DD201981A5 - Verfahren zur herstellung von normalachsen, insbes. eisenbahnwagenachsen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von normalachsen, insbes. eisenbahnwagenachsen Download PDFInfo
- Publication number
- DD201981A5 DD201981A5 DD81232000A DD23200081A DD201981A5 DD 201981 A5 DD201981 A5 DD 201981A5 DD 81232000 A DD81232000 A DD 81232000A DD 23200081 A DD23200081 A DD 23200081A DD 201981 A5 DD201981 A5 DD 201981A5
- Authority
- DD
- German Democratic Republic
- Prior art keywords
- blank
- heated
- axle
- extrusion
- temperature
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 70
- 238000001125 extrusion Methods 0.000 claims description 23
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 17
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 16
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 12
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 11
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 230000010339 dilation Effects 0.000 claims description 3
- 238000010792 warming Methods 0.000 claims description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims 2
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 claims 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- 238000005242 forging Methods 0.000 abstract description 38
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 abstract description 6
- 238000000748 compression moulding Methods 0.000 description 6
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 6
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 5
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 3
- 210000000689 upper leg Anatomy 0.000 description 3
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 2
- 239000011159 matrix material Substances 0.000 description 2
- 230000007306 turnover Effects 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical group [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000009998 Cool-X-A Substances 0.000 description 1
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 1
- ZZUFCTLCJUWOSV-UHFFFAOYSA-N furosemide Chemical compound C1=C(Cl)C(S(=O)(=O)N)=CC(C(O)=O)=C1NCC1=CC=CO1 ZZUFCTLCJUWOSV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000004519 grease Substances 0.000 description 1
- 210000002414 leg Anatomy 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 239000011819 refractory material Substances 0.000 description 1
- 229910052814 silicon oxide Inorganic materials 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J1/00—Preparing metal stock or similar ancillary operations prior, during or post forging, e.g. heating or cooling
- B21J1/06—Heating or cooling methods or arrangements specially adapted for performing forging or pressing operations
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K1/00—Making machine elements
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J5/00—Methods for forging, hammering, or pressing; Special equipment or accessories therefor
- B21J5/06—Methods for forging, hammering, or pressing; Special equipment or accessories therefor for performing particular operations
- B21J5/08—Upsetting
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K1/00—Making machine elements
- B21K1/06—Making machine elements axles or shafts
- B21K1/10—Making machine elements axles or shafts of cylindrical form
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K7/00—Making railway appurtenances; Making vehicle parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
- Extrusion Of Metal (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
- Ropes Or Cables (AREA)
- Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
- Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
- Mechanical Treatment Of Semiconductor (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
Abstract
Waehrend das Ziel der Erfindung darin besteht, den Aufwand bei der Herstellung von Normalachsen zu senken, den Materialkoeffizienten gering zu halten und die Gebrauchswerteigenschaften zu erhoehen,besteht die Aufgabe darin,ein Verfahren zur Herstellung von Normalachsen, insbesondere Eisenbahnwagenachsen zu schaffen, wobei eine Warmmassivumformung durch Warm-Stauchfliesspressen zur Anwendung gelangt, die auf das Recken voellig verzichtet und dagegen die Mittelteile eines erwaermten Rohlings staucht und gleichzeitig seine Enden fliesspresst. Dieses wird im wesentlichen dadurch erreicht, dass der Durchmesser des Rohlings kleiner ist als der groesste Durchmesser der herzustellenden Normalachsen, dass mindestens ein Teil des Rohlings auf eine Temperatur zwischen 1100 und 1300 Grad C, vorzugsweise auf etwa 1260 Grad C erwaermt wird und dass die Warmmassivumformung durch Stauchfliesspressen dieses Rohlings ein gleichzeitig ablaufendes Stauchverfahren der Mittelteile und Fliesspressverfahren mindestens einer der beiden Schenkel der Normalachse umfasst, wobei dieses gleichzeitig verlaufende Verfahren durch einen einzigen Pressenhub ausgefuehrt wird. Die Erfindung ist besonders gut auf die Herstellung von Eisenbahnwagenachsen anwendbar.
Description
Berlin, den 29. 10.81 59 450 26
Verfahren zur Herstellung von Normaiachsen, insbesondere Eisenbahnwagenachsen
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Wagenachsen und anderen metallischen Achsen ähnlicher Form in all den Fällen, in denen diese Wagenachsen oder Achsen an beiden Enden.in zylindrischen oder konischen Teilen - den Achsschenkeln - auslaufen, deren mittlerer Durchmesser kleiner als der größte Durchmesser der betrachteten Wagenachse oder Achse ist.
Die Erfindung ist besonders gut auf die Herstellung von Eisenbahnwagenachsen anwendbar.
Derartige Achsen weisen im allgemeinen den folgenden Aufbau auf, der auch in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist:
- einen ersten Achsschenkel f1, der aus einem Zylinder oder Kegel mittleren Durchmessers d(f ; gebildet wird und mit einem abgerundeten Anschlußstück für die ihm folgende Ableitfläche endet; dieser Achsschenkel dient über ein Achsschenkellager oder eine Achsschenkelbuchse als Fahrzeugträger j s
- eine erste Ableitfläche pd1, die auch manchmal "Fettleitblech" genannt wird, deren Länge gering, deren Profil abgerundet und deren mittlerer Durchmesser d(pd) allgemein größer als der Durchmesser d(f) des Achsschenkels ist;
- eine erste Auflagefläche pe mit einem Durchmesser d(pe),
4-50 26
232000 0 -2-
der größer als der Durchmesser d(f) des Achsschenkels und der mittlere Durchmesser d(pd; der Ableitfläche ist; auf dieser Auflagefläche wird ein Ead des Fahrzeuges befestigt ;
- einen Körper c, der zylindrisch sein kann, mit einem Durchmesser a(c) bei bestimmten Y/agenachsentypen wie nach Fig. 1, oder zylindrisch-doppelkonisch bei bestimmten anderen Typen wie nach Fig. 2 (d(c; sei in letzterem Falle der Minimaldurchmesser); der Durchmesser d (c) des Körpers ist immer kleiner als der Durchmesser d(pc) der Auflagefläche und im allgemeinen gröBer als der Durchmesser d(f) des Achsschenkels;
- eine zweite Auflagefläche pc2, die mit der ersten identisch ist und zur Aufnahme eines weiteren Rades des Fahrzeuges dient;
- eine zweite Ableitfläche pd2, die mit der ersten identisch ist;
- und schließlich einen zweiten Achsschenkel f2, der mit dem ersten identisch ist und über ein Achsschenkellager als Fahrzeugträger dient.
