DE1040080B - Magnetischer Verstaerker - Google Patents
Magnetischer VerstaerkerInfo
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Description
Bei einem magnetischen Verstärker ergibt sich die unerwünschte Erscheinung, daß aus den Arbeitswicklungen
in die Steuerwicklung bzw. -wicklungen Wechselspannungen induziert werden. Diese lassen in
dem Stromkreis Ströme entstehen, die zu einer Vergrößerung der Zeitkonstanten des Systems Anlaß geben.
Das ist insbesondere dann unerwünscht, wenn ein solcher Magnetverstärker für Regelzwecke benutzt
wird, wobei es darauf ankommt, daß die Anordnung eine möglichst große Ansprechgeschwindigkeit aufweist.
Zur Unterdrückung solcher Ströme ist es bei Schaltungen mit einer Drossel bekannt, in den Steuerstromkreis
eine Drossel einzuschalten und bei Drosselanordnungen aus mehreren Teildrosseln in Reihenschaltung
oder in Parallelschaltung oder in Selbstsättigungsschaltung die in Reihe geschalteten Steuerwicklungen
der Teildrosseln ohne zusätzliche Drosseln so zu schalten, daß die durch die Arbeitswicklungen der beiden Teildrosseln in die Steuerwicklungen
induzierten Spannungen sich weitgehend aufheben. Weiterhin hat man sich zur Beseitigung
des nachteiligen Effektes der Induzierung von Wechselspannungen bereits einer sogenannten Impulssteuerung
bzw. Rücklaufsteuerung bedient. Das Wesen einer solchen Impulssteuerung ist, daß die
in die Steuerwicklungen induzierten Wechselspannungen durch in den Steuerkreis eingefügte besondere
Wechselspannungen bei gleichzeitiger Anwendung von elektrischen Ventilen kompensiert werden. Eine
solche Lösung hat aber noch den Nachteil, daß sie besondere Ventile in dem Steuerkreis erfordert. Diese
machen das Arbeiten mit kleineren Steuerspannungen wegen des zu berücksichtigenden Schwellwertes der
Ventile unmöglich.
Die Mängel der bekannten Anordnung lassen sich an einem magnetischen Verstärker mit mindestens
einer die Belastung über ein mit ihr in Reihe liegendes Ventil speisenden Arbeitswicklung dadurch beseitigen,
daß erfindungsgemäß der magnetisierbare Eisenkern jeder Arbeitswicklung eine praktisch etwa
rechteckige Magnetisierungsschleife besitzt und mindestens eine Steuerwicklung trägt, die für sich von
einer Gleichspannung oder einer gleichgerichteten Spannung über einen derart großen Ohmschen Widerstand
gespeist wird, daß sich eine annähernd konstante Erregung in Höhe der Koerzitivkraft der
Magnetisierungsschleife des Eisenkernes ergibt, so daß jede Änderung der S teuer spannung unverzögert
eine Änderung der von der Drossel übernommenen Spannungszeitfläche hervorruft.
Erfolgt die Speisung des Steuerkreises durch eine konstante Gleichspannung, so ist bei einer Regelanordnung
zur Beeinflussung der Steuerung des Eisen-Magnetischer
Verstärker
Anmelder:
Siemens-Sdiuckertwerke
Aktienges ells chaf t,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Otto Werner, Berlin-Siemensstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
kernes in Abhängigkeit von der Regelgröße ein zusätzlicher Steuerstromkreis entweder über dieselbe
Wicklung oder über eine besondere Wicklung erforderlich.
Die Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht bei Benutzung eines Werkstoffes mit möglichst rechteckiger.
Magnetisierungsschleife für den Eisenkern, daß bei einem konstanten Steuermagnetisierungsstrom die
Drossel beliebige Induktionsänderungen von der positiven Sättigung zu der negativen Sättigung durchlaufen
kann.
Bei Speisung der Steuerwicklung mit einer konstanten Gleichspannung und einem Strom, der derjenigen
Durchflutung entspricht, welche gleich ist der Koerzitivkraft des Werkstoffes, sind für die Steuerung lediglich Spannungsimpulse erforderlich, ohne
daß gleichzeitig ein zusätzlicher Strom über eine. Wicklung des Kernes fließt. Man ist daher in der
Lage, den Kern mit sehr kleinen Steuerleistungen für seine magnetische Steuerung zu beeinflussen. Unter
Berücksichtigung dieses Gesichtspunktes kann es zweckmäßig sein, unmittelbar eine der Regelgröße
proportionale Gleichspannung für die Speisung des Steuerstromkreises des magnetischen Verstärkers zu
benutzen. Für die bei konstanter Frequenz gleichbleibende bestimmte Koerzitivkraft des Werkstoffes ergibt
sich ein konstanter Strom in dem Steuerkreis. Dieser verursacht einen konstanten Spannungsabfall
in dem der Steuerwicklung vorgeschalteten Widerstand, so daß alle Änderungen der der Regelgröße
proportionalen Gleichspannung als Steuerspannungsänderungen für den Verstärker an der Steuerwicklung
zur Verfügung stehen.
In Verbindung mit der oben angegebenen grundsätzlichen neuen Ausbildung eines magnetischen Verstärkers
muß ein solcher Arbeitskreis benutzt werden,
»09 640/325
in welchem eine Wechselspannung und ein Ventil wirksam sind. Das Ventil hat dabei die Funktion,
über die Arbeitswicklung des Verstärkers nur Ströme einer Richtung zuzulassen. Diese Ströme sind in dem
Arbeitsstromkreis an dem Magnetverstärker in entgegengesetzter Richtung magnetisch wirksam als der
Steuerstrom in dem Steuerstromkreis. Der Arbeitsstrom führt einen Rücklauf des Verstärkers auf der
Hystereseschleife zur positiven Sättigung herbei, so daß die angelegte Wechselspannung von der Drossel
bis zum Erreichen der Sättigung des Kernes übernommen wird. In dem anschließenden Zeitintervall
dieser positiven Halbwelle des Wechselstromes Hegt dann diese Spannung an dem Verbraucher des Arbeitsstromkreises. Es entsteht ein Strom, der sich ergibt
aus dem Ohmschen Widerstand der Arbeitswicklung des Magnetverstärkers, dem Ventilwiderstand in
Durchlaßrichtung und dem Scheinwiderstand der Belastung des Arbeitsstromkreises. In der folgenden negativen
Halbwelle des Wechselstromes wird der Stromfluß im Arbeitskreis durch das Ventil gesperrt.
