DE1040115B - Anordnung zum Abschalten von Leitungsnetzen oder Netzteilen - Google Patents
Anordnung zum Abschalten von Leitungsnetzen oder NetzteilenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Anordnungen zum Abschalten von Leitungsnetzen oder Netzteilen, insbesondere
zum Abschalten in Abhängigkeit von fehlerhaften Stromkreiszuständen, wie Kurzschlüssen
und Erdschlüssen, mit Hilfe eines Schalters mit zwei in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen.
Es ist bekannt, bei Trenn- bzw. Leistungsschaltern mit zwei in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen für
die Verbesserung des Abschaltvorganges Schaltwiderstände zu verwenden, die unmittelbar oder mittels
einer Funkenstrecke der Schaltfunkenstrecke parallel geschaltet werden können. Die Verwendung eines
niederohmigen Widerstandes bezweckt dabei, die Anstiegsgeschwindigkeit der wiederkehrenden Spannung
zu vermindern, während ein hochohmiger Widerstand zur Vermeidung von Überspannungen dient. Der
Widerstand erfüllt weiterhin den Zweck, den Lichtbogen zwischen den Hauptkontakten rasch zum Erlöschen
zu bringen und den von den Hilfskontakten abzuschaltenden Reststrom zu begrenzen.
Diese bekannten Schaltanordnungen müssen in dem Fall, in dem sie zum Abschalten von Leitungsnetzen
oder Netzteilen, insbesondere zum Abschalten in Abhängigkeit von fehlerhaften Stromkreiszuständen, wie
Kurzschlüssen und Erdschlüssen, verwendet werden, für relativ hohe Belastung ausgelegt sein.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen solchen Ausschalter zu schaffen, der so ausgebildet und in den abzuschaltenden
Netzteilen angeordnet ist, daß die maximale Belastung seiner Schaltkontakte unter sonst
gleichen Bedingungen wesentlich geringer ist als bei denen der bekannten Anordnungen.
Die Anordnung zum Abschalten von Leitungsnetzen oder Netzteilen, insbesondere zum Abschalten in Abhängigkeit
von fehlerhaften Stromkreiszuständen, wie Kurzschlüssen oder Erdschlüssen, mit Hilfe eines
Schalters mit zwei in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß ein Punkt zwischen den beiden Unterbrechungsstellen über eine Schaltstrecke und eine
Impedanz mit jedem anderen Netzpol direkt oder über Erde verbunden ist und die Abschaltung in der Weise
erfolgt, daß die Kontakte der beiden Unterbrecherstellen gleichzeitig öffnen und die Schaltstrecke sich
kurz vor oder während des Öffnens der Unterbrecherkontakte schließt und nach erfolgter Abschaltung
wieder in ihre normale Offen-Stellung gebracht wird. Wenn der Schalter der erfindungsgemäßen Anordnung
in Tätigkeit tritt, um einen fehlerhaften Leitungszustand
durch Abschalten des bzw. der betreffenden Netzteile zu beseitigen, so wird die der fehlerhaften
Stelle näher liegende der beiden hintereinanderliegenden Unterbrecherstellen durch die Impedanz geshuntet.
Der Lichtbogen dieser Unterbrecherstelle kommt daher
Anordnung zum Abschalten
von Leitungsnetzen oder Netzteilen
von Leitungsnetzen oder Netzteilen
Anmelder:
A. Reyrolle & Company Limited,
Hebburn, Durham (Großbritannien)
Hebburn, Durham (Großbritannien)
Vertreter: Dr.-Ing. F. WuesÜioff, Dipl.-Ing. G. Puls
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. Juli 1953
Großbritannien vom 8. Juli 1953
Donald Foster Amer,
Walkerwille, Newcastle-on-Tyne, Northumberland
Walkerwille, Newcastle-on-Tyne, Northumberland
(Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
als erster, und zwar nach sehr kurzer Zeit, zum Erlöschen. Über die andere Unterbrecherstelle muß dann
nur noch der durch die Impedanz fließende Strom unterbrochen werden.
Wie weiter unten an Hand eines Vergleichs zwischen einer bekannten und einer Abschaltanordnung
gemäß der Erfindung gezeigt wird, ist unter sonst gleichen Bedingungen und bei gleichen fehlerhaften
Stromkreiszuständen die Belastung der Unterbrechungsstellen bei der erfindungsgemäßen Anordnung
wesentlich geringer als bei der bekannten, so daß eine wesentlich längere Lebensdauer der Schaltkontakte
des bei der erfindungsgemäßen Anordnung verwendeten Abschalters und damit eine höhere Schaltsicherheit
erreicht wird.
