CH466002A - Spindelkopf - Google Patents
SpindelkopfInfo
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Description
Spindelkopf 1 Die Erfindung bezieht sich auf einen Spindelkopf, insbesondere an einer Bohr- oder Fräsmaschine, wobei die Spindel mit einer der Aufnahme des Werkzeuges dienenden Spannzange ausgestattet ist und der Werk zeugspitze ein mit dem Lagergehäuse bzw. der Pinole verbundener zur Anlage am Werkstück oder am Auf spanntisch bestimmter Auflagestift zugeordnet ist.
Solche Auflagestifte dienen bei Spindelköpfen dazu, die Arbeitstiefe des Werkzeuges zu begrenzen oder aber die Lage des Werkzeuges gegenüber einer Bezugsfläche des Werkstückes festzulegen, beispielsweise parallel zu einer seitlichen Begrenzungsfläche eines Werkstückes eine Bohrung vorzusehen, wobei deren Abstand bezüglich dieser Begrenzungsfläche möglichst exakt liegen soll.
Da die Aussenabmessungen eines Werkstückes stets gewisse Massabweichungen vom Sollnass besitzen, wobei die re lative Abweichung um so grösser ist, je kleiner das Werk stück ist, ist es daher stets erforderlich, dass der Aufla gestift tatsächlich am Werkstück oder aber am Auf spanntisch anliegt und nicht etwa an Metallspänen an- stösst, die infolge der Bearbeitung eines Werkstückes auf demselben oder dem Aufspanntisch liegen.
Die Erfindung schlägt daher vor, dass der Auflage stift eine ihn durchsetzende, an eine Mediumszuführlei tung anschliessbare Bohrung aufweist, deren Austritts mündung im Bereich von dessen Auflageebene liegt. Wird durch die Austrittsmündung des Auflagestiftes konti nuierlich oder im Arbeitstakt der Maschine ein Medium wie zum Beispiel öl oder Luft gepresst, oder aber irgend eine andere Spül- oder Kühlflüssigkeit, so wird die Flä che des Werkstückes oder des Aufspanntisches, an der der Auflagestift zur Anlage kommt, von eventuellen Verschmutzungen, wie beispielsweise Spänen, gereinigt, so dass der Auflagestift tatsächlich unmittelbar auf einer Bezugsebene aufliegen kann.
Um die Erfindung zu veranschaulichen, ist sie in der Zeichnung dargestellt, ohne dadurch die Erfindung auf eben diese Ausführungsbeispiele einzuschränken. Es zei gen: Fig. 1 die Bohrspindel im Längsschnitt, Fig. 2 in Draufsicht, und die Fig.3 und 4 Querschnitte nach den Linien III-III resp. IV-IV in Fig. 1.
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel.
Die Werkzeugspindel 1 trägt an ihrem einen Ende eine Spannzange 2 zur Aufnahme des Bohrers 3 und an ihrem anderen Ende eine Riemenantriebsscheibe 4, wobei die Spindel über den Riemen 5 angetrieben wird. Die Spin del 1 ist im Lagergehäuse 6 drehbar gelagert. Dieses Ge häuse 6 ist mittels der beiden Kegelschrauben 7 um die Achse 8 schwenkbar. Am vorderen Ende der Hülse 6 liegt die mit dem Gehäuse einstückig ausgebildete Aus kragung 9, die die Spindel nach vorne überragt. Diese Auskragung ist geschlitzt und trägt eingeklemmt den Auflagestift 10, dessen untere Begrenzungsfläche 11 ist abgeschrägt. Der Auflagestift steht senkrecht zur Achse des Werkzeuges. Eine Längsbohrung 12 durchsetzt den Stift 10 und wird nach oben durch den Schlauch 13 fort gesetzt.
