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CH708911A2 - Sprengkörper zur Lawinenauslösung. - Google Patents

Sprengkörper zur Lawinenauslösung. Download PDF

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Publication number
CH708911A2
CH708911A2 CH01922/13A CH19222013A CH708911A2 CH 708911 A2 CH708911 A2 CH 708911A2 CH 01922/13 A CH01922/13 A CH 01922/13A CH 19222013 A CH19222013 A CH 19222013A CH 708911 A2 CH708911 A2 CH 708911A2
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CH
Switzerland
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explosive
explosive device
component
openings
bracket
Prior art date
Application number
CH01922/13A
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English (en)
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CH708911B1 (de
Inventor
Andreas Wegmann
Samuel Wyssen
Jürg Wyssen
Original Assignee
Wyssen Seilbahnen Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wyssen Seilbahnen Ag filed Critical Wyssen Seilbahnen Ag
Priority to CH01922/13A priority Critical patent/CH708911B1/de
Publication of CH708911A2 publication Critical patent/CH708911A2/de
Publication of CH708911B1 publication Critical patent/CH708911B1/de

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/20Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type
    • F42B12/201Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type characterised by target class
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  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
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Abstract

Der Sprengkörper ist erst vor seiner Verwendung zur Lawinenauslösung wirksam, so dass er bei der Herstellung, dem Transport und der Lagerung nicht als Sprengstoff behandelt werden muss. Er weist ein Gehäuse (1) auf, das in seinem Unterteil (4) eine erste feste Komponente (5) enthält und oben mit einem einschiebbaren Oberteil (2) versehen ist, das, getrennt von der festen Komponente, eine zweite flüssige Komponente enthält, wobei durch Vermischen der beiden Komponenten ein Zweikomponentensprengstoff gebildet werden kann. Im Oberteil (2) sind weiter Einrichtungen zum Herstellen und Zünden des Zweikomponentensprengstoffs kurz vor der Verwendung des Sprengkörpers vorhanden.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen erst bei der Verwendung zur Lawinenauslösung wirksamen Sprengkörper.
[0002] Zur künstlichen Lawinenauslösung sind zahlreiche Verfahren und Einrichtungen bekannt geworden. Ein sehr wirkungsvolles Verfahren und eine Einrichtung zur Durchführung desselben sind in der CH-Patentschrift 692 798 beschrieben. Dabei wird in der schneefreien Zeit nahe bei der gewünschten Detonationsstelle zur Lawinenauslösung ein Sprengmast auf eine Fundation montiert. An einer Aufnahmevorrichtung des Sprengmastes ist ein Magazinkasten lösbar befestigt, in welchem die Sprengkörper und Hilfseinrichtungen zum ferngesteuerten Handhaben und Zünden der Sprengkörper untergebracht sind. Somit kann eine Lawine jederzeit unabhängig von der Witterung gefahrlos von einem sicheren Ort aus ferngesteuert künstlich ausgelöst werden.
[0003] Bekannte Sprengkörper weisen den Nachteil auf, dass sie den Sprengstoff in Form einer Feststoffkomponente enthalten, so dass solche Sprengkörper immer explosionsgefährlich sind und somit als Sprengstoff gehandhabt werden müssen. Dies erfordert schon vor deren Verwendung bei der Herstellung, dem Transport und der Lagerung besondere Vorsichtsmassnahmen.
[0004] Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe einen Sprengkörper zu schaffen, der den erwähnten Nachteil vermeidet, indem er bis zum Gebrauch zur Lawinenauslösung nicht als Sprengstoff behandelt werden muss, so dass weniger aufwändigere Sicherheitsmassnahmen bei seiner Handhabung notwendig sind.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird durch den erst bei der Verwendung zur Lawinenauslösung wirksamen Sprengkörper dadurch gelöst, dass er zwei oder mehr Komponenten enthält, wobei durch Vermischen derselben ein Sprengstoff hergestellt wird und er weiter Einrichtungen zum Herstellen und Zünden desselben enthält. Vorteilhafte Weiterentwicklungen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 8 aufgeführt.
