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CH459463A - Schiene zur Behandlung von Verletzungen - Google Patents

Schiene zur Behandlung von Verletzungen

Info

Publication number
CH459463A
CH459463A CH509667A CH509667A CH459463A CH 459463 A CH459463 A CH 459463A CH 509667 A CH509667 A CH 509667A CH 509667 A CH509667 A CH 509667A CH 459463 A CH459463 A CH 459463A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
rail according
dependent
core
splint
pressure
Prior art date
Application number
CH509667A
Other languages
English (en)
Inventor
Puehringer Alfred
Voglsang Josef
Niziolek Ernst
Original Assignee
Puehringer Alfred
Voglsang Josef
Niziolek Ernst
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from AT383866A external-priority patent/AT263203B/de
Priority claimed from AT1032366A external-priority patent/AT275726B/de
Application filed by Puehringer Alfred, Voglsang Josef, Niziolek Ernst filed Critical Puehringer Alfred
Publication of CH459463A publication Critical patent/CH459463A/de

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/01Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
    • A61F5/04Devices for stretching or reducing fractured limbs; Devices for distractions; Splints
    • A61F5/05Devices for stretching or reducing fractured limbs; Devices for distractions; Splints for immobilising
    • A61F5/058Splints
    • A61F5/05816Inflatable splints

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description


  
 



  Schiene zur Behandlung von Verletzungen
Die Erfindung betrifft eine Schiene zur Behandlung von Verletzungen, wie Knochenbrüchen, und ist dadurch   gekennzeichnet >     dass die Schiene aufblasbar und einteilig oder   mehrteilig    ist. Vorzugsweise sind in Kombination mehrere voneinander durch   Zwischen      räume getrennte Teil schienen mit einem Überdruck-    ventil   vorgesehen.    Fernerhin sind   zweckmässig    die   Teilschienen    durch Stege miteinander verbunden, die   vorzugsweise      Durchbrechungen    besitzen.



   In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in. einigen ausführungsformen beispielsweise dargestellt
Fig. 1 zeigt schaubildlich eine derartige Schiene für den Arm. Aus den Fig. 2 bis 4 sind Einzelheiten der Schiene zu ersehen.



   Die Fig. 5 und 6 geben   schematisch    verschiedene Betriebszustände   einer    anderen Ausführungsform   die-    ser Schiene wieder. In den Fig. 7 und 8 ist in einander zugeordneten Rissen diese Schiene zur Verwendung für einen Fuss veranschaulicht   (Beinschiene).    Fig 9   Iässt    die Schiene z. B. zur Behandlung eines   Ellbogengeien-    kes (Armschiene) erkennen. Die Fig 10 bis 12 zeigen konstruktive Details.



   Die Fig. 13, 18 und 19 veranschaulichen konstruktive Einzelheiten einer weiteren Ausführungsvariante in grösserem Masstab. Dabei ist Fig. 13 ein Schnitt nach der Linie   1-1 der    Fig. 14 und Fig. 18 ein Schnitt nach der Linie   lII-HI    der Fig. 14. Fig 19 zeigt ein mit einem Kreis umrandetes Detail der Fig. 16. Aus den Fig. 14 bis 16 ersieht man die erfindungsgemässe Schiene in Form einer Armschiene in drei einander zugeordneten Rissen. In Fig. 17 ist eine derartige Schiene zum Schienen von Fussverletzungen wiedergegeben.



     Endlich    sind in den Fig. 20 und 21 wiederum   an-      dere      Ausführungsbeispiele    der Erfindung dargestellt
Wie   man    aus den Fig. 1 und 2 (Fig. 2 ist ein   Schnitt    nach der Linie   II-II    der Fig. 1) ersieht, besteht diese Schiene aus vier   Einzelschienen    3, die durch Stege 14 miteinander verbunden sind. An einem Steg 14 ist ein Reissverschluss 7 angebracht, um die genanntc Schicne öffnen, um den verletzten Arm legen und wieder schliessen zu können. Der Reissverschluss kann, insbesondere für eine Fussschiene, aus Kunststoff, z. B. PVC sein, damit die Reissverschlussteile im Röntgenbild keinen Schatten werfen.

