DD290906A5 - Verfahren zur stabilisierung von polyolefinen und deren copolymerisaten durch ester der phosphorigen und phosphonigen saeuren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stabilisierung von Polyolefinen und deren Copolymerisaten gegen thermo- und photooxidativen Abbau durch hydrolysestabile Ester von Saeuren des dreibindigen Phosphors, die sich dadurch auszeichnen, dasz ein oder zwei Estergruppierungen Derivate spezieller Aminoalkohole darstellen. Erfindungsgemaesz koennen diese Stabilisatoren allein oder in Kombination mit anderen Antioxidantien sowie Lichtschutzstoffen angewandt werden, wobei zur effektiven Inhibierung der Oxydationsprozesse eine Konzentration von 0,01 bis 3 * vorzugsweise 0,05 bis 0,5 * noetig ist.{Antioxidantien; Stabilisatoren; Lichtschutzstoffe; Phosphit; Phosphonit; Polyolefine; Copolymerisate; Ester; Aminoalkohole; Photooxidation; Thermooxidation; Polymerstabilisierung}
Description
R12R11
(O
-GH ^CH2-Ox
P-O-W
-Clfcf CH2-O'
wobei
R9, Rio/ R11/ R12 = unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Hydroxyalkyl
Ri3iRi4 = unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Hydroxyalkyl oder
Carbalkoxyl
R15-R22 = unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl
bedeuten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen in einer Konzentration von 0,01 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 0,5Gew.-% zugesetzt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stabilisierung von Polyolefinen und deren Copolymerisaten gegen thermo· und photooxidativen Abbau.
Alle organischen Verbindungen, darunter auch organische Polymere sowie Kohlenwasserstoffe der unterschiedlichsten Molmasse unterliegen unter der Einwirkung von Luft, Licht, Wärme, Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen bei der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung thermo- und photooxidativen Abbauprozessen. Diese führen zu einer negativen Beeinflussung der physikalischen und physiko-mechanischen Eigenschaften und schränken dadurch die Anwendungsmöglichkeiten für organische Materialien ein. Durch Zugabe von Stabilisatoren (Antioxidantien, Lichtschutzstoffen u.a.) lassen sich solche Abbauieaktionen inhibieren. Neben sterisch gehinderten Phenolen, einigen Schwefelverbindungen und aromatischen Aminen werden im zunehmenden Maße auch Phosphorverbindungen dafür eingesetzt. Von diesen zeigen besonders sterisch gehinderte Phosphite (u.a. DE-OS 2733796, DE-OS 2944254, DD146959, DD 146961) und cyclische Phosphite (DD 146464, DD146959, DE-OS 2656999) eine gute Wirksamkeit. Nahezu alle bislang verwendeten Phosphitstabilisatoren haben den großem Nachteil, daß sie sehr leicht hydrolytisch zersetzt werden und dadurch ihre Lagerfähigkeit eingeschränkt und die Effektivität herabgesetzt wird. Die Vorschläge zur Verminderung dieser Nachteile (Zusätze von Aminen [DE-OS 2135238, DE-OS 26361331, Wachsen [EP 2243] und Seifen [DE-OS 2626255]) können dieses Problem nicht lösen und haben eine Reihe neuer technologischer und chemischer Mängel zur Folge.
Ziel der Erflndung ist es, ein ökonomisch günstiges und effektives Verfahren zur Stabilisierung von Polyolefinen und deren Copolymerisaten gegor, thermo- und photooxidativen Abbau zu finden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein neues Verfahren zur Stabilisierung von Polyolefinen und deren Copolymerisaten, das die Stabilität dieser Materialien gegen einen thermo- und photooxidativen Abbau erhöht und die Nachteile bekannter Lösungen vermeidet, zu entwickeln.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß den zu stabilisierenden organischen Materialien Ester von Säuren des dreibindigen Phosphors der allgemeinen Formeln I bis III in Konzentrationen zwischen 0,01 und 3Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,5Gew.-% allein oder in Kombination mit anderen Stabilisatoren bzw. weiteren Additiven während der Herstellung, vor oder während der Verarbeitung durch eine ein- oder mehrmalige Zugabe zugesetzt werden.