Im Verstärker ist dann lediglich der Steuerstrom wirksam, der entsprechend der Höhe der Speisespannung
des Steuerkreises gegebenenfalls eine Magnetisierung des Drosselkernes in entgegengesetzter Richtung
herbeiführt.
Was vorstehend grundsätzlich erläutert worden ist unter Benutzung einer Gleichspannung für die magnetische
Steuerung des Eisenkerns der Drossel bzw. der Eisenkerne der Teildrosseln des Systems, kann
auch sinngemäß weiterentwickelt werden unter Benutzung einer Wechselspannung, die von der Istgröße
der Regelanordnung abgeleitet und für die Speisung des Steuerkreises benutzt wird. Auf diese Weise ist
dann sowohl im Steuerkreis als auch im Arbeitskreis je eine Wechselspannung als Speisespannung benutzt.
Hierdurch bietet sich die weitere Möglichkeit, zwischen der Wechselspannung, die am Steuerkreis liegt,
und der Wechselspannung, die für die Speisung des Arbeitskreises benutzt wird, eine entsprechende
Phasenverschiebung bzw. Phasensteuerung zu benutzen. Hierdurch läßt sich eine entsprechende Teilaussteuerung
des magnetischen Verstärkers in seinem Arbeitskreis während jeder Periode des Wechselstromes
herbeiführen. Um sinngemäß dabei wieder für die magnetische Steuerung des Eisenkernes bzw. der Eisenkerne
eine Gleichspannung zu benutzen, ist in dem Steuerstromkreis mindestens ein entsprechendes Ventil
für die Bildung der Gleichspannung vorzusehen. Im Falle der Benutzung eines solchen Ventils arbeitet die
Anordnung dann mit einer Gleichspannung an dem Steuerstromkreis, die gewonnen wird aus den Halbwellen
eines Wechselstromes entsprechend einer Einwegschaltung. Statt der Benutzung nur eines Ventils kann
jedoch sinngemäß auch eine Gleichrichteranordnung mit mehreren Ventilen benutzt werden für die Lieferung
bzw. Bildung des Gleichstromes im Steuerstromkreis unter Ausnutzung beider Halbwellen der speisenden
Wechselspannung. Hierfür kann entweder eine sogenannte Mittelpunktschaltung oder auch eineBrükkenschaltung
am Gleichrichter zur Anwendung gelangen.
Vorzugsweise wird die Erfindung in der Weise angewendet, daß jeweils mit zwei Teildrosseln gearbeitet
wird, so daß auf diese Weise die Belastung des magnetischen Verstärkers nicht nur mit einer Halbwelle
der Wechselspannung gespeist wird, sondern mit den Strömen beider Halbwellen.
Für die Verwirklichung der Erfindung kann an dem magnetischen Verstärker im Steuerkreis und Arbeitskreis
entweder mit Wicklungen gearbeitet werden, die gegeneinander isoliert sind, oder auch solchen, die
galvanisch miteinander nach Art einer Sparschaltung verbunden sind. Die Anwendung der Erfindung kann
entweder in der Weise erfolgen, daß der magnetische Verstärker nur aus einer einzigen Stufe aufgebaut
ist, oder auch in der Weise, daß die erfindungsgemäß gesteuerte Magnetverstärkerstufe nur eine Vorstufe
in einem mehrstufigen Magnetverstärker ist. Liegt
ίο z. B. ein zweistufiger magnetischer Verstärker vor, so
läßt sich erfindungsgemäß die Wechselspannung des Arbeitskreises der erfindungsgemäß aufgebauten Stufe
des magnetischen Verstärkers ersetzen durch eine Spannung, die an der Wicklung der nachfolgenden
Verstärkerstufe bei der magnetischen Steuerung dieses Verstärkers auftritt. Die magnetische Steuerung
dieser zweiten Stufe kann dabei entweder von einer Wechselspannung über einen Gleichrichter oder vorzugsweise
ebenfalls von einer Gleichspannung erfolgen, wobei die Steuerwicklung über einen Begrenzungswiderstand
gespeist wird. Kommt nämlich die Eingangsstufe in der Arbeitshalbwelle in die Sättigung,
so wird der Strom im Steuerstromkreis der Folgestufe lediglich durch die Ohmschen Widerstände
dieses Stromkreises begrenzt, und das ist im wesentlichen der erwähnte Begrenzungswiderstand.
Wird die Erfindung in Verbindung mit einem mindestens zweistufigen Magnetverstärker benutzt, wobei
der erfindungsgemäß gesteuerte Magnetverstärker eine Vorstufe bildet, und wird die Speisespannung
für den Arbeitsstromkreis dieser Magnetverstärkerstufe in der angegebenen Weise abgeleitet von dem
(magnetischen) Steuerstromkreis, z. B. der nachfolgenden Stufe des Magnetverstärkers, so wäre diese
Spannung nur so lange vorhanden, wie sich diese Drossel noch nicht im gesättigten Zustand befindet.