Die Kegelschrauben 7 bilden einen Teil des gabelför migen Gehäuseträgers 14, der fest mit dem Bolzen 15 verbunden ist, der seinerseits in den beiden Lagern 16 und 17 gleitend geführt ist. In seinem unteren Bereich weist das Lager 17 eine rechteckförmige Aussprarung 18 auf, deren Breite dem Durchmesser des Lagergehäuses 6 entspricht, das mit ihrem vorderen Teil diese Ausspra- rung 18 durchsetzt. Die Seitenfläche 18" der Aussparung 18 verhindern eine seitliches Ausweichen der Spindel 1, da die Spindel an diesen Flächen gleitend geführt ist.
Eine Feder 19, die einerseits am Maschinegestell 20, an dererseits am Gehäuse 6 befestigt ist, drückt die Hülse und damit die Spindel an die untere Begrenzungsebene 18' der Aussparung 18. Gegen die Kraft der Feder 19 ist das Gehäuse 6 und damit die Spindel 1 in der verti kalen Ebene schwenkbar.
Ein plattenförmiges Werkstück 21 liegt auf dem Werkstückträger 22 auf. Das Werkstück 21 soll nun an seiner Schmalseite 21' angebohrt werden, wobei die Boh rung ein ganz bestimmtes Mass unter der oberen Be grenzungsfläche 21" des Werkstückes 21 liegen soll.
Wird die Spindel über den Stössel 23 nach rechts ge schoben, so gleitet der Bolzen 15 in den Lagern 16 und 17 in der Richtung des Pfeiles 24. Da der gabelförmige Gehäuseträger 14 mit dem Bolzen 15 fest verbunden ist, folgt er dessen Bewegung nach rechts und nimmt dabei über die Kegelschrauben 7 das Gehäuse und die Spindel mit. Bei dieser Bewegung nach rechts stösst der Auf lagestift 10 am Werkstück 21 an und wird, sofern das zu bearbeitende Werkstück eine entsprechende Mass- abweichung bezüglich seiner Dicke aufweist, infolge sei ner Schrägfläche 11 angehoben.
Da durch die Leitung 13 und die Bohrung 12 ein flüssiges Spülmittel oder Luft gepresst wird, wird die Oberfläche 21" des Werkstückes gereinigt, so dass gewährleistet ist, dass der Stift 10 tat sächlich auf der Fläche 21" aufliegt. Beim weiteren Vor schub der Spindel dringt der Bohrer 3 in das Werkstück ein. Dabei ist die axakte Lage der Bohrung bezüglich der Fläche 21" durch die Auflage des Stiftes 10 am Werkstück gewährleistet.
Um die gewünschten Masse einzustellen, kann der Stift 10 in seiner Haltung axialverschiebbar gehalten sein oder aber es werden für die einzelnen Masse eigene Stifte vorgesehen, die einen Anschlag 10' besitzen (Fig. 1), so dass das jeweilige Mass durch die Anlage des Anschlages 10' am Halter definiert ist.
Die Schwenkachse 8 des Gehäuse 9 resp. der Spindel 1 wird möglichst weit nach links gelegt, so dass die Aus lenkung der Hülse durch die an sich in der Regel kleine Massabweichung des Werkstückes nur geringfügig ist.
Selbstverständlich ist die horizontale Lage zur Spin del nicht wesentlich, denn sie kann im Rahmen der Er findung auch in jeder anderen beliebigen Raumrichtung angeordnet sein. Anstelle der Kegelschrauben 7 kann jede andere, eine Schwenkbewegung gestattende Lage rung vorgesehen werden, auch sind anstelle der Zugfeder 19 beliebig andere Rückstellorgane denkbar. Zweckmäs- sig ist jedoch, die Riemenantriebsscheibe im Bereich der Schwenkachse 8 anzuordnen, doch ist es für die Erfin- dung ohne Belang, ob das Werkzeug zum Werkstück oder das Werkstück zum Werkzeug bewegt wird.
