Fräskette zum Entlasten und Entrinden von Bäumen Das Hauptpatent betrifft eine Fräskette zum Ent- asten und Entrinden von Bäumen, insbesondere Nadel hölzern, bei welcher eine Gelenkkette als Trägerelement für die an den Kettenlaschen angeordneten Fräszähne dient und die im Betrieb zumindest teilweise auf dem zu bearbeitenden Stamm aufliegt und die Fräszähne, welche die zugehörige Kettenlasche zum Stamm hin mit ihrer Schneidkante überragen,
mit dieser Schneidkante etwa durch die Berührungsstelle zwischen Kettenrolle und Stamm laufen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Kette weist mindestens drei unterschiedlich geformte und geschlif fene sowie senkrecht zur Kettenlängsachse gegeneinan der versetzt, aufeinanderfolgende Fräszähne auf.
Die Erfindung bezieht sich auf die weitere Vervoll kommnung dieser Fräskette.
Die erfindungsgemässe Fräskette ist dadurch ge kennzeichnet, dass jeweils ein Innenzahn und ein Aussen zahn auf derselben Kettenlasche angeordnet sind. Damit kann erreicht werden, dass sich beim Schneiden eine symmetrische Belastung der den Innen- und Aussenzahn tragenden Lasche ergibt und keinerlei Drehmoment auf tritt, welches ein Abscheren der die Lasche haltenden Bolzen oder der Zähne selbst von der Lasche bewirken könnte.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Kettenbolzen auf ihrer gesamten Länge im wesent lichen denselben Durchmesser aufweisen. Dadurch wird die symmetrische Zahnanordnung auf der diese tragen den Lasche weiterhin unterstützt, denn es können keiner lei Kerbwirkungen an den die Lasche haltenden Bolzen auftreten, wie es bei solchen, bisher verwendeten Ketten bolzen der Fall war, die an ihren beiden Enden jeweils einen Abschnitt verminderten Durchmessers aufwiesen, auf denen die äusseren Kettenlaschen sassen.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Mittenzahn der Fräskette höher ist als der Aussen- und der Innenzahn. Desgleichen können in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung die Innen-, Aussen- und Mittenzähne je weils einen Spanwinkel von etwa 15 sowie einen obe ren Freiwinkel von etwa 10 aufweisen,
ferner die Mittenzähne jeweils auf beiden Seiten mit einem Frei winkel von der Schneidkante entgegen der Laufrichtung gesehen von etwa 5' versehen sein und die Aussenzähne jeweils auf der dem Stamm abgewandten Seite einen Freiwinkel von der Schneidkante zum Zahnfuss von etwa 10 und einen Freiwinkel von der Schneidkante entge- Clen der Laufrichtung gesehen von etwa 5 aufweisen,
während die Innenzähne jeweils auf der dem Stamm zu .-.-wandten Seite mit einem Freiwinkel von der Schneid kante zum Zahnfuss von ehva 5<B>'</B> und mit einem Freiwinkel von der Schneidkante entgegen der Lauf richtung gesehen von etwa 10 versehen sein, wobei die Innen- und Aussenzähne auf den einander gegen überliegenden Seiten jeweils einen Freiwinkel von der Schneidkante ent.aegen der Laufrichtung gesehen von etwa 27 30" haben. Dabei können die Innen- und Aussen zähne jeweils um etwa 8,7 mm und die Mittenzähne um etwa<B>11,7</B> mm aus der zugehörigen Kettenlasche hervorstehen.
Ferner können die Schneidkanten der Innenzähne eine Länge von etwa 4,5 mm, die Schneid kanten der Aussenzähne eine Länge von etwa 5,5 mm und die Schneidkanten der Minenzähne eine Länge von etwa 8 mm aufweisen.