Geht diese Drossel in ihren gesättigten Zustand über, so würde dadurch die Spannung an ihr in Wegfall
kommen. Dieser Erscheinung muß jedoch vorgebeugt werden, da im anderen Falle die Spannung an der
Vorstufe über das Ventil im Arbeitskreis der Vorstufe kurzgeschlossen wäre. Der notwendige Effekt
zur Vermeidung dieser Erscheinung wird dadurch erreicht, daß in den Arbeitsstromkreis der ersten Verstärkerstufe
eine Zusatzspannung eingefügt wird, die nach Möglichkeit die Spannung der gesteuerten Drossel
in jeder positiven Halbwelle zu einem annähernd gleichbleibenden Wert ergänzt. Es macht dabei nichts
aus, wenn die Gesamtspannung, die der Ventilrichtung im Arbeitsstromkreis der ersten Verstärkerstufe entgegengesetzt
gerichtet ist, einmal etwas größer ist, denn es übernimmt in diesem Falle das Ventil den
Spannungsanteil, der über den Betrag hinausgeht, der in der Arbeitswicklung der Eingangsstufe induziert
wird durch die Steuerspannungsänderung am Steuerkreis der Eingangsstufe. Als Zusatzspannung für diesen
Zweck kann eine Spannung verwendet werden, die z. B. aus einer Wechselspannung mittels einer
Einweggleichrichtung gewonnen wird. Eine einfachere Lösung ist jedoch, diese Spannung unmittelbar durch
den Arbeitsstrom der Folgestufe des Magnetverstärkers als Spannungsabfall an einem Ohmschen Widerstand
zu bilden, der in Reihe mit der Arbeitswicklung und der Steuerwicklung der zweiten Stufe des
magnetischen Verstärkers angeordnet ist.
Eine weitere Möglichkeit der Bildung dieser Spannung bietet sich, indem derjenige Arbeitsstrom zur
Bildung der genannten Spannung als Spannungsabfall an einem Widerstand ausgenutzt wird, welcher durch
eine konstante Belastung Ohmschen Charakters hervorgerufen wird, welche parallel liegt zu der eigentlichen
Belastung des Magnetverstärkers an dessen Ausgang. Hierbei ist es natürlich nicht ausgeschlossen,
daß der eigentliche Ausgang des Verstärkers über besondere Wicklungen und Ventile gespeist wird.
Einige beispielsweise Ausführungen veranschaulichen die Figuren der Zeichnung. Die Fig. 2 zeigt
eine Anordnung mit einer Halbwellenspeisung der Last 1 im Arbeitsstromkreis. Der Arbeitsstromkreis
ist an den Klemmen 2 und 3 von der Wechselspannung gespeist. 4 bezeichnet das Ventil im Arbeitsstromkreis.
5 ist die Arbeitswicklung des magnetischen Verstärkers. Im Steuerstromkreis dieser Anordnung liegen
der Ohmsche Widerstand 6 und die Steuerwicklung 7. An den Klemmen 8 und 9 des Steuerstromkreises
liegt die Gleichspannung, welche z. B. von der Istgröße der Regelanordnung abgeleitet bzw. dieser proportional
ist. Der Widerstand 6 ist in seinem Widerstandswert derart bemessen, daß der Ohmsche Widerstand
der Steuerwicklung 7 ihm gegenüber vernachlässigbar klein ist. Auch die an der Steuerwicklung 7
auftretende Wechselspannung soll stets relativ klein sein gegenüber dem Spannungsabfall, welcher an dem
Ohmschen Widerstand 6 auftritt. Da der Strom, der im Steuerstromkreis fließt, im wesentlichen konstant
ist wegen der Rechteckform der Hystereseschleife des Werkstoffes des Kernes der Drossel, treten Änderungen
der Istspannung an den Klemmen 8 und 9 unmittelbar als Steuerspannungsänderungen an der
Wicklung 7 der Drossel auf. In der folgenden positiven Halbwelle des Arbeitswechselstromes nimmt die
Drossel eine Spannungszeitfläche auf, welche gleich ist der Spannungszeitfläche, die vorher durch die
Steuerspannungsänderung bedingt war. Hieraus geht hervor, daß die Anordnung in Abhängigkeit von den
Änderungen der Steuerspannung ausgesteuert wird.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist statt der beiden gegeneinander isolierten Wicklungen 5
und 7 auf dem Kern des magnetischen Verstärkers nur eine einzige Wicklung 12 benutzt, die nach Art
einer Sparschaltung für die Anpassung an die verschiedenen Spannungen von Steuerstromkreis und
Arbeitsstromkreis eine Anzapfung besitzt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist an den Steuerstromkreis eine konstante Wechselspannung
angelegt und für die Bildung der Gleichspannung am Steuerstromkreis ein Ventil 11 benutzt. In
dieser Fig. 4 dient eine weitere Wicklung 10 zur Steuerung des magnetischen Verstärkers, welche gespeist
wird in Abhängigkeit von der Regelgröße.
In der Abwandlung nach dem Beispiel der Fig. 5 ist statt eines Ventils 11 eine Gleichstrombrückenschaltung
11 benutzt.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind, soweit wieder die gleichen Teile wie in den vorhergehenden
Figuren enthalten sind, für diese unmittelbar die gleichen Bezugszeichen beibehalten worden. Diese
Figur zeigt die Anwendung der Erfindung für einen zweistufigen magnetischen Verstärker. An diesem
wird die erste Stufe grundsätzlich in der gleichen Weise gesteuert, wie sie in den vorhergehenden Figuren
erläutert worden ist. In dem Steuerstromkreis liegen wieder ein Widerstand 6 und eine entsprechende
Steuerwicklung 7. An den Klemmen 8 und 9 des Steuerkreises liegt wieder eine Gleichspannung, die entsprechend
der Istgröße der z. B. vorliegenden Regelanordnung sich ändert. Die Arbeitswicklung dieser
ersten Stufe ist wieder mit 5 bezeichnet. Die Speisung der Arbeitswicklung 5 mit Wechselspannung erfolgt
von den Punkten 19 und 20 der Schaltung während des Zeitraumes, wenn von den Klemmen 20 und 21, an
denen die zweite Stufe des magnetischen Verstärkers mit Wechselspannung gespeist ist, die Klemme 21
positiv ist. In diesem Zustand wird die Wicklung 12 über den Widerstand 13 und das Ventil 14 sowie den
Widerstand 17 zurück zur Klemme 20 für die Steuermagnetisierung des Kernes der Drossel mit der Wicklung
12 gespeist. Dabei entsteht zwischen den Anschlußpunkten 19 und 20 eine Spannung, wobei der
Punkt 19 positive Polarität gegenüber dem Punkt 20 aufweist. Diese Spannung verursacht einen Strom
über das Ventil 4 und die Arbeitswicklung 5, der zur Folge hat, daß an der Wicklung 5 eine etwa gleich
große Spannung entsteht, wie sie zwischen den Punkten 19 und 20 besteht. Die Drossel der ersten Stufe
des magnetischen Verstärkers mit den Wicklungen 5 und 7 wird dadurch in Richtung auf den positiven
Sättigungsbereich der Magnetisierungsschleife des
ao Kernes magnetisiert bzw. in der Induktion geändert. Gelangt der Eisenkern, der die Wicklungen 5 und 7
trägt, in die magnetische Sättigung, so bricht die Spannung an der Wicklung 5 zusammen und demzufolge
auch die Spannung zwischen den Punkten 19 und 20. Die Spannung zwischen den Punkten 20 und
21 ist dann nicht in der Lage, eine weitere Steuerwirkung auf die Drossel mit der Wicklung 12 auszuüben,
weil dann die gesamte Spannung zwischen 20 und 21 praktisch übernommen wird von dem Widerstand
13, dem Ventil 14 sowie dem Ohmschen Spannungsabfall in der Wicklung 12 und dem Widerstand
17.
