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CH454473A - Verfahren zur Verbesserung der Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungskorrosion von verformten Produkten aus praktisch kupferfreien Aluminiumlegierungen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungskorrosion von verformten Produkten aus praktisch kupferfreien Aluminiumlegierungen

Info

Publication number
CH454473A
CH454473A CH546364A CH546364A CH454473A CH 454473 A CH454473 A CH 454473A CH 546364 A CH546364 A CH 546364A CH 546364 A CH546364 A CH 546364A CH 454473 A CH454473 A CH 454473A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
alloy
temperature
product
hours
Prior art date
Application number
CH546364A
Other languages
English (en)
Inventor
Donald Vernam William
Albert Anderson William
Original Assignee
Aluminum Co Of America
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aluminum Co Of America filed Critical Aluminum Co Of America
Publication of CH454473A publication Critical patent/CH454473A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/10Alloys based on aluminium with zinc as the next major constituent

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Conductive Materials (AREA)
  • Forging (AREA)

Description


      Verfahren    zur Verbesserung der Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungskorrosion  von verformten Produkten aus praktisch kupferfreien Aluminiumlegierungen    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren .zur Verbesse  rung der Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungs  korrosion von verformten Produkten, die aus einer  praktisch kupferfreien     Aluminiumlegierung    hergestellt  sind, die .3,5-6     . ö        Zink,        0,75-4,3        %    Magnesium,     0;

  05        bis     0,75     %        Mangan    und     005-0,30        %    -Chrom enthält,     :wobei     ,der Rest     mindestens        zum    grössten Teil aus Aluminium  besteht.  



       Aluminiumlegierungen,        .die    wesentliche Mengen Zink  :und     Magnesium    enthalten, sind seit     vielen    Jahren be  kannt, und es ist ebenfalls bekannt, dass diese     Legierun-          gen    .eine hohe Festigkeit entwickeln,     -wenn    sie     vergü-          tungs-    bzw. lösungsgeglüht und     alterungsgehärtet    wer  den.

   Es     ist    -jedoch beobachtet worden, dass -nicht alle       diese        Legierungen    auf die gleiche Behandlung in der       :gleichen    Weise ansprechen und     -däss    -durch eine     unange-          -massene    Wärmebehandlung die Korrosionsbeständigkeit  .nachteilig beeinflusst werden -kann.

   Ein weiterer     Faktor,          .der        einen    starken Einfluss auf :die     Eigenschaften        -dieses          Legierungstyps    ausübt, ist die Gegenwart von anderen       Legierungselementen.        :

  Unter    den Elementen, die häufig  in     Kombination    mit Zink und     Magnesium    verwendet  werden,     befindet    sich das     -Kupfer,    .das -gewöhnlich aus  dem     Grunde        zugesetzt    wird, um     eine    Erhöhung der       Festigkeit    zu     bewirken.        Obgleich    das Kupfer     in    dieser  Beziehung günstige     Wirkungen    -ausübt, ändert es das  Verhalten -der     Legierungen    in einer korrodierenden Um  gebung,

   und     zur    Beseitigung sämtlicher     nachteiliger          Wirkungen        sind    oftmals     spezielle    Verfahren     erforderlich.     



       #Obgleich    -grosse Anstrengungen .unternommen wor  den     sind,    Aluminiumlegierungen     -init        immer    grösserer       Festigkeit    herzustellen, besteht doch noch ein Bedarf       an        Legierungen,    die -einen mässigen     Festigkeitsbereich          .aufweisen    und die     sich    nach     sämtlichen    üblichen Ver  fahren, wie z. B. durch Walzen, Schmieden bzw.

   Kneten,  Auspressen und dergleichen, leicht bearbeiten     lassen.          Erfindungsgemäss    wurde nun     gefunden,    dass eine maxi  male     Kombination    =der     ;

  gewünschten    Eigenschaften 'bei    geschmiedeten Produkten erzielt werden kann, wenn  man Körper aus     Aluminium-Zink-Magnesium-Legierun-          gen,    die genau geregelte Mengenanteile Zink und Ma  gnesium enthalten, einer bestimmten Folge von Wärme  behandlungen unterwirft, wobei die Behandlungen     in     einigen Fällen mit -dem     Gussblock    oder     irgendeinem     anderen Ausgangsprodukt, aus dem die geschmiedeten  Produkte hergestellt werden,     beginnen.     



