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CH484634A - Verfahren zur Herstellung einer speichelfesten Tabakfolie - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer speichelfesten Tabakfolie

Info

Publication number
CH484634A
CH484634A CH1773865A CH1773865A CH484634A CH 484634 A CH484634 A CH 484634A CH 1773865 A CH1773865 A CH 1773865A CH 1773865 A CH1773865 A CH 1773865A CH 484634 A CH484634 A CH 484634A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tobacco
film
dependent
added
acetyl cellulose
Prior art date
Application number
CH1773865A
Other languages
English (en)
Inventor
Detert Ernst-Rolf
Buchholz Wilhelm
Original Assignee
Gerlach Gmbh E
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gerlach Gmbh E filed Critical Gerlach Gmbh E
Publication of CH484634A publication Critical patent/CH484634A/de

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/10Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/12Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco
    • A24B15/14Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco made of tobacco and a binding agent not derived from tobacco
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
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    • A24B15/12Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer speichelfesten Tabakfolie    Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur       Herstelhing    einer völlig speichelfesten Tabakfolie, die  auch im feuchten Zustand gegenüber mechanischer Bean  spruchung sehr widerstandsfähig ist. Die Erfindung be  zieht sich ferner auf Tabakwaren, beispielsweise Zigar  ren, die unter Verwendung einer Tabakfolie gemäss der  vorliegenden Erfindung zur Herstellung des Deckblattes,  des Umblattes oder des     Reinforcements    hergestellt  sind.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung  einer Tabakfolie, die insbesondere als Deckblatt geeignet  ist, wenn die Zigarre, wie bei einem grossen Teil der  Raucher üblich, mit den Zähnen und nicht mit den  Lippen gehalten wird. Dabei wird das Deckblatt erheb  lich strapaziert.  



  Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung ist  die Schaffung einer Tabakfolie, die eine     grosse    mechani  sche Festigkeit besitzt, in einem flexiblen und biegsamen  Zustand     verarbeitbar    ist, keine Bestandteile enthält, die  den Rauchgenuss oder die Gesundheit des Rauchenden       ;efällrden,        einfärbbar    ist und sowohl als Deckblatt,  Umblatt als auch als     Reinforcement    für Zigarren ver  wandt werden kann.  



  Insbesondere bei der Verwendung als Deckblatt und       Reinforcement    erweist sich die     erfindungsgemässe    Ta  bakfolie von besonderer Fortschrittlichkeit, weil sie bis  zum Ende der     Zigarre    gewickelt und durch einen thermi  schen Schweissvorgang allseits verschlossen und der  Form der Zigarre     angepasst    werden kann.  



  Ein weiterer Vorteil ist der, dass sich das aus der       erfindungsgemässen    Tabakfolie hergestellte     Reinforce-          ment    an der     überrollmaschine    schneiden lässt, was mit  dem bekannten, aus     pergamentartigen    Papier     hergestcll-          tem        Reinforcement    nicht möglich ist.  



  Aber auch als     Einlagetabak    sind diese wasserunemp  findlichen und stabilen Tabakfolien in geschnittener oder  gerissener Form vorteilhaft zu verwenden. Sie verhalten  sich wie Naturtabak hinsichtlich Füllfähigkeit und Be  ständigkeit gegenüber den     wässrigen    Anteilen des     Rauch-          kondensates.    Selbst beim Sossen der Einlage, die diese  Folie enthält,     bobachtet    man keine Auflösung.    Bekanntlich werden Tabakfolien     z.Z.    mit Hilfe von       Methylcellulosen    und anderen wasserlöslichen     Cellulose-          derivaten    hergestellt.

   Genannt seien     Carboxymethylcellu-          lose,        Hydroxyäthylcellulose    und     Alginate.    Diese Tabak  folien auf Basis von wasserlöslichen     Celluloseabkömm-          lingen    haben aber den grossen Nachteil, sehr speichellös  lich zu sein. Deswegen benutzt man sie nur als Umblatt,  denn in diesem Fall ist die Wasserempfindlichkeit nicht  so ausschlaggebend.  



