Schleppkette für Unterflur-Förderanlagen Die Erfindung betrifft die Ausbildung einer Schlepp kette für Unterflur-Förderanlagen. Eine Schleppkette für Unterflurförderanlagen muss sehr stabil sein, soll trotzdem möglichst in engen Kurvenbögen geführt wer den können, sie soll nicht unnötig hoch sein und muss, damit die Schleppzapfen der Wagen leicht in das Mit nehmerglied einfallen können und nicht zuvor auf der Oberkante der Kettenglieder rattern, eine möglichst nur gering unterbrochene glatte obere Kante haben. Schliesslich sollen alle Teile einfach durch Schmieden herstellbar sein, und die Kette selbst soll sich am Auf stellungsort der Förderanlage leicht aus ihren Einzel teilen zusammensetzen lassen.
Schleppketten sind an sich bekannt; diese Ketten haben jedoch vor allem den Nachteil, dass die Oberkante der Kettenglieder keine glatte, in einer Ebene liegende gemeinsame Oberkante bilden, und erfüllen darüber hinaus auch nicht alle oben erwähnten Forderungen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine niedrige Kette mit glatter Oberkante zu entwickeln, die alle an eine gut funktionierende Schleppkette zu stellenden Forderungen erfüllt.
Die Aufgabe wird bei der erfindungsgemässen Schleppkette, deren Kettenglieder abwechselnd einer seits paarweise zusammengehörende, zusammengesetzte Seitenglieder und anderseits einstöckige Innenglieder sind, wobei sämtliche Glieder an beiden Enden Lang löcher haben und von durch die Langlöcher mit ihren entsprechend geformten Köpfen hindurchsteckbaren, nach dem Durchstecken um 90 gedrehten Verbin dungsbolzen zusammengehalten werden, auf folgende Weise gelöst: Die einen gleichen Kettenglieder sind an Oberkanten derart mit horizontalen Platten versehen, dass der offene Raum zwischen den Seitengliedern nach oben hin von diesen horizontalen Platten abgedeckt ist. Die Lösung kann sowohl mit Hilfe der Innenglieder als auch mit Hilfe der Seitenglieder ausgeführt sein.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung haben die Innenglieder an ihren beiden Enden in Verlängerung ihrer Oberkante fingerartige Fortsätze von nicht ganz der halben Länge des von jedem Seitengliederpaar ge bildeten freien Innenraums. Die Länge ist also so be messen, dass die Enden der fingerartig. 2n Fortsätze zweier aufeinanderfolgender Innenglieder den freien Innenraum des dazwischenliegenden Sitenglieder-Ket- tengliedes nahezu überbrücken, d. h. dass ein Bewe gungsspiel noch zwischen ihnen frei bleibt. In entspre chenden Abständen können Innenglieder angeordnet sein, die durch entsprechende Ausbrüche als Mitnehmer für den Schleppzapfen der Förderwagen dienen können.
Nach einer anderen Ausführungsform haben die Seitenglieder nahe ihren Oberkanten Rillen, in die eine in Arbeitsstellung horizontal liegend, den Raum zwi schen den Seitengliedern des Kettengliedes nach oben abdeckende Platte eingesetzt ist. Diese Rillen können Nuten sein, die eine Form haben, die den einzulegenden Kanten der Horizontalplatten entspricht. Es können aber auch in den Seitengliedern Schlitze vorgesehen sein, in die z. B. an den Kanten der Horizontalplatte befind liche Borde eingreifen, oder in die von aussen her die umgebördelten Seitenkanten der Horizontalplatte klam merartig hinein fassen können.