Wie aus Fig. 5 nun ersichtlich ist, kann der Auflage stift 10" auch zur Begrenzung der Vorschubbewegung einer Werkzeugspindel 1' verwendet werden. Diese Werk zeugspindel 1' gemäss Fig. 5 trägt einen Fräser 3', ist im Lagergehäuse 6' drehbar gelagert und führt eine Vor schubbewegung aus. Auf dem Werkzeugmaschinentisch 22' liegt das zu bearbeitende Werkstück 26 auf. An der seitlichen Auskragung 9' der Hülse 6' ist der Auflage stift 10" eingespannt, dessen zentrale Bohrung 12' mit der Kühlmittel-, Öl- oder Luftzuleitung 13' verbunden ist. Die Bohrung 12' mündet in die Auflagefläche 11'.
Wird nun die Spindel 1' zusammen mit der Hülse 6' in Richtung des Pfeiles 24' gegen das Werkstück 26 geführt, so begrenzt das Auflaufen des Stiftes 10" auf dem Werk zeugmaschinentisch 22' diese Vorschubbewegung und damit die Frästiefe. Wesentlich und wichtig ist dabei, dass während des Auflaufens des Stiftes resp. vorher durch die Bohrung, ein flüssiges oder gasförmiges Me dium gepresst wird, so dass dadurch der Maschinentisch von Spänen oder dgl. gereinigt wird, so dass die Tiefe der zu fräsenden Ausnehmung tatsächlich exakt und selbst tätig erreicht wird. In der Fig. 5 ist der Stift 10" parallel zur Werkzeugachse dargestellt. Es ist selbstverständlich durchaus möglich, ihn im spitzen Winkel zu dieser Achse anzuordnen.
Auch ist es möglich, das Spülmedium durch eine im Stift 10" angeordnete Winkelbohrung von der Seite her dem Stift zuzuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spindelkopf, insbesondere an einer Bohr- oder Fräs maschine, wobei die Spindel mit einer der Aufnahme des Werkzeuges dienenden Spannzange ausgestattet ist und der Werkzeugspitze ein mit dem Lagergehäuse bzw. der Pinole verbundener, zur Anlage am Werkstück oder am Aufspanntisch bestimmter Auflagestift zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagestift (10, 10") eine ihn durchsetzende, an eine Mediumszuführleitung (13, 13') anschliessbare Bohrung (12, 12') aufweist, deren Austrittsmündung im Bereich von dessen Auflageebene liegt.UNTERANSPRÜCHE 1. Spindelkopf nach Patentanspruch, wobei der Auf lagestift senkrecht zur Achse der Spindel steht, die schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (8) an dem der Spannzange (2) ent gegengesetzten Ende liegt und die Spindel (1) bzw. das Lagergehäuse (6) durch die Kraft einer Feder (19) an einem Anschlag (18') anliegt (Fig. 1-4).2. Spindelkopf nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Anschlag (18') als Teil einer ga- belförmigen oder umfangsgeschlossenen Führung ausge bildet ist, wobei die seitlichen Begrenzungsflächen (18") der Führung parallel zur Schwenkebene des Lagerge häuses bzw. der Spindel (1) verlaufen. 3. Spindelkopf nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Anschlagstift (10") parallel zur Werk zeugachse liegt (Fig. 5).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT243567A AT268824B (de) | 1967-03-14 | 1967-03-14 | Spindellager für Werkzeugmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH466002A true CH466002A (de) | 1968-11-30 |
Family
ID=3534296
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH366368A CH466002A (de) | 1967-03-14 | 1968-03-09 | Spindelkopf |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT268824B (de) |
| CH (1) | CH466002A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0584412A1 (de) * | 1992-08-18 | 1994-03-02 | Tri-Way Machine Limited | Feinbohrspindel |
-
1967
- 1967-03-14 AT AT243567A patent/AT268824B/de active
-
1968
- 1968-03-09 CH CH366368A patent/CH466002A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0584412A1 (de) * | 1992-08-18 | 1994-03-02 | Tri-Way Machine Limited | Feinbohrspindel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT268824B (de) | 1969-02-25 |
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