DD301642A7 - Trägereinlage für selbständige bituminöse Bahnen zur Dach- undBauwerksabdichtung - Google Patents
Trägereinlage für selbständige bituminöse Bahnen zur Dach- undBauwerksabdichtung Download PDFInfo
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Abstract
Trägereinlage aus einem textilen, im wesentlichen aus einer Kunststoffolie bestehenden Kettengewirke für eine selbständige bituminöse Bahn zur Dach- und Bauwerksabdichtung. Zwischen der Folie des Kettengewirkes und Bitumenschichten herrscht ein gutes Haftungsvermögen, das seine Ursache in der Struktur und Zusammensetzung des Kettengewirkes hat. Das Kettengewirke, das insbesondere ein Nähgewirke ist, umfaßt Schußfäden und Bindemaschen 6, wobei als Schußfäden gespleißte Schußfoliebändchen vorgesehen und zu quer zur Bahnlänge durchgängig angeordneten Strängen 7 gebündelt sind, und wobei für die Bindemaschen 6 unausgeschrumpfte Polyesterseide eingesetzt wurde. Fig. 2{Dachabdichtung; Bauwerksabdichtung; bituminöse Bahn; Trägereinlage; Kettengewirke; Kunststoffolie; gespleißte Schußfoliebändchen; Stränge; Bindemaschen; unausgeschrumpfte Polyesterseide}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Trägereinlage für selbständige bituminöse Bahnen zur Dach- und Bauwerksabdichtung, bestehend aus einem textlien Kettengowirke, das Schußfäden aus Folie und als Bindemaschen Fransen umfaßt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, eine bituminöse Beschichtung von Dächern unter Verwendung eines netzartigen Kettengewirkes durchzuführen (DE-OS 3734584, Beschreibungseinleitung).
Dabei wird das bloße Kettengowirke auf einem Dach verlegt, und eine bituminöse Masse gerät dann erst mit dem Kettengewirke in Kontakt. Die bituminöse Masse kann vor und/oder nach dem Verlegen des Kettengewirkes auf dem Dach aufgetragen werden.
Das Kettengewirke besteht ausschließlich aus Folie.
Bei diesem Verfahren handelt es sich nicht um eine separate Herstellung einer selbständigen bituminösen Bahn zur Beschichtung von Dächern, sondern um eine Dachbeschichtung, die zu ihrer Bildung unbedingt der Dachunterlage bedarf.
Für die Herstellung einer selbständigen bituminösen Dachbahn ist das aus Folie bestehende netzartige Kettengewirke als Trägereinlage ungeeignet, da die Haftfähigkeit zwischen der nicht spezialbehandelten Folie und einer bituminösen Masse zu gering ist, um Bitumenschichten ohne Vorhandensein einer Dachunterlage haltbar an dem Kettengewirke befestigen zu können.
Außerdem führen die netzartigen Durchbrüche, die das Kettengewirke umfaßt, zum Durchlaufen von flüssiger Bitumenmasse.
Man kann zwar die Haftfähigkeit durch Aufnahme saugfähiger Substanzen, wie Vliesanteile, in das Kettengewirke erhöhen, aber darunter leidet dann die Festigkeit der Dachbahn.
Weiterhin wurde aus der DE-OS 3641309 allgemein bekannt, thermisch oder/und mechanisch empfindliche Einlagen aus verschiedenen Materialien wie Folien, Filze, Vliese, Gewebe, Gewirke, Gestricke und Gitter zur Herstellung bituminöser Dichtungsbahnen zu verwenden.
Obwohl es sich dabei um selbständige Dichtungsbahnen dreht, wird jedoch keine Lösung angeboten, wie ein irn wesentlichen aus Folie bestehendes Kettengewirke gestaltet werden kann, um dafür als Trägereinlage fungieren zu können.
