Verteiler für flüssige Medien
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verteiler für flüssige Medien an einem an der Rückseite eines fahrbaren Flüssigkeitsbehälters angebrachten, die Flüssigkeit unter Druck versprühenden, gebogenen und dreheinstellbaren Strahlrohr, wobei der Verteiler mindestens zwei wahlweise in Funktionsstellung versetzbare Leitorgane aufweist.
Beim Ausbringen von Jauche auf das Feld wird normalerweise die Jauche hinter dem Flüssigkeitsbehälter auf einem die Fahrspur überdeckenden Geländestreifen verteilt. In besonderen Fällen, beispielsweise bei an Strassen grenzenden Grundstücken, soll hingegen die Jauche durch einen etwa quer zur Fahrrichtung geleiteten Strahl in einem seitlich zur Fahrspur versetzten Geländestreifen verteilt werden können.
Zur wahlweisen Durchführung dieser beiden genannten Sprüharten benutzte man bis jetzt einen Verteiler, der, ausgestattet mit zwei unterschiedlich geformten Leitorganen, in zwei Arbeitsstellungen einstellbar ist.
Ferner ist solchen Verteilern meistens auch ein Schieberhahnen vorgeschaltet, mit welchem nicht nur der Flüssigkeits behälter geschlossen und geöffnet werden kann, sonder der, als Drosselstelle benutzt, der Mengendosierung dient. Eine solche, nicht am Austrittsende des Verteilsystems liegende
Drosselung hat den Nachteil, dass sie in den vor dem Verteiler liegenden Rohrleitungen eine Turbulenz erzeugt, die auf die Kontinuität des Strahls störend einwirkt.
Der Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieses Nachteils sowie eine Vereinfachung der Konstruktion des Verteilers. Dabei stellte sich die Aufgabe, die Funktionen des Drosselns und der Verteilens mit nur einem einzigen, verstellbaren Maschinenteil durchführen zu können.
Diese der Erfindung gestellte Aufgabe ist dadurch gelöst worden, dass bei einem Verteiler der eingangs genannten Art eine zur Strahlrohrmündung im wesentlichen quer zur Strahlrichtung versetz- und feststellbare Verteilerplatte mindestens zwei in gleicher Ebene liegende Bohrungen aufweist, denen die in unterschiedlicher Form ausgebildeten Leitorgane zugeordnet sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, mit welcher ein Ausführungsbeispiel näher erläutert ist. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Abschnittes der Behälterrückseite mit angeflanschtem Strahlrohr und mit im Vertikalschnitt dargestelltem Verteiler,
Fig. 2 das Strahlrohr und den Verteiler gemäss Fig. 3 im Schnitt II-II gesehen,
Fig. 3 in Draufsicht einen Horizontalschnitt durch das Strahlrohr und den Verteiler, der Verteiler in der Arbeitsstellung für das Seitwärtssprühen,
Fig. 4 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf den Flüssigkeitsbehälter, mit dem Verteiler in der Arbeitsstellung für das Seitwärtssprühen, und
Fig. 5 eine gleiche Darstellung wie Fig. 4, jedoch mit dem Verteiler in der Arbeitsstellung für das Rückwärtssprühen.
Ein mit zwei Rädern 1 fahrbarer und mit einer Zugdeichsel 2 an einen nicht dargestellten Traktor anhängbarer Flüssigkeitsbehälter 3 trägt an seiner rückseitigen Stirnwand einen in Fahrrichtung sich erstreckenden Rohrstutzen 4, an welchem mittels eines Schieberhahnens 5 der Flüssigkeitsbehälter 3 verschliessbar ist.
Der Rohrstutzen 4 hat eine kugelig ausgebildete Anschlussstelle 6, an welcher mittels eines Hebelverschlusses 7 ein bogenförmiges Strahlrohr 8 so gekuppelt ist, dass dieses um die Längsachse des Rohrstutzens 4 schwenkbar, in einem Schwenkbereich von 360 dreheinstellbar ist.
Das Strahlrohr 8 ist mündungsseitig mit einer Flanschpartie 9 ausgebildet, die mit einer Dichtung 10 belegt ist. Ein mit 11 bezeichneter Verteiler hat eine zwei Bohrungen 12 und 13 aufweisende Verteilerplatte 14, deren Seitenkanten, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, als Längsrinnen 15 ausgebildet sind. Mit in diese Längsrinnen 15 einhakenden Spannfedern 16 und mit an diesen angreifenden, am Strahlrohr 8 schwenkbar gelagerten Spannhebeln 17 ist die Verteilerplatte 14 auf die Dichtung 10 der Flanschpartie 9 spannbar.