   Die Schiene wird in unaufgeblasenem Zustand um den verletzten Arm 8 gelegt und dann der Reissverschluss wieder geschlossen. Nunmehr wird durch ein an sich bekanntes Einlassventil (ähnlich wie Fahrradventil) mit dem Mund die Schiene aufgeblasen. Dabei füllt sich zuerst die Einzelschiene 3, die das Einlassventil 6 trägt. Durch den Pfeil 9 ist angedeutet, wie dann der Reihe nach die anschliessenden Einzelschienen 3 mit Luft gefüllt werden. Die letzte Einzelschiene besitzt ein   tBberdruckven-    til 4, das selbsttätig öffnet, wenn der Luftdruck in der Schiene einen bestimmten Wert überschreitet. Aufgrund medizinischer   Überlegungen    hat sich ergeben, dass dieser   Grenzdruck    in der Grössenordnung von 40 mm Quecksilbersäule liegt.

   Das verletzte Glied ist bei diesem Druck von der Schiene nicht so festgehalten, dass Blutstauungen eintreten   können   
Ein weiterer Vorteil dieser Schiene liegt   darin    dass die Stege 14   Durchbrechun.gen    5 aufweisen, durch die Luft und Feuchtigkeit vom verletzten Glied 8 nach aussen hin   entweichen    können. Die erfindungsgemässe Schiene erzeugt also im Gebrauch kein   Hitzegefühl.   



   Endlich werden   Blutstauungen    auch dadurch vermieden, dass die Einzelschienen 3 durch die Stege 14 von einander distanziert liegen, wie die eingezeichneten Zwischenräume 1 erkennen lassen. Darüber hinaus Iie  gen die      Einzelschienen    3 nur in ihren mittleren Berei  chen am Glied 8 an, wodurch praktisch Zwischenräume gegeben sind, die gross sind und in Fig. 2 mit 2 einkotiert wurden.



   Im Hinblick auf Fig. 1 sei noch gesagt, dass etwa in der Querebene des Überdruckventils 4 für die Ein  zeischienen    3 ein durchgehender Luftweg vorhanden ist, so dass die eingeblasene Luft dort von einer Einzelschiene 3 zur nächsten usw. strömen kann, an diesem Strömungsweg sind die Stege 14 unterbrochen.



   Fig. 3 veranschaulicht die Konstruktion des   tÇber-    druckventils 4. Dieses Ventil ist in eine Öffnung einer Einzelschiene 3 eingesetzt. Es ist aussen durch einen Verschlusspfropfen 10 abgedeckt, der eine Öffnung 11 aufweist. Der Ventilsitz ist mit 12 bezeichnet, auf dem der Ventilteller 13 durch die Ventilfeder 15   niedere    halten ist. Übersteigt der Innendruck einen Grenzwert, so öffnet das Sicherheitsventil in an sich bekannter Weise automatisch.



   Bei einer anderen Ausführungsform des Sicherheitsventils nach Fig. 4 trägt die Wandung der Einzelschiene 3 ein Einlassventil 6 und, innen, das   Über-    druckventil 4. Beide Ventile arbeiten mit Kugeln 16, die durch Federn 15 gegen die Ventilöffnungen 17 gedrückt werden. Die Funktion liegt auf der Hand.



   Die Schiene ist auf die dargestellten   Ausführungs-    beispiele nicht beschränkt. Gegebenenfalls können auch mehrere   Einzelschienen      Überdruckventlle    tragen.



   Je nach der   BestimmurlZg    kann diese Schiene mehr oder weniger als vier   Einzielschienen    umfassen, sie kann jeweils die erforderliche Gestalt (verschieden gewinkelt, gestreckt,   gekriimmt)    aufweisen. Bei entsprechenden Formgebung kann die Schiene auch für eine Körperbandage verwendet werden. Die Schiene eignet sich auch sehr gut als   Transport- nd    Lage  rungsschiene.    Die Verwendung eines   Überdruckventils    ist auch dort vorteilhaft, wo zwischen   Einzelschienen    keine besonderen Zwischenräume vorgesehen sind.



  Durch Verwendung passender Ventilfedern kann der Grenzdruck auf jeden praktisch notwendigen Wert eingestellt werden.