Sobald die Wechselspannung an den Klemmen 20 und 21 eine solche Richtung hat, daß die Klemme 20
positiv ist, so fließt ein Strom über den Widerstand 17, die Wicklung 12, das Ventil 15 in Durchlaßrichtung
und den Belastungswiderstand 18 zurück zur Klemme 21. Hierbei nimmt die Drossel 12 eine Spannungszeitfläche
auf, welche gleich ist derjenigen Spannungszeitfläche, welche vorher durch den Steuerstrom über den
Widerstand 13 und das Ventil 14 an ihr erzeugt wurde. Sobald die Drossel 12 diese Spannungszeitfläche übernommen
hat, gelangt sie in den Zustand der magnetischen Sättigung, und es fließt dann von diesem Zeitpunkt
ab ein Strom, der durch die Ohmschen Widerstände des Kreises und die Bürde 18 bestimmt wird.
Während dieser positiven Arbeitshalbwelle ist die Polarität an dem Anschlußpunkt 20 positiv gegenüber
der Anzapfung 19 der Wicklung 12. Diese Spannung beansprucht das Ventil 4 in Sperrichtung, so daß an
der Wicklung 7 der Vorstufe eine Spannung durch Induktion auftreten kann, entsprechend der Änderung
der Steuerspannung, die an den Klemmen 8 und 9 angeschlossen ist. Hierdurch wird der Drosselkern mit
den Wicklungen 5 und 7 aus dem Zustand der Sättigung wieder in dem Maße herausgeführt, wie es die
Höhe dieser Steuergleichspannung vorschreibt. Da die Spannung, die in der Wicklung 5 durch die Steuerspannung
an der Wicklung 7 induziert wird, der Spannung an den Punkten 19 und 20 entgegenwirkt, wird
die Höhe der Steuerspannung für die Drossel mit den Wicklungen 5 und 7 durch die Höhe der Spannung
an den Punkten 19 und 20 begrenzt. Würde die Spannung an der Wicklung 5 größer sein als die Spannung
zwischen den Punkten 19 und 20, so würde ein Strom über das Ventil 4 in Durchlaßrichtung fließen, der die
Spannung an der Wicklung 5 auf die Spannung zwischen den Punkten 19 und 20 herabsetzt.
Um nun sicherzustellen, daß die Steuerung der Vorstufe unabhängig erfolgen kann von dem Steuerzu-
7 8
stand der Drossel mit der Wicklung 12, d. h. unab- Der Teil 27 bezeichnet einen Regler, in welchem durch
hängig von der Größe der Spannungszeitfläche, die Vergleich mit einem Sollwert eine Ausgangssteuer-
diese Drossel aufnimmt, ist der Widerstand 17 vor- spannung geschaffen wird, die einen Strom über die
gesehen. Im gesättigten Zustand der Drossel fließt beiden Wicklungen Ta und Tb schickt. Die Verbin-
über den Widerstand 17 der volle Arbeitsstrom und 5 dungsleitung der beiden Steuerwicklungen Ta und Tb
erzeugt an ihm einen Spannungsabfall, der gleich ist ist außerdem noch an die Mitte der Sekundärwicklung
der Spannung, die an dem Wicklungsteil der Drossel des Transformators 28 angeschlossen, über welchen
zwischen den Punkten 19 und 20 im ungesättigten der nach Art eines magnetischen Verstärkers arbei-
Zustand der Drossel auftritt. Die Spannung zwischen tende Regler 27 mit der Wechselspannung an den
den Punkten 19 und 20 ist somit unabhängig von dem io Klemmen 29 und 30 beschickt wird. Der Widerstand
Steuerzustand der Drossel. 24 hat die Funktion eines Einstellgliedes, durch
In dem Beispiel nach Fig. 6 ist in der Vorstufe dessen Verstellung der Wert des in dem Regler 27
außer den Wicklungen 5 und 7 noch eine weitere wirksamen Sollwertes eingestellt werden kann. Die
Steuerwicklung 10 angedeutet. Diese Steuerwicklung erste Stufe des magnetischen Verstärkers nach Fig. 7
10 kann mit einer Differenzspannung gespeist werden, 15 weist die beiden Arbeitswicklungen 5a und 5b auf.
die gebildet ist durch den Vergleich des Istwerts der Die Arbeitswicklung 5a der ersten Stufe gehört dem
zu regelnden Größe mit einem Sollwert. In einem Steuerstromkreis der zweiten Stufe an, wie es grund-
solcheu Falle wird der Steuerkreis an den Klemmen 8 sätzlich bereits an Hand der Fig. 6 erläutert worden
und 9 entweder mit einer konstanten Gleichspannung ist. Es entsteht also wieder an der Wicklung 12a der
gespeist oder auch mit einer Spannung, die von der 20 zweiten Stufe eine Steuerspannung, wenn der An-
Istgröße abhängig ist. Es kann dadurch erreicht schluß 21 positiv gegenüber dem Anschluß 20 ist. Es
werden, daß infolge der zusätzlichen Wirkung der fließt dann ein Strom über den Widerstand 13', das
Wicklung 10 die Ansprechempfindlichkeit der Anord- Ventil 14a, die Wicklung 12a und den Widerstand
nung erhöht wird. 17a zurück zur Klemme 20. Hat die Klemme20 posi-
In dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 35 tive Polarität gegenüber der Klemme 21, so fließt
ist eine Schaltanordnung gezeigt, die ähnlich der in sinngemäß ein entsprechender Strom über den Wider-Fig.