Ziel der Erfindung
Bezweckt ist, die genannten Nachteile zu beseitigen und die Haftfähigkeit einer bituminösen Masse an einem Kettengewirke zu verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein Kettengewirke, das im wesentlichen aus Folie besteht, als Trägereinlage für eine selbständige bituminöse Bahn zur Dach- und Bauwerksabdichtung einsatzfähig zu gestalten, indem die Folie besonders hergorichtet, verarbeitet und zusammengefügt wird, damit Bitumenschichten haltbar mit der Trägereinlage verbunden werden können, ohne daß die Festigkeit und das Dehnungsvermögen der bituminösen Bahn darunter leiden.
Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß als Schußfäden gespleißte Schußfoliebändchen vorgesehen und zu quer zur Bahnlänge durchgängig angeordneten Strängen gebündelt sind, und daß für die Bindemaschen unausgeschrumpfte Polyesterseide eingesetzt ist.
Infolge der Erfindung entsteht eine Trägereinlage aus einem Kettengewirke, die für die Herstellung einer selbständigen bituminösen Bahn zur Dach- und Bauwerksabdichtung geeignet ist. Zwischen der Folie des Kettengewirkes und den Bitumenschicliton herrscht ein gutes Haftvermögen, das seine Ursache in der Struktur und Zusammensetzung des
Kettengewirkes hat, wobei das letztere auf Grund seiner Detailstruktur vorteilhaft als ein Nähgewirke hergestellt werden kann. Besonders die Verbindung der unausgeschrumpften Polyesterseide führt wegen der Kontraktionseigenschaften derselben zu einer festen Verbindung des Bitumens mit der Trägereinlage.
Ausführungsbeispiel
Mit einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: einen Längsschnitt A-A durch eine fertige bituminöse Bahn, die eine Trägereinlage enthält, quer zur Bahnbreite Fig. 2: einen Längsschnitt B-B durch die bituminöse Bahn der Fig. 1 in Richtung deren Breite, so daß eine Seite der Trägereinlage vollständig sichtbar ist.
Gemäß Fig. 1 enthält eine bituminöse Bahn für Dach- und Bauwerksabdichtungen eine Trägereinlage 1, die ein Kettengewirke wie Nähgewirke darstellt. An beiden Seiten ist die Trägereinlage 1 mit je einer ausgehärteten Bitumenschicht 2,3 fest haftend verbunden. Die Außenseiten der Bitumenschichten 2,3 sind mit Schiefersplitt 4 und Quarzsand 5 bzw. mit anderen geeigneten Materialien bedeckt. Als Trägereinlage 1 wurde ein derartiges Kettengewirke vorgesehen, das im wesentlichen aus Kunststoffolie besteht, welche mittels Bindemaschen 6 zu einem gewirkten Flächengebilde zusammengefügt ist. Die Kunststoffolie liegt in dem Flächengebilde in Form von gespleißten Schußfoliebändchen vor, die je waagerechte Reihe der Bindemaschen 6 zu einem Strang 7 gebündelt sind und von den Bindemaschen 6 umschlungen werden. Jeder Strang 7 der gespleißten Schußfoliebändchen erstreckt sich quer zur Bahnlänge durchgängig über die gesamte Bahnbreite, wobei sich die Stränge 7 in Richtung der Bahnlänge dicht nebeneinander befinden, wenn die Trägereinlage noch unbeschichtet ist. Entsprechend der fertigen bituminösen Bahn der Fig. 