  Um Tabakfolien auch als     Deckblatt    verwenden zu  können, hat man immer wieder versucht, durch geeignete  Massnahmen die Speichelfestigkeit der Tabakfolien zu  erhöhen. Bekannt geworden ist ein Verfahren, das durch  Vernetzen der wasserlöslichen als Bindemittel verwende  ten     Ccllulosederivate    eine höhere Speichelfestigkeit erzie  len will. Als Vernetzungsmittel wird hauptsächlich     Gly-          oxal        vorceschlagen,    aber auch andere Aldehyde und       Dialdehyde    werden genannt. Ohne Zweifel weisen derar  tig  gehärtete  Tabakfolien eine merkliche Steigerung  der     Wasserfestiikeit    auf.

   Die Widerstandsfähigkeit ge  genüber mechanischer Einwirkung bleibt aber äusserst  gering. Sie haben ausserdem durch die Vernetzung mit       Glyoxal    an Flexibilität verloren, was bei der Verarbei  tung als Deckblatt Schwierigkeiten bereitet. Weiterhin  nimmt die Folie durch den Speichel eine     gallertartige    und  schleimige Beschaffenheit an, die beim Rauchen störend  wirkt. Ein anderer Weg, wasserempfindliche Tabakfolien  als Deckblatt verwenden zu können, besteht darin, das  Kopfende der Zigarren mit einem Mundstück aus Kunst  stoff zu versehen, damit Zähne und Speichel das Kopf  ende der Zigarre     überhaupt    nicht berühren.

   Es ist nicht  <B>Z</B>     ab        zi        istreiten,        dass        die        eben        beschriebenen        Massnahmen     lediglich Auswege sind und zusätzlich beachtliche Ar  beitsgänge und erhöhten     Materialaufwand    erfordern.  



  In unserer     USA-Patentschrift    Nr. 3 062 688 beschrei  ben wir die Herstellung weniger wasserunempfindlicher  und fester Tabakfolien mit Hilfe eines Gemisches aus       Acetyl-    oder     Äthyl-    und     Methylcellulose    als Bindemittel.  Diese Tabakfolien sind allerdings noch soweit wasserauf  nahmefähig,     dass    sie dadurch zügig,     d.h.    elastisch, flexi  bel und     verarbeitbar    gemacht werden können, in der  gleichen Art, wie das bei Naturtabak geschieht. Der           Acetylcelluloseanteil    des Bindemittels darf aber, falls  dieser gewünschte Effekt eintreten soll, nicht höher als  607 gewählt werden.

   Zwar lässt sich die Stabilität  gegenüber Wasser durch weitere Erhöhung des prozen  tualen Anteils an wasserunlöslichen     Cellulosen,    beispiels  weise     Acetylcellulose,    im     Bindemittelgemisch    erhöhen.       Aber    in gleichem Masse verliert die Tabakfolie ihre  Flexibilität, Elastizität und Zügigkeit. Diese Eigenschaf  ten sind jedoch für die Verarbeitung als Zigarrenhüllen,  insbesondere als Deckblatt, unbedingt notwendig. Folien,  nur mit     Acetylcellulose    als Bindemittel, sind für die  Verwendung als     Deckblattfolie    aus diesem Grunde völlig  ungeeignet.  



  Zur     Stei@-erung    der Flexibilität einer     Deckblattfolie     könnte man auf in der     Anstrichtechnik    bekannte Weich  macher zurückgreifen,     z.B.        Triazetin,        Phtalsäurediäthyl-          ester,        Zitronensäureester,        Triäthylphosphat    und ähnliche       plastifizierende    Verbindungen. Diese auch in der allge  meinen     Folientechnik    in erheblichem Umfang benutzten  Weichmacher sind für die Verwendung in einer Tabakfo  lie völlig ungeeignet.

   Sie wirken sich auf den     Rauchge-          nuss    sehr ungünstig aus. Es entstehen Schwel- und  Zersetzungsprodukte, die gesundheitsschädlich, ja giftig  wirken können. Ausserdem geben sie der Tabakfolie auf       Acetylcellulosebasis    eine dauernde Elastizität, die durch  aus nicht erwünscht ist. Darüber hinaus verursachen sie  vielfach ein Verkleben der mit einer solchen Tabakfolie  überrollten     Ziearren    in der Kiste.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung  einer Tabakfolie, die speichelfest ist, eine gute mechani  sche Festigkeit besitzt und für die Verarbeitung zum  Umblatt, Deckblatt und/oder     Reinforcement    für Zigar  ren, eine ausreichende Zügigkeit besitzt,     d.h.    elastisch  und flexibel ist, diese Zügigkeit aber nach der Bearbei  tung im wesentlichen wieder verliert.  



