CH462049A - Mischvorrichtung - Google Patents
MischvorrichtungInfo
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Description
Mischvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung mit einer Mehrzahl von Schaufelrahmen zum schonenden Mischen von Wasser mit chemischen Ausflockungsmit- teln in einem Behälter. Sie bezweckt eine Mischvor richtung zu schaffen, bei welcher eine bestimmte Un gleichförmigkeit der Mischbewegung und eine scho nende Vermischung der Chemikalien mit dem Wasser gewährleistet ist.
Die Erfindung ist dadurch gekenn zeichnet, dass die Rahmen vertikal übereinander ange- ordnet sind und jeder Rahmen mit einem festen Stütz lager versehen ist, welches sich an seinem Umfang be findet, und mit zwei beweglichen Stützlagern an den entgegenM etzten Seiten einer mittleren Achse des Rahmens, welche sich durch den Rahmen erstreckt und durch das feste Stützlager führt, versehen ist, wobei über dem Behälter eine stützende Basis mit einem in der Basis gelagerten,
zur Ausführung einer Taumelbewegung ausgebildeten Antriebsorgan ange ordnet ist, welches Arme aufweist; die sich zu Stellen erstrecken, welche sich direkt über den beweglichen Lagern der Schaufelrahmen befinden, und Stützele mente vorgesehien sind, welche sich von den Enden der Arme zu den beweglichen Lagern erstrecken und der Ausführung einer schwingenden Bewegung der Schau felrahmen um ihre mittleren Achsen und um horizon tale Achsen,
welche durch die festen Lager führen und zu den mittleren Achsen senkrecht verlaufen, dienen.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgen den Beschreibung und der zugehörigen Zeichnung. In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Es zeigen: Fig.1 einen vertikalen Querschnitt eines durch Schwerkraft wirkenden Absetzbehälters mit einem zen tralen Ausflockungsbereich, in welchem, die Schaufeln zusammen mit ihrem Antriebsmechanismus angeordnet sind, wobei die Umrisse der Schaufeln in gestrichelten Linien angedeutet sind; Fig.2 einen Grundriss eines Teiles des in der Fig. 1 dargestellten Behälters, in welchem die Schaufel- rahmen der Schaufeln durch einfache volle Linien dar gestellt sind;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Antriebsmechanismus aus der Fig. 1 in grösserem Masstab, Fig. 4 einen Grundriss der Schaufeln in vergrösser tem Masstab, wobei aus Gründen der Anschaulichkeit jede Schaufel nur mit einer kleinen Anzahl von Balken versehen ist, und Fig.5 eine Seitenansicht, die der Darstellung des gegenseitigen Verhältnisses der Rahmen der Schaufeln und der sie stützenden Hebelarme dient. Die Darstel lungsebene dieser Zeichnung verläuft parallel zur Linie 5-5 in der Fig. 2.
Der in der Zeichnung dargestellte Behälter 11 hat eine vertikale zylindrische Seitenwand 12 und einen Boden 13, welcher von der Seitenwand nach innen geneigt ist. In der Mitte des Behälters befindet sich eine hohle vertikale zentrale Säule 14.
Quer über dem Behälter 11 erstrecken sich Brük- kenträger 16, welche an der Säule 14 abgestützt sind. Die Träger tragen eine zylindrische Trennwand 17, die den Behälter 11 in einen zentralen Mischbereich 18 und einen äusseren Absetzbereich 19 unterteilt. Ein Zubringerohr 21 verläuft unter dem Behälter 11 und ist an das untere Ende der Säule 14 angeschlossen.