Es ist ohne weiteres verständlich, daß die Erfindung sich auf die verschiedensten Leitungsnetze, also auf
ein- oder mehrphasige Systeme in verschiedenen Schaltungen und sowohl auf Wechselstrom- als auf
Gleichstromnetze, anwenden läßt. Der Begriff »Impedanz« ist im Zusammenhang mit der Erfindung ganz
allgemein zu verstehen und umfaßt nicht nur Wechselstromwiderstände,
sondern auch rein Ohmsche Widerstände oder Widerstandskombinationen.
809 640/357
Durch die erfindungsgemäße Anordnung soll ein sicheres Abschalten des durch einen Fehler betroffenen
Netzteils dadurch gewährleistet werden, daß die der fehlerhaften Stelle näher liegende Unterbrechungsstelle der betroffenen Netzteile durch die Schaltstrecke
und die Impedanz automatisch geshuntet wird. Daher muß bei Anwendung der Erfindung auf verschiedene
Netzsysteme dafür Sorge getragen werden, daß für jeden möglichen fehlerhaften Stromkreiszustand in
diesem Netzsystem die betreffende Unterbrechungsstelle geshuntet wird. So brauchen beispielsweise bei
Dreiphasensystemen mit isoliertem Nullpunkt nur Fehler zwischen den drei Phasen berücksichtigt zu
werden. Wenn jedoch ein Dreiphasensystem mit geerdetem Sternpunkt vorliegt, bei dem also auch Fehler
zwischen jeder Phase und Erde auftreten können, muß bei jeder Phase der Punkt zwischen den Unterbrechungsstellen
über eine Schaltstrecke und Impedanz mit Erde verbunden sein. In diesem Fall liegt
beim Auftreten eines Erdschlusses stets eine der Ableitungsimpedanzen parallel zu dem Fehlerstrom vor,
der von einer Phase zur Erde fließt, wobei die betreffende Ableitungsimpedanz die der Fehlerstelle
näher gelegene Unterbrechungsstelle shuntet.
Für das Einschalten der Impedanz in den Stromkreis stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung;
so kann beispielsweise der Schaltstrecke eine Schutzeinrichtung oder andere Auslösemittel zugeordnet
sein, um bei Auftreten eines fehlerhaften Stromkreiszustandes die Schaltstrecke selbsttätig zu
schließen oder kurzzuschließen und die hintereinanderliegenden Unterbrechungsstellen zu öffnen, so daß die
Impedanz mit dem Hauptstromkreis verbunden wird. Sobald die Unterbrechung des Stromkreises beseitigt
ist, wird die Schaltstrecke so bald wie möglich automatisch geöffnet.
Wenn die Erfindung auf eine Anordnung angewandt wird, bei welcher der die beiden hintereinanderliegenden
Unterbrechungsstellen aufweisende Schalter durch Druckgas betätigt wird, besteht die Schaltstrecke vorzugsweise
aus einem pneumatisch betätigbaren Schalter, dem das Druckgas über ein auf fehlerhafte
Stromkreiszustände selbsttätig ansprechendes Ventil zugeführt wird.
Bei einer anderen erfindungsgemäßen Anordnung, bei der die Ableitungsfunkenstrecke eine Schutzfunkenstrecke
darstellt, welche durch die Rückschlagspannung durchschlagen wird, ist diese Funkenstrecke
in eine Gaskammer eingeschlossen, in der normalerweise ein Gasdruck herrscht, der ausreicht, um den
Überschlagswiderstand der Funkenstrecke auf der normalen Höhe des Isolationswiderstandes der Anlage zu
halten, und es sind Mittel vorgesehen, durch welche der Gasdruck in der Kammer bei der Betätigung des
Trennschalters automatisch auf einen Wert herabgesetzt wird, der ausreicht, um einen Funkenüberschlag an
der Funkenstrecke zu ermöglichen. Vor dem erneuten Schließen des Trennschalters wird der Gasdruck in
der Kammer wieder auf seinen ursprünglichen Wert gebracht, um den Durchschlagswiderstand der Funkenstrecke
wiederherzustellen.