Schliesslich können die äusseren, auf der den Zähnen abgewandten Seite der Kette angeordneten Kettenlaschen mit einer mittleren, nach aussen vorspringenden Erhö hung versehen sein. Über diese kann sich die erfindungs gemässe Fräskette an geeigneten Widerlagern des Ge rätes im Betriebe abstützen, in welchem sie verwendet wird, so dass ein ruhiger Kettenlauf mit verhältnismässig grossen Vorschubgeschwindigkeiten des zu bearbeiten den Baumstammes an der Fräskette entlang sicherge stellt ist.
Nachstehend wird eine Ausführungsform der Erfin dung anhand der beigefügten Zeichnungen beispielsweise beschrieben. In diesen zeict: Fig.1 die Stirnansicht einer erfindungsgemässen Fräskette in gestrecktem Zustand und schematischer Wiedergabe.
Fig.2 stellt die Ansicht des Schnittes entlang der Linie 1I-II in Fig. 1 dar.
Fig. 3 bis 5 geben den Aufriss, Grundriss und Seiten riss der einen Innen- und einen Aussenzahn tragenden Kettenlasche wieder.
Fig. 6 bis 8 zeigen den Aufriss, Grundriss und Seiten riss der einen Mittenzahn tragenden Kettenlasche.
Fig. 9 bis 11 stellen den Aufriss, Grundriss und Sei tenriss der einen Aussen- und einen Innenzahn tragenden Kettenlasche dar, wobei im Gegensatz zu den Fig. 3 bis 5 der Aussenzahn auf der linken Seite und der Innenzahn auf der rechten Seite (in Laufrichtung gesehen) angeord net ist.
Fig. 12 zeigt schematisch die Ansicht des Schnittes entlang der Linie XII-XII in Fig. 1 durch eine am Stamm befindliche erfindungsgemässe Kette.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 12 ersichtlich, besteht die Fräskette 1 aus einer als Trägerelement dienenden Glie derkette mit Rollkörpern 2 und Aussenlaschen 3, Innen laschen 4 und Zwischenlaschen 5 sowie aus Fräszähnen 6, 7 und B. Diese sind als Blockzähne ausgebildet und auf den Aussenlaschen 3 einer Kettenstirnseite angeord net, und zwar sitzt jeder Mittenzahn 7 allein auf einer Kettenlasche 3, während jeweils ein Aussenzahn 8 und ein Innenzahn 6 gemeinsam auf einer Lasche 3 angeord net sind.
Beim Entasten und Entrinden liegt die in Fig. 1 ge- streckt dargestellte Fräskette 1 mit den Rollkörpern 2 auf einem Abschnitt des Stammes 9 mit bereits entrin deter Oberfläche auf, wie besonders deutlich' aus Fig. 12 ersichtlich. Dabei bewegt sich die Fräskette 1 in Rich tung der Pfeile 10a (vgl. Fig. 1 und 2) sowie 10b (vgl. Fig. 12) am, Stamm 9 entlang.
Die Fräszähne 6, 7 und 8 dringen mit ihren Schneidkanten 11 dann in die Rinde des Stammes 9 ein und entfernen diese, ohne das darun- terliegende Holz zu verletzen.
Die Innenzähne 6 sind so auf den ihnen zugeordne ten Laschen 3 angeordnet, dass ihre Schneidkante 1l etwa durch die Berührungsstelle zwischen der Ober fläche 13 des entrindeten Stammes 9 und dem Rollkör- per 2 läuft, weicher der Schneidkante benachbart ist. Dies hat zur Folge, dass auch bei unterschiedlichen Durchmessern des durch die Kette 11 gerade bearbei teten Stammumfanges ein Einschneiden der Innenzähne 6 in die Oberfliiche 13 des Stammes 9 vermieden ist.
Die Aussenzlihne 8 ragen mit ihrer Schneidkante 11 über die Tangente 18 an die beiden zu ehörigen Roll- körper 2 hinaus, wie aus Fig. 1 und 12 entnommen wer den kann. Damit ist vermieden, dass die Fräskette 1 beim Durchlaufen durch einen Astansatz 19 einge klemmt wird, was dann besonders leicht geschehen könnte, wenn der Astansatz 19 - wie in Fig. 12 dar gestellt - einen grösseren Durchmesser hat als die Kette breit ist.