In den Zeichnungen sind von der Erfindung mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 bis 6 eine Lösungsform mit an den Innen gliedern vorgesehenen Platten, Fig. 7 bis 13 Lösungsformen mit einer die Seiten glieder jedes Kettengliedes verbindenden Platte; dabei zeigt:
Fig. 1 ein Seitenglied der Kette, Fig. 2 ein Innenglied der Kette, Fig. 3 ein als Mitnehmer ausgebildetes Innenglied, Fig. 4 die Kette in Seitenansicht, Fig. 5 die Kette in Draufsicht, Fig. 6 einen Querschnitt durch eine Schiene mit darin liegender Kette, Fig. 7 ein Seitenglied im Längsschnitt, Fig. 8 ein Innenglied, Fig. 9 ein als Mitnehmer ausgebildetes Innenglied, Fig. 10 die Kette in Seitenansicht, Fig. 11 die Kette in Draufsicht, Fig.
12 einen Querschnitt durch ein Seitenglied der einen Ausführungsform, Fig. 13 einen Querschnitt durch ein Seitenglied der zweiten Ausführungsform.
Der eine Teil der Kettenglieder wird von je zwei Seitengliedern 1 gebildet, die je zwei sich in Längsrich tung erstreckenden Langlöcher haben und auf der Aussenseite an den beiden Enden Einsenkungen 3 für die Aufnahme der Bolzenköpfe 4. Die Innenglieder 5 gehen im Bereich der Bolzenverbindung in eine geringe Verdickung über und haben anschliessend fingerartige Fortsätze 7 fluchtend mit ihrer Oberkante. Die Innen glieder 5 haben ebenfalls Langlöcher 6. In grösseren Abständen sind Innenglieder 5' in die Kette eingeschal tet, die einen Ausbruch 8 zur Aufnahme des Schlepp zapfens 9 eines nicht dargestellten Wagens haben und eine an der Spitze des fingerartigen Fortsatzes 7' be ginnende Schräge 10, die im wesentlichen zur Verstär kung und zur Verbreiterung der Mitnehmerkante des Ausbruchs 8 dient.
Die Verbindungsbolzen 1 1 haben eine Stärke, die der Breite der Langlöcher 2 entspricht, und Bolzenköpfe 4, die in einer Richtung so dick wie die Bolzenstärke und in der dazu senkrechten Richtung etwas länger gehalten sind.
Die Kette wird aus ihren Einzelgliedern in an sich bekannter Weise zusammengesetzt, indem aufeinander folgende Seiten- und Innenglieder 1 und 5 etwa auf die halbe Länge übereinandergeschoben werden, dann wer den die Bolzen 11 mit ihren Bolzenköpfen 4 durch die Langlöcher 2 und 6 durchgesteckt und um 90 ge dreht, so dass sich die länglichen Bolzenköpfe 4 in die gleichgeformten Einsenkungen der Seitenglieder 1 ein passen.
Soll mit der in eine Unterflur-Förderanlage ein gebauten Kette ein Wagen verbunden werden, so lässt man den Schleppzapfen 9 in den Schlitz 2 der Schiene 13 einfallen. Der Kopf des Schleppzapfens gleitet dann auf den Innengliedern 5 und deren fingerartigen Fort sätzen 7, 7', bis er in den Ausbruch 8 einfällt, um dann von der laufenden Kette mitgenommen zu werden.
In den Beispielen der Fig. 7 bis 13 werden die Aussenglieder von den mit Langlöchern versehenen Seitengliedern 21 bzw. 22 mit den Horizontalplatten 23 bzw. 24 gebildet, die beim Zusammensetzen ent weder mit den abgeschrägten Seitenkanten 23' in die Nuten 21' der Seitenglieder 21 bzw. mit den Borden 24' in die Schlitze 22' der Seitenglieder 22 eingreifen, Die Innenglieder sind einfache mit Langlöchern ver sehene Laschen 25. In gewissen Abständen sind Innen glieder 26 in die Kette eingeschaltet, die einen Ausbruch 27 und ein Widerlager 28 für den Schleppzapfen 9 eines nicht dargestellten Wagens haben. Die Verbin dungsbolzen sind mit 29 bezeichnet. Zusammensetzung und Benutzung einer Schleppkette nach diesen Bei- spielen erfolgt in gleicher Weise wie nach den Fig. 1 bis 6.