Das Rohr 21 dient der Zufuhr des einzuspeisenden Wassers in den Mischbereich 18 durch Öffnungen 22 im oberen Ende der Säule 14. Eine Tragkonstruktion 24 umgibt die Säule 14 und erhält einen Antrieb von einem Antriebsmechanismus 25, welcher sich auf der Säule 14 befindet. Über dem Boden 13 des Behälters 11 befinden sich Kratzerarme 26, die auf der Tragkon struktion 24 befestigt sind. Die Kratzerarme 26 dienen dem Entfernen des am Boden 13 abgelagerten Schlam mes und dessen Beförderung in eine Bodenwanne 27. Die Bodenwanne 27 befindet sich im Boden 13 an der Säule 14 und ist an eine Rohrleitung 28 angeschlossen, die der Ableitung des Schlammes dient.
An der zylindrischen Aussenwand 12 des Behälters 11 ist ein Aufbau 31 angeordnet, welcher einen über- strömtrog 32 bildet, an welchen eine Abströmleitung 33 angeschlossen ist. Eine überströmkante 34, welche entlang des inneren Randes des Troges verläuft, be stimmt das Niveau desi Wassers im Behälter. Dieses Niveau liegt zweckmässigerweise nur ein wenig unter halb der Einströmöffnungen 22.
Die Chemikalien und das Rohwasser werden nach einer vorgängigen intensiven Vermischung dem Be reich 18 zugeführt, und zwar durch die oberen Ein strömöffnungen 22. In diesem Bereich folgt ein scho nendes Mischen des Wassers mit den Chemikalien. Die schwereren Flocken, welche sich im Mischbereich 18 bilden, setzen sich. direkt auf dem Boden 13 des Behälters unterhalb des Bereiches 18 ab.
Der Rest der Flocken wird mit der Strömung unter der Trennwand 17 durchgeführt und in den Absetzbereich 19 gebracht. Im Bereich 19 ist die, Verweildauer des Wassers so gewählt, dass sie ausreicht, um praktisch alle entstan denen Flocken absetzen zu lassen. Die Flocken werden am Boden 13 des Behälters 11 abgelagert und über die Überströmkante 34 wird ein klares behandeltes Wasser abgeleitet.
Wie an sich bekannt, ist im Bereich 18 eine inten sive Vermischung des Wassers mit den Chemikalien erforderlich, damit die Chemikalien auf eine wirksame Weise ausgenützt werden. Dabei ist jedoch jede wesentlichere Turbulenz des Wassers beim Mischen schädlich, da Flocken, welche bereits vor dien Misch vorgang entstanden sind, in Teile zerbröckelt werden können, die sich langsamer absetzen. Es besteht dann die Gefahr, dass diese Flocken mit dem abströmenden Wasser über die überströmkante 34 mitgerissen wer den.
Bei der dargestellten Ausführung wird die Strö mung, welche in den Mischbereich durch die öffnun- gen 22 eingeführt wird, horizontal im Mischbereich verteilt und schonend durch die vertikal übereinander angeordneten Schaufeln 41, 42 und 43 gemischt. Die Schaufeln enthalten Schaufelrahmen 44, 45 und 46, an welchen Balken 47, 48 und 49 befestigt sind.
Die beiden Rahmenteile jeder Schaufel erstrecken sich von einer Stütze, die an der Trennwand 17 befe stigt ist, auf entgegengesetzte Seiten der Säule 14 und der Konstruktion 24. Die Stützen 51, 52 und 53 tragen die Rahmenteile 44, 45 bzw. 46. Sie sind dabei in ver tikaler Richtung in Abständen voneinander angeordnet und gleichzeitig gleichmässig um die vertikale Achse des Mischbereiches, welcher durch die Trennwand 17 be grenzt ist, verteilt.
Die Schaufeln sind so abgestützt, dass sie eine be sondere Nickbewegung ausführen. Zu diesem, Zweck sind an den Rahmenteilen befestigte vertikal verlau fende Kabel 54, 55 und 56 nut ihren oberen Enden an den äusseren. Enden von Armen 57, 58 und 59 eines Betätigungsmechanismus 60 angeschlossen. Der Betäti gungsmechanismus 60 befindet sich über dem An triebsmechanismus 25 auf der Säule 14 und den Brük- kenträgern 16.