[0006] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel anhand der rein schematischen Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen: <tb>Fig. 1<SEP>eine Seitenansicht auf einen Sprengkörper, <tb>Fig. 2<SEP>eine Ansicht von oben auf den in Fig. 1 dargestellten Sprengkörper, <tb>Fig. 3<SEP>eine Schrägansicht auf den aus dem Sprengkörper herausgenommenen Oberteil, <tb>Fig. 4<SEP>eine Schrägansicht auf die Einzelteile, aus denen der Oberteil der Fig. 3 zusammengesetzt ist und <tb>Fig. 5<SEP>eine Schrägansicht auf den Sprengkörper nach dem Zünden der Zündschnüre.
[0007] In Fig. 1 ist das Gehäuse 1 des Sprengkörpers mit einem eingeschobenen Oberteil 2 dargestellt. Unterhalb eines mit Öffnungen 3a versehenen Bodens 3 (Fig. 4 ) des Oberteils ist der Unterteil 4 mit einem Granulat 5 als erster Komponente gefüllt. Der Oberteil 2 mit einem Mantel 6 weist unterhalb eines Bügels 7 eines Schiebers 8 (Fig. 4 ) einen Deckel 9 auf (Fig. 2 ). Im Deckel 9 sind zwei Öffnungen 10 vorhanden, in denen zwei Stangen 11 des Schiebers 8 geführt sind. In zwei Ausnehmungen 12 (Fig. 3 und 4 ) des Mantels 6 sind zwei Abreisszünder 13 angebracht, die mit zwei Zündschnüren 14 verbunden sind, welche in Rillen 15 des Mantels 6 geführt sind und in Rillen 16 des Gehäuses 1 übertreten und schliesslich durch Öffnungen17 im Gehäuse 1 in den Unterteil 4 eintreten, wo sie mit ihren am Ende angebrachten Sprengkapseln 18 im Granulat 5 der Feststoffkomponente enden.
[0008] Der Mantel 6 des Oberteils 2 ist mit seinem Unterteil 19, der einen geringeren Durchmesser als der Mantel 6 aufweist, auf einem nicht sichtbaren Innenvorsprung des Gehäuses 1 abgestützt und der Boden 3 des Oberteils ist in Öffnungen 20 des Unterteils 19 gehalten. Auf dem Boden 3 ruht zwischen den Stangen 11 ein Plastikbeutel 21, der mit einer Flüssigkeit 22 als zweiter Komponente gefüllt ist. Auf dem Unterteil 19 ist über, den Öffnungen 20 ein Dichtungsring 23 angebracht, während die Stangen 11 beim Boden 9 mit je einer Dichtung 24 versehen sind. Dank diesen Dichtungen ist der Innenraum des Gehäuses 1 unterhalb des Bodens 9 gegen aussen abgedichtet, so dass keine Feuchtigkeit der Atmosphäre in den Sprengkörper eintreten kann, so dass vor allem das Granulat 5 geschützt ist. Der Boden 3 weist zwei mit einem Schlitz 25 verbundene Öffnungen 26 zum Durchtritt der Stangen 11 und eines an ihren Enden befestigten Messers 27 auf.
[0009] Somit ist im Oberteil 2 die Flüssigkeit 22 getrennt vom im Unterteil 4 angebrachtem festen Granulat 5 gefahrlos gelagert, denn erst eine Mischung der flüssigen Komponente mit der festen Komponente ergibt einen explosionsfähigen Sprengstoff. Dies ist der Fall, wenn der Sprengkörper ferngesteuert durch Öffnen einer Klappe aus dem Magazinkasten abgeworfen wird.
[0010] Sobald der Sprengkörper zu fallen beginnt, wird die nicht dargestellte an den Verlängerungen 28 des Bügels 7 aufgewickelte Halteschnur, die im Magazinkasten und am Bügel 7 befestigt ist, bis zur gewünschten Explosionsstelle abgewickelt, welche durch die Länge der Halteschnur bestimmt worden ist. Durch die Kraft, welche der herabfallende Sprengkörper auf die Halteschnur ausübt, wird der Bügel 7 zusammen mit den Stangen 11 und dem Messer 27 hochgezogen (Fig. 5 ). Dabei wird jeder Oberteil 13a des Abreisszünders 13 im Deckel 9 getrennt, wobei die Zündschnüre 14 in Brand gesetzt werden.
[0011] Gleichzeitig zerschneidet das vom Bügel 7 heraufgezogene Messer 27 den Plastikbeutel 21, so dass die Flüssigkeit 22 zwischen den Öffnungen 3a des Bodens 3 in den Unterteil 4 mit dem Granulat 5 hinunterfliesst und dadurch den Sprengstoff bildet. Die Zündschnüre 14 sind so lang gewählt, dass die Sprengkapseln 18 erst gezündet werden, wenn der Sprengkörper aus Sicherheitsgründen eine gewisse Zeit an der Explosionsstelle gehangen hat. Diese Verzögerungszeit wird genutzt, damit sich die beiden Komponenten gut vermischen können.
[0012] Der Sprengkörper weist je zwei Abreisszünder, Zündschnüre und Sprengkapseln auf, um Blindgänger zu vermeiden und damit eine Doppelzündung erreicht wird. Für die beiden Komponenten können alle beliebigen Komponenten gewählt werden, die vermischt einen Zweikomponentensprengstoff ergeben. Neben den Öffnungen 17 im Gehäuse 1 sind Einbuchtungen 29 angebracht, so dass bei Fehlmanipulationen die Zündschnüre mit den Sprengkapseln von Hand aus dem Sprengkörper herausgezogen werden können. Bei einem Abwurf aus einem Helikopter könnte der Sprengkörper auch von Hand betätigt werden.

