DD228228A5 - Oelabschoepfschiff - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Oelabschoepfschiff, das auf einer Seite, vorzugsweise aber auf beiden Seiten mit abstehenden Oelschlaengeln ausgeruestet ist, die Oberflaechenwasser und das darin enthaltene Oel in einen im Inneren des Schiffes befindlichen Kanal leiten, dessen Eintrittsoeffnung und Austrittsoeffnung an der Bordwand des Schiffes angeordnet sind. Ziel und Aufgabe der Erfindung bestehen darin, die Stroemungsverhaeltnisse im Kanal so zu beeinflussen, dass eine unkomplizierte, kapazitaetsstarke und kostenguenstige Loesung verfuegbar ist, die auch bei staerkerem Seegang ein effektives Trennen des Oels vom Wasser ermoeglicht. Erfindungsgemaess ist der Kanal als Umlaufkanal ausgefuehrt, dessen Austrittsoeffnung weiter vorn als die Eintrittsoeffnung angeordnet ist, und in dem das Wasser infolge der wasserhebenden und -lenkenden Wirkung des Oelschlaengels selbsttaetig fliesst. Das im Kanal angeordnete Wasser-Oel-Trennungsorgan besteht aus einer den Wasserdurchfluss erlaubenden, zum Beispiel aus Buerstenreihen zusammengesetzten rotierenden Vorrichtung. Vor der Austrittsoeffnung des Kanals ist ein rueckwaertig schraeg nach aussen gerichtetes Leitblech angeordnet. Fig. 1
Description
Λ ~ Berlin, den 6. 5. 1985 64 779/16
ölabschöpfschiff
Die Erfindung betrifft ein ölabschöpfschiff mit wenigstens einem sich schräg nach vornaußen erstreckenden ölschlängel oder dergleichen und wenigstens einem ira Inneren des Schiffes verlaufenden Kanal, dessen Eintrittsöffnung und Austrittsöffnung bevorzugt an der Schiffsseitenwand angeordnet sind, wobei das eine Ende des ölschlängels so neben der Eintrittsöffnung befestigt ist, daß, bewegt sich das Schiff im Wasser, der ölschlängel Oberflächenwasser in besagten Kanal leitet, in welchem außerdem Organe zum Trennen des eingeströmten Wassers von dem von ihm mitgeführten öl angeordnet sind.
Bekannt ist bereits, bei Wasserfahrzeugen, bei denen ölwassergemisch durch ölschlängel o.dgl. ins Fahrzeuginnere geleitet wird, das öl mit Hilfe großer Pumpen vom Wasser abzuscheiden. Derartige Konzeptionen haben jedoch den Nachteil relativ kostenaufwendiger Konstruktion sowie geringer Kapazi tät- Eine Verbesserung hierzu stellt z· B. die in der US-Patentschrift 4 061 569 beschriebene, der Einleitung dieser Anmeldung gemäße Vorrichtung dar, bei der durch auf beiden Seiten des Schiffes angeordnete ölschlängel ölhaltiges Wasser in auf beiden Seiten des Schiffes angeordnete Kanäle
geleitet wird» Aufgesaramelt wird das öl dann durch ein bewegtes Band, das teilweise ins Wasser hineinreicht, und an das sich das öl haftet.