  Ziel der     Erfindung    ist     ein        Verfahren    zur Erhöhung  der Korrosionsbeständigkeit verformter Produkte aus  bestimmten praktisch -kupferfreien     Aluminiumlegierun-          gen,    ohne dass     ihre    Festigkeit in irgendeiner     Weise    be  einträchtigt wird, wobei insbesondere sowohl die     Fe-          stigkeit    als auch die Beständigkeit gegen     Rissbildung     durch Spannungskorrosion der genannten Legierungen  über die Werte hinaus erhöht wird,

   die     normalerweise     nach     einer        Alterungshärtung    bei lediglich einer Tempe  ratur     erzielt    werden. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist       ein    Verfahren zur Behandlung von warmverformten  Produkten aus bestimmten praktisch kupferfreien     Alu-          minium-Zink-MagnesiumLegierungen,    wodurch sowohl  die Festigkeit als auch die Beständigkeit gegen     Rissbil-          dung    durch Spannungskorrosion dieser Produkte -ver  bessert wird.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren beruht auf der  Entdeckung, dass eine kupferfreie     Aluminiunilegierung,     die die     oben    angegebene Zusammensetzung hat, wobei  der     Zinkgehalt    nicht geringer als der     Magnesiumgehalt     ist, auf     eine    bestimmte Folge von Wärmebehandlungen  in spezieller Weise anspricht und dabei ein -Produkt  .mit     einer    ungewöhnlichen     Kombination    von Eigenschaf  ten liefert.

   Insbesondere ist die als Ergebnis dieser Be  handlungen -entwickelte Festigkeit grösser als bei den     in     der Technik üblichen     einstufigen        Alterungsbehandlun-          gen,und    das Produkt ist gegen     Rissbildung    infolge Span  nungskorrosion praktisch beständig.

   Im Gegensatz zur       allgemeinen    -Erfahrung mit     Aluminium-Zink-Magne-          sium-Legierungen        wurde        gefunden,        ,dass    -die oben -ge-      nannten Legierungen eine hohe Beständigkeit gegen       Rissbildung    durch Spannungskorrosion erreichen, ohne  dass eine übermässige Alterung (Übervergütung) erfor  derlich     ist.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     einen    aus dieser Legierung be  stehenden Körper einer     Lösungsglühbehandlung    inner  halb des Temperaturbereichs von 371-521  C, jedoch  unterhalb der Temperatur, bei der     irgendeine    Legie  rungsphase zu schmelzen beginnt, unterwirft und den  Körper mindestens so lange     innerhalb    dieses Tempera  turbereichs hält, bis eine praktisch vollständige Auflö  sung des Zinks und des Magnesiums eingetreten     ist,     dass man das lösungsgeglühte Produkt mit einer Ge  schwindigkeit von nicht mehr als 111  C je Sekunde auf  Raumtemperatur abkühlt,

   dass man das     abgekühlte    Pro  dukt mindestens 72 Stunden bei Raumtemperatur hält,  dass     man    das Produkt danach in zwei     Stufeh    altert, in  dem man zunächst in einer ersten Stufe auf 93-121  C  erhitzt und 4-24 Stunden     innerhalb    dieses Temperatur  bereiches hält, worauf man in einer zweiten     Stufe,    das  teilweise gealterte Produkt auf l38-160  C erhitzt und  8-24 Stunden innerhalb dieses. Temperaturbereichs hält,  und dass man schliesslich auf Raumtemperatur abkühlt.  



  Es wurde gefunden, dass die     Zugfestigkeiten    und  Streckgrenzen der Produkte durch diese Folge von Be  handlungen im Vergleich zu den Werten, die bei der  üblichen einstufigen     Alterungstemperaturbehandlung    er  halten werden, um 141     kg/        cm2    und mehr erhöht werden  können, woraus ersichtlich ist, dass keine Übervergütung  eingetreten ist.

   Die Beständigkeit gegenüber der     Riss-          bildung    bei Spannungsbeanspruchung unter korrodieren  den Bedingungen ist ebenfalls höher als bei den handels  üblichen bekannten geschmiedeten Produkten aus Alu  minium-Zink-Magnesium-Kupfer-Legierungen, die die  übliche     Lösungsglühbehandlung    und     Alterungshärtungs-          behandlung    erhalten haben, und auch höher als diejenige  von Produkten aus den kupferfreien Legierungen, die le  diglich eine einstufige     Alterungsbehandlung    erhalten ha  ben.  



  Die für die Erfindung     in    Betracht kommenden Le  gierungen müssen Zink und     Magnesium    innerhalb der  folgenden Grenzen aufweisen, damit sich bei der  Wärmebehandlung die     gewünschten    Eigenschaften ent  wickeln können. Es müssen     mindestens    3,5 % und nicht  mehr als 6 %     Zink    vorhanden sein,     während    der Ma  gnesiumgehalt     innerhalb    des Bereichs von 0,75-4,3       Gew.    % liegen muss. Der     Magnesiumgehalt    soll dabei  zweckmässig den     Zinkgehalt    nicht überschreiten.

   Wenn       geringere    Mengen von Zink und Magnesium zugegen  sind, entwickeln die Produkte nicht die gewünschte  Festigkeit oder Korrosionsbeständigkeit, während ander  seits     grössere    Mengen     zu    Verarbeitungsproblemen so  wie zu     einer    Verschlechterung in bezug auf     eine    oder  mehrere der gewünschten Eigenschaften führen.  



  Obgleich     Zink    und Magnesium die     Hauptlegierungs-          bestandteile        sind,    wurde gefunden, dass ausserdem noch  verhältnismässig geringe Mengen Mangan und Chrom  vorliegen müssen. Diese Elemente     sind        beim    Giessen  und Bearbeiten der Legierungen vorteilhaft und tragen  ausserdem zur Verbesserung der Korrosionsbeständig  keit bei. Geringere Mengen als die oben angegebenen  haben nicht die gewünschte Wirkung, während grössere  Mengen zu Giess- und     Verarbeitungsproblemen    führen.

