DE1040061B - Verfahren zum Herstellung von Stahlverbundtraegern mit vorgespannter Stahlbetonplatte und nach diesem Verfahren hergestellter Stahlverbundtraeger - Google Patents
Verfahren zum Herstellung von Stahlverbundtraegern mit vorgespannter Stahlbetonplatte und nach diesem Verfahren hergestellter StahlverbundtraegerInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Stahlverbundträgern mit vorgespannter Stahlbetonplatte und nach diesem Verfahren hergestellter Stahlverbundträger Das Patent 920 851 betrifft einen Stahlträger in Verbundbauweise finit vorgespannter Stahlbetonplatte, bei dem zur Aufnahme der Schubkräfte durch Löcher im oberen Stegblechrand quer zum Träger Stahlstäbe gezogen und angespannt sind. Die Betonplatte ist an Ort und Stelle betoniert und nach dein Erhärten zum Herstellen eines sicher wirkenden Verbundes mittels der Spannglieder gegen den Steg des Stahlträgers gep reß t.
- In manchen Fällen ist es erwünscht, die Betonplatte zur Vereinfachung der Arbeiten auf der Baustelle als Fertigteil einzubauen. Bei Verwendung von Stahlbetonfertigteilen werden diese gemäß vorliegender Erfindung unter Freilassen einer Fuge zwischen sich und dem Stahlträgersteg oder dem Obergurtsteg eines Fachwerkträgers verlegt, die zum Vorspannen benötigten Spannglieder in entsprechenden Aussparungen der Platte und des Stahlträgersteges eingezogen und anschließend die Fugen mit Beton ausgefüllt.
- ach Erhärten dieses zuletzt eingebrachten Betons wird, wie im Hauptpatent beschrieben, vorgespannt und damit der erwünschte Verbund hergestellt.
- Zum Vermeiden einer Haftung zwischen Spannglied und Beton im Bereich der Fuge können um das Spannglied feste oder elastische Hohlkörper, Binden od. dgl. gelegt werden, oder das Spannglied kann mit Biturnen gestrichen werden. Bei Verwendung fester oder elastischer Hohlkörper wird deren Innendurchmesser zweckmäßig größer als der Durchmesser des Spanngliedes gewählt und der verbleibende Hohlraum nachträglich mit Zementleim ausgepreßt.
- Zur Ermöglichung einer schnellen Montage kann vor dein Einbringen des den Fugenschluß herstellenden Betons zunächst mittels eines als Rohrhülse ausgebildeten Hohlkörpers, vorzugsweise eines ring- oder plattenförmig ausgebildeten festen Hohlkörpers, der Fugenial)stand der Stahlbetonplatten gesichert werden, und die Spannglieder können noch vor dein Schließen der Fuge angespannt werden, so daß sofort eine monolithische Tragwirkung zwischen Stahlträger und Fertigteil erreicht wird.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines nach dem Verfahren nach der Erfindung hergestellten Stahlverbundträgers sind an dein Stahlträgersteg zur Verstärkung des Trägers für die 1@Iontage, zum Unter-])ringen der Spanngliedverankerungen oder zur besseren Gestaltung des Abschlusses ein- oder beiderseitig Ortbetonstreifen angeordnet.
- Der bzw. die Ortbetonstreifen sind zweckmäßig durch Dübel oder durch zugleich den Hohlraum für die Spannglieder herstellende Rohre mit dem Stegblech verdübelt.
- Ferner können bei einem nach der Erfindung hergestellten Stahlverbundträger z"vischen den Betonfertigteilen bei der Montage senkrecht zur Stahlträgerebene verlaufende Raumfugen angeordnet sein, die zur Übertragung von Druckkräften vor dem Ausrüsten mit Mörtel geschlossen werden.
- Ein nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellter Träger kann auch bei Schalenkonstruktionen verwendet werden, bei denen die Randträger oder Endscheiben als Verbundkonstruktionen ausgebildet sind. Ferner eignet sich das Verfahren nach der Erfindung zum Einbau von Querträgern aus Betonfertigteilen in Brückenbaukonstruktionen und für sonstige Tragglieder, bei denen ein Zusammenwirken zwischen Stahl und Beton erzwungen werden soll.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung verschiedener in der Zeichnung dargestellter Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
- In Fig.l ist eine Stahlverbund-Konstruktion im Querschnitt dargestellt. Die Betonfertigteilplatten 1 werden unter Freilassen der Fuge 6 in irgendeiner Weise verlegt. In die Hohlräume 4 der Betonfertigteilplatten werden die Spannglieder 3 eingezogen. Dabei wird zwischen den Platten 1 durch überschieben kurzer Rohrhülsen 5 über die Spannglieder dafür gesorgt, daß der später einzubringende Beton nicht an den Spanngliedern haftet, so daß das Vorspannen unbehindert erfolgen kann und das spätere Einpressen von Zementleim zur Herstellung des Verbundes zwischen Spannglied und Betonfertigteil auf die ganze Länge des Spanngliedes möglich ist. Man kann das Spannglied im Bereich der Fuge 6 auch mit Bitumen bestreichen oder mit einer geeigneten Binde um«-ikkeln. wodurch ebenfalls erreicht wird, daß das Spannen unbehindert erfolgen kann. Allerdings muß dann durch Anordnung entsprechender Austrittsöffnungen in der Platte l im Bereich der Fuge 6 dafür gesorgt werden, daß das Auspressen der Kanäle 4 ordnungsmäßig erfolgen kann.