Es ist zu vermerken, daß zu einer Normalachse auch gehören kann:
- entweder eine Getriebefläche pe mit einem Durchmesser d(pe), der im allgemeinen größer als der Durchmesser des Körpers d(c) und größer als der Durchmesser der Auflage-
450 26
2 320 0 0 0 .3. ...
fläche d(pc) ist; auf dieser Fläche wird das Zahnradgetriebe für den Lokomotivenantrieb befestigt;
- oder (siehe Fig· 3) zwei zusätzliche Flächen ρ disc 1 und und ρ disc 2, die zur Aufnahme der Bremsscheiben der Heisezügwagen, der Waggons oder der Lokomotiven dienen. Ihr Durchmesser d(disc) ist allgemein größer als der Durchmesser des Körpers d(c) und größer als der Durchmesser der Auflagefläche d(pc)· Die Zwischenkörper C^ und Cp haben einen ähnlichen Durehmesser wie d(c;.
Dieses wurde zum Verständnis der folgenden Ausführungen gebracht. Nachfolgend werden die für die Herstellung von Normalachsen bekannten Warmmassivumformverfahren kurz erläutert j die alle durch .Recken des Eohlings gekennzeichnet sind. Sie können in drei verschiedene Kategorien eingeordnet werden:
a).Senkrecht-Freiformschmieden mit ebenem Setzgesenk, mit Untergesenk oder Matrize, das entweder mit Hilfe einer Senkrecht-Hydropresse oder eines Schmiedehammers vorgenommen wird.
b) Waagerecht-Freiformschmieden, das mit Hilfe einer Waagerechtschmiedemaschine mit mehreren Hämmern vorgenommen wird.
c.) Walzen an einer speziellen Walzenstraße mit Rollkörpern, deren Grundprinzip an das Prinzip des Walzens von Stahlrohren oiane Schweißnähte erinnert.
59 450 26
232000 0 -*-
Diese bekannten Verfahren weisen große Nachteile auf:
- Einmal fordern die Schmiedeverfahren zu a) und b) eine große Anzahl Hammerschläge: zwischen 100 und 130 für das Verfahren zu &) und zwischen 400 und 500 für das Verfahren zu bj, wobei das Produktionstempo nicht sehr hoch ist·
- Dann hängt bei allen bekannten Verfahren die Qualität des erzielten Ergebnisses unter anderem von der Zuverlässigkeit der Steuerung der Presse, der Schmiedemaschine oder der Walze ab, und diese Zuverlässigkeit ist wegen der sehr großen Vielfalt und dem Aufwand der nacheinander vorzunehmenden Grundarbeitsgänge schwer zu gewährleisten.
- Außerdem sind die Überdicken stark bei dem Verfahren zu a) und ziemlich stark beim Verfahren zu b), so daß die Umsatzkoeffizienten (das Verhältnis zwischen dem Gewicht des Rohlings und dem der fertigen Wagenachse nach der Bearbeitung) hoch sind: 1,300 bei dem Verfahren zu a) und 1,250 beim Verfahren zu b).
- Die innere Qualität der nach dem Verfahren zu a) hergestellten Wagenachsen ist gut, die beim Schmieden erzielten Überdicken sind jedoch groß. Dagegen ist die innere Qualität der nach dem Verfahren zu b) hergestellten Wagenachsen durch die im wesentlichen in Form von Überlappungen auftretenden Deformationen schon anfechtbarer, während die Überdicken geringer sind als bei dem Verfahren zu a).
- In dem Verfahren zu a) ist die Geradheit sehr unexakt, und es muß die Achse in einem zusätzlichen Arbeitsgang
59 450 26
232000 0 -5-gerichtet werden.
Bine andere bekannte Art der Herstellung einiger Wagenachsen ist ein Verfahren ohne Schmieden mittels eines runden, gewalzten Rohlings, der nach einem Normalglühverfahren gerichtet und dann bearbeitet wird» Die beiden Hauptnachteile dieser bekannten Methode sind, daß die Bearbeitung einige Fasern des gewalzten Metalls zerschneidet, was eine geringere mechanische Festigkeit der Wagenachse bewirken kann, und daß der Metallumsatzkoeffizient, das heißt das Verhältnis zwischen dem Gewicht des Rohlings und dem Gewicht der fertigen Achse, sehr hoch ist.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art zur Herstellung von Normalachsen, insbesondere von Eisenbahnwagenachsen so auszubilden, daß der Aufwand bei der Herstellung derselben gesenkt, der Metallumsatzkoeffizient gering wird und darüber hinaus die Gebrauchswerteigenschaften der Achsen erhöht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Normalachsen, insbesondere von Eisenbahnwagenachsen mittels Warminassivumformung zu schaffen, wobei eine Warmmassivumformung durch Warm-Stauchfließpressen zur Anwendung gebracht wird, die auf das Recken völlig verzichtet und dagegen die Mittelteile eines erwärmten Rohlings staucht und gleichzeitig seine Enden fließpreßt, so daß dieses Verfahren sich durch einen einsigen Arbeitsgang der
59 450 26
232000 0 -β-
Kompression des Rohlings in einer geschlossenen Matrize auszeichnet*
Zu diesem Zweck ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Herstellungsverfahren von Normalachsen durch Stauchfließpreßschmieden eines vollen oder rohrförmigen, erwärmten Rohlings, gekennzeichnet dadurch, daß der Durchmesser des Rohlings kleiner als der größte Durchmesser der herzustellenden Normalachse ist, daß mindestens ein Teil des Rohlings auf eine Temperatur zwischen 1100 und 1300 C, vorzugsweise auf 1260 0C erwärmt wird und daß die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen mindestens eines der beiden Achsschenkel umfaßt, wobei diese gleichzeitig vorgenommenen Arbeitsgänge von einem einzigen Pressenhub realisiert werden.