In der Verlängerung der Bohrung 12 sitzt auf der Verteilerplatte 14 ein Leitrohr 18. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, verjüngen die Breitseiten des Leitrohres 18 sich in Mündungs richtung, wobei dessen Schmalseiten, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, in Mündungsrichtung divergieren. Die Bohrung 13 ist überdeckt von einem abgewinkelten Leitteller 19.
Zur Durchführung des Sprühvorganges gemäss Fig. 5, ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, das Strahlrohr 8 mit seiner Krümmung aufwärts gerichtet und der Verteiler 11 am Strahlrohr 8 so eingestellt, dass die Bohrung 13 der Verteilerplatte 14 mit der Mündung des Strahlrohres 8 korrespondiert.
Der Leitteller 19 wirkt für die unter Druck in kompaktem Strahl aus dem Strahlrohr 8 austretende Jauche als Prallfläche, welche die Jauche schräg aufwärts und fächerartig in einem beidseitig über die Fahrspur hinaus sich erstreckenden Sprühregen versprengt.
Will man nun die Dunggabe pro Flächeneinheit vermindern, muss die Durchflussmenge im Strahlrohr 8 gedrosselt werden. Zu diesem Zweck wird die Verteilerplatte 14 auf der Flanschpartie 9 des Strahlrohres 8 so verschoben, dass die Bohrung 13 mit der Mündung des Strahlrohres 8 keine fluchtende Übereinstimmung mehr hat, womit der Durchtrittsquerschnitt eine entsprechende Reduktion erfährt. Nach Massgabe dieser Relativverschiebung zwischen Verteiler 11 und Strahlrohr 8 kann der Durchflussquerschnitt stufenlos den Bedürfnissen angepasst werden. Mit dieser stufenlosen Regelung der Durchflussmenge kann die Dunggabe besonders einfach und anpassungsfähig vorgewählt werden, insbesondere wenn man bedenkt, dass dabei auch die Konsistenz der Jauche zu berücksichtigen ist.
Ferner kann je nach Geländeverhältnissen beim Ausbringen der Jauche schneller oder langsamer gefahren werden, denn mit entsprechender Anpassung des Durchflussquerschnittes kann trotz unterschiedlicher Fahrgeschwindigkeit die versprengte Jauchemenge pro Flächeneinheit konstant gehalten werden.
Soll nun die Jauche in einem seitlich neben der Fahrspur liegenden Geländestreifen versprengt werden, wird das Strahlrohr 8 mit Verschwenkung an der Anschlussstelle 6 um etwa 90 mit leichter Aufwärtsneigung seitwärts gerichtet, wie dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Zusätzlich wird der Verteiler 11 in die in Fig. 3 ersichtliche Funktionsstellung verschoben, in welcher die Bohrung 12 mit dem zugehörigen Leitrohr 18 die Fortsetzung der Mündung des Strahlrohres 8 bildet Mit einem durch den Mündungsquerschnitt des Leitrohres 18 bestimmten, gebündelten Strahl wird die Jauche etwa quer zur Fahrrichtung versprengt. Auch bei dieser Seitwärtssprühung ist eine stufenlose Dosierung der Durchflussmenge möglich, indem der wirksame Mündungsquerschnitt mit Verschiebung der Bohrung 12 relativ zur Mündung des Strahlrohres 8 variiert werden kann.
Der Erfindungsgedanke bleibt nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt; so wäre beispielsweise als Variante eine in einer Verschwenkbewegung verstellbare Verteilerplatte denkbar, mit welcher wahlweise mindestens zwei, entsprechenden Bohrungen zugeordnete und unterschiedlich gestaltete Leitorgane in Funktionsstellung bringbar sind, wobei mit Verschwenkbewegung der Bohrungen eine Regelung des Durchflussquerschnittes möglich wäre.
Distributor for liquid media
The invention relates to a distributor for liquid media on a curved and rotationally adjustable jet pipe attached to the rear of a mobile liquid container and spraying the liquid under pressure, the distributor having at least two guide elements that can be optionally moved into functional position.
When applying liquid manure to the field, the liquid manure is normally distributed behind the liquid container on a strip of land covering the lane. In special cases, for example in the case of properties bordering roads, it should be possible to distribute the manure by means of a jet directed approximately transversely to the direction of travel in a strip of terrain offset to the side of the lane.
For the optional implementation of these two types of spray, a distributor has been used up to now which, equipped with two differently shaped guide elements, can be set in two working positions.
Furthermore, such distributors are usually also preceded by a slide valve with which not only the liquid container can be closed and opened, but the one used as a throttle point is used to dose the quantity. One that is not located at the outlet end of the distribution system
Throttling has the disadvantage that it creates turbulence in the pipelines upstream of the distributor, which has a negative effect on the continuity of the jet.