  Erreicht wird das erfindungsgemäss dadurch,     dass     einer Masse, bestehend aus einem     lösungsmittellöslichen          Cellulosederivat    und Tabakmehl 30 bis     3007c    Tabakex  trakt, der mit Hilfe von organischen Lösungsmitteln  hergestellt wurde, zugesetzt wird, worauf zur vollständi  gen Lösung der     Acetylcellulose    Methanol und     Diäthylen-          Rlykol    zugeführt wird und die so entstandene Masse in  einer     Kolloidmühle        homogenisiert    und zu Folien gegos  sen wird.  



  Diese Tabakextrakte werden mit Hilfe von geeigne  ten, nicht wässrigen     Lösungsmitteln,    genannt     seien    Azeton  und     Methylenchlorid    oder Gemischen davon, hergestellt.  Sie bewirken eine hervorragende Zügigkeit und Elastizi  tät.

   Keinesfalls ist der     Extraktgehalt    des zur Füllung der  Folie verwendeten Tabakmehls ausreichend, sondern es  ist eine starke Anreicherung der Folie mit den eben  gekennzeichneten Tabakextrakten zusätzlich erforder  lich:  Folgende Arbeitsweise stellt einen Weg zur Herstel  lung der vorstehend näher gekennzeichneten Tabakfolie  dar:  Man bereitet aus 30 Gewichtsteilen kleingeschnitte  nem Tabak mit einer durchschnittlichen     Teilchengrösse     von etwa 3 mm mit Hilfe von 95 Gewichtsteilen     Methy-          lenchlorid.    vorzugsweise nach dem     Soxhlet-Prinzip,    eine  vollständige Extraktion.

   In den so erhaltenen Extrakt  rührt man 7.5 Gewichtsteile     Acetylcellulose    und 26.5  Gewichtsteile Tabakmehl ein und lässt zur vollständigen  Lösung der     Acetylcellulose    unter fortgesetztem Rühren 5  Gewichtsteile Methanol zulaufen. Dann werden noch ?  Gewichtsteile     Diäthylenglykol    untergerührt, um das Ab  leben der Tabakfolie von der Giessunterlage besser zu    ermöglichen und um der Tabakfolie eine gewisse     Hygro-          skopizität,    die etwa der des Naturtabaks entspricht, zu  geben.

   Die Masse wird zweckmässig mit Hilfe einer  geeigneten     Kolloidmühle    gut homogenisiert und in be  kannter Weise auf eine     Foliengiessmaschine    gebracht,  getrocknet, geschnitten und zu     Bobinen    gerollt. Zur       Steigerung    der für ein Deckblatt erforderlichen Eigen  schaften können der eben beschriebenen     Giessmasse    für  Tabakfolien weitere Anteile von Tabakextrakt zugesetzt  werden, bis die gewünschte Flexibilität erreicht ist.

   Der  Tabakextrakt wird     zweckmässig    in     lösungsmittelfreier     Form eingesetzt und durch Eindampfen des oben be  schriebenen separat     hergestellten        Tabakauszuges    gewon  nen. Als Tabake für die Extraktion kann auf Abfalltaba  ke, Rippen und     Tabakstengel    in zerkleinerter Form  zurückgegriffen werden.  



  Durch Änderung der Mischungsanteile der Folien  masse,     d.h.    durch Erhöhung oder Verringerung des       Celluloseanteils    bzw. des     Extraktanteils    kann die herzu  stellende Tabakfolie ihrem     Verwendungszweck    angepasst  werden, je nachdem, ob sie als Deckblatt, Umblatt oder       Reinforcement    verwandt werden soll.  