Dieses bereits bekannte System hat u. a. den Nachteil, daß es zwar beim Fahren mit passender Geschwindigkeit und bei geringem Seegang in der gewünschten Weise arbeiten dürfte! bei stärker bewegter See aber die Wellen und Brecher die Strömung im Kanal erheblich beeinträchtigen, Oe nach Fahrgeschwindigkeit und ölmenge kann es auch passieren, daß das aus dem Kanal wieder austretende Wasser noch öl enthält·
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine unkomplizierte, kapazitätsstarke und kostengünstige Lösung verfügbar zu haben, die auch bei stärkerem Seegang ein effektives Trennen des Öls vom Wasser ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Flüssigkeitszirkulation so zu beeinflussen, daß sich in dem im Inneren des Schiffes verlaufenden Kanal eine verhältnismäßig ruhige Strömung einstellt. Die Aufgabe wird bei einem ölabschöpfschiff, das mit wenigstens einem sich vom Schiff nach vorn außen erstreckenden ölschlängel oder dergleichen und mit wenigstens einem im Inneren des Schiffes verlaufenden Kanal ausgerüstet ist, dessen Eintrittsöffnung und Austrittsöffnung vorzugsweise an der Schiffsbordwand angeordnet sind, wobei das eine Ende des ölschlängels so neben der Eintrittsöffnung befestigt ist, daß beim Fahren des Schiffes im Wasser der
ölschlängel Oberflächenwasser in den besagten Kanal leitet, welcher außerdem Organe zum Abscheiden des vom eingeströmten Wasser mitgeführten Öls aufweist, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Austrittsöffnung weiter vorn als die Eintrittsöffnung angeordnet ist und der Kanal als ein an seinen Enden gleichförmig gekrümmter Umlaufkanal ausgebildet ist, in welchem die Wasserzirkulation durch die wasserhebende und -leitende Wirkung des ölschlängels erfolgt, und daß das im Uralaufkanal zwecks Abscheidens des Öls vom Wasser angeordnete Trennungsorgan einen verhältnismäßig ungehinderten Flüssigkeitsdurchfluß erlaubt·
Vor der Austrittsöffnung ist ein rückwärtig schräg nach außen gerichtetes Leitblech oder ein anderes entsprechendes Strömungsleitorgan angeordnet· Das rotierende Wasser-Öl-Trennungsorgan reicht über die gesamte Breite des Umlaufkanals und weist freie Durchflußöffnungen sowie Borsten auf.
Der Umlaufkanal ist an dem Wasser-Öl-Trennungsorgan verbreitert· Zur Verstärkung des Durchflusses, insbesondere bei niedriger Fahrgeschwindigkeit, sind in dem Umlaufkanal eine zusätzliche Strömung bewirkende mechanische Kraftorgane eingebaut. Vorteilhaft sind die mechanischen Kraftorgane zwei an einander gegenüberliegenden Wänden des Umlaufkanals angeordnete Schaufelräder, deren Achsen im wesentlichen in Wandebene verlaufen und die so mit je zwei Schaufeln bestückt sind, daß diese in Ruhestellung mit der Kanalwand fluchten.
Das Schiff kann auch auf beiden Seiten, symmetrisch angeordnet, je einen ölschlängel und je einen Umlaufkanal aufT weisen·
Die Praxis hat gezeigt, daß schon bei einer Fahrgeschwindigkeit von 2 bis 3 Knoten der ölschlängel den Wasserspiegel um mehr als einen halben Meter anhebt, was ausreicht, um im Umlaufkanal eine selbsttätige gleichmäßige, ruhige Flüssigkeitszirkulation zu bewirken. Die Flüssigkeitszirkulation läßt sich noch intensivieren, und zwar vorzugsweise durch solche mechanische Elemente, die in Ruhestellung die Strömung nicht stören· Wesentlich ist auch, daß die Wasser-Öl-Trennungsorgane eine extrem gute Wasserdurchlässigkeit haben, damit ein genügend hoher Flüssigkeitsdurchsatz erreicht wird. Ein geeignetes Trennungsorgan ist beispielsweise eine kontinuierlich rotierende, mit Borsten besetzte Vorrichtung wie sie in der FI-Patentanmeldung 832079 dargelegt ist, die unter Verweis auf diese Beschreibung beigefügt ist·
Weitere Merkmale und Vorzüge der Erfindung werden im folgenden an Hand eines Beispiels und unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig· 1: in schematischer Darstellung das erfindungsgemäße Ölabschöpf-Wasserfahrzeug in Draufsicht;