    Zur Verbesserung der Eigenschaften des Produktes kön  nen gegebenenfalls ausserdem 0,05-0,30 %     Zirkonium,       0,01-0,15 % Titan und/oder 0,0005-0,02     %    Bor zugege  ben werden.  



  In den Legierungsprodukten sind im allgemeinen  die üblichen Verunreinigungen, wie Eisen und Silicium,  enthalten, doch sollte der Gesamtgehalt an Eisen plus  Silicium 0,6 % nicht überschreiten. Kupfer kann als Ver  unreinigung zugegen sein, doch sollte seine Menge 0,10  nicht überschreiten. Aus diesem Grunde werden die Le  gierungen als  praktisch kupferfrei  bezeichnet.  



  Die Legierungen können nach den für Aluminium  legierungen dieses Typs üblichen Verfahren erschmol  zen, gegossen und verformt werden. Zum Beispiel kann  dem Körper zur Warmverformung unmittelbar vor der  Warmverformung eine     Lösungsglühbehandlung    erteilt  werden, wobei der Körper dann bei einer Temperatur  innerhalb des     Lösungsglühtemperaturbereiches    geformt  und das warmverformte Produkt sodann langsam auf  Raumtemperatur abgekühlt wird,

   wie es weiter unten  ausführlicher beschrieben     wird.    In anderen Fällen wird  an den geschmiedeten Produkten     eine        Lösungsglühbe-          handlung    vorgenommen und nach Abschluss dieser Be  handlung mit     einer        Geschwindigkeit    unterhalb des weiter  unten angegebenen Maximalwertes auf Raumtemperatur  abgekühlt.

   Auf jeden Fall muss der Legierungskörper  auf eine Temperatur von 371-52l  C, jedoch nicht  oberhalb der Temperatur, bei der irgendeine der Le  gierungsphasen zu schmelzen beginnt, erhitzt und inner  halb dieses Temperaturbereiches mindestens so lange  gehalten werden, bis eine praktisch vollständige Auf  lösung der Bestandteile Zink und     Magnesium    eingetre  ten ist. Die zur Erzielung der Auflösung erforderliche  Zeitdauer     hängt    von der Dicke des Körpers, der Grösse  der Charge, die behandelt     wird,    und natürlich der Tem  peratur der Behandlung ab. Bei der Behandlung von  Blech z. B. kann die Behandlungszeit nur 3 oder 4 Min.

    betragen, während zur Behandlung eines     Gussblockes     oder     eines    grossen geschmiedeten Produktes eine längere  Zeit     erforderlich    ist, d. h. gewöhnlich eine 1- bis     8stün-          dige    Behandlung bei der     gewünschten    Temperatur, was  bedeutet, dass das zu bearbeitende Material eine längere  Zeit     innerhalb    des Ofens oder     irgendeiner    anderen ver  wendeten     Erhitzungsvorrichtung    gehalten     wird.    Als all  gemeine Regel mag gelten,

   dass zur Behandlung der Le  gierungskörper     im    unteren Teil des Temperaturbereichs  längere Zeiten erforderlich     sind    als     im    oberen Teil des  Bereichs. Zur Erzielung bester Ergebnisse wird die     Lö-          sungsglühbehandlung    vorzugsweise bei einer Tempera  tur     innerhalb    des Bereichs von     399-466     C durchge  führt.  



  Wenn der     lösungsgeglühte    Legierungskörper warm  verformt werden soll, kann der heisse Körper in die       Metallbearbeitungsvorrichtung    übergeführt und sodann       innerhalb    des Temperaturbereichs von 371-521  C  warmverformt werden, d. h.

   oberhalb der Mindesttem  peratur für die     Lösungsglühbehandlung.    Wahlweise kann  der     lösungsgeglühte    Legierungskörper auch auf Raum  temperatur abgekühlt und später zur Bearbeitung inner  halb des oben angegebenen     Wärmebehandlungsbereiches     erneut erhitzt     werden,    wobei darauf geachtet werden  muss, dass eine Auflösung des Zinks und des Magnesiums  sichergestellt     ist.    Das     Warmverformen    kann ein     Walzen,     Auspressen bzw.     Strangpressen,        Schmieden    bzw.

   Kneten,  Pressen und     dergleichen    oder Kombinationen dieser Ver  fahren einschliessen. Es versteht sich, dass unter den obi  gen     Bedingungen    der Legierungskörper für eine längere  Zeit     innerhalb    des     Lösungsglühtemperaturbereiches    ge  halten werden kann, als für eine Auflösung des Zinks      und Magnesiums erforderlich ist, doch ist dies nicht  schädlich. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass die Auf  lösung durchgeführt wird, ehe die Stufe des     Abkühlens     auf Raumtemperatur eingeleitet wird.  