1H
| (R1 | = ein- oder mehrfachsubstituiertes Phenyl | Alkoxyl | V1 | |
| = Wasserstoff, Oxyl, Alkyl, Alkenyl, Aralkyl, | ||||
| mit | = Alkyl, Cycloalkyl, Phenyl bzw. | |||
| R, | = Tetra- oder Pentamethylen | |||
| Rj | η = 1 oder 2 | |||
| Rj, R4, Rs» | Re | u = 1 oder 2 | ||
| R3 + R4 = | Rs + Rg | |||
| m = | Ooderi | |||
| n + u = | 3 | |||
| r = | Ooderi | |||
(II)
R3 u
m = Ooderi η = 1 oder 2
n + u=3 u = 1 oder 2
(III)
r = Ooderi
W = Y -
8 wobei
Y = aliphatischesodercycloaliphatisches Kohlenstoffgerüst R7 = Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Phenyl
»9
" 9 " Rio -C-R
12 (A)
R-C-R
- CH2^ ^rCH2-O
-O-W
(E)
wobei Rs, Rio, Rn, Ru.
12 = unabhängig voneinanderWasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Hydroxyalkyl
= unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Hydroxyalkyl oder Carbalkoxyl = unabhängig voneinanderWasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl bedeuten. ,
Die erfindungsgemäßen Ester von Säuren des dreibindigen Phosphors der allgemeinen Formel I bis III, in denen sich ein oder zwei Esterreste von speziellen Aminoalkoholen ableiten, deren Aminofunktion zwar noch stark basisch aber aus sterischen und/oder elektronischen Verhältnissen in ihrer chemischen Reaktivität gehemmt ist, zeichnen sich durch eine sehr gute Lagerstabilität aus, das auf ihre ausgezeichnete Hydrolyse- und Oxidationsstabilität zurückzuführen ist. Die Vorteile der Erfindung liegen in der ausgeprägten stabilisierenden Wirkung gegen einen thermo- und photooxidativen Abbau von Polyolefinen und anderen nieder- und Hochmolekularen Kohlenwasserstoffen. Die Effektivität des erfindungsgemäßen Verfahrens äußert sich z. B. bei der Inhibierung der Autoxidation von Kohlenwasserstoffen und Polyolefinen - ausgedrückt durch die Induktionsperiode t!P und die relative Autoxidationsgeschwindigkeit - sowie durch ein stark verzögertes Ansteigen des Carbonylindexes sowohl bei der Thermo- als auch Photooxidation.
1 Di(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-2,6-di-tert-butyl-4-methylphenylphosphit
2 Di-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-phenylphosphonit
3 Di-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-2,4-di-tert-pentylphenylphosphit
4 Di-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-2,4-di-tert-butyl-m-kresylphosphit
5 Di(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-2-tert-butyl-m-kresylphosphit
6 Di-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-2-tert-butyl-4-methylphenylnhosphit
7 Di-(2,4-di-tert-butyl-m-kresyl)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-ylphosphit
8 2-(2,2,6,6-tetramethyl-4-oxy-piperidinyl)-1,3,2-dioxaphospholan
9 2-(2,2,6,6-tetramethyl-4-oxy-piperidinyl)-5,5-dimethyl-1,3,2-dioxaphosphorinan
10 2-(2,2,6,6-tetramethyl-4-oxy-piperidinyl)-dibenzo[d,f]-1,3,2-dioxaphosphenin
11 6-(2,2,6,6-tetramethyl-4-oxy-piperidinyl)-4,8-di-tert-butyl-2,10-dimethyl-12-H-dibenzo[d,g]-1,3,2-dioxaphosphocin
12 5,5'-Spirobi-[2-2,2,6,e-tetramethyl-4-oxy-piperidinyl-1,3,2-dioxaphosphorinan]
auf Hydrolyseprodukte (Hydrogenphosphit, H3PO3) untersucht. Dazu wurden die an Phosphit und Wasser jeweils 0,2 molaren
bestimmten Zeiten analysiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
Zeit/h
O2/N2
| In-C8H17O3)P | 15 | O2 | 85,5 |
| N2 | 69,3 | ||
| ( (0VO)3P | |||
| ^ ' | 50 | O, | 100 |
| N2 | 100 | ||
| (-(O)-O)3P | 70 | U2 | 61 |
| \—/ | N2 | 76 |
Sptren Spuren
19 21
Die erfindungsgemäßen Verbindungen (1), (3), (5), (6), (7), (9), (11), (12) weisen nach 70h weder untsr Sauerstoff noch unter Stickstoff Hydrolyseprodukte auf.