Gemäß einer ersten Variante der Erfindung wird die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer bestimmten Normalachse in einer Matrize vorgenommen, in der alle Teile unbeweglich sind, und zwar durch zwei aufeinanderfolgende Hübe der Presse, das heißt einen Hub der Presse für jede der beiden seitlichen Hälften der Normalachse, wobei die beiden Hübe der Presse durch eine Zwischenerwärmung und einen Zwischentransport, getrennt werden.
Gemäß einer zweiten Variante der Erfindung wird die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer vollständigen Normalachse mit einem einzigen Hub der Presse vorgenommen, wobei der Körper der Normalachse unbeweglich bleibt, während die Matrize zwei bewegliche Achsschenkelringe umfaßt, die durch Fließpressen die beiden Achsschenkel und die beiden Ableitflächen und gleichzeitig durch Stauchung
450 26
232000 0 -7-
die Auflageflächen formen.
Gemäß einer Besonderheit der Erfindung wird der Rohling in seiner Gesamtheit auf eine Temperatur zwischen 1100 und 1300 0C, vorzugsweise auf etwa 1260 0C erwärmt.
Gemäß einer anderen Besonderheit der Erfindung, die sich von der vorangegangenen unterscheidet, wird der Rohling einer stufenweise differenzierten Erwärmung ausgesetzt.
So wird ganz speziell empfohlen, die Teile des Rohlings, die die Achsschenkel bilden sollen, auf eine Temperatur zwischen 1100 und 125O 0C, vorzugsweise auf etwa 1180 0C zu erwärmen.
Neben der vorangegangenen Empfehlung wird ebenfalls empfohlen, die Teile des Rohlings, die bestimmt sind zurBildung der Zwischenauflageflächen, welche die Bremsscheiben oder die Räder aufnehmen sollen, auf eine Temperatur zwischen 1200 und 13OO 0C, vorzugsweise auf etwa 1260 0G zu erwärmen.
Handelt es sich um eine Wagenachse, deren zylindrischer Körper durch das Schmieden nicht verformt werden soll, wird der Teil des Rohlings, der zur Bildung des Normalachskörpers bestimmt ist, nicht erwärmt.
Nach einem weiteren Merkmal zeichnet sich das Verfahren zur Herstellung rohrförmiger Normalachsen dadurch aus, daß der Rohling vorher hohlgebohrt und mit Siliziumoxid oder einem beliebigen anderen hochschmelzenden, pulverförmigen Material gefüllt wird, dessen Dilatationskoeffizient in bezug auf den des Achsstahls solcherart ist, daß sein Haft-
59 450 26
232000 0 -s-
vermögen am Rohling gut ist, ohne zu groß zu sein, und daß seine Beseitigung bei Umgebungstemperatur keinerlei Schwierigkeiten aufweist.
Um den Rohling im erfindungsgemäßen Verfahren zu erwärmen und ganz speziell dann, wenn es sich um eine stufenweise differenzierte Erwärmung handelt, sollte vorzugsweise eine Induktionserwärmung angewendet werden.
Gemäß einer weiteren Besonderheit der Erfindung besteht der Rohling aus einem gewalzten, runden Stab, der vor der Erwärmung entkrustet wird.
Er kann auch aus einem Vierkantstab mit abgerundeten Ecken oder aus einem Stab mit spitzbogenförmigem Querschnitt, das heißt einem Vierkantstab mit gewölbten Seitenflächen, der vor der Erwärmung entkrustet wird, bestehen.
Das erfindungsgemäße Warmmassivumformverfahren von Normalachsen durch Stauchfließpressen kann sowoüI an einer Senkrechtschmiedepresse als auch an einer Waagerechtschmiedepresse vorgenommen werden. Äußerstenfalls kann die Schmiederichtung auch schräg sein, dies erbringt jedoch keinen praktischen Vorteil·
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird jedes Teil der Matrize unabhängig von der Schmiederichtung einzeln und wirksam geschmiert.
Es ist leicht ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung gegenüber den bekannten Schmiede- oder Walzverfahren von Wagenachsen große Vorteile aufweist.
59 450 26
232000 0 -*-
Einerseits ist das Herstellungstempo viel hoher, da für eine bestimmte Wagenachse hierbei nor zwei oder sogar nur ein einziger Pressenhub notwendig ist anstelle von 100 bis 130 oder sogar 400 bis 500 wie in diesem oder jenem bekannten Verfahren·
Außerdem ist die Qualität des erzielten Ergebnisses unabhängig von einer mehr oder weniger großen Zuverlässigkeit des Steuersystems, da das geometrische Profil der Matrizenteile, das mit großer Präzision festgelegt wird, die Abmessungen der so hergestellten Wagenachse vorschreibt.
Andererseits kann der Rohling zylindrisch sein, was die Vorbereitung vereinfacht·
Auch sind die Überdicken bei dem so im Stauchfließpreßνerfahren erzielten Schmiederohling, die bei der nachfolgenden Bearbeitung entfernt werden, um die fertige Wagenachse zu erhalten, geringer als bei den bekannten Verfahren·
So ist es, um eine Achse von 520 kg zu erhalten, ausreichend, von einem Kohling unter 600 kg auszugehen, gegenüber 680 kg für einen nach dem Senkrechtschmiedeverfahren bekannten Typs und 65Ο kg für einen nach dem Waagerechtschmiedeverfahren bekannten Typs hergestellten Rohling· Hierbei liegt das Verhältnis zwischen dem Gewicht des Rohlings und dem Gewicht der fertigen Achse unter 1,150.
Vor der Bearbeitung der überdicken braucht die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Achse keine Entgratung, da sie keinerlei Grate aufweist.