  Nachfolgend werden einige Beispiele für die Zusam  mensetzung der Masse     zur    Herstellung einer     Tabakfolie     nach der Erfindung sowie ein Beispiel für eine bevorzug  te Zusammensetzung zur Herstellung eines     Reinforce-          inents    wiedergegeben:

      <I>Beispiel I</I>     (Deckblatt)          Acetylcellulose    7,5     Gew.tle     Tabakextrakt     gern.    Durchführungs  beispiel 95,0         Diäthylenglykol    3,0    Tabakextrakt,     lösungsmittelfrei    4,0    Tabakmehl 26,5    Methanol 5,0      <I>Beispiel 2</I>     (Deckblatd)            Methylenchlorid    95,0     Gew.tle          AcetyIcellulose    7,5    Tabakmehl 26,5         Diäthylenglykol    3,0    Tabakextrakt 5,0         Diäthylenglykolmonoacetat    4,0         Magnesiumoxyd    0,5    Methanol 5,

  0    <I>Beispiel 3 -</I>     Reinforcement            Methylenchlorid    2625,0     Gew.tle     Methanol 150,0         Acetylcellulose    225,0    Tabakmehl 195,0    Tabakextrakt     60,0         Zur     Erhöhung    der Flexibilität können wie im Beispiel       Il    durch die     Zugabe    von     Diäthylenglykolmonoacetat          dargelegt,        i,temporäre         Plastifizierungsmittel    in kleinen  Anteilen verwandt werden.

   Diese temporären     Plastifizie-          rungsmittel    dienen zur weiteren Erhöhung der Elastizität  und Flexibilität der Folie bei der Verarbeitung und haben  die Eigenschaften, sich bald nach der Verarbeitung zu  verflüchtigen. Wie noch beschrieben werden wird. kön  nen diese     Plastifizierungsmittel    zu verschiedenen Zeiten  und an verschiedenen Stellen auf die Folie aufgetragen  bzw. in diese     hineingearbeitet    werden.      Es handelt sich dabei also um     Plastifizierungsmittel     mit ausreichender Flüchtigkeit, deren Verdunstungszahl  etwa der des Wassers entspricht.

   Genannt seien Beispiele       fol;ender    Substanzgruppen:  Ester,     Ketone,    Äther, Alkohole,     Acetale,    wie     Glykol-          monoacetat,        Glykoldiacetat,        Äthylglykol,        Dioxan,        n-Pro-          pylalkohol,        Methoxybutanol,        Diazetonalkohol.     



  Als besonders geeignetes temporäres     Weichma-          chungsmittel    für den vorliegenden Zweck wurde aber       Diäthylenglykolmonoacetitt    erkannt. Neben einer ausrei  chenden Flüchtigkeit besitzt diese Substanz die Eigen  schaft, leicht     verseifbar    zu sein. Hierzu genügen die  geringen Wassermengen, die bei der Zigarrenherstellung  stets vorhanden sind. Die Essigsäure wird     zweckmässig     mit Hilfe von einer entsprechenden Menge     'fagnesium-          oxyd    oder einer anderen     basisch    reagierenden Substanz,  die der Tabakfolie zugesetzt wird, neutralisiert.

   Auch       Diäthylenglykoldiacetat    kann in gleicher Weise als  temporärer Weichmacher benutzt werden.  



  Da die erfindungsgemässe Tabakfolie thermoplasti  sche Eigenschaften besitzt, ist es auch möglich, statt  dieser temporären     Plastifizierungsmittel    die Verarbeitung  der Folie bei erhöhter Temperatur vorzunehmen, bei  spielsweise in einem Temperaturbereich von 50 bis       f00 C.    Das kann dadurch geschehen, dass die metalli  sche Unterlage, auf der der Zigarrenwickel mit dem  Deckblatt, Umblatt und/oder     Reinforcement    umwickelt  wird, auf dieser Temperatur erwärmt ist oder indem  durch Verwendung geeigneter Infrarotstrahler die Tabak  folie durch Strahlung erwärmt wird.  



  Will man der Tabakfolie ein helleres . oder auch  dunkleres Aussehen verleihen, können geeignete färbende  Pigmente, wie Pflanzenfarbstoffe in Form     ihrer    Kalzium  oder Aluminiumlacke oder in Form geeigneter organi  scher, synthetischer Lebensmittelfarben, die den     Rauch-          genuss    nicht beeinträchtigen und indifferent sind, in  geringen Mengen der     Foliengiessmasse    untergemischt  werden.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten Tabakfolien  zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne Wassergehalt       LTut        verarbeitbar    sind. Sie werden also, was in der  Zigarrenindustrie eine absolute Neuheit bedeutet, ohne       Wasserfeuchtung    verarbeitet. Durch das Fehlen nennens  werter Wasseranteile ergeben sich ausserdem die     nachfol-          Senden    weiteren wichtigen Vorteile:  1. Eine     Nachfermentierung    des eingearbeiteten Ta  baks ist ausgeschlossen. Damit fallen die sonst unum  gänglichen     Farbveränderungen    beim Lagern fort.

