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DE1040372B - Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Aufsichts- oder Durchsichtsbilder mit Hilfe der chromogenen Entwicklung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Aufsichts- oder Durchsichtsbilder mit Hilfe der chromogenen Entwicklung

Info

Publication number
DE1040372B
DE1040372B DEV10935A DEV0010935A DE1040372B DE 1040372 B DE1040372 B DE 1040372B DE V10935 A DEV10935 A DE V10935A DE V0010935 A DEV0010935 A DE V0010935A DE 1040372 B DE1040372 B DE 1040372B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
production
aid
optionally substituted
chromogenic development
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV10935A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hubertus Pietrzok
Dipl-Chem Dr Wolfgan Schindler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Filmfabrik Wolfen VEB
Original Assignee
Filmfabrik Wolfen VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Filmfabrik Wolfen VEB filed Critical Filmfabrik Wolfen VEB
Priority to DEV10935A priority Critical patent/DE1040372B/de
Publication of DE1040372B publication Critical patent/DE1040372B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/30Colour processes using colour-coupling substances; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/32Colour coupling substances
    • G03C7/36Couplers containing compounds with active methylene groups
    • G03C7/38Couplers containing compounds with active methylene groups in rings
    • G03C7/381Heterocyclic compounds
    • G03C7/3815Heterocyclic compounds with one heterocyclic ring

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Aufsichts- oder Durchsichtsbild'er mit Hilfe der chromogenen Entwicklung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Aufsichts- oder Durchsichtsbilder mit Hilfe der chromogenen Entwicklung.
  • Es ist bekannt, daß zur Erzeugung von Farbbildern in photographischen Materialien als Farbstoffkuppler Verbindungen benutzt werden, die entweder eine phenolische Hydroxylgruppe mit freier Para-Stellung oder in Para-Stellung abspaltbare Substituenten oder eine aktive Methylengruppe enthalten. Diese Verbindungen sind befähigt, mit den Oxydationsprodukten des Farbentwicklers Farbstoffe aus der Klasse der Indo,aniline oder Azomethin@e zu bilden, wenn als Farbentwickler Derivate des p-Phenylendiamins be: nutzt werden.
  • Neuerdings (deutsches Patent 814996) sind auch Derivate des Indazolons beschrieben, die bei der chromogenen Entwicklung purpurne Azomethinfarbstoffe liefern.
  • Alle bisher bekanntgewordenen Farbstoffkuppler für Farbverfahren, die mit Entwicklern aus der Klasse der p-Phenylendiamine arbeiten, sind durch die oben angeführten Eigenschaften charakterisiert.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß auch Derivate des 2-Aminothiazols der allgemeinen Formel die also weder am Thiazolring noch an einer anderen Stelle des Moleküls eine aktive Methylengruppe enthalten, als Farbstoffkuppler geeignet sind und z. B. mit p-N-Diäthylphenylendiamin in Gegenwart von belichtetem Halogensilber durch Kupplung an der unsubstituierten CH-Gruppe (5-Stellung) rote bis blaue Azomethinfarbstoffe liefern. In der Formel steht X für die Gruppe - (N R2) 2, - N H R3 oder - N = R4. Die Gruppen R1, R2 und R3 können gleich oder verschieden sein. R1 bedeutet ein Halogen oder eine Nitro-, Amino-, Sulfosäure-, Carbonsäure-, Ester-, Äther-, Thioäther-, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Acyl- oder Acylaminogruppe, gegebenenfalls substituiert. R2 bzw. R3 bedeuten eine Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Acyl- oder Acylaminogruppe, die ebenfalls substituiert sein kann, und R4 eine gegebenenfalls substituierte Alkylen- oder Aralkylengruppe. Die Substituenten können z. B. primäre, sekundäre oder tertiäre Amino-, Nitro-, Carbonsäure-, Ester-, Äther-, Thioäther- oder Sulfosäuregruppen oder Halogene sein. Als Konstitution der durch die Kupplung erhaltenen Farbstoffe konnte bei Benutzung von Derivaten des 1\T,N'-Dialkyl-p-phenylendiamins als Entwicklersubstanz die folgende bewiesen werden: Es sind bereits Farbstoffkuppler beschrieben worden, die einen Thiazolyl- oder Benzthiazolylrest enthalten. während aber bei allen diesen Kupplern der Thiazolyl- bzw. Benzthiazolylrest weder eine aktive Methylengruppe noch eine sonstige farbenphotographisch geeignete kupplungsfähige Stelle enthält und daher lediglich die Rolle eines Substituenten übernimmt, der durch beliebige andere Radikale ersetzt sein kann, handelt es sich bei den erfindungsgemäß zur Anwendung kommenden Thiazolverbindungen um solche Farbstoffkuppler, bei denen der Ersatz des Thiazolyl- bzw. Benzthiazolylrestes durch irgendeinen anderen in der organischen Chemie gebräuchlichen Substituenten zum Verlust der Kupplungsfähigkeit führt.
