Einrichtung zur Aufhängung und Befestigung von Zeichenbrettern Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufhängung und Befestigung von Zeichenbrettern in solcher Weise, dass das Zeichenbrett in verschiedene Höhenlagen und in verschiedene Winkel zur Horizontal ebene eingestellt werden kann.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist besonders für die Befestigung an einer Wand oder. einem Wandregal oder in einem freistehenden Regal geeignet. Die Einrich tung nebst Zeichenbrett kann dann zweckmässig als eine an den Modul des Regals angepasste Einheit ausgebildet werden.
Es ist bekannt, an einer Wand oder einem freistehen den Gestell befestigte Zeichenbretter derart anzuordnen, dass sie geschwenkt und in Höhenrichtung verstellt werden können. Mittels der bekannten Einrichtungen zur Befestigung und Aufhängung des Zeichenbrettes ist es auch möglich, das Brett mit etwaiger daran angebrachter Zeichenmaschine senkrecht zu stellen, so dass es mög lichst wenig Platz nimmt, wenn es nicht in Gebrauch ist.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einen U-förmigen Bügel auf weist, an dessen freien Enden das Zeichenbrett um zwei Drehzapfen schwenkbar aufgehängt ist, wobei der Bügel seinerseits an zwei in senkrechten Führungsschienen verschiebbaren Drehzapfen aufgehängt und um diese schwenkbar ist.
Mit der erfindungsgemässen Einrichtung ist es mög lich, das Zeichenbrett mit angehefteten Zeichnungen und daran angebrachter Zeichenmaschine derart zu ver- schwenken, dass die Zeichnung und die Zeichenmaschine der Wand zugekehrt und dadurch verborgen werden. Mit den bekannten Einrichtungen zur Befestigung von Zei chenbrettern ist dies nicht möglich.
In einer vorgezogenen Ausführungsform der Erfin dung wird die Einrichtung an den Seitenwänden eines hochkantgestellten flachen Kastens befestigt, wobei das Zeichenbrett, wenn es nicht in Gebrauch ist, in senkrech ter Lage aufgeschwenkt werden und dadurch einen Deckel für den Kasten bilden und, wenn erwünscht, an denselben verriegelt werden kann. In dieser Weise ist eine schatullenähnliche Ausbildung verwirklicht, die es er möglicht, das Zeichenbrett nebst Zeichnung und Zei chenmaschine in montiertem Zustand zu verbergen, wobei das Zeichenbrett jedoch leicht und einfach ledig lich durch Zurückschwenken in Zeichenlage gebrauchs bereit gemacht werden kann.
Es stellt einen sehr grossen Vorteil dar, dass die Zeichenmaschine am Zeichenbrett montiert sein kann und die unfertigen Zeichnungen am Zeichenbrett sitzen bleiben können, nachdem dieses in die senkrechte Lage gebracht ist und die Zeichnungen und die Zeichenmaschine dadurch verborgen sind. Dies wird insbesondere dann von Bedeutung sein, wenn das Zeichenbrett nicht dauernd in Gebrauch ist oder die Zeichnungen geheim sind.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt perspektivisch die Einrichtung mit dem Zeichenbrett in einer gewählten niedrigen und angenähert senkrechten Arbeitslage, wobei die Einrichtung an einer Wand befestigt ist.
Fig. 2 zeigt perspektivisch eine Ausführungsform der Einrichtung, bei der das Zeichenbrett in schräger Lage gestrichelt eingezeichnet ist.
Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt.
Fig. 4 und 5 zeigen die Einrichtung in Seitenriss mit dem Zeichenbrett in verschiedenen Arbeitslagen bzw. in geschlossener Lage.
In den Figuren 1, 2 und 3 bezeichnet 1 eine Wand oder senkrechte Regalanordnung, an der ein offener Kasten 2 befestigt ist. 3 bezeichnet einen U-förmigen Bügel, dessen Jochteil mit zwei öhrchen 4 versehen ist. An diesen sind Zapfen 5 befestigt, die in senkrechte, U- förmige Führungsschienen 6 einragen, die inwendig an der Vorderkante der senkrechten Seitenwände des offe nen Kastens 2 befestigt sind.