1 sind die Stränge 7 demgegenüber zwischen den senkrechten Reihen der Bindemaschen 6 von dem Bitumen auseinandergedrängt worden, da das Bitumen dort eingedrungen ist. Auf den daDei vorliegenden Zusammenhang wird nachfolgend noch eingegangen. Der gespleißte Zustand der Schußfoliebändchen verleiht der Folie eine verbesserte Aufnahmefähigkeit für flüssiges Bitumen, das nach dem Erkalten gut an der rauhen und saugfähigen Oberfläche der J" ^ußfoliebändchen, aus der einzelne Fibrillen hervorstehen, die diesen Prozeß begünstigen, haftet. Um bei der Herstellung der gewirkten Trägereinlage 1 eine gute Spleißbarkeit der Folie /orzuiinden, wird vorzugsweise eine Polymermischungdfolie der Zusammensetzung 70 bis 78% Polyester und 30 bis 22% Polyethylen, insbesondere Hochdruckpolyäthylen, eingesetzt. Die angegebenen Prozente sind Masseanteile. Das Soleißen geschieht dergestalt, daß die Folie mit einer Vielzahl von Schlitzen versehen wird. Für die Fäden der Bindemaschen 6 wurde unausgeschrumpte Polyesterseide gewählt, da dieselbe den Vorzug besitzt, eine während des Beschichtungsprozesses der 1 rägereinlage 1 auftretende Dehnung in einer Abkühlungsphase und bei einem Nachlassen der auf die Trägereinlage 1 wirkenden Zugspannung wieder r· !zugeben. Diese Eigenschaft wird im Zusammenhang mit der hierin beschriebenen Erfindung absichtlich genutzt, der:- 'lieselbe führt zu einer weiteren beträchtlichen Steigerung der Haftung der Bitumenschichtaii 2,3 an der Trägereinlage 1. Diese Erkenntnis ist eine wesentliche Basis der vorliegenden Erfindung. Hierzu erfolgen im Verlauf dieses Beispiels noch nähere Erläuterungen. Hergestellt wird die Trägereinlage 1 auf einer KeUenwirk- wie Nähwirkmaschine zur Verarbeitung von Foliestreifen mit einer integrierten Spleißvorrichtung.
Es wurde gefunden, daß sich eine Trägereinlage 1 folgender Konstruktion sehr gut zur Verwendung für eine Beschichtung mit Bitumen eignet:
- Anzahl der senkrechten Reihen der Bindemaschen 6 auf 25cm Breite der Trägereinlage 1 (das entspricht einem Maschenabstand in waagerechter Richtung von 1,785mm): 14 Stück
- Länge der einzelnen Bindemaschen 6 in senkrechter Richtung: 2mm
- Bindungsart der Bindemaschen 6: Fransenbindung (Kettenstichbindung)
- Material der Stränge 7 der gespleißten Schußfoliebändchen: Polymermischungsfolie der masseanteiligen Zusammensetzung 72% Polyester und 28% Hochdruckpolyethylen
- Material der Fäden der Bindemaschen 6: Polyesterseide, unausgeschrumpft, 15tex.
Das Verfahren der Herstellung der erfundenen Trägereinlage 1 für Dach- und Bauwerksabdichtungen läuft nun im wesentlichen folgendermaßen ab. Da die Trägereinlage 1 nicht nur eine gute Haftfähigkeit für Bitumen besitzt, sondern auch den bisher üblichen sonstigen Verfahrensbedingungen der Herstellung angepaßt wurde, können die herkömmlichen Verfahrensschritte ihrem Wesen nach beibehalten werden. Es wurde deshalb auch auf eine zeichnerische Darstellung von Mitteln zur Durchführung der Verfahrensschritte verzichtet.