   Wan man aus den Fig. 5 und 6 ohne weiteres ersieht, besitzt diese Schiene eine Aussenbahn 22 und eine Innenbahn 23. Zwischen diesen Bahnen sind aufgeblasene Seelen 21 vorgesehen. Die beiden Bahnen sind an den Stellen 28 unmittelbar oder auch vermittels eines kleinen Steges verbunden. Im allgemeinen genügt hier eine unmittelbare Verbindung, wie diese auch aus den Fig. 7 und 9 zu ersehen ist und dort in Form von Abnähungen ausgebildet ist Weiterhin erkennt man aus Fig. 5 einen Zuführungsschlauch 25 mit einem Einlassventil 26 und einem   Überctruckventl    27. Dieser Zuführungsschlauch 25 ist über Anschlussstücke 29 an die einzelnen Seelen 21 angeschlossen. Zur Schienung eines verletzten Gliedes 24 werden über den Zuführungsschlauch 25 die Seelen 21 aufgeblasen, so dass sich eine Lage nach Fig. 6 ergibt. Dies grundsätzlich.



   Die Fig. 7 veranschaulicht eine derartige Schiene in aufgerolltem Zustande. Mit 30 ist ein Zippverschluss bezeichnet. Wie schon gesagt, sind acht Abnähungen vorhanden, die die Aussenbahn 22 und die Innenbahn 23 fest miteinander verbinden. Dazwischen liegen, wie erwähnt, die Seelen 21. Die Schiene nach Fig. 7 wird um das verletzte Glied   herumgelegb,    worauf dann der Zippverschluss 30 geschlossen wird. Die Schiene umschliesst sodann locker das   verletzt    Glied. Nunmehr erfolgt durch Aufblasen über den Zuführungsschlauch 25 ein Aufblasen der Seelen 21, so dass sich dann in entsprechender Weise eine Fixierung nach Fig. 6 ergibt. Zur Halterung des Zuführungsschlauches 25 ist eine Abdeckmanschette 31 vorgesehen.

   Das   Über-    druckventil 27 ist vorzugsweise so eingerichtet, das der Druck in den Seelen 21 40 mm Hg nicht übersteigen kann. In einfacher Weise kann dabei das   tSber-      dmickventil    27 so ausgebildet sein, dass dieser Grenzdruck je nach den Erfordernissen auf verschiedene Werte eingestellt werden kann. Nach diesen   Erklärun-    gen ist die Fig. 9 von selbst verständlich, die eine etwas anders geformte derartige Schiene in aufgeklapptem Zustande erkennen lässt.



   Fig. 10 zeigt den   Zuführungsschiauch    25 und den Anschluss dieses Schlauches an die Seelen 21. Dieser   Anschluss    erfolgt mit dem dargestellten T-Stück 32.



  Die Aussenbahn 22 und die Innenbahn 23 sind hier weggelassen.



   Die Fig. 11 und 12 veranschaulichen an sich bekannte Einlass- und Überdruckventile 26, 27. Die Stärke der Feder 33 bestimmt beim   Überdruckventil    27 den   Grenzdruck    innerhalb der Seelen 21.



   Die mechanische widerstandsfähige Aussenbahn 22 bringt den Vorteil mit sich, dass die Schiene auch rauhen Betriebsbedingungen gewachsen ist und keine Gefahr besteht, dass die Seelen 21 verletzt und dadurch unbrauchbar werden. Zufolge der Umfassung eines verletzten Gliedes 24 an nur wenigen kleinen Stellen ist eine   weitgehende    Sicherheit gegen Durchblutungsstörungen gegeben.   Durchbiutungsschäden    sind durch das   Überdrnckventil    27 jedenfalls ausgeschaltet. Die   Schiene ist t sehr langiebig, da schadhaft gewordene See-    len leicht   ausgewechselt    werden können.

   Um auch bei extremem langem Tragen der Schiene eine Hitzeentwicklung für das verletzte Glied zu vermeiden, kann die Innenbahn 23 aus atmungsaktivem Material   beste-    hen; zusätzlich dazu kann die Aussenbahn 22   Entlüf-    tungslöcher tragen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass durch die Lage der   Luftsäufen    an der   Innen-    seite der Schiene und die schmale Verankerung daran eine weitgehende Durchblutung des verletzten Gliedes stets sichergestellt ist. Unter Umständen kann auch die Aussenbahn 22 dehnbar, insbesondere leicht dehnbar, vorgesehen sein. Die Schiene ist selbstverständlich nicht nur bei   Beinw    oder Armverletzungen zu verwenden, sondern auch bei Verletzungen anderer Körperteile, die   geschieht    werden können.

