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DD232258A1 - Verfahren zur aufarbeitung von rohestern der maleinsaeure - Google Patents

Verfahren zur aufarbeitung von rohestern der maleinsaeure Download PDF

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Publication number
DD232258A1
DD232258A1 DD26523484A DD26523484A DD232258A1 DD 232258 A1 DD232258 A1 DD 232258A1 DD 26523484 A DD26523484 A DD 26523484A DD 26523484 A DD26523484 A DD 26523484A DD 232258 A1 DD232258 A1 DD 232258A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
maleic acid
alcohol
esters
neutralization
crude
Prior art date
Application number
DD26523484A
Other languages
English (en)
Inventor
Ewald Guertler
Klaus Gaertner
Christine Von Kurnatowski
Gerhard Bahn
Original Assignee
Buna Chem Werke Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buna Chem Werke Veb filed Critical Buna Chem Werke Veb
Priority to DD26523484A priority Critical patent/DD232258A1/de
Publication of DD232258A1 publication Critical patent/DD232258A1/de

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von Rohestern der Maleinsaeure, die unter Verwendung von Abwaessern der Maleinsaeureanhydridproduktion hergestellt wurden. Zur Verbesserung der Phasentrennung wird die Neutralisation des Rohesters mit waessrigen Alkali- oder Erdalkalihydroxidloesungen in Gegenwart des Alkohols durchgefuehrt, der auch fuer die Veresterung der Maleinsaeure verwendet wird. Alkoholverluste durch Uebergang des Alkohols in die waessrige Phase werden vermieden, wenn das bei der Synthese der Maleinsaeureester anfallende alkoholartige Wasser als Waschwasser und zur Herstellung der fuer die Neutralisation benoetigten Laugen verwendet wird.