Fig. 2: in schematischer Darstellung das Wasserfahrzeug in Seitenansicht;
Fig. 3: eine praktische Ausführungsform in Seitenansicht·
In den Zeichnungen trägt der Schiffsrumpf die Bezugszahl Das Schiff hat auf beiden Seiten symmetrisch angeordnete Umlaufkanäle 2, die an der Eintrittsöffnung 8 und an der
Austrittsöffnung 7 gleichförmig gekrümmt sind. Die Kanäle sind in ihrem Mittenbereich 3 geweitet, und in dieser Weitung ist das Wasser-Öl-Trennungsorgan 4 angeordnet, das vorzugsweise von einer Vorrichtung gebildet wird wie sie in der Patentanmeldung 832079 beschrieben ist. Wesentlich ist, daß das Trennungsorgan 4 den Wasserst rom durchläßt*
Zur Intensivierung des Wasserdurchflusses insbesondere bei langsamer Fahrt oder bei Stillstand des Schiffes sind im Kanal 2 Schaufelräder 5 angeordnet, deren Drehrichtung durch den Pfeil B angegeben ist, und die am besten mit je zwei Schaufeln so bestückt sind, daß diese in Ruhestellung mit der Kanalwand zusammenfallen. Weiter ist in den Kanal 2 ein zum Beispiel aus schwenkbaren Blechen bestehendes Rückschlagventil 12 eingebaut.
Der Wasserstrom erfährt eine Weiterlenkung durch ein an der Vorderkante der Austrittsöffnung angeordnetes, über deren gesamte Höhe reichendes, verstellbares Leitblech 6, das teilweise auch als Wellenbrecher für das zur Eintrittsöffnung hin strömende Wasser dient.
Die das mit öl vermischte Oberflächenwasser einsammelnden ölschlängel 9 erstrecken sich in der bekannten Weise schräg nach vornaußen und sind an den Schiffsbordwänden mit Hilfe eines Auslegers 10 und eines Seiles 11 (Fig. 3) befestigt·
Beim Vorwärtsfahren des Schiffes treibt der ölschlängel 9 ölverraischtes Wasser zur Eintrittsöffnung 8 hin, und mit Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels setzt eine selbsttätige Strömung in Richtung des Pfeiles A ein. Die von der gleichförmigen Krümmung des Kanals erzwungene Richtungsänderung
trägt zur Beruhigung der Strömung bei und dämpft bei stärkerem Seegang die Wirkung der Brecher· Gefördert wird die Strömung auch durch das Leitblech 6· Das rotierende Wasser-Öl-Trennungsorgan 4 trennt das öl ab und sammelt es; von dem Wasser-Öl-Trennungsorgan 4 wird das öl kontinuierlich auf an sich bekannte Weise entfernt· Enthält das Wasser nach Passieren des Wasser-Öl-Trennungsorgans 4 noch öl, gerät dies nach Austritt aus der öffnung 7 erneut in den Umlauf des Abschöpfgerätes·
Der Kanal 2 ist an dem Wasser-Öl-Trennungsorgan 4 geweitet, wie durch die Stelle 3 in Fig. 1 bezeichnet ist. Natürlich können die Kanäle auch mit einer gemeinsamen Weitung ausgestattet werden· Wichtig ist, daß die Flüssigkeit im Kanal 2 frei und ungehindert strömen kann, und daß sie auch ziemlich ungehindert durch das Wasser-Öl-Trennungsorgan 4 hindurch zu fließen vermag. Wichtig ist ferner, daß die Wasserströmung durch die Wirkung der Weitung im Mittenbereich 3 eine zusätzliche Beruhigung erfährt und dadurch das Einsammeln des Öls erleichtert wird. Als Wasser-Öl-Trennungsorgan eignet sich eine aus Bürstenkörpern zusammengesetzte Vorrichtung, wie sie in der oben erwähnten früheren Patentanmeldung beschrieben ist. Das Wasser-Öl-Trennungsorgan 4 wird etwas schräg ins Wasser geführt wie in Fig. 2 dargestellt, wo ein Teil des ölschlängels 9 zwecks Veranschaulichung der Anordnung weggelassen wurde. Nicht dargestellt ist in Fig. 2 auch der im Inneren des Schiffes verlaufende Kanal, der im Querschnitt Rechteckform und die Höhe der öffnungen 7; 8 haben kann.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel wie das öl aus dem Schiff abgeführt werden kann. Durch die Pumpen 13 wird das öl in einen schwimmenden Behälter 14 aus Gummi gefördert, der abgekuppelt und
gegen einen neuen ersetzt werden kann.