Die Arme 57, 58 und 59 sind gegensei tig um 120 versetzt. Die Arme 57 und 58 erstrecken sich: seitlich von einem Steg 61, welcher von den Trä gern 16 getragen wird. Der Arm 59 erstreckt sich über das Ende des Steges 61 heraus und zwischen die Träger 16. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Arme 57, 58 und 59 miteinander verbunden und bil den eine starre dreiarmige Konstruktion, durch welche eine Welle 62 verläuft. Das untere Ende, der Welle 65 ist mit einer Kugel 66 versehen, welche in einer kuge- ligen Lagerschale 64 gelagert ist.
Die Kugel 66 mit der Lagerschale 64 bilden ein Kugelgelenk, welches einem vertikalen Abstützen der Arme 57, 58 und 59 dient. Das obere Ende der Welle 62 ist in einer runden Scheibe. 68 in einer Büchse 66 gelagert. Die Scheibe 66 ist in einem Ring 70 geführt und am unteren; Ende einer Welle 72 befestigt. Die Welle 72 ist als Aus gangswelle eines Reduktionsgetriebes 74 angetrieben, das seinen Antrieb vorn einem Motor 76 erhält und an einer Tragkonstruktion 78 über den Armen 57, 58 und 59 befestigt ist.
Wie in der Fig. 3 dargestellt ist, befindet sich die Büchse 66 seitlich von der Welle 72. Die Achsen der Büchse 66 und der Welle 72 schneiden sich in der Mitte der Lagerschale 64. Bei einer Drehbewegung der Scheibe 68 führt die Welle 62 eine Umlaufbewegung aus, was eine Taumelbewegung der Arme 57, 58 und 59 zur Folge hat, bei welcher ihre Enden in regelmäs sigen zeitlichen Abschnitten Bewegungen nach oben und nach unten, ausführen.
Die Stützen 51, 52 und 53 sind mit Universalla- gern versehen, welche sie mit den Enden der Rahmen beile 44, 45 und 46 der betreffenden Schaufeln verbin den. Die Kabel 54, 55 und 56 sind auf ähnliche Weise durch Universalgelenke mit den Armen und den Schaufeln verbunden. So sind die Arme 58 und 59 an die Schaufel 41 angeschlossen, die Arme 57 und 58 an die Schaufel 42 und die Arme 57 und 59 an die Schaufel 43. Die Schaufeln führen daher zusammen mit den Armen eine Hubbewegung und eine Senkbe wegung aus, wobei sie gleichzeitig um die Stützen 51, 52 und 53 geschwenkt werden.
Die den Schaufeln er teilten Bewegungen sind der Nickbewegung der Arme 57, 58 und 59 sehr ähnlich, mit der Ausnahme, dass durch die Lagerung jeder der Schaufeln in einer festen Stütze und die Aufhängung an zwei Stellen der Schau fel eine Schwenkbewegung und eine vertikale Bewe gung erteilt wird, welche angenähert aneinander folgen. So wird zuerst die Schaufel in einem Sinne ge schwenkt, dann gehoben, darauf im entgegengesetzten Sinne geschwenkt und gesenkt.
Da dabei gleichzeitig jede Schaufel gegenüber den beiden anderen um 120 versetzt ist, besteht keine Ähnlichkeit der Bewegung zwischen in vertikaler Richtung übereinander befind lichen Bereichen der Schaufeln.
Das hat zur Folge, dass die Strömung im Bereich 18 nicht die Form einer Zirkulation annimmt. Es kann gesagt werden, dass die Schaufeln praktisch stark unre gelmässige Bewegungen ausführen, obwohl sie einen festen Antrieb erhalten und die einzelnen Elemente der Bewegung sich wiederholen.
In der Zeichnung sind nur einige Balken 47, 48 und 49 dargestellt, welche an den Rahmenteilen 44, 45 und 46 befestigt sind. Es versteht sich, dass die Grösse und die Anordnung der Balken so bestimmt und so getroffen werden kann, dass? die Geschwindigkeit der Wirbelströme hinter den Kanten der Schaufeln nicht den Wert übersteigt, der für eine schonende Mischung erforderlich ist. Es versteht sich auch, dass die einzel nen Teile jeder Schaufel an jeder Seite ihrer Symme trieachse verschiedne vertikale Geschwindigkeiten haben.