Als Impedanz läßt sich ein Ohmscher oder ein Wechselstromwiderstand verwenden. So läßt sich beispielsweise
beim Schalten von Wechselstrom auch eine Kapazitanz und beim Schalten von Gleichstrom eine
Induktanz oder auch eine Kombination einer Induktanz mit einer Kapazitanz verwenden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen gemäß der Erfindung ausgeführten Druckluft-Trennschalter;
Fig. 2 ist ein Schaltschema, das die bei der Anordnung nach Fig. 1 vorhandenen elektrischen Verbindungen
erkennen läßt;
Fig. 3 zeigt das Schaltschema einer abgeänderten Anordnung, bei welcher eine Schutzfunkenstrecke mit
einer Kapazität in Reihe geschaltet ist;
Fig. 4 veranschaulicht die Verhältnisse bei Auftreten eines fehlerhaften Stromkreiszustandes bei einer
bekannten Anordnung und der Anordnung gemäß der Erfindung.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 unterstützt ein einziger hohler Isolator 11 einen bei 10 allgemein angedeuteten
Druckluft-Trennschalter mit zwei Unterbrechungsstellen, der in ein Netzteil eingebaut werden
kann. Innerhalb des hohlen Isolators 11 befindet sich ein Ableitwiderstand 12, dessen unteres Ende mit dem
geerdeten Metallsockel 13 des Stützisolators verbunden ist, während sein oberes Ende mit einem pneumatisch
betätigten Schalter 14 in Verbindung steht, wobei dieser Schalter dann, wenn er geschlossen ist, eine
Verbindung zwischen dem Widerstand 12 und dem zwischen beiden Unterbrechungsstellen liegenden
leitenden Körper 15 des Trennschalters herstellt. Der Trennschalter 10 besitzt einen Druckluftbehälter 16,
der mit ihm über ein pneumatisches Auslöseventil 17 verbunden ist, welches durch einen Solenoid 18 betätigt
wird, der mit einem nicht dargestellten Relais verbunden ist.
Wenn das Auslöseventil 17 geöffnet ist, läßt es Druckluft durch eine Rohrleitung 19 in den Innenraum
des hohlen Isolators 11, von dort weiter durch öffnungen
20 in das Innere des Metallkörpers 15 des Trennschalters und dann zur Unterseite eines Kolbens 21
strömen, der sich in einem am Oberteil des Körpers 15 angebrachten Arbeitszylinder 22 befindet. Der Kolben
21 wird somit nach oben bewegt und bewirkt mit Hilfe einer die Zahnstangen 27 und 28 umfassenden
mechanischen Verbindung, daß die beiden Kontaktpaare 23, 24 und 25, 26 des Trennschalters gleichzeitig
voneinander getrennt werden. Zum Schließen des Trennschalters ist ein besonderes Schließventil 30 vorgesehen,
welches dann, wenn es geöffnet ist, Druckluft aus dem Behälter 16 durch eine isolierende Leitung 31
und ein Metallrohr 32 zur Rückseite des Kolbens 21 strömen läßt, so daß der Kolben nach unten bewegt
wird, um die beiden Kontaktpaare des Trennschalters zu schließen.
