Die Erfindung betrifft eine längsgeteilte Kabelmuffe mit aus Kunststoff gefertigten schalenförmigen Teilen und mit Einrichtungen zur Verminderung des Durchdringens von Wasserdampf durch die Muffenwand. Eine solche mit einer Permeationssperre ausgerüstete Kabelgarnitur kann zum Beispiel als Verbindungs- oder Abzweigmuffe für kunststoffoder metallummantelte Nachrichtenkabel dienen.
Kabelmuffen der eingangs geschilderten Art sind in vielfa cher Ausführungsform bekannt. Als bevorzugtes Material für den Aufbau der Kabelmuffen benutzt man zur Zeit glasfaserverstärktes Polyester oder sich mechanisch ähnlich verhaltende Stoffe. Diese verhältnismässig leicht zu verarbeitenden Stoffe sind aber nicht ausreichend wasserdampfdicht und können nach überhöhter mechanischer Beanspruchung Risse in den Wandungen aufweisen. Bisher hat man verschiedene Massnahmen getroffen, um diese nachteiligen Erscheinungen auszuschalten. So wird in der deutschen Offenlegungsschrift 2 004 821 eine Kabelgarnitur beschrieben, bei der die Innenwandung der Gehäuseteile mit einer auf ihr fest- haftenden Metallschicht versehen ist, die sich bis in die bei der längsgeteilten Garnitur vorgesehenen Dichtungsbereiche erstreckt.
Bei der durch das deutsche GM 7 008 785 bekannten Kabelgarnitur wird als Permeationssperre eine Folie aus thermoplastischem Kunststoff, vorzugsweise aus Po lyisobutylen, benutzt. Die Kunststoffolie kann in das Material der Gehäusewandung eingebettet sein oder z. B. auch nachträglich auf das ausgehärtete Material des Gehäuses der Kabelgarnitur heiss aufgeprägt werden.
Bei einer aus der deutschen OS 2 011 297 bekannten Kabelgarnitur dient als Permeationssperre eine Metallschicht, die aus einer Aluminiumfolie besteht; diese ist zumindest auf einer dem Material der Gehäusewandung zugekehrten Seite mit einem die Haftung zwischen der Aluminiumfolie und dem Material der Gehäusewandung vermittelnden Stoff beschichtet, während zwischen dem Material der Gehäusewandung und der Aluminiumfolie ein Glasfaseroberflächenvlies, insbesondere zur Verbesserung der Haftung zwischen diesen Materialien, angeordnet ist.
Die bekannten Kabelmuffen mit Permeationssperre sind wegen ihres aufwendigen Herstellungsprozesses teuer. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, Kabelmuffen mit einem längsgeteilten Gehäuse aus Kunststoff einfacher und dadurch billiger als die bekannten Kabelmuffen herstellbar auszubilden ohne ihre Funktion und ihren Einsatzbereich zu schmälern. Die Erfindung geht zur Lösung dieser Aufgabe von einer Kabelmuffe aus, deren Gehäuse aus zwei lösbar miteinander verbundenen Halbschalen besteht und bei der die Abdichtung zwischen den Halbschalen einerseits und der Kabelmuffe und dem Kabelmantel andererseits durch plastisch bleibendes Dichtungsmaterial erfolgt.
Die gestellte Aufgabe wird bei der Kabelmuffe nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Permeationssperreinrich- tungen als der Innenkontur der schalenförmigen Teile angepasste und als selbständige Einheiten ausgebildete dünnwandige Einlagen ausgebildet sind, deren Ränder sich sowohl bis in die Dichtungsbereiche der Kabeleinführungen in die Muffe als auch bis in die Dichtungsbereiche zwischen den schalenförmigen Teilen erstrecken. In vorteilhafter Weise werden die Einlagen aus Niederdruckpolyäthylen hergestellt.
Die Einlagen können auch aus Metall bestehen, z. B. aus Stahlblech, das mit Lack oder mit thermoplastischem Stoff beschichtet ist. Um die bei der Montage oder nach längerer Zeit geringfügig in die Kabelmuffe eindringende Feuchtigkeit zu absorbieren, kann bei der Montage der Kabelmuffe im Muffenraum ein diese Feuchtigkeit absorbierender Stoff untergebracht werden. Bei aus Halbschalen bestehenden Kabelmuffen weisen die Einlagen vorteilhafterweise ebenfalls die Form von Halbschalen auf. Durch eine Formgebung, die ein Klemmen der Einlage in der Muffenhalbschale bewirkt, kann erreicht werden, dass beide Teile bei der Montage der Muffe als eine Einheit gehandhabt werden können. Der gleiche Effekt kann auch durch die Befestigung der Einlage in der Muffenhalbschale mittels eines Klebstoffes erzielt werden.