Der Bügel 3 kann dadurch um die Achse x-x verschwenkt werden, und diese Drehachse kann mit Führung in den Schienen 6 in einer senkrechten Ebene verschoben werden. Um eine senkrechte Parallelverschie bung des Bügels zu bewerkstelligen sind bei der vorgezo genen Ausführung der Erfindung zwei endlose Ketten 9 vorgesehen, die an den Zapfen 5 befestigt und über Kettenräder 7 geführt sind, von denen wenigstens zwei gleich gross und fest an einer drehbaren Welle 8 angebracht sind. Zur Gewichtsentlastung ist um die Welle 8 herum eine vorgespannte Torsionsfeder 11 angebracht. Die Feder ist an ihrem einen Ende 12 am Kasten 2 und an ihrem anderen Ende 13 an der Welle 8 befestigt.
Dadurch entsteht ein Drehmoment, das durch den Pfeil 14 angedeutet ist, und das eine senkrechte Kraft an den Zapfen 5 ergibt.
Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführung der Parallelführung in der senkrechten Ebene beschränkt. Andere Formen wie z.B. kreuzende Schnurantriebe kön nen auch zur Anwendung kommen. Ebenfalls können auch andere Formen von Gewichtsentlastung, beispiels weise Gegengewichte benutzt werden.
An den freien äusseren Enden des Bügels 3 sind Zapfen 16 angebracht, an denen das Zeichenbrett 15 drehbar befestigt ist. Die Drehbewegung um die Zapfen 16 kann in bekannter Weise durch Reibung oder dgl. gesperrt werden, so dass das Zeichenbrett in einer gewünschten Schräglage festgehalten werden kann.
10 bezeichnet eine Zeichenmaschine.
In Fig. 3 ist die rechte Führungsschiene 6 in Innenan sicht gezeigt. Das durch das Gewicht P von Bügel, Zeichenbrett, Zeichenmaschine usw. hervorgerufene Schwerkraftmoment wird von einem Kräftepaar aufge nommen, das sich aus den mit Abstand a entgegengesetzt wirkenden Druckkräften K, K zusammensetzt, die an den Zapfen 5, bzw. an Anschlagsstellen zwischen Bügel und Führungsschienen angreifen.
Die über die Ketten 9 auf die Drehzapfen 5 wirkende gewichtsentlastende Kraft V wird zweckmässig etwas grösser als
EMI0002.0020
gewählt.
Eine Hubkraft an der Vorderkante des Zeichen brettes wird somit das Brett nach oben verschieben. Der Abstand a wird so klein gewählt, dass die Kräfte K, K eine genügende Reibung zwischen dem Bügel 3 und den Führungsschienen 6 erzeugen, so dass das Brett bei Gebraucht nicht nach unten verschoben wird. Das Brett wird dadurch in eine niedrigere Lage gebracht, dass an der Vorderkante des Brettes eine nach oben gerichtete Kraft und an der hinteren Kante eine nach unten gerichtete Kraft ausgeübt wird.
Fig. 4 zeigt die Einrichtung in Seitenriss. Voll aufge zogen ist der Bügel 3 in niedrigster Lage und das Zeichenbrett in waagerechter Lage dargestellt. Diese Lage entspricht einer sitzenden Lage des Zeichners. Gestrichelt ist der Bügel 3 mit dem Zeichenbrett 15 in senkrechte Lage um die Zapfen 5 aufgeschwenkt, darge stellt. In dieser letzteren Lage ist das Zeichenbrett ausser Gebrauch mit daran sitzenden Zeichnungen und etwaiger Zeichenmaschine der Wand zugekehrt. Zweckmässig kann das Zeichenbrett in dieser Lage verschlossen wer den.
20 bezeichnet inwendige Regalplatten im Regal 2 für Zeichenmaterial und dgl.
In Fig.5 ist mit gestrichelten Linien eine hohe, schräge Lage des Zeichenbrettes dargestellt, die einer stehenden Arbeitslage entspricht. In derselben Figur ist mit voll aufgezogenen Linien eine niedrigere Lage des Bügels 3 gezeigt.
Dabei ist in dieser Darstellung die eigentliche Zeichenplatte 15' um Scharniere 18 aufge- schwenkt, die an den hinteren Kanten der Zeichenplatte und eines darunterliegenden Archivkastens 17 angebracht sind. 19 bezeichnet ein sogenanntes Klappenscharnier, das die Zeichenplatte 15' in aufgeschwenkter Lage festhalten kann.