0,017%, Aluminiumgehalt 0,11 %) bei If)O0C In Gegenwart der erfindungsgemäßen Verbindungen sowie von
dieser Verbindungen als Antioxidantien wurde die Induktionsperiode t|P und die relative Autoxidationsgeschwindigkeit S, nach der Induktionsperiode angegeben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt.
V/min
S,
45
410
120
230
1020 430 610 450 380 125 140 25Ü 750
0,49
0,7
0,5
0.015
0,17
0,032
0,045
0,052
0,72
0,43
0,11
0,10
100g Polypropylenpulver (unstabilisiertes Propathene HF 20 CGV 170 der Firma ICI) wurden in Methylenchlorid suspendiert und mit 0,002 Mol der erfindungsgemäßen Stabilisatoren vermischt. Nach 24 Stunden wurde das Lösungsmittel entfernt und das stabilisierte Polypropylenpulver im Vakuum bei Raumtemperatur von Lösungsmittelrückständen befreit und anschließend in einer hydraulischen Presse 3 Minuten bei 18O0C zu Folien mit einer Dicke von 0,1 mm verarbeitet. Zu Vergleichszwecken wurden auf die gleiche Weise unstabilisierte sowie Vergleichsstabilisatoren enthaltende Polypropylenfolien hergestellt. Die Folien wurden nun in einem Umluftwärmeschrank bei 1000C temperiert und der Verlauf der Thermooxidation durch Messung der
2720cm"1 sind in Tabelle 3 in Abhängigkeit von der Zeit zusammengestellt.
Zeit/h
0,92 5,66 χ
0,20 0,51 2,76 χ
0,19 0,21 1,98 χ
0,16 0,17 0,17 0,18 0,24 0,24 0,37 χ
| 8 | 0,17 | 0,18 | 0,18 | 1,63 | χ | χ | 0,23* | 0,25 | 0,26 |
| 10 | 0,19 | 0,75 | 1,02 | 3,87 | χ | 0,23 | 0,23 | 0,23* | 0,39 |
| 9 | 0,18 | 0,19 | 0,19 | 0,2 | 1,30 | 0,22 | 0,20 | 0,21 | 0,25 |
| 11 | 0,16 | 0,16 | 0,17 | 0,17 | 0,22 | 0,19 | |||
| 2 | 0,20 | 0,21 | 0,21 | 0,21 | 0,22 | ||||
| 1 | 0,17 | 0,17 | 0,19 | 0,19 | 0,19 | ||||
χ - Folienbruch
* - beginnende Folientrübung
Zur Prüfung des photooxidativen Abbaus wurden die analog Beispiel 3 hei ostellten Polypropylenfolien mit einem Quecksilber-Mitteldruck-Brenner (S 180R, VEB „Thelta" Elektroapparate ZeIIa Mehlis) bestrahlt und die zeitliche Zunahme der Carbon /lextinktion aus dem Verhältnis der Extinktionen der Banden bei 1720cm"1 und 2720cm~1 IR-spektroskopisch bestimmt. Aus de η Verhältnis der Bestrahlungszeiten für die Polypropylenfolien mit und ohne Stabilisator bis zum Erreichen des Wertes für den Carbonylindex wurden die entsprechenden Verbesserungsfaktoren ermittelt, die in Tabelle 4 angeführt sind.