   Anstelle eines Zippverschlusses kann auch eine andere passende Verschlussart, wie Haken und Ösen, Verschnürung, Klettenbandverschluss u. dgl. Anwendung finden. Eine schadhafte Seele kann z. B. mittels der Anschlusstücke 29 herausgezogen und durch eine neue ersetzt werden.



   Wie man   insbesondere    aus Fig. 13 ersieht, sind innerhalb der rechts und links liegenden Aussenbahn 41 zwei Seelen 42 vorgesehen. Jede Seele 42 ist mittels einer an sich bekannten Druckknopfverbindung 51 mit der Aussenbahn 41 leicht lösbar und leicht   auswechsel-    bar verbunden. An der Seitenkante dieser aufblasbaren Schiene befindet sich ein Reissverschluss 30, siehe auch Fig. 14 und 16. Die weiteren konstruktiven   Elew    menge dieser Armschiene werden im Zuge der nachfolgenden Beschreibung des Gebrauches dieser Schiene erklärt.



   Ein z. B. im Ellbogengelenk verletzter Arm wird in entsprechender Winkel stellung zwischen die Seelen 42 und die beiden Aussenbahnen 41 gelegt. Dann wird mittels des   Reissverschiusses    30 die Schiene geschlossen und über das   Einiassventil    47   aufgeblasen    Die eine  strömende Luft geht über das Einlassventil 47 und den Schlauch 44 zwischen die Wandungen jeder Seele 42, siehe dazu auch Fig. 18. Die beiden genannten Seelen 42 werden aufgeblasen und halten dann den verletzten Armteil 53 fest, wie dies aus Fig. 16 deutlich zu erkenne nen ist. Das am anderen Ende des Schlauches 44 befindliche Überdruckventil 48 verhindert, dass die Seelen 42 zu stark aufgeblasen werden.

   Für die meisten Fälle ist, wie schon gesagt, ein maximaler   Aufbias-    druck von 40 bis 80 mm Hg passend, damit die Blutzirkulation des geschienten, verletzten Gliedes nicht leidet. Hinsichtlich der zweckentsprechenden Lagerung des verletzten Gliedes wird auf Fig. 19 hingewiesen.



  Man sieht, dass das verletzte Glied 53 tatsächlich nur von den aufgeblasenen Seelen 42 gehalten ist, wobei der an sich härtere Steg 52, der zwei   Seelenteile    42 miteinander verbindet, vom vorletzten Glied 53 entfernt liegt. Beim Aufblasen der Seele 42 werden sich die genannten Seelenteile etwa nach der punktierten Linie 54 der Fig. 14 zueinander verschwenken.



   Gemäss der beschriebenen Konstruktion kann eine schadhaft gewordene Seele 42 einfach ausgetauscht werden. Dazu ist es bloss notwendig, die Druckknopfverbindung 51 und die Steckverbindung 46 zu lösen.



  Die schadhafte Seele 42 kann dann entfernt und durch eine funktionsfähige Seele ersetzt werden. Nach Zu  sammenstecken    des Ansatzstutzens 46 und des T-Stükkes 45 sowie nach Schliessen der   Druckknopfverbin ;    dung 51 ist dann die Schiene wiederum betriebsfähig.



   In der Seele 42 sind Entlüftungslöcher 43 vorgesehen, durch die vor allem Körperwärme   abströmen    kann. Gegebenenfalls können auch in der Aussenbahn 41 entsprechende Entlüftungslöcher vorgesehen sein.



  Zum Schutz des Schlauches 44 ist dieser durch eine   Deckenbahn    50 abgedeckt, die an einer Stelle, z. B. oben bei 49, offen ist. Es kann so gegebenenfalls auch der Schlauch 44 leicht ausgewechselt werden.



   Nach diesen Ausführungen ist Fig. 17, die eine ge  rade    Schiene für Beinverletzungen zum Gegenstand hat von selbst verständlich. Wiederum liegen Seelen 42 zwischen   Aussenbahnen    41, wobei die Seelen über einen Schlauch 44 aufgeblasen werden können. Mit 43 sind Entlüftungslöcher bezeichnet, 45, 46 ist die bereits beschriebene Steckverbindung und 51 die Druckknopfverbindung.



