CH547103A - Vorrichtung zum unterbinden und durchtrennen von eileitern. - Google Patents
Vorrichtung zum unterbinden und durchtrennen von eileitern.Info
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Unterbinden und Durchtrennen von Eileitern, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie einen rohrförmigen Teil aufweist, in dem zwei Koagulationszangen und wahlweise eine Betrachtungsoptik mit Lichtquelle, ein elektrochirurgisches Schneidmesser oder eine Biopsiezange eingesetzt bzw. einsetzbar sind und in dem eine in einem Anschlussstutzen mündende Gasleitung zur Erzeugung eines Bauchpneus verläuft, und dass Bedienungsorgane für die Koagulationszangen und das Schneidmesser sowie Anschlüsse für die Zufuhr hochfrequenten Stromes zu den Koagulationszangen und zum elektrochirurgischen Schneidmesser vorgesehen sind. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Teilansicht zu Fig. 1 in Pfeilrichtung II gesehen, Fig. 3 einen axialen Teilschnitt durch den Vorderteil der Vorrichtung in Kombination mit einem Schneidmesser, in grösserem Massstab, Fig. 4 eine Seitenansicht zu Fig. 3, teilweise im Axialschnitt, Fig. 5 einen axialen Teilschnitt durch den Vorderteil der Vorrichtung in Kombination mit einer Biopsiezange, in grösserem Massstab, Fig. 6 eine Seitenansicht zu Fig. 5, teilweise im Axialschnitt, Fig. 7 einen axialen Teilschnitt durch den Vorderteil der Vorrichtung mit bipolar angeschlossenen Koagulationszangen bereit für die Aufnahme eines Schneidmessers, einer Biopsiezange oder einer Optik mit Beleuchtungseinrichtung, Fig. 8 eine Seitenansicht zu Fig. 7, teilweise im Axialschnitt Fig. 9 eine Ansicht der Vorrichtung mit Optik und Beleuchtungseinrichtung, Fig. 10 eine Seitenansicht des Vorderteiles zu Fig. 9 und Fig. 11 einen axialen Schnitt durch den Griffteil der Vorrichtung in grösserem Massstab. Die dargestellte, als laparoskopisch-chirurgisches Kombinations-Instrument ausgebildete Vorrichtung weist gemäss Fig. 1 einen rohrförmigen Werkzeugschaft 1 aus Kunststoff auf, dessen hinteres, durch einen Bund 2 (Fig. 11) verstärktes Ende mit einem ringförmigen Führungsstück 3 aus Metall verschraubt ist. Das Führungsstück 3 ist in ein hohlzylindrisches Griffstück 4 aus Kunststoff eingesetzt. Das Griffstück 4 weist zwei voneinander abgekehrte Griffe 5 und 5' auf. Im Hinterteil des hohlzylindrischen Griffstückes 4 ist ein hohlzylindrischer Schieber 6 aus Kunststoff mit Handgriff 7 axial verschiebbar geführt. Der Hinterteil des Schiebers 6 dient als Führung für einen Drücker 8. Im ringförmigen Führungsstück 3 ist ein Rohr 9 axial verschiebbar geführt, auf dessen hinteres Ende eine Mutter 10 aufgeschraubt ist, welch letztere sich gegen eine Ringschulter 11 des hohlzylindrischen Schiebers 6 abstützt. Das Rohr 9 weist im Bereich des Werkzeugschaftes 1 gegenüber dessen Lichtweite einen kleineren Durchmesser auf, so dass zwischen dem Rohr 9 und der Innenwand des Werkzeugschaftes 1 ein Hohlraum 12 verbleibt. Eine Druckfeder 13 stützt sich einenends gegen das Führungsstück 3 und andernends gegen ein in den Schieber 6 eingesetztes Widerlager 14, so dass durch Nachvorndrücken des Schiebers 6 mittels des Handgriffes 7 entgegen der Wirkung der Druckfeder 13 das Rohr 9 entsprechend nach vorn geschoben wird. Das Rohr 9 ist mit einem Isolierfutter 15 ausgekleidet und umschliesst eine innere Stange 16. Diese innere Stange 16 durchsetzt die Mutter 10 mit Spiel in einer Bohrung 17 und ist in einem an das innere Ende des Futterrohres 15 anliegenden Isolierring 18 geführt. Das Hinterende der inneren Stange 16 ist mit einem Widerlager 19 verschraubt, auf welches der zylindrische Drücker 8 aus Kunststoff aufgeschoben ist. 20 ist eine Druckfeder, die sich