450 26
2 320 0 0 0 -10-
"Was die innere Qualität der so erzielten Wagenachse betrifft, so muß bemerkt werden, daß dieses Verfahren einen vollständigen Ifaserverlauf gewährleistet. Bei der Endfertigung werden ganze Fasern abgespant, ohne daß eine bestehende Faser gebrochen wird«
Allgemein ist die Genauigkeit des erfindungsgesäßen Schmiedens besser als bei allen bekannten Verfahren.
Was die Erwärmung betrifft, so ermöglichen die erfindungsgemäßen Varianten des Verfahrens, die eine stufenweise differenzierte Erwärmung vorsehen, zum !Beispiel durch Induktion, eine bedeutende Energieeinsparung im Vergleich zur vollständigen Erwärmung des -Rohlings.
Die Erfindung weist also vielfältige Vorteile auf. Ausführungsoeispiel
Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nachfolgend drei die Erfindung nicht beschrankende Beispiele zur erfindungsgemäßen Herstellung von Eisenbahnwagenachsen beschrieben·
Das erste Beispiel betrifft eine Wagenachse A mit zylindrischem Körper· Das zweite Beispiel betrifft eine Wagenachse B mit zylindrisch-doppelkonischem Körper. Das dritte Beispiel betrifft eine Wagenachse C mit zylindrischem Körper und vier Auflageflächen. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: ein Längsprofil der Wagenachse A; Fig· 2: ein Längsprofil der Wagenachse B;
59 450 26
2 3 2000 0 -n-
Fig. 3ι ein Längsprofil der Wagenachse C mit vier Auflag ef lach en;
Fig. 4 Temperaturkurven der stufenweise differenzierten und 5: Erwärmung für jedes der beiden Enden der Wagenachse C;
Fig, 6, 7 schematische Darstellungen des Stauchfließpreß- und 8: Verfahrens der Wagenachse A; sie umfassen Jeweils:
- in Fig# 6: eine Ansicht des Rohlings, der Presse und der beweglichen Ashsschenkelringe vor dem Stauchfließpreßverfahren;
- in Fig·· 7i eine Gesamtansicht am Ende des Stauchfließpreßverfahrens;
- in.Fig» 8: eine Gesamtansicht nach dem Stauchfließpreßverfahren, das heißt nach dem Rückzug des oberen.Elements der Presse und nach dem Rückzug der beweglichen Achsschenkelringe;
Fig. 9, 10
und 11: gleichfalls eine schematische Darstellung des Stauchfließpreßverfahrens der Wagenachse B;
sie umfassen jeweils:
- in Fig· 9: eine Ansicht vor dem Stauchfließpreßverfahren ;
- in Fig· 10: eine Ansicht am Ende des Stauchfließpreßverfahrens;
- in Fig· 11: eine Ansicht nach dem Stauchfließpreßverfahren;
59 450 26
232000 0
12 -
12, 13 eine schematische Darstellung des Stauchfließ-• und 14: preßνerfahrens der Wagenachse C; sie umfassen jeweils:
- S'ig. 12: eine Ansicht vor dem Stauchfließ
pressen;
- Fig. 13: eine Gesamtansicht am Ende des
Stauchfließpressens;
- S1Ig. 14: eine Gesamtansicht nach dem Stauch
fließpressen.
Diese in den Fig. dargestellten drei Achstypen A, B und C können erfindungsgemäß unter identischen Schmiedebedingungen hergestellt werden, wobei die einzigen Unterschiede geometrischer Art sind,, besonders für die den Körper und die Anzahl der Auflageflächen bildenden Teile der Wagenachse.
Ihre jeweiligen Abmessungen sind folgende; (Angaben in mm):
Wagenachse A Achsschenkel Ableitfläche Auflagefläche Körper
Durchmesser d(f) = 130 d(pd) = 152 d(pc) = 200 d(c) =
173 Länge 191 58 180 1369
Durchmesser d(f) = 157,25 ä(pc) = 222,25
d(pd) = 191,28 d(c) =
Länge 298,85 46 193,7 x = 524
7 = 152
x = 524 1200
59 450 26
2 3 2000 0 -13-
Wagenachse G (sieh© Übersicht über Abmessungen)
Wenn die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen in zwei aufeinanderfolgenden Pressenhüben so vorgenommen wird, daß jeweils ein Hub für gede der beiden Achshälften gilt, wird die erste stufenweise differenzierte Erwärmung für die erste Achshälfte nach der Temperaturkurve 2 der Fig. 4 vorgenommen. In dieser Pig. ist der schematisch dargestellte Rohling 1 der für eine Achse G passende Typ. Es ist ein runder Stab von 2 430 Millimetern Länge und 195 Millimetern Durchmesser. Seine Erwärmung wird durch Induktion auf folgende Weise vorgenommen:
Der Teil 4 des Rohlings 1, das 335 Millimeter lang ist, wird auf eine Temperatur von 1260 0C erwärmt. Es ist dazu bestimmt, die Auflagefläche der Scheibe und des Zwischenkörpers zu bilden.
Das Teil 3 des Eohlings 1, das 600 mm lang ist, wird auf eine Temperatur von 1180 0C erwärmt. Es ist zur Bildung der Auflagefläche des Eades, der Ableitfläche und des Achsschenkels bestimmt.
Das verbleibende -Teil 5 <ä©s Eohlings 1 wird nicht erwärmt und bleibt bei Umgebungstemperatur.
Nach der Warmmassivumformung dieser ersten Hälfte durch Stauchfließpressen wird, wie nachfolgend noch erklärt werden wird, die Induktionserwärmung der zweiten Hälfte des fiohlings 1 vorgenommen, nachdem die erste, bereits geschmiedete Hälfte mit einem Schutzmantel 6 umgeben wurde.