   Die Seele 42 kann auch einstückig ausgeführt sein oder aus vielen Teilstücken bestehen. Die Gestalt dieser Schiene kann für den jeweiligen Zweck stets entsprechend variiert sein. Unter Umständen ist es geboten, die mit dem verletzten Glied zusammenwirkenden   Seelenwandungen    mit einem Belag aus Schaumstoff oder  Moltopren  zu versehen. Statt eines Einlassven  teiles    kann auch ein   Einlasshahn    Verwendung finden.



   Wie man aus den Fig. 5 und 6 ohne weiteres bereits ersehen konnte, besitzt diese Schiene eine Aussenbahn 22 und eine Innenbahn 23. Zwischen diesen Bahnen sind aufblasbare Seelen 21 vorgesehen. Die beiden Bahnen sind an den Stellen 28 unmittelbar oder auch mittels eines kleinen Steges verbunden. Im allgemeinen genügt hier eine unmittelbare Verbindung, die z. B. in Form von Abnähungen ausgebildet ist. Weiterhin erkennt man aus Fig. 5 einen Zuführungsschlauch 25 mit einem   Einlassventil    26 und einer Druckanzeige- oder Druckbegrenzungsvorrichtung 27. Dieser Zuführungsschlauch 25 ist über Anschlussstücke 29 an die einzelnen Seelen 21 angeschlossen. Zur Schienung eines verletzten Gliedes 24 werden über den   Zuführungs-    schlauch 25 die Seelen 21 aufgeblasen, so dass sich eine Lage nach Fig. 6 ergibt.

   Es muss nun, wie   eben-    falls schon gesagt, verhindert werden, dass die Seelen zu stark aufgeblasen werden, da sonst gesundheitliche Schäden auftreten können; dazu sind besondere Druck  anzeige- und/oder    Druckbegrenzungsvorrichtungen vorgesehen. Medizinische   Überlegungen    haben ergeben, dass der höchstzulässige Druck zwischen 30 bis 70, vorzugsweise zwischen 40 bis   50 mm    liegen soll.



   Gemäss Fig. 20 ist der Schlauch 25 über die Abzweigung 69 in Form eines T-Stückes mit der Seele 21 verbunden. Der Schlauch 25 ist über die Abzweigung hinaus verlängert und trägt an seinem Ende einen Ballon 70, der zum Schutz und zur genaueren Anzeige von einer Hülse 71, vorzugsweise aus durchscheinendem Kunststoffmaterial, umschlossen ist. An der Hülse 71 befinden sich zwei Markierungen 72. Hat sich der   Ballon    70 bis zu diesen Markierungen ausgedehnt, so ist die zulässige Druckgrenze, z. B. 40 bis 50 mm Hg erreicht. Es ist hier nur die letzte Seele 21 dargestellt, da eine solche Messung genügt.



   Mit 73 ist eine Einrichtung bezeichnet, die z. B. eine Öffnung darstellt, durch die Luft ein   ; und    ausströmen kann. Diese Einrichtung 73 kann aber auch als   Signalpfeife    oder als Sicherheitsventil ausgebildet sein.



   Man kann die Druckanzeige auch mit Hilfe eines üblichen Manometers durchführen. Eine andere Möglichkeit ist es, am Ende des Schlauches 25   eine    Druckdose vorzusehen, wobei dann an einem anzuschliessen  den Messgerät die Ablösung, i B. auf elektrischem    Wege, erfolgt; auch eine elektrische Lampe ist dabei verwendbar.



   Die in Fig. 21 dargestellte Bauart verwendet einen federnden Balg 74, der zieharmonikaartig gefaltet ist.



  Dies hat den Vorteil, dass bei Lufteintritt im wesentlichen nur eine Ausdehnung in einer Richtung erfolgt.



  Alle übrigen Massnahmen, wie die Anordnung der Hülse 71 und der Markierung 72, können gleich bleiben, wie eben beschrieben. Selbstverständlich kann auch nur eine einzige oder mehr als zwei   Markierun-    gen vorgesehen sein.