Claims (8)

1. Erst bei der Verwendung zur Lawinenauslösung wirksamer Sprengkörper, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei oder mehr Komponenten enthält, wobei durch Vermischen derselben ein Sprengstoff hergestellt wird und er weiter Einrichtungen zum Herstellen und Zünden desselben enthält.
2. Sprengkörper gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Gehäuse (1) aufweist, das in seinem Unterteil (4) eine erste feste Komponente enthält und oben mit einem einschiebbaren Oberteil (2) versehen ist, der getrennt von der festen Komponente eine zweite flüssige Komponente enthält.
3. Sprengkörper gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Komponente aus Granulat (5) und die zweite Komponente aus in einem Plastikbeutel (21) eingefüllter Flüssigkeit (22) besteht, wobei der Plastikbeutel (21) auf einem mit Öffnungen (3a, 25, 26) versehenen Boden (3) ruht, der in Öffnungen (20) im Unterteil (19) eines Mantels (6) des Oberteils (2) befestigt ist.
4. Sprengkörper gemäss Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Herstellen des Sprengstoffs einen Schieber (8) aufweist, der aus einem Bügel (7) und zwei Stangen (11) mit einem an ihren Enden befestigten Messer (27) besteht.
5. Sprengkörper gemäss einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum luftdichten Abschliessen des Innenraums des Sprengkörpers eine Dichtungseinrichtung (23, 24) angebracht ist.
6. Sprengkörper gemäss einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Zünden des Sprengstoffs zwei Abreisszünder (13) und zwei mit ihnen verbundene Zündschnüre (14) aufweist, die aussen am Sprengkörper herumgeführt sind und durch Öffnungen (17) mit an ihren Enden befestigten Sprengkapseln (18) in den Unterteil (4) des Sprengkörpers hineingeführt sind.
7. Sprengkörper gemäss einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterteil (4) des Sprengkörpers neben den Öffnungen (17) Einbuchtungen (29) vorhanden sind.
8. Sprengkörper gemäss einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (7) zwei Verlängerungen (28) zum Aufwickeln einer Halteschnur und eine Öffnung (30) zum Befestigen einer Schnur zum Heben des Schiebers (8) aufweist.
CH01922/13A 2013-11-18 2013-11-18 Sprengkörper zur Lawinenauslösung. CH708911B1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3396303A1 (de) 2017-04-25 2018-10-31 Inauen-Schätti AG System zur lawinenauslösung

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EP3396303A1 (de) 2017-04-25 2018-10-31 Inauen-Schätti AG System zur lawinenauslösung

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