59 450 26
2320 0 0 0 -ι*-
Das verwendete Wärmeprofil 7 wird in Fig. 5 dargestellt. Es ist zu dem der Fig. 4 symmetrisch. Danach wird der zweite Hub der Presse eingesetzt·
Wagenachse C Achs- Ableit- Auflage- Auflagefl. Zwischen- Körper
schenkel fläche fläche d, d· Schei- körper . C3
Räder ben oder
Zahnradgetriebe
Durchmesser d(f)=130 d(pd)=i60 d(pol) =1-85 d(p disc 1) d(C1)=i60 (c)=155
= 188
Länge 217 49 165 184 107 836 ^
VD
-J^ VJI
? 450 26
2 3 2000 0 -
Die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen kann auch mit einem einzigen Pressenhab vorgenommen werden, wenn die beiden Hälften des Rohlings gleichzeitig erwärmt wurden und wenn die zur Verfügung stehende Presse es gestattet·
Die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer Wagenachse vom Typ A mit zylindrischem Körper ist in den Fig. 6, 7 und 8 schematisch dargestellt.
In der Fig. 6 wird der Mittelteil des Rohlings 8 vor dem Schmieden zwischen die beiden halbzylindrischen Hälften y und 10 der Matrize gepreßt, die andererseits zwei Aussparungen 11 und 12 aufweisen, welche einen Durchmesser haben, der den für die beiden Auflageflächen zu erzielenden„Abmessungen angepaßt ist. Außerdem werden zwei bewegliche Formwerkzeuge in Form von Achsschenkelringen 13 und 14 mit geeignetem Profil an jedem Ende des Kohlings angebracht.
Wie beim Vergleich der Fig. 6 und 7 festzustellen ist, besteht die erfindungsgemäße WarmmassivUmformung durch Stauchfließpressen darin, die beweglichen Achsschenkelringe 13; 14 (Fig. 6) und 13'; 14* (Fig. 7) entweder in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen der Presse oder in einem einzigen Arbeitsgang vorzuschieben, so daß die beiden Achsschenkel durch Fließpressen erzielt werden, während die beiden Auflageflächen durch Stauchung entstehen, wobei das Fließpressen und das Stauchen gleichzeitig vor sich gehen.
Nach dem Schmieden (Fig. 8) werden die beiden beweglichen Achsschenkelringe 13''; 14" abgezogen und die Hälfte b der Matrize entfernt, so daß die geschmiedete Wagenachse 15, die auf der anderen Hälfte 10 der Matrize ruht, nun trans-
5 5 26
232000 0 -ι?-
portiert werden kann.
Die Fig· y, -10 und 11 stellen ebenfalls die gleichen Arbeitsgänge der Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer Wagenachse mit vier Auflageflächen des Typs C schematisch dar· Der einzige Unterschied besteht in der Tatsache, daß die beiden Hälften 16 und 17 der Matrize zwei zusätzliche Auflageflächen und kein zylindrisches oder zylindrisch-doppelkonisches Profil mehr aufweisen.
Ein Hauptvorteil der erfindungsgemäßen Warnmassivumformung durch Stauchfließpressen besteht darin, daß nach dem Schmieden die durch weitere Bearbeitung zu eliminierenden restlichen Bearbeitungszugaben hier viel geringer sind als bei den bekannten Schmiedeverfahren·
Die Pig· 12, 13 und 14 stellen ebenfalls die gleichen Arbeitsgänge für die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer Wagenaehse mit vier Auflageflächen des Typs C schematisch dar. Der einzige Unterschied besteht darin, daß die beiden Hälften 18 und 19 der Matrize zwei zusätzliche Auflageflächen haben und kein zylindrisches oder, zylindrisch-doppelkonisches Profil mehr aufweisen.
So gibt nachstehende Tabelle I für eine Wagenaehse des Typs A die Abmessungen des Durchmessers und der Länge der vollständig fertigen Wagenachse, des Schmiederohlings vor der Bearbeitung nach den bekannten Schmiedemethoden und des Schmiederohlings vor der Bearbeitung gemäß der Erfindung an.
59 450 26
232000 0 -ie-
Tabelle II gibt die gleichen Abmessungen für eine Wagenachse des Typs B an»
Tabelle III gibt die gleichen Abmessungen für eine Wagenachse des Typs C an.
Tabelle I Wagenachse vom Typ A mit zylindrischem Körper (Abmessungen in mm)
Achs- Ableit- Auflage- Körper schenkel fläche flache
Fertige Achse 130 152 200 173
Schmiederohling nach bekanntem
Verfahren 150 172 220 193
Schmiederohling nach erfindungsgemäßem Verfahren 138 178 208 181
Länge
Fertige Achse 1^1 58 180 1369
Schmiederoüling nach bekanntem
Verfahren 225 60 250 1300.
Schmiederohling nach erfindungsgemäß em Verfahren 205 58 188 1314
59 450
2 3 2 0 0 0 0-^-
Tabelle II Wagenachse vom Typ B mit zylindrisch-doppelkonischem Körper (Abmessungen in mm)
Achs- Ableit- Auflage- Körper schenkel fläche fläche
Durchmesser , . .
Fertige Achse 157,25 191,28 222,25 201,5 /
Schmiederohling nach bekanntem Verfahren 182 213 243 221 /
Schmiederohling nach er- · findungsgemäßem Verfahren 165 199 232 208 /
Länge . χ y χ
Fertige Achse 298,85 46 193,7 524 152
Schmiederohling nach bekanntem Verfahren 325 45 255 415 3OO
Schmiederohling nach erfindungsge mäßem Verfahren 314 45 202 496 200
Tabelle III Wagenachse vom Typ C mit zylindrischem Körper und vier Auflageflächen (Abmessungen in mm)
Achs- Ableit- Auflage- Zwischen- Auflage- Zentralkörper schenkel fläche fläche für körper fläche für
Räder Scheibe
Durchmesser
Fertige Achse
Schmiederohling nach bekanntem Verfahren
Schmiederohling nach erfindungsgemäßem Verfahren
160
160 205 168
188
205
196
155
175
163
O O CD
Lange
Fertige Achse
Schmiederohling nach bekanntem Verfahren
Schmiederohling nach erfindungsgemäßem Verfahren
107
460
99
184
152
836
780
828
VJl VC
4-50 26
2 3 2000 0 -21-
Diese Ergebnisse.sind alle vorteilhaft für das erfindungsgemäße Verfahren.