Durch die Verwendung der Wasserdampfsperre als selbständige Muffeneinlage können die Muffenteile wesentlich einfacher als im Verbund, wie dies bei den bekannten derartigen Kabelgarnituren der Fall ist, hergestellt werden. Erschwe rend für die Herstellung der bekannten Garnituren zeigte sich insbesondere die verschiedene Verarbeitungstemperatur der verschiedenen Werkstoffe. Benutzt man beispielsweise Kunststoffeinlagen als Permeationssperre, so konnte diese beim Aufpressen des Muffenkörpermaterials unter Wärme zerstört werden. Andererseits aber ist auch die Herstellung einer Metalleinlage als Permeationssperre teuer und die Weiterverarbeitung dieser Einlage zu einer festen Einheit mit dem Muffenkörper aufwendig.
Bei der Garnitur nach der Erfindung kann jede Baueinheit, also der aus Halbschalen bestehende Muffenkörper einerseits und die Einlage andererseits nach den jedem Teil am besten zuträglichen Ver fahren verformt und verarbeitet werden. In vorteilhafter Weise wirkt das Dichtungsmaterial zwischen den Muffenteilen gleichzeitig als Dichtungsmittel sowohl zwischen den Muffenhalbschalen als auch zwischen den Muffenhalbschalen und dem Kabelmantel und ferner zwischen all diesen Teilen und der eine selbständige Einheit bildenden Einlage.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Fig. 1 bis 3 skizzierten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In den Fig. 1 und 2 sind die einzelnen Teile der längsgeteilten Kabelgarnitur dargestellt und zwar zeigt Fig. 1 eine Muffenhalbschale 1, die beispielsweise aus glasfaserverstärktem Polyester hergestellt ist und die beiden Kabeleinführungen 2 aufweist. Im Flanschbereich der Halbschalen sind Längsnuten 3 zum Einlegen von Dichtungsmaterial vorgesehen, welche in die Kabeleinführungsabdichtungen übergehen und so ein geschlossenes Dichtungssystem bilden. Die Fig. 1 lässt auch die Konturen der inneren Oberfläche erkennen, insbesondere in den Einführungen 2, die nach dem inneren Muffenraum hin weitere Vorsprünge 4 zur Befestigung der Kabelmantelabfangung aufweist.
Die Muffenhalbschale 1 kann auch die aus der inneren Oberfläche herausragenden Vorsprünge 9 aufweisen, an denen die in Fig. 2 als selbständige Einlage 5 dargestellte Permeationssperre beim Einlegen in die Muffenhalbschale 1 einrasten kann. Zu diesem Zweck weist die Einlage 5 hutartige Einbuchtungen 10 auf, in welche die stiftartigen Vorsprünge 9 eingreifen und sich infolge geeigneter Bemessung mit diesen verklemmen. Durch diese Klemmwirkung wird das Herausfallen der Einlage 5 aus der Halbschale 1 bei der Montage der Muffe verhindert. Die Form der Einlage 5 ist vorteilhafterweise der inneren Kontur der in Fig. 1 dargestellten Muffenhalbschale angepasst, insbesondere im Bereich der Einführungen 2. Dementsprechend weist die in Fig. 2 dargestellte Permeationssperre Rillen 6 auf, die sich mit den Rillen in den Kabeleinführungen 2 nach Fig. 1 decken.
Die Randbereiche 7 der Permeationssperre 5 sind so ausgebildet, dass sie sowohl in die Dichtung nut 3 als auch in die Kabeleinführungen 2 der Muffenhalbschalen hineinreichen und somit zusammen mit den Dichtungen zwischen den Muffenhalbschalen ein geschlossenes Dichtungssystem bilden. Die in Fig. 1 dargestellten Muffenhalbschalen weisen Bohrungen 8 für die Aufnahme von Schrauben auf, mittels welcher zwei Halbschalen miteinander verklemmt werden. In Fig. 3 ist eine Muffenhalbschale 1 mit der eingelegten Permeationssperre 5 gezeigt.
The invention relates to a longitudinally split cable sleeve with shell-shaped parts made of plastic and with devices for reducing the penetration of water vapor through the sleeve wall. Such a cable fitting equipped with a permeation barrier can serve, for example, as a connecting or branching sleeve for plastic or metal-sheathed communication cables.
Cable sleeves of the type described are known in many embodiments. The preferred material for the construction of the cable sleeves is currently glass fiber reinforced polyester or mechanically similar materials. These materials, which are relatively easy to process, are not sufficiently water-vapor-tight and can show cracks in the walls after excessive mechanical stress. So far, various measures have been taken to eliminate these disadvantageous phenomena. Thus, in the German Offenlegungsschrift 2 004 821, a cable fitting is described in which the inner wall of the housing parts is provided with a metal layer adhering firmly to it, which extends into the sealing areas provided in the longitudinally split fitting.