Es können daher durchgehend Balken mit der gleichen Breite verwendet werden, wobei trotzdem ein weiter Bereich von verschiedenen Wirbelströmen ent steht.
Als zusätzlicher Vorteil zu der erzielten günstigen Mischbewegung besteht die Möglichkeit eines einfa- chen Einbaues der Vorrichtung in beliebigen Behältern. Da die Schaufeln keine Drehbewegung, weder um eine horizontale noch um eine vertikale Achse ausführen, kann die Vorrichtung insbesondere auch in Behältern verwendet werden, bei welchen die Einrichtung zur Entfernung des Schlammes eine zentrale Säule erfor dert, mit einer Brücke,
die sich von einer Seitenwand des Behälters zu der Säule erstreckt.
Der Mischbereich kann entweder rund oder ange nähert quadratisch sein. Abweichend von der darge- stellten Ausführung kann die Vorrichtung mit einer beliebigen Anzahl von Schaufeln einer beliebigen Grösse versehen sein. Die Schaufeln können auf ein@a- che Weise so dimensioniert und angeordnet werden, dass sie einen verhältnismässig breiten, jedoch nicht tiefen Mischbereich erfassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mischvorrichtung mit einer Mehrzahl von Schau felrahmen zum schonenden Mischen von Wasser mit chemischen Ausflockungsmitteln in einem Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmen (41, 42, 43, 44, 45, 46) vertikal übereinander angeordnet sind und jeder Rahmen mit einem festen Stützlager (51, 52, 53) versehen ist, welches sich an seinem Umfang befindet, und mit zwei beweglichen Stützlagern an den entgegen gesetzten Seiten einer mittleren Achse des Rahmens, welche sich durch den Rahmen erstreckt und durch das feste Stützlager (51, 52, 53) führt, versehen ist, wobei über dem Behälter (11, 18)eine stützende Basis (70) mit einem in der Basis gelagerten, zur Ausführung einer Taumelbewegung ausgebildeten Antriebsorgan (60) angeordnet ist, welches Arme (57, 58, 59) auf weist, die sich zu Stellen erstrecken, welche sich direkt über den beweglichen Lagern der Schaufelrahmen (44, 45, 46) befinden, und Stützelemente (54, 55, 56) vor gesehen sind, welche sich von den Enden der Arme (57, 58, 59) zu den beweglichen Lagern erstrecken und der Ausführung einer schwingenden Bewegung der Schaufelrahmen (44, 45, 46) um ihre mittleren Achsen und um horizontale Achsen,welche durch die festen Lager (51, 52, 53) führen und zu den mittleren Achsen senkrecht verlaufen, dienen. UNTERANSPRÜCHE 1. Mischvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mittleren Achsen der Schau felrahmen (44, 45, 46) um eine vertikale Achse ver setzt sind, derart, dass die von den Schaufeln (41, 42, 43) dem Wasser erteilten Bewegungen der benachbar ten Schaufeln zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen und eine unregelmässige Mischbewegung gewährleistet ist. 2.Mischvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung (14, 22) des Was sers mit den Chemikalien in den Behälter (11) über den Schaufelrahmen (44, 45 46) erfolgt, bei einer Aus strömung unterhalb der Schaufelrahmen (44, 45, 46), wodurch die Mischwirkung durch die Bewegung des Wassers im Behälter (11) unterstützt wird. 3.Mischvorrichtung mach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufelrahmen (44, 45, 46) symmetrisch um eine vertikale zentrale Achse angeord net sind und dass der gesamte horizontale Bereich der Strömung vom Einlass (22) zum Auslass. (34) durch einander zugeordnete Abschnitte der Schaufelrahmen (44, 45, 46) verläuft.
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