6 dargestellten ist. Sie unterscheidet sich jedoch stand ITb, die Wicklung 12b, das Ventil 14 6 und den
von dieser insofern, als bei der Anordnung nach Fig. 7 Widerstand 13' zurück zur Klemme 21 der Wechselnicht
lediglich, wie es nach Fig. 6 der Fall ist, die Spannungsquelle. Man erkennt, daß der Widerstand 13'
Halbwellen einer Polarität des Wechselstromes für 30 in diesem Fall den Stromkreisen gemeinsam ist, die
die Lieferung des Laststromes des magnetischen Ver- für die Halbwellen verschiedener Polarität des
stärkers ausgenutzt werden, sondern in diesem Falle Wechselstromes wirksam sind. Zusätzlich zu der Andie
Halbwellen beider Polaritäten des Wechselstrom Ordnung, wie sie grundsätzlich nach Fig. 6 erläutert
nies. Darüber hinaus unterscheidet sich diese Anord- worden ist, ist in dieser Anordnung jeweils für die
nung durch die Art, in welcher die Spannung an einem 35 Einrichtung, die für die Halbwelle der einen Polarität
Widerstand erzeugt wird, welche gemäß der bereits wirksam ist, jeweils noch ein je besonderes Ventil 25a
zu Fig. 6 gegebenen Erläuterung dazu dient, in dem bzw. 25 b erforderlich. Diese beiden Ventile ergänzen
Zeitraum, in dem sich jeweils der Kern der Drossel die Schaltung zu einer Gleichrichterbrückenschaltung,
der zweiten Stufe in der Sättigung berindet, der Span- der in den verschiedenen Zweigen die Ventile 15 a,
nung entgegen zu wirken, welche an der Wicklung 5 40 15 6, 25a und 25 & angehören. Die Verbindungsleidurch
eine Steuerspannungsänderung induziert wird. tungen zwischen den Ventilen 15 α und 25a sowie 15 b
Soweit in dieser Fig. 7 wieder die gleichen Teile vor- und 25 b sind die Anschlußpunkte der Ausgangshanden
sind wie in der bereits erwähnten Fig. 6, sind diagonale der Gleichrichterbrücke, in welcher die Begrundsätzlich
die gleichen Bezugszeichen für die glei- lastung 18 der zweiten Stufe des Magnetverstärkers
chen Teile beibehalten worden. Sofern statt eines ent- 45 liegt, so daß diese sinngemäß mit beiden Halbwellen
sprechenden Teiles jeweils zwei entsprechende Teile des Wechselstromes gespeist wird. An den Klemmen
für die Beherrschung je einer der Halbwellen in diesem 31 und 32 liegt eine solche Gleichspannung, die jeweils
Fall vorhanden sind, ist das gleiche Zahlenbezugs- in dem Widerstand 17a bzw. 17b einen solchen Spanzeichen
beibehalten worden, und die beiden wirkungs- nungsabfall erzeugt, der in dem Arbeitsstromkreis mit
mäßig äquivalenten Teile sind durch die zusätzlichen 50 der Wicklung 5a bzw. demjenigen mit der Arbeits-Buchstaben
a bzw. b unterschieden worden. In der wicklung 5 b jeweils entgegen der Durchlaßrichtung
Schaltungsanordnung nach Fig. 7 sind daher zwei des Ventils 4a bzw. 4 δ eine Zusatzspannung einfügt.
Wicklungen 7a und Tb als Steuerwicklungen der Wird der Spannungsabfall an den Widerständen 17c
ersten Stufe vorhanden, die im Steuerstromkreis in bzw. 17 & durch entsprechende Wahl der Gleichspan-Reihe
mit je einem Widerstand 6a bzw. 6b liegen, der 55 nung an 31 und 32 größer gewählt, so kann an den
die bereits früher angegebene relative Größe hat. Wie Wicklungen 7a und Tb eine entsprechend größere
aus der Schaltung zu entnehmen ist, erfolgt die Spei- Steuerspannung im Sinne einer Steuerspaunungsversung
des Steuerstromkreises mit Gleichstrom an den änderung benutzt werden. Für die Anpassung dieses
Klemmen 8 und 9, wobei die Wicklungen 7a und Tb Spannungsabfalls an den Widerständen 17a und ITb
sowie die Widerstände 6a und 6 b in bezug auf diese 60 ist es gegebenenfalls auch möglich, unmittelbar diese
beiden Speiseleitungen elektrisch in Reihe liegen. beiden Widerstände in ihrem Wert einstellbar zu
Zwischen den Zuleitungen von den Klemmen 8 und 9 machen. Das kann sich bereits empfehlen, um die Anist
jedoch zusätzlich noch ein Spannungsteilerwider- Ordnung in ihrer Wirkungsweise für die Halbwellen
stand 23 benutzt, an dessen Mitte die Verbindungs- der verschiedenen Polarität des Wechselstromes symleitung
zwischen den beiden Steuerwicklungen 7a und 65 metrieren zu können.