   Dieser  Vorteil ist besonders für die     Verwendbarkeit    als Deck  blatt entscheidend, denn hier wird auf möglichst helle,       gleichmässige    und gute Farbe der Tabakfolie grossen  Wert gelegt.  



  2. Die Haltbarkeit der wasserfreien Folie ist bei guter  Verpackung unbegrenzt. Die bei wasserhaltigen Folien  eintretende Schimmelbildung ist mit Sicherheit verhütet.  Die Verwendung von Konservierungsmitteln, die stets       (lern    Rauchgenuss abträglich sind, ist nicht erforder  lich.  



  3. Der eingearbeitete Tabakextrakt wirkt sich zusätz  lich überaus günstig auf das Aroma der Tabakfolie aus,  denn dieser Extrakt enthält naturgemäss alle ätherischen  Öle und Wachse des Tabaks, die hauptsächlich für den  Geschmack des Rauches wichtig sind. Auch der Duft der  Tabakfolie erfährt eine bedeutende Verbesserung, tabak  fremde     Aromastoffe    sind nicht erforderlich. Es ist durch  aus möglich, auch wässrige, eingedickte Tabakextrakte  zusätzlich zu den mit Lösungsmitteln bereiteten Extrak-         ten    zu verwenden, indem man einen Teil des     Feuchthalte-          mittels,        z.B.        Diäthylenglykol    dadurch ersetzt.

   Sie bewir  ken eine weitere Erhöhung der Geschmacksqualität, da  auf diesem Wege alle für den     Rauchgenuss    wichtigen  Bestandteile, ausser den stets scharf schmeckenden     Cellu-          loseanteilen,    der Tabakfolie     gemäss    der Erfindung zuge  geben werden können.  



  4. Die Folie gemäss der Erfindung ist thermopla  stisch und hat einen niedrigen     Erweichungspunkt.    Der  Kopf der Zigarre kann durch kurzes Erwärmen in einer  angepassten Form völlig verschweisst bzw. versiegelt  werden, so dass ein öffnen und ein Abrollen des Deck  blattes am Mundstück beim Rauchen nicht mehr möglich  ist.  



  Die gute Wasserfestigkeit und Stabilität der Tabakfo  lie gemäss der Erfindung macht sie weiter besonders  geeignet für die Verwendung als sogenanntes      Reinforce-          ment .    Das bisher zu diesem Zweck verwendete perga  mentartige Papier hat nicht zu übersehende Nachteile. Da  sich das Papier an der Spitze des Kopfendes der Zigarre  nicht schneiden lässt, darf es nicht ganz bis zur Spitze  gewickelt werden. Deswegen bleibt hier immer eine  Stelle, die sich     beim    Rauchen durch den Druck der  Zähne öffnet und Teile der Einlage in den Mund des  Rauchers gelangen lässt. Diese Erscheinung ist uner  wünscht und sehr     unangenehm.    Ferner steht der hohe  Papieranteil der Wiederverwendung der Abschnitte bei  der Herstellung von Tabakfolien entgegen.

    



       Ein        Reinforcement    auf Basis der beschriebenen Ta  bakfolie aus     Acetylcellulose    und anderen geeigneten       lösungsmittellöslichen        Cellulosederivaten    besitzt diese  Nachteile nicht. Die Folie passt sich ausgezeichnet dem  Kopf der Zigarre an. Eine     Klebung    braucht nicht durch  geführt zu werden, denn durch Versiegeln des umwickel  ten Kopfendes in einer angepassten Form, lässt sich die  Folie unauflösbar verschweissen. Das Kopfende kann  auch     bei    sehr starker Beanspruchung nicht zerstört  werden, auf jeden Fall kann es seinen Zweck so lange  erfüllen, bis die Zigarre aufgeraucht ist.  