   Die Schiene kann in Koppeltaschen (nach dem Prinzip von Kartentaschen hergestellt) leicht transportiert werden und ist so jederzeit gut   griffbereit.    Beinschienen sind vorzugsweise mit einem verstellbaren Knöchelschutzband ausgestattet, das den Knöchel umschliesst und festhält. Am unteren Ende der Bein schiene können   Transportstützen    (z. B. T-Stücke aus Holz) Verwendung finden, die das überaus schmerzhafte Drehkippen des verletzten Beines beim   Abtrans-    port eines Verunglückten verhindern.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schiene zur Behandlung von Verletzungen, wie Knochenbrüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene aufblasbar und einteilig oder mehrteilig ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Schiene nach Patentanspruch, dadurch gekeml- zeichnet, dass in Kombination mehrere, voneinander durch Zwischenräume (1, 2) getrennte Tellschienen (3) mit einem Überdruckventil (4) vorgesehen sind.
    2. Schiene nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilschienen (3) durch Stege (14) miteinander verbunden sind, die vorzugsweise Durchbrechungen (5) besitzen.
    3. Schiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass aufblasbare Stellen (21) zwischen Bahnen (22, 23) vorgesehen sind, um im aufgeblasenen Zustand der Seelen ein verletztes Glied (24) festhalten zu können.
    4. Schiene nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aussenbahn (22) aus praktisch undehnbarem Material gebildet ist, z. B. aus PVC auf Gewebeunteriage, und die Innenbahn (23) eine nachgiebige Textilhülle ist.
    5. Schiene nach Unteranspruch 3, dadurch gekeun zeichnet, dass zum Aufblasen und Entleeren der Seelen (21) ein Zuführungsschlauch (25) vorgesehen ist, der ein Einlassventil (26) und ein Überdruckventil (27) besitzt.
    6. Schiene nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aussenbahn (41), vorzugsweise aus PVC auf Gewebeumerlage, vorgesehen ist und innerhalb der Aussenbahn (41) eine einteilige oder mehrteilige aufblasbare Seele (42).
    7. Schiene nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Seele (42) und gegebenenfalls auch in der Aussenbahn (41) entsprechende Entlüf- tungslöcher (43) angefordert sind.
    8. Schiene nach Unteranspruch 6, dadurch gekenur zeichnet, dass zum Aufblasen der Seele (42) ein Schlauch (44) vorgesehen ist, der über eine lösbare Steckverbindung, z. B. ein T-Stück (45) mit einem Ansatzstutzen (46), mit der Seele (42) verbunden ist.
    9. Schiene nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (44) ein Einlassventil (47) und ein Überdruckventil (48) aufweist.
    10. Schiene nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (44) durch eine an einer Stelle (bei 49) offene Deckenbahn (50) abgedeckt ist 11. Schiene nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum leicht lösbaren Verbinden von Aussenbahn (41) und Seele (42) eine Druckknopfverbindung (51) vorgesehen ist.
    12. Schiene nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seele (42) mit einer Druckan- zeige -und/oder Druckbegrenzungsvorrichtung verbun den ist.
    13. Schiene nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckanzeigevorrichtung durch einen dehnbaren Ballon (70) gebildet ist.
    14. Schiene nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballon über eine Verbiungs- leitung (69) mit der Seele (21) verbunden ist und von einer mit Markierungen (72) versehenen Hülle (71) umschlossen ist, um anhand der Markierung den zuläs- sigen Druck feststellen zu können.
CH509667A 1966-04-22 1967-04-11 Schiene zur Behandlung von Verletzungen CH459463A (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT383866A AT263203B (de) 1966-04-22 1966-04-22 Schiene
AT829766 1966-09-01
AT891566 1966-09-22
AT1032366A AT275726B (de) 1966-11-08 1966-11-08 Aufblasbare Schiene zur Behandlung von Verletzungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH459463A true CH459463A (de) 1968-07-15

Family

ID=27421968

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CH509667A CH459463A (de) 1966-04-22 1967-04-11 Schiene zur Behandlung von Verletzungen

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3442739A1 (de) * 1984-11-23 1986-05-28 Schönbach, Gerhard, Prof.Dr., 8993 Nonnenhorn Fixationsverband
DE3901287A1 (de) * 1989-01-18 1990-07-26 Draegerwerk Ag Stuetzvorrichtung zur formangepassten lagerung des menschlichen koerpers

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DE3442739A1 (de) * 1984-11-23 1986-05-28 Schönbach, Gerhard, Prof.Dr., 8993 Nonnenhorn Fixationsverband
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