- Fig.2 stellt einen Längsschnitt in der Ebene des Stahlträ gersteges 2 dar. Nach Erhärten des Betons in der Fuge 6 wird vorgespannt und damit der Verbund zwischen dem Steg 2 und der Betonplatte 1 hergestellt. Die nach oben offenen Aussparungen im Steg 2 ermöglichen ein Einführen der Fertigteile, in die die Spannglieder bereits eingefädelt sind.
- In Fig. 3 ist dargestellt. wie die Fuge 6 durch eingeschaltete Ringel zunächst überbrückt wird, damit durch gegebenenfalls teilweises Vorspannen der Ställe 3, die wiederum durch Hohlräume 4 der Fertigteilplatten 1 gezogen sind, schon ein Zusammenwirken zwischen Stahlträger 2 und Fertigteilplatten 1 erzwungen werden kann. Später wird der schraffierte Rauei 6 finit Beton ausgefüllt und endgültig vorgespannt.
- In Fig.4 ist ein Längsschnitt durch Fig.3 dargestellt. Hier ist erkennbar, daß die Fertigteilplatten auch in Tragrichtung der Stahlverbundkonstruktion durch Einschaltung einer Raumfuge 8 gestoßen werden können. Das Verfüllen der Fugen erfolgt durch Anbringen einer Schalungsleiste an der Unterseite der Fuge 6 oder B.
- In Fig. 5 ist dargestellt, wie hei Randträgern. z. B. hei einer Brückenkonstruktion oder für Dachkonstruktionen. ein Ortbetotistreifen an dem Träger angeordnet sein kann. mit <lern er durch Dübel 9 in bekannter ',"eise in Verbund gebracht worden ist. Später wird dann in der zuvor beschriebenen Art durch das Schließen der Fuge 6 die endgültige Konstruktion hergestellt. Diese Ausbildung ist besonders deshalb wichtig, weil die obersten Gurtplatten der Stahlträger fehlen.
- In gleicher Weise kann. wie in Fig.6 dargestellt, zunächst zur Schaffung einer ausreichenden Druckzone für einen Träger als Gurt ein Ortbeton-.treifen 10 in der üblichen Weise anüetoniert werden und anschließend nach Schließen der Fugen 6. wie vorbeschrieben. das endgültige Zusammenwirken des Tragwerkes herbeigeführt werden. Dabei können die Rohre 11 für die Hohlräume 4, wenn sie stark genug sind und angeschweißt werden. als Dübel für die Ortbetonplattenstreifen 10 dienen.
- In Fig.7 ist im Längsschnitt, in Fig.8 im Querschnitt eine Schale aus Fertigteilen 12 dargestellt, bei der der Stalllfachwerkbinder 13 beispielsweise als Endscheibe oder als Randträger dient.
Claims (1)
- PATENTANSYiiCCHL. 1. \-erfahren zum Herstellen von Stahlverbundträgern mit vorgespannter Stahlbetonplatte nach Patent 920 851. dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Stahlbetonfertigteilen diese unter Freilassung einer Fuge (6) zwischen sich und dem Stalilträgersteg (2) oder dein Obergurtsteg eines Fachwerkträgers (13) verlegt und die zum Vorspannen der Stahlbetonplatte (1. 12) henötigteii Spannglieder in entsprechende Aussparungen der Platte und des Stahlträgersteges eingezogen werden und daß anschließend die Fugen (6) mit Beton gefüllt werden. 2. -\"erfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß in der Fuge (6) zum Vermeiden einer Haftung zwischen Spannglied und Beton um das Spannglied (3) feste oder elastische Hohlkörper, Binden od. dgl. gelegt werden oder daß das Spannglied mit Biturnen gestrichen wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Venvendung fester oder elastischer Hohlkörper, deren Innendurchmesser größer ist als der Durchmesser des Spanngliedes (3), und das nachträgliche Einpressen von Zementleim. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines als Rohrhülse (5) ausgebildeten Hohlkörpers, der zugleich als Abstandhalter in der Fuge (6) dient. 5. Verfahren nach Anspruch 3. gekennzeichnet durch die Verwendung eines ring- oder plattenförmig ausgebildeten festen Hohlkörpers und Vorspannen der Spannglieder (3) vor dem Schließen der Fuge (6), um sofort eine monolithische Tragwirkung zwischen Stahlträger und Fertigteil zu erreichen. 6. Nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 hergestellter Stahlverbundträger. dadurch gekennzeichnet, daß an dem Stahlträgersteg zur Verstärkung des Trägers für die Montage, zum Unterbringen der Spanngliedverankerungen oder zur besseren Gestaltung des Abschlusses ein- oder beiderseitig Ortbetonstreifen (10) angeordnet sind. 7. Stahlverhundträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Ortbetonstreifen (10) durch Dübel (9) oder zugleich den Hohlraum für die Spannglieder (3) herstellende Rohre (11) mit dein Stegblech verdübelt sind. B. Stahlverbundträger nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch die Anordnung von zur Stahlträgerehene senkrechten Raumfugen (8) zwischen den Betonfertigteilen hei der Montage, die zwecks übertragung von Druckkräften vor dem Ausrüsten mit Mörtel ausgepreßt sind.
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| DE1040061B true DE1040061B (de) | 1958-10-02 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1040061B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2695150A1 (fr) * | 1991-09-25 | 1994-03-04 | Est Centre Etudes Tech Equipem | Dispositif pour connecter des matériaux et pour lier les modules mixtes ainsi obtenus. |
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1956
- 1956-08-03 DE DEB41274A patent/DE1040061B/de active Pending
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