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DD256130B1 - Verfahren zur herstellung von 2-(p-aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 2-(p-aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid

Info

Publication number
DD256130B1
DD256130B1 DD29009986A DD29009986A DD256130B1 DD 256130 B1 DD256130 B1 DD 256130B1 DD 29009986 A DD29009986 A DD 29009986A DD 29009986 A DD29009986 A DD 29009986A DD 256130 B1 DD256130 B1 DD 256130B1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
nickel
ethyl
glutarimide
aminophenyl
hydrogen
Prior art date
Application number
DD29009986A
Other languages
English (en)
Other versions
DD256130A1 (de
Inventor
Martina Ballnus
Kurt Busch
Gerhard Konetzke
Ernst Tenor
Original Assignee
Hydrierwerk Rodleben Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hydrierwerk Rodleben Veb filed Critical Hydrierwerk Rodleben Veb
Priority to DD29009986A priority Critical patent/DD256130B1/de
Publication of DD256130A1 publication Critical patent/DD256130A1/de
Publication of DD256130B1 publication Critical patent/DD256130B1/de

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-(p-Aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid der Formel aus 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid mittels Wasserstoff in Gegenwart von Nickel-Trägerkatalysatoren in organischen Lösungsmitteln bei Temperaturen von 323 bis 423 K, vorzugsweise bei 360 bis 400 K und Drücken von 3 bis 10 MPa. Die Nickel-Trägerkatalysatoren enthalten 50 bis 80% Nickel und als Träger Siliziumdioxid oder Aluminiumoxid. Formel