Von einem Abwickelbock aus wird die als gerollter Ballen zur Verfugung stehende Trägereinlage 1 über einen Führungstisch abgezogen und einer ersten beheizten Belagwalze zugeleitet. An dieser Stelle findet bei einer Temperatur von über 100cC eine Vortränkung der Trägereinlage 1 mit dünnflüssigem Bitumen statt, um eine vollständige Oberfjächenbenetzung derselben zu erreichen. Die Benetzung der Oberflächen ist eine Voraussetzung für eine gute Haftung des Bitumens einer nachfolgenden Haupttränkung. Eine dabei verwendbare Bitumensorte ist geblasenes Bitumen GB 85/25 mit einem Erweichungspunkt von 80 bis 90°C. Während der Vortränkung wird die Trägereinlage 1 mit dem dünnflüssigen Bitumen außerdem auch durchtränkt. Dem Bitumen können Zusätze, wie beispielsweise Schiefermehl, beigegeben werden. Benutzt man Zusätze, so ist allerdings gleichfalls dafür zu sorgen, daß der dünnflüssige Zustand der Bitumenmasse erhalten bleibt, da sonst die Oberflächenbenetzung nicht die erforderliche Qualität aufweist. Die Förderung der vorgetränkten Trägereinlage 1 wird mittels eines sich an die Belagwalze anschließenden Walzenpaares durchgeführt, das außerdem das überschüssige Bitumen abquetscht. In einer Entfernung von der Vortränkstelle befindet sich ein Paar von beheizten Belagwalzon, dem eine Bitumentränkwanne zugeordnet ist. Mittels der beiden Belagwalzen wird gleichzeitig eine beiderseitige Haupttränkung der Trägereinlage 1 bei Temperaturen von ca. 140 bis 155°C durchgeführt, wobei die Trägereinlage 1 durch einen Spalt zwischen den Belagwalzen läuft. Die Beschichtungsdicke wird mit der Spaltbreite der Belagwalzen eingestellt, die auch das hier überschüssige Bitumen abstreichen. Während der Förderung von der Vortränkstelle zu dem Paar beheizter Belagwalzen bzw. zwischen der Vortränkstelle und den Belagwalzen steht die Trägereinlage 1 unter einer Zugspannung und wird deswegen in Längsrichtung ausgedehnt. Die Zugspannung bestimmt der sogenannte Msschinenzug der Beschickungsanlage, der sich u. a. nach der zu bewegenden Masse
richtet. Da unausgeschrumpfte Polyesterseide bei relativ geringer Zugspannung und einer Temperatur über 1000C leicht dehnbar ist, öffnet sich die als geschlossenes Flächengebilde zugeführte Trägereinlage 1 zwischen den Strängen 7 und den durchgängigen senkrechten Reihen dor Bindemaschen 6 an zahlreichen Stellen zunehmend porenartig, weil die senkrechten Reihen der Bindemaschen 6 verlängert und dabei auch die Maschenschiingen enger zusammengezogen werden. Hierbei wirkt das die Polyesterseide ummantelnde Bitumen zugleich als Gleitmittel. Die porenartigen Öffnungen sollen sich im Temperaturbereich von 140 bis '.550C während der Haupttränkung in solchen minimalen Dimensionen darstellen, daß das Bitumen gerade in die Trägereinlage 1 eindringen kann, ohne hindurchzulaufen.
Das Einrichten der optimalen Zugspannung, die in dem besagten Temperaturbereich zu den gewünschten porenartigen Öffnungen führt, ist eine einfache Angelegenheit einer Handregelung der Feuergeschwindigkeit der Trägereinlage 1 bzw. des Maschinenzuges, wobei din Regelung so abzustimmen ist, daß ein Hindurchlaufen des Bitumens augenscheinlich nicht eintritt. Da bei einer Temperatur von ca. 15O0C die unausgeschrumpfte Polyesterseide der Bindemaschen 6 einer Schrumpfung von ca. 15% unterliegt, wird die Zugspannung in einer Größenordnung gewählt, die den Schrumpfungseffekt überwindet, damit die porenartigen Öffnungen der Trägereinlage 1 beibehalten werden können.