Um die Ergebnisse ausdrucksvoller zu gestalten, zeigt nachfolgende Tabelle IV, die die Aufeinanderfolge der Arbeitsgänge beschreibt, die Uznsatzkoeffizienten zwischen dem Ausgangsbarren und der fertigen Wagenachse in drei Fällen:
- 1. Fall: ?/agenachse vom Typ A, gewalzt, nicht geschmie
det, bearbeitet.
- 2· Fall: Wagenachse vom Typ B, gewalzt, geschmiedet nach
einem bekannten Verfahren, bearbeitet.
- 3· Fall: Wagenachsen vom Typ A oder B, gewalzt, erfin
dungsgemäß geschmiedet, bearbeitet.
'fabeile IV
Aufeinanderfolgende Arbeitsgänge und Verhältnisse zwischen dem Gewicht des Ausgangsbarrens und dem Gewicht der fertigen Wagenachse
1. Fall Gewalzte, bearbeitete Wagenachse, Typ A
2· Fall
Gewalzte, nach einem bekannten Verfahren geschmiedete und bearbeitete Wagenachse, Typ B
3. Fall
Gewalzte, erfindungsgemäß geschmiedete und bearbeitete Wagenachse, Typ A oder B
| ümsatzkoef | Walzen | 1,000 | Walzen | Umsatzkoef | Walzen |
| fizient | Barren | Barren | fizient | Barren | |
| Tiefenöfen | Tiefenöfen | Tiefenöfen | |||
| Walzen | Wälzen | 1,000 | Wälzen | ||
| Heißsägen | Heißsägen | Kühlen | |||
| Kühlen | 1,185 | Kühlen | Schälen | ||
| Rohling | Rohling | Sägen | |||
| Normalglühen | Rohling | ||||
| Richten | 1,185 | ||||
| Bearbeitung | Schmieden | Schmieden | |||
| Grobbearbeitung | 1,518 | Erwärmung | Erwärmung durch | ||
| Endfertigung | Schmieden | Induktion | |||
| Fertige Wagen | 1,798 | Kühlen | Schmieden | ||
| achse | Doppeltes Nor | Kühlen | |||
| malglühen | Zwei Normal- | ||||
Umsatzkoeffizient
1,000
1,268
OJ
ro σ ο ο
ro ι
VJi VD
Tabelle IV (Fortsetzung)
Anlassen .Richten
Grobbearbeitung Endfertigung
Fertige Wagenachse glühungen 1,015 Hichten 1,009
Bearbeitung Grobbearbeitung 1,290 Endfertigung Numerische
Steuerung 1,067 Fertige Wagenachse 1,365
9 450 26
2 3 2000 0 -*-
Handelt es sich um rohrförmige Wagenaohsen, umfaßt der Rohling einen Siliziumoxidkern oder einen Kern aus einem beliebigen anderen hochschmelzenden Material in Pulverform mit geeignetem Durchmesser, dessen Dilatationskoeffizient im Verhältnis zu dem des Achsstahls bei 1260 C solcherart ist, daß sein Haftvermögen am Rohling gut ist, ohne zu groß zu sein, und daß seine Beseitigung bei Umgebungstemperatur keinerlei Schwierigkeiten aufweist.
Es versteht sich, daß andere Varianten und Verbesserungen von Einzelheiten entwickelt werden können sowie auch die Verwendung äquivalenter Mittel in Betracht gezogen werden kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Claims (7)
- Erfindungsanspruch1. Verfahren zur Herstellung von Normalachsen, insbesondere von Eisenbahnwagenachsen mittels Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen eines erwärmten vollen oder rohrförmigen Rohlings, gekennzeichnet dadurch, daß der Durchmesser des ßohlings kleiner ist als der größte Durchmesser der herzustellenden Normalachse, daß mindestens ein Teil des Rohlings auf eine Temperatur zwischen 1 100 und 1 3OO 0C, vorzugsweise auf etwa 1 260 0C erwärmt wird, daß die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen dieses Rohlings ein gleichzeitig ablaufendes Stauchverfahren der Mittelteile und Fließpreßverfahren mindestens eines der beiden Achsschenkel (fi) und (f2) umfaßt, wobei dieses gleichzeitig verlaufende Verfahren durch einen einzigen Pressenhub ausgeführt wird·2« Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer bestimmten Achse in einer Matrize erfolgt, deren Teile alle feststehend sind, und zwar durch zwei aufeinanderfolgende Pressenhübe, wobei ein Pressenhub für jede der . beiden seitlichen Hälften der Normalachse gilt und die beiden Pressenhübe durch eine Zwischenerwärmung und einen Zwischentransport getrennt sind.3· Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Warmmassivumformung durch Stauchfließpressen einer vollständigen Normalachse mit einem einzigen Pressenhüb vorgenommen wird, wobei der Körper (c) der Normalachse feststehend bleibt, während die Matrize zwei bewegliche59 450 26232000 0 -Achsschenkelringe (13; 14) umfaßt, die die beiden Achsschenkel (f1) und (f2) sowie die beiden Ableitflächen (pd1) und (pd2) durch Fließpressen und die Auflageflächen (pd) und (pc2) durch gleichzeitiges Stauchen formen·
- 4. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 31 gekennzeichnet dadurch, daß der gesamte !Rohling auf eine gleiche Temperatur zwischen 1 100 und 1 300 0C, vorzugsweise auf etwa 1 260 0C erwärmt wird.Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß der Rohling einer stufenweise differenzierten Erwärmung unterzogen wird·
- 6. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß die zur Bildung der Achsschenkel (fi) und (f2) der STormalachse bestimmten Teile des Hohlings auf eine Temperatur zwischen 1 200 und 1 300 0C, vorzugsweise auf etwa1 260 C erwärmt werden.
