) * | 2014-07-29 | 2015-12-17 | Anton Loibl | Transformatoranschlussvorrichtung und Transformatoreinrichtung |
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