  Zur Veranschaulichung der Erfindung ist zur Ver  deutlichung der Verwendung bzw. der Verarbeitung der  erfindungsgemässen Tabakfolie für Zigarren ist eine  Zeichnung beigefügt, in der in mehreren Figuren die  Verwendung und die Verarbeitung der Folie beschrieben  ist.  



  Die     Fig.    1 und 2 zeigen stilisiert eine Zigarre mit  einer     Rinforcement,    das nach     Fig.    1 die bekannte       Verwendung    eines pergamentartigen     Papieres    zeigt. Das       Reinforcement    1 ist, wie aus     Fig.    1 ersichtlich, nicht bis  zum Ende des Zigarrenkopfes 2 geführt, sondern endet  vor diesem in einer     zickzackförmigen    Kante 3.

   Diese  Ausgestaltung des     Papierreinforcements    ist notwendig,  weil sich das verhältnismässig steife und unelastische  pergamentartige Papier nicht um den konisch abgerunde  ten Zigarrenkopf so legen lässt, dass es überall faltenfrei  an dem Wickel anliegt. Durch diese bekannte Anordnung  des     Reinforcements    tritt der Nachteil auf, dass an dem  unbedeckten Teil des Zigarrenkopfes, insbesondere beim  Halten der Zigarre mit den Zähnen, wie es bei vielen  Rauchern üblich ist, Tabakteilchen abgelöst werden,  nachdem sich dieses freie Ende der Zigarre insbesondere  auch durch die Einwirkung des Speichels geöffnet hat.  



       Fig.2    zeigt demgegenüber die Ausgestaltung eines  Zigarrenkopfes mit einem     Reinforcement    4 aus der  erfindungsgemässen Tabakfolie. Es ist zu erkennen, dass  die Folie des     Reinforcements    den Zigarrenkopf allseitig  und glatt umgibt, ohne dass irgendwelche Teile des      Zigarrenwickels     freiliegen.    Durch die thermoplastische  Eigenart der Folie kann unter Verwendung geeigneter  Einrichtungen, beispielsweise einer beheizten, der Form  des Kopfes der Zigarre angepassten Tülle eine voll  ständige     Glättung    und Anpassung und     Anschmiegung     der Folie des     Reinforcements    an den Zigarrenwickel  bzw. an die Form des Kopfendes der Zigarre erfolgen.

    



  In den     Fig.    3 bis 6 sind Möglichkeiten der     Auftragung     des temporären Weichmachers auf die Tabakfolie darge  stellt.  



  Wenn ein temporärer Weichmacher verwandt wird,  kann dieser in die     Foliengiessmasse    vor dem Ausziehen  der Folie eingearbeitet werden. Der Weichmacher kann  aber auch dann auf die Folie aufgebracht werden, wenn  sie in der Giessmaschine ausgezogen und getrocknet  worden ist. Die     Fig.    3 und 4 zeigen derartige Möglichkei  ten, und zwar ist die Folie bei 10 dargestellt. Die       Aufsprühung    erfolgt mit der Düse 11. Die Bezugszeichen  12 und 13 bezeichnen Walzen, zwischen denen die Folie,  die auf einem endlosen Förderband 14 liegt,     hindurchbe-          wegt    und zu einer     Bobine    aufgewickelt wird.  



  In     Fig.4    erfolgt das Auftragen des Weichmachers  mittels eines Walzensystems, und zwar befindet sich der  Weichmacher in dem Behälter 15, aus dem er durch die  Walze 16 auf eine Zwischenwalze 17 übertragen wird, die  ihn wiederum auf die Auftragwalze 18 bringt, von der er  schliesslich auf die getrocknete Folie 10 aufgewalzt wird.  Dieses     Walzenauftragsgerät    kann bekannter Ausgestal  tung sein, wobei der Antrieb auf eine der Walzen 16 bis       IS    erfolgt.  



  Eine weitere Möglichkeit, den temporären Weichma  cher der Folie     zuzuführen,    ist kurz vor der Verarbeitung  der bereits zu     Bobinen    gewickelten Folie gegeben und in       Fig.    5 und 6 der Zeichnung dargestellt. In der ersteren  dieser Figur befindet sich der Weichmacher in dem  Behälter 15 und wird von der Walze 19 auf eine  Auftragwalze 20 gebracht, die den Weichmacher auf die  äussere Lage der Folie 10 der     Bobine    21 bringt. In     Fig.    6  ist die     Auftragung    auf die abgezogene Folie 10 der       Bobine    21 durch zwei Walzen 20 und 22 dargestellt,  zwischen denen die Folie hindurchläuft.