- 7. Verfahren nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß der zur Bildung des Achskörpers (c) der Normalachse bestimmte Teil des Rohlings nicht erwärmt wird, daß die zur Bildung der Auflageflächen Cp disc 1) und (p disc 2) der Bremsscheiben oder der Auflageflächen der Hader für Zahnradgetriebe bestimmten Teile des Rohlings auf eine Temperatur zwischen 1 200 und 1 300 0C, vorzugsweise auf etwa 1 260 0C erwärmt werden und daß die zur Bildung der Auflageflächen (pd) und (pc2) der Räder bestimmten Teile des-Hohlings sowie die Achsscüenkel (fi) und (f2) auf eine Temperatur zwischen 1 100 und 1 250 0C, vorzugsweise auf etwa 1 180 0C erwärmt werden.45Ü 26232000
- 8. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 7» gekennzeichnet dadurch, daß der Kohling aus einem runden, gewalzten
Stab gebildet wird, der vor der Erwärmung entkrüstet
wird.9· Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 7» gekennzeichnet dadurch, daß der Rohling aus einem Vierkantstab mit abgerundeten Ecken gebildet wird, der vor der Erwärmung
entkrüstet wird« - 10. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 7ι gekennzeichnet dadurch, daß der Rohling aus einem Stab mit spitzbogenförmigem Querschnitt gebildet wird, der vor der Erwärmung entkrüstet wird.
- 11. Verfahren zur Herstellung von rohrförmigen Normalachsen nach einem der Punkte 1 bis 7> gekennzeichnet dadurch,
daß der Rohling vorher hohlgebohrt und mit Siliziumoxid oder einem beliebigen anderen hochschmelzenden, pulverförmigen Material gefüllt wird, dessen Dilatationskoeffizient in bezug auf den des Achsstahls solcherart ist, daß sein Haftvermögen am Rohling gut ist, ohne zu groß
zu sein, und daß seine Beseitigung bei Umgebungstemperatur keinerlei Schwierigkeiten aufweist»Hierzu 5 Seiten Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8016107A FR2487232A1 (fr) | 1980-07-22 | 1980-07-22 | Procede de fabrication des essieux-axes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD201981A5 true DD201981A5 (de) | 1983-08-24 |
Family
ID=9244382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD81232000A DD201981A5 (de) | 1980-07-22 | 1981-07-22 | Verfahren zur herstellung von normalachsen, insbes. eisenbahnwagenachsen |
Country Status (15)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0044783B1 (de) |
| JP (1) | JPS5752543A (de) |
| KR (1) | KR850000296B1 (de) |
| AT (1) | ATE4293T1 (de) |
| AU (1) | AU555552B2 (de) |
| BR (1) | BR8104551A (de) |
| CA (1) | CA1170024A (de) |
| DD (1) | DD201981A5 (de) |
| DE (1) | DE3160703D1 (de) |
| ES (1) | ES503804A0 (de) |
| FR (1) | FR2487232A1 (de) |
| HU (1) | HU189985B (de) |
| MX (1) | MX155937A (de) |
| PL (1) | PL232305A1 (de) |
| ZA (1) | ZA814381B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1031425C2 (nl) * | 2006-03-22 | 2007-09-25 | Weweler Nv | Optrompen van een aslichaam. |
Families Citing this family (16)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0272067A3 (de) * | 1986-12-18 | 1990-05-09 | Stelco Inc. | Verfahren und Vorrichtung zum Stauchschmieden langer Abschnitte von Metallstangen |
| KR20040027238A (ko) * | 2002-09-26 | 2004-04-01 | (주)동양레어메탈 | 차축 하우징 주강품 제작방법 |
| BRPI0704944A8 (pt) | 2007-11-30 | 2017-08-15 | V & M Do Brasil S/A | Eixo forjado de tubo sem costura para veículos ferroviários e processo de fabricação de eixo forjado de tubo sem costura para veículos ferroviários |
| FR2926739B1 (fr) * | 2008-01-24 | 2010-08-20 | Vallourec & Mannesmann Tubes | Essieu forge a partir de tube sans soudure pour des vehicules de chemin de fer et du procede de fabrication d'essieu forge a partir de tube sans soudure pour des vehicules de chemin de fer |
| CN101314202B (zh) * | 2008-06-02 | 2010-04-21 | 江阴振宏重型锻造有限公司 | 局部镦粗全纤维镦锻生产风电主轴的方法 |
| CN103878289A (zh) * | 2012-12-21 | 2014-06-25 | 陕西宏远航空锻造有限责任公司 | 一种卧工字形台阶轴的模锻方法 |
| CN106216964B (zh) * | 2016-08-24 | 2018-08-24 | 江苏金源高端装备股份有限公司 | 一种锤杆锻造工艺 |
| CN109396749B (zh) * | 2017-08-16 | 2021-04-27 | 苏州扬坤电子有限公司 | 一种吸尘器驱动轴包胶组件镦挤工艺 |
| JP7136195B2 (ja) * | 2018-04-04 | 2022-09-13 | 日本製鉄株式会社 | 鉄道用車軸 |
| EP3778969B1 (de) * | 2018-04-04 | 2023-05-03 | Nippon Steel Corporation | Schienenfahrzeugachse |
| CN109985910B (zh) * | 2019-04-12 | 2020-07-03 | 安徽马钢和菱实业有限公司 | 一种薄壁挂车车轴增厚轴肩区域轧前加热方法 |
| CN111167986B (zh) * | 2020-02-26 | 2022-02-01 | 建龙北满特殊钢有限责任公司 | 一种利用径锻机改善辊坯网状的锻造方法 |
| CN114749876B (zh) * | 2022-05-20 | 2022-10-28 | 北京钢研高纳科技股份有限公司 | 一种Ti2AlNb合金大型异形机匣环件的制备方法 |
| JP2025091689A (ja) * | 2023-12-07 | 2025-06-19 | シグマ アンド ハーツ シーオー エルティーディー | 等速用ドライブシャフトの製造方法 |
| CN119681165B (zh) * | 2024-12-26 | 2025-10-28 | 陕西宏远航空锻造有限责任公司 | 一种凹字形板类件的锻造成形方法 |
| CN119910105B (zh) * | 2025-03-14 | 2025-11-14 | 天津重型装备工程研究有限公司 | 一种高耐磨高抗事故性的锻造半钢开坯辊及其锻造方法 |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2273931A (en) * | 1939-07-27 | 1942-02-24 | Clarence P Byrnes | Forging |
| US2313116A (en) * | 1940-09-12 | 1943-03-09 | Pittsburgh Steel Co | Method of making tubular axles |