einerseits gegen die Teile 10, 11 des Schiebers 6 und anderseits gegen die Teile 19 des Drückers 8 abstützt. Bei Verschieben des Drückers 8 entgegen der Wirkung der Feder 20 wird die innere Stange 16 nach vorn verschoben. Das Rohr 9 ist mit zwei aus dem Vorderende des Werkzeugschaftes vorstehenden Koagulationszangen 21 verbunden. Sowohl die Koagulationszangen 21 wie auch die innere Stange 16 durchsetzen einen vorn im Schaft 1 fest angeordneten Einsatz 9', in dem die Zangen 21 und auch die innere Stange 16 geführt sind. Die Koagulationszangen 21 werden durch Vorschieben des Rohres 9 mittels des Schiebergriffes 7 aus dem Werkzeugschaft 1 heraus in ihre Offenstellung bewegt, wie dies durch die strichpunktierten Linien in Fig. 3 und 4 veranschaulicht ist. Das Schliessen der Koagulationszangen 21 erfolgt unter Freigabe des Griffes 7 durch Zurückfedern des Schiebers 6, wobei die Zangen in den Einsatz 9' eingezogen und dabei entgegen der Wirkung ihrer Eigenfederung geschlossen werden. Die innere Stange 16 ist mit einem zusammen mit dieser auswechselbaren elektrochirurgischen Schneidmesser 22 verbunden. Letzteres führt beim Betätigen des Drückers 8 entgegen der Wirkung der Druckfeder 20 eine Schneidbewegung nach vorn aus, wie dies durch die strichpunktierten Linien in Fig. 3 und 4 veranschaulicht ist. Das elektrochirurgische Schneidmesser 22 ist gegen eine (in den Fig. 5 und 6 dargestellte) Biopsiezange 23 zusammen mit einer zugehörigen inneren Stange 16 auswechselbar. Sowohl das Schneidmesser 22 als auch die Biopsiezange 23 sind zusammen mit der zugehörigen inneren Stange 16 nach Abziehen des Drückers 8 nach vorn herausnehmbar bzw. von vorn her einsetzbar. Anstelle des Schneidmessers 22 oder der Biopsiezange 23 ist ein mit einer Beleuchtungseinrichtung versehenes optisches Gerät 24 in das Instrument einsetzbar (siehe Fig. 9 und 10). In Fig. 1 ist 25 ein mit dem Kanal 12 in Verbindung stehender Anschlusstutzen für die Zuführung von CO2-Gas, das zur Erzeugung eines Bauchpneus in die Bauchhöhle eingepumpt wird. In die Handgriffe 5 und 5' (Fig. 11) des Griffstückes 4 sind Steckerbüchsen 26. 27 eingeschraubt, durch welche zugleich das ringförmige Führungsstück 3 gegenüber dem Griffstück 4 festgelegt ist. Die Steckerbüchse 26 dient für den Anschluss eines Steckers 28 (Fig. 1) für die Zuführung eines hochfrequenten Stromes zu den Koagulationszangen 21. In die Steckerbüchse 27 ist ein Stecker 29 für die Zuführung eines hochfrequenten Stromes zum elektrochirurgischen Schneidmesser 22 bzw. zur Biopsiezange 23 einschiebbar. Die Steckerbüchse 27 durchsetzt das Führungsstück 3 und ragt in das Rohr 9. Sie ist im Bereich der Teile 3 und 9 mittels einer Kunststoffhülse 30 elektrisch isoliert. Die auf dem verjüngten Teil 27' der Steckerbüchse 27 angeordnete Kunststoffhülse 30 durchsetzt das Führungsstück 3 in einer Bohrung 31 und das Rohr 9 in einem Längsschlitz 32, durch welchen zugleich der Schiebeweg des Rohres 9 begrenzt ist. In einer Axialbohrung 33 des verjüngten Teiles 27' der Steckerbüchse 27 ist ein Kontaktstift 34 axial verschiebbar, welcher das Futterrohr 15 des Rohres 9 in einem Längsschlitz 35 durchsetzt und durch eine Druckfeder 36 gegen die innere Stange 16 gedrückt wird. Der mittels des Steckers 29 zugeführte Hochfrequenzstrom wird über den Kontaktstift 34 und die innere Stange 16 dem elektro-chirurgischen Schneidmesser 22 bzw. der Biopsiezange 23 zugeführt. Das Koagulieren und elektrische Schneiden wird mit einer Neutral-Elektrodenplatte durchgeführt, d. h. der eine Pol (Neutral-Elektrodenplatte) wird an die Haut der Patientin angeschlossen, während der zweite Pol (Schneid- oder Koagulationsstrom) über die separaten Anschlüsse 28 und 29 (Fig. 1) den beiden