  Nach Beendigung der     Lösungsglühbehandlung    bzw.  Vervollständigung der Warmverformung des Produktes  wird mit verhältnismässig geringer Geschwindigkeit, die  111  C je Sekunde nicht überschreitet, abgekühlt. Diese  Geschwindigkeit ist im Vergleich zu derjenigen, die  bei der Abschreckung z. B. in kaltem Wasser vorliegt,  wo die durchschnittliche Abkühlungsgeschwindigkeit  1110  C je Sekunde beträgt, gering. Im Falle eines nach  der Lösungsbehandlung     stranggepressten    oder kaltge  walzten Gegenstandes kann das Produkt fortschreitend  in dem Masse abgekühlt werden, wie es die     Auspressdüse     bzw. die Walzen verlässt. Im Falle eines Schmiedens bzw.

         Kneteis    wird der bearbeitete Gegenstand nach der Ent  fernung aus der Schmiedevorrichtung abgekühlt. Es  wurde     gefunden,    dass höhere Abkühlungsgeschwindig  keiten von mehr als 111   C je Sekunde nachteilige Wir  kungen auf die Beständigkeit gegenüber der     Rissbildung     bei     Spannungsbeanspruchung    unter korrodierenden Be  dingungen ausüben. Auf der anderen Seite kann der       Abkühlvorgang    im allgemeinen nicht über eine in der  Fertigungsanlage tragbare Zeitdauer hinaus verzögert  werden.

   Gewöhnlich wird es sich um Minuten handeln,  wenn einzelne Produkte oder kleine Gruppen von Pro  dukten gehandhabt werden, doch können zur Abküh  lung     eines    grossen Ansatzes von Produkten bzw. von  Produkten     mit    grossem Querschnitt längere Zeiten er  forderlich sein. Das verwendete     Abkühlmedium    kann  je nach der Masse der abzukühlenden Produkte variie  ren. Für Produkte mit geringerem Querschnitt, die  direkt nach der     Lösungsglühbehandlung    abgeschreckt  werden sollen, kann heisses bzw. kochendes Wasser an  gemessen sein, doch kann bei Produkten mit grösseren  Querschnitten wegen der geringen Wärmeübertragung,  die bei diesen Produkten vorliegt, ein drastisches wir  kendes Kühlmedium verwendet werden.

   Wenn es sich  darum handelt, das warmverformte Produkt abzuküh  len, kann     ein    Luftstrahl oder ein     Wassersprühstrahl    aus  reichend sein, um die verzögerte Kühlgeschwindigkeit  zu erzielen. Es wurde gefunden, dass Abkühlungsge  schwindigkeiten von nur 2,2  C je Sekunde zu zufrieden  stellenden Ergebnissen führen.  



  Die verzögerte Abkühlung des lösungsgeglühten  Produktes - gleichgültig, ob eine Warmverformung statt  gefunden hat oder nicht - scheint zu einer besonderen  Struktur zu führen, die für den Erfolg der zweistufigen       Alterungshärtungsbehandlung    erforderlich ist.

   Obgleich  es nicht     möglich    ist, den genauen Charakter dieser  Struktur zu definieren, liegen anscheinend doch genü  gend Beweise dafür vor, dass     ein    Zustand entwickelt  wird, der     zu    dem anschliessenden     Alterungshärtungsver-          fahren    in enger Beziehung steht und die Erzielung einer  hohen Beständigkeit gegenüber der     Rissbildung    bei Span  nungsbeanspruchung unter korrodierenden Bedingungen  gestattet.     Ein    rasch abgekühltes Produkt scheint die er  forderliche Struktur bzw. den erforderlichen inneren Zu  stand nicht zu besitzen.  



  Im Anschluss an das Abkühlen auf Raumtemperatur  muss das Produkt mindestens 72 Stunden auf dieser  Temperatur gehalten werden, ehe mit der zweistufigen  Behandlung der     Alterungshärtung    fortgefahren wird. Die  Produkte können in Anpassung an die jeweiligen Er  fordernisse     in    der Fertigungsanlage sowie in Abhängig  keit von einer gegebenenfalls erfolgenden Weiterbeför-         derung    bzw. einem Versand auch längere Zeiten gela  gert werden, doch wird in bezug auf die Eigenschaften  des Endproduktes bei einer solchen Verlängerung der  Zeit kein Vorteil erzielt.

   Ohne diese Lagerungszeit schei  nen die geeigneten Bedingungen für ein Ansprechen auf  die zweistufige     Alterungshärtungsbehandlung    nicht vor  zuliegen, und wenn die Lagerungszeit nicht mindestens  72 Stunden beträgt, wird die gewünschte Festigkeit des  Endproduktes nicht erreicht. Während dieser Zeit  scheint eine gewisse spontane     Alterungshärtung    aufzu  treten, wie sich an einer Zunahme der Festigkeit er  kennen lässt. Auf jeden Fall aber ist die Zunahme der  Festigkeit mit derjenigen des fertig behandelten Produk  tes nicht zu vergleichen.