In the cable fitting known from German GM 7 008 785, a film made of thermoplastic material, preferably made of polyisobutylene, is used as a permeation barrier. The plastic film can be embedded in the material of the housing wall or z. B. can also be hot stamped on the cured material of the housing of the cable set.
In a cable fitting known from German OS 2 011 297, a metal layer which consists of an aluminum foil is used as a permeation barrier; This is coated at least on one side facing the material of the housing wall with a substance that promotes the adhesion between the aluminum foil and the material of the housing wall, while a glass fiber surface fleece is arranged between the material of the housing wall and the aluminum foil, in particular to improve the adhesion between these materials .
The known cable sleeves with permeation barriers are expensive because of their complex manufacturing process. The object on which the invention is based is to design cable sleeves with a longitudinally divided housing made of plastic that can be produced more easily and thus more cheaply than the known cable sleeves without reducing their function and area of application. To solve this problem, the invention is based on a cable sleeve whose housing consists of two detachably connected half-shells and in which the seal between the half-shells on the one hand and the cable sleeve and the cable sheath on the other hand is made by sealing material that remains plastic.
The object is achieved in the cable sleeve according to the invention in that the permeation barrier devices are designed as thin-walled inserts adapted to the inner contour of the shell-shaped parts and designed as independent units, the edges of which extend into the sealing areas of the cable entries in the sleeve as well extend into the sealing areas between the shell-shaped parts. Advantageously, the inserts are made of low-pressure polyethylene.
The deposits can also be made of metal, e.g. B. made of sheet steel that is coated with paint or thermoplastic material. In order to absorb the moisture penetrating slightly into the cable sleeve during assembly or after a long period of time, a material that absorbs this moisture can be accommodated in the sleeve space during assembly of the cable sleeve. In the case of cable sleeves consisting of half-shells, the inserts also advantageously have the shape of half-shells. A shape that causes the insert to clamp in the sleeve half-shell can ensure that both parts can be handled as a unit when the sleeve is assembled. The same effect can also be achieved by fastening the insert in the sleeve half-shell by means of an adhesive.
By using the water vapor barrier as an independent sleeve insert, the sleeve parts can be produced much more easily than in a composite, as is the case with the known cable fittings of this type. The different processing temperatures of the various materials were particularly difficult for the manufacture of the known sets. If, for example, plastic inserts are used as a permeation barrier, this could be destroyed when the sleeve body material is pressed on under heat. On the other hand, however, the production of a metal insert as a permeation barrier is expensive and the further processing of this insert into a solid unit with the sleeve body is complex.
In the set according to the invention, each structural unit, so the sleeve body consisting of half-shells on the one hand and the insert on the other hand, can be deformed and processed according to the most beneficial process for each part. Advantageously, the sealing material between the sleeve parts simultaneously acts as a sealing means both between the sleeve half-shells and between the sleeve half-shells and the cable jacket and also between all these parts and the insert which forms an independent unit.
The invention is explained in more detail below with reference to an exemplary embodiment outlined in FIGS. 1 to 3.
1 and 2 show the individual parts of the longitudinally divided cable fitting, specifically FIG. 1 shows a sleeve half-shell 1 which is made, for example, of glass fiber reinforced polyester and has the two cable entries 2. In the flange area of the half-shells, longitudinal grooves 3 are provided for inserting sealing material, which pass into the cable entry seals and thus form a closed sealing system. 1 also shows the contours of the inner surface, in particular in the entries 2 which, after the inner sleeve space, have further projections 4 for fastening the cable sheath support.
The sleeve half-shell 1 can also have the projections 9 protruding from the inner surface, on which the permeation barrier shown in FIG. 2 as an independent insert 5 can snap into place when it is inserted into the sleeve half-shell 1. For this purpose, the insert 5 has hat-like indentations 10 into which the pin-like projections 9 engage and, as a result of suitable dimensioning, jam with them. This clamping effect prevents the insert 5 from falling out of the half-shell 1 when the sleeve is assembled. The shape of the insert 5 is advantageously adapted to the inner contour of the sleeve half-shell shown in Fig. 1, in particular in the area of the inlets 2. Accordingly, the permeation barrier shown in Fig. 2 has grooves 6 that align with the grooves in the cable inlets 2 according to Fig 1 cover.
The edge areas 7 of the permeation barrier 5 are designed so that they extend into both the seal groove 3 and the cable entries 2 of the sleeve half-shells and thus form a closed sealing system together with the seals between the sleeve half-shells. The sleeve half-shells shown in Fig. 1 have bores 8 for receiving screws, by means of which two half-shells are clamped together. In Fig. 3, a sleeve half-shell 1 with the inserted permeation barrier 5 is shown.