Die auf der vom Stamm abgewandten Seite über das Profil der Rollkörper 2 mit ihrer Schneidkante <B>11</B> hinausragenden Aussenziihne 8 schneiden die Kette 1 frei, so dass deren ungehinderter Lauf sichergestellt ist.
Wesentlich ist, dass die Aussen- und Innenzähne 8 bzw. 6 jeweils paarweise auf einer Lasche 3 angeordnet sind, so dass jeweils ein Innenzahn 6 neben einem Aussenzahn 8 liegt. Auf diese Weise ist verhindert, dass beim Schneiden ein Drehmoment auf die betreffende Lasche 3 ausgeübt wird und diese von den noch zu er örternden Kettecibolzen abe;eschert werden oder aber die Zähne 6 bzw. 8 von den Laschen 3 abbrechen. Vor teilhafterweise sind die Zahnpaare 8, 6 jeweils aus dem selben. Block herausgearbeitet, wie aus den Fig. 1 und 12 hervorgeht.
Die Zähne 6, 8 sind dabei vorzugsweise mit einer Höhe 21 von etwa 8,7 mm versehen, während die Mittenzähne 7 höher sind und eine Höhe 21 von etwa <B>11,7</B> mm aufweisen, wie der Fig. 12 zu entnehmen ist.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Fräszähne 6, 7 und 8 so auszubilden bzw. auf den La schen 3 anzuordnen, wie in den Fig. 3 bis<B>11</B> dargestellt. Die Zähne 6, 7 und 8 weisen dabei einen Spanwinkel 22 von etwa 15 sowie einen oberen Freiwinkel 23 von etwa 10' auf. Weiterhin sind die Innenzähne 6 auf der den Stamm 9 zugewandten Seite mit einem Freiwinkel 24 von der Schneidkante Il zum Zahnfuss von etwa 5' versehen. Die Mittenzähne 7 weisen auf beiden Seiten einen Freiwinl:a 26 von der Schneidkante <B>11</B> entgegen der Laufrichtung gesehen von etwa 5 auf.
Die Aussen zähne 8 besitzen auf der dem Stamm 9 abgewandten Seite einen Freiwinkel 27 von der Schneidkante 11 zum Zahnfuss von etwa 10 und einen Freiwinkel 28 von der Schneidkante <B>11</B> entgegen der Laufrichtung gesehen von etwa 5'. Auf der dem Stamm 9 zugewandten Seite sind die Innenzähne 6 weiterhin mit einem Freiwinkel 28' von der Schneidkante <B>11</B> entgegen der Laufrichtung gesehen von etwa 10 versehen. Die einander paarweise benachbarten Zähne 6 und 8 sind schliesslich auf den einander gegenüberliegenden Seiten jeweils mit einem Freiwinkel 26' bzw. 29' von der Schneidkante entgegen der Laufrichtung gesehen von etwa 21 30' versehen.
Die Schneidkanten der Zähne 6, 7 und 8 weisen je weils eine Länge von etwa 4,5 bzw. 8 bzw. 5,5 mm auf. Die Kettenlaschen 3, welche auf der den Zähnen 6, 7 und 8 abgewandten Seite der Kette 1 angeordnet sind, sind mit einer mittleren, nach aussen vorspringenden Erhöhung 31 versehen, welche in die Laschen 3 einge- presst sein kann und über die sich diese Laschen an einem Widerlager abstützen können, das in dem Gerät vorgesehen ist, in welchem die Fräskette 1 benutzt wird.
Die Fräskette 1 weist schliesslich noch Kettenbolzen 32 auf, die sich dadurch auszeichnen, dass sie auf ihrer gesamten Länge anniihernd denselben Durchmesser be- sizzen. Es können daher an diesen Bolzen keinerlei Kerbwirkungen auftreten.