  • Die entsprechend der Erfindung verwendeten Farbstoffkuppler weisen gegenüber den bekannten Purpurkupplern eine hohe Blaudurchlässigkeit auf. Ferner ermöglichen sie es, durch geeignete Substitution einen Absorbtionsbereich von praktisch 100 mg, nämlich von 550 bis 650 mg, zu erschließen. Man ist also erfindungsgemäß in der Lage, Farbstoffe zu erzeugen, die zwei verschiedene Kupplerklassen einschließen, und zwar Purpur- und Blaugrünkuppler.
  • Die Farbstoffkuppler gemäß der Erfindung können entweder dem Entwickler zugesetzt oder, falls die geeigneten diffusionsverhindernden Reste eingeführt sind, der photographischen Emulsion einverleibt werden.
  • Hergestellt werden die als Farbstoffkuppler dienenden Abkömmlinge des 2-Aminothiazols entweder durch Kondensation der entsprechenden Hydrazine mit kondensationsfähigen Oxo-Derivaten oder nach der Hantzschschen Synthese (Ber. dtsch. chem. Ges., 21, 942, 1888). Beispiel 1 5 g 4-Phenylthiazolyl-(2)-hydrazin werden 10 Minuten in der zur Lösung erforderlichen Menge Aceton gekocht und abgekühlt. Nach Umkristallisieren aus Alkohol erhält man farblose Nadeln von N'-Isopi-opyliden-N-[4-phenylthiazolyl-(2)]-hydrazin (F. 197 bis 198°C) folgender Konstitution: Man stellt folgende Lösungen her: Lösung A: 3 g N'-Isopropyliden-N-[4-phenylthiazolyl-(2)]-4hydrazin in 100 ccm Alkohol. Lösung B: 3 g p-Amino-diäthylanilin-hydrochlorid, 2 g Natriumsulfit, 60 g Pottasche, 2 g Kaliu:mbromid 40 in 1 1 Wasser. Man fügt Lösung A zu Lösung B. Entwickelt man in dieser Lösung ein belichtetes Halogensilberbild, so erhält man nach Ausbleichen und Fixieren ein purpurfarbenes Farbstoffbild. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 560 mg.. Beispiel 2 9 g Benzaldehyd-tihiosemicarbazon werden mit 10 g co-Bromacetophenon 1/s Stunde in 100 ccm absolutem Alkohol gekocht. Beim Abkühlen, fällt das N'-Benzyliden-N- [4-phenylt@hi azolyl- (2) ] -hydrazin i n langen farblosen Nadeln an (nach Umkristallisieren aus 96o/oigem Alkohol F. 229 bis 230° C). Dieser Farbstoffkuppler hat die folgende Konstitution: Löst man den Kuppler entsprechend Beispiel 1 in alkalischer Farbentwicklerlösung und entwickelt in dieser Lösung einen belichteten Filmstreifen, so erhält man nach Ausbleichen und Fixieren desselben ein purpurnes Farbstoffbild. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 550 mg. Beispiel 3 Entsprechend Beispiel 2 erhält man aus o-Nitrobenzaldehyd-thiosemicarbazon und orBromacetophenondas N'- [2'-Nitrobenzyliden] -N- [4-phenylthiazolyl-(2)]-hydrazin (F. 179 bis 181° C) folgender Konstitution: Löst man dieses Produkt entsprechend Beispiel 1, so erhält .man nach Entwickeln eines belichteten Filtnstreifens, und nach Ausbleichung und Fixieren desselben ein purpurnes Farbstoffbi.ld. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 550 mit. Beispiel 4 Nach der in Beispiel 1 angegebenen Vorschrift erhält man aus 4-Phenylthiazolyl-(2)-ahydrazin und Benzalde@hyd-o-carbonsä,ure in absolutem Alkohol das N'- [Benzyl iden-2'-carbonsäwre] -N- [4-phenylthiazolyl-(2)]-;hydrazin (F. 198 bis 199° C) folgender Konstitution: Ein purpurgefärbtes Azomethinfarbstoffbild gewinnt man, wenn man dieses Produkt entsprechend Beispiel 1 löst und in dieser Lösung einen belichteten Filmstreifen entwickelt, bleicht und fixiert. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 555 mg. Beispiel 5 Nach der im Beispiel 2 angegebenen Vorschrift erhält man aus benzaldHhyd-thiosemicarbazon-2,4-disulfonsaurem Natrium und o)-Bromacetophenon das Dinatrium.salz des N'-[Benzyl@idetv-2',4'-disul:fo]-N-[4-phenylt'hiazolyl-(2)]-jhydrazins (F. über 3000C) folgender Konstitution Löst man 2 g dieses Hydrazinderivates in einer Lös,un:g, die aus 3 g Diäthyl-p-phenylendia-min, hydroehlorid, 2 g Natriumsulfit, 60 g Pottasche, 2 g Kaliumbromid in 1 1 Wasser bereitet worden ist, und entwickelt man einen belichteten Filmstreifen in dieser Lösung, so erhält man nach anschließender Behandlung mit Bleich- und Fixierbad ein blaues Farbstoffbild. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 595 mg.