   Vom theoretischen Standpunkt  aus kann angenommen werden, dass, wenn     irgendeine          Alterungshärtung    stattfindet, diese zu einem Ausschei  dungsmuster bzw. zu irgendeinem die Ausscheidung an  regenden Zustand führt, und dass diese Erscheinung die  spätere Ausscheidung regelt bzw. lenkt. Unabhängig da  von, ob eine derartige Erklärung zutrifft oder nicht,  wurde jedenfalls gefunden, dass die Lagerung bei Raum  temperatur eine Vorbedingung für die sich anschliessende  und letzte     Alterungshärtungsbehandlung    ist.  



  Ehe mit der     Alterungshärtungsbehandlung    fortge  fahren wird, kann es wünschenswert     sein,    die geschmie  deten Produkte auszurichten bzw. restliche Spannungen  auf     ein    Minimum zu verringern,     indem        ein    geringes  Ausmass an Kaltverformung vorgenommen wird, ge  wöhnlich um weniger als 5 %. Dieses Ausmass an Kalt  verformung hat auf die Eigenschaften des Endproduktes       keine    nachteilige Wirkung.  



  Die     zweistufige        Alterungshärtungsbehandlung    be  steht     darin,    dass das gelagerte Produkt zunächst auf eine  Temperatur zwischen 93 und 121' C erhitzt und 4 bis  24 Stunden auf dieser Temperatur gehalten wird. Die  Auswahl der jeweiligen Temperatur und der jeweiligen  Behandlungszeit richtet sich nach ähnlichen Faktoren,  wie sie die     Lösungsglühbehandlung        beeinflussen.    Der  angegebene Temperatur- und Zeitbereich ist wichtig,  denn bei niedrigeren Temperaturen und kürzeren Zeiten  tritt die     erforderliche        Alterungshärtung    nicht ein.

   Auf  der anderen Seite führen höhere Temperaturen und  längere Zeiten zu     einer        überalterung    bzw. einer über  vergütung, ein Zustand, der vermieden werden muss.  



  Nach Abschluss der ersten Stufe kann das Produkt  auf Raumtemperatur abgekühlt und für die zweite Stufe       erneut    erhitzt werden. Das Produkt kann aber auch un  mittelbar auf die höhere Temperatur erhitzt werden. In  jedem Falle wird das Produkt dann auf eine Temperatur  zwischen 138 und 160  C erhitzt und innerhalb dieses  Temperaturbereiches 8-24 Stunden gehalten. Danach  wird das Produkt auf Raumtemperatur abgekühlt. Diese  Temperaturen und Zeiten sind in bezug auf die Erzie  lung einer hohen Festigkeit und     praktischen    Beständig  keit gegenüber der     Rissbildung    bei Spannungsbeanspru  chung unter korrodierenden Bedingungen, ohne dass  eine Übervergütung     vorliegt,    von ausschlaggebender Be  deutung.  



  Es versteht sich, dass die Eigenschaften des Endpro  duktes von der Art der Bearbeitung, die die Legierung  erfahren hat, und der Richtung     innerhalb    des Produktes  abhängig ist,     in    der die Eigenschaften bestimmt werden,  d. h. ob     in    Längsrichtung, d. h. parallel zur Bearbei  tungsrichtung, oder quer dazu.

   In bezug auf die me  chanischen Eigenschaften wurde gefunden, dass die       Mindestzugfestigkeit,    die das Endprodukt kennzeichnet,           in-der-Grössenordnung    von 29.50     kg/cm2-und-dtie.;Streck-          -grenze    bei     rwindestens    etwa 2460     kg/cm2        liegt.     



  Die     .oben        beschriebene        Behandlung    der     Legierungs-          produkte        führt        -im        Vergleich    zu in üblicher Weise     behan-          .delten    geschmiedeten     Produkten        zu        einer        -verbesserten          Beständigkeit    -gegenüber -der     Rissbildung        bei.Spannungs-          _beanspruchung    unter  <RTI  

   ID="0004.0025">   .korrodierenden        Bedingungen.          =Diese    Eigenschaft wird     gewöhnlich        rnit        Hilfe        :eines        be-          schleunigten        Korrosionsprüfver$uches        bestimmt,        ,bei    dem  Prüfkörper     :spannungsbeansprucht    werden, während :

  sie       .einem        korrodierenden        Medium        ausgeseizt    sind.     Erfin-          :dungsgemäss        wurden    zwei     Verfahren    der .Spannungs  beanspruchung angewendet, um die     Empfindlichkeit    :

  der       -Produkte    gegenüber der     Spannungsbeanspruchung        unter          korrodierenden        Bedingungen    zu     bestimmen.    Bei dem  einen     Verfahren    wird der Prüfkörper unter     :

  eine        .Span-          .nung    -entsprechend 75 %     seiner    Streckgrenze     gebracht,     -und     @bei,detn    anderen     Prüfverfahren    werden     Blechprobe-          stücke        in    Form von     -Streifen    um einen     ,Dorn        @herumge-          bogen,    :

  um .eine     aU-fönmige        Biegung    zu     erzeugen.    Bei     denn          letzteren    Prüfversuch wurden :die Streifen     in    ihre     Ver-          suchsstellung        einspringen        .bzw.          ;

  gelassen"        um     sie in eine stark     gebogene        Gestalt        zubringen.    Dieser       Prüfversuch"    bei dem der     Prüfkörper        also        unter        kon-          stanter        Durchbiegung        .geprüft    wird,

   wird     ausführlicher          in    einem Aufsatz     in    der     American        .S.aciety        for        Testing          Materials        Speeial        Technical        Publication        I@Ir.    64,     Seiten          255-272        (1944.),

          beschrieben.        Bei.        beiden        -Prüfversuchen          werden    die     Prüfkörper    abwechselnd in     eine        wässrige     3,5 %     ige        NaC1:

  Lösung        .eingetaucht        und    wieder     -heraus-          gehoben.    Wenn sämtliche     -Prüfkörper    einer     Gruppe.eine          Versuchsdauer    von 40 Tagen ohne     ein    Reissen     .bzw.          Zerbrechen    überstehen,

   können sie     als    gegenüber einer       Rissbildung    bei     Spannungsbeanspruchung        unter        korro-          dierenden        Bedingungen    praktisch beständig angesehen  werden.

           Ein    weiterer     -beschleunigter        Korrosionsprüfversuch,          .derin:erfolgreicher        Weise    Azur     BestimmungAer        Empfind-          lichkeit        derartiger        Metallkörper        .gegenüber        der    Span  nungsbeanspruchung     :unter        :korrodierenden        Bedingungen          verwendet    worden :

  ist,     -besteht        darin,    dass der     Prüfkörper          .unter        .eine    Spannung, die 75 % der Streckgrenze     ent-          .spricht,    gebracht     und        in        eine        -wässrige    Lösung einge  tauchtwird,     ..die    3.00     g        NaCl    und 20 g     Na2Cr04    je -Liter       .enthält        ;

  und        mit        -destilliertem    Wasser     angesetzt    -worden       ist.    In die     :Lösung        wird        weiterhin        .eine        geeignete    Ka  thode, wie z.     B.        eine    aus einem     Platindrahtsieb    beste  hende Kathode, :

  eingetaucht.     .An        das        .System    wird dann  von .aussen     .eine    Spannung angelegt, um .den .unter     -Span-          :mung    stehenden     Prüfkörper        mit    einem Potential von       100        mV        zur        Anode    zu machen.     Wenn    der Prüfkörper       eine    Versuchsdauer von 24 Stunden ohne ein Reissen       übersteht,    ist er ;

  gegenüber der     Rissbilduttg    bei     Span-          nungsbeanspruchung        unter    korrodierenden     Bedingungen     .als -.hochbeständig     anzusehen.     



  Die durch das     erfindungsgemässe    Verfahren erzielte       Verbesserung    wird     durch    die folgenden Vergleichsbei  spiele erläutert, bei denen     Blechprüfkörper    von 1,62 mm       Dicke    verschiedenen     Wärmebehandlungen        unterworfen          und        -anschliessend    -geprüft     wurden.    Die     Zugfestigkäits-          eigenschaftenwurden    an     Standardprüfkörpern        bestimmt,

            und        die        Prüfkörper    für die     Korrosionsprüfversuche    -wur  den wie     -öben    beschrieben     kaltgeformt,    ehe sie dem       korrodierenden    'Medium ausgesetzt wurden.

   Die beiden       Legierungen,    die     für    die Versuche verwendet     wurden,          hatten        die    folgenden     nominellen    Zusammensetzungen:

    a) 4 % Zink, 2 %     Magnesium,    0,3 % Mangan, -0,1  Chrom, Rest     Aluminium;    b) 4 %     Zink,    3 %     Magnesium,          0;05        %        Mangan,    0,1 %     Chrom,    Rest Aluminium.     Anga-          ben    über die     -durchgeführten        Wärmebehandlungen        fin-          den    sich in:

   der     -folgendenTabelle.     
EMI0004.0241     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Wärmebehandlungsplan
<tb>  Lösungsglüh- <SEP> Lagerung
<tb>  Legierung <SEP> Nr@ehandlungs- <SEP> Behandlung <SEP> 'Std. <SEP> Kühlmedium <SEP> bei <SEP> <B>Raum-</B>terungsbehandlung
<tb>  ip' <SEP>  C <SEP> Std. <SEP> @emp. <SEP> aC <SEP> "Std.
<tb>  ' <SEP> Tip' <SEP> QC <SEP> temperatur
<tb>  A <SEP> 1 <SEP> 460 <SEP> 1 <SEP> kaltes <SEP> Wasser <SEP> ja <SEP> 121 <SEP> 48
<tb>  2 <SEP> 460 <SEP> 1 <SEP> siedendes <SEP> Wasser <SEP> ja <SEP> 1-07 <SEP> 8 <SEP> 149 <SEP> 16
<tb>  B <SEP> 3 <SEP> 493 <SEP> 1.