   Der Weichma  cher befindet sich in dem Behälter 15, in den die Walze  20 eintaucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer speichelfesten Ta bakfolie, dadurch gekennzeichnet, dass einer Masse, bestehend aus einem lösungsmittellöslichen Cellulosederi- vat und Tab;ikmelil 30 bis 300c' Tabakextrakt. der mit Hilfe von organischen Lösungsmitteln hergestellt wurde, zugesetzt wird, worauf zur vollständigen Lösung der Acetylcellulose Methanol und Diäthylenglykol zugeführt wird und die so entstandene Prasse in einer Kolloidmühle homogenisiert und zu Folien gegossen wird. UNTERANSPRÜCHE - 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass der Tabakextrakt der Acetylcelluloseniasse in einer eingedickten, im wesentlichen lösungsmittelfreien Form zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Acetylcellulosemasse aus 7.5 Gewichts teilen Acetylcellulose und 26.5 Gewichtsteilen Tabak nichl besteht, der zur vollständigen Lösung der Acetylcel- lulose weitere 5 Gewichtsteile Methanol unter Rühren zugesetzt werden. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Acetylcellulosemasse zusätzlich drei Gewichtsteile Diätliylenglykol oder andere Polyglykole enthält. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Tabakextrakt, der der Acetylcellulose- masse zugesetzt wird, durch Extraktion von 20 Gewichts teilen Tabak in einer Teilchengrösse von etwa 3 mm mit 95 Gew.Teilen Methylenchlorid, Aceton oder einem an deren geeigneten Lösungsmittel, z.B. nach dem Soxhlet- Prinzip, hergestellt wird. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die zur Herstellung der Tabakfolie dienen de Masse die folgende Zusammensetzung hat: Acetylcellulose 7,5 GewAle Tabakextrakt 95,0 Diäthylenglykol 3,0 Tabakextrakt, lösungsmittelfrei 4,0 Tabakmehl 26,5 Methanol 5,0 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Tabakfoliemasse folgende Zusammen setzung hat: Methylenchlorid 95,0 Gew.tle Acetylcellulose 7,5 Tabakmehl 26,5 Diäthylenglykol 3,0 Tabakextrakt 5,0 Diäthylenglykolmonoacetat 4,0 Magnesiumoxyd 0,5 Methanol 5,0 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Tabakfolie folgende Zusammensetzung hat: Methvlenchlorid 2625,0 Gew.tle Methanol 150,0 Acetylcellulose 225,0 Tabakmehl 195,0 Tabakextrakt 60,0 B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu Folien gegossene Masse "--- trocknet, geschnitten und zu Bobinen gerollt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- hennzeiclinet, dass der Foliengiessmasse bzw. der fertigen Folie ein temporäres Plastifizierungsniittel beigemischt bzw. aufgetragen oder aufgesprüht wird. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass als temporäres Plastifizierungsmittel ein Anteil einer der folgenden Verbindungen verwandt wird: Ester, Keton2. Äther, Alkohole, Acctale, wie Glykolmonoacetat, Glykoldiacetat, Äthylglykol, Dioxan, n-Propylalkohol, Methoxybutanol, Diazetonalkohol. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch ge kennzeichnet, dass als temporäres Plastifizierungsmittel Diätliylenglykolnionoacetat oder Diätliylen#,lykoldiacet.it verwandt wird. 12. Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch ge kennzeichnet.
    dass zur Neutralisicrun, des sich durch Verscifung aus dein Diätliylcnglylcolniono < icet@it oder dem Diacetat gebildeten Essigsäure der Foliengiessmasse eine entsprechende Menge Magnesiumoxyd oder eine andere basisch reagierende Substanz zugemischt wird. 13. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der Foliengiessmasse färbende Pigmen te beigemischt werden. PATENTANSPRUCH 1I Gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I herge stellte Tabakfolie.
    PATENTANSPRUCH III Verwendung einer nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I hergestellten Tabakfolie als Umblatt, Deckblatt und; oder Reinforcement bei der Herstellung von Zigarren.
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