Der Widerstandschalter 14 umfaßt einen feststehenden Kontakt 33 in Form eines Rohres, das mit dem
zwischen den hintereinandergeschalteten Unterbrechungsstellen liegenden Metallkörper 15 des Trennschalters
verbunden ist, wobei das Rohr 33 an seinem unteren Ende in den Innenraum des hohlen Isolators
11 mündet, während sein anderes Ende aus dem Trennschaltergehäuse 15 heraus nach außen geführt
ist. Ein in Längsrichtung beweglicher Kontakt 34 wirkt mit dem feststehenden Kontakt 33 zusammen,
indem er am unteren Ende des letzteren angreift, um den Schalter zu schließen; das andere Ende des beweglichen
Kontaktes 34 trägt einen Kolben 35, der sich in einem innerhalb des hohlen Isolators 11 angeordneten
pneumatischen Zylinder 36 befindet. Das obere Ende des Ableitungswiderstandes 12 ist mit dem aus Metall
gefertigten Zylinder 36 verbunden und steht somit auch in elektrischer Verbindung mit dem beweglichen
Kontakt 34. Unterhalb des Kolbens 35 ist der Zylinder 36 an eine Zweigleitung37 angeschlossen, die an einem
in Strömungsriclitung hinter dem Auslöseventil 17 liegenden Punkt mit der Druckluftleitung 19 verbunden
ist, so daß dem Zylinder 36 bei geöffnetem Ventil 17 Druckluft zugeführt wird, die den Kolben 35
nach oben treibt, um den Schalter 14 zu schließen, und zwar bevor der Trennschalter durch die Aufwärtsbewegung
des Kolbens 21 betätigt wird bzw. gleichzeitig mit der Betätigung des Trennschalters. In dem
Zylinder 36 ist eine Rückführfeder 38 vorgesehen, die auf die Rückseite des Kolbens 35 eine Druckkraft ausübt,
um beim Absinken des Luftdrucks in dem Zylinder 36 unterhalb des Kolbens 35 den beweglichen Kontakt
34 zurückzuziehen und so den Schalter 14 zu öffnen. Außerdem ist das obere Ende des Zylinders 36
durch ein Entlüftungsrohr 40 mit einem dem Auslöseventil 17 zugeordneten Entlüftungsventil 41 verbunden,
um das Entstehen eines Gegendrucks im oberen Teil des Zylinders 36, der die Aufwärtsbewegung des
Kolbens 35 behindern würde, unmöglich zu machen. Der bewegliche Kontakt 34 besitzt einen abgerundeten
Kopf, der in die Bohrung des festen Kontakts 33 eingreift, um diese zu verschließen und ein Entweichen
von Druckluft durch das Rohr 33 zu verhindern, solange der Schalter 14 geschlossen ist.
Wie schematisch in Fig. 2 dargestellt, wird das Auslöseventil 17 des Trennschalters beim Auftreten
eines Erdschlusses 50 automatisch geöffnet, wodurch der Schalter 14 geschlossen wird.
Die der fehlerhaften Stelle 50 nahe liegende Unterbrechungsstelle 10 a wird dabei durch den Widerstand
12 geshuntet. Dadurch kommt der an dieser Unterbrechungsstelle beim Abschalten entstehende Lichtbogen
als erster, und zwar nach sehr kurzer Zeit, zum Erlöschen. Über die Unterbrechungsstelle 10 b, welche
von der fehlerhaften Stelle 50 weiter entfernt liegt, braucht dann nur noch der durch den Widerstand 12
fließende Strom unterbrochen zu werden. Zwar ist der über die Unterbrechungsstelle 10 5 fließende Strom
kurzzeitig größer, als es bei Fehlen des Widerstandes 12 der Fall sein würde. Dies ist jedoch — wie unschwer
einzusehen ·— nur für den kurzen Augenblick, währenddem an der geshunteten Unterbrechungsstelle
1Oo der Lichtbogen brennt, der Fall und gilt nicht für den Strom, der von der nicht geshunteten Unterbrechungsstelle
10 b abgeschaltet werden muß.
Um die Unterschiede zwischen der neuen Schaltanordnung und den bekannten Schaltern noch deutlicher
herauszustellen, seien im folgenden zwei Beispiele an Hand von Fig. 4 näher erläutert.
In Fig. 4a und 4c ist jeweils ein Trennschalter mit zwei hintereinanderliegenden Trennstellen gezeigt, bei
dem die der Stromquelle näher gelegene Trennstelle in bekannter Weise von einem Widerstand überbrückt
ist. Es ist angenommen, daß es sich um ein Dreiphasensystem handelt, dessen neutraler Punkt geerdet
ist. Der Einfachheit halber ist nur eine Phase dargestellt. In Fig. 4b und 4d ist jeweils für die gleichen
Verhältnisse wie in Fig. 4a, 4c ein Ausschalter gemäß der Erfindung dargestellt, bei dem ein Punkt zwischen
den Trennstellen über eine Schaltstrecke und einen Widerstand mit Erde verbunden ist.
Statt des Widerstandes kann aber auch eine andersartige Impedanz, beispielsweise eine Induktivität mit
oder ohne ohmscher oder kapazitativer Komponente, verwendet werden.
In beiden Anordnungen muß die Isolation und Kapazität jeder Trennstelle entsprechend der maximal
möglichen Belastung ausgelegt sein. Außerdem müssen die Schalter in dem angegebenen Falle in der Lage
sein, einen von Erde isolierten Dreiphasenfehler abzuschalten und zwei Teile des Systems zu trennen,
wenn diese nicht mehr synchron sind.