Natürlich kann die dargelegte Lösung im Rahmen der Erfindungsidee auf vielerlei Weise modifiziert werden. So kann die Höhe der öffnungen 7; 8 in Abstimmung auf die jeweiligen Verhältnisse durch Teilluken verstellbar sein. Auch der ölschlängel kann natürlich in seiner Befestigung verstellbar sein. Relevant ist natürlich, daß sich ölschlängel und öffnung in einer solchen Höhe befinden, daß weder unnötig viel Wasser eingesammelt wird noch nennenswerte ölmengen unter dem ölschlängel hindurch entweichen können»
Claims (7)
1. ölabschöpfschiff, das mit wenigstens einem sich vom Schiff nach vornaußen erstreckenden ölschlängel oder dergleichen und mit wenigstens einem im Inneren des Schiffes verlaufenden Kanal ausgerüstet ist, dessen Eintrittsöffnung und Austrittsöffnung vorzugsweise an der Schiffsbordwand angeordnet sind, wobei das eine Ende des ölschlängels so neben der Eintrittsöffnung befestigt ist, daß beim Fahren des Schiffes im Wasser der ölschlängel Oberflächenwasser in den besagten Kanal leitet, welcher außerdem Organe zum Abscheiden des vom eingeströmten Wasser mitgeführten Öls aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß die Austrittsöffnung (7) weiter vorn als die Eintrittsöffnung (8) angeordnet ist und der Kanal als ein an seinen Enden gleichförmig gekrümmter Umlaufkanal (2) ausgebildet ist, in welchem die Wasserzirkulation durch die wasserhebende und -leitende Wirkung des ölschlängels (9) erfolgt, und daß das im Umlaufkanal (2) zwecks Abscheidens des Öls vom Wasser angeordnete Trennungsorgan (4) einen verhältnismäßig ungehinderten Flüssigkeitsdurchfluß erlaubt·
2. Schiff nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß vor der Austrittsöffnung (7) ein rückwärtig schräg nach außen gerichtetes Leitblech (6) oder ein anderes entsprechendes Strömungs-Leitorgan angeordnet ist.
3. Schiff nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das rotierende Wasser-Öl-Trennungsorgan (4) über die gesamte Breite des Umlaufkanals (2) reicht und freie Durchflußöffnungen sowie Borsten aufweist.
4. Schiff nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß der Umlaufkanal (2) an dem Wasser-Öl-Trennungsorgan (4) verbreitert ist.
5* Schiff nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß zur Verstärkung des Durchflusses insbesondere bei niedriger Fahrgeschwindigkeit in den Umlaufkanal (2) eine zusätzliche Strömung bewirkende mechanische Kraftorgane (5) eingebaut sind.
6. Schiff nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß bei im wesentlichen rechteckigem Querschnitt des Umlaufkanals die mechanischen Kraftorgane zwei an einander gegenüberliegenden Wänden des Umlaufkanals (2) angeordnete Schaufelräder (5) sind, deren Achsen im wesentlichen in Wandebene verlaufen und die so mit je zwei Schaufeln bestückt sind, daß diese in Ruhestellung mit der Kanalwand fluchten.
7. Schiff nach einem der Punkte 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß das Schiff (1) auf beiden Seiten, symmetrisch angeordnet, je einen ölschlängel (9) und je einen Umlaufkanal (2) aufweist.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen.
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