Description

der Erfindung
Verfahren zur Aufarbeitung von Höhestern der Maleinsäure Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von Rohestern der Maleinsäure, die unter Verwendung von Abwässern der Maleinsäureanhydridproduktion hergestellt wurden.
7 R L , PU R h 1
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Maleinsäureester unter Verwendung von rohen Maleinsäurelösungen herzustellen, die bei der Oxidation von Benzol oder G^-Kohlenwasserstoffen und nachfolgendem Waschen der Reaktionsgase anfallen (DE-OS 2 340 929, US-PS 3 979 443). Me so erhaltenen Rohester sind durch einen Restgehalt an Halbestern und freier Säure schwach sauer und enthalten neben den bei der Veresterung entstehenden Nebenprodukten auch die in der verwendeten Maleinsäurelösung enthaltenen Verunreinigungen bzw. deren 'Umsetzungsprodukte.
In der DE-OS 2 701 602 wird vorgeschlagen, die Restsäure und die Verunreinigungen mit Adsorptionsmitteln zu entfernen. Als Adsorptionsmittel werden dabei Alkali- und Brdalkalioxide empfohlen. Nachteilig wirkt sich die schlechte Handhabung von Feststoffen aus, außerdem bilden Erdalkalihydroxide in Anwesenheit von Wasser schwer filtrierbare Niederschläge. In JA-PS 7420,293 ist ein Verfahren zur Neutralisation von Rohestern mit Alkalimetallalkoxiden beschrieben. Dieses Verfahren erfordert einen zusätzlichen Aufwand durch die gesonderte Herstellung der Alkalimetallalkoxide. Die Neutralisation von Rohestern mit Natronlauge bei höheren üemperaturen und die anschließende Behandlung mit wäßrigem Wasserstoffperoxid wird in dem DD-WP 62 04-7 vorgeschlagen. Bei Maleinsäureestern, die unter Verwendung von Abwässern der Maleinsäureanhydridproduktion hergestellt wurden, führt dieses Verfahren ebensowenig zum Ziel wie eine Neutralisation mit Alkali-.oder Erdalkalihydroxiden mit nachfolgender Wasserdampfdestillation (DS-OS 1 945 359)·
Alle vorgeschlagenen und mit; einer Neutralisation verbundenen Aufarbeitungsverfahren zur Vorbereitung einer Destillation werden jedoch in ihrer technischen Anwendung eingeschränkt, da durch die in den obengenannten Maleinsäureestern enthaltenen Verunreinigungen eine trennung der wäßrigen und der organischen Phase in technisch vertretbaren Zeiträumen unmöglich ist.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Verbesserung'der Aufarbeitung von Rohestern, die unter Verwendung von rohen Maleinsaurelosungen erhalten wurden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
- Die technische Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufarbeitung von Sohestern der Maleinsäure zu entwickeln, das sich durch eine bessere Trennung der wäßrigen und der organischen Phase nach dem Neutralisations- und Waschprozeß auszeichnet.
- Merkmale der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Neutralisation des Eohesters in Gegenwart von 1 bis 100, vorzugsweise 5 bis 25,Gew.-% Alkohol, bezogen auf den Rohester erfolgt.
Zweckmäßigerweise wird der Alkohol zur Verbesserung der Phasentrennung verwendet, der auch zur Herstellung des Rohesters verwendet wird und somit Bestandteil des Verfahrens ist. Damit ergibt sich der Vorteil, daß keine
zusätzliche chemische Verbindung In das Verfahren eingebracht werden muß. Als günstige technologische Variante erweist sich, wenn nach der Veresterung der Maleinsäure der überschüssige Alkohol nicht oder nur teilweise abdestilliert wird. Bei der anschließenden Wäsche mit Wasser oder Neutralisation des Höhesters mit verdünnten Laugen geht der Alkohol teilweise in die wäßrige Phase über. Die dadurch entstehenden Alkoholverluste können weitgehend minimiert werden, wenn das bei der Synthese der Maleinsäureester in der Verfahrensstufe der'Azeotropdestillation ausgekreiste alkoholhaltige Wasser als Waschwasser und zur Herstellung der für die Neutralisation benötigten Laugen verwendet wird.
Durch den Übergang von Elektrolyten aus der organischen Phase in das als Waschwasser verwendete Azeotropwasser kommt es durch den Aussalzeffekt zu einer Verminderung des Butanolgehaltes im Waschwasser. Dadurch wird die aus dem Waschwasser destillativ abzutrennende Butanolmenge ohne zusätzlichen Aufwand verringert.
Bezogen auf den Eohester werden \ bis 100, vorzugsweise 5 bis 25, Gew.-% Alkohol zugesetzt bzw. im Eohester belassen. Enthält der Eohester nach der Synthese weniger als die erforderliche Menge Alkohol, wird der Alkohol dem Eohester vorteilhaft vor dem Vermischen mit der wäßrigen Phase zugeführt, obwohl es auch möglich ist, ihn während oder nach dem Kontakt mit der wäßrigen Phase zuzusetzen. Nach der Alkoholzugabe muß für eine gleichmäßige Verteilung des Alkohols im gesamten System gesorgt werden. Nach kurzer Absetzzeit kommt es dann zur gewünschten Phasentrennung.
Die günstige Wirkung, die der Alkohol "bei der Aufarbeitung des Rohesters und seiner Vorbereitung auf eine destillative !Reinigung hervorbringt, kann in einigen Fällen duroh die Zugabe von neutralen Salzen verbessert -werden. Geeignet sind sowohl Alkali- als auch Erdalkalisalze, jedoch zeigen insbesondere bei hohen Konzentrationen die Erdalkalisalze ungünstige Nebenerscheinungen, da sie im alkalischen Milieu schwer filtrierbare voluminöse Niederschläge bilden, lür die technologische Umsetzung hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, beim Wasch- und Neutralisationsprozeß ein Bohwasser einzusetzen, das die gewünschten Neutralsalze von vornherein in den notwendigen Konzentrationen enthält.
Der temperaturbereich der Neutralisation liegt zwischen der jeweiligen Umgebungstemperatur und der Siedetemperatur des Wassers oder der möglichen azeotropen Gemische. Zweckmäßigerweise wird der Neutralisations- und Waschprozeß bei Temperaturen durchgeführt, die keine starke Abkühlung des Bohesters von der Siedetemperatur auf die Neutralisations- bzw. Waschtemperatur erfordern, andererseits aber den Siedepunkt der Azeotrope überschreiten.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1 (Yergleichsbeispiel)
100 Gew.-Seile butanolfreier Bohester, der durch die Umsetzung von n-Butanol mit Abwässern der Maleinsäureanhydridproduktion in Gegenwart von Schwefelsäure gewonnen wurde (Säurezahl 2,8 mg KOH/g) werden mit 2,6 Gew.-Teilen einer 7>5%igen Natronlauge und 17*4- Gew.-Seilen
6
Wasser versetzt. Die Mischung wird .1 Stunde bei 90 G gerührt. Bine Phasentrennung ist nicht möglich.
Beispiel 2 (erfindungsgemäß)
Aus Abwässern der Maleinsäureanhydridproduktion wird in Gegenwart von Schwefelsäure Maleinsäuredibutylester hergestellt. Der Butanolüberschuß wird so gewählt, daß nach Beendigung der Yeresterungsreaktion im Rohester noch 20 Gew.-% n-3utanol enthalten sind. Die Säurezahl des Rohesters beträgt 2,1 mg KOH/g. 100 Gew.-Seile dieses-Rohesters werden mit 20 Gew.-Seilen einer verdünnten Natronlauge versetzt, die die äquivalente Menge NaOH enthält. Die Mischung wird bei 90 0O 1 Stunde gerührt. Nach Abstellen des Rührers zerfällt die Mischung nach 10 min in zwei Phasen mit scharfer Phasengrenze. Die Säurezahl des gewaschenen und neutralisierten Rohesters beträgt 0,05 mg KOH/g. " -

Claims (1)

  1. Erf indungsanspruob
    Verfahren zur Aufarbeitung von rohen Maleinsäureester!! aus einwertigen Alkoholen und Maleinsäurelösungen, erhalten durch Waschen des Abstroms der Oxidation von
    Kohlenwasserstoffen in Wasser bei vorgeschalteter Trockenabscheidung, gekennzeichnet dadurch, daß die Neutralisation des rohen Maleinsäureesters in Gegenwart von 1 bis 100 Gew.-% Alkohol, bezogen auf den Bohester, durchgeführt wird.
DD26523484A 1984-07-13 1984-07-13 Verfahren zur aufarbeitung von rohestern der maleinsaeure DD232258A1 (de)

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