1. Beispiel (Fig. 4a, 4b)
Bei Kurzschlußbelastung beträgt die entsprechend der Frequenz des Systems wiederkehrende Spannung
in der ersten Phase des Unterbrechers 1,5 Ep, wobei Ep die Spannung Phase gegen neutraler Punkt ist. Bei
der bekannten Anordnung gemäß Fig. 4 a liegt diese Spannung nacheinander an beiden Trennstellen an.
Der entsprechende Strom entspricht in der geshunteten Trennstelle effektiv dem vollen Kurzschlußstrom /sc,
während er in der anderen Trennstelle infolge des Widerstandes einen etwas kleineren Wert 1% besitzt.
Die entsprechenden Werte bei der Anordnung gemäß der Erfindung (Fig. 4 b) betragen demgegenüber
1,5 Ep, Isc in der geshunteten und Ep, 1\ in der nicht
geshunteten Trennstelle, da der neutrale Punkt das Leitungssystem und der Sternpunkt der Widerstände
geerdet sind.
2. Beispiel (Fig. 4c, 4d)
Im Falle der Belastung bei asynchronem System beträgt der maximale Wert der rückkehrenden Spannung
2 Ep und die maximale Stromstärke 0,5 Isc. Im Falle
der bekannten Anordnung (Fig. 4 c) liegt an beiden Trennstellen die volle Spannung 2 Ep an, und der geshuntete
Kontakt muß annähernd den vollen Strom 0,5 Isc abschalten, während der Strom an der anderen
Trennstelle wieder etwas kleiner ist. Bei der neuen Anordnung (Fig. 4d) teilen sich die Trennstellen in
die Spannung, so daß die entsprechenden Werte Ep, 0,5 Isc und Ep, 0,5 Isc lauten.
Gemäß den vorstehenden Beispielen muß die bekannte Anordnung also für eine maximale Belastung
von 2 Ep, 0,5 /sc bzw. 2 Ep, IR, die neue Anordnung
nur für eine Belastung von 1,5 Ep, Isc ausgelegt sein.
Es braucht keiner näheren Erläuterung, daß eine Belastung von 2 Ep, 0,5 Isc wesentlich größere Anforderungen
an den Schalter stellt als eine Belastung von 1.5 Ep, Isc.
Es sei noch bemerkt, daß in dem Fall, daß die Größe des Widerstandes bei der bekannten Anordnung
so gewählt ist, daß der Anstieg der wiederkehrenden Spannung abgedämpft wird, IR einen solchen Wert besitzt,
daß die Anforderungen an die ungeshuntete Trennstelle praktisch ebenso groß sind wie an die
geshuntete Trennstelle, insbesondere bei Hochspannungsdruckgasschaltern.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung wurden im vorstehenden für ein Dreiphasennetz mit
geerdetem neutralem Punkt aufgezeigt. Selbstverständlich lassen sich entsprechende Überlegungen für
andere Anwendungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anordnung anstellen. So sind auch entsprechende Vorteile
bei Ausschaltern für Gleichstromnetze vorhanden, bei denen der Punkt zwischen den Unterbrechungsstellen über eine Schaltstrecke und Impedanz, wie
einen Widerstand oder eine Kapazität, mit dem anderen Netzpol oder Erde verbunden ist.
Bei der in Fig. 3 schematisch dargestellten abgeänderten Anordnung ist der Widerstand 12 durch eine
Kapazität 49 ersetzt, während an Stelle des Schalters 14 eine Schutzfunkenstrecke 50 verwendet wird, die
in eine Gaskammer 51 eingeschlossen ist, wobei die Kapazität 49 zwischen der Funkenstrecke und dem
Trennschalter vorgesehen ist. Der Gaskammer wird Druckgas durch eine Eintrittsöffnung 52 zugeführt,
die durch ein relaisbetätigtes Einlaßventil 53 gesteuert wird, und hierdurch wird der Gasdruck in der Kammer
51 auf einen Wert gebracht, bei welchem die Durchschlagsfestigkeit
der Funkenstrecke 50 dem normalen Isolationswert der Anlage entspricht. Ferner besitzt
die Kammer 51 eine durch ein relaisbetätigtes Ventil 55 gesteuerte Auslaßöffnung 54. Bei der Betätigung
des Trennschalters 10 wird das Auslaßventil 55 automatisch geöffnet, so daß der Gasdruck in der Kammer
51 auf einen Wert sinkt, bei welchem die Spannung die Funkenstrecke überwindet, so daß die Kapazität
49 an einem zwischen den beiden Trennstellen des Trennschalters 10 liegenden Punkt mit Erde verbunden
wird.