ohne 1 (ca. 200 h)
1,4 1,5
3,6
11 2,4
8 2,6 10 2,9
9 3,2 1 4,0
der Induktionsperiode. Die Sauerstoffaufnahme wurde bei der Oxidation von Cumen (1,71 mol/l) in Chlorbenzen bei 65°C, initiiert durch AIBN (0,1 mol/l), in Gegenwart der erfindungsgemäßen Verbindungen und bekannter Stabilisatoren (2 10~2 mol/l) verfolgt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 dargestellt.
| Verbindung | t|p/min | S, |
| ohne | 1,5 | 1.0 |
| BHT | 325 | 1,0 |
| Triphenylphosphit | 5 | 1,0 |
| PEP36 | 67 | 1,1 |
| Irgafos168 | 48 | 1,1 |
| 1 | 69 | 0,75 |
| 3 | 42 | 0,72 |
| 5 | 25 | 0,85 |
| 10 | 345 | 0,55 |
| 11 | 250 | 0,22 |
Claims (1)
1. Verfahren zur Stabilisierung von Polyolefinen und deren Copolymerisaten gegen thermo- und photooxidativen Abbau, dadurch gekennzeichnet, daß Polyolefinen oder deren Copolymerisaten Ester von Säuren des dreibindigen Phosphors der allgemeinen Formel I bis III
R6 B.
„ (I)
R1 = ein-oder mehrfachsubstituiertes Phenyl
R2 = Wasserstoff, Oxyl, Alkyl, Alkenyl, Aralkyl,Alkoxyl
Ra, R4. Re» Re = Alkyl, Cycloalkyl, Phenyl bzw.
R3+ R4= R5+R6 = Tetra- oder Pentamethylen
m = Ooderi η = 1oder2
n + u = 3 u = 1 oder 2
r = Ooderi
,J1 - (0)m ^ ^O-Y-NC^ c j (ID
R3 υ
Y = aliphatisches oder cycloaliphatische Kohlenstoffgerüst
Ri = ein-oder mehrfachsubstituiertes Phenyl
R2 = Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Phenyl
R3 = Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Phenyl
m = Ooderi η = 1oder2
(III)
y y
R3,R4,R5,Re = Alkyl, Cycloalkyl, Phenyl oder R3+ R4 = R5+ R6 = Tetra-oder Pentamethylen r = OodeM
bzw.
bzw.
W = Y - -
wobei
Y = aliphatisches oder cycloaliphatisches Kohlenstoffgerüst R7 = Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Phenyl
R8 = Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Phenyl
V = ein zweiwertiger Rest, bestehend aus den Resten der Formeln A, B, C, D, E
-C-R1 «
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|---|---|---|---|
| DD32450488A DD290906A5 (de) | 1988-12-30 | 1988-12-30 | Verfahren zur stabilisierung von polyolefinen und deren copolymerisaten durch ester der phosphorigen und phosphonigen saeuren |
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| DD (1) | DD290906A5 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0589842A1 (de) * | 1992-09-25 | 1994-03-30 | Ciba-Geigy Ag | Tetra- N-alkyl-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl -4,4'-diphenyl-bisphosphonite als Stabilisatoren für organische Materialien |
| EP0601973A1 (de) * | 1992-12-04 | 1994-06-15 | Ciba-Geigy Ag | Oligomere HALS-Phosphite und HALS-Phosphonite als Stabilisatoren |
| FR2718742A1 (fr) * | 1994-04-13 | 1995-10-20 | Ciba Geigy Ag | Phosphites et phosphoramides de composés stabilisants à la lumière de type amine encombrée utilisables comme stabilisants. |
-
1988
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| EP0589842A1 (de) * | 1992-09-25 | 1994-03-30 | Ciba-Geigy Ag | Tetra- N-alkyl-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl -4,4'-diphenyl-bisphosphonite als Stabilisatoren für organische Materialien |
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| NL1000133C2 (nl) * | 1994-04-13 | 1996-05-13 | Ciba Geigy | HALS-fosfieten en HALS-fosforamiden als stabiliseermiddelen. |
| BE1008991A3 (fr) * | 1994-04-13 | 1996-10-01 | Ciba Geigy Ag | Phosphites et phosphoramides de composes stabilisants a la lumiere de type amine encombree utilisables comme stabilisants. |
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