Description

Hierzu 1 Seite Formeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von 2-(p-Aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid. 2-(p-Aminophenyl)-2-ethylglutarimid findet als Wirkstoff zur Behandlung hormonabhängiger Tumore Anwendung.
Charakteristik der bekannten Lösungen
Bisher wurden verschiedene Verfahren zur Herstellung von 2-(p-AminophenyI)-2-ethyl-glutarimid beschrieben.
Gemäß DL-PS 1088957 (Beispiel 1) wird 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid bzw. das Isomerengemisch bestehend aus 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid und der entsprechenden o-Verbindung in organischen Lösungsmitteln gelöst und mit Wasserstoff bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme in Gegenwart von Palladium-Kohle bzw. von Nickel (Raney-Nickel) bei 50 bis 7O0C hydriert.
In Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, 4. Aufl., Bd.7, S.398 rechte Spalte, wird im Absatz „Hydrierung in flüssiger Phase" auf übliche Hydriertemperaturen von 100 bis 1700C und Drücken von 150 bis 300bar im technischen Maßstab hingewiesen. Es wird dort bei der Hydrierung von Nitroaromaten mit empfindlichen Zweisubstituenten ein niederer Wasserstoff druck von nur 1 bis 50 bar empfohlen.
Nachteilig wirken sich bei diesen Verfahren die hohen Katalysatorkosten bei Anwendung von Palladium bzw. der schwierige Umgang mit Raney-Nickel, das als Pulver vorliegt, vor allem wegen der Brandgefahr, aus.
Ziel der Erfindung
Die Zielstellung dieser Erfindung besteht darin, gegenüber dem Stand der Technik ein einfaches, wirtschaftlicheres und technisch günstigeres Verfahren zur Herstellung von 2-(p-Aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid zu finden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Deshalb ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Katalysator zu finden, der leichter herstellbar, ebenso wirksam, einfacher handhabbar und kostengünstiger ist.
Es wurde gefunden,' daß die Aufgabe dadurch gelöst wird, indem die katalytische Hydrierung von 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethylglutarimid in Gegenwart eines Nickel-Trägerkatalysators bei Temperaturen von 323 bis 423 K, insbesondere bei 360 bis 400 Kund einem Wasserstoffdruck zwischen 3 und 10MPa bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme erfolgt. Besonders wirksam sind dabei nickelreiche Katalysatoren mit 50 bis 80% Nickel und Siliziumdioxid bzw. Aluminiumoxid als Träger.
Diese Katalysatoren werden nach bekannten Methoden durch Fällung von basischem Nickelcarbonat auf Siliziumdioxid bzw. Aluminiumoxid, Trocknung und Aktivierung des Pulvers oder gepreßter Formlinge durch Wasserstoff bei bestimmten Temperaturen hergestellt.
Zur Hydrierung wird die Nitroverbindung in einem organischen Lösungsmittel gelöst. Bevorzugt sind aliphatische Alkohole und ihre Ester mit aliphatischen Säuren.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die verwendeten Nickel-Trägerkatalysatoren gegenüber den bekannten Palladium- bzw. Nickel (Raney-Nickel)-Katalysatoren in ihrer Herstellung wirtschaftlicher sind und sich durch zusätzliche gute Handhabung (geringe Brandgefährdung) auszeichnen.
Sie liefern bei der Hydrierung gegenüber Raney-Nicke! die Zielverbindung in technisch günstiger Verfahrensweise mit einer gleichen oder höheren Ausbeute von 90 bis 100% und höherer Reinheit, auch ohne die nach dem Stand derTechnik erforderliche Umkristallisation von 99 bis 100%, ausgedrückt durch die GC-Analyse und den um einige Grade höheren Schmelzpunkt von 150
Das erfindungsgemäße Verfahren kann diskontinuierlich oder kontinuierlich gestaltet werden, wobei die kontinuierliche Durchführung über einen verpillten Katalysator bevorzugt verläuft.
Das Verfahren bietet bei der großtechnischen Fahrweise keine Schwierigkeiten.
Ausführungsbeispiele
Das erfindungsgemäße Verfahren wird an folgenden Beispielen erläutert.
Beispiel 1
250g (0,95 Mol) 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid und 2,5g vorreduzierter Katalysator (60% Nickel, 40% Aluminiumoxid) in 2,51 Ethylacetat werden im Rührreaktor bei einem Wasserstoffdruck von etwa 4MPa auf 383-393 K erhitzt. Die Wasserstoffaufnahme setzt sofort ein und ist nach 30 Minuten beendet. Wasserstoff wird entsprechend dem Verbrauch nachgedrückt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird vom Katalysator abgetrennt. Die Hydrierlösung wird eingeengt, wobei die feste Aminoverbindung ausfällt. Der Niederschlag wird abgesaugt (95-100% der Theorie) und aus Isopropanol umkristallisiert.
Ausb. 199,3 g (90% der Theorie)
Schp. 424-425 K
GC-Geh. 99,9%
Beispiel 2
4,5kg (17,1 Mol) 2-{p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid und 45g vorreduzierter Katalysator (70% Nickel und 30% Siliziumdioxid) werden in 45kg Ethanol suspendiert und im 50-l-Rührreaktor bei 393-403K und etwa 4MPa hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird abgekühlt und von Katalysator abgetrennt.
Die erhaltene Reaktionslösung wird eingeengt und das ausgefallene Reaktionsprodukt abgesaugt.
Ausbeute: 3,78 kg (95% der Theorie)
Scrip!: 423 bis 424K
Beispiel 3
Ein rohrförmiger 1,5-l-Druckreaktorwird mit 1,41tablettiertem Katalysator (70% Nickel und 30% Siliziumdioxid) gefüllt und der Katalysator 1h mit Wasserstoff bei 423-473 K aktiviert. Anschließend werden über den Katalysator bei 383-393K und etwa 5MPa Wasserstoffdruck stündlich 0,3 bis 1,51 einer 20%igen Lösung von 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid in n-Butanol im Gleichstrom mit 2,5 Nm3 Wasserstoff gepumpt, die unter diesen Bedingungen vollständig hydriert werden. Der klare Hydrierablauf wird gemäß Beispiel 2 zu 2-(p-Aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid aufgearbeitet. Die Ausbeute schwankt zwischen 95 und 100%. Der Schmelzpunkt beträgttoei dieser Fahrweise 423 bis 424K
GC: 99,7%
Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel gemäß Stand der Technik)
150g (0,57 Mol) 2-(p-Nitrophenyl)-2-ethyl-glutarimid werden in der 20fachen Menge Ethanol im Rührautoklav gelöst und mit 15g frisch hergestelltem Raney-Nickel versetzt. Bei 393 bis 423 K und einem Wasserstoffdruck von etwa 4MPa wird bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme hydriert. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird vom Katalysator abgetrennt und die Reaktionslösung eingeengt. Die ausgefallene Aminoverbindung wird abgesaugt.
Ausbeute: 120 g (91% der Theorie)
Schp.: 417-421K
Zur Reinigung wird aus Ethylacetat umkristallisiert.
Ausbeute: 104g (79% der Theorie)
Schp.: 422-423 K
-J-
c :,

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von 2-(p-Aminophenyl)-2-ethylglutarimid der Formel
durch katalytische Hydrierung von 2-(P-Nitrophenyl)-2-ethylglutarimid in organischen Lösungsmitteln bei Temperaturen von 323 bis 423 K und bei einem Wasserstoff druck von 3-10 MPa bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme, gekennzeichnet dadurch, daß in Gegenwart von Nickel-Trägerkatalysatoren, die 50 bis 80% Nickel auf Siliziumdioxid bzw. Aluminiumoxid enthalten, hydriert wird.
2. Verfahren nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Hydrierung kontinuierlich über einen verpillten Katalysator gleicher Zusammensetzung in Form einer Lösung durchgeführt wird.
DD29009986A 1986-05-09 1986-05-09 Verfahren zur herstellung von 2-(p-aminophenyl)-2-ethyl-glutarimid DD256130B1 (de)

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