  • Beispiel 6 Entsprechend der im Beispie12 angegebenen Darstellungsvorschrift erhält man aus benzaldehyd-t!hiosemicarbazon-2,4-disulfosaurem Natrium und p-N-Lau.roylam.ino-ao-chloracetophenon das Di.natriumsalz des N'-[Benzyliden-2',4'-dnsulfo]-N-[4-p-N-lauroylamino-p'henylthiazolyl-(2) ]-hyd.razins (F. über 300° Cl folgender Konstitution: Man löst 6 g .des obigen Hydrazinderivates in 100 ccm Wasser unter Zusatz von so viel n/10 Natronlauge, daß der p$ Wert der Lösung auf 8 eingestellt wird. Diese Lösung mischt man mit 500 ccm einer Halogenisi,lberemulsion und stellt in bekannter Weise eine photographische Schicht eher. Entwickelt man diese nach erfolgter Belichtung in einem p-Aminodiäthylanili,n enthaltenden Entwickler, so erhält man ein blaues Farbstoffbild. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 590 m[. Beispiel 7 Aus benzaldehyd-thiosemicarbazon-2,4-disulfosaurem Natrium und p-N-Stearoylamino-co-chlo.racetophenon erhält man entsprechend .der Vorschrift im Beispie12 das Dinatriumsalz des N'-[Benzyliden-2',4'-disulfo] -N- [4-p-N-stearoylaminophenylthiazolyl-(2)]-hydrazins (F. über 300° C) folgender Konstitution: Man stellt nach der im Beispiel 6 angegebenen Vorschrift mit diesem Hydrazi.nderivat eine photographische Schicht her, belichtet und entwickelt diese in einem p-Diäthylamino-anili:n enthaltenden Entwickler und erhält auf .diese Weise ein blaues Farbstoffbi-Id. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei etwa 590 ma. Beispiel 8 Aus 1-Acetyl-thiosemicarbazid und co-Chloracetophenon entsteht nach .der im Beispiel 2 angegebenen Artei tsweilse das N'-Acetyl-N- [4-phenylthi azalyl- (2) ] -hydrazin (F. 218° C) folgender Konstitution: Löst man -dieses Produkt entsprechend Beispiel 1, so erhält man nach Entwickeln eines belichteten Filmstreifens und, nach Ausbleichen und Fixieren desselben ein silberfreies Purpur als Farbstoffbild. Das Ab- sorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei 550 mI,.
  • Beispiel 9 Entsprechend Beispiel8 entsteht aus 1-Duodecylthiosemicarb,azid und. orChloracetophenon das N'-Duo.-decyl-N-[4-phenylthiazolyl-(2)]=hyd-razin (F. 100° C) folgender Konstitution: Löst man dieses Produkt entsprechend Beispiel 1, so erhält man nach Entwickeln eines belichteten Filmstreifens und nach Ausbleichen und Fixieren desselben ein blaues Farbstoffbi<ld. Das Absorptionsmaximum des Bildfarbstoffes liegt bei 650 ml.
  • Die in den Beispielen erwähnten Azomethinfarbstoffe lassen sich auch durch Kondensation der angeführten Derivate des 2-Aminothiazols mit p-Nitrosodialkylani,li.nenherstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Aufsichts- oder Durchsichtsbilder mit Hilfe der chromogenen Entwicklung unter Verwendung von Farbstoffkupplern, die einen Thiazolring enthalten, dadurch gekennzeichnet, d'aß als Farbstoffkuppler Verbindungen verwendet werden, die der allgemeinen Formel entsprechen, worin Y -N(R2)2, -NHR3 oder - N =R4, R1 ein Halogen oder eine Nitro-, Amino-, Sulfos,äure-, Carbonsäure-, Ester-, Äther-, Thioäther-, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Acyl- oder Acylaminogruppe, gegebenenfalls substituiert, R2, R3 eine Alkyl-, A.ry l-, Aralkyl-, Acyl- oder Acylaminogruppe, gegebenenfalls substituiert, und R4 eine Alkylen- oder Aralkylengruppe, gegebenenfalls substituiert, bedeuten und R1, R2 und R3 gleich oder verschieden sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 838696; französische Patentschrift Nr. 903056; USA.-Pa.tentschriften Nr. 2 312 040, 2 353 754, 2 359 274.
DEV10935A 1956-07-19 1956-07-19 Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Aufsichts- oder Durchsichtsbilder mit Hilfe der chromogenen Entwicklung Pending DE1040372B (de)

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