Tb angeschlossen ist. Für jeden der Steuerstromkreise, In dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 8
von denen der eine die Wicklung 7a und den Wider- werden sowohl die Steuermagnetisierung für die erste
stand 6 a enthält und der andere die Wicklung Tb und Stufe als auch die Steuermagnetisierung für die zweite
den Widerstand 6b, ist also der halbe Wert der Span- Stufe von einer Gleichspannungsquelle, und zwar vor-
nung wirksam, die an den Klemmen 8 und 9 liegt. 70 zugsweise der gleichen Gleichspannungsquelle abge-
leitet, welche vorzugsweise wieder die Istgröße darstellen kann, die sich in dem Regelsystem ergibt, der
der Magnetverstärker angehört. Während nach den früheren Ausführungsbeispielen die Bildung der besonderen
Zusatzspannung in den Arbeitsstromkreisen der ersten Stufe an besonderen Widerständen erfolgte
in Abhängigkeit von dem Strom über die Belastung, die der Magnetverstärker an seinem Ausgang speist,
wird nach diesem Ausführungsbeispiel eine besondere Bürde benutzt, über welche der Strom fließt, der an
den Widerständen zur Bildung der Zusatzspannung in Form eines Spannungsabfalls ausgenutzt wird.
Auch in diesem Falle sind wieder die gleichen Bezugszeichen für diejenigen Teile beibehalten worden,
die bereits in den früheren Ausführungsbeispielen für die gleichen Funktionen vorhanden waren. Die Teildrosseln,
welche die Wicklungen 12 a bzw. 12 b besitzen, die in diesem Fall lediglich noch Steuerwicklungen
für die zweite Stufe des magnetischen Verstärkers sind, weisen noch zusätzlich die Wicklungen ao
34 α und 35 a auf dem gleichen Kern bzw. 34 b und 35 b
auf dem anderen Kern auf. An die Stelle des gemeinsamen Widerstandes 13' für die magnetischen Steuerstromkreise
der Endstufe sind jetzt zwei entsprechende Einzelwiderstände 13 α und 13 b getreten. Diese liegen,
wie bereits weiter oben schon ausgeführt worden ist, in Stromkreisen, welche von der Gleichspannung gespeist
werden, die an den Klemmen 8 und 9 liegt und der Istgröße der Regelanordnung entspricht bzw.
dieser proportional ist. Die Wicklungen 34 α und 34 b liegen in den Zweigen einer Gleichrichterbrücke, deren
Ventile 36a, 36b, 37a und 37b sind. In der Ausgangsdiagonale dieser Brücke liegt der Widerstand 33
als konstante Vorbelastung des magnetischen Verstärkers. Der Arbeitsstrom, der durch den Widerstand 33
begrenzt wird, erzeugt jeweils in dem Widerstand 17a bzw. 17b einen Spannungsabfall, der in dem bereits
früher geschilderten Sinne die Spannung liefert, welche in den Arbeitsstromkreisen der ersten Stufe
eingefügt wird, um auf diese Weise eine genügend hohe Steuermagnetisierung der ersten Stufe zu erreichen.
Der eigentliche Belastungskreis der zweiten Stufe des magnetischen Verstärkers wird gespeist von
der Wechselspannungsquelle über die Wicklungen 35a bzw. 35 b und die Ventile 15 α bzw. 15Z) sowie 25 a
und 25 b. Diese genannten Teile bilden wieder eine Gleichrichterbrücke, an deren Ausgangsdiagonale nunmehr
der Belastungswiderstand 18 liegt, der über die gesamte magnetische Verstärkeranordnung mit einem
Gleichstrom versorgt werden soll, der abhängig ist von der Gleichspannung, die an den Klemmen 8 und 9
liegt.
Diese neuartige Schaltung nach Fig. 8 weist den Vorzug auf, daß die Zusatzspannungen, welche an den
Widerständen 17a bzw. 17& erzeugt werden, unabhängig
sind von Änderungen, die an der Last 18 des magnetischen Verstärkers auftreten, und unabhängig
von dem Charakter der Last, d. h. ob diese eine Ohmsche, induktive oder irgendeine andere gemischte Belastung
aus Wirk- und Blindwiderständen darstellt. Durch die Steuerung der zweiten Stufe des magnetischen
Verstärkers in Abhängigkeit von der an den Klemmen 8 und 9 liegenden zu regelnden Istgröße
erfolgt eine unmittelbare Beeinflussung der Endstufe und nicht nur zunächst eine Beeinflussung lediglich
der ersten Stufe des magnetischen Verstärkers, so daß also bei einer Anordnung nach diesem Ausführungsbeispiel zugleich beide Stufen des magnetischen Verstärkers
unmittelbar abhängig von der zu regelnden Istgröße beeinflußt werden.
Es sei nun nochmals kurz die Wirkungsweise dieser Anordnung nach Fig. 8 erläutert. In der positiven
Halbwelle des Wechselstromes, wenn die Klemme 20 positiv gegenüber der Klemme 21 ist, fließt ein Strom
von der Klemme 20 durch die Wicklung 35 a das Ventil 15ö und den Lastwiderstand 18, das Ventil 25?) zurück
zur Klemme 21 der Wechsel Spannungsquelle. Gleichzeitig fließt ein Strom von der Klemme 20 über
den Widerstand 17a, die Wicklung 34a, das Ventil 36 a, den Widerstand 33 und das Ventil 37 & zurück
zur Wechselspannungsquelle 21. Befindet sich die Drossel mit: den Wicklungen 12a, 34a und 35a im
ungesättigten Zustand, so übernimmt die Drossel bzw. ihre Wicklungen 34a und 35a praktisch die gesamte
an den Klemmen 20 und 21 liegende Wechselspannung. Es entsteht dementsprechend an den Anschlußpunkten
der Drosselwicklungen, die nach der Klemme 20 zu liegen, jeweils ein positives Potential gegenüber den
anderen Enden der Wicklungen. Die Spannung, die z.B. an der Reihenschaltung der Wicklung 12a und
dem Widerstand 17a liegt, wirkt entgegen der Durchlaßrichtung des Ventils 4a. Die Teildrossel mit den
Wicklungen 5 α und 7 α kann während des Zeitraumes,
in welchem die angeführte Spannung an den Enden der Reihenschaltung von 12 a und 17a besteht, eine
S teuer spannung aufnehmen entsprechend der Abweichung der an den Klemmen 8 und 9 liegenden Istspannung
von einem Sollwert, der, wie bereits früher angeführt wurde, gebildet wird durch eine Durchflutung,
die der Koerzitivkraft der Hystereseschleife des für die Teilkerne verwendeten magnetischen Werkstoffes
entspricht. Während der nächsten bzw. negativen Halbwelle des Wechselstromes, in welcher also die
Klemme 21 positiv gegenüber der Klemme 20 ist, wird der Stromfluß über die Wicklungen 34a bzw.