Vor dem erneuten Schließen des Trennschalters wird der Gasdruck in der Kammer wieder auf seinen
ursprünglichen Wert gebracht, um den Durchschlagswiderstand der Funkenstrecke wiederherzustellen.
Das Anwendungsgebiet der Erfindung beschränkt sich nicht auf Druckluft-Trennschalter. Bei Anwendung
der Erfindung bei einem öltrennschalter mit zwei Trennstellen und einem leitenden Verbindungsstück
sorgt man dafür, daß das Verbindungsstück in seiner unteren Lage bzw. in seiner geöffneten Stellung
mit einer Klemme einer Ableitimpedanz verbunden ist, deren andere Klemme mit dem geerdeten Behälter
des Trennschalters in Verbindung steht.
Claims (6)
1. Anordnung zum Abschalten von Leitungsnetzen oder Netzteilen in Abhängigkeit von fehlerhaften
Stromkreiszuständen, wie Kurzschlüssen oder Erdschlüssen, mit Hilfe eines Schalters mit
zwei in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Punkt zwischen den
beiden Unterbrechungsstellen über eine Schaltstrecke und eine Impedanz mit jedem anderen
Netzpol direkt oder über Erde verbunden ist und die Abschaltung in der Weise erfolgt, daß die
Kontakte der beiden Unterbrecherstellen gleichzeitig öffnen und die Schaltstrecke sich kurz vor
oder während des öffnens der Unterbrecherkontakte schließt und nach erfolgter Abschaltung
wieder in ihre normale Offen-Stellung gebracht wird.
2. Anordnung zum Abschalten eines Dreiphasennetzes mit geerdetem Nulleiter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Punkt zwischen den beiden Unterbrechungsstellen jeder Phase
über eine Schaltstrecke und eine Impedanz mit Erde verbunden ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schalter eine Schutzeinrichtung
oder eine andere Auslöseeinrichtung zugeordnet ist. welche bei Auftreten eines fehlerhaften Stromkreiszustandes zur Wirkung kommt,
um die Schal istrecke selbsttätig zu schließen und die hintereinanderliegenden Unterbrechungsstellen
zu öffnen.
4. Anordnung, bei der das Öffnen der Unterbrechungsstellen mittels Druckgas erfolgt, nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecke aus einem pneumatisch betätigbaren
Schalter (14) besteht, dem das Druckgas über ein selbsttätig ansprechendes Ventil (17) zugeführt
wird.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecke von einer
Funkenstrecke (59) gebildet wird, der eine Betätigungseinrichtung (53,55) zugeordnet ist, welche
bei Betätigung des Schalters den Durchschlagwiderstand des zwischen den Elektroden der
Funkenstrecke befindlichen Dielektrikums selbsttätig herabsetzt.
6. Mehrpoliges elektrisches Verteilungsnetz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Funkenstrecke in eine Gaskammer (51) einge schlossen ist, deren Gasdruck normalerweise ausreichend
hoch gehalten wird, um ein Durchschlagen der Funkenstrecke zu verhindern, und daß eine
Ventileinrichtung (55) vorgesehen ist. welche bei Betätigung des Schalters den Gasdruck in der
Kammer automatisch auf einen Wert herabsetzt, bei dem die Funkenstrecke zündet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschriften Nr.258959.234221, 445,212 922, 262 092;
Schweizerische Patentschriften Nr.258959.234221, 445,212 922, 262 092;
britische Patentschriften Nr. 691 168. 691 169.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
»09 640/357 9.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1896153A GB755016A (en) | 1953-07-08 | 1953-07-08 | Improvements relating to electric switchgear |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1040115B true DE1040115B (de) | 1958-10-02 |
Family
ID=10121412
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER14582A Pending DE1040115B (de) | 1953-07-08 | 1954-07-08 | Anordnung zum Abschalten von Leitungsnetzen oder Netzteilen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1040115B (de) |
| GB (1) | GB755016A (de) |
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| US2997564A (en) * | 1958-09-19 | 1961-08-22 | Westinghouse Electric Corp | Circuit interrupter |
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