   <SEP> stillstehende <SEP> Luft <SEP> nein <SEP> 121 <SEP> 48
<tb>  4 <SEP> 493 <SEP> 1 <SEP> stillstehende <SEP> Luft <SEP> ja <SEP> 107 <SEP> 8 <SEP> 149 <SEP> 16
<tb>  5 <SEP> 399 <SEP> 1 <SEP> kaltes <SEP> Wasser <SEP> nein <SEP> 121 <SEP> 48
<tb>  6 <SEP> 399 <SEP> 1 <SEP> siedendes <SEP> Wasser <SEP> J.a <SEP> 107 <SEP> $ <SEP> 149 <SEP> 16       DieRTI ID="0004.0242" WI="43" HE="4" LX="265" LY="2061">  -Abkühlungsgeschwindigkeit    \des Bleches     betrug    in       kaltem        Wasser        111 :C    je     Sekunde,        in        siedendem    Wasser       -nicht    mehr als     22';

  C    je Sekunde und     in        stillstehender     Luft     :etwa    2;2  C je Sekunde. Die     Lagerung    bei Raum-         -temperatur        wurde    über einen Zeitraum von 72     Stunden     -oder Hager     durchgeführt.     



  Die durchschnittlichen     Zugfestigkeitseigenschaften          .der        -nach    .dem obigen Plan     behandelten        Prüfkörper        sind          in:

  äer    folgenden Tabelle Il.     angegeben.     
EMI0004.0268     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  Zugfestigkeitseigenschaften
<tb>  Legierung <SEP> Behandlung <SEP> Zugfestigkeit <SEP> "Streckgrenze <SEP> Dehnung
<tb>    Nr. <SEP> <U>(xglcm2) <SEP> (kglcm2) <SEP> (%)</U>
<tb>  A <SEP> 1 <SEP> 4010 <SEP> 3530 <SEP> 13
<tb>  2 <SEP> 4170 <SEP> <B>3700</B> <SEP> 14
<tb>  B <SEP> 3 <SEP> 4430 <SEP> 35,80 <SEP> 14.
<tb>  4 <SEP> 4640 <SEP> 3940 <SEP> 13
<tb>  <B><I>5</I></B> <SEP> 4710 <SEP> -41'50 <SEP> 13
<tb>  6 <SEP> 4850 <SEP> 4280 <SEP> 13         Es ist ersichtlich, dass die zweistufige Behandlung in  jedem einzelnen Falle zu einer Verbesserung der Zug  festigkeitseigenschaften geführt hat.

   Es ist weiterhin fest  zustellen, dass bei der Abkühlung mit Hilfe von Luft die  Lagerung bei Raumtemperatur günstige Wirkungen auf  die Zugfestigkeit und die Streckgrenze hatte.  



  Bei den     Korrosionsprüfversuchen    wurden die Prüf  körper aus den Behandlungsgruppen 1 und 2 der Legie  rungen A und den Behandlungsgruppen 3 und 4 der Le  gierung B einen konstanten     Durchbiegungsprüfversuch          unterworfen,        während    die Behandlungsgruppen 5 und 6  der Legierung B einer     Spannung    entsprechend 75 % ihrer  Streckgrenze ausgesetzt wurden, während sie dem korro  dierenden Medium ausgesetzt wurden. Die Ergebnisse  dieser     Prüfversuche    sind in der folgenden Tabelle     III     angegeben.

    
EMI0005.0008     
  
    <I>Tabelle <SEP> I11</I>
<tb>  Ergebnisse <SEP> der <SEP> Prüfung <SEP> auf <SEP> Beständigkeit <SEP> gegenüber
<tb>  Rissbildung <SEP> bei <SEP> Spannungsbeanspruchung <SEP> unter
<tb>  korrodierenden <SEP> Bedingungen
<tb>  Legierung <SEP> Beh <SEP> Ndlung <SEP> .Lage <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Reissen <SEP> bzw. <SEP> Brechen
<tb>  A <SEP> 1 <SEP> 3 <SEP> in <SEP> 2 <SEP> Tagen
<tb>  A <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> in <SEP> 97 <SEP> Tagen, <SEP> 1 <SEP> in <SEP> 112 <SEP> Tagen,
<tb>  1 <SEP> noch <SEP> in <SEP> Prüfung
<tb>  B <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> in <SEP> 19 <SEP> Tagen, <SEP> 1 <SEP> in <SEP> 91 <SEP> Tagen,
<tb>  1 <SEP> in <SEP> 140 <SEP> Tagen
<tb>  B <SEP> 4 <SEP> kein <SEP> Reissen <SEP> bzw.

   <SEP> Zerbrechen
<tb>  in <SEP> 5 <SEP> Monaten
<tb>  B <SEP> 5 <SEP> 3 <SEP> in <SEP> 34 <SEP> bis <SEP> 39 <SEP> Tagen
<tb>  B <SEP> 6 <SEP> kein <SEP> Reissen <SEP> bzw. <SEP> Zerbrechen
<tb>  in <SEP> 5 <SEP> Monaten       Aus den obigen Ergebnissen gehen die günstigen  Wirkungen der verschiedenen     Wärmebehandlungsstufen     hervor. Wenn man diese Ergebnisse zusammen mit der  verbesserten Festigkeit vergleicht, wird ersichtlich, dass  sich eine Eigenschaft nicht zu verschlechtern braucht,  um eine     Verbesserung    in bezug auf die andere bei der  Behandlung von     Legierungsprodukten    der oben angege  benen Zusammensetzung zu erzielen.  