35 a durch die Ventile 36 a bzw. 15 a gesperrt. Während dieses Zeitraumes kann der magnetische Verstärker
über die Wicklungen 12 a, den Widerstand 17a und den Widerstand 13 a gesteuert werden durch
die an den Klemmen 8 und 9 liegende Gleichspannung. Der von den Klemmen 8 und 9 gelieferte Gleichstrom
fließt auch über das Ventil 4 a und die Wicklung 5a der ersten Stufe der Einrichtung für die eine
Halbwelle des Wechselstromes. Wie bereits früher beschrieben, wird die Drossel der Vorstufe dadurch in
Richtung ihrer Sättigung in der Magnetisierung geändert, so daß der Stromfluß über die Wicklung 5 a
bis zum Erreichen des Sättigungszustandes dieser Teildrossel auf den Magnetisierungsstrom beschränkt
bleibt. Der über den Widerstand 13 a fließende Strom steht dann praktisch in voller Höhe für die Steuerung
der Drossel mit der Wicklung 12 a zur Verfügung. Nachdem der Kern der Teildrossel mit den Wicklungen
5a und 7 a seine magnetische Sättigung erreicht hat, bricht die Spannung an der Wicklung 5 a zusammen
und dementsprechend,,auch die Spannung an der Reihenschaltung der' Wicklung 12ä~und des Widerstandes
17 a. Eine weitere magnetische Steuerung des Teilkernes, welcher die Wicklungen 12 a, 34 a und 35 a
trägt, ist somit nicht möglich.
Die Steuerung des Drosselkernes mit den Wicklungen 12 a, 34 a und 35 a erfolgt daher in Abhängigkeit
von der Spannung an den Klemmen 8, 9 und von dem vorausgegangenen Steuerzustand der Drossel der
Vorstufe mit den Wicklungen 5a und 7a. Anschließend an das Zeitintervall, in welchem der beschriebene
Vorgang für die Teildrosseln mit den Wicklungen 5 a und 7a der ersten sowie 12 a, 34 a und 35 a der zweiten
Stufe ablief, beginnt wieder die positive Halbwelle, die bereits in ihrem Ablauf beschrieben worden
8M 640/325
ist. Ein sinngemäßer Ablauf der Wirkungsweise ergibt
sich für die bisher nicht in Betracht gezogenen Schaltglieder des rechten Teiles der Schaltung, die
wirksam wird für die andere Halbwelle des Wechselstromes, wenn sinngemäß die Polarität der Wechselspannung
an den Klemmen 20 und 21 sich umkehrt.
Die vorteilhafte Wirkung, die durch die Anwendung unserer Erfindung erreicht wird, ist einmal, daß
eine besondere Sollwertgröße für die Regelung nicht unbedingt erforderlich ist, denn bei der magnetischen
Steuerung des Verstärkers durch eine Gleichspannung, die abhängig ist von der zu regelnden Größe, ergibt
sich zwangläufig als Vergleichsgröße eine Durchflutung für den betreffenden Kern, die gleich ist der
Koerzitivkraft der Hystereseschleife des verwendeten Kernes. Darüber hinaus hat ein gemäß der Erfindung
entwickelter Verstärker eine Ansprechzeit, welche nicht größer ist als höchstens eine Periode der zur
Speisung des magnetischen Verstärkers benutzten Wechselspannung. Es ist somit zu übersehen, daß man
durch eine Steigerung der Frequenz dieser Wechselspannung auf höhere Werte gegenüber der normalen
Frequenz der Versorgungsnetze nach Bedarf die absolute Ansprechzeit des magnetischen Verstärkers
bzw. der Regelanordnung herabsetzen kann.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, wenn die erfindungsgemäße Verstärkeranordnung nicht auf eine beliebige
Bürde arbeitet, sondern verwendet wird zur Steuerung einer weiteren Verstärkerstufe, wobei auch
Schaltungen angewendet werden können, wie sie als Impulssteuerungen bzw. Rücklaufsteuerungen für magnetische
Verstärker bekanntgeworden sind, auf die bereits in der Einleitung unserer Anmeldungsbeschreibung
Bezug genommen worden ist. Die Ausgangsleistung, welche durch den magnetischen Verstärker
geliefert wird, kann natürlich je nach Bedarf und Einsatz des magnetischen Verstärkers entweder eine
Wechselstromleistung oder eine Gleichstromleistung sein.
Bei einer erfindungsgemäßen Schaltung spielt der Charakter der in der Schaltung benutzten Ventile
gegebenenfalls eine beachtliche Rolle. Für eine möglichst einwandfreie Wirkungsweise der Anordnung
müssen diese Ventile einen nur möglichst kleinen Rückstrom bzw. Strom in Sperrichtung aufweisen.
Das gilt insbesondere für die Ventile in den Kreisen der Vorstufe eines erfindungsgemäßen magnetischen
Verstärkers. Solche Gleichrichterventile sind insbesondere solche, bei denen der Halbleiter z. B. auf der
Basis des Germaniums oder des Siliziums benutzt wird oder einer Zweistoffverbindung hergestellt ist,
von denen die eine Komponente der III. Gruppe und die zweite Komponente der V. Gruppe des Periodischen
Systems angehört.