Das aufgestrichene Bitumen dringt in der Phase der Haupttränkung von beiden Seiten in die porenartigen Öffnungen der Trägereinlage 1 und zwischen die Bindemaschen 6 ein, und es entstehen zahlreiche Verbindungss. -Ilen 8 der Bitumenschichten 2,3, die sich von einer Schicht 2 oder 3 zur anderen erstrecken. Außerdem beginnt das Bitumen, eine gute Haftverbindung mit beiden Seiten der Trägereinlage 1 einzugehen, indem es sich insbesondere mit den rauhen gespleißten Schi'ßfoliebändchen zunehmend fest vereinigt, wobei das Bitumen von den Schußfoiiebändchen teilweise praktisch aufgesaugt wird. Nach dem Passieren des Belagwalzenpaares der Haupttränkung beginnt eine Abkühlungsphase, und die bituminös^ Bahr» läuft durch eine Streuvorrichtung, die mit zwei Förderwalzen für die Bahn ausgerüstet ist. Hier wird beispielsweise zuerst die Oberseite mit Schiefersplitt 4 abgestreut und dann die Unterseite mit Quarzsand 5 feinbestreut. Der Streuvorrichtung sind eine Wasserwalze und eine dahinter befindliche, zwischen zwei Führungswalzen vorgesehene Pendelwalze nachgeordnot. Die Pendelwalze wirkt wie eine lose Rolle, übt lediglich Eigongewichtsbelastung auf die bituminöse Bahn aus, und ihre höhenmäßige Lage wird vom Verlauf dir Bahn eingeregelt. Der zweiten Führungswalze für die Pendelwalze folgt ein Eingang in einen Kühlkalander. Zwischen den Förderwalzen der Streuvorrichtung und dom Kühlkalander erstreckt sich ein zugentlasteter Bereich. In dieser ^ntspannungszone tritt eine weitere Abkühlung der bituminösen Bahn bis auf ca. 600C ein. Unter diesen Temperatur- und Zugspannungsverhältnissen ziehen sich die Bitumenschichten 2, 3 und die Trägereinlage 1 immer mehr zusammen. Hierbei zeigt die unausgeschrumpfte Polyesterseide der Bindemaschen 6 infolge ihrer Eigenschaft, eine bei höheren Temperaturen unter Zug erhaltene Dehnung in einem Temperaturbereich von ca. 50 bis 70°C zurückzubilden, eine sehr nützliche Wirkung, indem sich die Bindemaschen 6 wieder verkürzen und deshalb das in die porenartigen Öffnungen der Trägereinlage 1 eingedrungene Bitumen fest umschlossen wird, weil γ·;ο Stränge 7 wieder engsr aneinander gezogen werden. Im Ergebnis entsteht infolge der vielen gleichartigen Verbindungsstellen 8 der Bitumenschichten 2,3 ein inniger Zusammenhalt mit der Trägereinlage 1. Dieser Prozeß setzt sich während der folgenden fortschreitenden Abkühlung bis hinein in den Kühlkalander noch eine gewisse Zeit fort.
Nach Abschluß der Förderung der bituminösen Bahn durch den Kühlkalander ist der Bsschichtungsprozeß beendet, und die Bahn wird auf herkömmliche Weise zu transportablen Rollen weiterverarbeitet.
In Betracht gezogene Druckschriften: DE-OS 3641 30§, D 06 N 5/00
Claims (3)
1. Trägereinlage für selbständige bituminöse Bahnen zur Dach- und Bauwerksabdichtung, bestehend aus einem textlien Ketlengewirke, das Schußfäden aus Folie und als Bindemaschen Fransen umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß als Schußfäden gespleißte Schußfoliebändchen vorgesehen und zu quer zur Bahnlänge durchgängig angeordneten Strängen (7) gebündelt sind, und daß für die Bindemaschen (6) unausgeschrumpfte Polyesterseide eingesetzt ist.
2. Trägereinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfoliebändchen der Stränge (7) aus einer Polymermischungsfolie einer masseanteiligen Zusammensetzung von 70 bis 78% Polyester und 30 bis 22% Polyethylen, insbesondere Hochdruckpolyethylen, gebildet sind.
3. Trägereinlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stränge (7) in Richtung der Bahnlänge dicht nebeneinander befinden und vor einer Beschichtung mit einer bituminösen Masse zusammen mit den Bindemaschen (6) ein geschlossenes Flächengebilde darstellen.
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