  Bei einem weiteren Prüfversuch     wurde    eine Legie  rung mit der folgenden Zusammensetzung verwendet:  3,90 % Zink, 2,87 % Magnesium, 0,25 %     Mangan,     0,18     %    Chrom, 0,02 % Titan, 0,04 % Kupfer, 0,11  Eisen, 0,06 % Silicium, Rest praktisch nur Aluminium.

    Zwei Platten aus der     Legierung    mit einer Dicke von  7,62 cm wurden bei 460  C lösungsgeglüht, bis auf     eine     Dicke von 6,03 cm     heissgewalzt    und bei dem einen  Versuch in kaltem Wasser abgeschreckt,     während    bei  dem     anderen    Versuch in ein Wasserbad eingetaucht  wurde, das     eine        Temperatur    von 82  C aufwies. Bei dem  letzteren     Kühlverfahren    wurde eine     Abkühlgeschwindig-          keit    von etwa 5,6  C je Sekunde erzielt.

   Die Platte, die  in kaltem     Wasser    abgeschreckt worden war, wurde  durch 48stündiges Erhitzen auf 121' C gealtert, während  die andere Platte in zwei Stufen gealtert wurde, und  zwar     zunächst    5 Stunden bei 107  C und danach 16 Std.  bei 149  C. Die mechanischen Eigenschaften der mit  kaltem Wasser abgeschreckten Platten waren wie folgt:    Zugfestigkeit 4010     kg/cm2,    Streckgrenze 3170 kg/       cm2    und Dehnung 6 %. Die andere Platte wies eine Zug  festigkeit von 4220     kg/cm2,    eine Streckgrenze von  3480     kg/cm2    und eine Dehnung von 7 % auf.

   Prüfkörper  aus den beiden Platten wurden dem oben beschriebenen  elektrolytischen beschleunigten Prüfversuch auf die Be  ständigkeit gegenüber der Spannungsbeanspruchung un  ter korrodierenden Bedingungen unterworfen. Die aus  der mit kaltem Wasser abgeschreckten Platte herge  stellten Prüfkörper rissen in 12,5 Stunden, während die  aus der anderen Platte hergestellten     Prüfkörper    nach  24 Stunden Versuchsdauer noch nicht gerissen waren,  was die Vorteile des langsamen     Abkühlens    und der       zweistufigen        Alterungsbehandlung    unterstreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verbesserung der Festigkeit und Be ständigkeit gegen Spannungskorrosion von verformten Produkten, die aus einer praktisch kupferfreien Alu miniumlegierung hergestellt sind, die 3,5-6 % Zink, 0,75-4.,3 % Magnesium, 0,05-0,75 % Mangan und 0,05-0,30 % Chrom enthält, wobei der Rest mindestens zum grössten Teil aus Aluminium besteht, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen aus dieser Legierung be stehenden Körper einer Lösungsglühbehandlung inner halb des Temperaturbereichs von 371-521 C, jedoch unterhalb der Temperatur, bei der irgendeine Legie rungsphase zu schmelzen beginnt, unterwirft und den Körper mindestens so lange innerhalb dieses Tempera turbereichs hält,
    bis eine praktisch vollständige Auflö sung des Zinks und des Magnesiums eingetreten ist, dass man das lösungsgeglühte Produkt mit einer Geschwin digkeit von nicht mehr als 111 C je Sekunde auf Raum temperatur abkühlt, dass man das abgekühlte Produkt mindestens 72 Stunden bei Raumtemperatur hält, dass man das Produkt danach in zwei Stufen altert, indem man zunächst in einer ersten Stufe auf<B>93-1211</B> C er hitzt und 4-24 Stunden innerhalb dieses Temperatur bereichs hält, worauf man in einer zweiten Stufe das teilweise gealterte Produkt auf 138-l60 C erhitzt und 8-24 Stunden innerhalb dieses Temperaturbereichs hält und dass man schliesslich auf Raumtemperatur abkühlt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Lösungsglühbehandlung bei einer Tem peratur innerhalb des Bereichs von 399-466 C durch geführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Legierungskörper während einer Zeit von 3 Minuten bis 8 Stunden innerhalb des Lösungs- glühtemperaturbereichs gehalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Legierung ausserdem 0,05-0,30 % Zir- konium, 0,01-0,15 Titan und/oder 0,0005-0,02 % Bor enthält. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Legierungskörper unmittelbar nach der Lösungsglühbehandlung innerhalb des Temperatur bereichs von 371-521' C warmverformt und danach auf Raumtemperatur abgekühlt wird.
CH546364A 1963-04-29 1964-04-27 Verfahren zur Verbesserung der Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungskorrosion von verformten Produkten aus praktisch kupferfreien Aluminiumlegierungen CH454473A (de)

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