Claims (20)
1. Magnetischer Verstärker mit mindestens einer die Belastung über ein mit ihr in Reihe liegendes
Ventil speisenden Arbeitswicklung, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetisierbare Eisenkern
jeder Arbeitswicklung eine praktisch etwa rechteckige Magnetisierungsschleife besitzt und mindestens
eine Steuerwicklung trägt, die für sich von einer Gleichspannung oder einer gleichgerichteten
Spannung über einen derart großen Ohmschen Widerstand gespeist wird, daß sich eine
annähernd konstante Erregung in Höhe der Koerzitivkraft der Magnetisierungsschleife des Eisenkernes
ergibt, so daß jede Änderung der Steuerspannung unverzögert eine Änderung der von der
Drossel übernommenen Spannungszeitfläche hervorruft.
2. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuergleichspannung
eine konstante Spannung verwendet wird und daß eine zusätzliche veränderbare Steuerspannung
an die gleiche oder an eine besondere getrennte Wicklung angelegt wird.
3. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 für Regelanordnungen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuergleichspannung der zu regelnden Größe proportional ist.
4. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu der
Steuergleichspannung, die der zu regelnden Größe proportional ist, eine solche Steuergleichspannung
auf dieselbe oder eine besondere Wicklung wirkt, die aus einem Vergleich zwischen der zu regelnden
Größe als Istgröße und einer Sollgröße gewonnen ist.
5. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß der magnetische Verstärker eine Vorstufe eines mehrstufigen magnetischen Verstärkers ist.
6. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß eine an der Steuerwicklung einer nachfolgenden Stufe des Verstärkers auftretende Wechselspannung
die Speisespannung für den Arbeitskreis der vorausgehenden Stufe des magnetischen Verstärkers
bildet.
7. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerstromkreis
der nachfolgenden Stufe einem Ohmschen Widerstand zur Begrenzung des in ihm auftretenden
Stromes enthält.
8. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannung für die
Speisung des Steuerstromkreises der nachfolgenden Verstärkerstufe eine Gleichspannung benutzt ist.
9. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Speisung des Steuerstromkreises der nachfolgenden Stufe des magnetischen Verstärkers eine
Wechselspannung benutzt ist, welche über ein Ventil bzw. einen Gleichrichter den Stromkreis speist.
10. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleichspannung für die Speisung des Steuerstromkreises des Verstärkers bzw. bei einem
mehrstufigen Verstärker der Vorstufe gewonnen wird aus einer an den Steuerkreis angelegten, über
Ventile gleichgerichteten Wechselspannung.
11. Mehrstufiger magnetischer Verstärker mit einer Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit der Steuerwicklung der zweiten Stufe bzw.
der nachfolgenden Stufe des magnetischen Verstärkers ein Ohmscher Widerstand vorgesehen ist,
in welchem während der Arbeitshalbwelle der zweiten Stufe bzw. folgenden Stufe des Verstärkers
eine Zusatzspannung erzeugt wird, deren Richtung entgegengesetzt ist der Durchlaßrichtung
des Ventils des Arbeitskreises der vorausgehenden Stufe.
12. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß diese Zusatzspannung
erzeugt wird durch Anlegen einer Gleichspannung an diesen Widerstand.
13. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichspannung
eine durch Einwegschaltung gleichgerichtete Wechselspannung ist.
14. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzspannung
an dem Widerstand als Spannungsabfall erzeugt wird durch einen den Widerstand durchfließenden,
vom Ausgangsstrom bzw. Belastungsstrom des magnetischen Verstärkers abgeleiteten Strom.
15. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsabfall
für die Bildung der Zusatzspannung an dem Widerstand erzeugt wird durch einen gleichgerichteten
Wechselstrom, der als Arbeitsstrom in einer Vorbelastung bzw. Zusatzbelastung des Verstärkers
auftritt.
16. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die in den verschiedenen Stromkreisen, insbesondere den Kreisen der Vorstufe eines mehrstufigen
magnetischen Verstärkers der Anordnung benutzten Ventile solche mit einem möglichst geringen
Strom in der Sperrichtung sind.
17. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß Trockengleichrichterventile
auf der Basis des Germaniums oder Siliziums oder einer Zweistoffverbindung benutzt
sind, von denen vorzugsweise die eine Komponente der III. Gruppe und die andere der V. Gruppe des
Periodischen Systems angehört.
18. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Ausnutzung beider Halbwellen der die Arbeitsstromkreise des magnetischen Verstärkers
speisenden Hilfswechselspannung für jede Halbwelle je ein besonderes System in der Anordnung
vorgesehen ist.
19. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung der
Steuerstromkreise der ersten Stufe des magnetischen Verstärkers und gegebenenfalls auch der
zweiten Stufe für jedes System jeder Halbwelle des Hilfswechselstromes mit je einer Hälfte der
gesamten Steuergleichspannung erfolgt, die der Istgröße der Regelanordnung entspricht bzw.
dieser proportional ist.
20. Magnetischer Verstärker nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Steuerstromkreise
der Vorstufe oder der Vorstufe und der nachfolgenden Stufe des magnetischen Verstärkers
in Reihe geschaltet an der Gesamtspannung der Steuergleichspannung liegen und die
Verbindungsleitung der Glieder der einzelnen Stromkreise über eine besondere Verbindungsleitung an die Mitte eines Spannungsteilers angeschlossen
ist, der zwischen den beiden Zuleitungen eingeschaltet ist, an denen die gesamte Gleichspannung
liegt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
ETZ-A, 1954, S. 757, linke Spalte;
Ulrik Krabbe, The Transductor Amplifier, erschienen
in Schweden 1947, S. 14, linke Spalte, Abschnitt 1, 6 sowie Fig. 1, 8.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
® «09· 640/325 9.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43261A DE1040080B (de) | 1955-03-30 | 1955-03-30 | Magnetischer Verstaerker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43261A DE1040080B (de) | 1955-03-30 | 1955-03-30 | Magnetischer Verstaerker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1040080B true DE1040080B (de) | 1958-10-02 |
Family
ID=7484654
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43261A Pending DE1040080B (de) | 1955-03-30 | 1955-03-30 | Magnetischer Verstaerker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1040080B (de) |
-
1955
- 1955-03-30 DE DES43261A patent/DE1040080B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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