| FR1016457A (fr) * | 1950-04-19 | 1952-11-13 | Forges De Collonges | Procédé de forgeage centré en particulier pour axes de pédaliers et moyeux de cycles et similaires |
| FR1026688A (fr) * | 1950-10-30 | 1953-04-30 | Procédé d'obtention d'axes de pédalier de cycle | |
| FR2382288A1 (fr) * | 1977-03-03 | 1978-09-29 | Sofomec | Procede de forgeage a froid d'axes de pedaliers, les moyens de mise en oeuvre et les axes executes selon ce procede |
-
1980
- 1980-07-22 FR FR8016107A patent/FR2487232A1/fr active Granted
-
1981
- 1981-06-29 ZA ZA814381A patent/ZA814381B/xx unknown
- 1981-07-09 ES ES503804A patent/ES503804A0/es active Granted
- 1981-07-16 BR BR8104551A patent/BR8104551A/pt not_active IP Right Cessation
- 1981-07-17 JP JP56112912A patent/JPS5752543A/ja active Pending
- 1981-07-20 AU AU73117/81A patent/AU555552B2/en not_active Ceased
- 1981-07-20 DE DE8181401142T patent/DE3160703D1/de not_active Expired
- 1981-07-20 EP EP81401142A patent/EP0044783B1/de not_active Expired
- 1981-07-20 AT AT81401142T patent/ATE4293T1/de active
- 1981-07-21 HU HU812127A patent/HU189985B/hu not_active IP Right Cessation
- 1981-07-21 MX MX188387A patent/MX155937A/es unknown
- 1981-07-21 PL PL23230581A patent/PL232305A1/xx unknown
- 1981-07-21 KR KR1019810002648A patent/KR850000296B1/ko not_active Expired
- 1981-07-21 CA CA000382158A patent/CA1170024A/fr not_active Expired
- 1981-07-22 DD DD81232000A patent/DD201981A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1031425C2 (nl) * | 2006-03-22 | 2007-09-25 | Weweler Nv | Optrompen van een aslichaam. |
| EP1837098A1 (de) * | 2006-03-22 | 2007-09-26 | Weweler Nederland N.V. | Herstellung eines gebogenen Achskörpers mit Schenkeln |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AU7311781A (en) | 1982-01-28 |
| HU189985B (en) | 1986-08-28 |
| BR8104551A (pt) | 1982-04-06 |
| ES8300530A1 (es) | 1982-11-01 |
| CA1170024A (fr) | 1984-07-03 |
| ZA814381B (en) | 1982-07-28 |
| KR830005927A (ko) | 1983-09-14 |
| ES503804A0 (es) | 1982-11-01 |
| ATE4293T1 (de) | 1983-08-15 |
| EP0044783B1 (de) | 1983-07-27 |
| AU555552B2 (en) | 1986-10-02 |
| JPS5752543A (en) | 1982-03-29 |
| PL232305A1 (de) | 1982-03-15 |
| EP0044783A1 (de) | 1982-01-27 |
| FR2487232B1 (de) | 1983-05-27 |
| DE3160703D1 (en) | 1983-09-01 |
| KR850000296B1 (ko) | 1985-03-18 |
| FR2487232A1 (fr) | 1982-01-29 |
| MX155937A (es) | 1988-05-25 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DD201981A5 (de) | Verfahren zur herstellung von normalachsen, insbes. eisenbahnwagenachsen | |
| DE2714485C2 (de) | Verfahren zum Warmwalzen von Doppel-T-Trägern aus rechteckigem Flachmaterial | |
| DE102008036226B4 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Hohlwelle | |
| EP0256409B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Formstahl | |
| DE69317757T2 (de) | Verfahren zum radialschmieden eines rohlings | |
| DD280978A5 (de) | Verfahren zur herstellung von rohren, staeben, baendern aus nichteisenmetallen | |
| DE2442785B2 (de) | Verfahren zur herstellung einer einteiligen ringfelge oder eines ringfelgenteils | |
| DE10065737A1 (de) | Induktionsgehärtetes geschmiedetes (Zahrad-) Getriebe und Verfahren zum Vorbereiten desselben | |
| DE102012005106A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Hohlwelle und Vorrichtung hierfür | |
| DE102012204609A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Verbindungsabschnitts als Teil eines Werkzeugs | |
| DE112007002908B4 (de) | Gesenkwerkzeug zum formen eines metallpulverschmiedeteils und herstellungsverfahren | |
| EP1654078A1 (de) | Verfahren zum herstellen einteiliger hohlkörper, hohlkörper und verwendung des hohlkörpers | |
| DE102008023696A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Hohlwellengrundkörpern sowie nach dem Verfahren hergestellte Hohlwellengrundkörper | |
| DE10202212B4 (de) | Verfahren zum Erzeugen von aus metallischem Verbundwerkstoff bestehendem Band oder Blech | |
| WO2008003305A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines rotationssymmetrischen teils und danach hergestelltes teil | |
| EP0389078B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Druckgasflaschen | |
| EP1745870A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Hohlwellen-Grundkörpern | |
| DE19835478C2 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung nahtloser Radreifen | |
| EP0941783B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines einteiligen Achskörpers | |
| DE19744787A1 (de) | Stanzniet sowie Verfahren zu dessen Herstellung | |
| AT220923B (de) | ||
| DD232211A5 (de) | Verfahren zur herstellung von durchlaufkokillen | |
| DE3326642A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines schmiedestueckes aus einer niedriglegierten stahllegierung | |
| DE2514434A1 (de) | Buchse, insbesondere aus verbundmaterial, wie gleitlagerbuchse, oder gehaeusebuchse sowie verfahren und werkzeug zu deren herstellung | |
| DE2738179A1 (de) | Lenkungswelle und verfahren zu deren herstellung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| ENJ | Ceased due to non-payment of renewal fee |