The purpose of the invention is to eliminate this drawback as well as to simplify the construction of the distributor. The task was to be able to carry out the functions of throttling and distribution with just one single, adjustable machine part.
This object of the invention has been achieved in that, in a distributor of the type mentioned at the outset, a distributor plate that can be displaced and locked essentially transversely to the jet direction has at least two bores lying in the same plane, to which the guide elements designed in different shapes are assigned.
Further details of the invention emerge from the following description, which explains an exemplary embodiment in more detail. In the drawing show:
1 shows a side view of a section of the rear of the container with a flanged jet pipe and with a distributor shown in vertical section.
FIG. 2 shows the jet pipe and the distributor according to FIG. 3 in section II-II,
3 shows a plan view of a horizontal section through the jet pipe and the distributor, the distributor in the working position for sideways spraying,
4 in a schematic representation a plan view of the liquid container, with the distributor in the working position for sideways spraying, and
FIG. 5 shows the same representation as FIG. 4, but with the distributor in the working position for backward spraying.
A liquid container 3, which can be moved with two wheels 1 and can be attached to a tractor (not shown) with a drawbar 2, has on its rear end wall a pipe socket 4 extending in the direction of travel, on which the liquid container 3 can be closed by means of a valve 5.
The pipe socket 4 has a spherical connection point 6, to which an arcuate jet pipe 8 is coupled by means of a lever lock 7 so that it can be pivoted about the longitudinal axis of the pipe socket 4 in a pivoting range of 360.
The jet pipe 8 is formed on the mouth side with a flange portion 9 which is covered with a seal 10. A distributor designated by 11 has a distributor plate 14 having two bores 12 and 13, the side edges of which, as can be seen from FIG. 2, are designed as longitudinal grooves 15. With tensioning springs 16 hooking into these longitudinal channels 15 and with tensioning levers 17 engaging them and pivotably mounted on the jet pipe 8, the distributor plate 14 can be clamped onto the seal 10 of the flange section 9.
In the extension of the bore 12 sits on the distributor plate 14 a guide tube 18. As can be seen from Fig. 1, the broad sides of the guide tube 18 taper in the direction of the mouth, the narrow sides of which, as can be seen from Fig. 2, diverge in the direction of the mouth. The bore 13 is covered by an angled guide plate 19.
To carry out the spraying process according to FIG. 5, as can be seen from FIG. 1, the jet pipe 8 is directed with its curvature upwards and the distributor 11 on the jet pipe 8 is set so that the bore 13 of the distributor plate 14 with the mouth of the jet pipe 8 corresponds.
The guide plate 19 acts as a baffle for the liquid manure emerging from the jet pipe 8 in a compact jet under pressure, which disperses the liquid manure obliquely upwards and in a fan-like manner in a spray extending over the lane on both sides.
If one now wants to reduce the manure application per unit area, the flow rate in the jet pipe 8 must be throttled. For this purpose, the distributor plate 14 is shifted on the flange section 9 of the jet pipe 8 so that the bore 13 no longer coincides with the mouth of the jet pipe 8, with the result that the passage cross section experiences a corresponding reduction. According to this relative displacement between distributor 11 and jet pipe 8, the flow cross-section can be continuously adapted to requirements. With this stepless regulation of the flow rate, the manure application can be preselected in a particularly simple and adaptable manner, especially when you consider that the consistency of the manure must also be taken into account.
Furthermore, depending on the terrain, it is possible to drive faster or slower when spreading the liquid manure, because with appropriate adjustment of the flow cross-section, the amount of liquid manure dispersed per unit area can be kept constant despite different driving speeds.
If the manure is now to be dispersed in a strip of land lying to the side of the lane, the jet pipe 8 is directed sideways with a pivoting at the connection point 6 by about 90 with a slight upward inclination, as shown in FIGS. 3 and 4. In addition, the distributor 11 is moved into the functional position shown in Fig. 3, in which the bore 12 with the associated guide tube 18 forms the continuation of the mouth of the jet pipe 8 With a bundled jet determined by the mouth cross-section of the guide pipe 18, the liquid manure is approximately transverse scattered to the direction of travel. A stepless metering of the flow rate is also possible with this sideways spray, in that the effective mouth cross-section can be varied by moving the bore 12 relative to the mouth of the jet pipe 8.
The inventive concept is not limited to the embodiment shown; For example, as a variant, a distributor plate adjustable in a pivoting movement would be conceivable, with which optionally at least two differently designed guide elements assigned to corresponding bores can be brought into the functional position, whereby a control of the flow cross section would be possible with a pivoting movement of the bores.