Koagulationszangen 21 bzw. dem Elektro Schneidmesser 22 zugeführt wird. Gemäss einer Variante der Vorrichtung in Fig. 7 und 8 können anstelle der zwei Koagulationszangen 21 mit Neutral-Elektrode zwei voneinander isolierte Koagulationszangen 21' für die bipolare Koagulation eingesetzt werden, d. h. die Neutral-Elektrode wird bei dieser Methode überflüssig. Es wird je ein Pol des Koagulationsstromes über die Anschlüsse 28' und 29' gemäss Fig. 9 den Koagulationszangen 21' (Fig. 7 und 8) zugeführt. Mit der beschriebenen Vorrichtung kann nach dem Anbringen eines Einstiches durch die Bauchdecke vorerst ein Bauchpneu zur Freigabe des Operationsfeldes erzeugt werden, wobei mit Hilfe der mit der Beleuchtungseinrichtung ausgestatteten Optik 24 eine gute Beobachtung möglich ist. Nun können durch Betätigung des Handgriffes 7 die beiden Koagulationszangen 21 nach vorn geschoben, geöffnet, über den Eileiter geschoben und durch Loslassen des Griffes 7 zurückgezogen und geschlossen werden. Beim Schliessen der Zangen wird der von ihnen erfasste Eileiter an zwei voneinander distanzierten Stellen durch Koagulieren verschlossen. Nach Einsetzen des Schneidmessers 22 oder der Biopsiezange 23 anstelle der Optik 24 kann bei abermaligem Erfassen des Eileiters mittels der Zangen 21 und Betätigen des Drückers 8 der Eileiter mittels des Schneidmessers 22 zwischen den beiden Verschlussstellen durchgetrennt und gegebenenfalls mittels der Biopsiezange 23 ein Biopsie-Präparat entnommen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVorrichtung zum Unterbinden und Durchtrennen von Eileitern, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen rohrförmigen Teil (1) aufweist, in dem zwei Koagulationszangen (21) und wahlweise eine Betrachtungsoptik (24) mit Lichtquelle, ein elektro-chirurgisches Schneidmesser (22) oder eine Biopsiezange (23) eingesetzt bzw. einsetzbar sind und in dem eine in einem Anschlussstutzen (25) mündende Gasleitung (12) zur Erzeugung eines Bauchpneus verläuft, und dass Bedienungsorgane (7, 8) für die Koagulationszangen (21) und das Schneidmesser (22) sowie Anschlüsse (26, 27) für die Zufuhr hochfrequenten Stromes zu den Koagulationszangen (21) und zum elektrochirurgischen Schneidmesser (22) vorgesehen sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennz & ch- net, dass zwei voneinander isolierte Koagulationszangen (21') für bipolare Koagulation eingesetzt sind.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, dass die Koagulationszangen (21) federnd ausgebildet sind und durch Längsverschieben nach vorn bzw. nach hinten geöffnet bzw. geschlossen werden können.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass zwischen den beiden Koagulationszangen (21) ein elektrochirurgisches Schneidmesser (22), eine Biopsiezange (23) oder eine mit einer Beleuchtungseinrichtung kombinierte Optik (24) einsetzbar ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrochirurgische Schneidmesser (22) und die Biopsiezange (23) je durch eine zugehörige Stange (16) mit einem Betätigungsorgan (8) lösbar verbunden und nach vorn ausbaubar sind.5. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verschiebung der Koagulationszangen (21) ein mit einem Isolierfutter (15) versehenes Rohr dient, welches die genannte, mit dem Schneidmesser (22) bzw. mit der Biopsiezange (23) verbundene Stange (16) umschliesst, wobei für die Stromzuführung zur letzteren ein Kontakstift (30) vorgesehen ist, welcher das Rohr (9) und dessen Isolierfutter (15) in Längsschlitzen (32, 35) durchsetzt.
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1973
- 1973-03-13 CH CH374373A patent/CH547103A/de not_active IP Right Cessation
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